DE19752535A1 - Stellvorrichtung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Stellvorrichtung mit einem in einem
Gehäuse beweglich gelagerten, hydraulisch ansteuerbaren Arbeits
element, mit Mitteln zur Positionsbestimmung des Arbeitselemen
tes bezüglich eines gehäusefesten Punktes.
Eine gattungsgemäße Stellvorrichtung ist aus der Offenlegungs
schrift DE 34 24 461 A1 bekannt. Diese weist ein zylindrisches
Gehäuse auf, an dessen Außenumfang eine Induktionsspule angeord
net und in dem ein als Kern wirkender Kolben beweglich gelagert
ist. Die Position des Kolbens kann durch eine Meßschaltung für
die Änderung der Spuleninduktanz in Abhängigkeit von der Ver
schiebung des Kolbens gemessen werden.
Aus der Offenlegungsschrift DE 196 29 065 A1 ist eine hydrauli
sche Betätigungsanordnung für ein Fahrzeugverdeck bekannt, die
mehrere parallel geschaltete Arbeitszylinder mit Schaltelementen
zur gezielten Ansteuerung und Druckkontrolle der einzelnen Zy
linder umfaßt. Ein Drucksensor überwacht den Vorlaufdruck zwi
schen Pumpe und Zylindern, wobei dessen Meßsignal von einem
Rechner einer Steuereinheit ausgewertet und mit bekannten Druck
verläufen verglichen wird. Durch eine nacheinander erfolgende
Ansteuerung läßt sich die jeweilige Endstellung der einzelnen
Arbeitszylinder mit Hilfe des Drucksensors überwachen, wodurch
eine Funktionskontrolle der gesamten Betätigungsanordnung reali
siert wird.
Ferner ist aus dem Gebrauchsmuster DE 94 12 435 U1 ein Arbeits
zylinder bekannt, in dessen Gehäuse ein axial bewegbarer Kolben
angeordnet ist. Der Kolben ist fest mit einer Kolbenstange ver
bunden, die in einer Längsnut einen Meßstreifen bestehend aus
mehreren in Axialrichtung aufeinanderfolgend angeordneten Mag
netzonen aufweist, die durch eine Sensoreinrichtung berührungs
los abtastbar sind. Dadurch wird es ermöglicht, die Position des
Kolbens im Arbeitszylindergehäuse elektromagnetisch zu erfassen.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine Stellvorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der eine genaue und
zuverlässige Positionsbestimmung des Arbeitselementes mit beson
ders einfachen Mitteln möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mit
tel zur Positionsbestimmung mehrere, entlang des Bewegungsweges
des Arbeitselementes verteilt angeordnete Widerstandselemente
zur Änderung des Bewegungswiderstandes des Arbeitselementes auf
weisen. Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß eine Ände
rung des Bewegungswiderstandes des Arbeitselementes die Änderung
einer weiteren, meßbaren Kenngröße des Arbeitselementes zur Fol
ge hat, wodurch sich einer bestimmten Position des Arbeitsele
mentes ein bestimmter Bewegungswiderstand zuordnen läßt, der di
rekt oder indirekt meßbar ist und somit über die Lage des Ar
beitselementes innerhalb seines Führungsgehäuses Auskunft gibt.
Derartige Widerstandselemente können sowohl großflächig als auch
punktuell ausgeführt werden. Durch eine verteilte Anordnung meh
rerer gleichartiger oder verschiedener Widerstandselemente ent
lang des Bewegungsweges des Arbeitselementes kann ein sich
kontinuierlich oder abgestuft verändernder Bewegungswiderstand
des Arbeitselementes erzeugt werden, wobei einzelne Änderungen
des Bewegungswiderstandes oder auch der Bewegungswiderstand
selbst die meßbare Kenngröße des Arbeitselementes beeinflussen
und zur Positionsbestimmung herangezogen werden können. Als Än
derung des Bewegungswiderstandes wird sowohl eine Erhöhung als
auch eine Verringerung angesehen.
In Ausgestaltung der Erfindung umfassen die Mittel zur Posi
tionsbestimmung eine Sensoreinrichtung zur Erfassung wenigstens
einer sich mit dem Bewegungswiderstand ändernden Kenngröße des
Arbeitselementes, insbesondere eines Hydraulikdruckwertes. Als
durch die Sensoreinrichtung zu erfassende Kenngröße des Arbeits
elementes ist vorzugsweise der Hydraulikdruck zwischen einer Hy
draulikpumpe und dem Arbeitselement, d. h. im Vorlauf des Arbeits
elementes, nutzbar, jedoch kommen auch andere Hydraulikdrücke so
wie Geschwindigkeit und Beschleunigung des Arbeitselementes als
meßbare Kenngrößen in Frage.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung umfassen die Mittel zur
Positionsbestimmung ferner eine mit der Sensoreinrichtung ver
bundene Steuereinheit, die die Meßwerte der Sensoreinrichtung
verschiedenen Positionen des Bewegungsweges des Arbeitselementes
zuordnet. Die Zuordnung durch die Steuereinheit kann darin be
stehen, daß von der Sensoreinrichtung übermittelte Impulse ge
zählt werden, wobei einer bestimmten Zahl von Impulsen eine be
stimmte Position des Arbeitselementes entspricht, oder daß Funk
tionsverläufe aufgezeichnet und beliebig ausgewertet und/oder
mit vorgebbaren Kennlinien verglichen werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist als ein Widerstands
element ein gegen die Bewegung des Arbeitselementes wirkender,
vom Arbeitselement zu überfahrender mechanischer Widerstand vor
gesehen. Wenn das Arbeitselement den mechanischen Widerstand
überfährt, ergeben sich vorübergehend eine meßbare Verlangsamung
der Bewegungsgeschwindigkeit des Arbeitselementes und gegebenen
falls auch eine Erhöhung des Hydraulikdrucks im Vorlauf oder ei
ne Absenkung des Hydraulikdrucks im Nachlauf des Arbeitselemen
tes. Als mechanische Widerstände kommen beispielsweise aufge
rauhte Oberflächenstrukturen, Beschichtungen oder Einsätze aus
Materialien mit erhöhtem Reibungswert, in Vertiefungen der
Gleitflächen des Gehäuses versenkbare Hindernisse oder mehrfach
überfahrbare Federelemente an den Gleitflächen in Frage.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist als ein mechanischer
Widerstand ein elastisch komprimierbares Druckelement vorgese
hen, das zugleich einen Endanschlag für das Arbeitselement bil
det. Wenn das Arbeitselement gegen das Druckelement stößt, er
höht sich der Arbeitsaufwand für die Bewegung des Arbeitselemen
tes, woraus sich eine wenigstens kurzzeitige Verlangsamung der
Bewegungsgeschwindigkeit und ggf. entsprechende Druckänderungen
ergeben. Durch eine Verwendung unterschiedlicher Druckelemente
für verschiedene Endanschläge des Arbeitselementes, läßt sich einem
bestimmten Endanschlag ein bestimmter Verlauf der gemessenen
Kenngröße zuordnen, so daß der Endanschlag identifizierbar ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist als ein Widerstands
element eine vom Arbeitselement zu überfahrende Druckausgleichs
öffnung vorgesehen. Eine derartige Druckausgleichsöffnung stellt
gewissermaßen einen hydraulischen Widerstand und somit eine ein
fach realisierbare Alternative zu einem mechanischen Widerstand
dar. Das Überfahren der Druckausgleichsöffnung kann dabei sowohl
eine Beschleunigung der Bewegung des Arbeitselementes, bei
spielsweise durch eine Anzapfung einer zusätzlichen Druckquelle,
als auch eine entsprechende Verlangsamung beispielsweise durch
eine maßgebliche Absenkung des Vorlaufdruckes, zur Folge haben.
Als Druckausgleichsöffnungen kommen beispielsweise quer oder
längs angeordnete Aussparungen, abschnittsweise Querschnittser
weiterungen oder gesonderte Anzapfungen in der Gehäusewand in
Betracht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Druckausgleichs
öffnung als Nut oder Kerbe in der mit dem Arbeitselement in
Dichtkontakt stehenden Gehäusewand ausgestaltet. Beim Überfahren
der Nut oder Kerbe durch das Arbeitselement ergibt sich bei ent
sprechender Ausgestaltung eine Leckage zwischen Vorlauf- und
Nachlaufseite des Arbeitselementes, die wiederum eine meßbare
Druckänderung bewirkt.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den
Ansprüchen. Nachfolgend ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung anhand der Zeichnungen dargestellt.
Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Stellvorrichtung
in Form eines Hydraulikzylinders mit einem linear beweg
lich gelagerten Kolben, und
Fig. 2 ein Kraftfahrzeug mit einem schwenkbaren Verdeck, dessen
Antriebseinheit eine erfindungsgemäße Stellvorrichtung
umfaßt.
In Fig. 1 ist eine Stellvorrichtung in Form eines Hydraulikzy
linders 1 dargestellt. Der Hydraulikzylinder 1 ist Bestandteil
einer hydraulischen Antriebseinheit (1, 10, 12 bis 15) für ein
schwenkbares Verdeck 11 eines Cabriolets, die in Fig. 2 skiz
ziert ist.
Im Gehäuse 3 des Hydraulikzylinders 1 ist ein als Arbeitselement
dienender Kolben 2 axial beweglich gelagert. Der Kolben 2 ist
beidseitig von einer in Fig. 2 dargestellten Hydraulikpumpe 12
mit Hydraulikdruck beaufschlagbar und kann so in seinem Arbeits
raum 3b hin und her bewegt werden. Für eine Zu- und Abfuhr von
Hydraulikflüssigkeit sind entsprechende Leitungsanschlüsse 4 in
dem Gehäuse 3 vorgesehen. Über eine Kolbenstange 8, die das Ge
häuse 3 durchsetzt, treibt der Kolben 2 eine in Fig. 2 angedeu
tete Mechanik 10 des Kraftfahrzeugverdecks 11 an.
Zwischen dem Kolben 2 und der Gehäusewand 3a ergeben sich Berüh
rungsflächen, zwischen denen im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ein Dichtelement 7 angeordnet ist. Dieses Dichtelement 7 sorgt
in herkömmlicher Weise für einen optimalen Dichtkontakt zwischen
dem Kolben 2 und der Gehäusewand 3a. Des weiteren sind in der
Gehäusewand mehrere, als Druckausgleichsöffnungen dienende um
laufende Nuten 5 angeordnet, die in axialer Richtung breiter
ausgestaltet sind als das Dichtelement 7. Wenn der Kolben 2 eine
Position einnimmt, die derjenigen in Fig. 1 entspricht, büßt das
Dichtelement 7 seine Wirksamkeit ein, da es den Kontakt zur Ge
häusewand 3a verliert. Auf diese Weise ergibt sich eine Leckage
strömung zwischen Vorlauf- und Nachlaufseite des Arbeitsraumes
3b, falls eine entsprechende Druckdifferenz am Kolben 2 anliegt.
Die Nuten 5 sind in Form von Kalotten derart ausgestaltet, daß
eine Beschädigung des Dichtelements 7 auch bei wiederholtem
Überfahren vermieden wird.
Im Arbeitsraum 3b des Kolbens 2 ist ferner ein elastisch kompri
mierbares Druckelement in Form einer Druckfeder 6 vorgesehen,
die sich an einer Anschlagfläche 3c des Gehäuses abstützt. Wenn
der Kolben in Richtung der Anschlagfläche 3c verfahren wird,
stößt er somit zuerst gegen die Druckfeder 6, die, wenn sie
vollständig zusammengedrückt ist, selbst als Anschlag für den
Kolben 2 wirkt.
Das beispielhaft vorgeschlagene Ausführungsbeispiel einer hy
draulischen Antriebseinheit funktioniert wie folgt. Der Kolben 2
möge sich zunächst in einer nicht dargestellten Endposition be
finden, in der die Kolbenstange 8 vollständig aus dem Gehäuse 3
ausgefahren ist und der Kolben 2 gegen eine Anschlagfläche 3d
stößt. Wird er von dieser Seite, der Vorlaufseite, mit Hilfe der
Hydraulikpumpe 12 mit Druck beaufschlagt, so reißt er sich aus
dieser Position los und bewegt sich in Richtung auf die gegen
überliegende Anschlagfläche 3c zu. Dabei ist zunächst ein gegen
über dem normalen Arbeitsdruck erhöhtes Druckniveau erforder
lich, da ein gewisser Losreißwiderstand überwunden und der Kol
ben 2 beschleunigt werden muß. Danach sinkt das erforderliche
Druckniveau auf den Wert des normalen Arbeitsdruckes ab, der
insbesondere dann erreicht ist, wenn der Kolben seine konstante,
normale Arbeitsgeschwindigkeit erreicht hat.
Nachdem der Kolben einen gewissen Weg zurückgelegt hat, über
fährt er eine erste der umlaufenden Nuten 5, wobei wie bereits
dargestellt, kurzzeitig eine Leckageströmung zwischen Kolben und
Gehäusewand 3a auftritt, die für einen entsprechenden Druckab
fall auf der Vorlaufseite des Kolbens sorgt. Dieser vorüberge
hende Druckabfall, der im Rahmen üblicher Hydrauliksysteme vor
zugsweise bis ca. 5 bar betragen kann, läßt sich in herkömmlicher
Weise von einer Sensoreinrichtung in Form eines in Fig. 2 darge
stellten Druckaufnehmers 13 erfassen. Nach dem Überfahren der
ersten Nut stellt sich sehr schnell wieder der normale Arbeits
druck ein, der annähernd konstant bleibt, bis der Kolben die
nächste Nut überfährt. Da entlang des gesamten Bewegungsweges
des Kolbens verteilt, mehrere derartige Nuten 5 vorgesehen sind,
treten immer wieder ähnliche oder identische Druckabfälle auf,
die von einem Druckaufnehmer erfaßt und an eine Steuereinheit 14
weitergeleitet werden können, die in der Lage ist, diese Druck
sprünge zu registrieren und auszuwerten. Dabei ist vorgesehen,
daß einer bestimmten Zahl an registrierten Druckabfällen eine
bestimmte Position des Kolbens 2 innerhalb des Gehäuses 3 zuge
ordnet ist. In der Steuereinheit sind der maximale Kolbenhub wie
auch die Positionierung der Nuten entlang des Kolbenhubes er
faßt, so daß die Steuereinheit zu jedem Zeitpunkt auswerten
kann, an welcher Position sich der Kolben befindet. Die Positi
onsbestimmung ist dabei um so genauer, je kleiner der Abstand
der Nuten in axialer Richtung ausgeführt ist. Außerdem können
besonders ausgeführte Abstände zwischen einzelnen Nuten und/oder
besonders ausgeführte Nuten spezielle Positionen des Kolbens 2
kennzeichnen.
Wenn der Kolben 2 in eine Position gemäß Fig. 1 bewegt wird,
trifft er auf die als mechanischer Widerstand dienende Druckfe
der 6, die seine Bewegung behindert und einen kontinuierlichen
Druckanstieg auf der Vorlaufseite bewirkt. Dieser Druckanstieg
während der Bewegung des Kolbens kann von Druckabfällen infolge
mehrerer überfahrener Nuten 5 überlagert werden. Der Kolben er
reicht seine Endposition, wenn die Druckfeder vollständig zusam
mengepreßt ist, wobei der Druck auf der Vorlaufseite stark an
steigt, sobald der Kolben festliegt. Auf diese Weise läßt sich
ein für den Endanschlag 3c spezifischer Druckverlauf konzipie
ren, der von dem Druckaufnehmer 13 erfaßt und von der Steuerein
heit 14 dem Endanschlag zugeordnet werden kann. Dadurch vermag
die Steuereinheit 14 die Endposition zu detektieren und den
Endanschlag 3c von dem Endanschlag 3d, der keine Druckfeder auf
weist, zu unterscheiden. Besondere Endschalter können dadurch
entfallen.
In modifizierten Ausführungsbeispielen können zusätzlich oder
anstelle der hydraulisch wirkenden Nuten bzw. der mechanisch
wirkenden Feder auch Oberflächenstrukturen, federnd in eine Ver
tiefung der Gehäusewand 3a versenkbar gelagerte Kugeln oder an
dere Elemente an der Gehäusewand 3a vorgesehen sein, die mecha
nisch und/oder hydraulisch die Bewegung des Arbeitselementes we
nigstens kurzzeitig beeinflussen.
Es ist vorgesehen, der Steuereinheit 14 ein Speichermodul 15 zu
zuordnen, so daß die anhand eines Vergleichs des erfaßten Ar
beitsdruckverlaufs mit einer vorgebbaren Kennlinie und/oder ei
ner Druckimpulszählung ermittelte Position des Kolbens auch bei
stillgelegter Stellvorrichtung gespeichert bleibt, so daß der Steu
ereinheit jederzeit Informationen über die Position des Kolbens
zur Verfügung stehen. Ferner soll der Steuereinheit 14 über das
Speichermodul 15 eine Sollposition für das Verdeck 11 und damit
für den Kolben 2 vorgebbar sein, außer die Steuereinheit Steu
erbefehle an die Hydraulikpumpe 12 generieren kann.
Die Steuereinheit kann Fehlfunktionen der Stellvorrichtung von
einem Anfahren eines Endanschlags unterscheiden, da sowohl einem
Endanschlag ein charakteristischer Druckverlauf zugeordnet ist,
als auch die Bewegung des Kolbens innerhalb des Gehäuses mitge
schrieben wird. Es läßt sich eine hohe Betriebssicherheit der
Stellvorrichtung gewährleisten, da das System sowohl Fehlfunk
tionen als auch Fehlbedienungen zuverlässig selbständig erkennt.
Insbesondere das Einklemmen von Gegenständen oder Personen in
der Mechanik 10 des Verdecks werden nicht irrtümlich als Errei
chen einer Endposition erkannt, wodurch ein aktiver Einklemm
schutz ermöglicht wird, da die Stellvorrichtung in einem solchen
Fall sehr schnell durch die Steuereinheit abschaltbar ist.
Durch die erfindungsgemäße Lösung ist somit eine Ablaufsteue
rung, insbesondere für hydraulische oder pneumatische Arbeitszy
linder erzielbar, bei der entlang eines Bewegungsweges des Ar
beitselementes, d. h. des Kolbens, entsprechende Störungen, deren
Positionen relativ zum Bewegungsweg definiert sind, gezählt wer
den können, wodurch auch eine Umkehr des Bewegungsablaufes in
einfacher Weise realisierbar ist. Insbesondere bei Verdecksteue
rungen von Cabriolets kann somit auch bei einem Notstopp in der
Mitte einer Versenk- oder einer Schließbewegung die jeweilige
Bewegung nach Beseitigung des auslösenden Fehlers durch die ent
sprechende Steuerung zu Ende geführt werden, ohne daß es zu
Fehlfunktionen kommt.
Claims (9)
1. Stellvorrichtung mit einem in einem Gehäuse beweglich gelager
ten, hydraulisch ansteuerbaren Arbeitselement, mit Mitteln zur
Positionsbestimmung des Arbeitselementes bezüglich eines gehäu
sefesten Punktes,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittel zur Positionsbestimmung mehrere, entlang des Bewe
gungsweges des Arbeitselementes (2) verteilt angeordnete Wider
standselemente (5, 6) zur Änderung des Bewegungswiderstandes des
Arbeitselementes aufweisen.
2. Stellvorrichtung nach Anspruch 1, weiter
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittel zur Positionsbestimmung eine Sensoreinrichtung (13)
zur Erfassung wenigstens einer sich mit dem Bewegungswiderstand
ändernden Kenngröße des Arbeitselementes (2), insbesondere eines
Hydraulikdruckwertes, umfassen.
3. Stellvorrichtung nach Anspruch 2, weiter
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittel zur Positionsbestimmung eine mit der Sensoreinrich
tung (13) verbundene Steuereinheit (14) umfassen, die die Meß
werte der Sensoreinrichtung verschiedenen Positionen des Bewe
gungsweges des Arbeitselementes zuordnet.
4. Stellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
als ein Widerstandselement ein gegen die Bewegung des Arbeits
elementes wirkender, vom Arbeitselement zu überfahrender mecha
nischer Widerstand (6) vorgesehen ist.
5. Stellvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
als ein mechanischer Widerstand ein elastisch komprimierbares
Druckelement (6) vorgesehen ist, das zugleich einen Endanschlag
für das Arbeitselement (2) bildet.
6. Stellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
als ein Widerstandselement eine vom Arbeitselement (2) zu über
fahrende Druckausgleichsöffnung (5) vorgesehen ist.
7. Stellvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Druckausgleichsöffnung (5) als Nut oder Kerbe in der mit dem
Arbeitselement (2) in Dichtkontakt stehenden Gehäusewand (3a)
ausgestaltet ist.
8. Stellvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Druckausgleichsöffnung mindestens so groß dimensioniert ist,
wie ein zwischen Arbeitselement und Gehäusewand (3a) vorgesehe
nes Dichtelement (7).
9. Hydraulische Antriebseinheit, insbesondere für ein schwenkba
res Fahrzeugverdeck (11), mit einer Steuerung (14), die geeignet
ist, mit Hilfe einer Druckmeßsensorik (13) verschiedene Funkti
onspositionen der Antriebseinheit anhand von Drucksignalen zu
erfassen und die Antriebseinheit in Abhängigkeit von den erfaß
ten Signalen anzusteuern,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebseinheit eine Stellvorrichtung (1) nach einem der An
sprüche 1 bis 8 umfaßt.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE1997152535 DE19752535C2 (de) | 1997-11-27 | 1997-11-27 | Stellvorrichtung |
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Publications (2)
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|---|---|
| DE19752535A1 true DE19752535A1 (de) | 1999-06-10 |
| DE19752535C2 DE19752535C2 (de) | 2001-11-22 |
Family
ID=7849958
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997152535 Expired - Fee Related DE19752535C2 (de) | 1997-11-27 | 1997-11-27 | Stellvorrichtung |
Country Status (2)
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