DE19749893C1 - Lademaschine zum Umsetzen dicht benachbarter, langgestreckter Gegenstände, insbesondere Brennelemente, ihre Verwendung sowie Verfahren zum Versetzen von Brennelementen - Google Patents
Lademaschine zum Umsetzen dicht benachbarter, langgestreckter Gegenstände, insbesondere Brennelemente, ihre Verwendung sowie Verfahren zum Versetzen von BrennelementenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft bevorzugt die Handhabung von Brennele
menten, die zusammen mit ihren Steuerelementen im Druckwas
ser-Reaktorkern eines Kernkraftwerks zwar unmittelbar benachbart
angeordnet sind (Engstellung), in einem Brennelement-Lagerge
stell im Brennelement-Lagerbecken des Kernkraftwerks aber im
Abstand voneinander gelagert werden sollen (Weitstellung). Bei einem
Brennelement-Wechsel müssen abgebrannte Brennelemente aus dem
Reaktorkern in das Lagergestell und frische Brennelemente aus
dem Lagerbecken in den Reaktorkern transportiert werden. All
gemein betrifft die Erfindung eine Lademaschine zur Handha
bung von bezüglich ihrer Längsachse geodätisch vertikal ori
entierten, länglichen Gegenständen, wobei eine Vielzahl dieser
Gegenstände in der Nahstellung unmittelbar benachbart und
in der Weitstellung mit geringer Entfernung voneinander be
nachbart angeordnet sind. Die Lademaschine dient insbesondere
dazu, die besagten Gegenstände aus einem dicht gepackten Bün
del dieser Gegenstände zu einem Arbeits- oder Abstellplatz zu
transportieren. Umgekehrt dient sie auch dazu, solche abge
stellten Gegenstände zu einem engen Bündel zusammenzufassen.
Im folgenden wird vor allem die bevorzugte Anwendung der Er
findung zur Handhabung von Brennelementen und Steuerstäben in
einer Kernkraftwerksanlage beschrieben, ohne daß aber dadurch
andere Anwendungen ausgeschlossen werden.
Bei Kernkraftwerken mit Leichtwasserreaktoren ist der Reak
torkern im Reaktordruckbehälter untergebracht. Dabei weist
der Reaktorkern eine Mehrzahl von Brennelementen auf, die im
wesentlichen langgestreckt-quaderförmig geformt sind und
dicht nebeneinander benachbart geodätisch vertikal orientiert
sind. Zur Steuerung der Kernreaktion weist bei Druckwasser
reaktoren eine Mehrzahl dieser Brennelemente Steuerstäbe auf,
die durch in den Brennelementen enthaltene Führungsrohre in
die Brennelemente eingebracht sind. Bei Siedewasser-Reaktoren
sind die Steuerelemente kreuzförmig und werden jeweils an
Kreuzungsstellen, an denen sich die Spalten zwischen einander
benachbarten Brennelementen kreuzen, zwischen die Brennele
mente gefahren.
Im Laufe der Betriebszeit eines Kernreaktors wird der in den
Brennelementen enthaltene Kernbrennstoff durch Abbrennen ver
braucht, mit der Folge, daß die Brennelemente von Zeit zu
Zeit ausgewechselt werden müssen. Da der Abbrand von Brenn
elementen von ihrer Position im Reaktorkern abhängig ist,
sind die Brennelemente nicht gleichzeitig verbraucht. Nicht
vollständig abgebrannte Brennelemente werden in der Regel im
Reaktorkern umgesetzt. Der Austausch von Brennelementen und
deren Umsetzen erfolgt nach einem Betriebszyklus der Kraft
werksanlage von mehreren (z. B. 12 oder 18) Monaten.
Zum Brennelement-Wechsel muß der Reaktor abgeschaltet und
drucklos gemacht werden. Durch Demontage des Druckbehälter
deckels und Ausbau verschiedener Einbauten wird der Reaktor
kern von oben zugänglich. Dies geschieht bei geflutetem Reak
torbecken, um die Wasserabschirmung für den freiliegenden Re
aktorkern zu erhalten. Über dem gefluteten Brennelementlager
becken und dem Reaktorraum kann dann eine Manipulierbrücke
mit einem in einem Führungsmast hängenden Greifer verfahren
werden, wobei jede Position im Lagergestell und Reaktorkern
mit Hilfe eines nach Koordinaten justierten Positionierungs
systems angefahren werden kann.
Die US-PS 5,473,645 beschreibt Werkzeuge, mit denen die Steu
erelemente von Siedewasser-Reaktoren entriegelt, gemeinsam
mit einer Tragstruktur angehoben und in einem transportablen
Lagergestell abgestellt werden, solange die Brennelemente im
Reaktorkern ausgetauscht oder umgesetzt werden.
In EP 0327055 A2 ist ein Werkzeug beschrieben, mit dem ein
Druckwasser-Brennelement jeweils an den Führungsrohren seiner
Steuerstäbe ergriffen und angehoben wird.
Zur Handhabung von Druckwasser-Brennelementen und Steuer
stäben sowie von Drosselkörpern, welche die Regelstabfüh
rungsrohre derjenigen Brennelemente verschließen, die keine
Regelstäbe aufweisen, kann beispielsweise ein sogenannter
Doppelgreifer eingesetzt werden, wie er in DE-AS 17 64 176 be
schrieben ist. Dieser Doppelgreifer ist vertikal verfahrbar
und mit einem je selbständig bedienbaren
Regelstabgreifer und Brennelementgreifer ausgestattet. Er ist innerhalb
eines an der Manipulierbrücke befestigten Führungsmastes
angeordnet. Innerhalb des Führungsmastes ist eine den Doppel
greifer umgebende Zentrierglocke angeordnet. Diese Vorrich
tung ist teleskopierend derart, daß aus dem Führungsmast die
Zentrierglocke ausfahrbar ist, welche den Doppelgreifer über
dem zu greifenden Brennelement zentriert und zwar durch An
koppelung an Zentriereinrichtungen von Brennelementen, die
dem zu greifenden Brennelement benachbart sind. Aus der Zen
trierglocke wird der Doppelgreifer zur Ergreifung eines
Brennelementes oder dessen Regelstäbe ausgefahren. Nachdem
der Doppelgreifer ein Brennelement oder dessen Regelstäbe er
griffen hat, wird er mitsamt dem ergriffenen Brennelement
oder den ergriffenen Regelstäben in die Zentrierglocke und
diese wiederum in den Führungsmast eingefahren. Das Brennele
ment kann dann vermittels der Manipulierbrücke im Reaktorkern
umgesetzt oder einem Brennelemente-Lagergestell zugeführt
werden. In umgekehrter Weise kann ein Brennelement aus einem
Brennelemente-Lagergestell ergriffen und dem Reaktorkern
zugeführt werden.
Eine Lademaschine mit einem anderen Doppelgreifer ist in der
US-PS 5,687,297 beschrieben. Dabei sollen zwei Brennelemente
unabhängig voneinander aus dem Verbund der Brennelemente an
gehoben werden. Hierzu ist der Mast, der an einer Manipulier
brücke verfahrbar ist, durch eine Querwand in zwei nebenein
ander liegende Hälften geteilt, die jeweils einen im Mast ge
führten, unabhängig ausfahrbaren Greifarm für das entspre
chende Brennelement aufweisen.
Eine Maschine, mit der jeweils mehrere einzelne Brennstäbe
aus einem abgebrannten Brennelement entfernt werden, ist in
US-PS 4,704,247 angegeben. Da die Brennstäbe im Brennelement
entsprechend einem gitterförmigen Muster mit quadratischen
Maschen angeordnet sind und einen Abstand voneinander haben,
aber für die Entsorgung möglichst raumsparend in einen Behäl
ter eingesetzt werden sollen, in dem sie einander berühren
und eine hexagonal-gitterförmige Anordnung besitzen, müssen
die Brennstäbe von der ersten Stellung, in der sie im Abstand
sind ("Weitstellung"), in eine zweite Stellung gebracht wer
den, in der sie eng nebeneinander stehen ("Engstellung").
Hierzu ist vorgesehen, daß jeweils das ganze Bündel der
Brennstäbe gleichzeitig angehoben und durch einen Trichter
hindurch in den Behälter geschoben werden, wobei sie in die
Engstellung gezwungen werden.
Die Dauer des Brennelement-Austausches stellt, da währenddes
sen das Kernkraftwerk abgeschaltet ist, einen wesentlichen
Kostenfaktor dar. Außerdem ist das Bedienpersonal während ei
nes Brennelement-Wechsels einer Strahlenbelastung ausgesetzt.
Deshalb stellt sich die Aufgabe, die für einen Brennelement-
Wechsel erforderliche Zeit zu verkürzen.
Das mit der Erfindung durchführbare Verfahren ermöglicht das
Umsetzen von Brennelementen, z. B. zwischen dem Reaktorkern
(enger Brennelement-Abstand) und dem Brennelement-Lagerge
stell, einem Arbeitsplatz zur Inspektion oder einem anderen
Abstellplatz (erweiterter Brennelement-Abstand, eventuell ge
änderte Orientierung). Dabei werden mehrere Brennelemente,
die im Reaktorkern nebeneinander angeordnet sind oder werden
sollen, gleichzeitig oder nacheinander aus ihrer Anfangsposi
tion angehoben und in einen hohlen Mast hineingezogen, der
aus mehreren relativ zueinander beweglichen Teilen besteht,
wobei jedes Brennelement an einem eigenen Teil des Mastes
geführt und gehalten wird. Anschließend werden die Teile des
Mastes mit den darin gehaltenen Brennelementen gemeinsam zu
einem Ort im Kraftwerk transportiert, an dem sie aus den Tei
len des Mastes herabgelassen und in einer Endposition abge
setzt werden, wobei die Mastteile (einschließlich des jeweils
daran gehaltenen Brennelements) vor oder nach dem Transport
relativ zueinander so verschoben und um eine Längsrichtung
des entsprechenden Mastteils gedreht werden, daß die Brenn
elemente den gleichen relativen Abstand und die gleiche rela
tive Orientierung zueinander erhalten wie für ihre Endposi
tion gewünscht ist.
Die Orientierung mindestens eines Brennelements in der An
fangsposition kann nämlich anders sein als in der Endposi
tion; das Brennelement muß daher gedreht werden. In diesem
Fall wird bevorzugt der dieses Element tragende Mastteil vor
oder nach dem Transport in horizontaler Richtung von den an
deren Mastteilen entfernt, gedreht und anschließend wieder
angenähert. Dieses vorübergehende Entfernen ist aus Raumgrün
den erforderlich; weder die Brennelemente noch die Mastteile
mit den daran angeordneten Maschinenteilen dürfen beim Drehen
beschädigt werden.
Eine geeignete Vorrichtung geht von einem hohlen Mast aus,
der - nach unten weisend und unten offen - an einer Laufkatze
gehalten ist, die in einer horizontalen Ebene im Kraftwerk
zwischen einem Ort oberhalb des Reaktorkerns und einem Ort
oberhalb eines Abstellplatzes beweglich ist. Am Mast sind
Greif-, Führungs- und Haltemittel angeordnet, die zusammen
mit dem Mast beweglich sind, das Brennelement greifen, auf
und ab bewegen können und dabei das Brennelement führen und
halten. Dies ist Stand der Technik.
Gemäß der Erfindung ist der Innenquerschnitt des Mastes dem
Querschnitt zweier nebeneinander angeordneter Brennelemente
derart angepaßt, daß die beiden Brennelemente gleichzeitig im
Inneren des Mastes Platz finden und durch dort angebrachte,
jeweils einem einzelnen Brennelement zugeordnete Greif-, Füh
rungs- und Haltemittel unabhängig auf und ab bewegbar sind.
Der Mast und diese Mittel sind in zwei jeweils einem Brenn
element zugeordnete Hälften geteilt, wobei diese Hälften der
art an der Laufkatze gehalten werden, daß sie relativ zueinan
der in horizontaler Richtung beweglich sind. Bevorzugt ist
wenigstens eine Hälfte des Mastes um eine Längsachse drehbar.
Die Aufgabe stellt sich aber auch im Zusammenhang mit den
Steuerelementen des Reaktors oder mit ähnlichen Gegenständen
und wird allgemein durch eine Lademaschine nach den Ansprü
chen 3 und 4 gelöst.
Es wird hierzu eine Lademaschine zur gleichzeiti
gen Handhabung von zwei bezüglich ihrer Längsachse geodätisch
vertikal orientierten länglichen Gegenständen vorgesehen. Diese Ladema
schine weist eine Einrichtung zum gleichzeitigen Anheben
oder Absenken dieser Gegenstände auf. Diese Einrichtung gestat
tet aber auch ein voneinander unabhängiges Anheben oder Ab
senken der besagten Gegenstände. Darüber hinaus weist die La
demaschine eine Einrichtung zur gleichgerichteten Bewe
gung dieser Gegenstände in geodätischer Längs- und Querrich
tung auf. Die Lademaschine weist ferner eine Einrichtung zur
Drehung dieser Gegenstände um eine gemeinsame Achse um wenig
stens 90° in der einen Drehrichtung und um wenigstens 180° in
der entgegengesetzten Drehrichtung auf. Darüber hinaus weist die
Lademaschine eine oder zwei Einrichtungen zur nicht
gleichgerichteten, geodätisch horizontalen Bewegung von minde
stens einem dieser Gegenstände sowie eine oder zwei Einrich
tungen zur voneinander unabhängigen Drehung dieser Gegen
stände um jeweils verschiedene Achsen um jeweils in einer
Drehrichtung mindestens 90° und in der entgegengesetzten
Drehrichtung um mindestens 180° auf. Die Einrichtungen zur nicht
gleichgerichteten Bewegung der gehandhabten Gegenstände ge
stattet also eine Relativbewegung dieser Gegenstände zueinan
der.
Erfindungsgemäß ist auch eine Lademaschine zur gleichzeitigen
Handhabung von drei oder mehr bezüglich ihrer Längsachse geo
dätisch vertikal orientierten länglichen Gegenständen. Auch
diese Lademaschine weist eine Einrichtung zum gleichzei
tigen Anheben oder Absenken dieser Gegenstände auf, die auch ein
voneinander unabhängiges Anheben oder Absenken dieser Gegen
stände gestattet. Auch weist diese Lademaschine eine Einrich
tung zur gleichgerichteten Bewegung dieser Gegenstände in
geodätischer Längs- und Querrichtung sowie eine Einrichtung
zur Drehung dieser Gegenstände um eine gemeinsame Achse um
wenigstens 90° in der einen Drehrichtung und um wenigstens
180° in der entgegengesetzten Drehrichtung auf. Darüber hinaus
weist die Lademaschine zur gleichzeitigen Handhabung von drei
oder mehreren der genannten Gegenstände eine der Anzahl
der gleichzeitig handhabbaren Gegenstände entsprechende An
zahl von Einrichtungen zur relativen Bewegung der gehandhab
ten Gegenstände zueinander in geodätischer Längs- und/oder
Querrichtung auf. Sie weist ferner eine der Anzahl der
gleichzeitig handhabbaren Gegenstände entsprechende Anzahl
von Einrichtungen zur voneinander unabhängigen Drehung der
gehandhabten Gegenstände um jeweils verschiedene Achsen um
jeweils in eine Drehrichtung mindestens 90° und in der entge
gengesetzten Drehrichtung um mindestens 180°.
Dadurch, daß mit dem Ladegerät gleichzeitig zwei oder
mehrere der besagten langgestreckten Gegenstände gehandhabt
werden können, ergibt es sich vorteilhafterweise, daß die für
die Handhabung der besagten Gegenstände benötigte Zeit erheb
lich verkürzt wird. Die Lademaschine gestattet es aber auch,
weniger Gegenstände zu handhaben als es der Kapazität der
Lademaschine entspricht. Sie erlaubt ferner eine im erfor
derlichen Umfang voneinander unabhängige Handhabung der ein
zelnen Gegenstände. So können z. B. die Relativpositionen der
Gegenstände zueinander verändert werden, so daß sie einmal
von einer zueinander engeren Anordnung in eine zueinander
weitere Anordnung überführt werden können. Es ist auch mög
lich, die Gegenstände voneinander unabhängig um eine Achse zu
drehen.
Die Lademaschine, durch die zwei der besagten Gegenstände
gleichzeitig gehandhabt werden können, weist in vorteilhafter
Weise einen geodätisch vertikal orientierten Führungsmast,
eine geodätisch vertikal orientierte, in den Führungs
mast einziehbare und aus diesem ausfahrbare Zentrierglocke
sowie einen in diese Zentrierglocke ein- und ausfahrbaren
Doppelgreifer, mit einem ersten, äußeren Greifer und einem
zweiten, in dem äußeren Greifer konzentrisch angeordneten in
neren Greifer auf. Dabei sind der Führungsmast und die Zentrier
glocke in vertikaler Richtung zweigeteilt. In der Führungs
glocke ist ein weiterer Greifer vorhanden, der zumindest
teilweise im wesentlichen baugleiche Elemente aufweist wie
der Doppelgreifer.
Ähnlich der bevorzugten Ausführung der Lademaschine für die
gleichzeitige Handhabung von zwei der besagten Gegenstände
ist auch eine bevorzugte Ausführung der Lademaschine für die
gleichzeitige Handhabung von drei oder mehr der besagten Ge
genstände. Bei dieser sind der Führungsmast und die Zentrier
glocke entsprechend der Anzahl der gleichzeitig handhabbaren
Gegenstände in vertikaler Richtung geteilt. Weiterhin sind
entsprechend der um eins verminderten Anzahl der gleichzeitig
handhabbaren Gegenstände Greifer vorhanden, die mindestens
teilweise im wesentlichen baugleiche Elemente aufweisen wie
der Doppelgreifer.
Bei diesen bevorzugten Ausführungsformen wird es ermöglicht,
daß die zu handhabenden Gegenstände durch die jeweiligen
Greifer örtlich präzise ergriffen werden können, da die Grei
fer über die Zentrierglocke auf die zu handhabenden Gegen
stände zentriert werden. Da die Greifer die zu handhabenden
Gegenstände in die Zentrierglocke einfahren und die Zentrier
glocke ihrerseits in den Führungsmast einfahrbar ist, ist ein
entsprechender Schutz der zu handhabenden Gegenstände gewährlei
stet. Um eine Relativbewegung der einzelnen zu handhabenden
Gegenstände zu ermöglichen, sind die Zentrierglocke und der
Führungsmast in deren vertikaler Richtung geteilt.
In besonders vorteilhafter Weiterbildung obiger Lademaschinen
sind mindestens eine der um eins verminderten Anzahl der
gleichzeitig handhabbaren Gegenstände entsprechende Anzahl
von Teilen des Führungsmastes und des jeweils zugehörigen
Teils der Zentrierglocke sowie der jeweils zugehörige Greifer
auf jeweils einem axial gelagerten Drehschild angeordnet.
In besonders vorteilhafter Weiterbildung ist jedes der Dreh
schilder um die vertikale Mittelachse des mit dem je
weils zugehörigen Greifers handhabbaren Gegenstandes drehbar. Hier
durch wird erreicht, daß eine Drehung des zu handhabenden Ge
genstandes um dessen eigene Achse ermöglicht wird, ohne daß
dadurch die relative Position des zu drehenden Gegenstandes
zu den anderen gleichzeitig mit ihm gehandhabten Gegenständen
verändert wird.
Vorteilhafterweise werden Lademaschinen der oben beschriebe
nen Art zur mindestens teilweisen Befüllung
und/oder Entleerung von Reaktorkernen mit Brennelementen oder
zur Versetzung von Brennelementen und/oder Steuerstäben in
einem Reaktorkern verwendet.
Bei der Verwendung von Lademaschinen der oben beschriebenen
Art zum Brennelemente- und Steuerstabwechsel in einem Kernre
aktor ist der äußere Greifer des Doppelgreifers vorteilhaf
terweise zum Greifen von Brennelementen und der innere Grei
fer des Doppelgreifers vorteilhafterweise zum Greifen von
Steuerstäben ausgebildet. Die übrigen vorhandenen Greifer
sind mindestens so ausgelegt, daß durch sie Brennelemente er
griffen werden können.
Vorteilhafte Verfahren zum gleichzeitigen Versetzen von zwei
Brennelementen sind in den Ansprüchen 11 bis 15 dargestellt.
Im folgenden soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel
verdeutlicht werden. Es zeigen
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch die Ladema
schine insgesamt;
Fig. 2 eine Draufsicht auf den zweigeteilten Führungsmast,
mit der zweigeteilten Zentrierglocke und zwei Brenn
elementen in Schnittdarstellung;
Fig. 3 eine schematische Darstellung des Doppelgreifers;
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Lademaschine mit Führungsmast
und Zentrierglocke in Schnittdarstellung, wobei eine
der Führungsmast-Hälften mit dem gehandhabten Brenn
element um 180° gedreht wurde;
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Lademaschine mit Führungsmast
und Zentrierungsglocke in Schnittdarstellung, wobei
eines der gehandhabten Brennelemente um 90° gedreht
wurde;
Fig. 6 eine schematische Darstellung zum Umsetzen von zwei Brennelementen.
Zunächst sei das Schema der Fig. 6 erläutert. Dabei befindet
sich unter einem Wasserspiegel 60 eines Reaktorbeckens 61,
das über einen Kanal 62 mit einem Lagerbecken 63 verbunden
ist, der Reaktorkern, der durch den Reaktor-Druckbehälter 64
mit den Brennelementen 65, 66 angedeutet ist. Mittels eines
Traggestells 67 ist eine Lademaschine 70 verfahrbar. Diese
Lademaschine trägt einen hohlen Mast, der in zwei parallel
zueinander angeordnete Teile 71, 72 aufgeteilt ist, die in
einer horizontalen Ebene relativ zueinander beweglich sind
und jeweils eigene Mittel zum Greifen, Heben und Senken ent
halten. Diese Mittel sind symbolisch jeweils als ein Seilzug
mit Hubtrommel 74 und einem Haken 73 als Greifer dargestellt.
In einem ersten Schritt A wird die Lademaschine über den Re
aktorkern gebracht und zwei Brennelemente 65, 66 werden
gleichzeitig oder nacheinander ergriffen und in die Teile 71,
72 des Mastes hineingehoben. Handelt es sich um eng benach
barte Brennelemente, so befinden sich bevorzugt die beiden
Mastteile in einer ersten Endstellung 70a, in der sie einen
unten offenen, seitlich allerdings praktisch geschlossenen
Hohlmast bilden.
Es sei hier angenommen, daß die Brennelemente anschließend
optisch inspiziert und dabei gedreht werden sollen (Schritt B). Dies ist
durch Position 70b dargestellt: Der Abstand der beiden Mast
teile mit den Brennelementen 65, 66 wird vergrößert und we
nigstens ein Mastteil wird um eine Längsachse gedreht. In
dieser Stellung kann jedes einzelne Brennelement abgesenkt
und außerhalb des Mastes inspiziert werden.
Um die Brennelemente ins Lagerbecken 63 zu transportieren,
wird bevorzugt wieder die erste Endstellung 70a der beiden
Mastteile eingenommen (Schritt C). In diese Stellung kann die
Lademaschine rasch und ohne Gefährdung der in ihrem Mast be
findlichen Brennelemente durch den wassergefüllten Kanal 62
gefahren werden (Schritt D).
Ist die Lademaschine über das Lagergestell 75 im Lagerbecken
63 gebracht, so wird durch eine Relativbewegung der beiden
Mastteile deren gegenseitiger Abstand in dem Maß vergrößert,
der für ihre Lagerung angestrebt wird (Schritt E). Schließ
lich werden die Brennelemente dieser anderen Endstellung 70c
(Weitstellung) wieder abgesenkt, also aus dem Mast entfernt
(Schritt F).
Prinzipiell ist auch eine Schrittfolge A, E, D, F möglich.
Nach dem gleichen Schema können auch zwei Brennelemente aus
dem Lagergestell in den Reaktorkern versetzt werden, wobei
dann zwischen dem ersten Schritt (Anheben der Brennelemente
aus dem Lagergestell in die beiden Mastteile) und dem letzten
Schritt (Absenken der Brennelemente in den Reaktorkern) eine
Verkleinerung des relativen Abstandes stattfindet.
Da die Brennelemente im Reaktordruckbehälter häufig leicht
verbogen sind, lassen sich Brennelemente häufig nur aus dem
Reaktorkern ziehen oder in den Kern einsetzen, wenn sie dabei
gedreht werden. Es kann z. B. vorkommen, daß ein bestrahltes
Brennelement, das noch brauchbar und vorübergehend im Lager
gestell abgestellt ist, um -90°, +90° oder 180° gedreht wer
den muß (Schritt B im Schema der Fig. 6).
In Fig. 1 ist eine Ladema
schine für die Handhabung von Brennelementen schematisch dargestellt.
Diese Lademaschine weist im wesentlichen eine verfahrbare
Brücke 1 auf, wie sie in Reaktorgebäuden installiert ist, wo
bei hier insbesondere ein Druckwasser-Reaktor betrachtet wird.
Die - insoweit nicht dargestellte - Bewegungsrichtung der
Brücke 1 führt in die Darstellungsblattebene hinein bzw. aus
ihr heraus. Auf der Brücke befindet sich eine Laufkatze 2.
Diese Laufkatze 2 ist geodätisch horizontal im rechten Winkel
zur Brücke 1 verfahrbar. Auf dieser Laufkatze 2 befindet sich
eine - nicht dargestellte - Bedienungsplattform, von der aus
die Lademaschine bedient werden kann. Weiterhin ist auf der
Laufkatze 2 ein Führungsmast 3 um seine Mittelachse drehbar
gelagert. In dem Führungsmast 3 befindet sich eine Zentrier
glocke 4. Innerhalb dieser Zentrierglocke 4 ist ein Doppel
greifer vorhanden, der einen äußeren Brennelementgreifer 5
und einen inneren Steuerelementgreifer 6 aufweist. Oberhalb
eines Rahmens 2.1 der Laufkatze 2 befinden sich Hubwerke 7,
die auf einem mit dem Führungsmast 3 verbundenen Hubwerksge
stänge 7.1 angeordnet sind.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch den Führungsmast 3
mit sich im Führungsmast 3 befindlicher Zentrierglocke 4 und
zwei Brennelementen 8a und 8b. Der Führungsmast 3 ist an den Stellen
3.1 in vertikaler Richtung geteilt. Mit anderen Worten: Er
setzt sich aus zwei Hälften 3a, 3b eines in axialer Richtung
geteilten Rohres zusammen. Die Zentrierglocke 4 weist einen
rechteckigen Querschnitt auf und ist entsprechend der Teilung
des Führungsmastes 3 an den Stellen 4.1 vertikal geteilt. Je
des der Teilstücke 4a, 4b der Zentrierglocke 4 ist so bemes
sen, daß darin ein Brennelement 8 aufgenommen werden kann.
Zur stabilen Führung der Zentrierglocke 4 im Führungsmast 3
weist der Führungsmast 3 entlang seiner Längsrichtung Winkel
eisen 3.2 auf. An diagonal gegenüberliegenden Winkeleisen 3.2
tragen diese Winkeleisen 3.2 eine Rollenführung 3.3. In diese
Rollenführungen 3.3 greifen mit hinreichendem Schlupf als
Rollen ausgebildete Führungsräder 4.3 ein. Die Drehachsen
dieser Führungsräder 4.3 stehen senkrecht auf der die Rollen
führung 3.3 tragenden Fläche der Winkeleisen 3.2. Die Füh
rungsrollen 4.3 sind an einem nahezu trapezförmi
gen Anbau 4.2 der Zentrierglocke 4 angebracht, der die räumliche Entfer
nung zwischen der Zentrierglockenwand und dem Winkeleisen 3.2
weitgehend überwindet.
Diesen nahezu trapezförmigen Anbauten 4.2 gegenüber liegen
weitere trapezförmige Anbauten 4.4 der Zentrierglocke 4. An
ihrer dem Winkeleisen 3.2 benachbarten Seite weisen diese An
bauten 4.4 Laufrollen 4.5 auf, deren Drehachse parallel zu
der benachbarten Fläche des Winkeleisens 3.2 orientiert ist.
An den beiden verbleibenden freien Außenseiten der Zentrier
glocke 4 ist an die Außenwand der Zentrierglocke 4 jeweils
eine Laufrolle 4.6 angebracht, die direkt an der Innenwand
des Führungsmastes 3 abrollt.
Die Aufnahme der Brennelemente 8a, 8b bzw. 8 (Fig. 3) in je
den Teil 4a, 4b der Zentrierglocke 4 erfolgt durch in Fig. 2
nicht dargestellte Brennelementgreifer 5. Dabei ist jede der
beiden Zentrierglockenhälften mit einem Brennelementgreifer 5
versehen (Fig. 3). Einer dieser Brennelementgreifer 5 ist um
einen im Innern des Brennelementgreifers 5 angeordneten Steu
erstabgreifer 6 zu einem sogenannten Doppelgreifer
nach DE-AS 17 64 176 ergänzt. Bezüglich Einzelheiten des Doppelgreifers
wird hierauf verwiesen. Im wesentlichen weist der Doppelgrei
fer zwei funktionelle Elemente auf, nämlich einen Brennele
mentgreifer 5 und einen in dem Brennelementgreifer 5 konzen
trisch angeordneten Steuerelementgreifer 6. Anhand der Funk
tionsweise des Doppelgreifers wird auch dessen prinzipieller
Aufbau im folgenden erläutert:
Um ein Brennelement 8 aus dem Reaktorkern oder einem Brenn
element-Lagergestell zu entnehmen, oder auch ein Steuerele
ment 9 aus einem Brennelement 8 zu entnehmen, wird zunächst
die gesamte Greifanordnung mit Hilfe der Brücke 1 und der
Laufkatze 2 in eine Position oberhalb des betreffenden Brenn
elementes gebracht. Daraufhin wird die Zentrierglocke 4 so
weit abgesenkt, daß sie mit ihrer Unterkante eine Position
knapp oberhalb des Brennelementes 8 einnimmt. Wird ein Brenn
element 8 einem Reaktorkern entnommen, so greifen die Zen
trierbolzen 4.7 der Zentrierglocke 4 in korrespondierende
Bohrungen in den Brennelement-Köpfen der dem betreffenden
Brennelement 8 benachbarten Brennelemente ein. Auf diese
Weise wird eine exakte Positionierung des Brennelementgrei
fers 5 und des Steuerelementgreifers 6 bewirkt. Dabei wird die
Zentrierglocke in ihrer Position so im Mast gehalten, daß sie
nicht mit ihrer Gewichtskraft auf die Brennelemente einwirkt,
die sich geodätisch unter ihr befinden. Anschließend wird der
Brennelementgreifer 5 soweit abgesenkt, bis er sich mit sei
nen Greifklinken 5.1 in den Brennelementkopf eines Brennele
ments 8 einklinkt. Mit Hilfe eines Hubwerks 7 und eines Dop
pelseils 7.1 wird das vom Brennelementgreifer 5 gehaltene
Brennelement 8 nunmehr nach oben gehoben und in die Zentrier
glocke 4 eingefahren.
In ähnlicher Weise kann auch ein Steuerelement aus einem
Brennelement 8 entnommen werden. Hierzu wird nach Herabfahren
der Zentrierglocke 4 der Brennelementgreifer 5 in einer obe
ren Position in der Zentrierglocke verriegelt, so daß er
nicht zu dem Brennelement 8 herabfahren kann. Anschließend
wird der Steuerelementgreifer 6 abgesenkt, bis er mit einem
Steuerelementgreiferkopf den Kopf eines im Brennelement 8
enthaltenen Steuerelements erfaßt. Mit dem im Brennelement
greiferkopf enthaltenen Greiferklinken verhakt sich der Steu
erelementgreifer 6 mit dem Steuerelement. Durch Anheben des
Steuerelementgreifers 6 über ein Hubwerk 7 und das Doppelseil
7.2 wird nunmehr das Steuerelement aus dem Brennelement 8 in
die Zentrierglocke 4 eingezogen.
Nachdem entweder ein Brennelement 8 oder ein Steuerelement
auf diese Weise in der Zentrierglocke 4 aufgenommen worden
ist, wird die Zentrierglocke 4 selbst nach oben gezogen und
in den Führungsmast eingefahren. Das Brennelement 8 oder das
Steuerelement kann dann im Reaktorraum horizontal verfahren
werden.
Die andere Hälfte der Zentrierglocke 4 ist mit
einem einfachen Brennelementgreifer nach Art des beschriebe
nen ausgerüstet. Für den Transport von Brennelementen und Steuerelementen
im Reaktorraum ist es zumeist ausreichend, daß nur einer der
beiden Greifer in der Zentrierglocke 4 als Doppelgreifer aus
gebildet ist. Selbstverständlich ist es auch möglich, beide
Greifer in der Zentrierglocke 4 als Doppelgreifer auszubil
den.
Da Brennelemente im Reaktorkern sehr dicht beieinanderstehen,
andererseits im Brennelement-Lagergestell ein gewisser Raum
zwischen den einzelnen Brennelementen verbleiben soll, ist es er
forderlich, die relative Position der beiden mit der be
schriebenen Vorrichtung transportierten Brennelemente zuein
ander verändern zu können. Dieselbe Notwendigkeit ergibt
sich, wenn man eine optische Kontrolle der Brennelemente
durchführen möchte. Um eine relative Positionsänderung der
Brennelemente 8a, 8b zueinander zu ermöglichen, ist der Füh
rungsmast 3 an den Stellen 3.1 und ebenso die Zentrierglocke
4 an den Stellen 4.1 vertikal geteilt (siehe Fig. 2). Wie in Fig. 4 darge
stellt, ist jede Hälfte 3a, 3b des Führungsmastes 3 und der
entsprechenden Hälfte 4a, 4b der Zentrierglocke 4
mit einem Hubwerk 7a, 7b ausgerüstet. Die Führungsmasthälften 3a, 3b sind
mitsamt ihren Einbauten wie Zentrierglocken, Hälften 4a, 4b
und Greifer und ihren zugehörigen Hubwerken 7a, 7b auf der
Laufkatze 2 horizontal verfahrbar. Allerdings genügt es auch,
wenn nur eine der beiden Führungsmasthälften auf der Lauf
katze 2 verfahrbar und die andere Hälfte fest ist. Die Ver
fahrvorrichtung für die beiden Führungsmasthälften ist in
Fig. 1 durch eine in x-y-Richtung verfahrbare Führung 2" ange
deutet, in der Räder 2' für eine Drehung des Gestells 2.1 ge
führt sind.
Dadurch wird gleichzeitig eine Rotation der Brennelemente 8b
um die eigene Achse ermöglicht. Hierzu werden die Führungs
masthälften soweit mittels der Führung 2" verfahren, bis die
Mittelachse des transportierten Brennelements deckungsgleich
mit der Drehachse ist. Führt das Drehschild nunmehr eine
Drehbewegung aus, so wird das Brennelement mitsamt der zuge
hörigen Führungsmasthälfte, der Zentrierglockenhälfte und dem
Greifer mitgedreht. Hierbei betragen die möglichen Drehwinkel
+90°, -90° und 180°. Damit die Aufbauten auf dem Führungs
mast, insbesondere die Hubwerke, während der Drehbewegung
nicht kollidieren, kann es erforderlich werden, daß die Hori
zontalbewegung noch über diejenige Strecke hinausgeht, die
notwendig ist, um einen hinreichenden Abstand zwischen den
beiden transportierten Brennelementen zur Einstellung dieser
Brennelemente in ein Brennelement-Lagergestell zu schaffen.
Um die Handhabungsfähigkeit der Lademaschine zu erhöhen, las
sen sich die transportierten Brennelemente nach erfolgter Ro
tation wieder aufeinander zufahren. In den Fig. 4 und 5
ist der eben beschriebene Vorgang schematisch dargestellt.
Dabei zeigt Fig. 4 das erste Hubwerk 7a und das zweite Hub
werk 7b mit den beiden transportierten Brennelemente 8a und
8b, die auseinandergefahren sind (und mit ihnen auch die Füh
rungsmasthälften 3a, 3b und Zentrierglockenhälften 4a, 4b).
Das Brennelement 8b wurde dabei entlang seiner Mittelachse in
der Drehposition A um 180° gedreht. Anschließend wurde das
Brennelement 8b mit seinem Hubwerk 7b und der zugehörigen
Führungsmasthälfte sowie der Zentrierglockenhälfte nach der
in Fig. 4 angedeuteten Position B auf das andere Brennele
ment 8a hin zurückgefahren.
In ähnlicher Weise wurde im Ausführungsbeispiel von Fig. 5 verfahren. Hier wurde das
Brennelement 8b nach dem Auseinanderfahren der Brennelemente
8a und 8b mitsamt der zugehörigen Führungsmasthälfte 3 und
Zentrierglockenhälfte 4 um 90° um die Längsachse des Brenn
elements 8b gedreht (Position A') und danach wieder in Rich
tung des Brennelements 8a zurückgefahren (Position B').
In beiden Fällen sind die Brennelemente 8a, 8b, die sich im
Kern in der Engstellung befanden (Fig. 2), in der Weitstel
lung (Position B in Fig. 4, Position B' in Fig. 5) wieder mit
zueinander parallelen Seiten ausgerichtet, wobei der Abstand
der Brennelemente dem Abstand entspricht, den sie z. B. im
Brennelement-Lagergestell, auf einem Prüfstand zur Inspek
tion, Wartung oder Reparatur oder beim Wiedereinsetzen in den
Reaktordruckbehälter haben müssen. Jedoch ist ihre Orientie
rung relativ zueinander unterschiedlich. Es kann nämlich der
Fall auftreten, daß ein Brennelement sich während des Reak
torbetriebes verbogen hat und nicht ohne weiteres aus dem
Verband mit den benachbarten Brennelementen entfernt oder in
den Verband eingesetzt werden kann, dies aber möglich wird,
wenn das Brennelement um +90°, -90° oder 180° gedreht ist.
Solche Störungen, bei denen die vertikale Bewegung des Brenn
elements durch Hindernisse behindert ist, sind erfaßbar, wenn
das Hubwerk auf einer Plattform mit einer Gewichtskraft-Meß
einrichtung gelagert ist, die sowohl eine ordnungswidrige Ge
wichtsabnahme (das Brennelement sitzt auf einem Hindernis
auf) als auch eine Gewichtszunahme (das Brennelement ist
festgehalten) bei der Vertikalbewegung meldet. Außerdem kann
es vorteilhaft sein, wenn das Brennelement auf dem Arbeits
platz drehbar ist, um von verschiedenen Seiten inspiziert
oder bearbeitet zu werden.
Für die Inspektion wird die Laufkatze 2 mit den an ihr befe
stigten Hälften des Führungsmastes und den darin gehaltenen
Elementen über den neuen Arbeitsplatz gefahren und die trans
portierten Brennelemente bzw. die transportierten Steuerele
mente können aus dem Führungsmast 3 herabgelassen werden.
Hierzu werden die Zentrierglockenhälften in hochgefahrener
Position über Befestigungsvorrichtungen im Führungsmast fest
gehalten, während der Brennelementgreifer 5 nach unten fährt
und somit das Brennelement 8 zur Inspektion freigibt. In ent
sprechender Weise kann auch eine optische Inspektion des
transportierten Steuerelements dadurch erfolgen, daß die Zen
trierglocke 4 und der Brennelementgreifer 5 über Feststell
vorrichtungen in hochgefahrener Position gehalten werden,
während der Steuerelementgreifer nach unten fährt und so das
Steuerelement 9 freigibt. Diese Vorgänge sind im einzelnen
in DE-AS 17 64 176 dargestellt.
Ein Herausfahren von Brennelement 8 oder Steuerelement 9 aus
der Zentrierglocke 4 und dem Führungsmast 3 kann bei der be
schriebenen Lademaschine in der Weise erfolgen, daß die
Brennelemente 8 bzw. Steuerstäbe 9 einzeln nach unten ausge
fahren werden können, selbst wenn die Lademaschine mit zwei
Brennelementen 8 oder mit einem Brennelement 8 und einem
Steuerelement 9 bestückt ist. Auch in auseinandergefahrenen
Positionen, die den Fig. 4 und 5 entsprechen, lassen sich
Brennelemente 8 bzw. Steuerelemente 9 voneinander unabhängig
aus der in der Führungsmasthälfte hochgehaltenen Zentrier
glockenhälfte ausfahren und untersuchen.
Mit der im Ausführungsbeispiel dargestellten Lademaschine
lassen sich gleichzeitig zwei Brennelemente bzw. ein Brenn
element und ein Steuerelement handhaben. Es ist aber auch
möglich, die Lademaschine so auszugestalten, daß eine Mehr
zahl von Brennelementen, beispielsweise vier Brennelemente
gleichzeitig gehandhabt werden können. Hierfür wird in zum Ausführungsbeispiel analo
ger Weise eine Vierteilung von Füh
rungsmast und Zentrierglocke erforderlich, wobei die gehand
habten Brennelemente dann ein Bündel von zwei mal zwei Brenn
elementen ergeben. Dementsprechend ist es dann erforderlich,
daß die Brennelemente zur gegenseitigen Relativbewegung in
horizontaler Richtung entweder zweiachsig horizontal
oder unter einem Winkel von 45° zu den Teilungsebe
nen des Führungsmastes 3 verfahrbar sind.
In allen Fällen ist es mit der vorgeschlagenen Lademaschine
möglich, eine die Lademaschinenkapazität unterschreitende An
zahl von Brennelementen bzw. Steuerelementen zu handhaben.
Claims (15)
1. Lademaschine zum Umsetzen von Brennelementen in einem
Kernkraftwerk, mit einem hohlen Mast (3), der an einer in ei
ner horizontalen Ebene im Kraftwerk zwischen einem Ort ober
halb des Reaktorkerns und einem Ort oberhalb eines anderen
Abstellplatzes beweglichen Laufkatze (2) gehalten ist und ein
von der Laufkatze nach unten weisendes, offenes Ende auf
weist, und mit zusammen mit dem Mast beweglichen Greif-, Füh
rungs- und Haltemitteln (4, 5, 6, 7), um die Brenn
elemente (8) einzeln zu greifen, im Mast (3) auf und ab zu
bewegen und dabei an der Innenseite des Mastes (3) zu führen
und zu halten,
dadurch gekennzeichnet, daß der Innen
querschnitt des Mastes (3) dem Querschnitt zweier der Posi
tion im Reaktorkern entsprechend eng benachbarter Brennele
mente (8a, 8b) derart angepaßt und in zwei Teile (3a, 3b) ge
teilt ist, daß beide Brennelemente darin gleichzeitig auf
genommen und durch jeweils einem Brennelement (8a, 8b) zuge
ordnete Greif-, Führungs- und Haltemittel (4a, 7a; 4b, 7b)
unabhängig voneinander gegriffen, gehalten, auf- und abbewegt
und geführt werden können, und daß beide Teile (3a, 3b) des
Mastes jeweils zusammen mit den einem Brennelement zugeordne
ten Greif-, Führungs- und Haltemitteln (4a, 7a; 4b, 7b) in ho
rizontaler Richtung relativ zueinander an der Laufkatze (2)
beweglich sind.
2. Lademaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
ein Teil (3a, 3b) des Mastes zusammen mit seinen Greif-, Füh
rungs- und Haltemitteln um eine Längsachse drehbar ist.
3. Lademaschine zur gleichzeitigen Handhabung von zwei bezüg
lich ihrer Längsachse geodätisch vertikal orientierter, läng
licher Gegenstände (8a, 8b), wobei eine Vielzahl
dieser Gegenstände in einer Engstellung unmittelbar benach
bart und in einer Weitstellung mit geringer Entfernung von
einander benachbart angeordnet sind, mit einer Einrichtung
(7a, 7b) zum wahlweisen gleichzeitigen oder voneinander unab
hängigen Anheben oder Absenken dieser Gegenstände, sowie ei
ner Einrichtung (2) zur gleichgerichteten Bewegung dieser Ge
genstände in geodätischer Längs- und Querrichtung, eine Ein
richtung (2', 2") zur Drehung dieser Gegenstände um eine ge
meinsame horizontale Achse und/oder um unabhängige horizon
tale Achsen um wenigstens 90° in der einen Drehrichtung und
um wenigstens 180° in der entgegengesetzten Drehrichtung, und
einer Einrichtung zur geodätischen horizontalen Relativbewe
gung dieser Gegenstände.
4. Lademaschine zur gleichzeitigen Handhabung von drei oder
mehreren bezüglich ihrer Längsachse geodätisch vertikal ori
entierten, länglichen Gegenständen (8a, 8b, 9), wobei
eine Vielzahl dieser Gegenstände in einer Engstellung
unmittelbar benachbart und in einer Weitstellung mit gerin
ger Entfernung voneinander benachbart angeordnet sind, mit
einer Einrichtung (5, 6; 7a, 7b) zum wahlweise voneinander
unabhängigen oder gleichzeitigen Anheben oder Absenken dieser
Gegenstände, sowie einer Einrichtung (2) zur gleichgerichte
ten Bewegung dieser Gegenstände in geodätischer Längs- und
Querrichtung, einer Einrichtung (2', 2") zur Drehung dieser
Gegenstände um eine gemeinsame horizontale Achse und/oder um
unabhängige horizontale Achsen um wenigstens 90° in der einen
Drehrichtung und um wenigstens 180° in der entgegengesetzten
Drehrichtung, und einer der Anzahl der gleichzeitig handhab
baren Gegenstände entsprechenden Anzahl von Einrichtungen zur
relativen Bewegung der gehandhabten Gegenstände zueinander in
geodätischer Längs- und/oder Querrichtung.
5. Lademaschine nach Anspruch 3 mit einem geodätisch vertikal
orientierten Führungsmast (3), einer geodätisch vertikal ori
entierten, in den Führungsmast (3) einziehbaren und aus die
sem ausfahrbaren Zentrierglocke (4), einem in diese Zentrier
glocke (4) ein- und ausfahrbaren Doppelgreifer (5, 6), der
einen ersten, äußeren Greifer (5) und einen zweiten, in dem
äußeren Greifer (5) konzentrisch angeordneten inneren Greifer
(6) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Füh
rungsmast (3) und die Zentrierglocke (4) in vertikaler Rich
tung zweigeteilt sind und ein weiterer Greifer vorhanden ist,
der mindestens teilweise im wesentlichen baugleiche Elemente
wie der Doppelgreifer (5, 6) aufweist.
6. Lademaschine nach Anspruch 4 mit einem geodätisch vertikal
orientierten Führungsmast (3), einer geodätisch vertikal ori
entierten, in den Führungsmast (3) einziehbaren und aus die
sem ausfahrbaren Zentrierglocke (4), einem in diese Zentrier
glocke (4) ein- und ausfahrbaren Doppelgreifer (5, 6), der
einen ersten, äußeren Greifer (5) und einen zweiten, in dem
äußeren Greifer (5) konzentrisch angeordneten inneren Greifer
(6) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Füh
rungsmast (3) und die Zentrierglocke (4) entsprechend der An
zahl der gleichzeitig handhabbaren Gegenstände in vertikaler
Richtung geteilt sind und entsprechend der um eins verminder
ten Anzahl der gleichzeitig handhabbaren Gegenstände Greifer
vorhanden sind, die mindestens teilweise im wesentlichen bau
gleiche Elemente wie der Doppelgreifer (5, 6) aufweisen.
7. Lademaschine nach mindestens einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes
Teilstück des Führungsmastes (3) und des jeweils zugehörigen
Teils der Zentrierglocke (4) sowie der jeweils zugehörige
Greifer auf jeweils einem axial gelagerten Drehschild ange
ordnet sind.
8. Lademaschine nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder der
Drehschilde um die vertikale Mittelachse des mit
dem jeweils zugehörigen Greifers handhabbaren Gegenstandes drehbar ist.
9. Verwendung einer Lademaschine nach mindestens einem der
Ansprüche 3 bis 8 zur mindestens teilweisen Befüllung
und/oder Entleerung eines Reaktorkerns mit Brennelementen (8)
oder zur Versetzung von Brennelementen (8) und/oder Steuer
stäben (9) in einem Reaktorkern.
10. Lademaschine nach mindestens einem der Ansprüche 3 bis 8
bei einer Verwendung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der äu
ßere Greifer (5) des Doppelgreifers (5, 6) zum Greifen von
Brennelementen (8) und der innere Greifer (6) des Doppelgrei
fers (5, 6) zum Greifen von Steuerstäben (9) und die übrigen
vorhandenen Greifer mindestens zum Greifen von Brennelementen
(8) ausgelegt sind.
11. Verfahren zum gleichzeitigen Versetzen von zwei Brennele
menten aus einem Reaktorkern in ein Lagergestell in einem
Kernkraftwerk, wobei eine Lademaschine, die einen in zwei
parallel zueinander angeordnete und horizontal gegeneinander
bewegliche Teile aufgeteilten Mast und jeweils eigene Mit
tel zum Greifen, Heben und Senken je eines Brennelements in
jedem der beiden Teile des Mastes enthält, über den Reaktor
kern gebracht wird, jedes der zwei Brennelemente ergriffen
und in einen entsprechenden Teil des Mastes hineingehoben
wird, die Lademaschine mit den in die beiden Teile ihre Ma
stes hineingehobenen Brennelementen über das Lagergestell ge
bracht wird, wobei durch eine Relativbewegung der beiden
Teile des Mastes der gegenseitige Abstand der Brennelemente
verändert wird, und die beiden Brennelemente aus den Teilen
des Mastes hinaus in das Lagergestell abgesenkt werden.
12. Verfahren zum gleichzeitigen Versetzen von zwei Brennele
menten aus einem Lagergestell in einen Reaktorkern in einem
Kernkraftwerk, wobei eine Lademaschine, die einen in zwei
parallel zueinander angeordnete und in einer horizontalen
Ebene relativ zueinander bewegliche Teile aufgeteilten Mast
und jeweils eigene Mittel zum Greifen, Heben und Senken je
eines Brennelements in jedem der beiden Teile des Mastes ent
hält, über das Lagergestell gebracht wird, jedes der beiden
Brennelemente in einen entsprechenden Teil des Mastes hinein
gehoben wird, die Lademaschine mit den die beiden hineingeho
benen Brennelemente enthaltenden Teilen ihres Mastes über den
Reaktorkern gebracht wird, wobei durch eine Relativbewegung
der beiden Teile des Mastes der relative Abstand zwischen den
Brennelementen verändert wird, und die beiden Brennelemente
aus den beiden Teilen des Mastes hinaus in den Reaktorkern
abgesenkt werden.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß durch die
Relativbewegung die beiden Teile des Mastes zwischen zwei
Endstellungen bewegt werden, wobei in einer ersten Endstel
lung die beiden Teile des Mastes einen unten offenen und
seitlich praktisch geschlossenen Hohlmast und in einer zwei
ten Endstellung einen unten offenen und seitlich in zwei
durch Längsspalte vorgegebener Breite in zwei Hälften geteil
ten Hohlmast bilden, und wobei die erste Endstellung einge
nommen wird, wenn die Lademaschine sich über dem Reaktorkern
befindet, und die zweite Endstellung, wenn die Lademaschine
sich über dem Lagergestell befindet.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Teile des Mastes, nachdem die Brennelemente hineingehoben
sind, zuerst in die erste Endstellung gebracht wird, bevor
die Lademaschine zwischen dem Reaktorkern und dem Lagerge
stell bewegt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
bei der Relativbewegung zur Veränderung des gegenseitigen Ab
stands dieser Abstand vorübergehend vergrößert wird, dann
mindestens einer der beiden Teile des Mastes um eine Längs
achse gedreht wird und der Abstand dann wieder verringert
wird.
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