DE19750680C2 - Kraftstoffversorgungsanlage für einen Dieselmotor - Google Patents
Kraftstoffversorgungsanlage für einen DieselmotorInfo
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- F02M37/00—Apparatus or systems for feeding liquid fuel from storage containers to carburettors or fuel-injection apparatus; Arrangements for purifying liquid fuel specially adapted for, or arranged on, internal-combustion engines
- F02M37/0011—Constructional details; Manufacturing or assembly of elements of fuel systems; Materials therefor
- F02M37/0023—Valves in the fuel supply and return system
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffversorgungsanlage
für einen Dieselmotor mit einer Kraftstoff aus einem
Schwalltopf eines Kraftstoffbehälters zu dem Dieselmotor
fördernden Kraftstoffpumpe, mit einer von einer Ein
spritzleiste und/oder einer Hochdruckpumpe des Dieselmo
tors in den Kraftstoffbehälter geführten Rücklaufleitung
und mit einem vor der Kraftstoffpumpe angeordneten Kraft
stofffilter.
Es sind herkömmliche Kraftstoffversorgungsanlagen
bekannt, in denen der Filter in einem Kraftstoffbehälter
nach der Kraftstoffpumpe angeordnet ist (FR 27 46 784).
Der Filter besitzt zwei Ausgänge, wobei über einen
Ausgang der Kraftstoff dem Motor zugeführt wird, während
an dem anderen Ausgang ein Druckregler angeordnet ist.
Verbraucht der Motor weniger Kraftstoff als von der
Kraftstoffpumpe gefördert wird, steigt der Druck im
Kraftstofffilter. Übersteigt der Druck einen bestimmten
Wert, öffnet der Druckregler und der überschüssige
Kraftstoff wird über eine Leitung zurück zur
Kraftstoffpumpe geführt.
In anderen bekannten Kraftstoffversorgungsanlagen ist der
Filter vor der Kraftstoffpumpe angeordnet. Derartige
Kraftstoffversorgungsanlagen werden bei heutigen
Dieselmotoren häufig eingesetzt. Der von dem Dieselmotor
über die Rücklaufleitung zurückfließende Kraftstoff hat
eine hohe Temperatur und wird meist einer Saugstrahlpumpe
zugeführt, die Kraftstoff aus dem Kraftstoffbehälter in
den Schwalltopf fördert. Der in den Schwalltopf
geförderte Kraftstoff weist deshalb eine Temperatur auf,
die zwischen der Temperatur in der Rücklaufleitung und
der in dem Kraftstoffbehälter liegt. Bei sehr niedrigen
Temperaturen können aus dem Dieselkraftstoff ausgefällte
feste Paraffine den Kraft
stofffilter zusetzen, und nach einiger Zeit durch den in
den Schwalltopf fließenden warmen Kraftstoff aufgeschmol
zen werden.
Kraftstofffilter für heutige Dieselmotoren, bei denen der
Kraftstoff direkt in Zylinder eingespritzt wird, sind je
doch besonders engmaschig, um den Kraftstoff möglichst
gründlich zu reinigen. Hierdurch kann sich der Kraft
stofffilter der bekannten Kraftstoffversorgungsanlage bei
sehr niedrigen Temperaturen sehr schnell mit Paraffinen
zusetzen, bevor der Kraftstoff in dem Schwalltopf eine
Temperatur erreicht, die die Paraffine aufschmilzt.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Kraft
stoffversorgungsanlage so zu gestalten, dass ein Zusetzen
des Kraftstofffilters mit Paraffinen weitgehend vermieden
wird.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß gelöst durch eine von
der Rücklaufleitung zu dem Kraftstofffilter geführte
Bypassleitung.
Durch diese Gestaltung wird der heiße, von der Rücklauf
leitung zurückgeführte Kraftstoff dem Kraftstofffilter
unmittelbar zugeführt. Dies führt zu einem besonders
schnellen Aufheizen des Kraftstofffilters nach dem Start
der Brennkraftmaschine. Deshalb werden Paraffine unmit
telbar nach deren Entstehen aufgeschmolzen und verstopfen
daher nicht mehr den Kraftstofffilter.
In der Regel ist vor der Hochdruckpumpe ein Feinfilter
mit einer im Vergleich zum Kraftstofffilter kleineren Ma
schenweite angeordnet, der den Kraftstoff besonders
gründlich reinigt. Ein Zusetzen des Feinfilters lässt
sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung einfach durch eine von der Rücklaufleitung zu
einem vor der Hochdruckpumpe angeordneten Feinfilter ge
führte Bypassleitung vermeiden.
Die Bypassleitung könnte beispielsweise in Strömungsrich
tung gesehen vor dem Kraftstofffilter münden. Hierdurch
könnte sich heißer Kraftstoff aus der Bypassleitung mit
Kraftstoff aus dem Schwalltopf mischen und den Kraft
stofffilter aufwärmen. Nachteilig ist hierbei jedoch,
dass der Kraftstoff aus der Bypassleitung mit dem kalten
Kraftstoff im Schwalltopf so weit gekühlt wird, dass der
Kraftstofffilter nur unwesentlich erwärmt wird. Die
Kraftstoffpumpe wird jedoch gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung zuverlässig mit einer Min
destmenge an warmem Kraftstoff versorgt, wenn die Bypass
leitung in einen in Strömungsrichtung gesehen nach einem
Filterelement des Kraftstofffilters und/oder des Feinfil
ters angeordneten Verwirbelungsraum mündet. Der über die
Bypassleitung in den Kraftstofffilter fließende Kraft
stoff ist bereits gereinigt, so dass dieser unmittelbar
der Kraftstoffpumpe zugeführt werden kann. Durch diese
Gestaltung wird der über den Kraftstofffilter angesaugte
Volumenstrom besonders gering gehalten. Das Filterelement
des Kraftstofffilters wird dank der Erfindung von der
Seite der Kraftstoffpumpe aufgewärmt.
Über die Rücklaufleitung zurückfließender Kraftstoff
lässt sich einfach in vorgesehene Teilströme für die
Bypassleitung und für die Saugstrahlpumpe aufteilen, wenn
in der Bypassleitung eine Drossel angeordnet ist. Diese
Drossel kann beispielsweise als Querschnittsverengung der
Bypassleitung gestaltet sein. Hierdurch lässt sich si
cherstellen, dass der Schwalltopf jederzeit mit Kraft
stoff gefüllt wird.
Ein ständiges Aufheizen des Kraftstoffs durch den An
schluss der Bypassleitung vor der Kraftstoffpumpe lässt
sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung vermeiden, wenn die Bypassleitung oberhalb ei
ner vorgesehenen Temperatur von einem Ventil verschließ
bar ist. Hierdurch werden Gasblasen, die bei sehr hohen
Temperaturen des Kraftstoffs entstehen können, zuverläs
sig vermieden.
Der über die Rücklaufleitung zurückfließende Kraftstoff
lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbil
dung der Erfindung vollständig zum Aufheizen des Kraft
stofffilters nutzen, wenn ein in Strömungsrichtung gese
hen nach einem Abzweig der Bypassleitung angeordnetes
Teilstück der Rücklaufleitung unterhalb einer vorgesehe
nen Temperatur von einem Ventil verschließbar ist.
Das Ventil könnte beispielsweise elektrisch geschaltet
werden. Das Ventil erfordert jedoch gemäß einer anderen
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung einen besonders
geringen baulichen Aufwand, wenn es ein von einem Feder
element in Grundstellung vorgespanntes Schließglied und
ein Stellelement mit einer Wachsfüllung zur Verstellung
des Schließgliedes hat. Die Wachsfüllung dehnt sich bei
steigender Temperatur aus und verschiebt dabei das
Schließglied. Bei fallender Temperatur wird das Schließ
glied von dem Federelement in die Grundstellung zurückbe
wegt.
Das Ventil gestaltet sich gemäß einer anderen vorteilhaf
ten Weiterbildung der Erfindung besonders kostengünstig,
wenn das Ventil ein Stellelement mit einer Metallgedächt
nislegierung hat.
Die erfindungsgemäße Kraftstoffversorgungsanlage ist be
sonders einfach montierbar, wenn der Feinfilter mit einer
die Kraftstoffpumpe aufweisenden Fördereinheit eine bau
liche Einheit bildet. Durch diese Gestaltung lassen sich
sämtliche Anschlüsse für den Feinfilter und die Bypass
leitung innerhalb des Kraftstoffbehälters anordnen, so
dass Diffusionsverluste an Kraftstoff besonders gering
gehalten werden.
Die Bypassleitung lässt sich gemäß einer anderen vorteil
haften Weiterbildung der Erfindung unmittelbar an der
Hochdruckpumpe anschließen und auf besonders kurzem Wege
zu dem Feinfilter führen, wenn der Feinfilter mit der
Hochdruckpumpe eine bauliche Einheit bildet. Dies trägt
zu einer besonders kurzen Aufheizzeit des Feinfilters
bei.
Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur
weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine da
von in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend be
schrieben. Diese zeigt in
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfin
dungsgemäßen Kraftstoffversorgungsanlage,
Fig. 2-4 verschiedene Ausführungsformen eines
Ventils der Kraftstoffversorgungsanlage aus
Fig. 1,
Fig. 5 eine Drossel in einer Bypassleitung der
erfindungsgemäßen Kraftstoffversorgungsanlage
aus Fig. 1.
Die Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße
Kraftstoffversorgungsanlage mit einer in einem Kraft
stoffbehälter 1 angeordneten Fördereinheit 2 und einer
Einspritzleiste 3 eines Dieselmotors. Die Fördereinheit 2
hat eine in einem Schwalltopf 4 angeordnete Kraftstoff
pumpe 5 und einen Kraftstofffilter 6 mit einem Filterele
ment 7. Die Kraftstoffpumpe 5 fördert Kraftstoff über
eine Vorlaufleitung 8 zu einer Hochdruckpumpe 9. Durch
die Hochdruckpumpe 9 erfährt der Kraftstoff eine Drucker
höhung von mehr als 1200 bar und gelangt anschließend zu
der Einspritzleiste 3 des Dieselmotors. Zwischen der
Hochdruckpumpe 9 und der Einspritzleiste 3 ist ein Druck
regelventil 10 angeordnet, welches oberhalb eines vorge
sehenen Druckes öffnet und überschüssigen Kraftstoff über
eine Rücklaufleitung 11 in den Kraftstoffbehälter 1 zu
rückführt. Vor der Hochdruckpumpe 9 ist ein Feinfilter 12
mit einem eine Maschenweite von beispielsweise 5 µm auf
weisenden Filterelement 13 angeordnet. Die Rücklauflei
tung 11 hat zwei Ventile 14, 15, die jeweils über eine
Bypassleitung 16, 17 mit dem Feinfilter 12 und dem Kraft
stofffilter 6 verbunden sind. Der Kraftstoff, der über
die Rücklaufleitung 11 in den Kraftstoffbehälter 1 ge
langt, wird einer Saugstrahlpumpe 18 zugeführt, die
Kraftstoff aus dem Kraftstoffbehälter 1 ansaugt und in
den Schwalltopf 4 fördert.
Bei besonders niedrigen Temperaturen gelangt ein Teil
strom des heißen Kraftstoffs aus der Rücklaufleitung 11
über die Bypassleitungen 16, 17 zu dem Feinfilter 12 und
dem Kraftstofffilter 6. Hierdurch werden bei niedrigen
Temperaturen aus dem Kraftstoff ausgefällte Paraffine,
die zu einem Zusetzen der Filterelemente 7, 13 führen
können, aufgeschmolzen. Die Bypassleitungen 16, 17 werden
jeweils in Strömungsrichtung gesehen den nach den Filter
elementen 7, 13 angeordneten Verwirbelungsräumen 19, 20
zugeführt.
Die Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform eines der Ventile
14, 15 aus Fig. 1 in einem Längsschnitt. Das Ventil 14,
15 hat ein in der Bypassleitung 16, 17 angeordnetes
Schließglied 21, welches von einem Federelement 22 in die
eingezeichnete Grundstellung vorgespannt ist. Auf der dem
Federelement 22 abgewandten Seite des Schließgliedes 21
befindet sich ein Stellelement 23 mit einer Wachsfüllung,
die sich bei steigender Temperatur ausdehnt und das
Schließglied 21 gegen die Kraft des Federelementes 22
verschiebt. Hierdurch ist die Bypassleitung 16, 17 bei
niedriger Temperatur geöffnet und wird bei hoher Tempera
tur verschlossen. Zur Verdeutlichung sind in der Zeich
nung die Strömungen des Kraftstoffs mit Pfeilen darge
stellt.
Die Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines der
Ventile 14, 15 aus Fig. 1, bei dem ein Schließglied 24
zum Versperren der Rücklaufleitung 11 ausgebildet ist.
Das Schließglied 24 wird von einem Stellelement 25 mit
einer Metallgedächtnislegierung verstellt. In der Zeich
nung ist das Schließglied 24 bei niedriger Temperatur
dargestellt, in der es ein zu dem in Fig. 1 dargestell
ten Kraftstoffbehälter 1 führendes Teilstück der Rück
laufleitung 11 verschließt und über eine Bohrung 26
Kraftstoff in die Bypassleitung 16, 17 gelangen kann.
Oberhalb einer vorgesehenen Temperatur wird das Schließ
glied 24 nach links bewegt, so dass Kraftstoff in den in
Fig. 1 dargestellten Kraftstoffbehälter 1 und in die
Bypassleitung 16, 17 gelangen kann.
Die Fig. 4 zeigt ein von einem Stellelement 27 mit einer
Metallgedächtnislegierung verstellbares Schließglied 28.
Das Schließglied 28 dient wie das in Fig. 2 zum Ver
schließen der Bypassleitung 16, 17 bei hohen Temperatu
ren.
Die Fig. 5 zeigt eine in der Bypassleitung 16, 17 ange
ordnete Drossel 29, die anstelle der in Fig. 1 darge
stellten Ventile 14, 15 in der Kraftstoffversorgungslage
eingesetzt werden kann. Die Drossel 29 ist als Quer
schnittsverengung in der Bypassleitung 16, 17 gestaltet
und ermöglicht eine Abzweigung eines Teilstroms
aus der Rücklaufleitung 11 in die Bypassleitung 16, 17.
Claims (10)
1. Kraftstoffversorgungsanlage für einen Dieselmotor mit
einer Kraftstoff aus einem Schwalltopf eines Kraftstoff
behälters zu dem Dieselmotor fördernden Kraftstoffpumpe,
mit einer von einer Einspritzleiste und/oder einer Hoch
druckpumpe des Dieselmotors in den Kraftstoffbehälter ge
führten Rücklaufleitung und mit einem vor der Kraftstoff
pumpe angeordneten Kraftstofffilter, gekennzeichnet durch
eine von der Rücklaufleitung (11) zu dem Kraftstofffilter
(6) geführte Bypassleitung (16).
2. Kraftstoffversorgungsanlage nach Anspruch 1, gekenn
zeichnet durch eine von der Rücklaufleitung (11) zu einem
vor der Hochdruckpumpe (9) angeordneten Feinfilter (12)
geführte Bypassleitung (17).
3. Kraftstoffversorgungsanlage nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bypassleitung (16, 17)
in einen in Strömungsrichtung gesehen nach einem Filter
element (7, 13) des Kraftstofffilters (6) und/oder des
Feinfilters (12) angeordneten Verwirbelungsraum (19, 20)
mündet.
4. Kraftstoffversorgungsanlage nach zumindest einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in
der Bypassleitung (16, 17) eine Drossel (29) angeordnet
ist.
5. Kraftstoffversorgungsanlage nach zumindest einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Bypassleitung (16, 17) oberhalb einer vorgesehenen
Temperatur von einem Ventil (14, 15) verschließbar ist.
6. Kraftstoffversorgungsanlage nach zumindest einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
ein in Strömungsrichtung gesehen nach einem Abzweig der
Bypassleitung (16, 17) angeordnetes Teilstück der Rück
laufleitung (11) unterhalb einer vorgesehenen Temperatur
von einem Ventil (14, 15) verschließbar ist.
7. Kraftstoffversorgungsanlage nach zumindest einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Ventil (14, 15) ein von einem Federelement (22) in
Grundstellung vorgespanntes Schließglied (21) und ein
Stellelement (23) mit einer Wachsfüllung zur Verstellung
des Schließgliedes (21) hat.
8. Kraftstoffversorgungsanlage nach zumindest einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Ventil (14, 15) ein Stellelement (25, 27) mit einer
Metallgedächtnislegierung hat.
9. Kraftstoffversorgungsanlage nach zumindest einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Feinfilter (12) mit einer die Kraftstoffpumpe (5)
aufweisenden Fördereinheit (2) eine bauliche Einheit bil
det.
10. Kraftstoffversorgungsanlage nach zumindest einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Feinfilter (12) mit der Hochdruckpumpe (9) eine bau
liche Einheit bildet.
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