DE19804184A1 - Vorrichtung zur schwebenden Führung von Bändern - Google Patents
Vorrichtung zur schwebenden Führung von BändernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, in welcher schwebend geführte Bänder, vor
zugsweise breite Metallbänder, durch Beblasen mit Behandlungsgas von oben und
unten in der Schwebe gehalten und dabei zugleich wärmebehandelt werden. Die
Wärmebehandlung kann das Erwärmen und Halten auf Glühtemperatur sowie
anschließendes Abkühlen aus metallurgischen Gründen oder auch zum Zweck der
Oberflächenbehandlung, z. B. bei Trocknung einer Beschichtung des Bandes,
umfassen.
Derartige Vorrichtungen sind in der Regel aus einzelnen, hintereinandergefügten
Sektionen bzw. Zonen aufgebaut und enthalten, wie z. B. DE-PS 24 46 983.8 oder DE 40 10 280 A1,
zeigen je Sektion eine Strömungsführung mit mindestens einem
Ventilator und quer zum Bandlauf oberhalb und unterhalb des Bandes angeordneten
Düsenrippen, mit welchen das Band zum Zweck des konvektiven Wärmeaustausches
mit dem vom Ventilator umgewälzten Gas beblasen und zugleich mehr oder weniger
gut durch die einwirkenden Strömungskräfte stabilisiert wird. Insbesondere
Vorrichtungen zum Betrieb bei höheren Gastemperaturen sind in der Regel aus
festigkeitstechnischen Gründen mit Radialventilatoren ausgerüstet.
Bei der Vorrichtung nach DE-OS 24 46 983.8 wird durch nur einen seitlich
angeordneten Ventilator je Sektion zwar eine besonders kompakte Bauweise erzielt,
aber da der eine Ventilator zugleich obere und untere Schwebedüsen versorgt, ist
eine einfache Regulierung der Tragkraft, z. B. zur Anpassung an das Gewicht des
schwebend zu führenden Bandes, durch Veränderung der Ventilatordrehzahl nicht
möglich, weil dadurch das obere und untere Düsensystem in gleicher Weise betroffen
würden. Außerdem hat die Vorrichtung nach DE-OS 24 46 983.8 den Nachteil, daß
die Rückströmung des auf das Band aufgeblasenen Behandlungsgases nur nach einer
Seite zum Ventilator hin erfolgt. Dadurch kommt es zwischen Rückströmung vom
Band und Zuströmung in den Düsenrippen zu einem Wärmeaustausch im
Kreuzstrom, wodurch sich z. B. in einer Heizzone, in welcher das Gas vom Band
kälter abströmt als es auf das Band aufgeblasen wird, eine Abnahme der Temperatur
des aufgeblasenen Gases entlang der Düsenrippe von der dem Ventilator
abgewandten Seite zur Ventilatorseite hin ergibt.
Die Vorrichtung nach DE 401 20 280 A1 vermeidet diesen Nachteil zwar durch
wechselseitige Zuströmung zu den Düsenrippen innerhalb einer Sektion, ist aber
wegen der Düsenrippen, welche zudem zwecks Erzielung einer über die gesamte
Arbeitsbreite genau senkrecht auf das Band auftretenden Strömung mit aufwendigen
Strömungsleiteinrichtungen versehen werden müssen, recht kompliziert und teuer in
der Herstellung. Die Verwendung von Düsenrippen hat ferner bei schwereren
Bändern in einer Vorrichtung nach DE 401 20 280 A1 noch den Nachteil, daß die
gesamte Rückströmung vom Band nur zwischen den Düsenrippen erfolgen kann, weil
die Seitenbereiche der Vorrichtung durch die Zuführungskanäle, aus welchen den
Düsenrippen beschickt werden, versperrt sind. Dies führt dazu, daß durch die für die
Abströmung zwischen den Düsenrippen erforderliche konvektive Beschleunigung der
Luft zwischen den Düsenrippen der zum Tragen unter dem Band erforderliche
Überdruck streifenweise, nämlich zwischen den Düsenrippen, wieder abgebaut wird.
Eine Erhöhung der Düsenaustrittsgeschwindigkeit bewirkt folglich nur teilweise eine
Erhöhung der Tragkraft, da in äußerst nachteiliger Weise zugleich mit der Erhöhung
der Düsenaustrittsgeschwindigkeit und der dadurch bedingten Erhöhung des
Überdruckes auf der Warenbahn im Bereich der Düsenrippen die konvektive
Beschleunigung zwischen den Düsenrippen ebenfalls ansteigt, was in diesem Bereich
eine Absenkung des statischen Druckes bewirkt, wodurch jedoch ein großer Teil der
durch die Geschwindigkeitssteigerung gewonnenen Tragkrafterhöhung wieder
verloren geht. Die Folge sind relativ hohe Ventilatorleistungen und eine Begrenzung
der Tragkraft auf Flächengewichte, die bei Glühanlagen für Metallbänder zum
schwebend Führen von schweren Buntmetallbändern, Stahlbändern oder
Leichtmetallbändern größerer Dicke nicht ausreicht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der angegebenen
Gattung zu schaffen, welche die beschriebenen Nachteile vermeidet. Insbesondere
soll eine relativ unaufwendige, kompakte Vorrichtung bereitgestellt werden, bei
welcher die Nachteile der Rückströmung der mit den Düsenrippen auf das schwebend
zu führende Band aufgeblasenen Gasströmung nur durch Zwischenräume zwischen
den Düsenrippen vermieden wird.
Dies wird durch die in Anspruch 1 formulierten Merkmale erreicht. Die
Unteransprüche beschreiben vorteilhafte Ausführungsdetails. Bevorzugte Aus
führungsformen zeigen beispielsweise die folgenden Merkmale:
Die Rückströmung vom Band in die Ansaugbereiche der Radialventilatoren erfolgt
überwiegend zu den beiden Seiten der Vorrichtung hin.
Oberhalb und unterhalb des Bandes sind die sich jeweils über die gesamte Arbeits
breite und die gesamte Länge der Vorrichtung erstreckenden Düsenfelder angeordnet,
welche jeweils aus einem unterhalb bzw. oberhalb des Düsenfeldes angeordneten
Sammelkasten für dem Beblasungsgas versorgt werden.
In jeder Seitenwand sind unterhalb und oberhalb der Bandebene je ein Radialventi
lator, vorzugsweise ein Trommelläuferventilator, in einem 360°-Gehäuse eingebaut.
An das 360°-Gehäuse schließt sich ein Ausblaskanal von der Länge mindestens eines
hydraulischen Durchmessers des Kanals an, der parallel zur jeweiligen Seitenwand
verläuft. Die Ansaugöffnungen der Ventilatoren weisen jeweils zur vertikalen
Längsmittelebene der Vorrichtung hin.
An jeden Ausblasekanal schließt sich ein parallel zur Bandebene verlaufender erster
Krümmer an. Dieser erste Krümmer mündet in einen zweiten parallel zum
Vertikalschnitt der Vorrichtung stehenden Krümmer ein, der in einen vertikalen
Kanal übergeht, aus welchem der Sammel- bzw. Versorgungskasten für das jeweilige
Düsenfeld gespeist wird.
Durch die einander entgegengerichtete Anordnung der Ausblasekanäle zweier ge
genüberliegender Radialventilatoren in einer Hälfte der Vorrichtung oberhalb bzw.
unterhalb der Bandebene ergibt sich auf diese Weise eine Beschickung des Versor
gungskastens des Düsenfeldes über zwei Eintrittsöffnungen jeweils an der Stirnwand
der Vorrichtung.
Der frei bleibende Raum zwischen Ventilatorspiralgehäuse und Stirnwand der Vor
richtung kann für eine Einstiegsöffnung in das jeweilige Ober- bzw. Unterteil der
Vorrichtung oder zum Einbau von Heizeinrichtungen genutzt werden.
Durch die Anordnung der Ventilatoren mit einem Spiralgehäuse mit der Ausblase
öffnung angrenzend an die Decke oder an den Boden der Vorrichtung verbleibt zwi
schen Sammel- bzw. Versorgungskasten für das Düsenfeld und Ausblasekanal der
jeweiligen Seitenwand ein Freiraum, in welchen ebenfalls Einbauöffnungen für
Brenner, Strahlheizrohre und dergleichen eingebracht werden können.
Kühler zum Kühlen des von den Ventilatoren umgewälzten Gasstromes können von
der Seitenwand her parallel zu den Versorgungskästen für das Düsenfeld auf beiden
Seiten der Düsenkästen, also je zwei in der oberen und je zwei in der unteren Hälfte
der Vorrichtung, eingebaut werden.
Die Kühler können in Kästen, welche in die Außenwand integriert werden, verfahren
werden, so daß die gleiche Vorrichtung sowohl zum Erwärmen als auch zum Kühlen
des Bandes benutzt werden kann, wobei beim Betrieb als Heizzone, also zum Er
wärmen des Bandes, die Kühler aus dem Strömungskreislauf ausgefahren werden.
Die zum Innenraum hinweisende Stirnwand des Kühlerpaketes ist dann mit einer
entsprechenden Wärmeisolation versehen.
Das Düsenfeld kann aus einzelnen Teildüsen bestehen, welche durch halboffene
Kanäle zwecks Erleichterung der überwiegend seitlichen Abströmung miteinander
verbunden sind. Es kann aber auch ein Düsenkasten mit einer Düsenfläche verwendet
werden, in welchen Abströmöffnungen, welche den Kasten in Richtung senkrecht zur
Bandebene durchdringen, eingebracht sind. Die Abströmöffnungen können so
bemessen sein, daß je nach zu tragendem Flächengewicht eine mehr oder wenige
große Gas-Menge durch diese Abströmöffnungen abströmt und ein mehr oder
weniger großer Anteil des auf das Band aufgeblasenen Gasstromes seitlich abströmt,
wobei durch das Verhältnis zwischen seitlicher Abströmung und Abströmung durch
die Öffnungen, welche den Düsenkasten durchdringen, die Schwebehöhe des Bandes
mitbestimmt wird.
Im folgenden wird die Vorrichtung nach der Erfindung am Beispiel einer Wärmebe
handlungsanlage für schwebend geführte breite Metallbänder beschrieben. Ein
solches breites Band hat eine Breite von 1000 mm bis 2500 mm. Die Fig. 1 bis
6 dienen der Erläuterung.
Es zeigen
Fig. 1 einen vertikalen Längsschnitt durch eine aus mehreren Heiz- und
Kühlzonen bestehende Anlage,
Fig. 2 einen vertikalen Längsschnitt einer Zone mit einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
Fig. 3 einen vertikalen Querschnitt durch eine Zone mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 4 einen Horizontalschnitt durch eine Zone,
Fig. 5 eine andere Ausführungsform des Düsenfeldes mit darunter
befindlichem Strömungsversorgungskasten,
Fig. 6 eine Ausführung des Düsenfeldes als Düsenplatte, in welches für die
teilweise Abströmung senkrecht zur Bandoberfläche Rückströmöffnun
gen in Form von Kanälen integriert sind, welche den Düsenkasten ver
tikal durchdringen.
Die in Fig. 1 dargestellte Anlage besteht aus vier Heizzonen 2 und zwei Kühlzonen
3. In der Kühlzone 3 ist mit Bezugszeichen 30 der Einbaubereich für Kühler
angedeutet, mit welchen der in der Kühlzone umgewälzte Gasstrom, welcher das
Band abkühlt, zurückgekühlt wird. In der Heizzone 2 ist die beispielhaft gewählte
direkte Gasbeheizung durch Flammenrohre 31 angedeutet. Ein Metallband 1 läuft
von rechts nach links horizontal durch die Anlage. Es ist auch möglich, das Band
geneigt durch die Anlage zu führen, wobei der Grenzfall einer Neigung des
Bandlaufs von 90° gegenüber der Horizontalen eine Vertikalanlage darstellt, in
welcher das Band vertikal hängt und nicht getragen werden muß, aber dennoch durch
die Beblasung mit Schwebedüsen von beiden Seiten strömungstechnisch in der
Mittellage stabilisiert wird.
Am Eintritt und am Austritt der aus Heizzonen 2 und Kühlzonen 3 bestehenden
Anlagen sind die üblichen im wesentlichen aus Rollen bestehenden Einrichtungen für
den Bandlauf, die Steuerung der Bandmittenlage und die Regulierung des Bandzuges
angeordnet.
Jede Zone 2, 3 weist eine Vorrichtung zur Schwebeführung des Metallbandes 1 auf.
Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, hat jede Zone 2 bzw. 3 der Anlage vier Ra
dialventilatoren 4, welche in den Seitenwänden eingebaut sind. Wegen der besonders
kompakten Bauweise und der im Vergleich zu anderen Radialventilatoren sehr hohen
Liefer- und Druckzahlen eignen sich hierfür besonders Trommelläufer-Radial
ventilatoren.
Die Trommelläufer-Radialventilatoren 4 sind in 360°-Spiralgehäusen 5 eingebaut,
welche den Vorteil haben, daß in solchen Gehäusen die Trommelläufer 4 ihre volle
Leistung entfalten, was erzeugten Druck und geförderten Volumenstrom angeht. An
die 360°-Spiralgehäuse 5 schließt sich jeweils ein gerader Ausblasekanal 6 an,
welcher mindestens eine Länge von einem hydraulischen Durchmesser des
Ausblasequerschnittes hat. Ein solcher Ausblasekanal 6 ist in Verbindung mit dem
Spiralgehäuse 5 erforderlich, damit der Trommelläufer-Ventilator 4 die volle Förder
leistung entfalten kann. Der Ausblasekanal 6 verläuft parallel zum Bandlauf und ist
für die beiden in einander gegenüberliegenden Seitenwänden einer Vorrichtung ein
gebauten Radialventilatoren 4 in jeweils entgegengesetzte Richtung gerichtet, wie der
Horizontalschnitt durch die Vorrichtung in Fig. 3 zeigt. Jeder gerade Ausblasekanal
6 jedes Ventilators 4 grenzt mit einer Seite an den Boden 7 bzw. die Decke 8 der
Vorrichtung an. In Fig. 3 grenzen die obere Wand des oberen Kanals 6 an die Decke
8 und die untere Wand des unteren Kanals 6 an den Boden 7 an.
An der jeweils gegenüberliegenden Seite ist der Ausblasekanal 6, wie im horizonta
len Längsschnitt von Fig. 2 dargestellt, beginnend an der Zunge des 360°-Spiral
gehäuses zunächst eingezogen und erweitert sich erst nach einer gewissen Lauflänge
in einem Bereich 9 auf den vollen Ausblasekanalquerschnitt. Der durch diese Kanal
form gewonnene freie Bereich der Seitenwand, in welche der Ventilator 4 eingebaut
ist, kann für Einbauöffnungen zur Einbringung von Heizeinrichtungen wie z. B. Gas
brennern oder gasbeheizten Strahlheizrohren genutzt werden. Der Bereich in wel
chem derartige Öffnungen eingebracht werden können, ist in Fig. 2 durch das Be
zugszeichen 10 gekennzeichnet.
An den Ausblasekanal 6 schließt sich ein 90°-Krümmer 11 mit Achse vertikal zur
Bandebene an, welcher den vom Radialventilator 4 geförderten Volumenstrom in
Richtung auf die Vorrichtungsmitte umlenkt. Dieser Krümmer 11 geht in einen
zweiten 90°-Krümmer 12 über, dessen Achse parallel zum Bandlauf gerichtet ist und
der den Volumenstrom vertikal zum Band, also in der unteren Hälfte der
Vorrichtung nach oben und in der oberen Hälfte der Vorrichtung nach unten
umlenkt.
An diesen zweiten Krümmer 12 schließt sich ein kurzes, vertikal gerichtetes
Kanalstück 13 an, aus welchem der vom Ventilator 4 geförderte Volumenstrom in
einen Sammelkasten 14 eintritt, welcher auf seiner dem Band 1 zugewandten Seite
ein Düsenfeld 15 trägt. Dieser Kasten 14 kann sich entweder einstückig über die
gesamte Länge der Vorrichtung erstrecken oder auch wie in den Fig. 2 und 3
gezeigt, in der Mitte der Vorrichtung geteilt sein, wodurch zwischen den beiden
Teilen ein Spalt 16 entsteht. Bei Ausführung des Düsenkastens mit Teilung in der
Mitte der Vorrichtung wird jeweils ein Teilkasten von einem Ventilator versorgt.
Dies hat den Vorteil, daß durch Drehzahländerung der Ventilatoren der Düsendruck
in beiden Kästen unterschiedlich sein kann. Außerdem kann der Spalt 16 zwischen
den beiden Teilen eines Versorgungskasten 14 dazu genutzt werden, um
Wärmeausdehnungen aufzufangen.
Aus dem Düsenkasten 14 strömt das Behandlungsgas in das Düsenfeld 15, von
diesem auf das Band 1 und vom Band 1 wieder zurück zum Ventilator 4, wobei der
größte Teil des auf das Band 1 auftreffenden Volumenstromes seitlich abfließt, also
durch den Spalt zwischen dem Düsenfeld 15 und der Seitenwand der Vorrichtung
nach oben bzw. unten in den Ansaugbereich des Ventilators 4.
Je nach Ausführung des Düsenfeldes 15 können zwischen den Düsenflächen 17,
welche im Beispiel der Fig. 2 und 3 rhombusartige Form haben, zum Band hin
offene Rückströmkanäle 18 angeordnet sein, welche sich bei rhombusartiger Aus
führung der Düsenflächen 17 von der Bandmitte zum Bandrand hin erweitern.
Zusätzlich zu dieser durch die Rhombusform der Düsenflächen 17 bedingten
Erweiterung kann auch noch eine Erweiterung in Richtung senkrecht zum Band 1 er
folgen. Die vom Band 1 abströmende Luft gelangt dann entlang der dem Band abge
wandten Längskanten des Sammelkastens 19 wieder in den Raum zwischen den
beiden Ventilatoren 4, aus welchem diese den Volumenstrom wieder ansaugen.
Entlang der Seitenkanten des Sammelkasten 19 können vorteilhaft bei Ausführung
der Vorrichtung gemäß der Erfindung als Kühlzone Kühler 20 (Fig. 3) angeordnet
sein, welche sich nahezu über die gesamte Länge der Vorrichtung erstrecken können.
Durch diese große Durchströmungsfläche ist der Druckverlust an den Kühlern 26
vergleichsweise gering. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung ist noch, daß die
Kühler 26 nicht nur sehr leicht ausgebaut werden können, sondern daß auch ein
seitliches Verschieben in Gehäuse 21 möglich ist, welche in die Seitenwände
integriert sind. Man kann auf diese Weise eine als Kühlzone gestaltete Zone der
Vorrichtung ebenfalls als Heizzone benutzen. Bei der Umstellung vom Kühlbetrieb
auf den Heizbetrieb werden lediglich die Kühler 20 in die Gehäuse 21 verfahren.
Dabei ist es vorteilhaft den Kühler auf der im ausgefahrenen Zustand nach innen
weisenden Stirnfläche mit einer Wärmeisolation 22 zu versehen. Das Verschieben
der Kühler ist sehr einfach möglich, da die Anschlüsse für das Kühlwasser flexibel
gestaltet werden können.
Diese Ausführungsform der Vorrichtung ist dann besonders vorteilhaft, wenn sie zur
Wärmebehandlung von Bändern 1 aus Leichtmetallegierungen dienen soll. Einige
Leichtmetallegierungen erfordern nämlich relativ lange Haltezeiten. Für die
Wärmebehandlung von Bändern 1 aus solchen Legierungen ist es daher vorteilhaft,
bei einer aus mehreren Heizzonen 2 und mehreren Kühlzonen 3 bestehenden Anlage
die an die Heizzonen 2 angrenzenden Kühlzonen 3 zum Teil als Heizzonen umzu
steuern, und zwar für Bänder 1, die wegen der erforderlichen längeren Haltezeit auf
maximaler Glühtemperatur sonst nur sehr langsam durch die Vorrichtung bewegt
werden könnten. Diese Möglichkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung stellt also
einen großen produktionstechnischen und insbesondere wirtschaftlichen Vorteil dar.
Außer den vorbeschriebenen rhombusförmigen Düsenflächen 17 können auf den Dü
senkasten auch übliche Schwebendüsenrippen 23 mit Schlitz- 24 und Lochstrahlen
25 aufgesetzt werden, wie sie in Fig. 5 dargestellt sind. Es ist aber auch möglich
den Düsenkasten, so wie in Fig. 6 gezeigt, auszuführen. Die dem Band zugewandte
Seite des Düsenfeldes ist eine plane Fläche 27, in welche die Düsenöffnungen 28
eingebracht sind. Ein Teil dieser Düsenöffnungen ist um Rückströmöffnungen
gruppiert. Die Rückströmöffnungen werden durch Kanäle 29 gebildet, welche den
Düsenkasten 14 in einer Richtung vertikal zur Bandebene durchdringen. Durch diese
Öffnungen strömt ein Teil des auf das Band aufgeblasenen Gasstromes unmittelbar
in den Raum zwischen den Ventilatoren 4 zurück. Der große Vorteil dieser
Ausführungsform ist die sehr einfache Fertigung und die glatte Düsenfläche, welche
auch bei empfindlichen Bändern 1 bzw. Bahnen und beim Einziehen einer neuen
Bahn oder eines neuen Bandes 1 keinerlei Ansatzpunkte zum Verhaken des Bandes
1 liefert.
Claims (16)
1. Vorrichtung zur schwebenden Führung und Stabilisierung von Bändern (1), vorzugs
weise breiten Metallbändern (1), zum Zweck der Wärmebehandlung, bei der
- a) das Band (1) mit Hilfe von Schwebedüsenfeldern (15, 17) beidseitig beblasen wird, und
- b) zu beiden Seiten des Bandes (1) je zwei Radialventilatoren (4) mit 360°-Spiral gehäusen (5) an den Seitenwänden der Vorrichtung angeordnet sind, wobei die Ansaugöffnungen der Radialventilatoren (4) zur Vorrichtungsmitte hin weisen,
- c) die Radialventilatoren (4) so angeordnet sind, daß sie in Längsrichtung der Vorrichtung also in Laufrichtung des Bandes (1), in Ausblasekanäle (6) von der Länge von mindestens einem hydraulischen Durchmesser ausblasen, die mit einer Seitenwand an die Decke (8) bzw. den Boden (7) der Vorrichtung angrenzen, daß
- d) sich an die Ausblasekanäle (6) jeweils Krümmer (11, 12) anschließen, aus denen der vom Radialventilator (4) geförderte Volumenstrom in einen Sammelkasten (14) eintritt,
- e) welcher sich über die gesamte Länge der Vorrichtung erstreckt und auf der dem Band zugewandten Seite mit dem Düsenfeld (15) versehen ist, und daß
- f) der auf das Band (1) aufgeblasene Gasstrom zum überwiegenden Teil zu den Längsseiten der Vorrichtung hin abströmt und von den Seiten der Vorrichtung her in den Saugraum (23) zwischen den Radialventilatoren (4) oberhalb und unterhalb des Bandes (1) eintritt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die
Ausblasekanäle (6) je ein 90°-Krümmer (11) mit Krümmerachse vertikal zur
Bandebene anschließt, welcher in einen zweiten Krümmer (12) mit Krümmerachse
parallel zum Bandlauf übergeht, der den vom Radialventilator (4) geförderten
Volumenstrom zum Band (1) hin richtet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich an jeden zweiten
Krümmer (12) jeweils ein kurzer Kanal (13) mit Achsrichtung vertikal zur Bandachse
anschließt, der den Sammelkasten (14) beschickt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Radialventilatoren (4) mit den 360°-Spiralgehäusen (5) in den Seitenwänden der
Vorrichtung angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die
Düsenfelder (15) über die gesamte Arbeitsbreite und die gesamte Länge der
Vorrichtung erstrecken.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
freibleibende Raum zwischen dem Spiralgehäuse (5) des Radialventilators (4) und der
Stirnwand der Vorrichtung mit einer Einstiegsöffnung versehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem
freibleibenden Raum zwischen dem Spiralgehäuse (5) des Radialventilators (4) und
der Stirnwand der Vorrichtung Heizeinrichtungen angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß parallel
zu den Sammelkästen (14) für die Düsenfelder (15) auf beiden Seiten der
Sammelkästen (14) Kühler (20) angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühler (20) in Kästen
(21) verfahrbar sind, die in die Außenwand integriert sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zum
Innenraum hinweisende Stirnwand der Kühler (20) mit einer Wärmeisolation (22)
versehen ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das
Düsenfeld (15) aus einzelnen Teildüsen besteht, die durch halboffene Kanäle
miteinander verbunden sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das
Düsenfeld durch einen Düsenkasten mit einer Düsenfläche (17) gebildet wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenfläche (17)
zum Band (1) hin offene Rückströmkanäle (18) aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß sich die
Rückstromkanäle (18) bei rhombusartiger Ausführung der Düsenflächen (17) von der
Bandmitte zum Bandrand hin erweitern.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Sammel- bzw. Düsenkasten (14) mit einer Düsenfläche (27) versehen ist, in welche
Düsenöffnungen (28) eingebracht sind, welche zum Teil um Rückströmkanäle (29)
gruppiert sind, die den Düsenkasten (14) senkrecht zur Bandebene durchdringen.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Bemessung der
Querschnitte der Abströmkanäle (29) unter Berücksichtigung des zu tragenden
Flächengewichtes erfolgt.
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