DE19808801A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Prägen von Kennzeichen-Schildern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Prägen von Kennzeichen-SchildernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Prägen von Kennzei
chen-Schildern, insbesondere Kfz-Kennzeichen, mit einer Vor
richtung, in der Schildplatinen von einer Seite und Werkzeuge
zum Prägen insbesondere von der anderen Seite in eine Presse
eingegeben werden, und die Werkzeuge einem Magazin, insbeson
dere einem vertikalgerichteten und mehrere nebeneinander ange
ordnete und vertikal verfahrbare Magazinsäulen aufweisenden Ma
gazin, entnommen und in die Presse eingegeben werden.
Aus der DE 196 12 831 ist eine Vorrichtung zum Prägen von
Kraftfahrzeug-Kennzeichen-Schildern bekannt, bei der Werkzeuge
in einem Magazin mit vertikalen Magazinsäulen übereinander ge
lagert und in einer bestimmten Ebene aus dem Magazin ausschieb
bar und in die Presse einschiebbar sind. Nach dem Prägen werden
die Werkzeuge in die entsprechende Position zurückgeschoben.
Zwischen dem Ausschieben des Werkzeugs aus dem Magazin und dem
Zurückschieben müssen die Magazinsäulen stillstehen. Der be
schriebene Zeitraum stellt somit für die Magazinbewegungen eine
Totzeit dar. Die Zeit zum Prägen mehrerer Kennzeichen-Schilder
mit unterschiedlichen Zahlen oder Buchstaben wird entsprechend
lang.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zu
schaffen, mit dem die insgesamt für das Prägen einer Reihe von
Kennzeichen-Schildern mit unterschiedlichen Buchstaben oder
Zahlen erforderliche Zeit verkürzt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß
aus der Presse kommende erste Werkzeuge vor der Rückgabe in das
Magazin zwischengelagert werden, bis aus dem Magazin kommende
zweite Werkzeuge die ersten Werkzeuge passiert haben und daß
dann die ersten Werkzeuge dem Magazin wieder zugeführt werden.
Somit werden dem Magazin bereits neue Werkzeuge entnommen, be
vor die alten Werkzeuge wieder in das Magazin eingesetzt sind.
Durch diese Art der Überschneidung von einzelnen Verfahrens
schritten verkürzt sich die insgesamt für die Bereitstellung
und Rückführung der einzelnen Werkzeuge erforderliche Zeit.
Vorteilhafterweise werden die Werkzeuge im Magazin in einer so
genannten chaotischen Lagerhaltung gehalten. Dies bedeutet, daß
die in der Presse verwendeten Werkzeuge nicht in ihre bisherige
Position im Magazin zurückgeführt werden, sondern stets in die
Position eingesetzt werden, aus der die neuen Werkzeuge entnom
men wurden. Steuerbar ist die chaotische Lagerhaltung durch Ab
tastung der mit individuellen Kennungen versehenen einzelnen
Werkzeuge über einen feststehenden Sensor und/oder über eine
Bewegungssteuerung, die, ausgehend von einer definierten Grund
stellung, alle Werkzeugtauschoperationen aufzeichnet und so den
jeweils aktuellen Werkzeugort innerhalb des Magazins rech
nerisch bestimmen kann. Im letztgenannten Fall ist die Ab
tastung und Erfassung der Magazinbewegungen ebenfalls sinnvoll.
Gemäß der DE 196 12 831 sind Werkzeuge vorgesehen, die aus
Oberwerkzeug und Unterwerkzeug bestehen, wobei letztere gegen
den Druck einer Feder zusammenpressbar sind. Oberwerkzeug und
Unterwerkzeug werden gemeinsam gehandhabt und auch gemeinsam
dem Magazin entnommen bzw. in die Presse eingeschoben. Zwischen
Oberwerkzeug und Unterwerkzeug ist ein schmaler Spalt vorge
sehen, in den eine Schildplatine einschiebbar ist.
Demgegenüber ist ein weiteres erfindungsgemäßes Verfahren da
durch gekennzeichnet, daß Oberwerkzeug und Unterwerkzeug mit
Abstand zueinander und ohne direkte Verbindung miteinander in
die Presse und damit in die Position oberhalb und unterhalb der
Schildplatine bewegt werden. Vorteilhafterweise werden Ober
werkzeug und Unterwerkzeug ohne Abstand zueinander im Magazin
abgelegt, in dieser Relativposition in Richtung auf die Presse
bewegt, dann in einen größeren Abstand zueinander gebracht und
schließlich mit größerem Abstand zueinander in die Presse be
wegt. Auf diese Weise kann der für das Einfahren in die Presse
erforderliche optimale Abstand eingestellt werden. Zugleich ist
der Platzbedarf der Werkzeuge im Magazin minimal. Schließlich
müssen Oberwerkzeug und Unterwerkzeug nicht durch mechanische
Mittel zusammengehalten werden.
Das in der DE 196 12 831 beschriebene Magazin bzw. dessen
Magazinsäulen werden durch Schrittmotoren in die gewünschte
Entnahmeposition bewegt. Dabei hat jedes Werkzeug seinen festen
Platz im Magazin, so daß jeder Position eines Schrittmotors
eine definierte Werkzeugposition entspricht. Schrittmotoren
sind relativ aufwendig im Aufbau und damit teuer.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es schließlich, ein Ver
fahren zu schaffen, mit dem ein Magazin möglichst schnell in
eine definierte Entnahmeposition für ein bestimmtes Werkzeug
bewegt werden kann, ohne daß hierzu Schrittmotoren oder ähnlich
aufwendige Antriebe erforderlich sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß
das Magazin zunächst mit hoher Geschwindigkeit in eine der Ent
nahmeposition benachbarte Zwischenposition fährt und dann mit
niedrigerer Geschwindigkeit die Entnahmeposition anfährt. Als
Antrieb für die Magazinbewegungen (oder für die Magazinsäulen)
sind einfache Antriebe, insbesondere Elektromotoren verwendbar.
Sinnvoll ist lediglich die Möglichkeit eines schnelleren und
eines langsameren Vorschubs. Die Werkzeuge werden dem Magazin
in der in einer feststehenden Ebene liegenden Entnahmeposition
entnommen. Erfindungsgemäß ist benachbart hierzu eine
Zwischenposition vorgesehen. Entnahmeposition und Zwischen
position liegen um eine Werkzeugteilung auseinander, wobei die
Teilung der Höhe des Magazins geteilt durch die Anzahl der
übereinander angeordneten Werkzeuge entspricht. Die Zwischen
position muß von dem zum Aufschub vorgesehenen Werkzeug nicht
mit hoher Genauigkeit erreicht werden. Ein Anfahren mit hoher
Geschwindigkeit ist deshalb möglich. Von der Zwischenposition
in die Entnahmeposition wird das Magazin mit geringerer Ge
schwindigkeit bewegt. Automatisch ist damit die erforderliche
höhere Genauigkeit zum Erreichen der Entnahmeposition möglich.
Das Erreichen der Zwischenposition wird vorteilhafterweise be
stimmt durch Detektion der einzelnen, die Zwischenposition pas
sierenden Werkzeuge. Die Entnahmeposition ist erreicht, sobald
das dem gewünschten Werkzeug benachbarte Werkzeug genau in der
Zwischenposition steht.
Weitere Merkmale der Erfindung, insbesondere erfindungsgemäße
Vorrichtungen, sind den Ansprüchen und der Beschreibung im üb
rigen entnehmbar. Dabei sind das Verfahren und die Vorrichtung,
mit dem die Bewegung des Magazins in eine Entnahmeposition ge
steuert werden, nicht auf die Anwendung im Zusammenhang mit dem
Prägen von Kennzeichen-Schildern beschränkt. Wichtig ist vor
allem die Anordnung mehrerer Werkzeuge übereinander oder neben
einander in einem motorisch verfahrbaren Magazin, gegebenen
falls mit derartig bewegbaren Teilmagazinen, insbesondere Maga
zinsäulen. Eine Besonderheit stellen schließlich auch die mit
individuellen und abtastbaren Kennungen versehenen Werkzeuge
dar.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend
anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung
zum Prägen von Kennzeichen-Schildern und zur Durch
führung der erfindungsgemäßen Verfahren,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1 in
leicht vergrößerter Darstellung,
Fig. 3 eine Seitenansicht entsprechend Fig. 2, jedoch in
stark vergrößerter Darstellung, und zwar den Bereich
zwischen Magazin und Presse,
Fig. 4 eine Rückansicht der Vorrichtung gem. Fig. 1, jedoch
ohne Magazin,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gem. Fig. 1,
nämlich den Bereich zwischen Magazin und Presse,
beide einschließlich,
Fig. 6 eine Seitenansicht ähnlich Fig. 3, mit Magazin und
den wesentlichen Teilen zum Verfahren der Werkzeuge
bis in die Presse, in der ersten Position einer Ab
laufdarstellung,
Fig. 7
bis
Fig. 9 Seitenansichten entsprechend Fig. 6 mit zweiter,
dritter und vierter Position innerhalb der Ablauf
darstellung,
Fig. 10 eine schematische Seitenansicht des Magazins bzw.
einer Magazinsäule.
Ebenso wie die in der DE 196 12 831 gezeigte Vorrichtung weist
die nachfolgend beschriebene Vorrichtung ein Magazin 20 mit
mehreren Teilmagazinen, nämlich Magazinsäulen 21, eine hydrau
lische Prägepresse 22 und ein Platinenmagazin 23 auf. Im Pla
tinenmagazin 23 liegen mehrere Schildplatinen 24. Diese werden
einzeln entnommen, in die Presse 22 gefahren und dort mit ent
sprechenden Werkzeugen 25 geprägt. Letztere werden in den Maga
zinsäulen übereinander gelagert, bestehen aus Oberwerkzeug 26
und Unterwerkzeug 27 und werden über eine entsprechende Mecha
nik dem Magazin 20 entnommen und in die Presse 22 eingeführt
und zwar das Oberwerkzeug 26 oberhalb der Platine 24 und das
Unterwerkzeug 27 unterhalb derselben.
Besonderheiten der hier beschriebenen Vorrichtung bzw. des Ver
fahrens liegen im Aufbau und der Steuerung des Magazins, im
Aufbau der Werkzeuge und der Bewegung der Werkzeuge bis in die
Presse sowie in der Handhabung der Platinen auf dem Weg in die
Presse.
Die Schildplatinen 24 werden an einer Vorderseite 28 der Presse
22 dem Platinenmagazin 23 entnommen und auf einem bereitgehal
tenen Konturrahmen 29 abgelegt. Hierfür vorgesehen ist ein Ein
legearm 30, der horizontal und vertikal verfahrbar ist. Die ge
prägten Schildplatinen werden mit einem Entnahmearm 31 vom Kon
turrahmen 29 abgenommen und seitlich neben der Presse abgelegt.
Der Konturrahmen 29 ist mittels eines Konturrahmenfahrzylinders
32 in die Presse 22 in horizontal er Richtung einfahrbar und
entgegengesetzt wieder ausfahrbar.
Das Magazin 20 zur Aufnahme der Werkzeuge 25 ist an einer Rück
seite 33 der Presse 22 angeordnet. Platinenzufuhr und Werkzeug
zufuhr erfolgen demnach an einander gegenüberliegenden Seiten
der Presse.
Das Magazin 20 weist im vorliegenden Fall sechs Magazinsäulen
21 auf, die an Linearführungen 34 gehalten und durch sechs
Spindeln 35 vertikal verfahrbar sind. Der Antrieb für die Spin
deln ist nicht gezeigt. Vorgesehen sind einfache Elektromoto
ren, die über Riementriebe die Spindeln antreiben und zwar je
ein Motor pro Spindel. Je Spindel 35 sind zwei Spindelmuttern
vorgesehen, nämlich eine obere Spindelmutter 36 und eine untere
Spindelmutter 37.
Die Magazinsäulen 21 weisen einzelne und nicht näher gezeigte
Magazinfächer auf, in denen je ein Werkzeug 25 mit Oberwerkzeug
26 und Unterwerkzeug 27 zu liegen kommt. Die Magazinfächer sind
so gestaltet, daß die Werkzeuge 25 in Richtung auf die Presse
herausbewegbar sind. Der Ausschub erfolgt durch ein Ausschubge
stänge 38, das in unveränderlicher Höhe auf der der Presse ge
genüberliegenden Seite des Magazins 20 angeordnet ist und über
eine entsprechende Pneumatik oder Hydraulik (Ausschubzylinder
39) in horizontaler Richtung bewegbar ist. Das Ausschubgestänge
38 weist einzelne Ausschubstangen 40 auf, die in die
Magazinfächer eintreten und die in einer Ebene liegenden
Werkzeuge 25 aus allen Magazinsäulen 21 in Richtung auf die
Presse ausschieben.
Die Werkzeuge 25 werden aus den Magazinfächern auf eine Über
schubplatte 41 geschoben, die eine Magazinebene definiert und
die als Zufuhr- und Abschubbahn für die Werkzeuge anzusehen
ist. Die Überschubplatte 41 weist an ihrer Oberseite in Förder
richtung verlaufende Längsstege 42 auf, über die korrespon
dierende Ausnehmungen 43 der Werkzeuge greifen und so eine ge
naue Führung der Werkzeuge in diesem Bereich bewirken. Außerdem
weist die Überschubplatte 41 eine Öffnung 44 auf, in die die
Werkzeuge 25 exakt hineinpassen. Abgedeckt wird die Öffnung 44
durch einen Hubteller 45 einer Werkzeughubeinrichtung, nämlich
eines Werkzeughubzylinders 46. Die Werkzeuge 25 werden von den
Ausschubstangen 40 über die Überschubplatte 41 bis auf den
Hubteller 45 geschoben.
In derselben Ebene wie die Überschubplatte 41 ist zwischen der
Öffnung 44 und der Presse 22 eine Füllplatte 47 als
Speichereinrichtung für die Werkzeuge 25 vorgesehen. Diese ist
in den Bereich der Öffnung 44 bewegbar, so daß Werkzeuge un
mittelbar von der Füllplatte 47 auf die Überschubplatte 41
geschoben werden können.
Unterhalb der Ebene der Überschubplatte 41 sind Mittel angeord
net zur Aufnahme von Oberwerkzeug 26 und Unterwerkzeug 27 und
zum Einschieben derselben in die Presse 22. Ein eine weitere
Ebene definierender oberer Werkzeughalterahmen 48 nimmt das
Oberwerkzeug 26 auf, während das Unterwerkzeug 27 in einem eine
dritte Ebene definierenden unteren Werkzeughalterahmen 49 zu
liegen kommt. Hierzu sind die Werkzeuge 25 in spezieller Weise
ausgebildet. Das Unterwerkzeug 27 weist nämlich in horizontaler
Ebene kleinere Außenkonturen auf als das Oberwerkzeug 26. Wäh
rend sich das Oberwerkzeug 26 bei Abwärtsbewegung des Hubtel
lers 45 im oberen Werkzeughalterahmen aufhängt, gelangt das Un
terwerkzeug 27 durch den oberen Halterahmen 48 hindurch bis auf
den unteren Werkzeughalterahmen 49 und kommt dort zu liegen,
siehe Fig. 8. Die beiden Werkzeughalterahmen 48, 49 sind ge
meinsam durch einen Werkzeugrahmenfahrzylinder 50 in die Presse
22 zurückbewegbar und bilden insoweit eine Verfahreinrichtung
zum Ein- und Austragen der Werkzeuge. Zwischen den Werkzeug
halterahmen 48, 49 besteht eine teleskopartige Verbindung 51,
so daß vorzugsweise eine vertikale Relativbewegung möglich ist,
nicht jedoch eine horizontale.
Gegenspieler zu dem Ausschubgestänge 38 ist eine Rückschub
leiste 52. Diese ist nahe der Presse 22 und oberhalb der Füll
platte 47 (auf derselben) gelagert und durch einen entsprechen
den Antrieb in Richtung auf das Magazin 20 bewegbar zum Rück
schub der Werkzeuge 25 in die Magazinfächer.
Die Entnahme der Werkzeuge 25 und das Zusammenbringen derselben
mit der Platine 24 und dem Konturrahmen 29 erfolgt in beson
derer Weise. Die einzelnen Abläufe werden nachfolgend anhand
der Fig. 6 bis 9 dargestellt:
Ausgegangen wird von dem in Fig. 6 ersichtlichen Zustand. Das
Werkzeug 25a ist auf dem Rückweg ins Magazin 20 und liegt auf
dem nicht sichtbaren Hubteller 45 in der Ebene der Überschub
platte 41. Tatsächlich handelt es sich nicht nur um ein Werk
zeug 25a, sondern um insgesamt 6 Werkzeuge, siehe Fig. 5, ent
sprechend der Anzahl der Magazinsäulen 21 und der im vorliegen
den Beispiel in eine Platine zu prägenden Ziffern und Buch
staben. Zur Vereinfachung wird weiterhin Bezug genommen auf nur
ein Werkzeug.
Die Magazinsäule 21 ist in die gewünschte Stellung gefahren, so
daß das für die Prägung der nächsten Platine erforderliche
Werkzeug 25b vor der Ebene der Überschubplatte 41 bereitgehal
ten ist. Das Werkzeug 25b wird durch das Ausschubgestänge 38
auf die Überschubplatte 41 geschoben und nimmt dabei das auf
dem Hubteller 45 liegende Werkzeug 25a mit, bis letzteres auf
der Füllplatte 47 aufliegt bzw. an der Rückschubleiste 52 an
liegt, siehe Fig. 7. Aus dieser Position wird das "neue" Werk
zeug 25b von dem Hubteller 45 des Werkzeughubzylinders 46 ab
wärts bewegt, wobei das Oberwerkzeug 26 im oberen Werkzeug
halterahmen 48 hängenbleibt und das Unterwerkzeug 27 auf dem
unteren Werkzeughalterahmen 49 zu liegen kommt, siehe Fig. 8.
Während der Hubteller 45 abwärts gefahren ist, wird zunächst
die Füllplatte 47 horizontal nach links bis an die Überschub
platte 41 geschoben und so die Öffnung zum Durchtritt des Hub
tellers 45 verschlossen. Zugleich wird das auf der Füllplatte
47 aufliegende Werkzeug 25a damit in Richtung auf das Magazin
bewegt. In das Magazin eingeschoben wird das "alte" Werkzeug
25a durch Horizontalbewegung der Rückschubleiste 52 über die
Füllplatte 47 und die Überschubplatte 41 hinweg. Fig. 8 zeigt
insoweit eine Übergangsposition des Werkzeugs 25a. Tatsächlich
wird dieses Werkzeug 25a durch die Rückschubleiste 52 vollstän
dig in das Magazin zurückgeschoben, und zwar in das Fach, dem
zuvor das "neue" Werkzeug 25b entnommen wurde.
Die Werkzeughalterahmen 48, 49 werden mit Oberwerkzeug 26 und
Unterwerkzeug 27 in die Presse 22 bewegt, siehe Fig. 9. Der
Einfachheit halber ist in dieser Figur die Presse selbst nicht
eingezeichnet. Erkennbar ist aber der Konturrahmen 29 mit auf
liegender Platine 24 innerhalb der (nicht gezeigten) Presse.
Der Konturrahmen ist vertikal bewegbar aufgehängt (nicht ge
zeigt). Zusammen mit der vertikalen Verschiebbarkeit der Werk
zeughalterahmen 48, 49 ergibt sich so die Möglichkeit, die
jetzt übereinanderliegenden Teile - unterer Werkzeughalterahmen
49, Unterwerkzeug 27, Konturrahmen 29, Platine 24, Oberwerkzeug
26, oberer Werkzeughalterahmen 48 - durch den Pressestempel
(nicht gezeigt) von unten gegen ein entsprechendes Widerlager
der Presse zu drücken und so die Prägung auszuführen.
Während der Prägevorgang abläuft, werden die Magazinsäulen be
reits in die nächste gewünschte Stellung gebracht. Gemäß Fig. 9
ist bereits das nächste Werkzeug 25c vor der Überschubplatte 41
ausschubbereit.
Die Werkzeuge liegen lose in den einzelnen Magazinfächern. In
jedem Fach liegt das Oberwerkzeug 26 auf dem Unterwerkzeug 27
ohne besondere Verbindungsmittel. Eine Oberseite des Unterwerk
zeugs 27 ist gegenüber einer Unterseite des Oberwerkzeugs 26 so
ausgebildet, daß die beiden Teile in horizontaler Richtung ge
geneinander nicht verschiebbar sind, beispielsweise durch kor
respondierende Ausnehmungen und Vorsprünge des zu prägenden
Zeichens. Die einzelnen Ausschubstangen 40 sind so angeordnet,
daß je zwei Ausschubstangen ein Werkzeug rückseitig nahe den
Seitenflächen erfaßt und beaufschlagt. Dabei sind die
Ausschubstangen 40 so breit und derart "auf Lücke" angeordnet,
daß sie zwei benachbarte Werkzeuge verschieben können, siehe
Fig. 5.
Die Anordnung der einzelnen Werkzeuge 25 innerhalb einer Maga
zinsäule 21 ist in Fig. 10 dargestellt. Erkennbar sind Werk
zeuge für die Buchstaben A bis L. Überlicherweise sind in einer
Magazinsäule 21 alle zu prägenden Zeichen, zum Beispiel alle
Buchstaben des Alphabets und/oder alle Dezimalziffern abgelegt.
Eine kleinere Anzahl an Werkzeugen ist möglich, sofern von
vornherein Begrenzungen in der Ziffern- oder Buchstabenauswahl
vorgesehen sind.
Jede Magazinsäule 21 wird unabhängig von den anderen elektro
motorisch und programmgesteuert verfahren. Die Steuerung ist
nicht gezeigt. Wichtig ist, daß die für die Prägung der Platine
erforderlichen Werkzeuge nach entsprechender Eingabe oder Pro
grammierung gemeinsam in der Ebene der Überschubplatte 41 be
reitgestellt werden. Hierzu muß jede Magazinsäule 21 individu
ell angesteuert werden und die entsprechende Höhenposition an
fahren. Dies geschieht wiederum auf besondere Weise:
Jedes Werkzeug ist mit einer über einen Sensor 55 auslesbaren
Kennung versehen. Im vorliegenden Fall ist die Kennung Speiche
rinhalt eines EPROMS 56 im Unterwerkzeug 27. Der Sensor 55 ist
ortsfest an einem maschinenseitigen Gestell 57 angeordnet. Es
sind ebensoviele Sensoren 55 wie Magazinsäulen 21 vorhanden.
Die Werkzeuge 25 sind in den Magazinsäulen 21 in chaotischer
Lagerordnung gehalten. Fest zugeordnete Magazinfächer sind
nicht vorgesehen. Vielmehr ergeben sich durch die oben anhand
der Fig. 6 bis 9 beschriebenen Verschiebungen der Werkzeuge au
tomatisch Tauschoperationen in den Zuordnungen zwischen Werk
zeugen und Magazinfächern. Das eindeutige Erkennen der Werk
zeuge wird aber sichergestellt durch die beschriebene Detektion
der EPROMS 56 durch die Sensoren 55.
Die motorische Höhenverstellung der Magazinsäulen 21 soll so
schnell wie möglich ablaufen. Zugleich muß die Endposition mit
hoher Genauigkeit erreicht werden. Das gewünschte Werkzeug - in
Fig. 10 der Buchstabe H - soll mit seiner Unterseite genau auf
die Ebene der Überschubplatte 41 ausgerichtet sein, auf keinen
Fall darunter. Eine geringe Abweichung nach oben ist zulässig.
Die gewünschte Genauigkeit ist erzielbar durch Verwendung von
Schrittmotoren für den Antrieb der Magazinsäulen. Vorteil
hafterweise werden hier einfachere und kostengünstigere Elek
tromotoren verwendet. Die gewünschte Genauigkeit wird durch be
sondere Anordnung des Sensors 55 und durch spezielle Fahrwege
erreicht. Bei Auswahl des Buchstaben H wird die Magazinsäule 21
zunächst mit hoher Geschwindigkeit in eine Position gefahren,
in der das EPROM 56 des Buchstaben H dem Sensor 55 mit geringer
Genauigkeit gegenübersteht. Diese Position wird im laufenden
Auswahlvorgang als Zwischenposition der Magazinsäule bzw. des
Werkzeugs (mit dem Buchstaben H) bezeichnet. Danach wird die
Säule mit geringerer Geschwindigkeit abwärtsbewegt und zwar so
weit, bis das EPROM 56 des darüberliegenden Buchstaben dem Sen
sor 55 genau gegenübersteht. Damit befindet sich das Werkzeug
mit dem Buchstaben H in der gewünschten Entnahmeposition und
kann vom Ausschubgestänge 38 auf die Überschubplatte 41 ausge
schoben werden. Der Weg von der Zwischenposition zur Entnahme
position entspricht demnach etwa dem Maß der Teilung innerhalb
der Magazinsäule (Höhe der Magazinsäule durch Anzahl der Werk
zeuge). Der Weg entspricht nur dann genau der Teilung, wenn
sich das EPROM 56 des gewünschten Werkzeugs bereits in der
Zwischenposition genau gegenüber dem Sensor 55 befunden hatte.
Entsprechend muß die Steuerung der elektrischen Antriebe
registrieren, wann der EPROM 56 des über dem gewünschten Werk
zeug liegenden Werkzeugs dem Sensor 55 genau gegenübersteht.
In Fig. 10 sind die Buchstaben A bis L in alphabetischer Rei
henfolge übereinander angeordnet. Es handelt sich dabei um eine
Ausgangsstellung oder um eine äußerst zufällige Stellung. Nach
einigen Prägungen ergibt sich eine völlig andere Relativanord
nung der Werkzeuge, entsprechend der oben genannten chaotischen
Lagerordnung.
20
Magazin
21
Magazinsäule
22
Presse
23
Platinenmagazin
24
Schildplatine
25
Werkzeug
25
a Werkzeug
25
b Werkzeug
25
c Werkzeug
26
Oberwerkzeug
27
Unterwerkzeug
28
Vorderseite
29
Konturrahmen
30
Einlegearm
31
Entnahmearm
32
Konturrahmenfahrzylinder
33
Rückseite
34
Linearführung
35
Spindel
36
obere Spindelmutter
37
untere Spindelmutter
38
Ausschubgestänge
39
Ausschubzylinder
40
Ausschubstange
41
Überschubplatte
42
Längssteg
43
Ausnehmung
44
Öffnung
45
Hubteller
46
Werkzeughubzylinder
47
Füllplatte
48
oberer Werkzeughalterahmen
49
unterer Werkzeughalterahmen
50
Werkzeugrahmenfahrzylinder
51
Verbindung
52
Rückschubleiste
53
54
55
Sensor
56
EPROM
57
Gestell
Claims (20)
1. Verfahren zum Prägen von Kennzeichen-Schildern, insbeson
dere Kfz-Kennzeichen, mit einer Vorrichtung, in der Schild
platinen (24) von einer Seite (Vorderseite 28) und Werkzeuge
(25) zum Prägen insbesondere von der anderen Seite (Rückseite
33) in eine Presse (22) eingegeben werden, und die Werkzeuge
(25) einem Magazin (20), insbesondere einem vertikal gerichte
ten und mehrere nebeneinander angeordnete und vertikal verfahr
bare Magazinsäulen (21) aufweisenden Magazin entnommen und in
die Presse (22) eingegeben werden, dadurch
gekennzeichnet, daß aus der Presse (22) kommende
erste Werkzeuge (25a) vor der Rückgabe in das Magazin (20)
zwischengelagert werden, bis aus dem Magazin (20) kommende
zweite Werkzeuge (25b) die ersten Werkzeuge passiert haben und
daß dann die ersten Werkzeuge (25a) dem Magazin wieder
zugeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die aus der Presse (22) kommenden Werkzeuge (25a) in Magazin
fächer eingeschoben werden, aus denen andere, neue Werkzeuge
(25b) kurz zuvor entnommen wurden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausgabe der Werkzeuge (25) aus dem Magazin (20) in
Richtung auf die Presse (22) in einer ersten Ebene
(Magazinebene) und die Zufuhr der Werkzeuge (25) in die Presse
(22) in einer oder mehreren anderen Ebenen (zweite Ebene,
dritte Ebene) erfolgt, daß die aus der Presse (22) kommenden
Werkzeuge (25) in die erste Ebene gefördert und dort zwischen
gespeichert werden, daß die neuen, aus dem Magazin (20) kommen
den Werkzeuge (25) aus der ersten Ebene herausbewegt werden und
daß dann die zwischengespeicherten Werkzeuge (25) in das Maga
zin (20) zurückgefördert werden.
4. Verfahren zum Prägen von Kennzeichen-Schildern, insbeson
dere Kfz-Kennzeichen, mit einer Vorrichtung, in der Schild
platinen (24) von einer Seite (Vorderseite 28) und Werkzeuge
(25) zum Prägen insbesondere von der anderen Seite (Rückseite
33) in eine Presse (22) eingegeben werden, und die Werkzeuge
(25) hierzu einem Magazin (20) entnommen werden, wobei das Prä
gen mit zumindest zweiteiligen Werkzeugen - Oberwerkzeug (26)
und Unterwerkzeug (27) - durchgeführt wird, dadurch gekenn
zeichnet, daß Oberwerkzeug (26) und Unterwerkzeug (27) mit Ab
stand zueinander und ohne direkte Verbindung miteinander in die
Presse und damit in die Position oberhalb und unterhalb der
Schildplatine (24) bewegt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
Oberwerkzeug (26) und Unterwerkzeug (27) ohne oder mit geringem
Abstand im Magazin (20) abgelegt sind, in dieser Relativposi
tion in Richtung auf die Presse (22) bewegt werden, dann in ei
nen größeren Abstand zueinander gebracht werden und schließlich
mit größerem Abstand zueinander in die Presse (22) bewegt wer
den.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß Oberwerkzeug (26) und Unterwerkzeug (27) im Magazin (20)
unmittelbar aufeinanderliegen ohne miteinander verbunden zu
sein.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß Oberwerkzeug (26) und Unterwerkzeug
(27) in einer ersten Ebene (Magazinebene) aus dem Magazin (20)
ausgefördert werden und in insbesondere tiefergelegener zweiter
und dritter Ebene in die Presse eingeführt werden.
8. Verfahren zum Prägen von Kennzeichen-Schildern, insbeson
dere Kfz-Kennzeichen, mit einer Vorrichtung, in der Schildpla
tinen (24) von einer Seite (Vorderseite 28) in eine Presse (22)
eingegeben werden, und die Werkzeuge (25) hierzu einem moto
risch verfahrbaren Magazin (20) entnommen werden, wobei die
Werkzeuge (25) in dem Magazin (20) übereinander oder nebenein
ander liegen und das Magazin (20) zur Entnahmen eines bestimm
ten Werkzeugs (25) und in Richtung der aufeinanderfolgenden
Werkzeuge in eine entsprechende Entnahmeposition fährt, dadurch
gekennzeichnet, daß das Magazin (20) zunächst mit hoher Ge
schwindigkeit in eine der Entnahmeposition benachbarte
Zwischenposition fährt und dann mit niedrigerer Geschwindigkeit
die Entnahmeposition anfährt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das Erreichen der Zwischenposition bestimmt wird durch Detek
tion der einzelnen, die Zwischenposition passierenden bzw.
erreichenden Werkzeuge (25).
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Entnahmeposition aus der Zwischenposition erreicht wird
durch Rückbewegung um etwa eine Werkzeughöhe oder -breite so
daß ein zu dem gewünschten Werkzeug benachbartes Werkzeug genau
in der Zwischenposition steht.
11. Vorrichtung zum Prägen von Kennzeichen-Schildern, insbe
sondere Kfz-Kennzeichen, mit folgenden Merkmalen:
- a) das Prägen erfolgt durch Werkzeuge (25), bestehend aus Oberwerkzeug (26) und Unterwerkzeug (27), die in einer Presse (22) gegen die Oberseite und Unterseite einer Schildplatine (24) drückbar sind,
- b) die Schildplatinen (24) sind einzeln in die Presse (22) bewegbar,
- c) zum Bereithalten der Werkzeuge (25) ist ein Magazin (20) vorgesehen,
- d) im Magazin liegen mehrere Werkzeuge (25) in einzelnen Fächern, wobei in jedem Fach ein Oberwerkzeug (26) und ein Unterwerkzeug (27) liegen,
- e) die Werkzeuge sind durch eine Ausschubeinrichtung
(Ausschubgestänge 38) aus dem Magazin (20) ausschiebbar
und in Richtung auf die Presse (22) bewegbar,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale: - f) zwischen Presse (22) und Magazin (20) ist eine Werkzeug tauscheinrichtung vorgesehen, mit einer eine Magazinebene definierenden Zufuhr- und Abschubbahn (Überschubplatte 41), auf der Werkzeuge (25) aus dem Magazin (20) in Rich tung Presse (22) und von der Presse (22) kommend in das Magazin (20) bewegt werden, mit einer Verfahreinrichtung zum Ein- und Austragen der Werkzeuge (25) in die Presse (22) und wieder heraus, mit einer Werkzeughubeinrichtung zum Auf- und/oder Abwärtsbewegen der Werkzeuge (25) zwischen der Zufuhr- und Abschubbahn und der Verfahrein richtung, und mit einer Speichereinrichtung zum Aufnehmen der aus der Presse (22) ausgetragenen Werkzeuge (25a) und vor der Rückbewegung derselben in das Magazin (20), wäh rend die vom Magazin (20) kommenden Werkzeuge (25b) der Presse (22) zugeführt werden.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Speichereinrichtung in derselben Ebene liegt, wie die Zu
fuhr- und Abschubbahn, nämlich in der Magazinebene.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß die aus dem Magazin (20) in der Magazinebene aus
geschobenen Werkzeuge (25) auf einem Hubteller (45) eines Werk
zeughubzylinders (46) zu liegen kommen, daß dabei auf dem Hub
teller (45) sich befindende Werkzeuge auf eine Füllplatte (47)
geschoben werden und daß nach dem Absenken des Hubtellers (45)
die Fullplatte (47) in Richtung auf das Magazin (20) bewegt
wird und die Werkzeuge (25) in das Magazin (20) zurückgeschoben
werden.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Werkzeuge (25) von dem Werkzeughubzylinder (46) bis in
einen oder mehreren Werkzeughalterahmen (48, 49) abgesenkt wer
den und mit diesen in die Presse (22) hineinbewegt werden.
15. Vorrichtung zum Prägen von Kennzeichen-Schildern, insbe
sondere Kfz-Kennzeichen, mit folgenden Merkmalen:
- a) das Prägen erfolgt durch Werkzeuge (25), bestehend aus Oberwerkzeug (26) und Unterwerkzeug (27), die in einer Presse (22) gegen Oberseite und Unterseite einer Schild platine (24) drückbar sind,
- b) die Schildplatinen (24) sind einzeln in die Presse (22) bewegbar,
- c) zum Bereithalten der Werkzeuge (25) ist ein Magazin (20) vorgesehen,
- d) im Magazin liegen mehrere Werkzeuge (25) in einzelnen Fächern, wobei in jedem Fach ein Oberwerkzeug (26) und ein Unterwerkzeug (27) liegen,
- e) die Werkzeuge (25) sind durch eine Ausschubeinrichtung
aus dem Magazin (20) ausschiebbar und in Richtung auf die
Presse (22) bewegbar,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale: - f) zwischen Presse (22) und Magazin (20) ist eine Werkzeug trenneinrichtung vorgesehen, in der Oberwerkzeuge (26) und Unterwerkzeuge (27) einen vertikalen Abstand vonein ander einnehmen und danach in die Presse (22) bewegt wer den.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Werkzeugtrenneinrichtung eine Hubeinrichtung, insbeson
dere ein Werkzeughubzylinder (46) und zwei mit vertikalem Ab
stand zueinander angeordnete Werkzeughalter
(Werkzeughalterahmen 48, 49) vorgesehen sind, und daß das Ober
werkzeug (26) durch die Hubeinrichtung im oberen Werkzeughalter
und das Unterwerkzeug (27) im unteren Werkzeughalter ablegbar
sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
die Werkzeughalter, insbesondere Werkzeughalterahmen (48, 49),
mit Abstand zueinander in die Presse (22) bewegbar sind, der
art, daß eine Schildplatine (24) mit einem Konturrahmen (29) in
der Presse (22) zwischen oberem und unterem Werkzeughalter zu
liegen kommt.
18. Vorrichtung zum Prägen von Kennzeichen-Schildern, insbe
sondere Kfz-Kennzeichen, mit einer Maschine, in der Schildpla
tinen von einer Seite (Vorderseite 28) und Werkzeuge (25) zum
Prägen insbesondere von der anderen Seite (Rückseite 33) in
eine Presse (22) eingegeben werden und die Werkzeuge (25) einem
motorisch verfahrbaren Magazin entnommen und in die Presse (22)
eingegeben werden, wobei die Werkzeuge (25) in dem Magazin (20)
übereinander oder nebeneinander liegen und das Magazin (20) zur
Entnahme eines bestimmten Werkzeugs (25) und in Richtung der
aufeinanderfolgenden Werkzeuge (25) in eine entsprechende Ent
nahmeposition fährt, dadurch gekennzeichnet, daß dem Magazin
ein ortsfester Sensor zugeordnet ist, mit dem die Position des
Magazins (20) und/oder Position eines bestimmten Werkzeugs (25)
abtastbar sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
jedes Werkzeug (25) eine eindeutige Kennung aufweist, die von
dem Sensor (55) abtastbar ist, insbesondere eine in einem EPROM
(56) abgelegte Kennung.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sensor (55) benachbart und mit Abstand zur
Entnahmeposition angeordnet ist, entsprechend dem Abstand (der
Teilung) zwischen insbesondere zwei Werkzeugen (25) bzw. Werk
zeugkennungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998108801 DE19808801A1 (de) | 1998-03-03 | 1998-03-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Prägen von Kennzeichen-Schildern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998108801 DE19808801A1 (de) | 1998-03-03 | 1998-03-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Prägen von Kennzeichen-Schildern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19808801A1 true DE19808801A1 (de) | 1999-09-09 |
Family
ID=7859421
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998108801 Withdrawn DE19808801A1 (de) | 1998-03-03 | 1998-03-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Prägen von Kennzeichen-Schildern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19808801A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008025104A1 (de) * | 2008-05-26 | 2009-12-03 | Wilfried Dziersk | Kfz-Kennzeichen-Prägepresse, Vorrichtung und Verfahren mit Regelstrecke zur Einhaltung der Behördenvorgaben |
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| US9156638B2 (en) | 2013-09-05 | 2015-10-13 | Honda Motor Co., Ltd. | Apparatus for marking and ordering plate blanks, and load and receiving magazines therefor |
| WO2017125174A1 (de) * | 2016-01-20 | 2017-07-27 | Erich Utsch Ag | System zur handhabung von kennzeichen-platinen in prägepressen, sowie verfahren zum betreiben des systems |
| WO2018185162A1 (de) * | 2017-04-04 | 2018-10-11 | Erich Utsch Ag | Vorrichtung der herstellung von kfz-kennzeichenschildern mit einer schildplatine, die mit einer geprägten individuellen kennzeichenlegende versehen ist |
| WO2020127536A1 (de) * | 2018-12-21 | 2020-06-25 | Tönnjes Isi Patent Holding Gmbh | Verfahren und vorrichtung zum prägen von kennzeichen, insbesondere kraftfahrzeugkennzeichen |
-
1998
- 1998-03-03 DE DE1998108801 patent/DE19808801A1/de not_active Withdrawn
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| EP2539160B1 (de) | 2010-02-26 | 2018-09-12 | Tönnjes ISI Patent Holding GmbH | Verfahren und vorrichtung zum prägen von kennzeichen, insbesondere kraftfahrzeugkennzeichen |
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| WO2018185147A1 (de) * | 2017-04-04 | 2018-10-11 | Erich Utsch Ag | Vorrichtung der herstellung von kfz-kennzeichenschildern mit einer schildplatine, die mit einer geprägten individuellen kennzeichenlegende versehen ist |
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| TWI749431B (zh) * | 2018-12-21 | 2021-12-11 | 德商滕尼耶施Isi專利控股有限公司 | 用於壓印牌照,特別是汽車牌照的方法及裝置 |
| US20220040907A1 (en) * | 2018-12-21 | 2022-02-10 | Tönnjes Isi Patent Holding Gmbh | Method and device for embossing license plates, in particular vehicle license plates |
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