DE19754624A1 - Arbeitskabine - Google Patents
ArbeitskabineInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Arbeitskabine zum manuellen Be
arbeiten von Werkstücken. Derartige Arbeitskabinen sind grundsätzlich
bekannt und besitzen eine solche Größe, daß sich eine oder mehrere Be
dienpersonen innerhalb der Kabine aufhalten können, um Werkstücke zu
bearbeiten, beispielsweise sand- oder perlenzustrahlen, zu lackieren oder
dergleichen. Derartige Arbeitskabinen sind üblicherweise mit einer Be
leuchtung und einer Absaugung versehen, damit einerseits Arbeitsmateri
al, beispielsweise Strahlsand abgesaugt werden kann. Andererseits kann
die Luft in der Kabine aufbereitet werden.
Es ist das der Erfindung zugrundeliegende Problem (Aufgabe), eine Ar
beitskabine der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der im Ferti
gungsbereich Energie und Platz eingespart werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1
und insbesondere dadurch, daß die Arbeitskabine ein Kabinengehäuse
aufweist, das an zumindest einer Seitenwand eine Öffnung für das Werk
stück besitzt, wobei im Bereich der Öffnung eine variable Abschirmein
richtung vorgesehen ist. Erfindungsgemäß besteht somit die Möglichkeit,
das Werkstück von außen in die Kabine einzubringen oder an die Kabine
"anzudocken", wodurch die Arbeitskabine selbst relativ klein dimensio
niert werden kann. Erfindungsgemäß ist es ausreichend, daß die Bedien
person in der Arbeitskabine ausreichend Bewegungsfreiheit zum Durch
führen der erforderlichen Arbeiten vorfindet. Die Größe der Werkstücke
kann jedoch variieren, wobei grundsätzlich Werkstücke beliebiger Länge
bearbeitet werden können. Derartige Werkstücke können von außen an
die Öffnung in der Seitenwand des Kabinengehäuses herangeführt oder an
dieser Kabinenöffnung vorbeigeführt werden, das heißt die Dimensionen
der Arbeitskabine können wesentlich geringer als die des Werkstückes
sein.
Durch die im Bereich der Öffnung vorgesehene variable Abschirmeinrich
tung ist zudem sichergestellt, daß aus der Arbeitskabine keine schädli
chen Dämpfe oder dergleichen austreten und daß das Strahlmaterial in
nerhalb der Kabine verbleibt und vom Inneren der Kabine abgesaugt wer
den kann. Da die erfindungsgemäß vorgesehene Arbeitskabine für einen
minimalen Platzbedarf ausgelegt werden kann, läßt sich diese optimal
ausrüsten, das heißt die vorgesehenen Versorgungs- und Entsorgungsag
gregate sowie Beleuchtungseinrichtungen können kostengünstig optimiert
werden. Hierdurch ergibt sich einerseits eine wesentliche Energieeinspa
rung, andererseits kann im Fertigungsbereich Platz eingespart werden.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in der Beschreibung,
den Zeichnungen sowie den Unteransprüchen beschrieben.
Nach einer ersten vorteilhaften Ausführungsform kann die Abschirmein
richtung eine verstellbare Blende aufweisen. Zwar sind grundsätzlich als
Abschirmeinrichtung auch Textilien oder dergleichen verwendbar, jedoch
hat sich eine verstellbare Blende als besonders vorteilhaft erwiesen, da
diese schnell und unkompliziert an veränderte Werkstückabmessungen
angepaßt werden kann. Hierbei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Ab
schirmeinrichtung ein Dichtelement zur Anlage an einer Werkstückober
fläche aufweist, da in diesem Fall besonders wirkungsvoll vermieden ist,
daß Teilchen oder Dämpfe im Bereich der Öffnung aus der Arbeitskabine
austreten.
Das Dichtelement kann in Richtung der Öffnung weisen, so daß dieses an
einer Werkstückoberfläche anliegt, wenn das Werkstück die Öffnung teil
weise durchdringt. Alternativ oder zusätzlich kann das Dichtelement auch
in Richtung der Außenseite der Arbeitskabine weisen, so daß es in diesem
Fall ausreichend ist, das Werkstück von außen an die Öffnung anzulegen.
Bevorzugt weist die Abschirmeinrichtung verstellbare Flächenelemente
auf, die vorzugsweise zumindest teilweise aus gummiartigem Material be
stehen. Ein derartiges Material hat sich insbesondere bei Sandstrahl- oder
Perlstrahlarbeiten als robust und langlebig herausgestellt. Gleichzeitig
lassen sich verstellbare Flächenelemente aus gummiartigem Material ko
stengünstig herstellen.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist
die Abschirmeinrichtung zumindest ein horizontal verstellbares Element
und zumindest ein vertikal verstellbares Element auf, die zumindest teil
weise überlappend angeordnet sind. Bei dieser Ausführungsform ist durch
eine einfache Konstruktion gewährleistet, daß eine Öffnung mit variablen
Dimensionen geschaffen werden kann.
Bevorzugt weist das vertikal verstellbare Element einen Gewichtsausgleich
auf, so daß derjenige Bereich des Elementes, der als Blende dient, in jeder
gewünschten Position verbleibt und mit nur geringem Kraftaufwand be
wegt werden kann.
Die Blenden können eine im wesentlichen geradlinige Außenkontur auf
weisen, wodurch eine Bearbeitung von Werkstücken mit rechtwinkligen
Dimensionen möglich ist. Auch ist es im Rahmen der vorliegenden Erfin
dung möglich, die Blenden mit einer gekrümmten Außenkontur zu verse
hen, um eine Öffnung für entsprechend geformte Werkstücke zu bilden.
Die erfindungsgemäße Arbeitskabine ist mit einer Zugangstür für eine
Person versehen, daß heißt die Arbeitskabine ist so dimensioniert, daß
sich in dieser mindestens eine Person aufhalten kann.
Die Blende kann nach einer weiteren Ausführungsform entlang der In
nenwand des Kabinengehäuses geführt sein und vorzugsweise einen inne
ren Eckbereich der Arbeitskabine überdecken. Hierdurch ergibt sich der
Vorteil, daß im Arbeitsbereich des Kabineninneren keine rechtwinkligen
Ecken vorhanden sind, sondern daß diese Ecken von der Blende, die im
Eckbereich gekrümmt ausgebildet ist, überdeckt wird, wodurch das Ab
saugen und Reinigen der Arbeitskabine erleichtert ist.
Die Öffnung, durch welche das Werkstück bearbeitet werden kann, er
streckt sich bevorzugt im wesentlichen über die gesamte Seitenwand der
Arbeitskabine, so daß auch großflächige Werkstücke bearbeitet-werden
können, ohne daß diese außerhalb der Kabine verschoben werden müs
sen.
Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung rein beispielhaft anhand einer
vorteilhaften Ausführungsform und unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine geschnittene Seitenansicht einer Arbeitskabine;
Fig. 2 eine Ansicht entlang der Linie II-II von Fig. 1; und
Fig. 3 eine Teildraufsicht entlang der Linie III-III von Fig. 2.
Fig. 1 zeigt eine Arbeitskabine 10 zum manuellen Bearbeiten eines Werk
stücks 12, die ein Kabinengehäuse 14 aufweist, dessen vordere Seiten
wand 16 mit einer Öffnung für das Werkstück 12 versehen ist. Die Ar
beitskabine 10 besitzt einen doppelten Kabinenboden 18, der mit einem
Rost versehen ist, so daß Strahlmaterial durch den Rost fallen und abge
saugt werden kann. Das Kabineninnere kann durch eine (nicht darge
stellte) Zugangstür betreten werden. Im Inneren ist die Arbeitskabine mit
Beleuchtungs- und Klimaeinrichtungen versehen.
Im Bereich der vorderen Seitenwand 16 des Kabinengehäuses 14 ist eine
variable Abschirmeinrichtung vorgesehen, die horizontal sowie vertikal
verstellbare Blenden aufweist. Als vertikal verstellbare Blenden sind an
der Außenseite der Seitenwand 16 gummiartige Matten 20, 22 vorgesehen,
die jeweils auf einem in Führungen verlaufenden Rahmen aufgespannt
und zusätzlich mit Winkeleisen versteift sind. Durch einen (nicht darge
stellten) Gewichtsausgleich sind die Blenden 20, 22 praktisch schwerelos
und können von Hand problemlos mit geringem Kraftaufwand nach oben
und nach unten verschoben werden. An ihrer dem Werkstück 12 bzw. der
Öffnung zugewandten Stirnseite weisen die Blenden 20, 22 jeweils eine
flexible Gummiauflage 24, 26 als Dichtelement auf.
Fig. 2 zeigt eine Ansicht vom Inneren der Arbeitskabine 10 in Richtung der
Öffnung, in der sich das zu bearbeitende Werkstück 12 befindet. Hierbei
ist in Fig. 2 die zu bearbeitende Fläche schraffiert dargestellt.
Wie Fig. 2 zeigt, weist die variable Abschirmeinrichtung neben den vertikal
verstellbaren Blenden 20 und 22 zwei horizontal verstellbare Blenden 28
und 30 auf, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus Alumini
umlamellen bestehen, die in einer oberen Führung 31 aufgehängt sind
und in einer unteren Führung 35 laufen. Diese Blenden 28 und 30 sind
von Hand verschiebbar und besitzen an ihren in Richtung der Öffnung
weisenden Stirnseiten ebenfalls Dichtelemente 32 und 34.
Wie Fig. 3 zeigt, laufen die Blenden 28 und 30 im Inneren der Arbeitska
bine 10 seitlich an der Wand entlang, wobei diese im Bereich der Ecken
eine abgerundete Abschirmung bilden.
Zum Bearbeiten eines Werkstücks 12 in der Arbeitskabine 10 werden zu
nächst die Blenden 20, 22 und 28, 30 geöffnet, so daß das Werkstück 12
mit der zu bearbeitenden Fläche durch die Öffnung geführt werden kann.
Als besonders einfaches und wirksames Fördermittel kann dabei ein fahr
barer Hubtisch 38 vorgesehen werden. Wie Fig. 1 zeigt, kann die Länge L
des Werkstückes 12 beliebig sein, da das Werkstück 12 von außen an die
Arbeitskabine 10 angedockt wird. Sofern eine Längsseite des Werkstücks
12 bearbeitet werden soll, kann dieses ohne weiteres von außen an der
entsprechend dimensionierten Öffnung vorbeigeführt werden.
Nachdem das Werkstück 12 in die in Fig. 1 dargestellte Position gebracht
ist, werden die Blenden 20, 22 und 28, 30 soweit geschlossen, bis die je
weiligen Dichtleisten 24, 26 sowie 32, 34 an der Werkstückoberfläche an
liegen.
Mit der erfindungsgemäßen Arbeitskabine ist innerhalb der zur Verfügung
stehenden Gesamtöffnung jede rechtwinklige Dimension einstellbar, wobei
in jedem Fall eine Abdichtung gegenüber dem Werkstück erfolgt. Mit der
Arbeitskabine können extrem lange Werkstücke problemlos bearbeitet
werden, wodurch die Arbeitskabine selbst, die klein ausgebildet werden
kann, mit optimierten Aggregaten versehen werden kann. Insbesondere
sind keine außerordentlich hohen Filterleistungen erforderlich.
Die erfindungsgemäße Arbeitskabine eignet sich insbesondere zum Perl
strahlen, Sandstrahlen, jedoch auch zum Schleifen, Lackieren und der
gleichen.
10
Arbeitskabine
12
Werkstück
14
Kabinengehäuse
16
Seitenwand
18
Kabinenboden
20
,
22
Blende
24
,
26
Dichtelement
28
,
30
Blende
31
obere Führung
32
,
34
Dichtelemente
35
untere Führung
38
Hubtisch
L Länge
L Länge
Claims (14)
1. Arbeitskabine (10) zum manuellen Bearbeiten von Werkstücken
(12), mit einem Kabinengehäuse (14), das an zumindest einer
Seitenwand (16) eine Öffnung für das Werkstück (12) aufweist,
wobei im Bereich der Öffnung eine variable Abschirmeinrichtung
(20, 22; 28, 30) vorgesehen ist.
2. Arbeitskabine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Abschirmeinrichtung eine verstellbare Blende (20, 22; 28, 30)
aufweist.
3. Arbeitskabine nach zumindest einem der vorstehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Abschirmeinrichtung ein Dichtelement (24, 26; 32, 34) zur
Anlage an einer Werkstückoberfläche aufweist.
4. Arbeitskabine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Dichtelement (24, 26; 32, 34) in Richtung der Öffnung weist.
5. Arbeitskabine nach zumindest einem der vorstehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Dichtelement in Richtung der Außenseite der Arbeitskabine
(10) weist.
6. Arbeitskabine nach zumindest einem der vorstehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Abschirmeinrichtung verstellbare Flächenelemente (20, 22)
aufweist, die vorzugsweise zumindest teilweise aus gummiartigem
Material bestehen.
7. Arbeitskabine nach zumindest einem der vorstehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Abschirmeinrichtung zumindest ein horizontal verstellbares
Element (28, 30) und zumindest ein vertikal verstellbares Element
(20, 22) aufweist, die sich zumindest teilweise überlappend ange
ordnet sind.
8. Arbeitskabine nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
das vertikal verstellbare Element (20, 22) mit einem Gewichtsaus
gleich versehen ist.
9. Arbeitskabine nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Blende eine gekrümmte Außenkontur aufweist.
10. Arbeitskabine nach zumindest einem der vorstehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß
diese mit einer Zugangstüre für eine Person versehen ist.
11. Arbeitskabine nach zumindest einem der vorstehenden Ansprü
che 2 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Blende (28, 30) entlang der Innenwand des Kabinengehäuses
(14) geführt ist und vorzugsweise einen Eckbereich der Arbeitska
bine (10) überdeckt.
12. Arbeitskabine nach zumindest einem der vorstehenden Ansprü
che 2 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Blende (28, 30) im wesentlichen über die gesamte Höhe
des Innenraumes der Arbeitskabine erstreckt.
13. Arbeitskabine nach zumindest einem der vorstehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Öffnung im wesentlichen über die gesamte Seitenwand
(16) erstreckt.
14. Verwendung einer Arbeitskabine nach zumindest einem der vor
stehenden Ansprüche, zum Sandstrahlen, Perlstrahlen, Lackieren
oder Schleifen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19754624A DE19754624A1 (de) | 1997-12-09 | 1997-12-09 | Arbeitskabine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19754624A DE19754624A1 (de) | 1997-12-09 | 1997-12-09 | Arbeitskabine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19754624A1 true DE19754624A1 (de) | 1999-06-10 |
Family
ID=7851260
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19754624A Withdrawn DE19754624A1 (de) | 1997-12-09 | 1997-12-09 | Arbeitskabine |
Country Status (1)
| Country | Link |
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1997
- 1997-12-09 DE DE19754624A patent/DE19754624A1/de not_active Withdrawn
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