DE19802654A1 - Modulbauweise einer Industrie-Anlage, in kreisförmiger Anordnung, vorwiegend achteckig, um eine zentrale Versorgungs- bzw. Serviceeinheit errichtet - Google Patents
Modulbauweise einer Industrie-Anlage, in kreisförmiger Anordnung, vorwiegend achteckig, um eine zentrale Versorgungs- bzw. Serviceeinheit errichtetInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04H—BUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
- E04H5/00—Buildings or groups of buildings for industrial or agricultural purposes
- E04H5/02—Buildings or groups of buildings for industrial purposes, e.g. for power-plants or factories
-
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- E04H1/005—Modulation co-ordination
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
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- E04B1/00—Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine neue Konzeption für Industrieanlagen,
die aus Modulen in Achteckform konzipiert sind.
Diese Baukonzeption ermöglicht es Industrieanlagen zu errichten, die je
nach Produktivitäts- oder Verfahrenserfordernissen, aus einem oder
mehreren Modulen bestehen.
Diese Möglichkeiten bringen besonders chemischen Industrieanlagen große
Vorteile.
Die Größe (Außen∅) der achteckigen Module beträgt ca. 24 m.
Diese Größenordnung ergibt sich durch Erfahrungswerte bisher erstellter
konventioneller Industrieanlagen unter Beachtung von Menge, Größe und
Art des Equipments.
Es sind im Industrieanlagenbau bereits verschiedene Bauausführungen
bekannt.
Die bisher am meisten verwirklichten Anlagenprojekte gruppieren sich in
der sogenannten Raffineriebauweise in langgestreckter Rechteckform
längsseits einer Versorgungseinheit (Rohrbrücke, Rohrtrasse) oder der
sogenannten Fabrikbauweise in rechteckiger oder viereckiger Form.
Für die Errichtung dieser konventionellen Industrieanlagen ist das
Vorhandensein optimaler, also geradliniger und großflächiger Grundflächen
notwendig.
Zum anderen werden noch immer die verschiedenen Gewerke wie Bau,
Stahlbau, Equipment, Rohrleitungen, Armaturen usw. in aufwendiger Weise
Teil für Teil montiert.
Die Verteuerung und Verknappung von idealen Bauarealen und der Zwang
zur Kostenminimierung aufgrund des scharfen Wettbewerbes im
Anlagenbaugeschäft macht es unmöglich, an den bisherigen Konzepten
festzuhalten.
Ziel der Erfindung ist es technische und ökonomische Vorteile gegenüber
den bisherig bekannten Bauweisen zu erzielen.
Durch die Modulbauweise wird erheblich weniger Grundfläche benötigt
(Fig. 8, 9), das bedeutet Kosteneinsparung bei den Grundstückskosten.
Durch die Modulbauweise ergibt sich eine kostengünstigere Bauausführung
(30-40%). Zum einen durch weniger Grundfläche, zum anderen durch
die nur einmal anfallenden Engineeringaktivitäten sowie durch Serieneffekt
bei Herstellung mehrerer Module.
Aufgrund der kompakten kreisförmigen Bauweise ergeben sich auch im
Bereich der technischen Ausrüstung durch kürzere Wege zwischen den
jeweiligen Apparaten im Rohrleitungs-, Elektro-, Meßtechnik-, Isolier- und
Anstrichbereich Kosteneinsparungen (15-20%).
Die Modulbauweise bietet ausgezeichnete Möglichkeiten der Nutzung
unsymmetrischer Geländevorgaben. Konkret bedeutet dies Kundenwünsche
bezüglich vorhandener Baulücken im bestehenden Werksgelände
oder Umgehung von nicht zu beseitigten Hindernissen (Fig. 9, 11) zu
verwirklichen.
Eine Erweiterung einer Industrieanlage in Modulbauweise ist nach fast
jeder Seite des Modules möglich.
Falls eine Industrieanlage bereits nach Verfahrensstufen in mehreren
Modulen (Fig. 8, 9, 11) konzipiert ist, kann eine Erweiterung einzelner
Verfahrensstufen unproblematisch verwirklicht werden.
Je nach Bedarf können Industrieanlagen in Modulbauweise in Freiluft- oder
geschlossener Bauweise ausgeführt werden (Fig. 1, 2, 3).
Diese Modulbauweise ist gleichermaßen günstig in Stahlbau-, Stahlbeton- oder
in Betonfertigbauweise zu verwirklichen.
Industrieanlagen in Modulbauweise ermöglichen schnellere und günstigere
Montagen, da die Module bereits vor Fertigstellung von Bodenplatte und
Fundamenten separat gefertigt werden können und dann als
Komplettbauwerk montiert werden.
Dieser schnellere Montagefortschritt erspart Baukosten und ermöglicht
einen früheren Produktionsbeginn.
Durch die Modulform erhält der Anlagenbetreiber Vorteile für Wartung und
Reparatur, da sich von fast allen Seiten immer die kürzesten Wege (für
Kräne, Gerüste usw.) zu den jeweiligen Maschinen- oder
Apparatekomponenten ergeben.
Fig. 1 zeigt Ebene + 6,0 m einer chem. Industrieanlage, konzipiert in
Modulbauweise,
Fig. 2 zeigt Ebene ±0 (Bodenplatte u. Fundamente) einer chem.
Industrieanlage in Modulbauweise,
Fig. 3 zeigt die Ansicht von II vorgenannter Ebenen,
Fig. 4 zeigt das Modul mit seinen konstruktiven Einzelteilen,
Fig. 5 zeigt das Modul als Einheit,
Fig. 6 zeigt Schnitt I-I durch das Modul,
Fig. 7 zeigt das Detail III als Modulausschnitt von Fig. 1,
Fig. 8 zeigt Draufsicht bzw. Grundriß der Industrieanlagen 18 und 19,
Fig. 9 zeigt Draufsicht bzw. Grundriß der Industrieanlagen 20 und 21,
Fig. 10, 11 zeigen ebenso wie Fig. 9 Industrieanlagenkonzeptionen mit
Modulen.
Basis für die Konzipierung einer Industrieanlage in Modulbauweise ist das
Modul 1.
Die Bestimmung der Größe des Moduls 1 ergibt sich zum einen aus dem
vorhandenen Platzbedarf, im wesentlichen jedoch aus Art und Größe der zu
planenden Industrieanlage.
Daher ist es sinnvoll, bei der Berücksichtigung der Anzahl der Module 1 die
Verfahrensschritte einer Industrieanlage zu beachten, um spätere
Erweiterungen oder Ersatz von Equipment unproblematisch zu
bewerkstelligen.
Das Modul 1, das in den Fig. 1, 2, 8, 9, 10, 11 relativ schematisch dargestellt
ist, wird in den Fig. 4, 5 klarer detailliert um den konstruktiven Aufbau
besser zu verdeutlichen.
Aufgrund der Größenordnung eines Moduls 1 mit ca. 24 m
Außendurchmesser in Achteckform und der konstruktiven Gestaltung einer
solchen Konstruktion ergeben sich zwangsläufig acht
Stahlkonstruktionselemente in Trapezform.
Um ein klareres Bild zu vermitteln wurde Modul 1 mit seinen
Konstruktionselementen in Fig. 4 herausgerückt dargestellt.
Als komplette Einheit wird Modul 1 in Fig. 5 gezeigt.
Das Modul wird in der Regel von den Stützen 3 (Stahl oder Fertigbeton)
getragen. Bei Benötigung einer weiteren Ebene werden die Stützen 3,
entsprechend bemessen, verlängert oder auf das Modul 1 aufgesetzt.
Die konstruktive Anordnung der Apparate oder anderer Ausrüstungsteile
auf dem Modul 1 wird in Detail III in Fig. 7 dargestellt.
Fig. 1, 2, 3, 8, 9 zeigen die in Modulbauweise konzipierten Industrieanlagen
18 und 20.
Das wesentliche hierbei ist, daß diesen Entwürfen bereits errichtete, in
konventioneller Bauweise konzipierte Industrieanlagen 19 bzw. 21
zugrunde liegen.
Anhand Fig. 8, 9 ist ersichtlich, wie im Bezug auf kompakte Bauweise und
des erheblich geringeren Platzbedarfes, die Modulbauweise im Vorteil ist.
Bei der in Fig. 9 konzipierten Industrieanlage 20 wurden die Module einer
U-förmigen Anordnung erstellt.
Es ergeben sich entsprechend der Verfahrensschritte fünf Module 1 als
Industrieanlageneinheit und ein Modul 1 als Kopfgebäude 17. Wegen der
Größe der Industrieanlage 20 wurde das Kopfgebäude 17 als volles Modul 1
konzipiert um den erhöhten Bedarf an Räumlichkeiten für Personal, Labor,
Meß- und Steuerzentrale, Schalträume und Lagerflächen zu ermöglichen.
Diese in Modulbauweise errichtete Industrieanlage erfüllt in dieser Version
alle Voraussetzungen wie z. B. kürzeste Wege zum Energieversorger
(Rohrbrücke 18), kompakte Bauweise, weniger Grundfläche, gute
Erweiterungsmöglichkeiten nach vielen Seiten, gute De- und
Montagemöglichkeiten usw.
Einen kleinen Überblick von vielen Planungsmöglichkeiten zeigen die Fig.
8, 9, 10, 11.
Diese Möglichkeiten sind vor allem von Vorteil, wenn neue
Produktionsstätten in Baulücken vorhandener Fabrikgelände oder in
unsymmetrische Bauareale eingebunden werden sollen.
Nützliche Nebeneffekte des Moduls 1 ergeben sich durch die Öffnung 13,
die in mannigfaltiger Weise genutzt werden kann.
Das Kopfgebäude 17 wird sinnvollerweise in Stahlbetonkonstruktion
konzipiert und kann entsprechend der klimatischen Voraussetzungen mit
der Gebäudeverkleidung 12 versehen werden.
1
Modul - Achteckform
2
Stützen
3
Luftkühler
4
Abscheider
5
Wärmetauscher
6
Reaktor
7
Behälter
8
Verdampfer
9
Kompressoren
10
Kolonnen
11
Pumpen
12
Gebäudeverkleidung
13
Möglichkeiten für Fluchtwege, Materialversorgung, Montage
usw.
14
Möglichkeiten für Labor, E-Schaltraum
15
Möglichkeiten für Personalbüros, Meß- und Steuerzentrale
16
Möglichkeiten für Lagerraum
17
Kopfgebäude
18
Modulkonzeption I
19
konservative Anlagenkonzeption I
20
Modulkonzeption II
21
konservative Anlagenkonzeption II
22
Träger (Wechsel)
23
Tragsattel für Verdampfer
24
Rohrbrücke oder Rohrtrasse
25
Auffangtasse
Claims (4)
1. Industrieanlage, die aus einem oder mehreren Modulen (1) in
Achteckform besteht.
2. Modul (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß weitere
Module (1) in Ebenen übereinander mittels Stützen (3) angeordnet
werden.
3. Modul (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder
weitere Module (1) an einer oder mehreren Seiten des Moduls (1) als
Erweiterung angebaut
werden.
4. Modul (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer
Stahlkonstruktion, Stahlbetonkonstruktion oder aus Betonfertigteilen
gefertigt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998102654 DE19802654A1 (de) | 1998-01-24 | 1998-01-24 | Modulbauweise einer Industrie-Anlage, in kreisförmiger Anordnung, vorwiegend achteckig, um eine zentrale Versorgungs- bzw. Serviceeinheit errichtet |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1998102654 DE19802654A1 (de) | 1998-01-24 | 1998-01-24 | Modulbauweise einer Industrie-Anlage, in kreisförmiger Anordnung, vorwiegend achteckig, um eine zentrale Versorgungs- bzw. Serviceeinheit errichtet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19802654A1 true DE19802654A1 (de) | 2000-01-20 |
Family
ID=7855552
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998102654 Ceased DE19802654A1 (de) | 1998-01-24 | 1998-01-24 | Modulbauweise einer Industrie-Anlage, in kreisförmiger Anordnung, vorwiegend achteckig, um eine zentrale Versorgungs- bzw. Serviceeinheit errichtet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19802654A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20211284U1 (de) | 2002-07-26 | 2002-11-14 | Graeff Container- und Hallenbau GmbH, 68199 Mannheim | Transportabler Pavillon |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2456620A1 (de) * | 1974-11-29 | 1976-08-12 | Iii Emile Joseph Lacoste | Ein- oder mehrstoeckiges gebaeude |
| DE2943961A1 (de) * | 1979-10-31 | 1981-05-07 | Aka Aufbereitung Konstruktion | Anlage zur aufbereitung von kohle, erz o.dgl. |
| WO1990008871A1 (fr) * | 1989-01-27 | 1990-08-09 | Tsentralny Nauchno-Issledovatelsky I Proektno-Experimentalny Institut Promyshlennykh Zdany I Sooruzheny (Tsniipromzdany) | Structure industrielle modulaire a travees multiples, a un seul etage |
| WO1992018725A1 (en) * | 1991-04-18 | 1992-10-29 | L-O Grudeborn Teknisk Utveckling Hb | Building assembly |
-
1998
- 1998-01-24 DE DE1998102654 patent/DE19802654A1/de not_active Ceased
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