DE19753702A1 - Kraftstoffeinspritzvorrichtung für eine Brennkraftmaschine und Verfahren zu deren Steuerung - Google Patents
Kraftstoffeinspritzvorrichtung für eine Brennkraftmaschine und Verfahren zu deren SteuerungInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung einer Brennkraftmaschine 10 eines Handarbeitsgerätes mit einer Kraftstoffrückflußleitung und einem Steuerteil 20, insbesondere für einen Einzylinder-Zweitakt-Verbrennungsmotor, wobei ein Temperatursensor 22 zum Messen der momentanen Kraftstofftemperatur T¶K¶ vorgesehen ist, wobei der Temperatursensor 22 mit dem Steuerteil 20 über einen Meßwertübertragungsweg 25 verbunden ist. Hierbei ist der Temperatursensor 22 an einem Einspritzventil 16, an der Kraftstoffrückflußleitung und/oder in bzw. an einem Tank angeordnet.
Description
Die Erfindung betrifft Kraftstoffeinspritzvorrichtung einer Brennkraftmaschine eines
Handarbeitsgerätes mit einer Kraftstoffrückflußleitung und einem Steuerteil,
insbesondere für einen Einzylinder-Verbrennungsmotor, wobei ein Temperatur
sensor zum Messen der momentanen Kraftstofftemperatur TK vorgesehen ist,
wobei der Temperatursensor mit dem Steuerteil über einen
Meßwertübertragungsweg verbunden ist, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Steuern einer
Kraftstoffeinspritzvorrichtung eines Handarbeitsgerätes, insbesondere für einen
Einzylinder-Zweitakt-Verbrennungsmotor, gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 4.
Für eine optimale Steuerung der Kraftstoffeinspritzvorrichtung einer
Brennkraftmaschine werden den momentanen Betriebszustand der
Brennkraftmaschine beschreibende Parameter gemessen und Steuerdaten, wie
beispielsweise Zündzeitpunkt, eingespritzte Kraftstoffmenge, Einspritzzeitpunkt
etc. von der Steuerung entsprechend angepaßt. Dies dient vornehmlich dem Ziel,
einen möglichst gleichmäßigen Lauf und eine optimale Leistungsabgabe der
Brennkraftmaschine bei gleichzeitig geringstmöglichem Schadstoffausstoß auch
bei unterschiedlichsten Betriebsbedingungen, beispielsweise bezüglich Umge
bungstemperatur, Luftfeuchtigkeit, Motortemperatur oder Lastzustand, zu
gewährleisten.
Hierzu ist es bekannt, die Motortemperatur zu messen und aus dieser einen
momentanen Motorbetriebszustand abzuleiten. Dies hat jedoch den Nachteil, daß
die Motortemperatur den tatsächlichen Betriebsverhältnissen durch eine
verhältnismäßig langsame Wärmeleitung und der am Motor zu erwärmenden
großen Massen immer nachhinkt und tatsächlich einem Betriebszustand aus der
Vergangenheit entspricht. Zusätzlich erfolgt insbesondere bei Motoren die sich in
Handarbeitsgeräten befinden, eine zusätzliche Erwärmung des Kraftstoffes
aufgrund unmittelbarer Nähe des Tanks bzw. der Kraftstoffleitungen zu "heißen"
Motorteilen. Dementsprechend grob und ungenau ergibt sich eine Motorsteuerung
auf der Basis dieses Temperaturwertes. Insbesondere können lediglich Kalt- und
Warmstart unterschieden werden und Änderungen der Kraftstoffdichte aufgrund
unterschiedlicher Temperatur bleiben unberücksichtigt. In ungünstigen Fällen kann
dadurch das in einem Brennraum des Motors gebildete Kraftstoff-Luft-Gemisch in
einen kritischen Bereich abmagern und zu Leistungsverlusten und Motorschäden
führen.
Aus der DE 43 35 866 A1 ist eine rücklauflose Kraftstoff-
Förderanlage für eine Verbrennungskraftmaschine bekannt, bei
der ein herkömmlicher Druckregler eine Kraftstoffrücklauf
leitung überflüssig macht und Probleme aufgrund einer Bil
dung von Kraftstoffdämpfen im Tank dadurch vermeidet, daß
eine genaue Regelung einer Geschwindigkeit einer Kraftstoff
pumpe zwecks Erzielen eines optimalen Saugrohr/Kraftstoff
verteilerrohr-Differenzdruckes sowohl bei normalen als auch
bei hohen Kraftstofftemperaturen erfolgt. Ein Temperaturein
gangssignal von einer Messung einer Kraftstofftemperatur
dient dabei zum Modifizieren eines Bezugsdifferenzdruckes um
Fehler zwischen einem Ausgangssignal eines Kraftstoffdiffe
renzdrucksensormittels und dem Bezugsdifferenzdruck zu be
seitigen. Dieses System beinhaltet jedoch keine Kopplung
zwischen Kraftstofftemperatur und Motorzustand, da kein
Kraftstoffrückfluß erfolgt. Ein derartiger Kraftstoffrück
fluß soll im Gegenteil von der Erfindung gemäß DE 43 35 866 A1
überflüssig werden. Dementsprechend erlaubt die hier er
faßte Kraftstofftemperatur keinerlei Rückschlüsse auf einen
momentanen Motorzustand und ggf. erforderliche Anpassungen
der Motorsteuerung bezüglich Zündwinkel bzw. Zündzeitpunkt,
eingespritzter Kraftstoffmenge oder ähnlichem.
Aus der DE 42 41 459 A1 ist ferner eine elektronische Steu
ervorrichtung für eine Brennkraftmaschine bekannt, welche
zum Unterscheiden von verschiedenen Kraftstoffen, wie bei
spielsweise Normalbenzin, Schwerbenzin oder eines Alkohol
mischbenzins, einen Kraftstoffeigenschaftssensor verwendet,
welcher einen Brechungsindex des Kraftstoffes bestimmt. Je
nach erkannter Kraftstoffart wird unmittelbar nach dem Mo
torstart eine dem Motor zugeführte Luftmenge und/oder Kraft
stoffmenge entsprechend variiert. Da jedoch der Brechungsin
dex des Kraftstoffes auch von dessen Temperatur abhängig
ist, wird ein Temperaturmeßsignal zum Kompensieren der Tem
peraturabhängigkeit des Brechungsindex erzeugt. Auch dieses
System hat jedoch den Nachteil, daß eine Motorzustandserken
nung nur über herkömmlich Parameter, wie beispielsweise die
Motortemperatur, erfolgt und dementsprechend spart bzw. zeit
lich verzögert auf Änderungen des Motorzustandes reagieren
kann.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte
Kraftstoffeinspritzvorrichtung und ein Steuerungsverfahren
für diese Vorrichtung der obengenannten Art zur Verfügung zu
stellen, welche die obengenannten Nachteile beseitigt und
eine bessere und differenziertere Motorsteuerung gewährlei
stet.
Diese Aufgabe wird durch eine Kraftstoffeinspritzvorrichtung
der o.g. Art mit den in Anspruch 1 gekennzeichneten Merkma
len und durch ein Steuerungsverfahren der o.g. Art mit den
in Anspruch 4 gekennzeichneten Verfahrensschritten gelöst.
Dazu ist es erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Temperatur
sensor an einem Einspritzventil, an der Kraftstoffrückfluß
leitung und/oder in bzw. an einem Tank angeordnet ist.
Dies hat den Vorteil, daß ein zusätzlicher Parameter zur Mo
torzustandserkennung vorliegt und ferner eine Dichteänderung
des Kraftstoffs erkannt und von der Motorsteuerung entspre
chend darauf reagiert wird. Ohne Mehraufwand im Sensorbe
reich ist eine Integration der Erfindung auch in bestehende
Systeme, beispielsweise lediglich durch Softwareanpassung,
möglich.
Vorzugsweise Weitergestaltungen der Vorrichtung sind in den
Ansprüchen 2 und 3 beschrieben.
Für eine schnelle und zeitökonomische Verarbeitung der Meß
werte und für optimale Steuerungsergebnisse ist ferner in
vorteilhafter Weise ein Speicher vorgesehen, welcher Tempe
raturgrenzen für die Kraftstofftemperatur enthält, wobei die
Intervalle zwischen den Temperaturgrenzen vorbestimmten Mo
torzuständen zugeordnet sind.
Eine weiter differenzierte und an jeden Betriebszustand op
timal angepaßte Steuerung ergibt sich dadurch, daß zum Über
tragen weiterer Motorzustandswerte ein zweiter Meßwertüber
tragungsweg vom Motor zum Steuerteil vorgesehen ist.
Bei einem Verfahren der o.g. Art sind zur Lösung der Aufgabe
erfindungsgemäß folgende Schritte vorgesehen:
- (a) Messen einer Temperatur TK eines Kraftstoffes,
- (b) Ableiten eines momentanen Betriebszustandes der Brenn kraftmaschine aus der Kraftstofftemperatur TK,
- (c) Berechnen der für den momentanen Betriebszustand der Brennkraftmaschine optimalen Steuerdaten,
- (d) Abgeben von Steuersignalen an die Brennkraftmaschine entsprechend den berechneten Steuerdaten.
Dies hat den Vorteil, daß ein zusätzlicher Parameter zur Mo
torzustandserkennung verwendet und ferner eine Dichteände
rung des Kraftstoffs erkannt wird und die Motorsteuerung
entsprechend darauf reagieren kann. Ohne Mehraufwand im Sen
sorbereich ist eine Integration der Erfindung auch in beste
hende Systeme beispielsweise lediglich durch Softwareanpas
sung möglich.
Vorzugsweise Weitergestaltungen des Verfahrens sind in den
Ansprüchen 5 bis 12 beschrieben.
So werden zweckmäßigerweise die Schritte (a) bis (d) zy
klisch wiederholt.
Es ergibt sich eine besonders einfache und wirkungsvolle An
ordnung, wenn in Schritt (a) die Kraftstofftemperatur TK an
einem Einspritzventil, in einer Kraftstoffrückflußleitung
und/oder einem Kraftstofftank gemessen wird.
Eine weiter differenzierte und an jeden Betriebszustand op
timal angepaßte Steuerung ergibt sich dadurch, daß in
Schritt (a) weitere Parameter, wie Ansauglufttemperatur TL,
Abgastemperatur TA, Bauteiltemperatur TB, Ansaugluftdruck p
und/oder Drehzahl n der Brennkraftmaschine gemessen und in
Schritt (b) berücksichtigt werden.
Für eine schnelle, zeitökonomische Verarbeitung der Meßwerte
und optimale Steuerungsergebnisse wird in vorteilhafter Wei
se in Schritt (b) die Kraftstofftemperatur TK mit in einem
Kennfeld gespeicherten Daten verglichen.
Zeckmäßigerweise sind die Steuerdaten in Schritt (c) eine
Einspritzmenge, ein Einspritzwinkel InjAlpha, ein Zündzeit
punkt, ein Zündwinkel und/oder eine Einspritzdauer Injt.
Schritt (d) erfolgt dabei bevorzugt kurbelwinkelsynchroni
siert und die Steuersignale in Schritt (d) an die Brenn
kraftmaschine werden in vorteilhafter Weise in Abhängigkeit
von wenigstens einem Bezugssignal abgegeben. Dieses wenig
stens eine Bezugssignal ist dabei vorzugsweise ein Trigger
signal, insbesondere ein Hallgeberimpuls JHall und/oder ein
Zündimpuls JZündung.
Nachstehend wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeich
nungen näher erläutert. Diese zeigen in
Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild eines bevorzugten
Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen Steue
rung und
Fig. 2 eine Aufsicht einer bevorzugten Ausführungsform ei
ner Einspritzvorrichtung für eine erfindungsgemäße
Kraftstoffeinspritzvorrichtung.
Die in Fig. 1 beispielhaft dargestellte bevorzugte Ausfüh
rungsform einer Kraftstoffeinspritzanlage 100 zeigt einen
schnellaufenden Zweitakt-Verbrennungsmotor 10 mit Kraftstoff
einspritzung. Der Motor 10 umfaßt einen Zylinder 13, in
welchem sich ein Kolben 11 auf- und abbewegt. Der Kolben 11
steuert zugleich auf übliche Weise über Überströmkanäle und
Einlaßschlitze die Ansaugung der Verbrennungsluft, welche
über einen Einlaßkanal 15 (schematisch durch einen Pfeil 15
dargestellt) eingesaugt wird. Für den Ausstoß der Verbren
nungsgase ist ein Auslaßkanal 12 (ebenfalls durch einen
Pfeil dargestellt) vorgesehen. Der Kraftstoff wird, gesteu
ert durch ein elektromagnetisch betätigtes Einspritzventil
16, schräg nach oben durch einen Einspritzkanal 17 in den
Zylinder 13 und den im Zylinderkopf angeordneten, halbkugel
förmigen Brennraum 14 eingespritzt. Nach Bildung des Gemi
sches erfolgt die Zündung mittels einer in den Brennraum 14
ragenden Zündkerze 23, die an die Zündung 18 angeschlossen
ist.
In der Regel wird zum Einspritzventil 16 mehr Kraftstoff ge
fördert, als tatsächlich in den Brennraum eingespritzt wird.
Überschüssiger Kraftstoff fließt über eine Rückflußleitung
zurück in einen Kraftstofftank. Die Kompression des Kraft
stoffes durch die Einspritzpumpe führt zu einer Erwärmung
des Kraftstoffes, so daß sich durch den rückfließenden
Kraftstoff der Tankinhalt erwärmt. Mit zunehmender Betriebs
dauer verstärkt sich dieser Effekt, so daß auch die Kraft
stofftemperatur am Einspritzventil 16 steigt, da mehr und
mehr vorgewärmter Kraftstoff aus dem Kraftstofftank entnom
men und durch die Kompression in der Einspritzpumpe weiter
erwärmt wird. Ist der Motor 10 kalt, so ist auch der Kraft
stoff am Ventil 16 kalt. Ist der Motor 10 warm
(Wiederholstart), so ist im Normalfall auch der Kraftstoff
am Ventil 16 warm.
Ferner führt die Erwärmung des Kraftstoffes zu einer Dichte
änderung und damit zu einer Fehlanpassung der Einspritzdauer
an den tatsächlichen Motorbetriebszustand, wenn die Kraft
stofftemperatur nicht von der Motorsteuerung berücksichtigt
wird. Das Kraftstoff-Luft-Gemisch im Brennraum magert auf
grund der verringerten Dichte des Kraftstoffes bei erhöhten
Kraftstofftemperaturen in einen kritischen Bereich ab und
führt somit zu Leistungseinbußen während des Betriebes und
möglichen Beschädigungen am Motor.
Erfindungsgemäß wird nunmehr die Kraftstofftemperatur TK am
Einspritzventil 16 als zusätzlicher Indikator einer Motorbe
triebszustandserkennung gemessen und ausgewertet, so daß in
Abhängigkeit von der Kraftstofftemperatur am Einspritzventil
16 die Steuerdaten, wie beispielsweise InjAlpha oder Injt
entsprechend eingestellt werden.
Zu diesem Zweck umfaßt die Kraftstoffeinspritzanlage 100 ein
Steuerteil 20, welches besonders bevorzugt ein Rechner ist.
Der Rechner 20 erhält als Eingangsgröße die Kraftstofftempe
ratur TK und ggf. weitere ebenfalls den Betriebszustand der
Zweitakt-Brennkraftmaschine 10 kennzeichnende Parameter.
Diese Parameter werden in einem ersten Schritt am Einspritz
ventil 16 bzw. an der Zweitakt-Brennkraftmaschine 10 gemes
sen und über gestrichelt gezeichnete Meßwertübertragungswe
ge 25 und 26 an den Rechner 20 übermittelt. Aus diesen Para
metern berechnet der Rechner 20 in einem zweiten Schritt ei
ne dem momentanen Betriebszustand des Motors 10 angemessene
bzw. optimale Einspritzmenge bzw. eine Einspritzdauer Injt
bzw. den erforderlichen Zündwinkel oder -zeitpunkt.
Zur Berechnung dieser Werte wird beispielsweise ein Kennfeld
verwendet, welches die Kennwerte für die jeweilige Ein
spritzmenge und den jeweiligen Zündwinkel in Abhängigkeit
vom Lastzustand des Motors 10 seinen Betriebsparametern auf
weist. Dieses Kennfeld K = f(Last, T1, T2, p, n, . . .) ist
beispielsweise in einem Kennfeldspeicher 21 abgelegt, auf
den der Rechner 20 zugreift. Die so berechneten Werte können
entweder vom Rechner 20 sofort weiterverwendet oder als
Kennwerte K' in einem weiteren, nicht dargestellten Kenn
wertspeicher zur Weiterverarbeitung abgelegt und zwischenge
speichert werden.
Bei der eigentlichen Steuerung der Brennkraftmaschine 10 er
hält dieser vom Rechner 20 entsprechende Steuerimpulse für
Zündung 18 und Einspritzventil 16, entsprechend den berech
neten Steuerdaten, so daß Einspritzmenge, Einspritzwinkel
InjAlpha, Zündzeitpunkt, Zündwinkel und/oder Einspritzdauer
Injt für den momentanen Betriebs- und Lastzustand des Motors
10 optimal eingestellt sind bzw. ausgeführt werden.
Die Abgabe von Steuersignalen vom Rechner 20 an die entspre
chenden Aggregate 16, 18 der Brennkraftmaschine 10 erfolgt
dabei bevorzugt in Abhängigkeit von drehzahlabhängigen Trig
gersignalen, beispielsweise einem Zündimpuls JZündung
und/oder einem Hallgeberimpuls JHall. Der Hallgeberimpuls
JHall stammt beispielsweise von einem Hallgeber, der zusätz
lich am Motor angeordnet ist und einen weiteren Kurbelwinkel
markiert. Ein solcher zusätzlicher Impuls ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn bei stark unterschiedlichen Drehzah
len ein anderer Triggerbeginn benötigt wird, um Störungen im
Gleichlauf des Motors zu vermeiden.
Der Rechner 20 verwendet die Kraftstofftemperatur TK und
ggf. weitere Motorzustandsdaten, wie beispielsweise Ansaug
lufttemperatur TL, Abgastemperatur TA, Bauteiltemperatur TB,
Ansaugluftdruck p und/oder Drehzahl n der Brennkraftmaschi
ne, und legt nach Maßgabe dieser Werte und der Triggerimpul
se JZündung und JHall beispielsweise den Einspritzbeginn
und/oder die Einspritzmenge, den Einspritzwinkel InjAlpha,
den Zündzeitpunkt, den Zündwinkel und/oder die Einspritzdau
er Injt fest und steuert das Einspritzventil 16 mit den Wer
ten InjAlpha und Injt entsprechend. Zusätzlich kann auch
über den Zündwinkel die Zündung 18 gesteuert werde.
Ein Grenzfalle ergibt sich dann, wenn der Motor unmittelbar
nach einer Betankung wieder gestartet wird. Hier wäre der
Motor warm und der Kraftstoff kalt. Dieser Zustand kann je
doch einerseits durch die Überwachung andere Parameter er
kannt werden, andererseits ist er nicht kritisch, da
schlimmstenfalls der Rechner 20 den Motor kurzzeitig mit zu
viel Kraftstoffzuführung betreibt, d. h. zu fett. Hier be
steht jedoch keine Gefahr für den Motor 10.
Die erfindungsgemäße Auswertung der Kraftstofftemperatur am
Einspritzventil 16 kann in vorteilhafter Weise auch mit der
Aufnahme und Auswertung weiterer den Motorzustand beschrei
benden Parametern kombiniert werden, wie beispielsweise An
sauglufttemperatur TL, Abgastemperatur TA, Bauteiltemperatur
TB, Ansaugluftdruck p und/oder Drehzahl n der Brennkraftma
schine 10.
Das in Fig. 2 dargestellte Einspritzvorrichtung 28 umfaßt
ein Einspritzventil 16, ein Ventilanschlußstück 30 und einen
Entlüfteraufsatz 32 mit Anschluß zu einem nicht dargestell
ten Kraftstofftank. Im Ventilanschlußstück 30 ist der Tempe
ratursensor 22 zum Messen der Kraftstofftemperatur TK vorge
sehen. Ein Meßwertübertragungsweg 25, beispielsweise in Form
eines elektrisch leitenden Kabels, verbindet den Sensor 22
mit einem in Fig. 2 nicht dargestellten Steuerteil.
100
Kraftstoffeinspritzanlage
10
Brennkraftmaschine
11
Kolben
12
Auslaßkanal (Verbrennungsgase)
13
Zylinder
14
Brennraum
15
Einlaßkanal (Verbrennungsluft)
16
Einspritzventil
17
Einspritzkanal
18
Zündung
20
Steuerteil
21
Kennwertspeicher
22
Temperatursensor
23
Zündkerze
25
Meßwertübertragungsweg
26
Meßwertübertragungsweg
28
Einspritzvorrichtung
30
Ventilanschlußstück
32
Entlüfteraufsatz
InjAlpha
InjAlpha
Einspritzwinkel
Injt
Injt
Einspritzdauer
JZündung
JZündung
Zündimpuls
JHall
JHall
Hallgeberimpuls
TK
TK
Kraftstofftemperatur
Claims (12)
1. Kraftstoffeinspritzvorrichtung einer Brennkraftmaschine
(10) eines Handarbeitsgerätes mit einer Kraftstoffrück
flußleitung und einem Steuerteil (20), insbesondere für
einen Einzylinder-Zweitakt-Verbrennungsmotor, wobei ein
Temperatursensor (22) zum Messen der momentanen Kraft
stofftemperatur TK vorgesehen ist, wobei der Tempera
tursensor (22) mit dem Steuerteil (20) über einen Meß
wertübertragungsweg (25) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Temperatursensor (22) an einem Einspritzventil
(16), an der Kraftstoffrückflußleitung und/oder in bzw.
an einem Tank angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
ferner ein Speicher (21) vorgesehen ist, welcher Tempe
raturgrenzen für die Kraftstofftemperatur enthält, wo
bei die Intervalle zwischen den Temperaturgrenzen vor
bestimmten Motorzuständen zugeordnet sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
zum Übertragen weiterer Motorzustandswerte ein zweiter
Meßwertübertragungsweg (26) vom Motor (10) zum Steuer
teil (20) vorgesehen ist.
4. Verfahren zum Steuern einer Kraftstoffeinspritzvorrich
tung eines Handarbeitsgerätes, insbesondere für einen
Einzylinder-Zweitakt-Verbrennungsmotor,
gekennzeichnet durch folgende Schritte,
- (a) Messen einer Temperatur TK eines Kraftstoffes,
- (b) Ableiten eines momentanen Betriebszustandes der Brennkraftmaschine aus der Kraftstofftemperatur TK,
- (c) Berechnen der für den momentanen Betriebszustand der Brennkraftmaschine optimalen Steuerdaten,
- (d) Abgeben von Steuersignalen an die Brennkraftma schine entsprechend den berechneten Steuerdaten.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
in Schritt (a) die Kraftstofftemperatur TK an einem
Einspritzventil, in einer Kraftstoffrückflußleitung
und/oder einem Kraftstofftank gemessen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schritte (a) bis (d) zyklisch wiederholt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
in Schritt (a) weitere Parameter, wie Ansauglufttempe
ratur TL, Abgastemperatur TA, Bauteiltemperatur TB, An
saugluftdruck p und/oder Drehzahl n der Brennkraftma
schine gemessen und in Schritt (b) berücksichtigt wer
den.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
in Schritt (b) die Kraftstofftemperatur TK mit in einem
Kennfeld gespeicherten Daten verglichen wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerdaten in Schritt (c) eine Einspritzmenge, ein
Einspritzwinkel InjAlpha, ein Zündzeitpunkt, ein Zünd
winkel und/oder eine Einspritzdauer Injt sind.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
Schritt (d) kurbelwinkelsynchronisiert erfolgt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
in Schritt (d) die Steuersignale an die Brennkraftma
schine in Abhängigkeit von wenigstens einem Bezugs
signal abgegeben werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
das wenigstens eine Bezugssignal ein Triggersignal,
insbesondere ein Hallgeberimpuls JHall und/oder ein Zün
dimpuls JZündung ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997153702 DE19753702A1 (de) | 1997-12-04 | 1997-12-04 | Kraftstoffeinspritzvorrichtung für eine Brennkraftmaschine und Verfahren zu deren Steuerung |
| PCT/EP1998/007595 WO1999030023A1 (de) | 1997-12-04 | 1998-11-25 | Kraftstoffeinspritzvorrichtung für eine brennkraftmaschine und verfahren zu deren steuerung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997153702 DE19753702A1 (de) | 1997-12-04 | 1997-12-04 | Kraftstoffeinspritzvorrichtung für eine Brennkraftmaschine und Verfahren zu deren Steuerung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19753702A1 true DE19753702A1 (de) | 1999-09-16 |
Family
ID=7850651
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997153702 Withdrawn DE19753702A1 (de) | 1997-12-04 | 1997-12-04 | Kraftstoffeinspritzvorrichtung für eine Brennkraftmaschine und Verfahren zu deren Steuerung |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| WO (1) | WO1999030023A1 (de) |
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