DE19809771C1 - Vorrichtung zum Zusammensetzen von Furnierblättern - Google Patents
Vorrichtung zum Zusammensetzen von FurnierblätternInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung 1 ist zum Zusammensetzen von Furnierblättern vorgesehen. Die Vorrichtung 1 weist eine zum Transport der Furnierblätter ausgebildete Transporteinrichtung auf, die für jedes der zusammenzusetzenden Furnierblätter wenigstens ein in Transportrichtung 22 bewegbares und das zugeordnete Furnierblatt mitnehmendes Transportmittel aufweist, wobei zusammenzusetzende Furnierblätter beim Betrieb der Transporteinrichtung an in Transportrichtung 22 verlaufenden Seitenflächen mittels der Transportmittel gegeneinander beaufschlagbar sind. Mindestens eines von zwei Transportmitteln, die zwei zusammenzusetzenden Furnierblättern zugeordnet sind, ist quer zur Transportrichtung und parallel zur Furnierblattebene verschieblich angeordnet und beim Betrieb der Transporteinrichtung mittels Führungsmitteln relativ zu dem anderen Transportmittel in Richtung auf dieses verschiebbar. Es wurde eine Transporteinrichtung zur Bewegung von Furnierblättern für die Vorrichtung 1 entwickelt, die einerseits vereinfacht ist und mit deren Hilfe andererseits ein präzises Aneinanderfügen der Furnierblätter gewährleistet ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zusam
mensetzen von Furnierblättern mit einer zum Transport der Fur
nierblätter ausgebildeten Transporteinrichtung, die für jedes
der zusammenzusetzenden Furnierblätter wenigstens ein in Lauf
richtung bewegbares und das zugeordnete Furnierblatt mitnehmen
des Transportmittel aufweist, wobei zusammenzusetzende Furnier
blätter beim Betrieb der Transporteinrichtung an in Laufrich
tung der Transportmittel verlaufenden Seitenflächen mittels der
Transportmittel gegeneinander beaufschlagbar sind.
Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist durch die
DE-B 1829 bekanntgeworden.
Wenn unterschiedlichste Materialblätter, Furnierblätter oder
dergleichen, nicht die für ein fertiges Werkstück, beispiels
weise eine Tischplatte, erforderliche Breite haben, müssen sie
zusammengesetzt werden. Das Zusammensetzen von Furnierblättern
kann von Hand erfolgen oder mit Hilfe einer Furnierzusammen
setzmaschine.
Die bekannte Vorrichtung weist eine Transporteinrichtung auf,
die durch ein oberes und ein unteres Paar von Transportketten
ausgebildet ist. Sowohl bei dem oberen als auch bei dem unteren
Paar der Transportketten sind zwei Transportketten schräg zu
einander, aufeinander zulaufend angeordnet. Die Transportmittel
dieser Transportketten können nur in Laufrichtung der Trans
portketten bewegt werden.
Eine weitere derartige Transporteinrichtung einer Vorrichtung
zum Zusammensetzen von Furnierblättern ist in der DE-PS 913 355
beschrieben.
Einen Einfluß auf das Zusammensetzen der Furnierblätter kann
bei der Vorrichtung gemäß der Lehre der DE-B 1829 dadurch er
zielt werden, daß die gesamte Transportkette mit Hilfe eines
Stellrades im Bereich des Einlaßes verschoben wird. Eine präzi
se Änderung der Druckbeaufschlagung der Seitenflächen im Aus
laßbereich der Vorrichtung kann nicht erreicht werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Transportein
richtung zur Bewegung von Furnierblättern für eine Vorrichtung
zum Zusammensetzen dieser Furnierblätter derart weiterzubilden,
daß die Transporteinrichtung einfacher aufgebaut ist und die
Druckbeaufschlagung der Seitenflächen von Furnierblättern mög
lichst präzise durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß minde
stens eines von zwei Transportmitteln, die zwei zusammenzuset
zenden Furnierblättern zugeordnet sind, quer zur Laufrichtung
der Transportmittel und parallel zur Furnierblattebene ver
schieblich angeordnet und beim Betrieb der Transporteinrichtung
mittels Führungsmitteln relativ zu dem anderen Transportmittel
in Richtung auf dieses verschiebbar ist.
Eine Verwendung der Erfindung ist nicht nur bei Furnierzusam
mensetzmaschinen, sondern auch in anderen Maschinen denkbar,
mit deren Hilfe zwei Materialblätter, dünne Platten, usw. an
einander gefügt werden können.
Die Transporteinrichtung der Erfindung zeichnet sich dadurch
aus, daß nur eine einzige Transporteinrichtung zum Verfahren
zweier Furnierblätter vorgesehen werden kann. Mit Hilfe des
verschieblichen Transportmittels kann ein Furnierblatt in
Transportrichtung und quer zur Laufrichtung der Transportmittel
bewegt werden. Es kann eine Relativbewegung der beiden Trans
portmittel für zwei Furnierblätter zueinander stattfinden.
Durch das Zusammenwirken von Führungsmitteln und Transportein
richtung wird ein Transportmittel geführt auf das andere zube
wegt. Die mitbewegten Furnierblätter werden dabei derart ver
fahren, daß ihre Seitenflächen aneinanderstoßen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist jedes der zwei Fur
nierblättern zugeordneten Transportmittel quer zur Laufrichtung
der Transportmittel verschieblich angeordnet. Diese Ausbildung
der Transporteinrichtung ermöglicht es, eine gleichmäßige und
definierte Druckausübung auf die aneinanderstoßenden Seitenflä
chen der Furnierblätter durchzuführen.
Die Transporteinrichtung kann bei einer anderen Ausführungsform
wenigstens eine Transportkette umfassen, an der ein Transport
mittel in Form eines Transportglieds quer zur Laufrichtung der
Transportmittel auf einer Achse der Transportkette verschieb
lich angeordnet ist. Die Verwendung der Transportkette stellt
eine Möglichkeit dar, die Transporteinrichtung auf eine einfa
che Art und Weise auszubilden.
Eine den Enden der Achse der Transportkette zugewandten Außen
flächen des Transportglieds können an Seitenflächen von Füh
rungseinrichtungen geführt anliegen. Die Führungseinrichtungen
stellen Führungsflächen für das Transportglied zur Verfügung,
zwischen denen das Transportglied auf der Achse der Transport
kette definiert verschoben werden kann. Die Führungsflächen der
Führungseinrichtung definieren eine Längsbahn, in der das
Transportglied spielfrei in Transportrichtung bewegt werden
kann.
Die Achsen der Transportkette lassen sich bei einer Weiterbil
dung als untereinander gelenkig verbundene Bolzen ausbilden,
deren freie Enden in in Laufrichtung der Transportmittel ver
laufenden, gegenüberliegenden Längsnuten der äußeren Führungs
einrichtung verschieblich gehalten sind. Die Längsnuten gewähr
leisten eine definierte Führung der Bolzen und dadurch auch der
Transportmittel und der Furnierblätter.
Wenn die zu den Furnierblättern ausgerichteten Oberflächen der
Führungseinrichtung und der Transportmittel in einer Ebene lie
gen, wird eine ausreichende und möglichst große Auflagefläche
für die Furnierblätter geschaffen und somit gewährleistet, daß
die zu bearbeitenden Furnierblätter möglichst schonend behan
delt werden.
Bei einer weiteren Ausführungsform umfassen die Transportein
richtung kammartige Mittel, mittels deren Enden das Transport
mittel nach Beendigung des Transports der Furnierblätter ver
schiebbar ist. Nachdem die Transporteinrichtung am Auslauf der
Vorrichtung vorbeibewegt wurde und sich wieder dem Einlauf nä
hert, läuft das Transportmittel über die kammartigen Mittel in
nerhalb vorgesehener Spuren. Durch die kammartigen Mittel wird
das verschiebliche Transportmittel wieder nach außen gedrückt.
Wenn die Transporteinrichtung wieder am Einlauf angelangt ist,
weisen die Transportmittel den alten maximalen Abstand zueinan
der auf. Neue Furnierblätter können dann von den Transportein
richtungen wieder erfaßt und derart innerhalb der Vorrichtung
verfahren werden, daß ihre Seitenflächen aneinander stoßen.
Bevorzugt ist es außerdem, daß die Vorrichtung mindestens ein
Heizband aufweist. Im Bereich des Transportmittels ist ein Auf
lageglied vorgesehen, an dessen Auflagefläche sich eine Band
seite des Heizbandes abstützen kann. Das Auflageglied gestattet
es, das Heizband definiert im Bereich der aneinanderstoßenden
Seitenflächen der Furnierblätter zu fixieren. Das umlaufende
Heizband kann daher auf das zu aktivierende Klebemittel optimal
einwirken. Eine Erwärmung des Klebemittels kann dadurch gezielt
im Bereich der Seitenflächen der Furnierblätter durchgeführt
werden.
Bei einer Weiterbildung dieser Variante ist zwischen den Trans
portmitteln auf derselben Achse ein ortsfest angeordnetes Auf
lageglied vorgesehen, an dessen Oberfläche das Heizband auflie
gen kann. Das Auflageglied kann nicht in der Weise quer zur
Laufrichtung der Transportmittel verschoben werden wie die
Transportmittel. Das Heizband kann daher stets ausgerichtet zu
den zusammenzusetzenden Seitenflächen der Furnierblätter ver
laufen.
Bei einer anderen Gestaltung dieser Ausführungsform ist die
Oberfläche des Auflageglieds ballig, zu den Transportmitteln
hin abfallend ausgebildet. Ein unter Vorspannung auf den Aufla
gegliedern der Transporteinrichtung aufliegendes Heizband wird
durch die ballige Oberfläche fixiert gehalten. Die nach außen
zu den Transportmitteln hin abfallende Oberfläche führt zu ei
ner Selbstzentrierung des Heizbandes im Bereich der Mitte der
Transporteinrichtung.
Die Transportglieder und/oder das Auflageglied einer weiteren
Ausführungsform weisen eine, im in Transportrichtung verlaufen
den Querschnitt gesehen, trapezförmige Außenkontur auf, wobei
die größere von parallel zueinander ausgerichteten Oberflächen
zum Furnierblatt ausgerichtet ist. Beim Betrieb der Transport
einrichtung (Transportkette) zwischen Einlauf und Auslauf be
rühren Randbereiche der größeren Parallelseiten der Transport
glieder einander. Es bildet sich eine durchgehende Anlagefläche
für das Furnierblatt. Bei der Bewegung der Transportkette in
Bogenform um ein Kettenrad sind die größeren Parallelseiten
voneinander beabstandet und die kleineren Parallelseiten stoßen
aneinander. Eine Transportkette mit derartigen Transportmitteln
kann daher auf ihrer geradlinigen Bahn eine möglichst durchge
hende Ebene bilden und trotzdem problemlos im Bereich der Ket
tenräder umgelenkt werden.
Eine Minimierung entstehender Reibung der auf den Bolzen gela
gerten Transportglieder oder Auflageglieder läßt sich dadurch
erreichen, daß der Bolzen zumindest teilweise von einer Hülse
bzw. Buchse umgeben ist, die die Lagerung des Bolzens in den
Längsnuten und/oder die Lagerung der Transportglieder und/oder
die Lagerung des Auflageglieds auf dem Bolzen bildet.
Oberflächen der Transportmittel zur Anlage für die Furnierblät
ter können profiliert ausgebildet sein. Die Griffigkeit der
Oberfläche und die Haftung der Furnierblätter wird dadurch ver
bessert. Dies wirkt sich auch günstig auf die Transportwirkung
der Transporteinrichtung und den Transport der Furnierblätter
aus.
Die rutschfeste Anlage der Furnierblätter an den Transportmit
teln kann noch verbessert werden, indem die Oberseite eines
Transportmittels, an der ein Furnierblatt anliegen kann, mit
einer Material-Beschichtung versehen ist. Dies kann beispiels
weise eine Beschichtung aus einem hitzebeständigen Elastomer
oder einem anderen Kunststoff sein.
Anhand eines Ausführungsbeispiels und der Figuren wird die Er
findung im Folgenden näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Zusammen
setzen von Furnierblättern;
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung einer Transportkette
der Vorrichtung nach Fig. 1 im umgelenkten Bereich;
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Transportkette nach
Fig. 1;
Fig. 4 einen Schnitt quer zur Transportrichtung gemäß einer
Linie IV-IV nach Fig. 2.
Die Erfindung ist in den Figuren schematisch dargestellt.
Die Darstellungen sind nicht notwendigerweise maßstäblich
zu verstehen.
Eine Vorrichtung 1, die in der Fig. 1 gezeigt ist, ermöglicht
das Zusammensetzen von Furnierblättern. Die Vorrichtung 1 be
findet sich auf einem Maschinenständer 2, der eine Arbeitsplat
te 3 und Standbeine 4 bis 6 aufweist. Die Vorrichtung 1 unter
teilt sich in eine obere Vorrichtungshälfte 7 und eine untere
Vorrichtungshälfte 8, die im wesentlichen zueinander identisch
und mit einer strichpunktierten Linienführung voneinander abge
grenzt ausgebildet sind. In der Figur nicht gezeigte Furnier
blätter können mit Hilfe einer Transporteinrichtung der Vor
richtung 1 ausgehend von einem Einlauf 9 bis zu einem Auslauf
10 durch die Vorrichtung 1 hindurch bewegt werden. Die Trans
porteinrichtung umfaßt eine obere Transportkette 11 und eine
untere Transportkette 12, die im wesentlichen gleich aufgebaut
sind. Eine der Transportketten 11, 12 wird in den Fig. 2 bis
4 noch näher beschrieben werden. Die Transportketten 11 und 12
werden über Kettenräder 13 bis 16 angetrieben, die mit einer
Antriebseinrichtung in Verbindung stehen.
Wenn nun der Vorrichtung 1 im Bereich des Einlaufs 9 Furnier
blätter beidseitig eines Trennschwerts 17 zugeführt werden,
können die Furnierblätter von den Einlaufrollen 18 und 19 er
griffen werden. Die obere Einlaufrolle 18 ist mittels eines He
belarms 20 um eine Schwenkachse 20a schwenkbar gelagert und
liegt an dem eingeführten Furnierblatt mit einem Anlagedruck
an, der durch ihr Eigengewicht bestimmt wird. Die untere Ein
laufrolle 19 ist ortsfest angeordnet und kann über einen Riemen
21 angetrieben werden. Wenn die Furnierblätter mit den Einlauf
rollen 18 und 19 in Berührung kommen, wird der Antrieb für die
Einlaufrolle 19 zugeschaltet, um die Furnierblätter in Trans
portrichtung 22 zu den Transportketten 11 und 12 zu transpor
tieren. Werden die Furnierblätter von den Transportketten 11
und 12 erfaßt, so wird der Antrieb für die Einlaufrolle 19 mit
Hilfe einer Kupplungseinrichtung wieder abgeschaltet. An den
Transportketten 11 und 12 befinden sich Transportglieder, die
quer zur Transportrichtung 22 verschieblich an den Transport
ketten 11 bzw. 12 angeordnet sind. Mit Hilfe der Transportglie
der, die in den Fig. 2 bis 4 im einzelnen beschrieben wer
den, können die Furnierblätter weiter in Transportrichtung 22
verfahren werden. Es sind jeweils ein erstes und ein zweites
Transportglied auf einem Bolzen der Transportkette 11, 12 ange
bracht. Der Abstand zwischen einem ersten und einem zweiten
Transportglied kann durch Führungseinrichtungen zwischen dem
Einlauf 9 und dem Auslauf 10 verringert werden. Die ersten
Transportglieder der oberen und unteren Transportkette 11, 12
dienen dem Transport des einen Furnierblatts. Die zweiten
Transportglieder der oberen 11 und der unteren Transportkette
12 ermöglichen den Transport eines zweiten Furnierblatts in
derselben Ebene. Die Verringerung des Abstands der auf dem dem
selben Bolzen befindlichen Transportglieder zwischen Einlauf 9
und Auslauf 10 führt dazu, daß Seitenflächen der einzelnen Fur
nierblätter aneinander gedrückt werden. Die Seitenflächen wer
den vor Eintritt in die Vorrichtung 1 mit einem aktivierbaren
Klebemittel behandelt. Zwischen den Transportgliedern der
Transportketten 11 und 12 laufen ein oberes 23 und ein unteres
Heizband 24 um. Die Heizbänder 23, 24 erwärmen die Furnierblät
ter im Bereich der Seitenflächen. Durch die gezielte Wärmezu
fuhr kann das aufgebrachte Klebemittel aktiviert werden. Die im
Bereich des Einlaufs noch einzelnen Furnierblätter verlassen
daher den Auslauf 10 als zusammengefügtes, neues Furnierblatt
mit aneinandergefügten, miteinander verleimten Stirnflächen. Im
Bereich des Auslaufs 10 befinden sich Auslaufrollen 25 und 26.
Die obere Auslaufrolle 25 ist an einen schwenkbaren Hebelarm 27
befestigt. Der Hebelarm 27 ist um eine Schwenkachse 27a
schwenkbar. Die Auslaufrolle 25 entspricht der Einlaufrolle 18.
Die der Einlaufrolle 19 vergleichbare Auslaufrolle 26 kann über
einen Riemen 28 angetrieben werden, der mit einer zuschaltbaren
Antriebseinrichtung gekoppelt ist.
Die Heizbänder 23 und 24 können induktiv mit Hilfe eines Trans
formators 29 oder 30 beheizt werden. Die Heizbandtemperatur
kann in Abhängigkeit von der Furnierstärke eingestellt werden
und beispielsweise bis zu 200°C betragen. Um auf eine wärmebe
dingte Längung des Heizbandes 23 bzw. 24 zu reagieren, sind
Bandspanner 31 und 32 vorgesehen, mit deren Hilfe sich eine
stets konstante Bandspannung einstellen läßt. Abstreifbleche 33
und 34 ermöglichen die Entfernung von an den Heizbändern 23 und
24 anhaftendem Klebemittel. Die Heizbänder 23 und 24 sind des
halb immer möglichst frei von Klebemitteln, wenn sie über die
Furnierblätter geführt werden. Ein Temperatursensor 35 dient
der Temperaturüberwachung. Als Temperatursensor 35 kann vor
zugsweise ein Infrarot-Sensor verwendet werden, der die berüh
rungslose Erfassung der Heizbandtemperatur ermöglicht.
Kammartige Mittel 36 und 37 können in den Freiraum zwischen den
ersten und zweiten Transportgliedern eingreifen, so daß die im
Bereich des Auslaufs 10 umgelenkten und während ihres Trans
ports vom Einlauf 9 zum Auslauf 10 zusammengeschobenen ersten
und zweiten Transportglieder auf ihrer Achse wieder auseinan
dergeschoben werden. Die im Bereich des Einlaufs 9 ankommenden,
ersten und zweiten Transportglieder sind dann erneut maximal
voneinander beabstandet. Mit Hilfe einer Druckzylinder-Einrich
tung 38 kann die obere Vorrichtungshälfte 7 gegen die untere
Vorrichtungshälfte 8 vertikal verschoben werden. Der Abstand
der Transportkette 11 zur Transportkette 12 läßt sich dadurch
justieren, und die Furnierblätter können mit einem für den
Transport vorteilhaften Anpreßdruck transportiert werden. Un
terschiedliche Furnierstärken lassen sich in der Vorrichtung
bearbeiten.
In der Fig. 2 ist beispielhaft die Führung der Transportkette
12 über das Kettenrad 16 gezeigt. Die Transportkette 11 ist
analog der Transportkette 12 aufgebaut. Die Transportkette 12
besitzt einzelne quer zur Transportrichtung 22 angeordnete Bol
zen 40, die über innere 41 und äußere Laschen 42 miteinander
gelenkig verbunden sind. Auf dem Bolzen 40 sind erste Trans
portglieder 43 quer zur Transportrichtung 22 verschieblich ge
lagert. Die Seitenansicht gemäß Fig. 2 zeigt die ersten Trans
portglieder 43. Ein Transportglied 43 weist, im Querschnitt ge
sehen, eine trapezförmige Kontur auf. Eine erste größere Ober
fläche 44 des Transportglieds 43 ist dem Furnierblatt zuge
wandt, während eine zweite kleinere Oberfläche 45 des Trans
portglieds 43 zum Kettenrad 16 hin ausgerichtet ist. Die Ober
flächen 44 und 45 verlaufen parallel und bilden Grundlinien des
Trapezes. Die Oberflächen 44 und 45 sind über schiefwinklig
verlaufende Flächen 46 und 47 miteinander verbunden, so daß
ein, im Querschnitt gesehen, gleichschenkliges Trapez entsteht.
Wenn die Transportkette 12 in Transportrichtung 22 geradlinig
geführt ist, liegen die größeren Oberflächen 44 mit ihren Tra
pezkanten 48 und 49 aneinander an. Im Bereich der Umlenkung an
dem Kettenrad 16 sind die Trapezkanten 48 und 49 voneinander
beabstandet. Die Transportkette 12 kann daher einerseits pro
blemlos umgelenkt werden und andererseits eine durchgehende An
lagefläche für Furnierblätter bereitstellen.
Aus der Fig. 3 ist ersichtlich, wie die ersten 43 und zweite
Transportglieder 50 der Transportkette 12 durch Führungsmittel
einer äußeren und mittigen Führungseinrichtung quer zur Trans
portrichtung beeinflußt werden. Zu den Führungsmitteln der Füh
rungseinrichtungen gehören äußere Laufschienen (äußere Füh
rungseinrichtung), die in der Figur nur angedeutet sind. Außen
flächen 51 und 52 der ersten 43 und zweiten 50 Transportglieder
liegen an Seitenflächen 53 und 54 der äußeren Laufschienen an.
Die Lage der Bolzen 40 (siehe Fig. 2) ist durch strichpunk
tierten eingezeichnete Bolzenachsen 55 angedeutet. Die freien
Enden der Bolzen 40 sind in Längsnuten der äußeren Laufschienen
gehalten. Der Abstand der Seitenflächen 53 und 54 verjüngt sich
ausgehend von dem Einlaß 9 in Transportrichtung 22. Mittige
Führungsschienen 56 und 57 (mittige Führungseinrichtung) sorgen
dafür, daß die ersten 43 und zweiten 50 Transportglieder nur
begrenzt quer zur Transportrichtung 22 auf ihrem Bolzen 40 ver
schoben werden können. Innenflächen 58 und 59 der Transport
glieder 43 und 50 liegen an Gegenflächen 60 und 61 der mittigen
Führungsschienen 56 und 57 an. Der Abstand der Transportglieder
43 und 50 verjüngt sich ausgehend vom Bereich des Einlaufs 9,
d. h. im Bereich des Kettenrades 16 (Fig. 1), in Transportrich
tung 22. Trapezkanten 48, 49, 62 und 63 sind im Bereich des
Kettenrades voneinander durch einen Freiraum getrennt. Nach
Verlassen des Kettenrades liegen die Trapezkanten 48, 49, 62,
63 aneinander an und bilden eine durchgehende Anlagebahn für
Furnierblätter.
Zusätzlich zu den ersten 43 und zweiten 50 Transportgliedern
befinden sich auf jedem Bolzen 40 zwischen den Transportglie
dern 43 und 50 Auflageglieder. Auf den Auflagegliedern liegt
das Heizband 24 (siehe Fig. 1) auf, so daß die Auflageglieder
in der Draufsicht der Fig. 3 durch das Heizband 24 verdeckt
sind. Die Auflageglieder werden in Fig. 4 gezeigt und be
schrieben. Das Heizband 24 wird mit der gleichen Geschwindig
keit wie die Transportkette 12 in Transportrichtung 22 umlau
fend bewegt. Die Auflageglieder sind an dem Bolzen 40 ortsfest
angebracht.
Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch das Kettenrad 15 quer zur
Transportrichtung 22 (siehe Fig. 2 und 3). Die ersten und
zweiten Transportglieder 43 und 50 sind auf dem Bolzen 40 der
art angebracht, daß sie in Pfeilrichtung 64 verschiebbar sind.
Die Transportglieder 43 und 50 sind auf dem Bolzen 40 über Hül
sen 65 und 66 gelagert. Die Bolzen 40 weisen an ihren freien
Enden 67 und 68 Buchsen 69 auf. Äußere Laufschienen 70 und 71
besitzen Längsnuten, in die die freien Enden 67 und 68 der Bol
zen 40 eingreifen können. An den Seitenflächen 53 und 54 der
Laufschienen 70 und 71 liegen die Außenflächen 51 und 52 der
Transportglieder 43 und 50 geführt an.
Das Kettenrad 15 ist mit einer Welle 72 fest verbunden, die mit
einer Antriebseinrichtung 73 (z. B. ein Elektromotor) in Verbin
dung steht. Durch den Antrieb der Welle 72 wird das Kettenrad
16 in Rotation versetzt, wobei Kettenzähne 74 bis 77 die Bolzen
40 umgreifen können. Die Bolzen 40 werden dadurch in Transport
richtung 22 geschoben. Die Kettenzähne 74 bis 77 könnten auch
derart ausgebildet sein, daß die Transportglieder 43 und 50
durch die Kettenzähne 74 bis 77 auseinander geschoben werden,
damit am Ende eines Umlaufs der alte Abstand zwischen den
Transportgliedern 43 und 50 wieder hergestellt ist. Die ersten
und zweiten Transportglieder 43 und 50 werden bei der Trans
portbewegung der Transportkette 12 durch die äußeren Laufschie
nen 70 und 71 aufeinander zugeführt. Auf dem Bolzen 40 befindet
sich mittig und ortsfest ein Auflageglied 78. Zwischen dem Auf
lageglied 78 und den Transportgliedern 43 und 50 sind die mit
tigen Führungsschienen 56 und 57 vorgesehen, die auf den Bolzen
40 über die Hülsen 65 und 66 aufliegen. Das Auflageglied 78 ist
hinsichtlich seiner Außenkontur und geometrischen Form den
Transportgliedern 43 und 50 nachgebildet. Eine Oberfläche 79
des Auflageglieds 78 ist gegenüber den Oberflächen 44 der
Transportglieder 43, 50 leicht abgesenkt, so daß die Bandober
seite des aufliegenden Heizbandes bündig abschließt und in Ver
bindung mit den Transportgliedern 43 und 50 eine ebene Unterla
ge für ein Furnierblatt zustande kommt.
Die äußeren Laufschienen 70 und 71 gehen in Auflageplatten 80
und 81 über, die mit den Oberseiten der Transportglieder 43 und
50 bündig abschließen. Hierdurch vergrößert sich die Anlageflä
che für die Furnierblätter.
Claims (14)
1. Vorrichtung (1) zum Zusammensetzen von Furnierblättern
mit einer zum Transport der Furnierblätter ausgebildeten
Transporteinrichtung, die für jedes der zusammenzuset
zenden Furnierblätter wenigstens ein in Laufrichtung be
wegbares und das zugeordnete Furnierblatt mitnehmendes
Transportmittel aufweist, wobei zusammenzusetzende Fur
nierblätter beim Betrieb der Transporteinrichtung an in
Laufrichtung der Transportmittel verlaufenden Seitenflä
chen mittels der Transportmittel gegeneinander beauf
schlagbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
eines von zwei Transportmitteln, die zwei zusammenzuset
zenden Furnierblättern zugeordnet sind, quer zur Lauf
richtung der Transportmittel und parallel zur Furnier
blattebene verschieblich angeordnet und beim Betrieb der
Transporteinrichtung mittels Führungsmitteln relativ zu
dem anderen Transportmittel in Richtung auf dieses ver
schiebbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
jedes der zwei Furnierblättern zugeordneten Transport
mittel quer zur Laufrichtung der Transportmittel ver
schieblich angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Transporteinrichtung wenigstens eine Trans
portkette (11, 12) umfaßt, an der ein Transportmittel in
Form eines Transportglieds (43, 50) quer zur Laufrich
tung der Transportmittel auf einer Achse der Transport
kette (11, 12) verschieblich angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
den Enden der Achse zugewandte Außenflächen (51, 52) des
Transportglieds (43, 50) an Seitenflächen (53, 54) von
Führungseinrichtungen (56, 57, 70, 71) geführt anliegen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Achsen der Transportkette (11, 12) als untereinander
gelenkig verbundene Bolzen (40) ausgebildet sind, deren
freie Enden (63, 64) in in Laufrichtung der Transport
mittel verlaufenden, gegenüberliegenden Längsnuten der
äußeren Führungseinrichtung (70, 71) verschieblich ge
halten sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die zu den Furnierblättern
ausgerichteten Oberflächen der Führungseinrichtung und
der Transportmittel in einer Ebene liegen.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung kamm
artige Mittel (36, 37) umfaßt, mittels deren Enden das
Transportmittel nach Beendigung des Transports der Fur
nierblätter verschiebbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß im Bereich des Transportmit
tels ein Auflageglied (78) vorgesehen ist, an dessen
Auflagefläche sich eine Bandseite eines Heizbandes (23,
24) abstützen kann.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das Auflageglied (78) ortsfest auf derselben Achse befe
stigt ist, auf der das Transportmittel verschieblich an
geordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Oberfläche des Auflageglieds (78) ballig, zu den
Transportmitteln hin abfallend ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Transportmittel und/oder
das Auflageglied (78) eine, im in Laufrichtung der
Transportmittel verlaufenden Querschnitt gesehen, tra
pezförmige Außenkontur aufweisen, wobei die größere von
parallel zueinander ausgerichteten Oberflächen (44, 45)
zum Furnierblatt hin weisend angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bolzen (40) zumindest teilweise
von einer Hülse (65, 66) bzw. Buchse (69) umgeben ist,
die die Lagerung des Bolzens (40) in den Längsnuten der
äußeren Führungseinrichtung (70, 71) und/oder die Lage
rung der Transportglieder (43, 50) und/oder die Lagerung
des Auflageglieds (78) auf dem Bolzen (40) bildet.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Transport
mittels, an der ein Furnierblatt anliegen kann, profi
liert ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Transport
mittels, an der ein Furnierblatt anliegen kann, mit ei
ner Material-Beschichtung versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998109771 DE19809771C1 (de) | 1998-03-06 | 1998-03-06 | Vorrichtung zum Zusammensetzen von Furnierblättern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998109771 DE19809771C1 (de) | 1998-03-06 | 1998-03-06 | Vorrichtung zum Zusammensetzen von Furnierblättern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19809771C1 true DE19809771C1 (de) | 1999-09-30 |
Family
ID=7860033
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998109771 Expired - Fee Related DE19809771C1 (de) | 1998-03-06 | 1998-03-06 | Vorrichtung zum Zusammensetzen von Furnierblättern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19809771C1 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE913355C (de) * | 1954-04-29 | Burau Herford Carl | Fugenverleimmaschme |
-
1998
- 1998-03-06 DE DE1998109771 patent/DE19809771C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE913355C (de) * | 1954-04-29 | Burau Herford Carl | Fugenverleimmaschme |
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