DE19800445A1 - Faseraggregat - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von textile Fasern
enthaltenden Faseraggregaten sowie ein Faseraggregat.
Es ist bekannt, daß flächige Gebilde, insbesondere Bodenbeläge, durch eine
Trägerschicht sowie auf der Trägerschicht angeordnete Faseraggregate herge
stellt werden. Ein solches flächiges Gebilde ist durch die EP 0 013 428 A1
bekannt. Dieses flächige Gebilde weist eine nicht gewebte Faserschicht auf,
die mittels Vernadelungsfasern verfestigt ist. Diese Faserschicht ist durch
voneinander abgegrenzte Faseraggregate aus sphärisch verwickelten Fasern
gebildet, die mittels der Vernadelungsfasern verfestigt sind.
Die sphärisch verwickelten Faseraggregate weisen einen Durchmesser von
mindestens 3 mm auf. Sie liegen in Form von Kugelgarnen vor, in welchen
die Fasern mit einer Länge von mindestens 15 mm in einer nadelfähigen
Dichte von 0,01 bis 0,1 gr/cm3 sphärisch verwickelt sind, wie dies in der
EP 0 013 427 B1 beschrieben ist. Die einzelnen Fasern des sphärischen
Faseraggregates weisen eine Länge zwischen 40 bis 120 mm auf. Die
Fasern sind sphärisch miteinander verschlungen oder eingerollt. Hierzu
weisen die Fasern, wie bereits vorstehend ausgeführt, eine Mindestlänge von
15 mm auf, so daß die Fasern im wesentlichen der Krümmung der Kugel
gestalt folgend angeordnet sind bzw. dieser entsprechend orientiert vorliegen
können, so daß sie sphärisch verwickelt sind.
Die Herstellung solcher sphärisch verwickelten kugelförmigen Faseraggregate
ist relativ aufwendig, da die Faseraggregate im wesentlichen einzeln herge
stellt werden müssen.
Die bekannten kugelförmigen Faseraggregate bilden auf einer Trägerschicht
eine Nutzschicht eines Bodenbelags. Sie bilden eine strukturierte Oberfläche
der Nutzschicht. Während des Vernadelungsprozesses werden jedoch solche
kugelförmigen Faseraggregate verdichtet, so daß diese ihre kugelförmige
Gestalt verlieren.
Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Zielsetzung zugrun
de, ein Verfahren zum Herstellen von textile Fasern enthaltenden Faser
aggregaten anzugeben, durch welches die Faseraggregate einfach und wirt
schaftlich herstellbar sind. Ein weiteres Ziel ist es, ein Verfahren anzugeben,
durch das Faseraggregate unterschiedlichster Gestalt herstellbar sind. Ein
weiteres Ziel der Erfindung ist es, ein Faseraggregat anzugeben, welches
leicht herstellbar ist sowie so beschaffen ist, daß dieses bei einer Vernade
lung mit einer Trägerschicht seine Gestalt im wesentlichen beibehält.
Diese Zielsetzung wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des An
spruchs 1 bzw. durch ein Faseraggregat mit den Merkmalen des Anspruchs
11 erreicht. Vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens und des Faser
aggregates sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen von textile Fasern enthalten
den Faseraggregaten für flächige Gebilde beinhaltet eine Ausbildung eines
textile Fasern enthaltenden Vormaterials. Das Vormaterial weist vorzugsweise
im wesentlichen gleichgerichtete bzw. in eine Vorzugsrichtung ausgerichtete
Fasern auf. Das Vormaterial wird zu Faseraggregaten zerteilt und danach
vereinzelt, so daß einzelne Faseraggregate aus dem Vormaterial gebildet
sind. Dadurch, daß die Faseraggregate durch Zerteilen eines Vormaterials
hergestellt werden, wird ein einfacherer Herstellungsvorgang erzielt, da
gleichzeitig eine Vielzahl von Faseraggregaten herstellbar sind. Ein weiterer
Vorzug des erfindungsgemäßen Verfahrens ist, daß die Faseraggregate
qualitativ gleichbleibend herstellbar sind. Insbesondere wird eine nahezu
konstante Gestalt der so hergestellten Faseraggregate erreicht.
Die Faseraggregate können in Abhängigkeit vom Zerteilvorgang unterschiedli
cher geometrischer Gestalt ausgebildet sein. Hierdurch wird eine hohe
Variationsmöglichkeit der Gestalt der Faseraggregate erreicht. Die sich in
ihrer Gestalt geometrisch unterscheidenden Faseraggregate, die beispielsweise
auf einem Bodenbelag wenigstens teilweise eine Nutzschicht bilden, ver
schaffen der Nutzschicht eine optisch uneinheitliche Oberfläche, wobei die
Faseraggregate als solche ihre Gestalt im wesentlichen beibehalten. Die
Nutzschicht erhält durch die erfindungsgemäß hergestellten Faseraggregate
eine optisch reizvolle Struktur, die noch dadurch verstärkt werden kann, daß
das Vormaterial unterschiedlicher Färbung sein kann, wodurch auch die
Faseraggregate farblich unterschiedlich sein können.
Ein Zerteilen des Vormaterials wird vorzugsweise dadurch erreicht, daß das
Vormaterial vorzugsweise zerstanzt oder zerschnitten wird. Die Faseraggrega
te können als konfettiartige Faseraggregate bezeichnet werden. Der Zerstanz
vorgang erfolgt vorzugsweise dadurch, daß während einer Zerstanzung des
Vormaterials wenigstens eine im wesentlichen senkrecht zur Oberfläche des
Vormaterials verlaufende Stanzbewegung ausgeführt wird. Durch entsprechen
de Ausgestaltung der Zerstanzeinrichtung können Faseraggregate mit unter
schiedlicher Querschnittsgeometrie hergestellt werden. Durch einen Zerstanz
vorgang kann auch eine Vielzahl von Faseraggregaten gleichzeitig hergestellt
werden.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird vor
geschlagen, daß das Vormaterial zu wenigstens einer ersten Zerteileinrichtung
transportiert wird, durch die das Vormaterial im wesentlichen in Trans
portrichtung zerteilt wird. Das in Transportrichtung zerteilte Vormaterial wird
danach zu wenigstens einer zweiten Zerteileinrichtung transportiert, durch die
das Vormaterial zusätzlich und im wesentlichen quer zur Transportrichtung
zerteilt wird. Insbesondere wird vorgeschlagen, daß die Zerteilung des
Vormaterials durch Zerschneiden erfolgt.
Das Vormaterial ist vorzugsweise band- oder bahnförmig ausgebildet. Unter
einem bandförmigen Vormaterials sind auch solche Vormaterialien zu ver
stehen, die nicht zwingend einen rechteckigen Querschnitt aufweisen. Der
Querschnitt des bandförmigen Materials kann auch kreisförmig sein. Weitere
polygonale Querschnitte des bandförmigen Materials sind möglich. Beispiels
weise kann das bandförmige Vormaterial einen sechseckförmigen oder
achteckförmigen Querschnitt aufweisen.
Die durch Zerteilen eines band- oder bahnförmigen Vormaterials hergestellten
Faseraggregate können Körper sein, die beispielsweise gleichmäßige Viel
flächner sind.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird vor
geschlagen, daß das Vormaterial als ein Vliesstoff, insbesondere ein Nadel
filz, ausgebildet wird.
Um sicherzustellen, daß die Faseraggregate zuverlässig mit einer Träger
schicht eines flächigen Gebildes, insbesondere eines Bodenbelags, verbunden
werden können, wird vorgeschlagen, daß das Vormaterial ein Flächengewicht
zwischen 200 und 1000 gr/m2 aufweist. Das Vormaterial kann auch vorzugs
weise eine Dicke bzw. einen Durchmesser von 3 bis 10 mm aufweisen.
Bei dem Vormaterial kann es sich auch um Garne und/oder Zwirne handeln,
die zerteilt werden.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Verfahrens ermöglicht auch durch
entsprechende Zerteilung des Vormaterials die Vermeidung von Abfällen, da
das Vormaterial vollständig genutzt werden kann. Dieser Vorteil ist unter
dem Aspekt einer wirtschaftlichen Herstellung von besonderer Bedeutung.
Das Vormaterial, aus dem die Faseraggregate hergestellt werden, können
Spinnereiprodukte sein, die unterschiedliche Dimension, Struktur und/oder
Färbung aufweisen. Es kann sich hierbei auch um Vorgarne, insbesondere
um Streichgarnlunten handeln. Es sind auch Streichgarnzwirne sowie Halb
kammgarne und/oder Halbkammzwirne verwendbar.
Nach einem weiteren erfinderischen Gedanken wird ein Faseraggregat enthal
tend textile Fasern, insbesondere für flächige Gebilde, vorgeschlagen, das
sich dadurch auszeichnet, daß das Faseraggregat durch zerteilen eines Vor
materials, das im wesentlichen in einer Vorzugsrichtung ausgerichtete Fasern
enthält, gebildet ist.
Ein solches Faseraggregat ist insbesondere für die Ausbildung einer Nutz
schicht eines flächigen Gebildes, vorzugsweise eines Bodenbelags geeignet.
Das Faseraggregat kann vliesstoffartig, insbesondere nadelfilzartig, ausgebildet
sein. Es kann auch garn- und/oder zwirnartig ausgebildet sein.
Vorzugsweise weist das Faseraggregat ein Flächengewicht zwischen 200 und
1000 gr/m2 auf. Die Dicke des Faseraggregates bzw. der Durchmesser des
Faseraggregates liegt vorzugsweise zwischen 3 und 10 mm.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Faseraggregates wird
vorgeschlagen, daß dieses einen kreisförmigen oder einen polygonalen Quer
schnitt aufweist.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Verfahrens zum Herstellen von Textil
fasern enthaltenen Faseraggregaten sowie eines Faseraggregates werden
anhand der in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch einen Verfahrensablauf zum Herstellen von Faser
aggregaten,
Fig. 2 schematisch eine Zerteileinrichtung, in der das Vormaterial
zerschnitten wird,
Fig. 3 schematisch eine Zerteileinrichtung, in der das Vormaterial
zerstanzt wird,
Fig. 4 schematisch eine Stanzeinheit,
Fig. 5 schematisch eine erste und eine zweite Zerteileinrichtung, in
denen das Vormaterial zerteilt wird,
Fig. 6 beispielhaft und schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel
eines Faseraggregates,
Fig. 7 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Faseraggregates und
Fig. 8 ein drittes Ausführungsbeispiel eines Faseraggregates.
Fig. 1 zeigt schematisch ein Verfahren zum Herstellen von textile Fasern
enthaltenen Faseraggregaten 6. Ein Ausgangsmaterial 2 wird einer Vormateri
albildungseinrichtung 1 zugeführt. Die Vormaterialbildungseinrichtung 1 kann
beispielsweise eine Einrichtung sein, durch die ein Vliesstoff, insbesondere
ein Nadelfilz, als Vormaterial 3 hergestellt wird. Das Vormaterial 3 wird
einer Zerteilvorrichtung 4 zugeführt. Die Zerteilvorrichtung 4 kann mehrere
hintereinander geschaltete Zerteileinrichtungen aufweisen. Das zerteilte Vor
material 3' wird einer Vereinzelungseinrichtung 5 zugeführt, in der das
zerteilte Vormaterial 3' in einzelne Faseraggregate 6 vereinzelt wird. Die
vereinzelten Faseraggregate 6 können der Ausbildung eines flächigen Gebil
des, insbesondere eines Bodenbelags, zugeführt werden.
Fig. 2 zeigt schematisch die Zerteilung eines Vormaterials 3 mittels einer
rotierenden Zerteileinrichtung 24. Die Zerteileinrichtung 24 umfaßt einen
Trägerkörper 7, der im wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist. Der
Trägerkörper 7 weist mehrere radial vorstehende Messer 8 auf, die im
wesentlichen äquidistant zueinander über dem Umfang des Trägerkörpers 7
verteilt sind. Die axiale Länge der Messer 8 entspricht im wesentlichen der
Breite des Vormaterials 3. Der Trägerkörper 7 mit den Messern 8 ist um
eine Achse 9 drehbar gelagert. Der Trägerkörper 7 ist mit einer nicht
dargestellten Antriebseinheit, bei der es sich beispielsweise um einen Elek
tromotor handeln kann, verbunden. Die Drehrichtung des Trägerkörpers 7 ist
gleichsinnig mit der Transportrichtung T des Vormaterials 3.
Unterhalb des Trägerkörpers 7 ist ein Gegenhalter 10 angeordnet. Der
Gegenhalter 10 ist im wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. Er ist ver
drehbar um eine Achse 11 gelagert. Die Achse 9 des Trägerkörpers 7 und
die Achse 11 des Gegenhalters 10 liegen auf einer gemeinsamen vertikal
verlaufenden Linie. Der Gegenhalter 10 weist mindestens eine axiale Erstrek
kung auf, die der Axialerstreckung der Messer 8 entspricht.
Das Vormaterial 3 wird über eine Transporteinheit 12 zu der Zerteileinrich
tung 24 zugeführt. Das Vormaterial 3 wird sequentiell durch die Messer 8
des rotierenden Trägerkörpers 7 zerteilt. Das zerteilte Vormaterial 3 wird
durch eine Transporteinheit 13 einer Vereinzelungsvorrichtung zugeführt. Die
Messer 8 und der Gegenhalter 10 sind so zueinander ausgebildet, daß eine
vollständige Zerteilung des Vormaterials 3 erfolgt.
In Abhängigkeit von der Ausgestaltung der Zerteileinrichtung 24 kann diese
gleichzeitig auch eine Vereinzelungseinrichtung bilden, da durch die Rotation
der radial vorstehenden Messer das zerteilte Vormaterial durch Messer
weggeschleudert werden.
Fig. 3 zeigt schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Zerteilvor
richtung 4. Die Zerteilvorrichtung 4 umfaßt eine Stanzeinheit 14, die mit
einer Antriebseinheit 15 verbunden ist. Die Stanzeinheit 14 ist im wesentli
chen senkrecht zur Oberfläche 17 des Vormaterials 3 hin und her bewegbar.
Hierzu kann die Antriebseinheit 15 beispielsweise in Form einer hydraulisch
oder pneumatisch arbeitenden Kolben-Zylinder-Einheit ausgebildet sein. Die
Antriebseinheit kann auch eine exzentrisch arbeitende Einheit sein.
Unterhalb der Stanzeinheit 14 ist ein Gegenhalter 10 angeordnet. Bei einem
Stanzvorgang wird die Stanzeinheit 14 durch die Antriebseinheit 15 gegen
den Gegenhalter 10 gedrückt. Zwischen der Stanzeinheit 14 und dem Gegen
halter 10 befindet sich das Vormaterial 3. Durch die Stanzbewegung der
Stanzeinheit 14 wird das Vormaterial 3 zerstanzt.
Das Vormaterial 3 wird über eine Transporteinheit 12 zu der Zerteilvor
richtung 4 zugeführt. Das zerstanzte Vormaterial 3 wird durch die Trans
porteinheit 13 wegtransportiert.
Fig. 4 zeigt schematisch die Stanzeinheit 14 in einer Unteransicht. Die
Stanzeinheit 14 weist mehrere sich kreuzende Stanzmesser 16 auf. Die
Stammesser 16 sind in einem Gehäuse 18 angeordnet. In den einzelnen
Kammern 19, die durch die Stammesser 16 begrenzt sind, können hin und
her bewegliche, nicht dargestellte Auswerfer angeordnet sein, so daß das
Vormaterial 3 aus den einzelnen Kammern 19 ausgebracht werden kann,
wodurch die Stanzeinheit 14 für einen weiteren Stanzvorgang bereit ist.
Eine weitere Ausgestaltung einer Zerteilvorrichtung 4 zeigt Fig. 5. Die
Zerteilvorrichtung 4 umfaßt eine erste Zerteileinrichtung 20 und eine zweite
Zerteileinrichtung 21. Die erste und die zweite Zerteileinrichtung 20, 21
sind in Transportrichtung T des Vormaterials 3 hintereinander angeordnet.
Durch die erste Zerteileinrichtung 20 wird das Vormaterial 3 im wesentli
chen in Transportrichtung T zerteilt. Mit dem Bezugszeichen 22 sind Schnit
te im Vormaterial 3 bezeichnet, die durch die erste Zerteileinrichtung 20 in
das Vormaterial 3 eingebracht werden. Die Schnitte 22 verlaufen im wesent
lichen parallel zueinander und in Richtung des Transportes des Vormaterials
3.
Die erste Zerteileinrichtung 20 umfaßt einen Trägerkörper 7, auf dem
Messer 8 angeordnet sind. Die Messer 8 sind scheibenförmig ausgebildet.
Sie sind im wesentlichen parallel zueinander angeordnet. Die scheibenförmi
gen Messer 8 sind im wesentlichen senkrecht zur Achse 9 des Trägerkörpers
7 angeordnet. Der Trägerkörper 7 ist mit den Messern 8 drehbar gelagert.
Er ist mit einer Antriebseinheit 15 verbunden, durch die der Trägerkörper
7 mit den Messern 8 in Rotation versetzt wird. Die Rotationsbewegung ist
im wesentlichen gleichsinnig zu der Transportrichtung T des Vormaterials 3.
Unterhalb des Trägerkörpers 7 ist ein nicht dargestellter Gegenhalter an
geordnet. Der Aufbau des Gegenhalters entspricht im wesentlichen dem in
der Fig. 2 dargestellten Gegenhalter.
Die zweite Zerteileinrichtung 21 ist in Form einer Stanzeinheit ausgebildet.
Sie weist Stammesser 16 auf, die im wesentlichen quer zur Transportrich
tung T verlaufen. Die zweite Zerteileinrichtung 21 entspricht in ihrem
prinzipiellen Aufbau im wesentlichen der in der Fig. 3 dargestellten Zerteil
vorrichtung. Durch die zweite Zerteileinrichtung 21 wird das Vormaterial 3
senkrecht zur Transportrichtung T zerteilt, wodurch die Faseraggregate 6 im
wesentlichen einen rechteckförmigen Querschnitt aufweisen. Statt der in der
Fig. 5 dargestellten zweiten Zerteileinrichtung 21 kann auch eine Zerteil
einrichtung verwendet werden, wie sie in der Fig. 2 dargestellt ist.
Das zerteilte Vormaterial 3 wird einer nicht dargestellten Vereinzelungsein
richtung zugeführt.
In den Fig. 6 bis 8 sind unterschiedliche Ausführungsformen von Faser
aggregaten 6 dargestellt. Die Faseraggregate 6 weisen Fasern 23 auf, die in
einer Vorzugsrichtung ausgerichtet sind. Das Faseraggregat weist einen im
wesentlichen polygonalen Querschnitt auf. Im konkreten weist das Faser
aggregat 6 einen im wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt auf.
In der Fig. 7 ist ein im wesentlichen zylinderförmig ausgebildetes Faser
aggregat 6 dargestellt. Werden aus einem Vormaterial 3 zylinderförmige
Faseraggregate 6 ausgestanzt, wobei die Faseraggregate dadurch ausgestanzt
werden, daß die Stanzschnitte möglichst dicht nebeneinander liegen, so
entstehen weitere Faseraggregate 6, wie sie in der Fig. 8 dargestellt sind.
Der an und für sich beim Ausstanzen entstehende Verschnitt kann als
Faseraggregat 6 verwendet werden.
1
Vormaterialbildungseinrichtung
2
Ausgangsmaterial
3
Vormaterial
4
Zerteilvorrichtung
5
Vereinzelungsvorrichtung
6
Faseraggregat
7
Trägerkörper
8
Messer
9
Achse
10
Gegenhalter
11
Achse
12
,
13
Transporteinheit
14
Stanzeinheit
15
Antriebseinheit
16
Stanzmesser
17
Oberfläche
18
Gehäuse
19
Kammer
20
erste Zerteileinrichtung
21
zweite Zerteileinrichtung
22
Schnitt
23
Faser
24
Zerteileinrichtung
Claims (17)
1. Verfahren zum Herstellen von textile Fasern (23) enthaltenden Faser
aggregaten (6) für flächige Gebilde,
mit folgenden Schritten
- a) Ausbilden eines textile Fasern (23) enthaltenden Vormaterials (3), insbesondere mit im wesentlichen gleichgerichteten Fasern (23),
- b) Zerteilen des Vormaterials (3) zu Faseraggregaten (6),
- c) Vereinzeln der Faseraggregate (6).
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Vormaterial (3) zerstanzt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem das Vormaterial (3) durch wenig
stens eine im wesentlichen senkrecht zur Oberfläche (17) des Vormateri
als (3) verlaufende Stanzbewegung zerstanzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Vormaterial (3) zerschnitten
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem das Vormaterial
(3) zu wenigstens einer ersten Zerteileinrichtung (20) transportiert wird,
durch die das Vormaterial (3) im wesentlichen in Transportrichtung (T)
zerteilt wird, und das in Transportrichtung (T) zerteilte Vormaterial (3)
zu wenigstens einer zweiten Zerteileinrichtung (21) transportiert wird,
durch die das Vormaterial (3) zusätzlich im wesentlichen quer zu
Transportrichtung (T) zerteilt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem ein band- oder
bahnförmiges Vormaterial (3) ausgebildet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem das Vormaterial
(3) als ein Vliesstoff, insbesondere ein Nadelfilz, ausgebildet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem ein Vormaterial (3) mit einem
Flächengewicht zwischen 200 und 1000 gr/m2 ausgebildet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem das Vormaterial
(3) durch Garne und/oder Zwirne gebildet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem das Vormaterial
(3) eine Dicke bzw. einen Durchmesser von 3 bis 10 mm aufweist.
11. Faseraggregat enthaltend textile Fasern, insbesondere für flächige Gebil
de, dadurch gekennzeichnet, daß das Faseraggregat (6) durch ein Zer
teilen eines Vormatarials (3), das im wesentlichen in einer Vorzugs
richtung ausgerichteten Fasern (23) enthält, gebildet ist.
12. Faseraggregat nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß dieses
vliesstoffartig, insbesondere nadelfilzartig, ausgebildet wird.
13. Faseraggregat nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß dieses
garn- und/oder zwirnartig ausgebildet wird.
14. Faseraggregat nach Anspruch 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet,
daß dieses ein Flächengewicht zwischen 200 und 1000 gr/m2 aufweist.
15. Faseraggregat nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß dieses eine Dicke bzw. einen Durchmesser von 3 bis
10 mm aufweist.
16. Faseraggregat nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß dieses einen polygonalen Querschnitt aufweist.
17. Faseraggregat nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß dieses einen kreisförmigen Querschnitt aufweist.
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Owner name: FALKE GARNE ZWEIGNIEDERLASSUNG DER FALKE KG, 57392 |
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