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DE19757522A1 - Pflanzenbehandlungsmittel auf Dinkelbasis und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Pflanzenbehandlungsmittel auf Dinkelbasis und Verfahren zu dessen Herstellung

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DE19757522A1
DE19757522A1 DE1997157522 DE19757522A DE19757522A1 DE 19757522 A1 DE19757522 A1 DE 19757522A1 DE 1997157522 DE1997157522 DE 1997157522 DE 19757522 A DE19757522 A DE 19757522A DE 19757522 A1 DE19757522 A1 DE 19757522A1
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DE
Germany
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plant treatment
treatment agent
addition
plant
silicon
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Withdrawn
Application number
DE1997157522
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English (en)
Inventor
Karin Dipl Kfm Appel
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EVO SILICATFORSCHUNG GmbH
Original Assignee
EVO SILICATFORSCHUNG GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EVO SILICATFORSCHUNG GmbH filed Critical EVO SILICATFORSCHUNG GmbH
Priority to DE1997157522 priority Critical patent/DE19757522A1/de
Publication of DE19757522A1 publication Critical patent/DE19757522A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N65/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing material from algae, lichens, bryophyta, multi-cellular fungi or plants, or extracts thereof
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N59/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds

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Description

Die Erfindung betrifft ein Pflanzenbehandlungsmittel auf Dinkelbasis, ein Verfahren zu dessen Herstellung sowie ver­ schiedene Verwendungen des Pflanzenbehandlungsmittels.
Bekannt ist eine unübersehbare Anzahl von chemischen Pflan­ zenbehandlungsmitteln, die in der chemischen Industrie aus künstlichen Komponenten erzeugt werden. Derartige chemische Mittel reichen von Schädlingsbekämpfungsmitteln über Fungi­ zide und Herbizide bis hin zu künstlichen Düngemitteln. Oft­ mals enthalten derartige chemisch hergestellte Pflanzenbe­ handlungsmittel mehr oder minder starke Giftstoffe, die schädlich für Mensch und Tier sind. Zudem lassen sich die ausgebrachten Wirkstoffe in vielen Fällen nicht auf natürli­ chem Wege genügend rasch abbauen, so daß sie durch sukzessi­ ven Einsatz im Boden oder auf Pflanzen akkumuliert werden, was ihre schädliche Wirkung noch erhöht.
Daneben gibt es auf dem Markt, allerdings in erheblich ge­ ringerer Anzahl, auch Pflanzenbehandlungsmittel auf der Ba­ sis von natürlich vorkommenden pflanzlichen oder tierischen Stoffen, die nach ihrer Ausbringung im natürlichen Kreis­ lauf ohne allzu große schädliche Einwirkungen "aufgehen" können. Dazu gehören auch "alte Hausmittel" wie beispiels­ weise gestampfte Eierschalen zur Bodenverbesserung durch Kalziumanreicherung in kalkarmen Böden, Hornmehl zur Pflan­ zendüngung oder Brennesselabsud ("Brennesseljauche") zur Düngung und Blattlausbekämpfung.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein in seiner po­ sitiven Wirkung möglichst vielseitiges, für Mensch und Tier unschädliches, insbesondere ungiftiges, biologisch abbauba­ res und auf in der Natur vorkommenden Substanzen beruhendes Pflanzenbehandlungsmittel vorzugstellen, welches sowohl zur Düngung im Boden als auch zur Krankheits- und/oder Schäd­ lingsbekämpfung direkt auf den zu behandelnden Pflanzen an­ gewendet werden kann und welches einfach und preisgünstig in beliebigen Mengen ohne schädliche Eingriffe in die Natur herstellbar und verwendbar ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe auf ebenso einfache wie überraschend wirkungsvolle Art und Weise gelöst durch ein Pflanzenbehandlungsmittel auf der Basis von 2/3 bis 4/5, vorzugsweise etwa 3/4 Volumenanteilen Wasser, 1/5 bis 1/3, vorzugsweise etwa 1/4 Volumenanteil Dinkelspelz-Extrakt und einer Zugabe von Silizium und/oder Siliziumverbindungen von weniger als 1‰, vorzugsweise in der Größenordnung 1 ppm zum Gesamtvolumen.
Das erfindungsgemäße Pflanzenbehandlungsmittel ist, wie wei­ ter unten im einzelnen beschrieben wird, extrem vielfältig einsetzbar. Unter anderem zeigt es nachweisbare positive Wirkungen bei der Bodenverbesserung und Düngung, als Fungi­ zid oder Herbizid, bei der Bekämpfung von Pflanzenschädlin­ gen und sogar zum Schutz gegen schädliche Strahlungseinwir­ kungen und zur Erhöhung der Kälteverträglichkeit von behan­ delten Pflanzen.
Auch wird bei direkter Anwendung auf Blattpflanzen, bei­ spielsweise Weinreben, wilder Wein, Rosen, Efeu usw. die Haltfähigkeit der Blätter stark erhöht, was einen höheren und bedeutend stärkeren Wuchs der behandelten Pflanzen zur Folge hat.
Durch ein Einarbeiten des erfindungsgemäßen Pflanzenbehand­ lungsmittels in Kompost oder direkt in den die Wurzeln umge­ benden Boden wird eine erhebliche Bodenverbesserung und da­ mit ein besseres Wachstum und eine erhöhte Widerstandskraft der behandelten Pflanzen beobachtet.
Das Mittel erhöht auch die Lagerfähigkeit der Früchte von behandelten Pflanzen (beobachtet beispielsweise an Quitten) und steigert in seiner Anwendung als Düngemittel die Quali­ tät, Fertilität und Grünkraft der Pflanzen.
Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform des erfindungs­ gemäßen Pflanzenbehandlungsmittels, bei der die Zugabe von Siliziumverbindungen im wesentlichen Siliziumdioxid enthält, welches in praktisch unbegrenzter Menge besonders preiswert zur Verfügung steht.
Bei einer Weiterbildung dieser Ausführungsform enthält die Zugabe von Siliziumverbindungen insbesondere Quarzpulver. Dieses kann als feinstgemahlener Sand zugegeben werden, der in beliebiger Menge in der Natur vorhanden ist und preisgün­ stig beschafft werden kann.
Besonders bevorzugt sind Weiterbildungen, bei denen die Zu­ gabe von Silizium Bergkristallpulver enthält. Die beobachte­ ten positiven Wirkungen des erfindungsgemäßen Pflanzenbe­ handlungsmittel treten dann besonders stark zutage.
Bei weiteren vorteilhaften Weiterbildungen kann die Zugabe von Siliziumverbindungen auch Pulver von siliziumhaltigen Halbedelsteinen wie Amethyst, Citrin, Chrysopras oder Morion enthalten.
Bei anderen vorteilhaften Weiterbildungen enthält die Zugabe von Siliziumverbindungen im erfindungsgemäßen Pflanzenbe­ handlungsmittel Opalpulver. Dieses kann vorteilhafterweise als Achatpulver zugegeben werden. Andere Weiterbildungen se­ hen die Zugabe von Karneol-, Onyx- und/oder Jaspispulver vor.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfin­ dungsgemäßen Pflanzenbehandlungsmittels ist ein Zusatz von Nadelbaum-Absud, insbesondere Fichten- oder Tannenabsud, in der Größenordnung von 5 bis 25%, vorzugsweise etwa 20% des ursprünglichen Gesamtvolumens des Pflanzenbehandlungsmittels vorgesehen. Durch die in dem Zusatz des Nadelbaum-Absudes enthaltenen Harzanteile wird insbesondere die Haftwirkung des erfindungsgemäßen Pflanzenbehandlungsmittels entschei­ dend erhöht, so daß bei direkter Applikation auf zu behan­ delnde Pflanzen ein wesentlich stärkerer Langzeiteffekt in der Wirkung des Mittels zu beobachten ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfin­ dungsgemäßen Pflanzenbehandlungsmittels ist ein Zusatz von Lavendelabsud in der Größenordnung von 5 bis 20%, vorzugs­ weise etwa 10% des ursprünglichen Gesamtvolumens des Pflan­ zenbehandlungsmittels vorgesehen. Damit wird vor allem die Wirkung bei Blattlausbekämpfung auf Rosen oder Sitkalaus-Be­ kämpfung auf Kiefern erhöht.
Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Pflanzenbehandlungsmittels schließlich ist ein Zusatz von Rosenwasser in der Größenordnung von 1 bis 5%, vorzugsweise etwa 2% des ursprünglichen Gesamtvolumens des Pflanzenbe­ handlungsmittels vorgesehen. Dadurch wird überraschenderwei­ se die Haltbarkeit von Schnittblumen erheblich erhöht.
In den Rahmen der Erfindung fällt auch ein Verfahren zur Herstellung des oben beschriebenen Pflanzenbehandlungsmit­ tels, das sich dadurch auszeichnet, daß Dinkelspelz in einem Volumenverhältnis von ungefähr 3 : 5 mit Wasser versetzt und vorzugsweise etwa einen halben Tag bei Zimmertemperatur ein­ geweicht, sodann ca. ¼ bis ½ Stunde, vorzugsweise etwa 20 min aufgekocht, anschließend abgesiebt und ausgedrückt und schließlich der so gewonnene Absud aus Dinkelspelz-Ex­ trakt in einem Volumenverhältnis von ungefähr 1 : 3 mit Wasser verdünnt wird, und daß das Pflanzenbehandlungsmittel mit ei­ ner Zugabe von weniger als 1‰, vorzugsweise etwa 1 ppm des Gesamtvolumens versetzt wird, wobei die Silizium-Zugabe i.w. aus pulverförmigen Siliziumverbindungen, vorzugsweise Sili­ ziumdioxid besteht.
Vorteilhafterweise kann die nach dem Absieben und Ausdrücken übrig bleibende Dinkelspelzmasse zur Kompostverbesserung, insbesondere zur Beschleunigung der mikrobiologischen Vor­ gänge im Kompost eingesetzt werden.
Bei einer weiteren Verfahrensvariante wird anstelle oder zu­ sätzlich zu unbehandeltem Dinkelspelz ein aus gemahlenem Dinkelspelz oder Dinkelkorn gewonnenes Mehl zur Herstellung des Absudes verwendet.
Alternativ oder zusätzlich kann auch eine aus verbranntem Dinkelspelz gewonnene Asche verwendet werden.
Besonders bevorzugt ist eine Verfahrensvariante, bei der vor der Verdünnung des Absudes aus Dinkelspelz-Extrakt dem für die Verdünnung vorgesehenen Wasser ca. 0,01 bis 0,1 g/l, vorzugsweise etwa 0,05 g/l feingemahlenes Pulver von silizi­ umhaltigen Mineralien als Silizium-Zugabe beigemischt, die Flüssigkeit mit Druckluft aufgeschäumt und anschließend mit dem Absud vermengt wird. Auf diese Weise wird die Silizium­ zugabe besonders wirkungsvoll in das Pflanzenbehandlungsmit­ tel eingebracht. Das Aufschäumen kann insbesondere mit Hilfe eines Kompressors bewirkt werden.
Bei einer alternativen Verfahrensvariante wird die Silizium- Zugabe in Form von feingemahlenem Pulver von siliziumhalti­ gen Mineralien dem für die Herstellung des Absudes aus Din­ kelspelz-Extrakt vorgesehenen Wasser beigemischt. Auch hier kann wiederum Druckluft zum Aufschäumen und zur besseren Verteilung der Silizium-Zugabe im Wasser eingesetzt werden.
Zur Verbesserung der Eigenschaften des erfindungsgemäßen Pflanzenbehandlungsmittels kann, wie oben erwähnt, ein Zu­ satz von Lavendelabsud, Fichten- oder Tannenabsud und/oder Rosenwasser beigemischt werden. Auch andere Zusätze, wie beispielsweise Harz, Öl oder Kalkpulver können bestimmte po­ sitive Eigenschaften des erfindungsgemäßen Pflanzenbehand­ lungsmittels modifizieren oder ohnehin vorhandene Wirkungen noch weiter verstärken. Insbesondere bei Zusatz von in Öl gelösten Kräuterextrakten (z. B. Lavendelöl) empfiehlt sich die Beimischung von etwas Milch, um eine Suspension im Was­ ser zu erhalten.
Vor der Verwendung sollte das erfindungsgemäße Pflanzenbe­ handlungsmittel nochmals mit Wasser im Verhältnis 1 : 3 bis 1 : 10, vorzugsweise etwa 1 : 4 verdünnt werden, um nicht durch zu starke Konzentration die zu behandelnden Pflanzen zu be­ schädigen.
In den Rahmen der vorliegenden Erfindung fällt auch die Ver­ wendung des oben beschriebenen Pflanzenbehandlungsmittels als Düngemittel zur Wachstumsförderung sowie zur Qualitäts- und Ertragssteigerung von Nutzpflanzen und ihren Früchten. Für diese Anwendung kann das Mittel beispielsweise ins Gieß­ wasser beigegeben oder die Pflanzen mit einer entsprechend verdünnten Lösung bespritzt oder besprüht werden.
Weiter kann das erfindungsgemäße Pflanzenbehandlungsmittel als Fungizid und/oder Herbizid zur Wachstumshemmung von pflanzlichen oder mikrobiologischen Schädlingen verwendet werden. Insbesondere sind dann die zu behandelnden Pflanzen in einem frühen Wachstumsstadium, vorzugsweise im zwei-keim­ blättrigen Stadium mit dem verdünnten Mittel zu spritzen, um optimalen Erfolg zu erzielen. Beispielsweise bei einer Be­ handlung von Rasenflächen entfaltet das Mittel eine hervor­ ragende herbizide Wirkung und unerwünschte Unkräuter und Pilze veröden bzw. werden vom Gras überwuchert.
Ein weiteres Anwendungsgebiet des erfindungsgemäßen Pflan­ zenbehandlungsmittels liegt in der Bekämpfung von Pflanzen­ schädlingen wie beispielsweise Blattläusen, insbesondere bei rosenartigen Gewächsen oder z. B. Borkenkäfern oder Dickmaul­ rüsselkäfern, wo ebenfalls hervorragende positive Wirkungen beobachtet wurden.
Eine weitere erfindungsgemäße Verwendung des Pflanzenbehand­ lungsmittels liegt im Schutz gegen schädliche Wirkungen der Sonneneinstrahlung auf Pflanzen, insbesondere zur Ausfilte­ rung von UV-Anteilen im Sonnenlicht und/oder zur Erhöhung der Hitzeverträglichkeit der behandelten Pflanzen. Gute Er­ folge wurden beispielsweise beim Besprühen von Rhododen­ dron-Blättern und Taxus-Hecken mit dem erfindungsgemäßen Pflanzenbehandlungsmittel erzielt.
Desweiteren dient das erfindungsgemäße Pflanzenbehandlungs­ mittel aber auch als Schutz gegen schädliche Frostwirkungen auf Pflanzen bzw. zur Erhöhung der Kälteverträglichkeit der behandelten Pflanzen.
Ein weiteres Anwendungsfeld des erfindungsgemäßen Pflanzen­ behandlungsmittels liegt in der Behandlung von Umweltschä­ den, insbesondere an Bäumen und Sträuchern, die sich vor al­ lem durch dürre Äste, braune Blätter bzw. Nadeln manifestie­ ren und nach der Behandlung mit dem Mittel, insbesondere durch mehrfaches Besprühen, merklich zurückgehen.
Desweiteren dient das erfindungsgemäße Pflanzenbehandlungs­ mittel zum Verschluß und zur Desinfektion von pflanzlichen Wunden, Schnittflächen, Rissen etc. Insbesondere können so bei Bäumen schadhafte Stellen in der Rinde oder im Stamm er­ folgreich behandelt werden.
Ein weiteres Anwendungsgebiet des erfindungsgemäßen Pflan­ zenbehandlungsmittels liegt in der Erhöhung der Haltbarkeit von Schnittblumen, die bei Zugabe des Mittels zum Blumenwas­ ser in der Vase vermutlich durch Desinfektion der Schnitt­ flächen am Blumenstengel ungefähr auf das Doppelte erhöht wird, so daß sich die Schnittblumen in der Vase erheblich länger frisch erhalten.
Vorteilhaft können mit dem erfindungsgemäßen Pflanzenbehand­ lungsmittel aber auch Gewässer zum Schutz gegen übermäßigen Algenwuchs behandelt werden. Auch hier wurden beispielsweise in Gartenteichen erstaunliche Erfolge beobachtet. Die Wir­ kungsweise ist hier vermutlich ähnlich wie die oben be­ schriebene herbizide Wirkung des Mittels.
Vorzugsweise erfolgt der Einsatz des erfindungsgemäßen Pflanzenbehandlungsmittels für Grünpflanzen bei Tau und Son­ nenschein im Frühjahr und im Sommerhalbjahr jeweils am frü­ hen Vormittag, insbesondere zwischen etwa 7.00 Uhr und 9.00 Uhr morgens.
Die Verwendung des erfindungsgemäßen Pflanzenschutzmittels erschöpft sich nicht mit den oben aufgezählten bevorzugten Verwendungsbeispielen. Die gezeigten und beschriebenen Aus­ führungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung der Erfindung. Die vorstehend genannten Merkmale können erfindungsgemäß einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Anwendung finden.

Claims (28)

1. Pflanzenbehandlungsmittel auf der Basis von 2/3 bis 4/5, vorzugsweise etwa 3/4 Volumenanteilen Wasser, 1/5 bis 1/3, vorzugsweise etwa 1/4 Volumenanteil Dinkel­ spelz-Extrakt und einer Zugabe von Silizium und/oder Siliziumverbindungen von weniger als 1‰, vorzugsweise in der Größenordnung 1 ppm zum Gesamtvolumen.
2. Pflanzenbehandlungsmittel nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Zugabe von Siliziumverbindungen i.w. Siliziumdioxid enthält.
3. Pflanzenbehandlungsmittel nach Anspruch 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Zugabe von Siliziumverbindungen Quarzpulver enthält.
4. Pflanzenbehandlungsmittel nach Anspruch 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Zugabe von Siliziumverbindungen feinstgemahlenen Sand enthält.
5. Pflanzenbehandlungsmittel nach Anspruch 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Zugabe von Siliziumverbindungen Bergkristallpulver enthält.
6. Pflanzenbehandlungsmittel nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugabe von Sili­ ziumverbindungen Amthyst-, Citrin-, Chrysopras- und/­ oder Morionpulver enthält.
7. Pflanzenbehandlungsmittel nach Anspruch 2 oder 3, da­ durch gekennzeichnet, daß die Zugabe von Siliziumver­ bindungen Opalpulver enthält.
8. Pflanzenbehandlungsmittel nach Anspruch 7, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Zugabe von Siliziumverbindungen Achatpulver enthält.
9. Pflanzenbehandlungsmittel nach Anspruch 7 oder 8, da­ durch gekennzeichnet, daß die Zugabe von Siliziumver­ bindungen Karneol-, Onyx- und/oder Jaspispulver ent­ hält.
10. Pflanzenbehandlungsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zusatz von Nadelbaum-Absud, insbesondere Fichten- oder Tannenab­ sud, in der Größenordnung von 5 bis 25%, vorzugsweise etwa 20% des ursprünglichen Gesamtvolumens des Pflan­ zenbehandlungsmittels vorgesehen ist.
11. Pflanzenbehandlungsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zusatz von Lavendelabsud in der Größenordnung von 5 bis 20%, vor­ zugsweise etwa 10% des ursprünglichen Gesamtvolumens des Pflanzenbehandlungsmittels vorgesehen ist.
12. Pflanzenbehandlungsmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zusatz von Rosenwasser in der Größenordnung von 1 bis 5%, vorzugs­ weise etwa 2% des ursprünglichen Gesamtvolumens des Pflanzenbehandlungsmittels vorgesehen ist.
13. Verfahren zur Herstellung eines Pflanzenbehandlungsmit­ tels nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Dinkelspelz in einem Volumenver­ hältnis von ungefähr 3 : 5 mit Wasser versetzt und vor­ zugsweise etwa einen halben Tag bei Zimmertemperatur eingeweicht, sodann ca. ¼ bis ½ Stunde, vorzugswei­ se etwa 20 min aufgekocht, anschließend abgesiebt und ausgedrückt und schließlich der so gewonnene Absud aus Dinkelspelz-Extrakt in einem Volumenverhältnis von ungefähr 1 : 3 mit Wasser verdünnt wird, und daß das Pflanzenbehandlungsmittel mit einer Zugabe von weniger als 1‰, vorzugsweise etwa 1 ppm des Gesamtvolumens versetzt wird, wobei die Silizium-Zugabe i.w. aus pul­ verförmigen Siliziumverbindungen, vorzugsweise Silizi­ umdioxid besteht.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß anstelle oder zusätzlich zu Dinkelspelz ein aus gemah­ lenem Dinkelspelz oder Dinkelkorn gewonnenes Mehl ver­ wendet wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekenn­ zeichnet, daß anstelle oder zusätzlich zu Dinkelspelz eine aus verbranntem Dinkelspelz gewonnene Asche ver­ wendet wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Verdünnung des Absudes aus Dinkelspelz-Extrakt dem für die Verdünnung vorgesehenen Wasser ca. 0,01 bis 0,1 g/l, vorzugsweise etwa 0,05 g/l feingemahlenes Pulver von siliziumhaltigen Mineralien als Silizium-Zugabe beigemischt, die Flüssigkeit mit Druckluft aufgeschäumt und anschließend mit dem Absud vermengt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Silizium-Zugabe in Form von feingemahlenem Pulver von siliziumhaltigen Mineralien dem für die Herstellung des Absudes aus Dinkelspelz-Ex­ trakt vorgesehenen Wasser beigemischt wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß dem Pflanzenbehandlungsmittel ein Zusatz von Lavendelabsud, Fichten- oder Tannenabsud und/oder Rosenwasser beigemischt wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Pflanzenbehandlungsmittel vor der Verwendung nochmals mit Wasser im Verhältnis 1 : 3 bis 1 : 10, vorzugsweise etwa 1 : 4 verdünnt wird.
20. Verwendung des Pflanzenbehandlungsmittels nach einem der Ansprüche 1 bis 12 als Düngemittel zur Wachstums­ förderung sowie zur Qualitäts- und Ertragssteigerung von Nutzpflanzen und deren Früchten.
21. Verwendung des Pflanzenbehandlungsmittels nach einem der Ansprüche 1 bis 12 als Fungizid und/oder Herbizid zur Wachstumshemmung von pflanzlichen oder mikrobiolo­ gischen Schädlingen.
22. Verwendung des Pflanzenbehandlungsmittels nach einem der Ansprüche 1 bis 12 zur Bekämpfung von Pflanzen­ schädlingen, z. B. zur Blattlausbekämpfung, insbesondere bei rosenartigen Gewächsen oder zur Bekämpfung von Bor­ kenkäfern oder Dickmaulrüsselkäfern.
23. Verwendung des Pflanzenbehandlungsmittels nach einem der Ansprüche 1 bis 12 als Schutz gegen schädliche Wir­ kungen der Sonneneinstrahlung auf Pflanzen, insbesonde­ re zur Ausfilterung von UV-Anteilen im Sonnenlicht und/­ oder zur Erhöhung der Hitzeverträglichkeit der behan­ delten Pflanzen.
24. Verwendung des Pflanzenbehandlungsmittels nach einem der Ansprüche 1 bis 12 als Schutz gegen schädliche Frostwirkungen auf Pflanzen bzw. zur Erhöhung der Käl­ teverträglichkeit der behandelten Pflanzen.
25. Verwendung des Pflanzenbehandlungsmittels nach einem der Ansprüche 1 bis 12 zur Behandlung von Umweltschäden insbesondere an Bäumen oder Sträuchern.
26. Verwendung des Pflanzenbehandlungsmittels nach einem der Ansprüche 1 bis 12 zum Verschluß und zur Desinfek­ tion von pflanzlichen Wunden, Schnittflächen, Rissen etc.
27. Verwendung des Pflanzenbehandlungsmittels nach Anspruch 26 zur Erhöhung der Haltbarkeit von Schnittblumen.
28. Verwendung des Pflanzenbehandlungsmittels nach einem der Ansprüche 1 bis 12 zur Behandlung von Gewässern zum Schutz gegen übermäßigen Algenwuchs.
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