DE19752958A1 - Bodenschonendes, der seitwärtigen Arbeitsweise zugängliches landwirtschaftliches Fahrzeug - Google Patents
Bodenschonendes, der seitwärtigen Arbeitsweise zugängliches landwirtschaftliches FahrzeugInfo
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Description
Sinkende Agrarpreise zwingen die Landwirtschaft perma
nent zur Kostenreduktion, was zum Bau ständig größerer
und leistungsfähigerer Maschinen führt. Im Wettrennen
um größere Arbeitsbreiten und damit höhere Produk
tivität stoßen immer mehr Hersteller an die Grenzen der
straßenverkehrsrechtlich zulässigen Abmessungen.
Durch Trennung von Fahrzeug einerseits und Bodenbe
arbeitungsmaschine, Schneidwerk, Mähwerk und derglei
chen andererseits, welches sich zum Beispiel bei Mäh
dreschern mit gezogenen Schneidwerken von mehr als 3
Meter deutlich zeigt, konnten die Grenzen der Straßen
verkehrsordnung in diesem Bereich überwunden werden.
Darüber hinaus ist zur Erreichung noch größerer
Arbeitsbreiten die seitwärtige Arbeitsweise beispiels
weise in Offenlegungsschrift P 33 47 521.0 vom
30.5.1985 oder Offenlegungsschrift P 25 54 746.0-23 vom
16.06.1977 beschrieben.
Nun tritt jedoch beim Trend zu immer größeren und
leistungsstärkeren Maschinen verstärkt das Problem des
Bodendruckes auf. Ein Problem, das man in der herkömm
lichen Landwirtschaftstechnik - Arbeitsweise vorwärts
und rückwärts - durch den Einsatz von Gleisketten und
in jüngster Zeit verstärkt durch den Einsatz des so
genannten "Hundegangs", einer Möglichkeit zum spur
versetzten fahren, zu lösen versucht und welches bei
seitwärtiger Arbeitsweise, mangels bisher fehlender
größerer Anwendung noch nicht angegangen wurde.
Erfindungsgemäß wird deshalb ein, der seitwärtigen
Arbeitsweise zugängliches, landwirtschaftliches
Fahrzeug, mit mindestens mehreren, gegebenenfalls lenk
baren, gegebenenfalls angetriebenen Rädern, dadurch
gekennzeichnet, daß im wesentlichen quer zur Straßen
fahrtrichtung Querfahrwerke angeordnet sind, vorge
schlagen, wobei die Querfahrwerke nicht permanent mit
dem landwirtschaftlichen Fahrzeug verbunden sein müssen
und das erfindungsgemäß beschriebene Fahrzeug, auch als
Geräteträger konzipiert sein kann.
Im Weiteren läßt sich die Erfindung wie folgt
beschreiben:
Ein aus mindestens mehreren, vorzugsweise vier, oder bevorzugt einem anderen Vielfachen von zwei, vorzugs weise angetriebenen, vorzugsweise um mindestens 90 Grad lenkbaren Rädern bestehendes Fahrzeug wird so konstru iert, daß zwischen Vorder- und Hinterachse (Fig. 1, Ziffer 1 und 2) mindestens ein vorzugsweise lenkbares Querfahrwerk (Fig. 1, Ziffer 3) angebracht wird, welches insbesondere bei Straßenfahrten hochgehoben wird und bei Arbeiten auf dem Acker zur Minderung des Bodendruckes abgesenkt zum Einsatz kommt.
Ein aus mindestens mehreren, vorzugsweise vier, oder bevorzugt einem anderen Vielfachen von zwei, vorzugs weise angetriebenen, vorzugsweise um mindestens 90 Grad lenkbaren Rädern bestehendes Fahrzeug wird so konstru iert, daß zwischen Vorder- und Hinterachse (Fig. 1, Ziffer 1 und 2) mindestens ein vorzugsweise lenkbares Querfahrwerk (Fig. 1, Ziffer 3) angebracht wird, welches insbesondere bei Straßenfahrten hochgehoben wird und bei Arbeiten auf dem Acker zur Minderung des Bodendruckes abgesenkt zum Einsatz kommt.
Der Kern der Erfindung besteht also mit einfachen
Worten gesagt darin, daß ein, der seitwärtigen Arbeits
weise zugängliches landwirtschaftliches Fahrzeug sich
auf der Straße ganz normal, (der Länge nach vorwärts)
mit vorzugsweise vier Rädern, welches Terrareifen sein
können, fortbewegt, während zur Verminderung des Boden
druckes auf dem Acker ein oder mehrere Querfahrwerke
mitgeführt werden.
Bei den Querfahrwerken kann es sich um eine oder
mehrere Gleisketten, aber auch um Walzen, Rollen,
Lamellenfahrwerke, oder anderweitige Arten von
Querfahrwerken handeln, wie die beiliegenden Skizzen
andeutungsweise.
Um die Querfahrwerke bei der Straßenfahrt hochzuheben,
kommen bevorzugt Teleskoparme, Scherengitter oder
Schraub-Gewindevorrichtungen, welche vorzugsweise mit
Öldruck angetrieben werden, zum Einsatz.
Die Querfahrwerke können einerseits mit eigener
Energie- und Antriebsquelle versehen sein, sie können
aber aus Kostengründen auch so gestaltet werden, daß
sie beispielsweise über die, um circa 90 Grad gewen
deten (Straßenfahrt-) Räder, beispielsweise über eine
Kardanwelle, Riemen oder Zahnräder mitangetrieben
werden. Alternativ bieten sich Mechanismen an, mittels
denen sich beispielsweise die Räder in spezielle
Antriebsvorrichtungen der Querfahrwerke einklinken
können. Eine weitere Alternative besteht darin, die
Querfahrwerke mittels Radnarbenantrieb, dessen Energie
von außerhalb des Querfahrwerkes bezogen wird,
anzutreiben.
Um das Fahrzeug mit eingesetzter, bodenschonender
Querfahrttechnik auf dem Acker zu lenken, wird vor
geschlagen, die Querfahrwerke beispielsweise an einem
Drehschemel (Drehteller) so aufzuhängen, daß sie um
circa 45 Grad lenkbar sind. Über circa 45 Grad hinaus
gehende Lenkvorgänge können beispielsweise beim Einsatz
von Gleisketten quer zur Straßenfahrtrichtung dadurch
erreicht werden, daß beispielsweise eine von mindestens
mehreren Gleisketten beschleunigt, während die
andere(n) die Geschwindigkeit möglicherweise bis gegen
Null reduziert.
Kommen Walzen, Rollen oder dergleichen zum Einsatz, so
bietet sich beispielsweise an, den gewünschen Lenkvor
gang nach Art von Raupenfahrzeugen dadurch zu er
reichen, daß die Radantriebe zu beiden Seiten vonein
ander unabhängig beschleunigbar und/oder verzögerbar
sind und sich das mittag angebrachte Querfahrwerk neu
tral verhält.
Eine weitere Möglichkeit, das erfindungsgemäße Fahr
zeug zu wenden oder drehen, ergibt sich durch Hochheben
der Querfahrwerke an den Feldenden (Anwenden). In
diesem Falle würde der Bodendruck auf den vorzugsweise
vier, auch bei Straßenfahrt eingesetzten Rädern, ruhen.
Dieser scheinbare Nachteil, des kurzzeitigen Boden
druckes ist tragbar, da er allenfalls an wenigen
Prozent, bei großen Flächen gar nur Promillewerten der
Feldfläche auftritt.
Sofern die Aufbauten auf das, der seitwärtigen Arbeits
weise zugängliche landwirtschaftliche Fahrzeug, so
gestaltet werden, daß sie sowohl in seitwärtiger Vor-
als auch Rückwärtsfahrt eingesetzt werden können, ent
fallen die bodenbelastenden Wendemanöver ganz. Das
Fahrzeug bewegt sich dann beispielsweise mit ausge
fahrenen Querfahrwerken zuerst in seitwärtiger Fahrt
vorwärts, hebt am Feldende die Querfahrwerke hoch,
fährt mit den herkömmlichen Rädern eine Arbeitsbreite
voran und setzt dann die Querfahrwerke wieder ab.
Zur Unterstützung der Lenkung und zur Entlastung des
Fahrers wird eine elektrotechnische Lenkhilfe vorge
schlagen, welche die Feinabstimmung zwischen Rädern und
Querfahrwerk(en) dergestalt übernimmt, daß sie alle
zusammen den gewünschten Lenkvorgang unterstützen.
Damit der Fahrer das Fahrzeug sowohl in vorwärtiger,
rückwärtiger, als auch seitwärtiger Arbeitsweise
optimal übersehen und steuern kann, wird der Aufbau
einer in vier Seiten disponierbaren Fahrerkabine
vorgeschlagen.
Diesbezüglich sei angemerkt, daß nach dem Stand der
Technik bereits lenkbare und im Raum bewegliche Fahrer
kabinen existieren. Da der Stand der Technik aber
bisher keine der seitwärtigen Arbeitsweise zugäng
lichen landwirtschaftlichen Fahrzeuge mit herkömm
lichen Rädern einerseits und quer zu Straßenfahrt
richtung angeordneten Querfahrwerken andererseits
kennt, sind deren Fahrerkabinen, beziehungsweise deren
Bordmechanik und Bordelektronik auch nicht auf die
Feinheiten und Erfordernisse dieses Fahrwerkes abge
stimmt.
Da auf dem Acker nicht immer schwere, bodenver
dichtende Arbeiten vorgenommen werden müssen, sondern
sich diese beispielsweise im Herbst auf die Zucker
rüben oder Kartoffelernte konzentrieren, wird an dieser
Stelle ausdrücklich nochmals vorgeschlagen, die Quer
fahrwerke quer zur Straßenfahrtrichtung so anzuordnen,
daß sie jederzeit problemlos abmontiert und aus dem
Fahrzeug, an dem sie angebracht sind, herausgefahren
werden können. Das landwirtschaftliche Fahrzeug ist
dann universell, das heißt sowohl seitwärts als auch
herkömmlich einsetzbar.
In einer weiteren vorteilhaften Weiterentwicklung
könnten die Querfahrwerke derart gestaltet werden, daß
sie, sofern sie im Hauptfahrzeug nicht zur Verminderung
des Bodendrucks benötigt werden, als selbständige,
selbstfahrende Geräteträger zum Einsatz kommen. Bei der
Gestaltung der Querfahrwerke ist in diesem Fall dann
aber unter anderem auf die Bestimmungen der Straßenver
kehrsordnung Rücksicht zu nehmen. Das heißt, die Quer
fahrwerke dürften in diesem Falle die höchstzulässige
Breite nicht überschreiten.
Um die Stabilität des Fahrzeuges, insbesondere in Hang
lagen zu erhöhen, wird vorgeschlagen, die herkömmlichen
Räder an Teleskopachsen anzuordnen, welche auf dem
Acker bei Seitwärtsfahrt in Stellung gebracht werden,
und zusammen mit den in Position gebrachten Querfahr
werk(en) die Grundfläche dermaßen erhöhen, daß auch
teleskopartig vergrößerbare Aufbauten standsicher
bewältigbar sind.
Um die vielen Gestaltungs- beziehungsweise Ausführungs
möglichkeiten der Erfindung im Ansatz zu zeigen, sei
auf die folgenden Skizzen, welche nur einen Ausschnitt,
an Kombinationsmöglichkeiten darstellen, verwiesen.
Ziffer 1: Räder der Vorderachse, (mind. 90 Grad
wendbar); hier in Straßenfahrtrichtung
ausgerichtet.
Ziffer 2: Räder der Hinterachse, (mind. 90 Grad
wendbar) hier in Straßenfahrtrichtung
ausgerichtet.
Ziffer 3: Querfahrwerk. Das Querfahrwerk ist bei
Vorwärts- Rückwärtsfahrten hochgehoben,
und kann bei Seitwärtsfahrten insbesondere
zur Verminderung des Bodendruckes abge
senkt werden.
Der Pfeil zeigt die Straßenfahrtrichtung.
Auf Details wie Fahrerkabine etc. wurde verzichtet, um
aufzuzeigen, welche enorme Bodendruckverminderung durch
den Einbau von Querfahrwerken bei seitwärtiger Arbeits
weise erreicht werden kann.
Ziffer 1: Räder der Vorderachse.
Ziffer 2: Räder der Hinterachse.
Ziffer 3. Fehlendes Querfahrwerk.
Nicht zu allen Jahreszeiten und nicht bei allen Feld
arbeiten entsteht großer Bodendruck. Bodendruck
mindernde Querfahrwerke sind deshalb nicht immer nötig,
oder könnten bei gewissen Feldarbeiten sogar störend
wirken. Die Querfahrwerke müssen deshalb nicht perma
nent mit dem landwirtschaftlichen Fahrzeug verbunden
sein. Fig. 2 zeigt demzufolge das vereinfachte Fahr
gestell eines der seitwärtigen Arbeitsweise zugäng
lichen landwirtschaftlichen Fahrzeuges, aus dem das
oder die Querfahrwerke herausgelöst sind.
Ziffer 1: "Vorder-Räder", ca. 90 Grad gewendet; also
quer zur Straßenfahrtrichtung gestellt.
Ziffer 2: "Hinter-Räder", ca. 90 Grad gewendet; also
quer zur Straßenfahrtrichtung gestellt.
Ziffer 3: Querfahrer zu Boden gelassen.
Ziffer 4: Fahrerkabine.
Ziffer 5: Fahrzeugrahmen/Ladefläche. Hier können die
verschiedensten Arbeitsgeräte aufgepropft
werden.
Ziffer 6: Fahrtrichtung im Einsatz.
Bei Fig. 3 handelt es sich um eine vereinfachte
Seitenansicht des erfindungsgemäßen Fahrzeuges.
Fig. 4 ist eine vereinfachte Draufsicht auf ein
erfindungsgemäßes Fahrzeug im Einsatz. Es zeigt andeu
tungsweise wie die herkömmlichen Räder ein mögliches
Querfahrwerk mit antreiben.
Ziffer 1: Räder quer zur Straßenfahrtrichtung.
Ziffer 11: Räder in der Ausgangsposition die sie bei
Straßenfahrt inne haben.
Ziffer 2: analog Ziffer 1.
Ziffer 22: Analog Ziffer 11.
Ziffer 3: Querfahrwerk.
Ziffer 9: Antriebsquelle für Querfahrwerk; beispiels
weise Kardanwelle.
Bei Fig. 5 handelt es sich um eine Draufsicht auf ein
erfindungsgemäßes Fahrzeug, bei dem Walzen beziehungs
weise Rollen oder dergleichen als Querfahrwerke zum
Einsatz kommen.
Ziffer 1: Herkömmliche Räder in Seitwärtsposition.
Ziffer 2: Walzen, Rollen, Packer oder dergleichen.
Ziffer 9: Antriebsquelle für Walzen, Rollen, etc.
Analog Fig. 5, mit dem Unterschied, daß an einer
Seite eine durchgehende Walze, Rolle oder dergleichen
zum Einsatz kommt, auf der anderen Seite dagegen ver
kürzte. Der Grund hierfür ist Platzgewinnung für
Arbeitsgeräte.
Ziffer 1: Herkömmliche Räder.
Ziffer 3: Walze, Rolle oder dergleichen.
Ziffer 33: Verkürzte Walze, Rolle, oder dergleichen.
Ziffer 9: Antriebsquellen.
In Fig. 7 kommen an Stelle von Walzen, Rollen oder
dergleichen Gleisketten zum Einsatz, die beispiels
weise über die herkömmlichen Räder (1) angetrieben
werden.
Ziffer 1: Herkömmliche Räder.
Ziffer 3: Gleisketten quer zur Straßenfahrtrichtung.
Ziffer 9: Antriebsvorrichtung.
Analog Fig. 7, mit dem Unterschied, daß hier auch in
vereinfachter Form eine Aufhängevorrichtung bzw. Hoch
hebevorrichtung, welche auch ein um beispielsweise bis
zu 45 Grad beweglicher Drehteller oder Drehschemel (7)
sein könnte, andeutungsweise eingezeichnet ist.
Ziffer: 1: Herkömmliche Räder.
Ziffer: 3: Gleisketten quer zur Straßenfahrtrichtung.
Ziffer: 9: Antriebsvorrichtung.
Ziffer: 7: Aufhängung bzw. teilweise beweglicher "Dreh
teller".
Fig. 9 zeigt die Draufsicht auf ein Fahrzeug, bei dem
nur eine Gleiskette quer zur Straßenfahrtrichtung
eingesetzt wird.
Ziffer 1: Herkömmliche Räder.
Ziffer 3: Gleiskette.
Ziffer 9: Antriebsvorrichtung.
Hier kommen zwei Gleisketten quer zur Fahrtrichtung
zum Einsatz, von denen eine jede unabhängig von der
anderen verschiedene Positionen einnehmen kann.
Ziffer 1: Herkömmliche Räder.
Ziffer 3: Gleisketten.
Ziffer 9: Antriebsvorrichtungen.
Fig. 11 zeigt die vereinfachte Draufsicht auf ein
erfindungsgemäßes Fahrzeug, bei dem mehr als zwei
Walzen, Rollen oder dergleichen quer zur Fahrtrichtung
zum Einsatz kommen. Zwei der Walzen werden angetrieben.
Die andere läuft so mit. Über diese Walzen hinweg,
könnten beispielsweise zur weiteren Verminderung des
Bodendruckes eine oder mehrere Gummikette gespannt
werden, so daß sich daraus eine Art Gleiskette ergibt.
Werden mehrere Gummiketten gespannt, so können die
Walzen etc. so gestaltet sein, daß jeder Walzenteil, um
den eine eigene Gummikette gelegt werden kann, selb
ständig steuer- und beschleunigbar ist.
Ziffer 1: Herkömmliche Räder.
Ziffer 3: Walzen, Rollen, etc.
Ziffer 9: Antriebsvorrichtung.
Fig. 12 bis 17 zeigen das erfindungsgemäße Fahrzeug
von der Seitenansicht.
Fig. 12 bis 14 zeigen die Querfahrwerke angehoben.
Ziffer 1: Herkömmliche Räder.
Ziffer 3: Querfahrwerk.
Ziffer 5: Fahrerkabine.
Ziffer 7: Ladefläche für Aufbauten.
Ziffer 9: Vorrichtung zum Hochheben und Senken des
Querfahrwerkes.
Um den Bodendruck optimal zu vermindern,
kann die Vorrichtung zum Hochheben und
Absenken mit Sensoren versehen werden,
welche anhand der gewonnen Meßdaten er
mitteln, ob das Fahrzeuggewicht zwischen
Räder und Querfahrwerk(en) optimal verteilt
ist.
Ziffern wie in Fig. 12. Allerdings ist hier die Vor
richtung zum Hochheben und Absenken des Querfahrwerkes
an den Seiten des Querfahrwerkes angebracht.
Ziffern wie in Fig. 12, mit dem Unterschied, daß die
Vorrichtung zum Hochheben und Absenken des Querfahr
werkes, welches hier Gleisketten sind, in der Mitte
derselben angebracht und auf teilweise beweglichen
Tellern gelagert ist.
Ziffern wie in Fig. 12, mit dem Unterschied, daß hier
das Querfahrwerk nicht in angehobenen, sondern in abge
senkten Zustand gezeigt wird.
Ziffer 99: Vorrichtung zur Ermittlung und Erreichung
einer Optimalen Bodendruckverteilung durch
Ermittlung und Durchführung der Optimalen
Einsatzhöhe des Querfahrwerkes.
Vergleiche Beschreibung Fig. 15. Die Aufhängung des
Querfahrwerkes ist hier auf einem mindestens teilweise
beweglichen Teller gelagert.
Ziffer 1: Herkömmliche Räder.
Ziffer 3: Walze, Rolle oder dergleichen.
Ziffer 7: Führerhaus.
Anzumerken ist in dieser Figur, daß die quer zur
Straßenfahrtrichtung angebrachten Walzen, Rollen einen
geringfügig kleineren Durchmesser haben, als die her
kömmlichen Räder.
Fig. 18 ist ein Beispiel, wie möglicherweise mehrere
Querfahrwerke angeordnet werden können. Es ist die
vereinfachte Draufsicht in Straßenfahrtrichtung
gezeigt.
Ziffer 1: Herkömmliche Räder.
Ziffer 3: Querfahrwerke.
Fig. 19 zeigt ein angeordnetes Querfahrwerk (3) auf
dem Einsatz im Acker nach hinten verschoben, um vorne
Arbeitsplatz (4) für mögliche Geräte, welches bei
spielsweise Siebsterne, Flurförderwerke oder der
gleichen sein können.
Ziffer 1: Herkömmliche Räder.
Ziffer 3: Querfahrwerk,beispielsweise Lamellenfahrwerk.
Ziffer 4: Gewonnener Arbeitsplatz.
Ziffer 9: Antrieb des Querfahrwerkes über zwei herkömm
liche Räder.
Fig. 20 zeigt das Feld (6), innerhalb dem das Quer
fahrwerk, zum Arbeitseinsatz positioniert werden kann.
In Fig. 19 wurde das Querfahrwerk beispielsweise
rückversetzt. Es sind aber innerhalb dem Feld (6) alle
Positionen möglich!
Fig. 21 zeigt ein erfindungsgemäßes Fahrzeug mit
Teleskopachsen zur Erhöhung der Standsicherheit,
insbesondere bei teleskopartig erweiterbaren Aufbauten.
Die gestrichelte Linie stellt Position 1, die durchge
zogenen Linien Position 2 dar.
Ziffer 1: Herkömmliche Räder.
Ziffer 3: Querfahrwerk.
Ziffer 6: Teleskopachse - ausgefahren.
Ziffer 9: Antrieb für Querfahrwerk.
Zur besseren Veranschaulichung wurde am 06.08.1997
unter Aktenzeichen 197 34 041.5, auch ein einfaches
Modell aus Legosteinen und Papprollen eingereicht.
Claims (24)
1. Insbesondere für die Landwirtschaft verwendbares
Mehrzweckfahrzeug mit mindestens mehreren, vorzugsweise
lenkbaren, vorzugsweise angetriebenen Rädern, dadurch
gekennzeichnet, daß im wesentlichen quer zur Straßen
fahrtrichtung Querfahrwerke, angeordnet sind.
2. Wie Ziffer 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei
den Querfahrwerken um Gleisketten, Walzen, Rollen,
Lamellenfahrwerke oder sonstige Querfahrwerke handeln
kann.
3. Wie Ziffer 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
quer zur Straßenfahrtrichtung angeordneten Quer
fahrwerke mittels mindestens einem Teleskoparm,
Scherengitter oder dergleichen hochhebbar und absenkbar
sind und im abgesenkten Zustand gegebenenfalls zu
sätzliche Gewichtübertragungsvorrichtungen zwischen
Fahrzeugrahmen und Querfahrwerk zum Einsatz kommen.
4. Wie Ziffer 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Querfahrwerke sowohl mit eigener Antriebsquelle, als
auch ohne solche ausgestattet sein können.
5. Wie Ziffer 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Querfahrwerke mittels der um circa 90 Grad gewendeten
herkömmlichen Räder angetrieben werden, und hierzu
Kardanwellen, Zahnräder, Tender oder dergleichen zum
Einsatz kommen.
6. Wie Ziffer 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Querfahrwerke nicht permanent mit dem Fahrzeugrahmen
verbunden sein müssen, sondern aus diesem flexibel ein- und
ausfahrbar sind.
7. Erfindungsgemäßes Fahrzeug dergestalt, daß das oder die
Querfahrwerke nicht den gesamten Platz zwischen den,
betrachtet in Straßenfahrt, herkömmlichen Rädern in An
spruch nimmt, sondern statt dessen nur eine oder zwei
schmale Gleisketten oder verkürzte Walzen, bzw. Rollen
angebracht werden.
8. Erfindungsgemäßes Fahrzeug dergestalt, daß auf dem
Acker die Position der Querfahrwerke in Einzelteilen
oder als Ganzes durch vorverschieben oder rück
versetzen, flexibel disponiert werden können.
9. Erfindungsgemäßes Fahrzeug dergestalt, daß die zum
Einsatz kommenden Walzen, Rollen, in ihrem Durchmesser
geringfügig kleiner sind, als der Durchmesser der her
kömmlichen Reifen.
10. Fahrzeug der bisher beschriebenen Art, dadurch gekenn
zeichnet, daß zur Platzgewinnung unter dem Fahrzeugraum
die Bodendruckverminderungssystem nur an einer Achse,
bevorzugt an jener, welche bei Seitwärtsfahrt die
hintere Achse darstellt, durchgängig zum Einsatz kommt,
und an der anderen Achse, bevorzugt jener, welche bei
seitwärtiger Arbeitsweise die Vorderachse bildet, ver
kürzte Walzen zum Einsatz kommen, und es hierzu gege
benenfalls möglich ist, Teile einer Walze zur jewei
ligen Platzgewinnung zwischen den Achsen hin und her
zu verschieben.
11. Erfindungsgemäßes Fahrzeug dadurch gekennzeichnet, daß
in die Vorrichtungen zum Hochheben und Absenken
Sensoren integriert sind, welche fortlaufend Informa
tionen über die optimale Gewichtsverteilung und
Positionierung des Querfahrwerkes gewinnen und nötige
Höhen-Tiefen-Korrekturen gegebenenfalls selbständig
vornehmen können.
12. Erfindungsgemäßes Fahrzeug dergestalt, daß an den her
kömmlichen, straßentauglichen Rädern, gegebenenfalls
ausfahrbare Zahnräder oder dergleichen angebracht
werden, welche beim seitwärtigen Arbeiten in passend
dafür vorgesehene Auskerbungen (Vorrichtungen) des oder
der Querfahrwerke eingreifen und diese durch ihre
Bewegung mit vor- oder rückbewegen.
13. Erfindungsgemäßes Fahrzeug entsprechend Ziffer 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnräder oder
dergleichen, nicht in den herkömmlichen Reifen, sondern
in Querfahrwerken eingebaut sind, und sich statt dessen
die Einkerbungen zum Einfügen dieser Antriebsvorrich
tungen in den herkömmlichen Rädern befinden.
14. Erfindungsgemäßes Fahrzeug der bisher beschriebenen Art
dergestalt, daß hinter der Fahrerkabine, welche in alle
vier Himmelsrichtungen disponierbar ist, eine Lade- bzw.
Arbeitsfläche zum Andocken beziehungsweise Aufbau
der verschiedensten landwirtschaftlichen Geräte
vorhanden ist, wobei der Aufbau sowohl längs als auch
quer zur Fahrtrichtung möglich ist.
15. Fahrzeug gemäß Ziffer 14, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Lade- bzw. Arbeitsfläche hinter der Fahrerka
bine ein Drehschemel integriert ist, welcher den
Aufbau von Arbeitsgeräten dahingehend ermöglicht, daß
mit diesem auf dem Acker sowohl vor- als auch rück
wärtiges Arbeiten möglich ist.
16. Fahrzeug der bisher beschriebenen Art, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein oder mehrere Teleskoparme das oder
die Querfahrwerke zum Hochheben und Absenken an jenen
Stellen anfassen, die zum Andocken an die herkömm
lichen Räder zwecks Kraftübertragung gedacht sind.
17. Erfindungsgemäßes Fahrzeug, dadurch gekennzeichnet, daß
sowohl das herkömmliche Fahrzeug als auch das in es
quer zur Straßenfahrtrichtung einfahrbares Querfahr
werk unabhängig voneinander eingesetzt werden können.
18. Fahrzeug der bisher beschriebenen Art, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Lenkung in Straßenfahrt bei hochge
hobenen Querfahrwerken auf herkömmliche Art und Weise
über die Räder erfolgt, auf dem Acker aber die Lenkung
gegebenenfalls nach Art der Raupenfahrzeuge dahingehend
erfolgt, daß die Radantriebe zu beiden Seiten vonein
ander unabhängig beschleunigbar und/oder verzögerbar
sind und hierbei das mittig angebrachte Querfahrwerk,
beziehungsweise die angebrachten Querfahrwerke, ent
weder so gestaltet sind, daß sie lenkunterstützend
tätig sind, oder sich bei Lenkvorgängen neutral ver
halten.
19. Fahrzeug der beschriebenen Art, dadurch gekennzeichnet,
daß die Querfahrwerke auf Drehtellern, welche Lenk
vorgänge bis zu ca. 45 Grad zu lassen, gelagert werden.
20. Fahrzeug der beschriebenen Art, dadurch gekennzeichnet,
daß aus Walzen beziehungsweise Rollen bestehende Quer
fahrwerke direkt über die herkömmlichen Räder gelenkt
werden, mit denen sie eine Verbindung, vergleichbar
jener von Zwillingsreifen eingegangen sind.
21. Fahrzeug der beschriebenen Art, dadurch gekennzeichnet,
daß mehre von ihnen nebeneinander oder hintereinander
kombiniert und von einer Fahrerkabine aus gesteuert
werden können.
22. Erfindungsgemäßes Fahrzeug der beschriebenen Art,
dadurch gekennzeichnet, daß die herkömmlichen Räder zum
Antrieb der Querfahrwerke circa 90 Grad nach innen
einschlagbar sind.
23. Fahrzeug der beschriebenen Art, dadurch gekennzeichnet,
daß die herkömmlichen Räder auf teleskopartig erweiter
baren Achsen gelagert werden.
24. Fahrzeug der beschriebenen Art, dadurch gekennzeichnet,
daß in bestimmten Situationen nur das oder die Quer
fahrwerke zum Einsatz kommen und zur Erreichung dieses
Zieles, die herkömmlichen Räder hochgehoben werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752958A DE19752958A1 (de) | 1996-12-04 | 1997-11-28 | Bodenschonendes, der seitwärtigen Arbeitsweise zugängliches landwirtschaftliches Fahrzeug |
Applications Claiming Priority (8)
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