DE19629065A1 - Hydraulische Betätigungsanordnung für ein Fahrzeugverdeck - Google Patents
Hydraulische Betätigungsanordnung für ein FahrzeugverdeckInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Betätigungs
anordnung für ein Fahrzeugverdeck, mit einer Anzahl von über
separate Schaltelemente mit einem gemeinsamen Druckkreis ver
bundenen Arbeitszylindern, einer mit den Schaltelementen
verbundenen Steuereinheit und zumindest einer ebenfalls mit
der Steuereinheit in Verbindung stehenden Rückmeldeeinheit
zur Endstellungskontrolle der Arbeitszylinder.
Bekannte Betätigungsanordnungen der genannten Art haben
zumeist den gleichen Funktionsaufbau, bei welchem der Ablauf
der Verdeckbetätigung mittels Ventilen über die Steuereinheit
gesteuert wird. Um die Schaltelemente der Ventile zeit- bzw.
ablaufrichtig ansteuern zu können, müssen von den Elementen
der Verdeckbetätigung her Stellungssignale als Rückmeldung
kommen, welche zumeist über entsprechende Schalter am Verdeck
bzw. dessen Betätigung, und hier insbesonders an den Arbeits
zylindern selbst, realisiert werden. Diese Ausführungen sind
im Bezug auf Herstellung, Montage und Wartung sehr kostenin
tensiv, da für jeden Teil des Betätigungsvorganges bzw. jeden
einen derartigen Teil des Betätigungsvorganges bewirkenden
Arbeitszylinder zumindest zwei Endsignale (Zylinder ausgefah
ren/Zylinder eingefahren) zur Verfügung gestellt werden müs
sen, was bei den heute in diesem Zusammenhang gebräuchlichen
Ausführungen beispielsweise zwei separate Endstellungsschal
ter am jeweiligen Arbeitszylinder erfordert. Zusätzlich sind
noch entsprechende Stecker, Leitungen u. dgl. vorzusehen und
zu verlegen, was zusammen mit der erforderlichen Mehranzahl
von Steuereingängen an der Steuereinheit den Bauteilaufwand
und naturgemäß auch die Anfälligkeit für Fehler und Schäden
erhöht.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine hy
draulische Betätigungsanordnung der eingangs genannten Art so
zu verbessern, daß die angesprochenen Nachteile der bekannten
Anordnungen vermieden werden und daß insbesonders ohne Einbu
ßen an Funktionssicherheit eine hinsichtlich Herstellung,
Montage und Wartung kostengünstigere Bauweise möglich wird.
Diese Aufgabe wird bei einer Betätigungsanordnung der
eingangs genannten Art gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
daß die Rückmeldeeinheit zumindest einen im Druckkreis einge
schalteten Drucksensor aufweist, dessen Ausgangssignal über
der Zeit zusammen mit den festgelegten Schaltfolgen der ein
zelnen Schaltelemente zur Endstellungskontrolle der einzelnen
Arbeitszylinder dient. Es ist also prinzipiell nur mehr ein
in den Druckkreis für die Arbeitszylinder der Verdeckbetäti
gung eingeschalteter Drucksensor erforderlich, der den Druck
verlauf in diesem Druckkreis überwacht. Jede Betätigungsan
ordnung hat im funktionierenden Zustand einen von Mal zu Mal
praktisch identischen Druckverlauf über der Zeit, der von den
festgelegten Schaltfolgen und den verwendeten Komponenten ab
hängt. Somit kann beispielsweise über einen festgestellten
Druckanstieg beim Hubende eines Arbeitszylinders der erfor
derliche nächste Ablaufschritt der Betätigung gesteuert wer
den. Eine zusätzliche Kontrolle jedes Ablaufschrittes kann
über die Zeit erfolgen, da ja im funktionierenden Zustand
jeder Arbeitszylinder innerhalb einer bestimmten Zeit ausge
fahren sein sollte. Durch den Wegfall der vielen einzelnen
Endstellungsschalter an der Verdeckbetätigung bzw. den Ar
beitszylindern selbst können die Bauteile der Betätigungsan
ordnung insgesamt wesentlich kostengünstiger und einfacher
gefertigt werden. Die Montage im Fahrzeug ist ebenfalls ko
stengünstiger, einfacher und weniger fehleranfällig, da ent
sprechend weniger Kabeln und Stecker verlegt werden müssen.
Die Steuereinheit kann mit wesentlich wenigeren Eingängen das
Aus langen finden. Zusätzlich ist die Sicherheit bedeutend
größer als bei den beschriebenen bekannten Betätigungsanord
nungen, da der Druck ständig überwacht wird und größere Ab
weichungen des Druckes sofort Auswirkungen auf den Verdeck
ablauf haben.
In bevorzugter weiterer Ausgestaltung der Erfindung
ist zur Überwachung und Auswertung des Druckverlaufes in der
Steuereinheit ein Rechner vorgesehen, der auch die Schaltfol
gen der Schaltelemente steuert. Damit kann die Überwachung
der Druckverläufe bzw. deren Umsetzung in das Auslösen der
Schaltfolgen sehr einfach vorgenommen werden, wobei auch
Änderungen zur Anpassung an geänderte Gegebenheiten leicht
möglich sind.
Nach einer besonders bevorzugten weiteren Ausgestal
tung der Erfindung ist vorgesehen, daß zumindest ein Tempera
tursensor, vorzugsweise am oder zumindest in der Nähe des
Druckkreises, vorgesehen ist, der ebenfalls mit der Steuer
einheit in Verbindung steht und über den die temperaturabhän
gige Kennlinie der Betätigungsanordnung bei der Ablaufsteue
rung berücksichtigbar ist. Da die Zeitdauer der Verstellung
des jeweiligen Arbeitszylinders von der einen in die andere
Endstellung vom hydraulischen Volumenstrom abhängt und dieser
von der Temperatur, kann auf diese Weise eine einfache Kom
pensation vorgenommen und zwei voneinander unabhängige Para
meter erhalten werden, mit denen die Steuerung des Betäti
gungsablaufes sicher durchgeführt werden kann.
Es ist natürlich klar, daß unabhängig von der bzw. zu
sätzlich zur beschriebenen Art der Steuerung der hydrauli
schen Betätigungsanordnung des Fahrzeugverdeckes noch be
darfsweise zusätzliche Sicherheitsschalter, Endschalter
od. dgl. vorgesehen sein können, die beispielsweise das end
gültige Erreichen der Endstellungen des Fahrzeugverdeckes
zusätzlich oder separat überwachen.
Die Erfindung wird im folgenden noch anhand der in der
Zeichnung schematisch dargestellten Ausführung näher erläu
tert. Fig. 1 zeigt ein schematisches Schaltschema einer er
findungsgemäßen Betätigungsanordnung und Fig. 2 zeigt einen
Ausschnitt aus einem zugehörigen Druckdiagramm.
Die in Fig. 1 dargestellten vier separaten Arbeitszy
linder 1 bis 4 dienen auf hier nicht näher dargestellte Weise
zur Betätigung eines Fahrzeugverdeckes, wozu die oben aus den
Arbeitszylindern geführten Kolbenstangen 5 auf ebenfalls
nicht weiter dargestellte Weise mit Betätigungselementen,
Sperrelementen od. dgl. des Fahrzeugverdeckes oder beispiels
weise auch eines Deckels für die Aufnahme des geöffneten
Fahrzeugverdeckes am Fahrzeug od. dgl. in Verbindung stehen.
Die Arbeitszylinder 1 bis 4 sind über separate Schaltelemente
V1 bis V4 mit einem gemeinsamen Druckkreis P (Anschlüsse P1
bis P4) bzw. über separate Drosseln D1 bis D4 mit der Leitung
T zum Tank 6 verbunden. Die unmittelbar mit den Schaltelemen
ten V1 bis V4 verbundenen Anschlüsse der Arbeitszylinder 1
bis 4 sind mit A1 bis A4 bezeichnet.
Der Vollständigkeit halber ist noch auf Rückschläge R1
bis R4 in der Verbindung vom Druckkreis P zu den Schaltele
menten V1 bis V4 zu verweisen, welche letztere hier einer
seits federbelastet und andererseits elektrisch betätigt
sind.
In dem in Fig. 1 strichpunktiert angedeuteten Aggre
gatblock 7 sind zusätzlich zu den Schaltelementen samt Rück
schlägen und Drosseln sowie den entsprechenden Verbindungs
leitungen noch die Druckpumpe 8 samt Filter 9 sowie ein
Druckbegrenzungsventil 10 angeordnet, welches überhöhten
Druck in den Tank 6 absteuert.
Abgesehen von den angesprochenen Anschlüssen A1 bis A4
und P1 bis P4 sind am Aggregatblock 7 noch mit P′ und T′ be
zeichnete Ausgänge vorgesehen, die mit einer externen Steuer
einheit 11 verbunden sind. Der Ausgang P′ leitet das Aus
gangssignal eines im Druckkreis eingeschalteten Drucksensors
12 an die Steuereinheit 11. Der Ausgang T′ wiederum leitet
das Ausgangssignal eines Temperatursensors 13 (hier im Tank 6
angeordnet) zur Steuereinheit 11, welche auf hier nicht dar
gestellte Weise weiters auch mit den elektrischen Betäti
gungselementen der Schaltelemente V1 bis V4 in Verbindung
steht.
Zur Überwachung und Auswertung des Druckverlaufes des
Drucksensors 12 ist in der Steuereinheit 11 ein hier nicht
dargestellter Rechner vorgesehen, der auch die Schaltfolgen
der Schaltelemente V1 bis V4 steuert. Das Ausgangssignal des
Drucksensors 12 über der Zeit dient zusammen mit den festge
legten Schaltfolgen der einzelnen Schaltelemente V1 bis V4
zur Endstellungskontrolle der einzelnen Arbeitszylinder 1 bis
4. Über den Temperatursensor 13 kann die temperaturabhängige
Kennlinie der Betätigungsanordnung bei der Ablaufsteuerung
berücksichtigt werden.
Am Anfang eines Betätigungsvorganges sind z. B. gemäß
Fig. 1 alle Arbeitszylinder 1 bis 4 eingefahren und alle
Schaltelemente V1 bis V4 nicht bestromt. Es wird nun der
Aggregatblock bzw. die Druckpumpe 8 eingeschaltet und gleich
zeitig das Schaltelement V1 in die andere, nicht dargestellte
Schaltstellung gebracht, womit der Arbeitszylinder 1 aus
fährt. Über den Drucksensor 12 wird der Druckverlauf im
Druckkreis P aufgenommen und im Rechner der Steuereinheit 11
verarbeitet, wobei der Istdruck mit einem vom Ablauf her be
kannten Solldruck über der Zeitachse verglichen wird. Aus
Fig. 2 ist dazu zu ersehen, daß sich in der ersten Phase
Druck im Arbeitszylinder 1 aufbaut, bis er sich bewegt (A1 in
Fig. 2). Danach fährt der Arbeitszylinder aus und der Druck
verläuft je nach Belastung entlang B1 in Fig. 2. Nachdem der
Arbeitszylinder das Hubende (oder einen entsprechenden An
schlag im Verdeck) erreicht hat, steigt der über den Druck
sensor 12 überwachte Druck an, bis er bei C1 in Fig. 2 das
über das Druckbegrenzungsventil (10 in Fig. 2) vorgegebene
Niveau erreicht hat. Die Steuerung kann also anhand des
Druckverlaufes über der Zeit erkennen, daß der Arbeitszylin
der 1 seine Endposition erreicht hat.
Es kann dann gemäß Fig. 2 beispielsweise Arbeitszylin
der 2 in ähnlicher Weise angesteuert bzw. dessen Bewegung
überwacht werden, usw.
Die dargestellte und besprochene Steuerung kann alle
möglichen Varianten von Zylinderanordnungen ansteuern. Die
Zylinder selbst können differential oder einseitig angesteu
ert werden, u.zw. für alle Druckkennlinien. Um eine sichere
Erkennung des Hubendes bzw. der Endposition zu gewährleisten,
ist natürlich ein entsprechender Druckunterschied zwischen
dem maximalen Druck im Arbeitszylinder und dem Öffnungsdruck
des Druckbegrenzungsventils 10 vorzusehen, der von der Auf
lösung des Drucksensors abhängig ist.
Der Temperatursensor 13 mißt vorzugsweise die Tempera
tur des Öles auf beschriebene Weise, da diese unmittelbar die
Kennlinie des Aggregatblocks bzw. der Betätigungsanordnung
insgesamt beeinflußt. Der Temperatursensor 13 könnte aber
auch beispielsweise auf der Platine der Steuereinheit 11
selbst angebracht werden, sofern diese den entsprechenden
Temperaturschwankungen ebenfalls ausgesetzt ist. Der Druck
sensor 12 ist so in die Schaltung einzubinden, daß er alle
Druckbereiche von den Arbeitszylindern 1 bis 4 aufnehmen kann
- vorzugsweise ist der Drucksensor wie dargestellt direkt in
der P-Leitung angeordnet.
Zusätzlich könnten auf hier nicht dargestellte Weise
an geeigneten Orten des Verdeckes bzw. Fahrzeuges noch End
schalter, Sicherheitsschalter od. dgl. vorgesehen sein, die
etwa das vollständige öffnen bzw. Schließen des Verdeckes
separat an die Steuereinheit 11 melden.
Claims (3)
1. Hydraulische Betätigungsanordnung für ein Fahrzeugver
deck, mit einer Anzahl von über separate Schaltelemente
mit einem gemeinsamen Druckkreis verbundenen Arbeitszy
lindern, einer mit den Schaltelementen verbundenen Steu
ereinheit und zumindest einer ebenfalls mit der Steuer
einheit in Verbindung stehenden Rückmeldeeinheit zur End
stellungskontrolle der Arbeitszylinder, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rückmeldeeinheit
zumindest einen im Druckkreis (P) eingeschalteten Druck
sensor (12) aufweist, dessen Ausgangssignal über der Zeit
zusammen mit den festgelegten Schaltfolgen der einzelnen
Schaltelemente (V1 bis V4) zur Endstellungskontrolle der
einzelnen Arbeitszylinder (1 bis 4) dient.
2. Betätigungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß zur Überwachung und Auswertung des Druck
verlaufes in der Steuereinheit (11) ein Rechner vorgese
hen ist, der auch die Schaltfolgen der Schaltelemente (V1
bis V4) steuert.
3. Betätigungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß zumindest ein Temperatursensor (13),
vorzugsweise am oder zumindest in der Nähe des Druckkrei
ses (P), vorgesehen ist, der ebenfalls mit der Steuerein
heit (11) in Verbindung steht und über den die tempera
turabhängige Kennlinie der Betätigungsanordnung bei der
Ablaufsteuerung berücksichtigbar ist.
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