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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einzug von Furnierstreifen
in eine Furnierzusammensetzmaschine, in welcher einzelne Furnierstreifen
im Wesentlichen längs
zur Faserrichtung zusammengesetzt werden.
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Furnierzusammensetzmaschinen
sind aus dem Stand der Technik in unterschiedlichen Ausgestaltungen
bekannt. Derartige Maschinen weisen üblicherweise eine aus einer
oberen und einer unteren Transportkette bestehende Transporteinrichtung
auf, mittels der die Furnierstreifen über eine Heizzone geführt werden
und dabei an ihren Stoßkanten
zusammengedrückt
werden. Die Furnierstreifen weisen an ihren Stoßkanten einen Klebstoff auf,
welcher mittels Erwärmen
in der Heizzone ausgehärtet
werden kann. Die Wärme
löst im
Klebstoff eine chemische Reaktion aus, wodurch sich dieser erhärtet und
die Furnierstreifen miteinander verklebt werden.
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Im
Stand der Technik sind verschiedene Verfahren für die Zusammensetzung von Holzfurnieren bekannt,
wobei insbesondere die Stumpfverleimung eine große Bedeutung gewonnen hat.
Bei den hierfür verwendeten
bekannten Maschinen werden die Furnierstreifen von einem Bediener
manuell in einen Einzug der Maschine eingelegt. Die Maschine zieht
dann auf Betätigung
des Bedieners die Furnierstreifen ein und fügt diese zusammen. Für den Einzug
in die Maschine werden hierfür
Rolleneinzüge
und Diskusscheiben-Getriebe verwendet. Ein derartiger Rolleneinzug
ist beispielsweise aus der
DE
19809772 C1 bekannt. Hierbei werden die Furnierstreifen
von einem Bediener an eine obere und eine untere Rolle angelegt.
Anschließend
wird die untere Einlaufrolle angetrieben und die Furnierstreifen
zwischen den beiden Rollen in die Maschine eingezogen. Für das Einschalten bzw.
Ausschalten des Antriebs der unteren Einlauf rolle ist eine aufwendige
Kupplungseinrichtung vorgesehen.
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Aus
der
DE 29717993 U1 ist
eine Furnierzusammensetzmaschine bekannt geworden, welche eine Transporteinrichtung
mit beweglichen Transportgliedern aufweist. Hierbei sind die Transportketten
schräg
aufeinander zulaufend angeordnet, wobei zwischen den beiden Transportketten
ein umlaufendes Heizband vorgesehen ist, welches von den Ketten
angetrieben wird.
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Die
bekannten Furnierzusammensetzmaschinen weisen Probleme hinsichtlich
ihrer Durchlaufzeit und der Herstellungskosten auf, da die Einzüge die Furnierstreifen
im Stillstand aufnehmen und sie dann bis auf die Geschwindigkeit
der Transportketten beschleunigen. Erst in den kontinuierlich laufenden
Transportketten werden dann die Furnierstreifen zusammengeklebt.
Hierdurch ergibt sich eine intermittierende und eine kontinuierliche
Transportfunktion, welche nur durch zwei Antriebe oder durch eine
entsprechend aufwendige Schaltung mit Kupplung realisiert werden
kann.
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Ferner
werden in jüngster
Zeit vermehrt Türen,
insbesondere Zimmertüren,
mit Designs gewünscht,
welche an verschiedenen Stellen einen so genannten Intarsienstreifen
aufweisen. Derartige Furniere mit Intarsienstreifen müssen derzeit
aufwendig von Hand hergestellt werden.
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Aus
der
DE 103 56 217
B3 ist eine Vorrichtung zum Einzug von Furnierstreifen
in eine Furnierzusammensetzmaschine bekannt, welche einen Riementrieb
umfasst, der zwischen einem Einlegebereich für die Furnierstreifen und einer
Transporteinrichtung der Furnierzusammensetzmaschine angeordnet
ist. Eine Anschlageinrichtung bildet einen Anschlag für die eingelegten
Furnierstreifen, wobei die Anschlageinrichtung von einem Scheitelpunkt
in Transportrichtung des Riementriebes etwas beabstandet ist.
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Es
ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum
Einzug von Furnierstreifen in eine Furnierzusammensetzmaschine bereitzustellen,
welche bei einfachem Aufbau und einfacher, kostengünstiger
Herstellbarkeit einen schnellen und betriebssicheren Einzug von
Furnierstreifen ermöglicht
und insbesondere eine Automatisierung bei der Herstellung von Furnieren
mit Intarsienstreifen ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst,
die Unteransprüche
zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
zum Einzug von Furnierstreifen in eine Furnierzusammensetzmaschine
weist dabei den Vorteil auf, dass sie besonders einfach und kostengünstig hergestellt werden
kann. Hierbei kann erfindungsgemäß insbesondere
auf aufwendige zusätzliche
Antriebe und/oder Kupplungen verzichtet werden. Erfindungsgemäß ist dazu
ein einen Riemen umfassender Riementrieb vorgesehen, welcher zwischen
einem Einlegebereich für
die Furniere und der eigentlichen Transporteinrichtung der Furnierzusammensetzmaschine
angeordnet ist. Eine zweiteilige Anschlageinrichtung ist in Transportrichtung
des Riementriebes etwas von einem von der Maschine abgewandten Scheitelpunkt
des Riementriebes, d.h. dem Scheitelpunkt nahe dem Einlegebereich
für die
Furnierstreifen, beabstandet. Die zweiteilige Anschlageinrichtung
umfasst ein erstes, über
dem Riemen angeordnetes Element und ein zweites, seitlich des Riemens angeordnetes
Element. Das zweite Element kann dabei zwischen zwei Positionen
hin- und herbewegt werden, wobei in einer ersten Position ein Anschlag für die Furnierstreifen
bereitgestellt wird und in der zweiten Position eine Übergabe
und ein Transport der Furnierstreifen auf dem Riementrieb ermöglicht wird,
um die Furnierstreifen der Zusammensetzmaschine zuzuführen. Um
erfindungsgemäß Furniere mit
Intarsienstreifen herstellen zu können, ist am Einlegebereich
eine Anlegevorrichtung angeordnet. Die Anlegevorrichtung umfasst
einen ersten und einen zweiten Anschlag, wobei ein Furnierstreifen
zwischen dem ersten und dem zweiten Anschlag anlegbar und ausrichtbar
ist. Dieser Furnierstreifen ist vorzugsweise ein Intarsienstreifen,
welcher zwischen den beiden Anschlägen ausrichtbar ist und weitere Furnierstreifen
sind jeweils seitlich des Intarsienstreifens zuführbar, sodass wenigstens drei
Streifen gleichzeitig der Furnierzusammensetzmaschine zugeführt werden
können.
Dadurch können
schnell und sicher Furniere mit Intarsienstreifen hergestellt werden.
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Ein
weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Einzugsvorrichtung ist,
dass die Taktzeit der Maschine verringert werden kann, da unmittelbar
nach dem vollständigen
Einziehen der Furnierstreifen schon die nächsten Furnierstreifen angelegt
werden können. Dadurch
können
schon während
des Durchlaufs der ersten Furnierstreifen durch die Furnierzusammensetzmaschine
die nachfolgenden Furnierstreifen über den Einzug zugeführt werden,
sodass eine fast kontinuierliche Zusammensetzung von Furnierstreifen
ermöglicht
wird.
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Vorzugsweise
ist der erste Anschlag und der zweite Anschlag der Anlegevorrichtung
jeweils als eine Wand ausgebildet. Dadurch kann eine sichere Anlage
eines Intarsienstreifens zwischen den beiden Wänden erfolgen und gleichzeitig
können
die dem Intarsienstreifen abgewandten Seiten der Wände als Anschläge für die beiden
benachbarten Furnierstreifen dienen. Somit kann eine besonders kompakte und
einfache Ausgestaltung der Anlegevorrichtung erreicht werden. Weiter
bevorzugt weist die Anlegevorrichtung dabei eine im Schnitt U-förmige Gestalt auf,
wobei ein zwischen die beiden Anschlägen eingelegter Furnierstreifen
am Boden der U-förmigen Anlegevorrichtung
aufgelegt werden kann.
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Vorzugsweise
weist das zweite Element der Anschlageinrichtung eine geneigte Fläche auf.
Dadurch kann neben der Anschlagfunktion auch eine Klemmfunktion
zwischen den beiden Elementen der Anschlageinrichtung bereitgestellt
werden, sodass die eingelegten Furnierstreifen leicht an der Anschlageinrichtung
klemmen. Dies ermöglicht
ein sicheres Positionieren der Furnierstreifen am Einzug. Gemäß einer
anderen bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das zweite Element
als eine Rolle ausgebildet, sodass ebenfalls ein sich verjüngender
bzw. keilförmiger
Anschlag für
die Furnierstreifen bereitgestellt werden kann.
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Um
eine besonders sichere Positionierung der Furnierstreifen zu erreichen,
ist das zweite Element der Anschlageinrichtung vorzugsweise an beiden
Seiten des Riementriebes angeordnet. Besonders bevorzugt ist hierbei
das zweite Element als U-förmige Wippe
mit geneigten Endflächen
ausgebildet, wobei jeweils ein Schenkel der U-förmigen Wippe an einer Seite
des Riemens angeordnet ist. Die U-förmige Wippe wird dabei einfach
durch Schwenken zwischen der Anschlagposition und der Übergabeposition
bewegt. Gemäß einer
anderen bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist
das zweite Element der Anschlageinrichtung als U-förmiger Taster
mit geneigten Endflächen
ausgebildet. Der U-förmige
Taster wird hierbei durch eine lineare, d.h. vertikale, Bewegung
zwischen seinen beiden Positionen hin- und herbewegt. Es sei angemerkt,
dass durch die U-förmige
Ausbildung des zweiten Elements die Betätigung über einen gemeinsamen Antrieb
ermöglicht
wird. Selbstverständlich
ist es jedoch auch möglich,
für das
zweite Element der Anschlageinrichtung zwei separate Bauteile vorzusehen,
welche jeweils auch separat betrieben werden können.
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Um
eine besonders einfache Übergabe
der am Anschlag anliegenden Querstreifen auf den Riementrieb des
Einzugs zu ermöglichen,
ist das erste Element der Anschlageinrichtung als Rolle ausgebildet.
Hierbei kann die Rolle aufgrund ihres Eigengewichtes einen erforderlichen
Druck auf die Furnierstreifen ausüben, um eine sichere Übergabe
an den Riementrieb zu ermöglichen.
Weiterhin kann vorzugsweise noch eine zusätzliche Kraft auf die Rolle wirken,
welche beispielsweise mittels einer Feder oder pneumatisch oder
hydraulisch ausgeübt
wird, um den Druck zu erhöhen.
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Vorzugsweise
liegt ein Kontaktpunkt der Anschlageinrichtung in einer Ebene senkrecht
zur Transportrichtung durch einen Drehpunkt der Rolle. Gemäß einer
anderen bevorzugten Ausgestaltung ist der Kontaktpunkt von dieser
Ebene in Transportrichtung beabstandet, um einen besonders sicheren Weitertransport
zu gewährleisten.
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Um
den zwischen dem ersten und zweiten Anschlag angelegten mittleren
Furnierstreifen sicher mit den beiden seitlichen Furnierstreifen
zu bewegen, ist vorzugsweise an der Rolle ein elastischer Ring angeordnet.
Der elastische Ring kann insbesondere Dickenunterschiede der einzelnen
Furnierstreifen ausgleichen.
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Weiter
bevorzugt ist eine weitere Rolle, welche in Transportrichtung nach
der Einzugsrolle angeordnet ist, vorgesehen, um einen sicheren Transport des
zwischen den beiden Anschlägen
eingelegten Furnierstreifens sicher zu stellen. Hierbei wird der mittlere
Furnierstreifen vom Eigengewicht der zusätzlichen Rolle auf den herunterliegenden
Transportriemen gedrückt.
Es sei jedoch angemerkt, dass zusätzlich auch z.B. eine Feder
vorgesehen werden kann, um die weitere Rolle mit einer zusätzlichen Kraft
auf den mittleren Furnierstreifen zu drücken.
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Weiter
bevorzugt weist die erfindungsgemäße Vorrichtung wenigstens eine
Zuführrolle
auf, welche am Einlegebereich vorgesehen ist und unter welche die
Furnierstreifen gelegt werden. Die Zuführrolle ist dabei zur Transportrichtung
des Riemens schräg gestellt.
Hierdurch wird erreicht, dass die Furnierstreifen schon im Einlegezustand
etwas aneinandergedrückt
werden bzw. falls ein Trennsteg vorhanden ist, gegen diesen Trennsteg
gedrückt
werden. Dies ermöglicht
eine Zufuhr zum Einzugsbereich in exakt ausgerichteter Position
der angelegten Furnierstreifen.
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Der
Riementrieb wird vorzugsweise kontinuierlich betrieben und besonders
bevorzugt erfolgt ein Antrieb des Riementriebes über eine Welle der Transporteinrichtung
der Furnierzusammensetzmaschine. Dadurch muss für den Riementrieb des Einzuges
kein separater Antrieb vorgesehen werden und die Geschwindigkeit
des Riementriebes entspricht genau der Geschwindigkeit der Transporteinrichtung.
Dadurch müssen
keine aufwendigen Synchronisierungseinrichtungen oder Einrichtungen
zur Überwachung
der Geschwindigkeiten des Riementriebs bzw. der Transporteinrichtung
vorgesehen werden. Vorzugsweise ist der Riementrieb dabei über eine
untere Transporteinrichtung der Furnierzusammensetzmaschine angetrieben.
Dabei sind vorzugsweise für
den Antrieb der Transporteinrichtung der Zusammensetzmaschine zwei
Antriebsräder,
z.B. Zahnräder,
vorgesehen, und ein Antriebsrad für den Riementrieb ist zwischen
den beiden Zahnrädern
auf der gleichen Welle angeordnet.
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Um
eine weitere Verkürzung
der Durchlaufzeit der Furnierstreifen zu erreichen, ist vorzugsweise
ein Sensor vorgesehen, um eine Anschlagposition der Furnierstreifen
an der Anschlageinrichtung zu erfassen und/oder um einen vollständigen Einzug
der Furnierstreifen in die Furnierzusammensetzmaschine zu erfassen.
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Nachfolgend
werden unter Bezugnahme auf die begleitende Zeichnungen bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der Erfindung beschrieben. In der Zeichnung ist:
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1 eine
schematische Seitenansicht eines Teils einer Furnierzusammensetzmaschine
mit einem Einzug gemäß einem
ersten Aufbau
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2 eine
schematische Draufsicht der Maschine von 1,
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3 eine
schematische, perspektivische Ansicht der in den 1 und 2 gezeigten
Maschine,
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4 eine
Seitenansicht des Einzugs der Maschine gemäß dem ersten Aufbau,
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5 eine
Draufsicht des in 4 gezeigten Einzugs,
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6 eine
schematische, perspektivische Ansicht des in den 4 und 5 gezeigten
Einzugs,
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7 eine
schematische Seitenansicht eines Teils einer Furnierzusammensetzmaschine
gemäß einem
zweiten Aufbau in der Ausgangsposition,
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8 eine
Draufsicht von 7,
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9 eine
schematische Seitenansicht des Einzugs von 7 in einer
Durchlassposition,
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10 eine
schematische, perspektivische Ansicht der Maschine von 7,
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11 eine
schematische Seitenansicht eines Teils einer Furnierzusammensetzmaschine
mit einem Einzug und einer Anlegevorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung,
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12 eine
perspektivische Ansicht der in 11 gezeigten
Maschine, und
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13 eine
vergrößerte perspektivische
Ansicht einer Anlegevorrichtung der 11 und 12.
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Nachfolgend
wird unter Bezugnahme auf die 1 bis 6 eine
Furnierzusammensetzmaschine 1 gemäß einem ersten Aufbau allgemein
und hinsichtlich Ihrer Funktion beschrieben. Zur besseren Darstellbarkeit
ist die Furnierzusammensetzmaschine 1 nur teilweise abgebildet.
Die Furnierzusammensetzmaschine 1 umfasst in bekannter
Weise eine Transporteinrichtung mit einer unteren Transportkette 19 und
einer oberen Transportkette 21. Die untere Transportkette 19 wird über eine
Welle 14 und Zahnräder 20a, 20b in
Pfeilrichtung (vgl. 1) angetrieben. Die obere Transportkette 21 wird über eine
Welle 12 und Zahnräder 22a, 22b in
Pfeilrichtung (vgl. 1) angetrieben. Zwischen den
beiden Transportketten 19, 21 werden in bekannter
Weise wenigstens zwei nebeneinander angeordnete Furnierstreifen
zu einer Heizeinrichtung (nicht dargestellt) transportiert, um die
beiden Furnierstreifen miteinander zu verbinden.
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Die
Furnierzusammensetzmaschine 1 umfasst weiter einen Einzug 2,
welcher im Detail in den 4 bis 6 dargestellt
ist. Der Einzug 2 umfasst eine zweiteilige Anschlageinrichtung 3,
welche aus einem ersten Anschlagelement 4 und einem zweiten Anschlagelement 7 gebildet
ist, die sich an einem Kontaktpunkt K berühren. Wie insbesondere aus 4 ersichtlich
ist, umfasst das erste Anschlagelement 4 eine Rolle 5 und
ein Betätigungselement 6 und
das zweite Anschlagelement 7 umfasst eine Wippe 8 und
ein Betätigungselement 9.
Das erste Anschlagelement 4 ist in Vertikalrichtung bewegbar
und das zweite Anschlagelement 7 ist um eine Schwenkachse
S schwenkbar. Die Wippe 8 weist eine zur Transportebene
bzw. Transportrichtung X der Furnierstreifen geneigte Fläche 8a auf,
welche im Wesentlichen U-förmig
ausgebildet ist (vgl. 6).
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Weiterhin
umfasst der Einzug 2 einen Riementrieb mit einem umlaufenden
Riemen 10, einer auf einer Welle 12 gelagerten
ersten Umlenkrolle 11 und einer auf der Welle 14 gelagerten
zweiten Umlenkrolle 13. Der Riementrieb wird über die
mit den Zahnrädern 20a, 20b gemeinsamen
Welle 14 und der zweiten Umlenkrolle 13 mit der
gleichen Geschwindigkeit wie die untere Transportkette 19 angetrieben.
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Weiter
umfasst der Einzug 2 einen Einlegebereich 15,
welcher insbesondere aus 3 erkennbar ist und benachbart
zur ersten Umlenkrolle 11 angeordnet ist. Der Einlegebereich 15 umfasst
eine nicht dargestellte Basisplatte, auf welche die Furnierstreifen 16 aufgelegt
werden können.
An der Basisplatte ist ein Trennsteg 18 vorgesehen, an
welchen die beiden Furnierstreifen 16 in der in 3 gezeigten
Weise angelegt werden. Weiterhin sind am Einlegebereich 15 zwei
Zuführrollen 17a, 17b angeordnet, wobei
jeweils eine der Zuführrollen
rechts bzw. links vom Trennsteg 18 angeordnet ist. Wie
aus 2 ersichtlich ist, sind die beiden Zuführrollen 17a, 17b leicht
zum Trennsteg 18 schräg
gestellt (um ca. 5° bis 10°), sodass
beim Einschieben der Furnierstreifen 16 die Furnierstreifen
durch die Zuführrollen 17a, 17b jeweils
in Richtung des Trennsteges 18 gedrückt werden. Aufgrund ihrer
Gewichtskraft üben
die Zuführrollen 17a, 17b eine
vorbestimmte Kraft auf die Furnierstreifen 16 aus. Es sei
jedoch angemerkt, dass zur Unterstützung der Andruckkraft der
Zuführrollen 17a, 17b zusätzlich noch
eine Federkraft oder eine hydraulische oder pneumatische Kraft aufgebracht
werden kann.
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Die
Funktion des Einzugs 2 ist dabei wie folgt: Wie in 1 gezeigt,
bildet die Anschlageinrichtung 3 in der Ausgangsposition
zwischen dem ersten Anschlagelement 4 und dem zweiten Anschlagelement 7 einen
sich verjüngenden
Anschlag. Wenn, wie in den 2 und 3 gezeigt,
zwei an ihren seitlichen Stoßkanten
zu verklebende Furnierstreifen 16 eingelegt werden, und
von einem Bediener per Hand in Transportrichtung X vorgeschoben werden,
unterstützen
die beiden Zuführrollen 17a, 17b eine
Bewegung der beiden Furnierstreifen 16 zueinander. Wenn
die Furnierstreifen 16 weiter vorgeschoben werden, treffen
sie auf die geneigte Fläche 8a der
Wippe 8 und werden daran leicht etwas nach oben geführt.
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Wie
aus 1 ersichtlich ist, bildet die Anschlageinrichtung 3 in
ihrer Ausgangsposition einen sich verjüngenden Anschlag, bestehend
aus einem Mantelabschnitt der Rolle 5 und der geneigten
Fläche 8a,
sodass die beiden an der Anschlageinrichtung 3 anstoßenden Furnierstreifen
nicht nur dort anliegen, sondern auch leicht zwischen dem ersten
Anschlagelement 4 und dem zweiten Anschlagelement 7 geklemmt
sind. Die erreichte Anschlagposition kann nun entweder von dem Bediener
erkannt werden oder es ist ein Sensor, wie z.B. eine Lichtschranke oder
ein Tastsensor, vorgesehen, welcher die Anschlagposition der beiden
Furnierstreifen 16 erkennt. Im nächsten Schritt wird entweder
von dem Bediener manuell oder durch Erkennen der Anschlagposition automatisch
das zweite Anschlagelement 7 mittels des Betätigungselements 9 nach
unten um die Schwenkachse S weggeschwenkt. Somit ist das zweite
Anschlagelement 7 unterhalb des Riemens 10, genauer
unterhalb des Obertrums des Riemens, angeordnet. Dadurch wird ein Durchlass
zwischen der Rolle 5 des ersten Anschlagelements 4 und
der Wippe 8 freigegeben, sodass die beiden Furnierstreifen
mit dem ständig
angetriebenen Riemen 10 in Kontakt kommen. Hierbei unterstützt die
Gewichtskraft des ersten Anschlagelements 4 sowie das Betätigungselement 6 des
ersten Anschlagelements 4 das Andrücken der Furnierstreifen 16 auf
den Riemen 10, sodass beide Furnierstreifen 16 gleichmäßig mittels
des Riemens 10 eingezogen werden.
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Wie
aus den 2 und 3 ersichtlich
ist, ist der Riementrieb zwischen den Zahnrädern 20a, 20b der
unteren Transportkette 19 angeordnet, sodass die durch
den Riementrieb in Transportrichtung X geförderten Furnierstreifen 16 zwischen
die untere und obere Transportkette 19, 21 vorgeschoben
werden. Da der Riementrieb die gleiche Geschwindigkeit wie die Transportketten 19, 21 aufweist,
werden die beiden Furnierstreifen ohne Positionsänderung von der Transporteinrichtung
der Furnierzusammensetzmaschine weitertransportiert und der Heizvorrichtung zugeführt, sodass
ein Verkleben der beiden Furnierstreifen 16 an ihrer Stoßkante möglich ist.
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Wie
insbesondere aus den 3 und 6 ersichtlich
ist, weist die geneigte Fläche 8a der
Wippe 8 eine im Wesentlichen U-förmige
Form auf, sodass jeweils ein freier Schenkel an einer Seite des
Riemens 10 des Riementriebs angeordnet ist. Dadurch wird
ein Verschwenken der Wippe 8 nach unten um die Schwenkachse 10 möglich. Weiterhin
weist die Rolle 5 des ersten Anschlagelements 4 eine
Breite auf, welche größer als
die Breite des Riemens 10 ist, sodass die Rolle 5 zumindest
noch teilweise im Bereich der Schenkel der U-förmigen, geneigten Fläche 8a der
Wippe 8 angeordnet ist. Die Anschlageinrichtung 3 des
Einzuges 2 ist dabei am Riementrieb derart angeordnet,
dass die Anschlageinrichtung 3 etwas in Transportrichtung
X von einem Scheitelpunkt R des Riementriebes am Einlegebereich 15 in
Transportrichtung X versetzt ist. Genauer, wie insbesondere aus 4 ersichtlich
ist, ist die Anschlagposition der Anschlageinrichtung 3 (Kontaktpunkt
K) derart gewählt,
dass sie in einer Ebene senkrecht zur Transportrichtung X liegt,
welche in 4 links von einer Linie durch
die Drehachsen der Welle 12 der ersten Umlenkrolle 11 und
der Rolle 5 liegt. Somit kann sichergestellt werden, dass
nach dem Verschwenken der Wippe 8 die Furnierstreifen 16 mit
einer vorbestimmten Länge
auf dem Riemen 10 aufliegen und somit sicher vom Riementrieb
zur Transporteinrichtung der Maschine 1 transportiert werden
können.
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Wenn
die beiden eingelegten Furnierstreifen 16 vollständig an
der Anschlageinrichtung 3 vorbeitransportiert wurden, wird
die Wippe 8 mittels des Betätigungselements 9,
welches z.B. pneumatisch oder hydraulisch betrieben werden kann,
wieder in die in 1 bzw. 4 gezeigte
Ausgangsposition zurückgebracht.
Dies kann entweder manuell durch den Bediener geschehen oder ein
Sensor erfasst, wenn die Furnierstreifen 16 an der Anschlageinrichtung 3 vorbeitransportiert
worden sind. Somit können
bei dem Einzug, unmittelbar nach dem Durchführen zweier Furnierstreifen 16 und
einer Rückstellung
der Anschlageinrichtung 3, sofort wieder zwei neue Furnierstreifen 16 eingelegt
und über
den Riementrieb weitertransportiert werden, sodass die Taktzeiten
für die Herstellung
zusammengesetzter Furniere im Vergleich mit dem Stand der Technik
signifikant reduziert werden können.
Da der Riementrieb über
die Transporteinrichtung der Furnierzusammensetzmaschine 1 mit
angetrieben wird, ist kein separater Antrieb oder eine aufwendige
Kupplung für
den Einzug 2 notwendig. Dadurch können die Herstellungskosten
für den Einzug
sehr gering gehalten werden. Weiterhin kann dadurch Bauraum an der
Furnierzusammensetzmaschine eingespart werden.
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Für den Riemen 10 des
Riementriebes kann ein Zahnriemen verwendet werden, welcher z.B.
aus Kunststoff hergestellt ist. Weiterhin kann vorgesehen werden,
dass, sobald die eingeführten
Furnierstreifen 16 von den Transportketten 19, 21 weitertransportiert
werden, das erste Anschlagelement 4 nach oben bewegt wird,
um den Reibungswiderstand beim Zuführen der Furniere möglichst
gering zu halten und das Einziehen der Furnierstreifen in die Transportketten
nicht zu behindern. Dadurch werden auch Spannungen und Beulen in
den Furnierstreifen verhindert. Weiterhin sei angemerkt, dass der
Sensor, welcher die Anschlagsposition der Furnierstreifen 16 an
der Anschlageinrichtung 3 detektiert, auch dazu verwendet
werden kann, zu detektieren, wenn die Hinterkante der Furnierstreifen 16 den
Sensor passiert, um dann die Anschlageinrichtung 3 wieder
in ihre Ausgangsposition zu bringen.
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Nachfolgend
wird unter Bezugnahme auf die 7 bis 10 eine
Furnierzusammensetzmaschine 1 gemäß einem zweiten Aufbau beschrieben.
Dabei sind gleiche bzw. funktional gleiche Teile mit den gleichen
Bezugszeichen wie im ersten beschriebenen Aufbau bezeichnet.
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Im
Unterschied zum ersten Aufbau ist beim Einzug 2 gemäß dem zweiten
Aufbau keine Wippe vorgesehen. Die Anschlageinrichtung 3 des
zweiten Aufbaus besteht aus einem ersten Anschlagelement 4 und
einem zweiten Anschlagelement 27. Das zweite Anschlagelement 27 ist
ein im Wesentlichen U-förmiges
Element 28, welches an den beiden Schenkeln jeweils eine
geneigte Fläche 28a aufweist.
Die Fläche 28a ist
dabei wieder relativ zur Transportrichtung X geneigt (vgl. 7).
Weiter umfasst das zweite Anschlagelement 27 ein Betätigungselement 29.
Wie durch die Pfeile in 7 und 9 angedeutet,
wird das zweite Anschlagelement 27 nicht wie beim ersten Ausführungsbeispiel
geschwenkt, sonder vertikal bewegt.
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Hierbei
ist in 7 die Ausgangsstellung dargestellt, in welcher
sich das erste Anschlagelement 4 und das zweite Anschlagelement
des Anschlags 3 berühren
und den sich verjüngenden
Anschlag für
die Furnierstreifen 16 bereitstellen. In 9 ist
die zweite Position (Durchlassposition) des Anschlages 3 dargestellt,
bei der das zweite Anschlagelement 27 nach unten in Vertikalrichtung
abgesenkt wurde, sodass ein Durchlass zwischen dem ersten Anschlagelement 4 und
dem zweiten Anschlagelement 27 gebildet ist. Die Furnierstreifen 16 werden
durch Andrücken
mittels des ersten Anschlagelements 4 auf den Riemen 10 eingezogen
und zur Transporteinrichtung 19, 21 der Maschine
transportiert, wobei die Rolle 5 ständig einen Druck auf die Furnierstreifen
ausübt.
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Ansonsten
entspricht die Funktion des Einzugs 2 gemäß dem zweiten
Aufbau dem des ersten Aufbaus, sodass auf die dort gegebene Beschreibung
verwiesen werden kann.
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Nachfolgend
wird unter Bezugnahme auf die 11 bis 13 ein
Einlegebereich 15 mit einer erfindungsgemäßen Anlegevorrichtung 31 beschrieben.
Die erfindungsgemäße Anlegevorrichtung 31 kann
sowohl mit dem vorher beschriebenen ersten Aufbau der Furnierzusammensetzmaschine
gemäß den 1 bis 6 als
auch mit dem zweiten Aufbau der Furnierzusammensetzmaschine gemäß den 7 bis 10 anstelle
des Trennsteges verwendet werden.
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Die
erfindungsgemäße Anlegevorrichtung 31 ist,
wie insbesondere aus 13 ersichtlich ist, im Schnitt
im Wesentlichen U-förmig
ausgestaltet. Dabei weist die Anlegevorrichtung 31 einen
ersten wandförmigen
Anschlag 31a und einen zweiten wandförmigen Anschlag 31b auf.
Der Abstand der beiden Anschläge 31a und 31b ist
dabei derart gewählt,
dass ein Intarsienstreifen 16c zwischen den beiden Anschlägen 31a und 31b eingelegt
und ausgerichtet werden kann.
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An
den vom Intarsienstreifen 16c abgewandten Seiten der Wände der
Anschläge 31a und 31b sind
ein erster Furnierstreifen 16a bzw. ein zweiter Furnierstreifen 16b angelegt.
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Es
sei angemerkt, dass die Anlegevorrichtung 31 an der Furnierzusammensetzmaschine
austauschbar angeordnet ist, um unterschiedliche Anlegevorrichtungen
mit einem verschiedenen Abstand der wandförmigen Anschläge 31a und 31b auszutauschen.
Dadurch können
die Intarsienstreifen 16c mit unterschiedlichen Breiten
verwendet werden.
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Wie
aus den 11 und 12 ersichtlich ist,
ist weiterhin eine Zusatzrolle 32 vorgesehen, welche nach
der Rolle 5 angeordnet ist. Ferner ist an der Rolle 5 ein
elastischer Ring 5a angeordnet. Der elastische Ring 5a ist
beispielsweise aus einem Gummimaterial hergestellt. Der elastische
Ring 5a hat die Aufgabe, Dickenunterschiede zwischen den
Furnierstreifen 16a, 16b und dem Intarsienstreifen 16c auszugleichen.
Die Zusatzrolle 32 ist vorgesehen, damit der mittlere,
relativ schmale Intarsienstreifen 16c genügend weit
transportiert wird, sodass er von den beiden benachbarten breiteren
Furnierstreifen 16a und 16b mitgenommen werden
kann. Für
diese Aufgabe genügt
es, wenn die Zusatzrolle 32 mit ihrem Eigengewicht auf
den Intarsienstreifen 16c drückt. Dadurch wird der Intarsienstreifen 16c auf
den umlaufenden Riemen 10 gedrückt und gemeinsam mit den Furnierstreifen 16a und 16b transportiert.
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Die
Furnierstreifen werden derart in die Maschine eingelegt, dass zuerst
ein erster breiter Furnierstreifen 16b, dann der Intarsienstreifen 16c und anschließend der
zweite breite Furnierstreifen 16a in den Einzug der Maschine
geschoben wird. Hierbei werden sie an der Anlegevorrichtung 31 ausgerichtet.
Anschließend
werden die Furnierstreifen wie vorher unter Bezugnahme auf die 1 bis 10 beschrieben,
in die Furnierzusammensetzmaschine eingezogen.
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Durch
die erfindungsgemäße Anlegevorrichtung 31 kann
somit auf einfache und kostengünstige Weise
ein Furnier mit einem integrierten Intarsienstreifen hergestellt
werden. Da die Anlegevorrichtung 31 austauschbar vorgesehen
ist, kann auch ein schnelles Umrüsten
auf Intarsienstreifen unterschiedlicher Breite erfolgen. Es sei
angemerkt, dass die Breite der Furnierstreifen 16a, 16b ca.
80 mm beträgt
und der Intarsienstreifen 16c eine Breite von ca. 5 mm
aufweist.