-
GEBIET
-
Die
vorliegende Offenbarung betrifft die Brennstofferneuerung von Kernreaktoren
und insbesondere den Einsatz von Brennstofferneuerungsanordnungen
im Zusammenhang mit einem Kernreaktor, die für Brennstofferneuerungsvorgänge benötigte Zeit
und die Ausfallzeit der Elektrizitätserzeugung bei Kernkraftwerken
reduzieren.
-
HINTERGRUND
-
Die
Erläuterungen
des folgenden Abschnitts dienen lediglich als Hintergrundinformationen
im Zusammenhang mit der vorliegenden Offenbarung und stellen möglicherweise
nicht den Stand der Technik dar.
-
In
einem Kernreaktor, beispielsweise einem Druckwasserreaktor (PWR
= Pressurized Water Reactor) oder einem Siedewasserreaktor (SWR),
ist in einem Druckgefäß ein Reaktorkern
enthalten. Der Reaktorkern enthält
mehrere in Querrichtung voneinander beabstandete längliche
Kernbrennstoffbündel und
Steuerstäbe.
Jedes der Brennstoffbündel
weist einen äußeren Brennstoff-
oder Strömungskanal
auf, der gewöhnlich
mit einem quadratischen Querschnitt ausgebildet ist. In dem Strömungskanal
sind in einer herkömmlichen
Matrix voneinander beabstandet längliche
Brennstoffleitungen angeordnet. Der Boden des Brennstoffbündels weist
gewöhnlich
eine hohle, konische Nasenkomponente oder untere Verbindungsplatte
auf, durch die Wasser durch das Brennstoffbündel nach oben kanalisiert
wird, wobei es in den Brennstoffleitungen aufgrund herkömmlicher
nuklearer Reaktionen erwärmt
wird. Die Oberseite des Brennstoffbündels ist offen, um ein Entweichen
von Wasser und Dampf zu ermöglichen.
Gewöhnlich
ist ein Henkel vorgesehen, um das Brennstoffbündel für die Brennstoffbündelbeschickung
bzw. -entfernung in dem Reaktorkern in seine Position zu heben bzw.
aus dieser zu entfernen.
-
Während eines
typischen Reaktorkernbrennstofferneuerungsvorgangs werden 25% oder
mehr der verbrauchten oder abgebrannten Brennstoffbündel in
dem Reaktorkern durch neue unverbrauchte Brennstoffbündel ersetzt.
Oberhalb des Reaktorkerns ist gewöhnlich ein oberes Wasserbecken
angeordnet, um beispielsweise eine Abschirmung vor der aus dem Brennstoffbündel austretenden
Strahlung zu schaffen, und eine herkömmliche Brücke oder ein Portal kann über das
Becken bewegt werden, um den Brennstoff des Reaktorkerns zu erneuern.
Die Brücke
weist einen an einem Fahrwagen angebrachten Greifer auf, der teleskopartig
durch das Becken nach unten und in den Reaktorkern ausgefahren wird,
um eines der Brennstoffbündel
an seinem an dem oberen Ende vorhandenen Griff zu ergreifen, und
der anschließend
nach oben zurückgezogen
wird, um das Brennstoffbündel
zu entfernen. Das Brennstoffbündel wird
fortwährend
mit Wasser bedeckt gehalten, um sowohl dessen Abschirmung vorzusehen
als auch zu erlauben, dass Wasser durch das Brennstoffbündel nach
oben strömt,
um dieses zu kühlen.
Dies verhindert eine Überhitzung,
die auf die darin stattfindende Fortsetzung von Kernreaktionen zurückzuführen ist, die
mit einer wesentlich geringeren Stärke auftreten, als in einem
im Betrieb befindlichen Reaktorkern.
-
In
einem eine einzige Brücke
aufweisenden Brennstofferneuerungssystem wird jedes Brennstoffbündel oder
abgebrannte Brennstoffbündel
eines nach dem anderen aus dem Reaktorkern entfernt und durch das
obere Becken horizontal zu einem benachbarten Brennstofflagerbecken überführt und
in einem horizontalen Feld von Lagergestellen vertikal angeordnet,
um vorübergehend
bis zu mehreren Jahren gelagert zu werden, bis ein solcher abgebrannter
Brennstoff dann zu einer Langzeitlagerstätte verbracht wird. Mittels
der Brücke
wird dann ein unverbrauchtes Brennstoffbündel aus dem Brennstofflagerbecken
zurück
zu dem Reaktorkern befördert
und darin positioniert. Da ein typischer Reaktor einige Hundert
Brennstoffbündel
enthält,
ist der Zeitaufwand für
die Entfernung der abgebrannten Brennstoffbündel und den Austausch derselben
gegen unverbrauchte Brennstoffbündel
beträchtlich.
-
Außerdem können Brennstofftransportbehälter in
einem herkömmlichen
Einzelbrückensystem
bis zu etwa 100 Tonnen wiegen. Um das Einbringen des abgebrannten
Brennstoffs in diese Brennstofftransportbehälter zu ermöglichen, müssen diese einzeln in das Brennstofflagerbecken
gehoben werden. Das Heben eines derartigen schweren Behälters ist
mit dem Risiko verbunden, dass der Behälter möglicherweise herabfällt und
das Becken und/oder die Brennstoffbündel beschädigt.
-
Eine
weitere Bauart eines in vielen Druckwasserreaktoren und einigen
Siedewasserreaktoren verwendeten Brennstofferneuerungssystems setzt zwei
Brücken
mit einer zwischen den beiden angeordneten Überführungseinrichtung ein. Die
eine Brücke
befördert
neue und abgebrannte Brennstoffbündel
einzeln zwischen dem Reaktorkern und der Überführungseinrichtung, und die
andere Brücke
transportiert abgebrannte und unverbrauchte Brennstoffbündel zwischen
der Überführungseinrichtung
und dem Brennstofflagerbecken. Die Überführungseinrichtung befördert dann
die abgebrannten und unverbrauchten Brennstoffbündel zwischen den beiden Brücken. Auf
diese Weise lässt
sich ein gesamter Brennstofferneuerungsvorgang in kürzerer Zeit durchführen als
mittels einer einzigen Brücke,
da die beiden Brücken
und die Überführungseinrichtung zeitlich
zusammenfallend mit sämtlichen
Betriebsvorgängen
synchronisiert werden können,
wobei jede Brücke
unabhängig
ein entsprechendes Brennstoffbündel
dazwischen transportiert. Dieses System eliminiert außerdem das
Risiko des Herabfallens eines Transportbehälters in das Speicherbecken,
da die eine der Brücken
genutzt werden kann, um Brennstoff zwischen getrennten Becken zu
transportieren, die den gelagerten Brennstoff bzw. die Transportbehälter enthalten.
-
In
diesem zwei Brücken
verwendenden System sind die beiden Brücken gewöhnlich in getrennten Gebäuden angeordnet,
wobei das eine den Reaktorkern und das andere das Brennstofflagerbecken enthält. Die
gemeinsame Wand zwischen den beiden Gebäuden muss unbedingt mit einer
Dichtung gegen die Strahlung und den Druck zwischen den beiden Gebäude ausgerüstet sein
und setzt daher ein sich dazwischen erstreckendes verhältnismäßig komplexes Überführungsrohr
voraus, durch das die Brennstoffbündel überführt werden. Das Überführungsrohr ist
gewöhnlich
entweder horizontal oder geneigt ausgerichtet, so dass der Durchgang
zwischen den beiden Gebäuden
verhältnismäßig klein
ist, um die Komplexität
der dazwischen angeordneten erforderlichen Dichtungen zu reduzieren.
Es ist wünschenswert
die Brennstoffbündel
hauptsächlich
in einer aufrechten vertikalen Orientierung zu transportieren, während sie
lateral oder seitwärts
durch die entsprechenden Becken werden bewegt, so dass Wasser ständig in
der Lage ist, die Brennstoffbündel
vertikal aufwärts
zu durchströmen,
um sie zu kühlen.
Notge drungen müssen
die Brennstoffbündel
daher für
den Durchgang durch das Überführungsrohr
vorübergehend
aus ihrer vertikalen Orientierung in die geneigte oder horizontale
Orientierung gekippt oder versetzt werden. Die herkömmliche Überführungseinrichtung sieht
daher an jedem Ende des Überführungsrohrs eine
Kippeinrichtung vor, um zu Beginn ein vertikales Brennstoffbündel in
die erforderlich horizontale Schieflage für den Durchgang durch das Überführungsrohr
zu drehen, und an dem anderen Ende desselben versetzt eine weitere
Kippeinrichtung dann das Brennstoffbündel wieder in die bevorzugte
vertikale Orientierung. An beide Enden des Überführungsrohrs sind geeignete
Dichtungen vorgesehen, um einen Leckstrom des Wassers dort zu verhindern.
-
Nachdem
abgebrannte Brennstoffbündel
für beträchtliche
Zeit in dem Reaktorkern gearbeitet haben, haben sich radioaktive
Korrosionsrückstände in dem
Brennstoffbündel
gebildet, die sich gewöhnlich während ihres
Transports lösen
und auf den Boden des entsprechenden Beckens sinken. Die radioaktiven
Korrosionsrückstände fallen
außerdem
während der
Kippvorgänge
und während
des Transports durch das Überführungsrohr
ab. Die radioaktiven Korrosionsrückstände müssen von
Zeit zu Zeit beseitigt werden, was mit Blick auf den komplexen Transportpfad, der
im Zusammenhang mit den beiden Brücke und dem Überführungsrohrsystem
erforderlich ist, die Wartungszeit und Kosten steigert.
-
Außerdem ist
die aufgrund des hindurch geleiteten Wassers vorhandene natürliche Konvektionskühlung während der
horizontalen Neigung der Brennstoffbündel verringert, da der hindurch
führende
vertikale Pfad reduziert oder eliminiert ist. Der Transport des
Brennstoffbündels
durch das Überführungsrohr
muss daher verhältnismäßig rasch
erfolgen, um die Wahrscheinlichkeit einer Überhitzung der Brennstoffbündel zu
verringern, und es sind zusätzliche
Verfahren einzurichten, um eine wirkungsvolle Kühlung derselben für den Fall
vorzusehen, dass die Überführungseinrichtung
versagt, während die
Brennstoffbündel
gekippt sind.
-
KURZBESCHREIBUNG
-
Den
Erfindern der vorliegenden Erfindung ist es gelungen, Brennstofferneuerungsanordnungen
zu entwickeln, die in der Lage sind, abgebrannte Reaktorkernkomponenten
des Reaktorkerns eines Kernreaktors während Brennstofferneuerungsvorgängen auf
effiziente Weise gegen Austauschkomponenten auszutauschen, wobei
die vertikalen Stellung der Brennstäbe beibehalten wird und auf
die Verlagerung der Brennstäbe
in eine horizontale Lage verzichtet werden kann. Ein derartiges
System schafft außerdem
Möglichkeiten,
Arbeitsschritte der Brennstofferneuerung sowohl in dem Brennstoffbecken
als auch in dem Reaktorkernbecken gleichzeitig durchzuführen, und
es ermöglicht
eine effiziente und sichere Übergabe
abgebrannter Reaktorkernkomponenten und Austauschkomponenten, was
die im Zusammenhang mit der Brennstofferneuerung anfallenden Ausfallzeiten
des Reaktorbetriebs verringern kann.
-
Gemäß einem
Aspekt eine Anordnung zur Brennstofferneuerung eines Kernreaktors,
der in einem Reaktorbecken positionierte längliche Reaktorkernkomponenten,
ein Brennstoffbecken und ein Überführungsbecken
aufweist, das das Brennstoffbecken mit dem Reaktorbecken strömungsmäßig verbindet.
Das System enthält
eine Übergabeanordnung,
die sich selektiv in dem Überführungskanal
positionieren lässt.
Die Übergabeanordnung
enthält zwei
oder mehr Abteile, die beide dazu eingerichtet sind, selektiv eine
der Reaktorkernkomponenten in einer vertikalen Stellung zu sichern.
Die Übergabeanordnung
ist beweglich, um mittels eines von einer Reaktorbeckenbrücke aus
arbeitenden Reaktorbeckengreifers und mittels eines von einer Brennstoffbeckenbrücke aus
arbeitenden Brennstoffbeckengreifers einen unabhängigen selektiven Zugriff auf
jedes Abteil zu erlauben.
-
Gemäß einem
weiteren Aspekt gehören
zu einer Anordnung, die dazu dient, den Brennstoff eines Kernreaktors,
der einen Reaktorkern in einem Reaktorbecken aufweist, durch einen Überführungskanal
hindurch zu einem Lagergestell in einem Brennstoffbecken zu erneuern,
eine Übergabeanordnung,
eine Reaktorbeckenbrücke
und eine Brennstoffbeckenbrücke.
-
Die Übergabeanordnung
enthält
zwei oder mehr Abteile, die beide dazu eingerichtet sind, wenigstens
eine Komponente des Kerns in einer vertikalen Stellung selektiv
zu sichern. Die Übergabeanordnung
ist dazu eingerichtet, sich in dem Überführungskanal positionieren zu
lassen. Die Reaktorbeckenbrücke
ist oberhalb des Reaktorbeckens angeordnet und lässt sich über dieses bewegen. Die Reaktorbeckenbrücke weist
eine Reaktorbeckenüberführungsanordnung
mit einem Reaktorbeckengreifer auf, der dazu eingerichtet ist, eine
abgebrannte Reaktorkernkomponente aus dem Reaktorkern in Eingriff
zu nehmen und die abgebrannte Reaktorkernkomponente zu einer der
Abteile der Übergabeanordnung
zu überführen. Die
Brennstoffbeckenbrücke
ist oberhalb des Brennstoffbeckens und darüber beweglich angeordnet. Die
Brennstoffbeckenbrücke
weist eine Brennstoffbeckenüberführungsanordnung
mit einem Brennstoffbeckengreifer auf, der dazu eingerichtet ist,
eine Reaktorkernaustauschkomponente in dem Brennstoffbecken in Eingriff
zu nehmen und die Reaktorkernaustauschkomponente aus dem Brenn stoffbecken
zu einem der Abteile der Übergabeanordnung
zu überführen. Ein
Fahrwagen lässt
sich längs
der Brennstoffbeckenbrücke
bewegen. Die Übergabeanordnung
ist drehbar unterhalb des Fahrwagens angebracht. Der Fahrwagen weist
eine Ausfahranordnung auf, die dazu eingerichtet ist, die Übergabeanordnung
von der Brennstoffbeckenbrücke
und dem Fahrwagen aus auszufahren und in den Überführungskanal einzufahren.
-
Gemäß noch einem
weiteren Aspekt enthält eine
Anordnung zur Brennstofferneuerung eines Kernreaktors Mittel, die
dazu dienen, eine oder mehrere längliche
Reaktorkernkomponenten zwischen einem Reaktorkernbecken und einem
Brennstoffbecken in einer vertikalen Stellung durch einen Überführungskanal
zu überführen. Das
Mittel zum Überführen von
Brennstoffkomponenten weist zwei oder mehr Abteile auf, um zwei
verschiedene Reaktorkernkomponenten gleichzeitig in einer vertikalen Stellung
vorübergehend
zu sichern. Weiter sind Mittel zum Transport wenigstens einer der
Reaktorkernkomponenten in dem Reaktorkernbecken enthalten, um die
wenigstens eine Reaktorkernkomponente zu mindestens einem der Abteile
der Mittel zum Überführen zu
bringen und von dort zu holen. Die Anordnung enthält ferner
Mittel zum Transport wenigstens einer der Reaktorkernkomponenten
in dem Brennstoffbecken, um die wenigstens eine Reaktorkernkomponente
zu mindestens einem der Abteile der Mittel zum Überführen zu bringen und von dort
abzuholen.
-
Gemäß noch einem
weiteren Aspekt (ist) ein Verfahren zur Brennstofferneuerung eines
Kernreaktors (geschaffen), der einen Reaktorkern in einem Reaktorbecken
mit einer Anzahl von länglichen
Reaktorkernkomponenten, ein Brennstoffbecken zum Lagern von Reaktorkernkomponenten
und einen das Brennstoffbecken mit dem Reaktorbecken verbindenden Überführungskanal aufweist.
Zu dem Verfahren gehören
die Schritte: Holen einer Reaktorkernaustauschkomponente aus dem
Brennstoffbecken und Sichern der Reaktorkernaustauschkomponente in
einem ersten Abteil einer Übergabeanordnung
in einer vertikalen Stellung. Das Verfahren beinhaltet ferner die
Schritte: Holen einer abgebrannten Reaktorkernkomponente aus dem
Reaktorkern und Sichern der abgebrannten Reaktorkernkomponente in einem
zweiten Abteil der Übergabeanordnung
in einer vertikalen Stellung. Die Reaktorkernaustauschkomponente
wird aus dem ersten Abteil geholt und in dem Reaktorkern installiert.
Die abgebrannte Reaktorkernkomponente wird aus dem zweiten Abteil
geholt und in einem Lagergestell in dem Brennstoffbecken gelagert.
-
Weitere
Aspekte der vorliegenden Erfindung werden teils offensichtlich und
teils im Folgenden erläutert.
Es ist selbstverständlich,
dass vielfältige
Aspekte der Offenbarung einzeln oder miteinander kombiniert durchgeführt werden
können.
Es ist ebenfalls selbstverständlich,
dass die detaillierte Beschreibung und die Zeichnungen zwar spezielle
exemplarische Ausführungsbeispiele
unterbreiten, jedoch lediglich der Veranschaulichung dienen und den
Schutzumfang der Offenbarung nicht beschränken sollen.
-
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
1 veranschaulicht
in einer perspektivischen Ansicht eine Kernreaktoranlage, die die Brennstofferneuerungsinfrastruktur
gemäß einem Ausführungsbeispiel
aufweist.
-
2 zeigt
in einer perspektivische Teilansicht eine Übergabeanordnung, gemäß einem
Ausführungsbeispiel.
-
3 zeigt
eine weitere perspektivische Ansicht der Übergabeanordnung nach 2,
wobei der Mast gegenüber
dem in 2 gezeigten um 180 Grad gedreht ist, gemäß einem
Ausführungsbeispiel.
-
4 veranschaulicht
in einer perspektivischen Ansicht einer Brennstoffbeckenplattform
einen Brennstoffmast, einen Brennstoffbeckengreifer und ein rotierendes
Karussell zum Entgegennehmen und Überführen von Brennstoffkomponenten
im Verlauf von Arbeitsschritten einer Kernreaktorbrennstofferneuerung,
gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel.
-
5 veranschaulicht
in einer perspektivischen Ansicht eine Kernreaktorbrennstofferneuerungsinfrastruktur
mit einer stationären Überführungskanalbrücke und
einem drehbaren Karussell, das in einem Überführungskanalbecken positioniert ist,
um Brennstoffkomponenten zwischen dem Reaktorbecken und dem Brennstoffbecken
im Verlauf von Kernreaktorbrennstofferneuerungsvorgängen zu Überführen, gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel.
-
6 zeigt
in einer vergrößerten perspektivischen
Ansicht des stationären
Brennstoffüberführungskarussells
von 5 die drehbare Brennstoffüberführungskarussellübergabeanordnung,
die dazu eingerichtet ist, zwei Brennstoffbündel in gegenüberliegenden
Abteilen aufzunehmen, gemäß einem
Ausführungsbeispiel.
-
7 zeigt
ein Flussdiagramm für
ein Verfahren zur Brennstofferneuerung eines Kernreaktors, gemäß einiger
Ausführungsbeispiele.
-
Es
ist selbstverständlich,
dass gleichartige oder entsprechende Teile und Ausstattungsmerkmale über die
Zeichnungen hinweg mit entsprechenden Bezugszeichen bezeichnet sind.
-
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
-
Die
folgende Beschreibung ist lediglich exemplarischer Natur und soll
weder die Offenbarung noch Anwendungen oder Verwendungen derselben beschränken.
-
In
einigen Ausführungsbeispielen
beinhalten Vorrichtungen und Verfahren zur Brennstofferneuerung
eines Kernreaktors die Schritte: Holen einer Reaktorkernaustauschkomponente
aus dem Brennstoffbecken und Sichern der Reaktorkernaustauschkomponente
in einem ersten Abteil einer Übergabeanordnung
in einer vertikalen Stellung. Das Verfahren beinhaltet ferner die
Schritte: Holen einer abgebrannten Reaktorkernkomponente aus dem
Reaktorkern und Sichern der abgebrannten Reaktorkernkomponente in
einem zweiten Abteil der Übergabeanordnung
in einer vertikalen Stellung. Die Reaktorkernaustauschkomponente
wird aus dem ersten Abteil geholt und in dem Reaktorkern installiert.
Die abgebrannte Reaktorkernkomponente wird aus dem zweiten Abteil
geholt und in einem Lagergestell in dem Brennstoffbecken gelagert.
-
In
diesen Verfahren und Schritten ermöglicht die Übergabeanordnung, eine Überführung der
Komponenten zwischen dem Reaktorbecken und dem Brennstoffbecken über das Überführungsbecken, während die
vertikalen Stellung der Reaktorkernkomponenten ständig beibehalten
wird, und die Durchführung
eines oder mehrerer gleichzeitiger Arbeitsschritte, was eine Be schleunigung
der Brennstofferneuerungsvorgänge
und eine Verkürzung
der Brennstofferneuerungsintervalle ermöglicht.
-
In
einigen Ausführungsbeispielen
(enthält) eine
Anordnung zur Brennstofferneuerung eines Kernreaktors, der einen
Reaktorkern mit in einem Reaktorbecken positionierten länglichen
Reaktorkernkomponenten, ein Brennstoffbecken und ein das Brennstoffbecken
mit dem Reaktorbecken strömungsmäßig verbindendes Überführungsbecken aufweist.
Das System enthält
eine Übergabeanordnung,
die sich selektiv in dem Überführungskanal
positionieren lässt.
Die Übergabeanordnung
weist zwei oder mehr Abteile auf, die beide dazu eingerichtet sind,
selektiv eine der Reaktorkernkomponenten in einer vertikalen Stellung
zu sichern. Beispielsweise können
die Abteile dazu eingerichtet sein, eine Brennstabanordnung, einen
Steuerstab, eine Steuerstabröhre
oder eine Doppelblattführung
aufzunehmen und zu sichern. Beispielsweise enthält die Übergabeanordnung in einem Ausführungsbeispiel
ein erstes Abteil, um eine erste Brennstabanordnung zu sichern,
und ein zweites Abteil, um eine zweite Brennstabanordnung zu sichern.
Das erste und zweite Abteil können
auf einer ersten Seite der Übergabeanordnung
angeordnet sein. Die Übergabeanordnung
kann außerdem
ein oder mehrere dritte Abteile aufweisen, die auf einer der ersten
Seite im Wesentlichen gegenüberliegenden
zweiten Seite positioniert sind. Diese dem ersten und zweiten Abteil
gleichende oder sich davon unterscheidende dritten Abteile, können dazu
eingerichtet sein, eine Brennstabanordnung oder eine Doppelblattführung, einen
Steuerstab und eine Steuerstabröhre
aufzunehmen und zu sichern. Die Übergabeanordnung
kann drehbar sein, um den unabhängigen
selektiven Zugriff auf sämtliche
ersten, zweiten und dritten Abteile durch den Brennstoffbeckengreifer
und den Reaktorbeckengreifer zu ermöglichen.
-
Die Übergabeanordnung
ist beweglich, um mittels eines von einer Reaktorbeckenbrücke aus
arbeitenden Reaktorbeckengreifers und mittels eines von einer Brennstoffbeckenbrücke aus
arbeitenden Brennstoffbeckengreifers einen unabhängigen selektiven Zugriff auf
jedes Abteil zu erlauben. In einigen Ausführungsbeispielen ist um einen
Abschnitt der Brennstoffbeckenbrücke,
z. B. auf einer Unterseite, beweglich ein Fahrwagen angebracht.
Während
sich die Brennstoffbeckenbrücke
in die eine Richtung bewegt, kann sich der Fahrwagen in einer dazu
senkrechten Richtung bewegen, so dass auf 100% des Brennstoffbeckens
zugegriffen werden kann. In einem Ausführungsbeispiel weist die Übergabeanordnung
einen mit dem Fahrwagen verbundenen Mast auf, der über eine
Ausfahranordnung nach unten ausgefahren und in das Brennstoffbecken
eingefahren werden kann, um eine Reaktorkernkomponente aus dem Brennstoffbecken
zu holen oder darin zu platzieren. In einem derartigen Ausführungsbeispiel können die
Abteile der Übergabeanordnung
um den Mast herum, beispielsweise an äußeren Abschnitten oder von
der Mittelachse des Masts beabstandet, positioniert sein.
-
Eine
Hebeanordnung, beispielsweise ein motorbetriebener Flaschenzug oder
ein davon unabhängiger
ausfahrbarer Mast, kann dazu eingerichtet sein, den Brennstoffbeckengreifer
in dem Brennstoffbecken zu heben und zu senken und auf die Abteile zuzugreifen,
um Brennstoffkomponenten zu überführen. Beispielsweise
kann eine Winde und ein Seil mit dem Brennstoffbeckengreifer verbunden
sein und von der Brennstoffbeckenbrücke aus bedient werden, um
den Brennstoffbeckengreifer zu heben und zu senken und auf jedes
der Abteile zuzugreifen, wobei der Brennstoffbeckengreifer dazu
eingerichtet ist, eine Komponente vorübergehend zu sichern und Komponenten
aus jedem der Abteile zu installieren und zu holen.
-
Der
Fahrwagen kann auch eine Ausfahranordnung aufweisen, die es ermöglicht,
die Übergabeanordnung
aus der Brennstoffbeckenbrücke
oder wenigstens von unterhalb der Brennstoffbeckenbrücke ausgehend
auszufahren und in den Überführungskanal
einzufahren. Auf diese Weise bleibt die Brennstoffbeckenbrücke oberhalb
des Brennstoffbeckens, und der Fahrwagen fährt die Ausfahranordnung in
das Überführungsbecken
aus, wobei die Übergabeanordnung
und ihre Abteile in das Überführungsbecken
eintreten. Die Übergabeanordnung kann
eine abgeholte Reaktorkernaustauschkomponente enthalten, die in
einem Abteil angeordnet ist, um in das Überführungsbecken überführt zu werden, oder
es können
ein oder mehrere Abteile leer sein, um eine abgebrannte Reaktorkernkomponente
aufzunehmen.
-
In
einer Abwandlung kann der Mast mit den daran angebrachten Abteilen
in einer feststehenden Position um einen unteren Bereich der Brennstoffbeckenbrücke drehbar
und sich nach unten erstreckend gelagert sein. In solchen Ausführungsbeispielen
können
der Mast und die Abteile mit dem Überführungskanal im Wesentlichen
fluchtend ausgerichtet sein und dimensioniert sein, um in dem Überführungskanal
eine Drehung des Masts und der Position der Brennstabanordnung sowie
der Abteile um wenigstens 90 Grad, 180 Grad oder um ganze 360 Grad
zu erlauben.
-
Die Übergabeanordnung,
der Mast, der Greifer, die Ausfahranordnung und der Fahrwagen können von
einer Fernsteuerungseinheit und/oder durch eine Bedienperson gesteuert
werden. Darüber
hinaus können
eine oder mehrere Positionsarretierungen oder -steuerelemente als
Software oder über
Positionsrückführungssignale
implementiert sein, um zu gewährleisten,
dass die Übergabeanordnung
nur mit einem leeren, in Richtung des Reaktorbeckens positionierten
Abteil in das Überführungsbecken
eintritt.
-
In
einigen Ausführungsbeispielen
kann die Übergabeanordnung
auf einem länglichen
Grundkörper
basieren, der sich abwärts
erstreckt und die mindestens zwei Abteile definiert, die beide eine
längliche
Form aufweisen. Jedes der Abteile kann wenigstens eine im Wesentlichen
offene Seite aufweisen, um den seitlichen Durchgang einer Komponente
in das Abteil hinein und aus dieser heraus zu erlauben. Eine Arretierung
kann auf der Übergabeanordnung positioniert
und einem oder mehreren Abteilen zugeordnet sein, um eine Reaktorkernkomponente
selektiv vertikal in dem Abteil zu sichern und eine seitliche Bewegung
der Reaktorkernkomponente darin zu verhindern. In einigen Ausführungsbeispielen
kann jedes Abteil eine Bodenöffnung
und eine Bodenplatte aufweisen, die beweglich ist, um die Bodenöffnung selektiv
zu schließen.
Die Bodenplatte kann dazu eingerichtet sein, die Reaktorkernkomponente
vertikal in dem Abteil zu halten. Die Bodenplatte kann sich ferner
in eine Öffnungsstellung
bewegen lassen, um der Komponente zu erlauben, in Reaktion auf einen Fernbefehl
aus der Bodenöffnung
auszutreten.
-
Wie
erwähnt,
kann auf einer der Brücken oder
in Entfernung von dem Reaktor ein Übergabeanordnungssteuerungssystem
angeordnet sein. Das Steuerungssystem kann dazu eingerichtet sein,
den Betrieb der Übergabeanordnung,
eine oder beide Brücken,
den Fahrwagen und einen oder beide Greifer neben sonstigen für die Brennstofferneuerung
gewöhnlich
eingesetzten Elementen oder Vorrichtungen zu steuern. Wie ebenfalls
oben erwähnt,
kann das Steuerungssystem dazu eingerichtet sein, eine Bewegung
der Übergabeanordnung
durch den Überführungskanal
hindurch in Richtung des Reaktorbeckens zu verhindern, wenn ein
vorausgehendes Abteil eine Reaktorkernkomponente sichert. Selbstverständlich können auch
weitere Beschränkungen
oder Regeln für
die Bewegung eingerichtet werden, um zusätzliche Betriebs- oder Sicherheitsaspekte
zu berücksichtigen.
-
In
noch einem Ausführungsbeispiel
ist oberhalb des Überführungskanals
eine Überführungskanalbrücke positioniert.
In einem solchen Ausführungsbeispiel
kann die Übergabeanordnung
drehbar unterhalb der Überführungskanalbrücke gelagert sein.
Die Überführungskanalbrücke kann
während der
Brennstofferneuerung im Wesentlichen feststehend positioniert sein
und lässt
sich möglicherweise, z.
B. mittels eines separaten Brückenkrans,
entfernen, wenn sie nicht in Gebrauch ist. In diesen. Ausführungsbeispielen
kann die Übergabeanordnung
ein oder mehrere Abteile aufweisen, die nach Art eines Karussells
positioniert sind, oder kann lediglich zwei Abteile aufweisen. In
Fällen,
wo lediglich zwei Abteile vorgesehen sind, kann ein erstes Abteil
um 180 Grad und im Wesentlichen getrennt von einem zweiten Abteil
positioniert sein, um dadurch eine räumliche Vielfalt und Trennung
der Abteile sowie von an den Abteilen gesicherten abgebrannten Reaktorkernkomponenten
und Reaktorkernaustauschkomponenten zu ermöglichen.
-
In
sämtlichen
dieser Ausführungsbeispiele können Arbeitsschritte
in dem Brennstoffbecken zeitgleich mit Arbeitsschritten in dem Reaktorbecken ausgeführt werden.
Ein Operator- oder Bedienungssystem kann für beide Vorgänge unabhängig zuständig sein,
kann jedoch, wo gewünscht,
eine Synchronisierung und Koordination ermöglichen, um die gefahrlose
und zuverlässige Übertragung
von Reaktorkernelementen zu fördern.
Darüber
hinaus kann, falls die Übergabeanordnung
auf einer Überführungsbeckenbrücke positioniert
ist, ein drittes Operator- oder Bedienungssystem die Übergabeanordnung
unabhängig von
dem Brennstoffbeckenbetrieb und den Reaktorkernbetriebsabläufen betreiben.
Wie in der anderen beiden Fällen,
können
ebenfalls Synchronisierung und Koordination eingesetzt werden.
-
Mit
Bezugnahme auf 1 enthält ein für einige Ausführungsbeispiele
geeigneter Kernreaktor 10 eine Infrastruktur einer Brennstofferneuerungsanordnung 12,
die zur Brennstofferneuerung eines Reaktorkerns verwendet wird.
Ein Reaktorbecken 18 eines Reaktorkerns 14 enthält Reaktorkernkomponenten 16,
zu denen beispielsweise Brennstabanordnungen, Doppelblattsteuerstäbe und/oder
Steuerstabröhren
gehören.
Eine Reaktorbeckenbrücke 20 weist einen
Reaktorbeckengreifer 36, der dazu dient, auf Reaktorkernkomponenten 16 zuzugreifen
und eine oder mehrere Reaktorkernkomponenten 16 beweglich
zu einem Brennstoffüberführungskanal 32 zu überführen, der
ein Überführungsbecken 28 zum Überführen einer
Reaktorkernkomponente zu einer Übergabeanordnung 30 aufweist.
Die Übergabeanordnung 30 weist
mehrere Abteile 34 auf, die jeweils dazu eingerichtet sind,
abgebrannte Brennstoffreaktorkernkomponenten aus dem Reaktorkern 14 aufzunehmen
und eine Reaktorkernaustauschkomponente aus einem Brennstoffbecken 24 für den Zugriff durch
einen Reaktorbeckengreifer 36 zu überführen. Das Überführungsbecken 28 ist
strömungsmäßig zwischen
dem Brennstoffbecken 24 und dem Reaktorbecken 18 angelegt.
-
Die Übergabeanordnung 30 kann
selektiv in dem Überführungskanal 32 positioniert
werden. Die Übergabeanordnung 30 kann
zwei oder mehr Abteile 34 aufweisen, die jeweils dazu eingerichtet
sind, selektiv eine der Reaktorkernkomponenten 16 in einer vertikalen
Stellung an der Übergabeanordnung 30 zu sichern.
Die Übergabeanordnung 30 ist
beweglich, um einen unabhängigen
selektiven Zugriff auf jedes Abteil 34 durch den von der
Reaktorbeckenbrücke 20 aus
arbeitenden Reaktorbeckengreifer 36 und durch den von der
Brennstoffbeckenbrücke 26 aus
arbeitenden Brennstoffbeckengreifer 27 zu erlauben.
-
Mit
Bezugnahme auf 2 sind zusätzliche Konstruktionselemente
der Brennstoffbeckenbrücke 26,
Brennstofferneuerungsanordnung 12 und Übergabeanordnung 30 gezeigt.
In diesem Ausführungsbeispiel
ist ein drehbarer Köcher
zum Fixieren von Reaktorkernkomponenten 16 gezeigt. Die Übergabeanordnung 30 weist
einen mit einem Fahrwagen 38 verbundenen Mast 40 auf,
der sich mit mindestens zwei Abteilen 34 abwärts erstreckt,
wobei die Abteile 34 um den Mast 40 angeordnet
sind. Eine Hebeanordnung 42 kann dazu eingerichtet sein,
den (nicht gezeigten) Brennstoffbeckengreifer 27 zu heben
und zu senken. Ein auf der Brennstoffbeckenbrücke 26 positionierter
Fahrwagen 38 kann eine Ausfahranordnung 44 aufweisen,
die das Ausfahren der Übergabeanordnung 30 in
den Überführungskanal 32 von dem
Brennstoffbecken her vereinfacht, und die dazu dient, einen selektiven
Zugriff auf die überführten Komponenten 16 durch
den (in 2 nicht gezeigten) Reaktorbeckengreifer 36 zu
ermöglichen.
-
Eine
Hebeanordnung 42 weist eine Winde 46 und eine
Trosse 48 zum Bedienen des Brennstoffbeckengreifers 27 auf.
Die Winde 46 und Trosse 48 kann mit dem Brennstoffbeckengreifer 27 verbunden sein
und kann von der Brennstoffbeckenbrücke 26 aus gesteuert
werden, um den Brennstoffbeckengreifer 27 zu heben und
zu senken und um auf jedes der Abteile 34 zuzugreifen.
Der Brennstoffbeckengreifer 27 kann außerdem dazu eingerichtet sein,
eine Reaktorkernkomponente 16 vorübergehend zu sichern und Reaktorkernkomponenten 16 aus
jedem der Abteile 34 zu installieren und zu holen.
-
Der
Brennstoffbeckengreifer 27 kann verwendet werden, um auf
eine Reaktorkernkomponente 16 beispielsweise auf einen
in dem Brennstoffbecken 24 gelagerten unverbrauchten Brennstoff 25, zuzugreifen.
Der Brennstoffbeckengreifer 27 kann außerdem die Reaktorkernkomponente 16 zu
einer Übergabeanordnung 30 überführen. Der
Brennstoffbeckengreifer 27 kann verwendet werden, um auf eine
abgebrannte Reaktorkernkomponente 86 in der Übergabeanordnung 39 zuzugreifen
und die abgebrannte Reaktorkernkomponente 86 in dem Brennstoffbecken 24 zu
lagern.
-
Nochmals
mit Bezug auf 2 und auch auf 3 ist
die Übergabeanordnung 30 mit
drei Abteilen 34A-C gezeigt, die auch als ein erstes Abteil 34A, ein
zweites Abteil 34B und ein drittes Abteil 34C bezeichnet
sind und dazu dienen, über
den Überführungskanal 32 Brennstoffkomponenten 16 zwischen dem
Reaktorbecken 18 und dem Brennstoffbecken 24 zu überführen.
-
Die Übergabeanordnung 30 kann
auf einem länglichen
Grundkörper
basieren, der sich abwärts erstreckt
und mindestens zwei Abteile definiert, die beide eine längliche
Form aufweisen, wobei jedes Abteil wenigstens eine im Wesentlichen
offene Seite, um eine seitliche Bewegung einer Reaktorkernkomponente 16 in
ein Abteil 34 hinein und aus diesem heraus zu erlauben,
und eine Arretierung 52 aufweist, um die in dem Abteil 34 vertikal
angeordnete Reaktorkernkomponente selektiv seitlich zu sichern.
-
Jedes
Abteil 34 der Übergabeanordnung 30 kann
eine bewegliche Bodenplatte 56 aufweisen, die eine Bodenöffnung jedes
Abteils 34 selektiv schließen kann. Jede bewegliche Platte 56 kann
eine Bodenöffnung 54 aufweisen,
die dazu eingerichtet ist, eine Reaktorkernkomponente 16 in
dem Abteil ver tikal zu halten, und kann in eine Öffnungsstellung bewegt werden,
um der Komponente 16 zu erlauben, in Reaktion auf einen
Fernbefehl aus der Bodenöffnung des
Abteil 34 auszutreten.
-
Jedes
Abteil 34 kann eine Arretierung 52, beispielsweise
einen Drehriegel, aufweisen, um eine überführte Reaktorkernkomponente 16 festzuhalten, die
entweder durch den Brennstoffbeckengreifer 27 und/oder
den Reaktorbeckengreifer 36 in eines der Abteile 34 einsetzt
wurde. Die Bewegung 39 des Fahrwagens 38 kann,
wie in 2 gezeigt, senkrecht zu der Brennstoffbeckenbrückenbewegung 29 verlaufen,
und die Bewegung 45 der Ausfahranordnung verläuft parallel
zu der Bewegung der Brennstoffbeckenbrücke 24 und ist mit
dem Überführungskanal 32 fluchtend
ausgerichtet, um die Übergabeanordnung 30 für den Zugriff
durch den (nicht gezeigten) Reaktorbeckengreifer 36 in
den Überführungskanal 32 auszufahren.
Wie gezeigt, kann die Übergabeanordnung 30 gedreht
werden, um über
ein Steuerungssystem 51 eine Drehung des Masts (wie in 3 gezeigt)
um wenigstens 90 Grad zu erlauben. Das Übergabeanordnungssteuerungssystem 51 kann
die Bewegung der Übergabeanordnung 30 in
dem Überführungskanal 32 beschränken, wenn
ein eine Reaktorkernkomponente 16 sicherndes Abteil 34 in
Richtung des Reaktorbeckens 18 positioniert ist.
-
3 zeigt
die Übergabeanordnung 30 von 2 nach
einer Drehung um 180 Grad, wobei das dritte Abteil 34C positioniert
ist, um in den Überführungskanal 32 ausgefahren
zu werden. Die Abteile 34A und 34B befinden sich
auf einer ersten Seite 66 der Übergabeanordnung 30,
und das Abteil 34C kann sich auf einer zweiten Seite 70 der Übergabeanordnung 30 befinden.
Die bewegliche Platte 56 kann auf einer zweiten Seite 70 der Übergabeanordnung 30 mit
Bodenöffnungen 54 aus gebildet
sein, die dazu dienen, eine Doppelblattführungsfassung aufzunehmen,
und sie ist dem Reaktorkern 14 zugewandt. Das Abteil 34C kann
dazu eingerichtet und dimensioniert sein, eine Doppelblattführung aufzunehmen
und zu halten. Eine Bedienperson 49 kann einen Platz einnehmen,
um die Winde 46 und Trosse 48 unter Nutzung der
Hebeanordnung 42 und des (nicht gezeigten) Steuerungssystems 51 zu
bedienen.
-
Der
Reaktorbeckengreifer 36 kann positioniert werden, um sich
der Übergabeanordnung 30 zu nähern, um
auf Reaktorkernkomponenten in den Abteilen 34A und 34B zuzugreifen.
Die Arretierungen 52 sind in ihren Drehstellungen dargestellt,
in denen sie eine erste Brennstabanordnung 60 und eine
zweite Brennstabanordnung 64 zurückhalten. Die Brennstabanordnung 60 kann
eine abgebrannte Reaktorkernkomponente 86 sein, und die
zweite Brennstabanordnung 64 kann ein unverbrauchter Brennstoff 25 sein.
Die Übergabeanordnung 30 ist
in der Lage, einen eingeführten
Steuerstab 74 oder eine Doppelblattführung 72 zurückzuhalten
und zu überführen. Die
Doppelblattführung 72 kann
auf der zweiten Seite 70 der Übergabeanordnung 30 zurückgehalten
sein, während
dennoch ein Zugriff durch den in dem Brennstoffbecken 24 angeordneten
Brennstoffbeckengreifer 27 möglich ist.
-
Während die
veranschaulichten Ausführungsbeispiele
einer Übergabeanordnung
eine Übergabeanordnung
zeigen, die mit drei Abteilen eingerichtet ist, können weitere
Abteile vorhanden sein, um, wie in der Fachwelt bekannt, abhängig von
der Geometrie der Reaktorkernkomponenten und den physikalischen
Abmessungen des Überführungskanals
reihum die Überführung zusätzlicher
Reaktorkernkomponenten zu ermöglichen.
Die veranschaulichten Ausführungsbeispiele
sollen den Schutzumfang der Offenbarung nicht beschränken.
-
4 veranschaulicht
noch ein Ausführungsbeispiel
einer Brennstoffbeckenbrücke 26 mit einem über einem
Brennstoffbecken 24 positionierten Fahrwagen 38,
um abgebrannte Reaktorkernkomponenten aus dem Reaktorkern 14 aufzunehmen
und Reaktorkernaustauschkomponenten zu dem Reaktorkern 14 zu überführen. In
dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel
kann die Reaktorkernkomponente 16 ein Brennstoffbündel sein.
In diesem Ausführungsbeispiel
weist der Fahrwagen 38 einen sich unterhalb des Fahrwagens 38 erstreckenden
teleskopartigen Mast 40 auf, dessen Stirnsegment einen
Brennstoffbrückengreifer 27 aufweist,
der dazu dient, entweder ein abgebranntes und/oder ein unverbrauchtes
Brennstoffbündel
in Eingriff zu nehmen. Die im Wesentlichen zentral längs des
Fahrwagenbewegungsabschnitts der Brennstoffbeckenbrücke 26 in
einer festgehaltenen Position angeordnete und mit dem Zentrum des Überführungskanals 32 fluchtend
ausgerichtete Übergabeanordnung 30 enthält ein Karussell 68,
das dazu eingerichtet und gesteuert ist, um sich um den Karussellmast 69 zu
drehen.
-
Die
Abteile 34 befinden sich in einem feststehenden radialen
Abstand von dem Karussellmast und sind dazu eingerichtet, in jedem
Abteil 34 ein Brennstoffbündel 62 aufzunehmen.
Der Brennstoffmast 40 kann geeignet eingerichtet sein,
so dass der Brennstoffbeckengreifer 27 das Karussell 68 in
Eingriff nimmt und eine Drehbewegung desselben verhindert, wenn
ein Brennstoffbündel
mit dem Überführungskanal 32 in
Richtung des Reaktorbeckens 18 fluchtend ausgerichtet ist.
Wenn sich die Brennstoffbeckenbrücke
in ihre gegenüber
dem Brennstoffüberführungskanal
am nächsten
kommenden Position bewegt hat, kann durch den unterhalb der Reaktorbeckenbrücke angeordneten
Reaktorbeckengreifer 36 auf das Brennstoffbündel 62 zugegriffen
werden, und dieses kann anschließend als eine Reaktorkernaustauschkomponente
zu dem Reaktorkern überführt werden.
-
Die
Brennstoffabteile 34 des Karussells 68 weisen
jeweils eine Arretierung 52 auf, um darin eingeführte Brennstoffbündel 62 festzuhalten.
-
5 veranschaulicht
noch ein Ausführungsbeispiel
einer Übergabeanordnung 30,
wobei sich die Übergabeanordnung 30 ausgehend
von der Mitte einer im Wesentlichen zentral über dem Überführungskanal 32 angeordneten
stationären Überführungskanalbrücke 80 in
dem Überführungskanal 32 abwärts erstreckt.
In diese Ausführungsbeispiel
sind beide Abteile 34 zu Beginn leer und die Brennstoffbeckenplattform
kann verwendet werden, um ein Brennstoffbündel 62 aus einem
in dem Brennstoffbecken 24 befindlichen Brennstofflagergestell 89 zu
heben und ein neues Brennstoffbündel 62 in
das Abteil 34A einzusetzen. Etwa zum selben Zeitpunkt kann der
Reaktorbeckengreifer 36 ein abgebranntes Brennstoffbündel aus
dem Reaktorkern holen und das abgebrannte Brennstoffbündel in
das Abteil 34B einsetzen. Nach dem Beladen der beiden Abteile 34 kann
das Karussell 68 um 180 Grad in dem Überführungskanal 32 gedreht
werden, der Reaktorbeckengreifer 36 holt das Austauschbrennstoffbündel aus dem
Abteil 34A, befördert
das Austauschbrennstoffbündel
zu dem Reaktorkern und setzt das Austauschbrennstoffbündel in
den Reaktorkern ein, wobei das abgebrannte Brennstoffbündel ausgetauscht wird.
Etwa zum selben Zeitpunkt kann der Brennstoffbrückengreifer 27 das
abgebrannte Brennstoffbündel holen
und es in ein (nicht gezeigtes) Lagergestell für abgebrannten Brennstoff einsetzen.
Dieses Verfahren kann nach Bedarf mehrere Male wiederholt werden,
um den Brennstofferneuerungsvorgang des Reaktorkerns 14 zu
vervollständigen.
-
In
einigen Ausführungsbeispielen
der Brennstofferneuerungsanordnung kann die stationäre Brennstoffüberführungsbrü cke, wenn
sie nicht in Gebrauch ist, zu einem nahe an der Oberfläche befindlichen
Lagerort bewegt werden, um dadurch jede möglicherweise durch Obflächenkorrosion
der Karusselloberflächenmaterialien
hervorgerufene potentielle Kontamination des Überführungskanals 32 und des
Brennstoffbeckens 24 zu minimieren.
-
Die Übergabeanordnung 30 ermöglicht die Verkürzung der
für die
Brennstofferneuerung eines Kernreaktors 10 benötigten Zeit
und somit eine Reduzieren der während
der Brennstofferneuerung eines Kernreaktors 10 anfallenden
Stromerzeugungsausfallzeit. 6 veranschaulicht
die stationäre Überführungskanalbrücke 80 und
die Übergabeanordnung 30,
die darunter ein Karussell 68 aufweist. Eine Bedienperson 49 steuert über das
Steuerungssystem 51 die Drehung des Karussells 68 sowie
die Aktivierung und Deaktivierung der Rückhaltearretierungen.
-
7 veranschaulicht
ein Verfahren zur Brennstofferneuerung eines Kernreaktors mit den Schritten:
Holen einer Reaktorkernaustauschkomponente aus dem Brennstoffbecken
in Schritt 70 und Sichern der Reaktorkernaustauschkomponente
in einem ersten Abteil einer Übergabeanordnung
in einer vertikalen Stellung in Schritt 72. Das Verfahren
beinhaltet ferner die Schritte: Holen einer abgebrannten Reaktorkernkomponente
aus dem Reaktorkern in Schritt 74 und Sichern der abgebrannten
Reaktorkernkomponente in einem zweiten Abteil der Übergabeanordnung
in einer vertikalen Stellung in Schritt 76. Die Schritte 74 und 76 können etwa
gleichzeitig mit den Schritten 70 und 72 ausgeführt werden.
Die abgebrannte Reaktorkernkomponente wird in Schritt 78 aus
dem zweiten Abteil geholt und wird in Schritt 80 in einem
Lagergestell in dem Brennstoffbecken gelagert. Die Reaktorkernaustauschkomponente
wird in Schritt 82 aus dem ersten Abteil geholt und wird
in Schritt 84 in dem Reaktorkern installiert. Die Schritte 82 und 84 können etwa
gleichzeitig mit den Schritten 78 und 80 ausgeführt werden.
-
Darüber hinaus
kann das Verfahren, obwohl in 7 nicht
gezeigt, den Schritt beinhalten, nach dem Holen der abgebrannten
Reaktorkernkomponente in Schritt 74, die geholte abgebrannte
Reaktorkernkomponente in Richtung des Überführungskanals zu überführen. Das
Verfahren beinhaltet ferner den Schritt, nach dem Holen der Reaktorkernaustauschkomponente
in Schritt 74, die Reaktorkernaustauschkomponente in Richtung
des Überführungskanals
zu überführen. Auch
hier können
sämtliche
dieser Überführungsschritte
etwa gleichzeitig durchgeführt
werden.
-
Wie
oben erörtert,
kann die Übergabeanordnung
in dem Überführungskanal
drehbar angeordnet sein. Die Übergabeanordnung
kann ein nicht besetztes erstes Abteil aufweisen, das positioniert
ist, um die Reaktorkernaustauschkomponente aufzunehmen und zu sichern,
und ein nicht besetztes zweites Abteil ist positioniert, um die
abgebrannte Reaktorkernkomponente aufzunehmen und zu sichern. In solchen
Ausführungsbeispielen
kann das Verfahren den Schritt des Drehens der Übergabeanordnung beinhalten,
um das Holen der in dem ersten Abteil gesicherten Reaktorkernaustauschkomponente
in dem Reaktorbecken zu erlauben, und um das Holen der in dem zweiten
Abteil gesicherten abgebrannten Reaktorkernkomponente in dem Brennstoffbecken
zu erlauben.
-
In
der Beschreibung von Elementen oder Ausstattungsmerkmalen und/oder
deren Ausführungsbeispielen
sind der unbestimmte Artikel "ein" und die bestimmten
Artikel "der/die/das" in dem Sinne zu
verstehen, dass ein oder mehrere Elemente oder Ausstattungsmerkmale
vorhanden sind. Die Begriffe "basieren
auf", "enthalten" und "aufweisen" sind als einschließend zu
verstehen und bedeuten, dass neben den speziell beschriebenen Elementen
zusätzliche
Elemente oder Ausstattungsmerkmale vorhanden sein können.
-
Dem
Fachmann wird klar sein, dass vielfältige Änderungen an den oben beschriebenen
Ausführungsbeispielen
und Durchführungen
vorgenommen werden können,
ohne vom Gegenstand der Offenbarung abzuweichen. Dementsprechend
sollte der gesamte in der vorausgehenden Beschreibung enthaltene
oder in den beigefügten
Zeichnungen dargestellte Inhalt als der Veranschaulichung dienend
und nicht in einem beschränkenden
Sinne bewertet werden.
-
Weiter
ist zu beachten, dass die im Vorliegenden beschriebenen Prozesse
oder Schritte nicht unbedingt in der erörterten oder veranschaulichten speziellen
Reihenfolge durchzuführen
sind. Es sollte ferner klar sein, dass zusätzliche oder abgewandelte Verfahren
oder Schritte verwendet werden können.
-
- 10
- Kernreaktor
- 12
- Brennstofferneuerungsanordnung
- 14
- Reaktorkern
- 16
- Reaktorkernkomponente
- 18
- Reaktorbecken
- 20
- Reaktorbeckenbrücke
- 22
- Plattenstützring
- 24
- Brennstoffbecken
- 25
- Unverbrauchter
Brennstoff
- 26
- Brennstoffbeckenbrücke
- 27
- Brennstoffbeckengreifer
- 28
- Überführungsbecken
- 29
- Brennstoffbeckenbrückenbewegung
- 30
- Übergabeanordnung
- 32
- Überführungskanal
- 34
- Abteil
- 36
- Reaktorbeckengreifer
- 38
- Fahrwagen
- 39
- Fahrwagenbewegung
- 40
- Übergabeanordnungsmast
- 42
- Hebeanordnung
- 44
- Fahrwagenausfahranordnung
- 45
- Ausfahranordnungsbewegung
- 46
- Hebeanordnungswinde
- 48
- Hebeanordnungstrosse
- 49
- Bedienperson
- 50
- Offene
Abteilseite
- 51
- Beckenplattformsteuerungssystem
- 52
- Arretierung
der Übergabeanordnung
- 54
- Abteilbodenöffnung
- 56
- Bewegliche
Abteilbodenplatte
- 60
- Erste
Brennstabanordnung
- 62
- Brennstoffbündel
- 64
- Zweite
Brennstabanordnung
- 66
- Erste
Seite der Übergabeanordnung
- 68
- Karussell
- 69
- Karussellmast
- 70
- Zweite
Seite der Übergabeanordnung
- 72
- Doppelblattführung
- 74
- Steuerstab
- 76
- Steuerstabröhre
- 78
- Übergabeanordnungssteuerungssystem
- 80
- Überführungskanalbrücke
- 82
- Brennstofflagergstell
des Brennstoffbeckens
- 84
- Reaktorbeckenüberführungsanordnung
- 86
- Abgebrannte
Reaktorkernkomponente
- 88
- Brennstoffbeckenüberführungsanordnung
- 90
- Reaktorkernaustauschkomponente
des Brennstoffbeckens
- 92
- Länglicher
Grundkörper
der Übergabeanordnung
- 94
- Erstes
Abteil
- 100
- Reaktorkernbecken