DE19753745A1 - Motorradstütze - Google Patents
MotorradstützeInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62H—CYCLE STANDS; SUPPORTS OR HOLDERS FOR PARKING OR STORING CYCLES; APPLIANCES PREVENTING OR INDICATING UNAUTHORIZED USE OR THEFT OF CYCLES; LOCKS INTEGRAL WITH CYCLES; DEVICES FOR LEARNING TO RIDE CYCLES
- B62H1/00—Supports or stands forming part of or attached to cycles
- B62H1/02—Articulated stands, e.g. in the shape of hinged arms
- B62H1/04—Substantially U-shaped stands for embracing the rear wheel
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft eine Motorradstütze nach dem Oberbegriff des Haupt
anspruchs.
Es sind bereits verschiedene Motorradstützen bekannt, vorzugsweise wer
den diese als Kippständer oder als Seitenständer ausgeführt. Ein Kipp
ständer ist gewöhnlich als zweiarmiger Lagerbock ausgebildet, der um eine
Fahrzeugquerachse schwenkbar am Motorrad angebracht ist und dieses in
aufrechter Lage abstützt, indem ein Rad vom Boden hochgehoben wird.
Beim Seitenständer, einem ebenfalls um eine Fahrzeugquerachse schwenk
baren, einarmigen Hebel, behalten beide Räder Bodenkontakt und das
Motorrad wird durch seitliche Neigung vom ausgeklappten Seitenständer
abgestützt.
Zur besseren Handhabbarkeit sind Motorradstützen teilweise mit Fußhebeln
versehen, die sowohl die Erreichbarkeit der Motorradstütze für den Fahrer
verbessern, als auch, durch Hebelwirkung, Bildung eines günstigen Kraft
angriffspunktes usw., die vom Fahrer aufzuwendende Kraft zum Aufstellen
des Motorrads verringern. Die deutsche Patentschrift 5 35 592 beschreibt
einen Kippständer für Motorräder, mit vom Fahrersitz aus erreichbarem Fuß
hebel, der so mit dem Kippständer verbunden ist, daß er bei hochgestelltem
Rad mit seinem freien Ende auf der Fahrbahn aufliegt und somit den Kipp
ständer abstützt.
Der Fußhebel begünstigt das Aufstellen des Motorrads dadurch, daß er an
seinem freien Ende mit dem gesamten Körpergewicht belastet werden kann,
was am Aufstandspunkt des Kippständers am Boden ein Drehmoment um
den Aufstandspunkt erzeugt, das das Motorrad hochhebt, eventuell unter
stützt durch einen aufwärtsgerichteten Zug des Fahrers am Motorrad.
Das durch das Körpergewicht des Fahrers aufgebrachte Drehmoment auf
den Kippständer ist von der Länge des Fußhebels abhängig. Es ist für das
Aufstellen des Motorrads günstig, den Fußhebel möglichst lang auszubilden.
Allerdings kann, je nach Ausführung, die Länge des Hebelarms nur begrenzt
lang gewählt werden, aufgrund benachbarter Bauteile am Motorrad. Die
Folge ist ein hoher Kraftaufwand für den aufwärtsgerichteten Zug des
Fahrers am Motorrad, besonders bei beladenem Fahrzeug, dessen Ab
stellen auf dem Kippständer von leichtgewichtigen Personen dann nicht
mehr möglich ist.
Deshalb ist es Aufgabe der Erfindung, eine Motorradstütze bereitzustellen,
deren Fußhebel genügend lang ausgeführt werden kann, selbst wenn sich
benachbarte Bauteile des Motorrads im Schwenkraum des Fußhebels der
Motorradstütze befinden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit dem kennzeichnenden Merkmal des
Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
Nach der Erfindung ist eine Stütze für ein Motorrad, mit einem Fußhebel zu
ihrer Betätigung, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußhebel über einen be
stimmten Winkelbereich schwenkbar mit der Stütze verbunden ist. Das hat
den Vorteil, daß der Fußhebel im eingeklappten Zustand der Motorradstütze
an dieser so gehalten werden kann, daß seine Länge nicht durch ein be
nachbartes Bauteil beschränkt wird. Beim Aufstellen des Motorrads auf die
Stütze wird dann der Fußhebel um einen günstigen Winkelbereich ge
schwenkt, so daß der größtmögliche Hebelarm zum Erzeugen des Aufstell
drehmoments erhalten wird.
Bei einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung besitzt die Motorradstütze
mindestens zwei Anschlagflächen, zwischen denen der Fußhebel hin- und
herbewegt werden kann, wobei er in jeweils einer Endlage seines Schwenk
bereichs mit jeweils einer dieser Anschlagflächen zur Anlage kommt. Die
eine Anschlagfläche, in der Endlage des Fußhebels zum Aufstellen des
Motorrads, hat den Vorteil, daß die Aufstellkraft günstig vom Fußhebel auf
die Motorradstütze übertragen werden kann, während die Ausbildung der
anderen Anschlagfläche, zur Anlage des Fußhebels im eingeklappten Zu
stand der Motorradstütze, diesen beim Fahren festlegt.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung wird der Fußhebel
in seiner Endlage bei eingeklappter Motorradstütze durch eine Feder an der
Anschlagfläche gehalten. Das hat den Vorteil, daß der Fußhebel auf ein
fache Weise an einer Bewegung während der Fahrt gehindert wird.
Ist die Motorradstütze als Kippständer ausgebildet, dient der Fußhebel vor
teilhafterweise zur Erzielung einer günstigen Kraftverteilung beim Aufstellen
des Motorrads. Ist die Motorradstütze als Seitenständer ausgebildet, dient
der Fußhebel dazu, daß der Fahrer den Seitenständer mit dem Fuß günstig
erreichen kann, unter Umständen sogar vom Fahrersitz aus, auf diesem
sitzend.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der nachfolgenden
Beschreibung und der zugehörigen schematischen Zeichnung näher dar
gestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Kippständer eines Motorrads gemäß dem Stand
der Technik,
Fig. 2 einen Kippständer eines Motorrads gemäß der Erfindung
und
Fig. 3 den Kippständer entsprechend Fig. 2 in eingeklapptem
Zustand.
Nach Fig. 1 ist ein Kippständer 1 entsprechend dem Stand der Technik um
eine Fahrzeugquerachse 2 schwenkbar an einem schematisch gezeichneten
Motorradrahmen 3 gelagert. Der Kippständer 1 ist zwischen zwei End
stellungen hin- und herschwenkbar, nämlich einer Endstellung für Fahr
betrieb, im eingeklappten Zustand und einer Endstellung zum Abstellen des
Motorrads, dem ausgeklappten Zustand. Gezeichnet ist der Kippständer 1 in
einer Zwischenstellung, zwischen den beiden Endstellungen, der Stellung,
bei der der Kippständer 1 in einem Aufstellpunkt 4 den Boden 5 berührt und
durch weitere Kraftaufbringung das Motorrad auf den Kippständer 1 gehoben
werden würde. Durch die gezeichnete Stellung des Kippständers 1 wird
genau der Moment dargestellt, in dem eine Drehpunktänderung stattfindet,
von der Drehung um die Fahrzeugquerachse 2 zur Drehung um den
Aufstellpunkt 4.
Der Kippständer 1 besitzt zu seiner Handhabung einen fest mit ihm ver
bundenen Fußhebel 6, dessen freies Ende 7 zum Aufstellen des Motorrads
durch einen Fuß des Motorradfahrers mit dessen Körpergewicht belastet
werden kann. Befindet sich der Kippständer 1 im eingeklappten Zustand,
setzt der Motorradfahrer dazu seinen Fuß auf das freie Ende 7 des Fuß
hebels 6 und dreht den Kippständer 1 damit um die Fahrzeugquerachse 2 in
die gezeichnete Stellung, in der der Kippständer 1 am Aufstellpunkt 4 den
Boden 5 berührt. Durch weitere Belastung, zum Beispiel durch das ganze
Körpergewicht des Motorradfahrers, symbolisch gezeichnet durch den
Kraftpfeil 8, dreht sich jetzt der Kippständer 1 um den Aufstellpunkt 4, wobei
um diesen durch das Körpergewicht ein Drehmoment erzeugt wird, das mit
einem Hebelarm wirkt, der durch den Doppelpfeil 9 dargestellt ist. Dieses
Drehmoment verschwenkt den Kippständer 1 um den Aufstellpunkt 4 unter
Anhebung des Motorradrahmens 3 in Uhrzeigerrichtung so weit, bis das freie
Ende 7 des Fußhebels 6 ebenfalls den Boden 5 berührt oder bis eine hier
nicht gezeichnete Anschlagfläche am Motorrad mit dem Kippständer 1 zur
Anlage kommt. Während dieses zweiten Teils des Aufstellvorgangs kann
unter Umständen durch eine vom Fahrer auf das Motorrad aufgebrachte
unterstützende Aufstellkraft nach oben das Motorradgewicht entlastet und
dadurch die Gewichtskraft des Fahrers auf das freie Ende 7 erhöht werden,
was wiederum das Drehmoment vergrößert.
Bei diesem Kippständer 1, gemäß dem Stand der Technik, ist der Schwenk
bereich für einen entsprechend lang gewählten Fußhebel 6 festgelegt. Um
diesen Kippständer 1 einklappen zu können, dürfen keine Bauteile in den
Schwenkbereich des Fußhebels 6 hineinragen. Außerdem muß, um eine
gewisse Standsicherheit des Motorrads zu gewährleisten, der Fußhebel 6 so
mit den Kippständer 1 verbunden werden, daß der von beiden einge
schlossene Winkel im Bereich von etwa achtzig Grad liegt. Dieses wiederum
verkürzt den wirksamen Hebelarm 9 zur Erzeugung des Aufstell
drehmoments.
Fig. 2 zeigt einen Kippständer 1 gemäß der Erfindung, dargestellt in der
selben Lage wie der Kippständer 1 gemäß dem Stand der Technik in Fig.
1. Die Beschreibung seiner Funktion entspricht dem zu Fig. 1 Gesagten,
mit dem Unterschied, daß der Fußhebel 6 über einen bestimmten Winkel
bereich schwenkbar mit dem Kippständer 1 verbunden ist. Dies ist dadurch
verwirklicht, daß der Fußhebel 6 an seinem kippständerseitigen Ende über
eine Bohrung 10 auf einem achsartigen Fortsatz 11 des Kippständers 1
drehbar aufgenommen ist. Der Kippständer 1 besitzt zusätzlich eine An
schlagfläche 12, die die Endlage des Fußhebels 6 in der Endstellung für
Fahrbetrieb begrenzt und eine weitere Anschlagfläche 13, die die Endlage
für den Fußhebel 6 zum Abstellen des Motorrads festlegt. Die mit den An
schlagflächen 12, 13 am Kippständer 1 korrespondierenden Anschlagflächen
am Fußhebel 6 sind mit 12a und 13a bezeichnet.
Desweiteren ist zusätzlich am Motorradrahmen 3 ein an sich bekannter An
schlag 14 angebracht, der den Kippständer 1 im ausgeklappten Zustand
festlegt. Außerdem ist der Fußhebel 6 mit dem Kippständer 1 durch eine
nicht sichtbare Feder verbunden, gegen deren Rückstellkraft der Fußhebel 6
aus seiner Endstellung für Fahrbetrieb in seine Endstellung zum Abstellen
des Motorrads bewegt werden kann.
Da der Fußhebel 6 aufgrund seiner schwenkbeweglichen Lagerung am
Kippständer 1 nicht mehr dazu dienen kann, die Standsicherheit des Motor
rads zu gewährleisten, ist es möglich, den wirksamen Hebelarm 9 zur Er
zeugung des Aufstelldrehmoments dadurch zu verlängern, daß der einge
schlossene Winkel von Kippständer 1 und Fußhebel 6 in der Endlage zum
Abstellen des Motorrads vergrößert wird. Dazu ist die weitere Anschlagfläche
13 für den Fußhebel 6 so am Kippständer 1 angebracht, daß dieser Winkel
bis zu neunzig Grad beträgt.
Bild 3 zeigt den Kippständer 1 in seiner Endstellung für Fahrbetrieb, dem
eingeklappten Zustand. Der Fußhebel 6 wird von der nicht sichtbaren Feder
gegen die Anschlagfläche 12 in seine Endstellung für Fahrbetrieb gezogen,
was bewirkt, daß er beim Schwenken des Kippständers 1 nicht mit einem
weiteren Bauteil 16 in Kontakt kommt, das in seinem Schwenkbereich liegen
würde, wenn er gemäß dem Stand der Technik fest mit dem Kippständer 1
verbunden wäre und gleichzeitig ein günstiger wirksamer Hebelarm erzielt
werden sollte. In diesem Fall müßte dann der Fußhebel 6 verkürzt werden,
was wiederum den Hebelarm ungünstig beeinflussen würde (gestrichelte
Darstellung).
Claims (5)
1. Stütze für ein Motorrad, mit einem Fußhebel (6) zur ihrer Betätigung, da
durch gekennzeichnet, daß der Fußhebel (6) über einen bestimmten Winkel
bereich schwenkbar mit der Stütze verbunden ist.
2. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese mindestens
zwei Anschlagflächen (12, 13) besitzt, zwischen denen der Fußhebel (6) hin-
und herbewegt werden kann, wobei er in jeweils einer Endlage seines
Schwenkbereichs mit jeweils einer dieser Anschlagflächen (12, 13) zur An
lage kommt.
3. Stütze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußhebel (6)
durch eine Feder in einer Endlage so gehalten wird, daß er nach seiner
Auslenkung durch die Rückstellkraft der Feder wieder in diese Endlage zu
rückgestellt wird.
4. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
diese als Kippständer (1) ausgebildet ist.
5. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
diese als Seitenständer ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997153745 DE19753745A1 (de) | 1997-12-04 | 1997-12-04 | Motorradstütze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997153745 DE19753745A1 (de) | 1997-12-04 | 1997-12-04 | Motorradstütze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19753745A1 true DE19753745A1 (de) | 1999-06-10 |
Family
ID=7850685
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997153745 Withdrawn DE19753745A1 (de) | 1997-12-04 | 1997-12-04 | Motorradstütze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19753745A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1241086A3 (de) * | 2001-03-16 | 2005-02-16 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Zweibeinstütze für ein Zweirad |
| DE102020102690A1 (de) | 2020-02-04 | 2021-08-05 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Hauptständer für ein Neigefahrzeug |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| GB134696A (en) * | 1919-01-07 | 1919-11-13 | Arthur Stanley Bryer | Improvements in Stands for Motor Cycles, Cycles and the like. |
| DE535592C (de) * | 1931-10-13 | Arno Vogel | Kippstaender fuer Motorraeder | |
| DE910507C (de) * | 1953-02-21 | 1954-05-03 | Steyr Daimler Puch Ag | Gegen Federwirkung ausschwenkbare Seitenstuetze fuer Kraftraeder |
-
1997
- 1997-12-04 DE DE1997153745 patent/DE19753745A1/de not_active Withdrawn
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Non-Patent Citations (3)
| Title |
|---|
| 1-262272 A. * |
| 6-305462 A. * |
| JP Patent Abstracts of Japan: 7-291160 A. * |
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