DE19922744A1 - Biologisches untoxisches Pflanzenstärkungs- und wachstumsförderndes Mittel und Verfahren zur Behandlung von Pflanzsubstraten sowie zur Aufzucht von Pflanzen unter optimalen Bedingungen - Google Patents
Biologisches untoxisches Pflanzenstärkungs- und wachstumsförderndes Mittel und Verfahren zur Behandlung von Pflanzsubstraten sowie zur Aufzucht von Pflanzen unter optimalen BedingungenInfo
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Abstract
Biologisches untoxisches Pflanzenstärkungs- und wachstumsförderndes Mittel und Verfahren zur Behandlung von Pflanzensubstraten sowie zur Aufzucht von Pflanzen unter optimalen Bedingungen.
Description
Die Erfindung betrifft ein biologisches untoxisches
Pflanzenstärkungs- und wachstumsförderndes Mittel.
Die Aufgabe, ein Pflanzenstärkungsmittel der vorgenannten
Art zu schaffen, welches in synergistischer Wirkungsweise
bei besonders geringer Konzentration der beteiligten
Stoffe sowohl die Vitalität von Pflanzen bei der Keim-
und Wurzelbildung und den Pflanzenwuchs in jeder Weise,
z. B. kräftigem und beschleunigtem Wuchs sowie die
Fruchtausbildung fördert, als auch völlig untoxisch und
umweltschonend sowie vollständig biologisch abbaubar ist,
wird überraschenderweise durch eine synergistisch
wirkende Kombination aus einem oder mehreren Lebensmit
tel-Konservierungsstoffen sowie mindestens einer nicht-
toxischen, insbesondere organischen Säure gelöst.
Dabei ist das erfindungsgemäße Mittel insbesondere
zugleich auch keimreduzierend und haut-, sogar
schleimhautverträglich; also völlig gefahrlos für Mensch
und Tier bzw. Flora und Erdfauna zu handhaben, da es der
reinen Trinkwasserklasse 0 zuzuordnen ist.
Die also in mehrfacher Hinsicht optimierte Wirkungsweise
des erfindungsgemäßen Mittels bewirkt einerseits eine
Schonung der Pflanzenzellen vor stressverursachenden
Einflüssen (z. B. Keimen jeglicher Art) und andererseits
die Zuführung vitalitätskräftigender, von der Pflanze
aufgenommener Wirkstoffe.
Im einzelnen kann das Mittel nach den Umständen gemäß
Anspruch 2 und bevorzugt gemäß den Ansprüchen 3 bis 5
zusammengesetzt sein und als Dosierung des Anzuchtgieß
wassers bzw. des Gieß- bzw. Bewässerungswassers eine
Konzentration gemäß Anspruch 6 aufweisen, z. B. eine etwa
1%tige wässrige Lösung sein.
Zur ergänzenden Entkeimung der Wurzelumgebung und der
Pflanzenblätter und -zweige bzw. -stengel kann dem Mittel
eine oxidierende Wirkung gemäß den Ansprüchen 7 bis 9
beigegeben sein.
Eine erfindungsgemäße Mittelkombination besitzt einen pH-
Wert von etwa 2 bis 7, ist also vorwiegend schwach sauer.
Zwecks verbesserter Benetzung aller Pflanzenteile kann
die Kombination auch ein oder mehrere Tenside gemäß
Anspruch 11 aufweisen.
Bei der Behandlung von Pflanzen unter besonders
keimgefährdeten Umständen kann dem Mittel auch ein
wasserlösliches Silbersalz z. B. als Nitrat gemäß
Anspruch 12 zugegeben sein, wobei die zulässige
Unverträglichkeitsgrenze von 0,01 bis 0,02% nicht
überschritten bzw. wesentlich unterschritten wird.
Bei erwachsenen Pflanzen kann dem Mittel auch eine
Komponente zum Schutz der Pflanzenoberfläche bzw. zur
Beständigkeit des Mittels auf der Oberfläche, wie z. B.
Wachs gemäß Anspruch 13 beigefügt sein.
Rot- und Weißweinstecklinge wurden jeweils im gleichen
Wasser am 09. Januar 1999 zur Wurzelbildung angesetzt und
bei ansetzender Wurzelbildung am 16. Februar 1999 in
Anzuchterde umgesetzt. (Abb. 1 und 2).
Die bei identischen Wärme- und Lichtverhältnissen sowie
Mengenverhältnissen gezogenen Stecklinge wiesen die in
den Fig. 7 bis 10 wiedergegebenen Wurzelbildungen auf.
Bei identischen Wärme- und Lichtverhältnissen sowie
Mengenverhältnissen wurden je 4 Stecklinge nach dem
Einpflanzen in die Anzuchterde jeweils lediglich mit
reinem Wasser und jeweils mit dem Pflanzenstärkungs- und
wachstumsfördernden Mittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 10
in 1%tiger wässriger Lösung gegossen. Vom Zeitpunkt der
Einpflanzung in die Anzuchterde am 15. Februar 1999 bis
Mitte März wurden die in Fig. 1 (mit dem Mittel) und in
Fig. 2 (unbehandelt) gezeigten Wachstumsstadien erzielt.
Von den ohne Pflanzenstärkungsmittel bewässerten
Stecklingen waren zwei (halblinks und rechts außen)
abgestorben.
Fig. 3 zeigt die Stecklinge der jeweils gleichen Rebsorte
im zusammengestellten Vergleich nebeneinander: vorn
unbehandelt, hinten behandelt.
In den Fig. 4 bis 6 sind Stecklinge der jeweils gleichen
Rebsorte (also weiß und rot) unmittelbar nebeneinander
dargestellt, wobei die deutlich weiterentwickelten Stöcke
mit dem Mittel behandelt sind. Fig. 5 und 6 zeigen die
abgestorbenen Rebenstecklinge neben den behandelten
gesunden.
Die Anzuchterde hatte vor der Bepflanzung eine
Bodenkeimdichte von 12 Mio KBE/ml und nach dem Begießen
mit der 1%tigen wässrigen Lösung des Pflanzenstärkungs-
und -wachstumsfördernden Mittels von 4 Mio KBE/ml. Auch
dadurch dominiert die Pflanze auf natürliche Weise, so
dass die pflanzenstärkende Funktion des Mittels besonders
zur Geltung kommt und der verstärkte Wachstumsdruck
ungehemmt bleibt.
Wenn ein bestimmter Erdboden mit keimverseuchten Pflanzen
bepflanzt war, ist davon auszugehen, dass die
Verseuchungskeime, beispielsweise Krautfäule- und
Pflanzenfäulekeime oder Getreidepilze, nach der Ernte in
der Acker- bzw. Pflanzenkulturerde verbleiben und bei der
Wiederbepflanzung von Anfang an wieder vorhanden sind und
die Wiederbepflanzung befallen. Durch die dagegen
eingesetzten üblichen chemisch-toxischen Bakterizide und
Fungizide ist auch die Erde stark kontaminiert, so dass
die gesamte Erdfauna, d. h. die Bodenlebewesen wie z. B.
Regenwürmer geschädigt oder reduziert sind.
Die althergebrachte Fruchtwechselmethode hilft gegen die
modernen giftigen Vertilgungsmittel nur bedingt und
langfristig.
Aufgabe der Erfindung ist daher auch die Behandlung von
Erdböden vor und nach der Aussaat mit dem stark
keimreduzierenden biologischen Mittel nach den Ansprü
chen 1 bis 10, das selbst untoxisch und lebensmittel
rechtlich unbedenklich ist, um das Gleichgewicht zwischen
den nützlichen und den schädlichen Bakterien und
Pilzkeime der vorhergehenden Ernteperiode im Sinne der
Stärkung des Pflanzenwachstums wachstumsfördernd zu
beeinflussen.
Wichtiges Merkmal der Erfindung ist ein Verfahren nach
Anspruch 14.
Bei der Behandlung der Böden durch diese rein biologische
und synergistische Wirkmittel-Kombination nach den
Ansprüchen 1 bis 10 hat sich überraschenderweise
herausgestellt, dass das Vitalgleichgewicht zwischen
wachstumsfördernden Keimen und wachstumsschädlichen
Keimen im Sinne einer Stärkung des Pflanzenwachstums
beeinflusst wird, in dem ein durch die für Keime
nahrungsreiche verursachte Gleichgewichtskonstellation
der Vorernte verändertes Vitalgleichgewicht wieder auf
einen Normalzustand zurückgeführt wird. Möglicherweise
sind dadurch die natürlichen, pflanzenbegünstigenden
Keime, Bakterien und Pilze bzw. Pilzsporen durch den
Einfluss der mit ihnen in Symbiose lebenden Erdfauna
dabei eher nutzbar, um die normale, nicht schädliche
Keimzusammensetzung des Bodens wieder zu bilden oder voll
zu regenerieren. Es hat sich sogar herausgestellt, dass
den Pflanzen bei der beschriebenen Bodenbehandlung
weniger zusätzliche Düngemittel beigegeben zu werden
brauchen.
Wenn dann die Pflanzen bis zur neuen Ernte nur noch mit
dem voll biologisch abbaubaren, erfindungsgemäßen Mittel
keimfrei, bzw. keimreduzierend behandelt werden, kann
sich die Erdfauna, z. B. Regenwürmer, wieder gänzlich
regenerieren, so dass bei eventuell mehrere Jahre
systematisch wiederholter Anwendung des Verfahrens wieder
eine natürliche Anbauweise und pflanzenstärkende
Kondition der Erdböden erreicht werden kann.
Bei einer ergänzenden Versuchsdurchführung wurden die
Stecklinge in der wurzelbildenden Phase im Wasser
einerseits mit dem erfindungsgemäßen Mittel und
andererseits ohne das Mittel angesetzt. Dabei ergab sich
schon im Anfangsstadium ein mindestens 5- bis 20fach
stärkeres Wachstum der Wurzeln in dem mit dem Mittel
versetzten Anzuchtwasser.
Von überragend unerwartetem Vorteil in der
Beschleunigung, Vitalität, Fruchtbarkeit und
Wirtschaftlichkeit bei der Verwendung des Mittels gemäß
den Ansprüchen 1 bis 13 ist ganz generell ein Verfahren
zur Aufzucht von Pflanzen mit optimalem Wuchs gemäß den
Ansprüchen 15 bis 21.
Dabei wird sowohl bei der Bewässerung, der Anzucht und
der Kultivierung der Pflanzen sowie der Befeuchtung der
Umgebungsluft (Anspruch 20) das erfindungsgemäße Mittel
verwendet.
Dabei wird die Vitalität der Pflanzen von der
Stressbildung durch Verkeimungsungleichgewichte ihrer
Umgebung, z. B. Erdboden, Bewässerung, bzw. bei ihrer
Behandlung entlastet, ohne dass sie durch
Pflanzenschutzmittel gegen auf der Pflanze selbst
befindliche Keime behandelt zu werden braucht. Die
Entlastung von den Umweltstressfaktoren gibt ihr die
Stärke, mit an ihr unmittelbar angreifendem Bakterien-
bzw. Pilzbefall von selbst fertig zu werden.
Dabei erfolgt die Behandlung der Substrate und Pflanzen
insgesamt oder in einer bzw. mehrerer der vorgenannten
Stufen jeweils einzeln oder vom Anfang bis zur Ernte in
entkeimter bzw. keimarmer Umgebung, wodurch mit dieser
Verwendung ein überraschender Erfolg in der
Pflanzenkultivierung bis zu mindestens 50% erreicht
wird.
Dabei ist das Mittel völlig untoxisch, völlig biologisch
abbaubar und bewirkt keine Allergien oder Resistenzen und
hält auch Ungeziefer, wie jede Art von Fliegen, Schnecken
und dergleichen - auch z. B. Mäuse - offensichtlich fern,
ohne für unschädliches Kleingetier, z. B. Regenwürmer
schädlich bzw. tödlich zu sein.
Bei der Verwendung des Mittels in der hydroponischen
Pflanzen- und Fruchtkultur gemäß Anspruch 24 lassen sich
mit der Beimischung des erfindungsgemäßen Mittels
erhebliche Vorteile erreichen, indem in Doppelfunktion
gleichzeitig das Bewässerungssystem keimfrei bzw. keimarm
und fließ- und ablagerungsfrei, beispielsweise frei von
Biofouling und Kalkverkrustungen gehalten wird. In diesem
Sinne kann auch das Wasser, in dem die Wurzelbildung ohne
Erde erfolgt, einen Gehalt an dem Pflanzenstärkungs- und
wachstumsfördernden Mittel aufweisen.
Zusätzlich umfasst die Erfindung auch vorbehandelte
Pflanzenkultursubstrate wie z. B. Blumen- und Recycling
erde und ein Verfahren zu deren Herstellung nach den
Ansprüchen 25 und 26 und auch anderem Pflanzenkultur
material nach Anspruch 27. Grundsätzlich ergeben sich
generell erhebliche Vorteile beim Pflanzenanbau, wenn
gemäß Anspruch 28 die Luftfeuchtigkeit der Luft in
Pflanzenkulturräumen mit dem Mittel nach einem der
Ansprüch 1 bis 10 angereichert ist.
Das Mittel wirkt beispielsweise gegen Keime wie Bakterien
(bakterizid), Pilze wie Schimmelpilze (fungizid),
Pilzsporen und Blütenstaub, Hefen, Protozoen, Eukaryoten,
Eiweißmoleküle, Enzyme, Makrophagen und auch molekular
biologische Schädlinge oder dergleichen, sowie niedrige
Pflanzen wie Algen, sowie Protozoen (Einzeller), aber
auch gegen Kleinlebewesen, Insekten, Milben, Parasiten
durch Zerstörung deren Nachwuchs und Eier, sowie
Biofouling und Epelithionbildung.
Konkret ist das erfindungsgemäße Mittel auch gegen
sämtliche Arten von Aspergillus, Legionellen und
Salmonellen, sowie beispielsweise auch
Escherichia coli, Klebstelle pneumoniae, Staphylococcus aureus, Pseudomonas aeruginosa, Streptococcus faecalis, Proteus mirabilis, Mycobacterium tuberculosis, Clostridium sporogens, Candida albicans
mit bis zu völliger Ausschaltung der vitalitätsreduzierenden Wirkung wissenschaftlich erprobt.
Escherichia coli, Klebstelle pneumoniae, Staphylococcus aureus, Pseudomonas aeruginosa, Streptococcus faecalis, Proteus mirabilis, Mycobacterium tuberculosis, Clostridium sporogens, Candida albicans
mit bis zu völliger Ausschaltung der vitalitätsreduzierenden Wirkung wissenschaftlich erprobt.
Das Mittel ist zudem gegen sämtliche Parasiten und
Ungeziefer, z. B. Fliegen, Ameisen, Mücken, Schnecken,
etc. äußerst wirksam abweisend und milben- sowie
läuseschädigend.
Claims (28)
1. Biologisches, atoxisches Pflanzenstärkungs- und
wachstumsförderndes Mittel mit einem oder mehreren
Lebensmittel-Konservierungsstoffen sowie mindestens
einer nicht-toxischen, insbesondere organischen
Säure.
2. Mittel nach Anspruch 1, welches mindestens eine Kom
bination einer oder mehrerer Verbindungen aus der
Gruppe der Verbindungen Citronensäure, Sorbinsäure,
L-Ascorbinsäure und/oder Acetylsalicylsäure oder de
ren Derivate aufweist
mit mindestens einem Lebensmittel-Konservierungsstoff wie beispielsweise Benzoesäure und deren Derivate wie
Sorbinsäure, Citronensäure, Weinsäure, Milchsäure, Apfelsäure, Essigsäure, Bernsteinsäure, Acetylsa licyl- und L-Ascorbinsäure sowie
Natriumbenzoat, p-Hydroxybenzoesäure, Ameisensäure, Propionsäure und Abkömmlinge sowie Salze, Ester und/oder Mischungen derselben.
mit mindestens einem Lebensmittel-Konservierungsstoff wie beispielsweise Benzoesäure und deren Derivate wie
Sorbinsäure, Citronensäure, Weinsäure, Milchsäure, Apfelsäure, Essigsäure, Bernsteinsäure, Acetylsa licyl- und L-Ascorbinsäure sowie
Natriumbenzoat, p-Hydroxybenzoesäure, Ameisensäure, Propionsäure und Abkömmlinge sowie Salze, Ester und/oder Mischungen derselben.
3. Mittel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekenn
zeichnet durch 0,05-10 g, bevorzugt 0,2-6 g und
besonders bevorzugt 0,3-4 g Natriumbenzoat und
0,1-10 g, bevorzugt 0,2-5 g und besonders bevorzugt
0,3-3 g Sorbinsäure.
4. Mittel nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die Citronensäure bis zu 1 bis
25 Gew.-% ihrer Gesamtmenge durch L-Ascorbinsäure
und/oder Acetylsalicylsäure ersetzt ist.
5. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, dass die organischen Säuren ge
sättigte oder ungesättigte Carbonsäuren mit 1-14 C-
Atomen, bevorzugt 1-12 C-Atomen sind.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5 in wässriger
Lösung von 15-0,03 g Trockenmasse-Mittel, bevorzugt
10-0,1 g, insbesondere 8-0,1 g Trockenmasse-
Mittel pro Liter Wasser.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass es einen Anteil eines Oxidati
onsmittels wie eine Perverbindung aus z. B. einem
Peroxid, wie Natrium-, Kalium-, Calcium- oder Wasser
stoffperoxid oder einen Abkömmling einer Persäure wie
Perborat, Perphosphat, Percarbonat oder eine stark
oxidierende Verbindung wie ein Permanganat aufweist.
8. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass die Kombination von 50 bis
80 Gew.-%, bevorzugt 55 bis 70 Gew.-%, insbesondere 60
bis 65 Gew.-% Citronensäure, 20 bis 50 Gew.-%, bevor
zugt 30 bis 45 Gew.-%, insbesondere 35 bis 40 Gew.-%
einer festen Peroxoverbindung, sowie 0,3 bis 1 Gew.-%
eines Lebensmittel-Konservierungsstoffes aufweist,
wobei die Summe aller Prozentsätze jeweils 100 ist.
9. Mittel nach einem der Ansprüche 6 und 7 mit 0,001-16%,
vorzugsweise 12%, insbesondere 10 Vol.-% H2O2
pro Liter Wasser sowie gegebenenfalls Stabilisatoren
für die Peroxidverbindung.
10. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung einen sau
ren pH-Wert zwischen etwa 2 und 7 aufweist.
11. Mittel, insbesondere nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch 0,1 bis 5% eines
oder mehrere Tenside, ausgewählt aus der Gruppe be
stehend aus in der verwendeten Menge untoxischen
anionischen und nichtionischen Tensiden, Seifen,
Fettsäure-Aminocarbonsäurekondensate, Alkylbenzolsul
fonate, Ligninsulfonate, Alkylsulfonate, Fettsäu
reestern, sulfatierten Fettsäureglyceriden, Betaine,
Sulfobetaine, Saponine, Fettsäureester von Polyalko
holen, Oxyäthylierte Fettsäuren, etc., und insbeson
dere Natriumdodecylsulfonat und Natriumlaurylsulfat.
12. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, dass ihm eine wasserlös
liches Silbersalz in einem Anteil von vorzugsweise
weniger als 0,2% der Trockenmasse zugesetzt ist.
13. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, dass ihm ein Oberflächen
schutzmittel wie z. B. Wachs beigefügt ist.
14. Verfahren zur Behandlung von Pflanzen-
Wachtumssubstraten wie Pflanzenkulturwasser,
Ackererde, Humus und Pflanzenkulturerde insbesondere
unter Verwendung des Mittels nach einem der
vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13 zur Stärkung des
Pflanzenwachstums und Förderung des Ertrags.
15. Verfahren zum Anpflanzen und Kultivieren von Pflanzen
unter Verwendung des Mittels nach den vorhergehenden
Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass es
mit einem Mittel mit einem oder mehreren
Lebensmittel-Konservierungsstoffen sowie mindestens
einer nicht-toxischen, insbesondere organischen Säure
in wässriger Lösung behandelt wird, und zwar durch
Anfeuchten, Bewässern sowie Lagerung in mit dem
Mittel angereicherter Luft.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die Pflanzen in einer stark verdünnten,
wässrigen Lösung insbesondere nach Anspruch 6
gehalten werden.
17. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Pflanzenerde von dem Einsetzen des Saatguts
oder der Stecklinge mit einer wässrigen Lösung des
Mittels vorbehandelt wird.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die Verwendung eines mit einem
Pflanzenstärkungsmittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 13
versehenen Pflanzenbodens.
19. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die Pflanzen während ihrer gesamten
Wachstumszeit unter Verwendung des Mittels nach den
Ansprüchen 1 bis 13 bewässert werden.
20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die Verwendung einer mit einem
Pflanzenstärkungsmittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 13
versehenen Beregnungslösung.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, dass die Pflanzen mit dem Mittel
besprüht werden.
22. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die Umgebungsluft der Pflanzen mit mit dem
Mittel angereicherter Luft behandelt ist.
23. Verfahren zur Aufzucht von Pflanzen mit optimalem
Wuchs unter Verwendung des Mittels nach einem der
Ansprüche 1 bis 13 bei mindestens einer der folgenden
Verfahrensstufen
- a) Lagerung und Saat- bzw. Stecklingsvorbereitung,
- b) Behandlung des Verfahrenswassers, insbesondere aus Regen- und Brauchwasser, insbesondere auch im Umlaufverfahren,
- c) Vorbereitung des Aufzuchtsubstrats,
- d) Aussetzen bzw. Anpflanzen der Saat und der Stecklinge bzw. Keimlinge,
- e) und deren Keimung bzw. Hochziehen im Anzuchtssubstrat bzw. im Kulturboden oder der Kulturflüssigkeit,
- f) Behandlung der erwachsenen Pflanzen und bis zum Fruchtwachstum bzw. aufgewachsenem Zustand sowie
- g) Verwendung von entkeimten Werkzeugen und Behältern bei allen Verfahrensstufen sowie
- h) Beibehaltung von weitgehend entkeimter Atmosphäre (Luft) bei Kultur in geschlossenen Räumen wie z. B. Gewächshäusern.
24. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die Verwendung einer mit einem
Pflanzenstärkungsmittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 13
versehenen Nährlösung.
25. Pflanzenkultursubstrat z. B. Humus bzw. Blumenerde,
welches mit dem Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis
13 vorbehandelt ist.
26. Verfahren zur Herstellung des Pflanzenkultursubstrats
nach Anspruch 25, gekennzeichnet durch die Verwendung
eines mit einem Pflanzenstärkungsmittel gemäß den
Ansprüchen 1 bis 13 versehenen Humusbodens und
dergleichen für Pflanzenkulturen.
27. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die Verwendung von mit einem
Pflanzenstärkungsmittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 13
versehenes Pflanzenkulturmaterial wie z. B.
Tonpartikel, Fasermaterial und dergleichen.
28. Verwendung des Mittels nach den Ansprüchen 1 bis 13
zur Anreicherung der Luftfeuchtigkeit in umgrenzten
Pflanzenkultur-Räumen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19922744A DE19922744A1 (de) | 1999-04-22 | 1999-05-18 | Biologisches untoxisches Pflanzenstärkungs- und wachstumsförderndes Mittel und Verfahren zur Behandlung von Pflanzsubstraten sowie zur Aufzucht von Pflanzen unter optimalen Bedingungen |
| EP20000108278 EP1046625A2 (de) | 1999-04-22 | 2000-04-14 | Biologisches untoxisches pflanzenstärkendes und wachstumsförderndes Mittel und Verfahren zur Behandlung von Pflanzensubstraten |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29907177U DE29907177U1 (de) | 1999-04-22 | 1999-04-22 | Biologisches untoxisches Pflanzenstärkungs- und wachstumsförderndes Mittel |
| DE19922744A DE19922744A1 (de) | 1999-04-22 | 1999-05-18 | Biologisches untoxisches Pflanzenstärkungs- und wachstumsförderndes Mittel und Verfahren zur Behandlung von Pflanzsubstraten sowie zur Aufzucht von Pflanzen unter optimalen Bedingungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19922744A1 true DE19922744A1 (de) | 2000-10-26 |
Family
ID=8072578
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29907177U Expired - Lifetime DE29907177U1 (de) | 1999-04-22 | 1999-04-22 | Biologisches untoxisches Pflanzenstärkungs- und wachstumsförderndes Mittel |
| DE19922744A Withdrawn DE19922744A1 (de) | 1999-04-22 | 1999-05-18 | Biologisches untoxisches Pflanzenstärkungs- und wachstumsförderndes Mittel und Verfahren zur Behandlung von Pflanzsubstraten sowie zur Aufzucht von Pflanzen unter optimalen Bedingungen |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29907177U Expired - Lifetime DE29907177U1 (de) | 1999-04-22 | 1999-04-22 | Biologisches untoxisches Pflanzenstärkungs- und wachstumsförderndes Mittel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE29907177U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10105345A1 (de) * | 2000-07-14 | 2002-01-24 | Arconia Gmbh Chur | Tierhaarprodukt und Verfahren zur Bearbeitung, insbesondere Reinigung von Tierhaarprodukten |
| DE10113045A1 (de) * | 2001-03-14 | 2002-09-19 | Tares Gmbh | Fungizid zur Hemmung der pathogenen Wirkung von Pilzen sowie ein Verfahren zur Herstellung von Pflanzen, die die pathogene Wirkung von Pilzen hemmen. |
| DE10313639A1 (de) * | 2003-03-26 | 2004-10-07 | Endress + Hauser Conducta Gesellschaft für Mess- und Regeltechnik mbH + Co. KG | Elektrochemischer Gassensor |
-
1999
- 1999-04-22 DE DE29907177U patent/DE29907177U1/de not_active Expired - Lifetime
- 1999-05-18 DE DE19922744A patent/DE19922744A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
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| DE10105345A1 (de) * | 2000-07-14 | 2002-01-24 | Arconia Gmbh Chur | Tierhaarprodukt und Verfahren zur Bearbeitung, insbesondere Reinigung von Tierhaarprodukten |
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| DE10313639A1 (de) * | 2003-03-26 | 2004-10-07 | Endress + Hauser Conducta Gesellschaft für Mess- und Regeltechnik mbH + Co. KG | Elektrochemischer Gassensor |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE29907177U1 (de) | 2000-11-23 |
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| 8181 | Inventor (new situation) |
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