DE19744328C1 - Seitenstrebe für den Unterlenker eines Traktors - Google Patents
Seitenstrebe für den Unterlenker eines TraktorsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Seitenstrebe für den Unterlenker
eines Traktors, mit einem einfach wirkenden Hydraulikzylinder,
welcher einen Kolben und ein Zylindergehäuse umfaßt, mit ersten
Anschlußmitteln, die mit dem Kolben verbunden sind, mit einer
Teleskopeinheit, welche ein Führungsgehäuse und ein darin ver
stellbares Teleskopelement umfaßt, mit einer Verstelleinheit,
welche eine Gewindespindel und einen Abschnitt mit einem In
nengewinde für die Gewindespindel umfaßt, und mit zweiten An
schlußmitteln, welche mit der Gewindespindel verbunden sind.
Eine derartige Seitenstrebe ist beispielsweise in der DE 195 37
555 A1 beschrieben. Das Teleskopelement ist als Rohr ausgebildet
und auf dem Zylindergehäuse des Hydraulikzylinders verstellbar.
Anschläge für eine Begrenzung der Maximallänge sind nicht vorge
sehen, so daß eine ausreichende Überdeckung der teleskopierfä
higen Elemente vorhanden sein muß, um ein Auseinanderfallen zu
vermeiden. Um die Grundstellung zu erreichen, ist eine separate
Feder vorgesehen, die zwischen dem Unterlenker und einer Anlenk
stelle am Traktorheck angeordnet ist. Die Feder ist so ausgebil
det, daß der Kolben des Hydraulikzylinders im drucklosen Zustand
nicht eingefahren werden kann.
Seitenstreben haben in der Stabilisierungsfunktion auch die
Aufgabe, zu verhindern, daß die Unterlenker, speziell bei nicht
angehängtem Gerät, gegen die Reifen pendeln können. Sie sollen
darüber hinaus dafür sorgen, daß die konstruktiv vorgegebenen
Freiheitsgrade der Anschlußelemente nicht überschritten werden
und daß das Spreizmaß zwischen den Kupplungshaken einstellbar
ist.
In der DE 35 05 243 C3 ist ein Seitenstabilisator für die Unter
lenker einer Dreipunktanbauvorrichtung beschrieben. Dieser um
faßt zwei Teleskopteile, die gegeneinander verstellbar sind. Die
beiden werden in einer Vorzugsstellung mittels Federkraft gehal
ten. Es ist in beiden Richtungen eine Längenveränderung (Verlän
gerung bzw. Verkürzung) gegen Federkraft möglich. Hierdurch soll
eine Dämpfung der Bewegung der Unterlenker in beide Pendelrich
tungen erreicht werden. Darüber hinaus ist eine gänzliche Bloc
kade durch Einstecken eines Steckbolzens vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Seitenstrebe vor
zuschlagen, die den zugehörigen Unterlenker in seinem Freiheits
grad begrenzt, sowie im Zusammenwirken mit einer dem weiteren
Unterlenker zugeordneten, gleich ausgebildeten weiteren Seiten
strebe im lastlosen Zustand zu einer Grundstellung zurückgeführt
wird und wobei eine günstige Kraftaufnahme in den beiden Stell
richtungen erfolgt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Hy
draulikzylinder, die Teleskopeinheit und die Verstelleinheit auf
einer gemeinsamen Längsachse hintereinander angeordnet sind, daß
auf dem in das Führungsgehäuse eintauchenden ersten Abschnitt
des Teleskopelementes Führungsringe aufsitzen, zwischen denen
eine Druckfeder angeordnet ist, wobei der zu der in dem Füh
rungsgehäuse befindlichen Stirnfläche hin angeordnete Führungs
ring gegen einen am Teleskopelement festgelegten Anschlagring
abgestützt oder mit dem Teleskopelement fest verbunden ist, daß
der dem Hydraulikzylinder entfernt angeordnete Führungsring ge
gen einen Anschlag am Führungsgehäuse abgestützt ist, daß die
zum Hydraulikzylinder hin angeordnete Stirnfläche des ersten Ab
schnittes zur Abstützung gegen eine Stirnfläche, die das Füh
rungsgehäuse zum Hydraulikzylinder hin begrenzt, dient, und daß
an den ersten Abschnitt ein zweiter Abschnitt angeschlossen ist,
der vom Hydraulikzylinder weg aus dem Führungsgehäuse in Rich
tung auf die zweiten Anschlußmittel vorsteht und an seinem aus
dem Führungsgehäuse herausragenden Ende eine Bohrung mit dem
Innengewinde für die Gewindespindel aufweist.
Von Vorteil bei dieser Anordnung ist, daß die Anordnung der
Druckfeder und der Endanschläge dafür sorgt, daß die Grundstel
lung eingenommen wird. Ferner ist von Vorteil, daß die Feder
unmittelbar auf der Längsachse der Bauteile der Teleskopeinheit
angeordnet ist, so daß keine exzentrischen Kräfte einwirken. Es
wird somit eine leichtgängige Rückstellung erzielt. Des weiteren
wird aufgrund der Anordnung der Hydraulikeinheit, der Teleskop
einheit und der Verstelleinheit auf der Längsachse hinterein
ander eine kurze Einbaulänge erzielt. Aufgrund der Endanschläge
wird die Einheit zusammengehalten, d. h. die Bauteile können
nicht außer Eingriff zueinander gelangen. Bei paarweisem Einbau
und aufgrund der sich dabei einstellenden Kinematik bei einer
Seitenbewegung mit angehängtem Gerät wird gewährleistet, daß die
dabei auftretenden Kräfte günstig aufgenommen werden, da in
Druckrichtung die Kraft flächig eingeleitet wird, denn das Te
leskopelement kommt mit seiner Stirnfläche gegen eine Stützflä
che flächig zur Anlage. Die Kräfte werden ebenfalls in Druck
richtung auf der Längsachse zentriert eingeleitet.
Eine besonders günstige Gestaltung ergibt sich dabei, wenn die
axiale Verstellbarkeit des Teleskopelementes zum Führungsgehäuse
größer bemessen wird als der Hub des Kolbens im Zylindergehäuse.
Dies bedeutet, daß der Kolbenhub kleiner ist als der Schwimmweg.
Hierdurch wird außerdem den besonderen Verhältnissen Rechnung
getragen, die sich aus der Kinematik ergeben, da bei einer Aus
lenkung der Unterlenker im Verhältnis zur Längsachse des Trak
tors die Verlängerung, die bei der Seitenstrebe eintritt, die zu
dem Unterlenker gehört, der sich der Längsachse annähert, größer
ist als die Verkürzung, die bei der Seitenstrebe eintritt, deren
zugehöriger Unterlenker sich von der Längsachse des Traktors
entfernt. Da der Schwimmweg der Teleskopeinheit größer bemessen
ist als der Hub des Kolbens der Hydraulikeinheit, wird die Sei
tenstrebe, die dem Unterlenker zugeordnet ist, der sich von der
Längsachse des Traktors entfernt, mit Druck beaufschlagt, wäh
rend die Seitenstrebe, die dem Unterlenker zugeordnet ist, der
sich der Längsachse des Traktors annähert, im wesentlichen last
frei ist. Es erfolgt lediglich eine Verlängerung im Rahmen der
Kraft, die erforderlich ist, um die Druckfeder zu komprimieren.
Insgesamt wird berücksichtigt, daß auch bei ungleichen Längen
einstellungen ein definiertes Kraftverhalten entsteht, denn eine
Strebe wird stets auf Druck beansprucht.
Das Führungsgehäuse ist vorzugsweise als Rohr gestaltet und mit
dem Zylindergehäuse unlösbar verbunden. Hierzu kommt beispiels
weise eine Schweißverbindung in Frage. Damit kann gleichzeitig
die Außenseite des Bodens des Zylindergehäuses als Stützfläche
für das Teleskopelement genutzt werden. Darüber hinaus kann der
Auszug des Teleskopelementes aus dem Führungsgehäuse gegen die
Kraft der Druckfeder noch dadurch begrenzt werden, daß zwischen
den Führungsringen eine Hülse angeordnet ist. Bei Erreichung des
Endweges kommt der erste Führungsring gegen eine erste Endfläche
der Hülse zur Anlage. Die andere Endfläche der Hülse stützt sich
gegen den zweiten Führungsring ab, der selbst gegen einen An
schlag im Führungsgehäuse abgestützt ist, welcher beispielsweise
durch einen Sicherungsring dargestellt ist.
Die Zuordnung der Seitenstreben zu den Unterlenkern einer Drei
punkteinbauvorrichtung eines Traktors, die bei seitlicher Bewe
gung auftretenden Bewegungsverhältnisse sowie zwei Ausführungs
formen der Seitenstrebe sind in der Zeichnung schematisch darge
stellt.
Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine schematische Darstellung
der Unterlenker einer Dreipunktanbauvorrichtung
eines Traktors und die Zuordnung von Seitenstre
ben zu diesen,
Fig. 2 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemä
ßen Seitenstrebe im Längsschnitt und
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemä
ßen Seitenstrebe im Längsschnitt.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf zwei Unterlenker 1, 1', welche
um eine Schwenkachse 2, die durch entsprechende Anschlußmittel
am Schlepperheck dargestellt ist, um die Befestigungsstellen 3,
3' am Schlepperheck schwenkbar sind. Die beiden Befestigungsstel
len 3, 3' sind mit gleichem Abstand seitlich der Traktorlängs
achse 8 angeordnet. Die beiden Unterlenker 1, 1' können sowohl
seitliche als auch Hubbewegungen, d. h. Schwenkbewegungen, um die
Schwenkachse 2 noch oben bzw. unten, also aus der Blattebene
heraus bzw. in die Blattebene hinein und, wie ersichtlich, bei
spielsweise aus der in ausgezogenen Linien dargestellten Posi
tion in eine in gestrichelten Linien dargestellte Position seit
lich ausführen. Zur Stabilisierung von Seitenbewegungen bzw. zur
Verhinderung von seitlichen Bewegungen der beiden Unterlenker 1,
1' dienen Seitenstreben 5. An den beiden freien Enden der Unter
lenker 1, 1' sind Kupplungshaken 4 angeordnet, welche der Auf
nahme entsprechender Kuppelmittel an einem Gerät dienen, um das
Gerät zu ziehen, oder im Zusammenwirken mit dem nicht darge
stellten Oberlenker, der auf der Traktorlängsachse üblicherweise
zentriert oberhalb der Schwenkachse angeordnet ist, zu tragen.
Die beiden Seitenstreben 5 sind mittels erster Anschlußmittel 6
seitlich versetzt zu den Befestigungsstellen 3, 3' an entspre
chenden Befestigungsmitteln, die auf der Schwenkachse 2 zen
triert sind, mit einem Ende am Traktorheck festgelegt. Mittels
der am anderen Ende der Seitenstreben 5 vorgesehenen Anschluß
mittel 7 sind diese jeweils mit den beiden Unterlenkern 1, 1'
verbunden. Die Anschlußmittel 6, 7 erlauben eine Schwenkbeweg
lichkeit. Es ist ferner aus Fig. 1 ersichtlich, daß die
Schwenkachse der Anschlußmittel 7 mit einem Radius R zu den
Befestigungsstellen 3, 3' angeordnet sind, so daß die Schwenk
achse der Anschlußmittel 7 um die Befestigungsstellen 3, 3' eine
Schwenkbewegung mit dem Radius R ausführen. Würde bei eingehäng
tem Gerät eine Seitenbewegung S an beiden Unterlenkern 1, 1'
auftreten und eine Verlagerung der beiden Unterlenker 1, 1' von
der in durchgezogenen Linien dargestellten Position zu der in
gestrichelten Linien dargestellten Position stattfinden, so er
gibt sich für die beiden Unterlenker 1, 1' ausgehend von
gleichgroßen Abständen von L1 bzw. L2 zwischen den Schwenkachsen
der beiden Anlenkstellen 6, 7, eine Veränderung derart, daß für
den Unterlenker 1 sich das Maß L1 auf L1' verlängert, während
das Maß L2 sich auf L2' verkürzt. Dabei sind die Längenänderun
gen größenmäßig unterschiedlich. Bei einer Verschwenkung der
Unterlenker 1 bzw. 1' um die Befestigungsstellen 3 bzw. 3' im
rechtsschwenkenden Sinne würde entsprechend die Länge L1 ver
kürzt und die Länge L2 verlängert. Bei der Verkürzung muß darauf
geachtet werden, daß beispielsweise der Unterlenker 1' in seiner
gestrichelten Position nicht gegen die Hinterräder anschlagen
kann. Ferner dienen die beiden Seitenstreben 5 dazu, das an
gehängte Gerät auf der Traktorlängsachse 8 zentriert zu halten,
wenn dieses sich beispielsweise im angehobenen, also Transport
zustand befindet. Gleiches gilt auch dann, wenn kein Gerät an
gehängt ist und die Unterlenker 1, 1' sich in Transportposition
befinden. Die beiden Seitenstreben 5 sollen in diesem Zustand
dafür sorgen, daß die Unterlenker 1, 1' so gehalten werden, daß
sie sich seitlich nicht von dem eingestellten Maß von der Trak
torlängsachse nach außen in Richtung auf die Räder bewegen kön
nen.
Zwei Ausführungsformen bei Seitenstreben 5 bzw. 5', die diesen
Forderungen gerecht werden, sind anhand der Fig. 2 und 3 nä
her erläutert.
Die Fig. 2 zeigt eine erste Ausführungsform einer Seitenstrebe
5 mit der Längsachse 20. Die Seitenstrebe 5 umfaßt einen Hydrau
likzylinder 9, eine Teleskopeinheit 10 und eine Verstelleinheit
11, welche auf der Längsachse 20 hintereinander angeordnet sind.
Die Teleskopeinheit 10 schließt sich an den Hydraulikzylinder 9
und die Verstelleinheit 11 an die Teleskopeinheit 10 an. Der
Hydraulikzylinder 9 weist ein Zylindergehäuse 14 auf, in welchem
ein Kolben 12 angeordnet ist. Der Kolben 12 ist nur einseitig
mit hydraulischem Druck beaufschlagbar. Die Kolbenfläche 13
weist zur Teleskopeinheit 10 beziehungsweise zum Gehäuseboden 15
hin. Die Kolbenstange 16 ragt durch eine Öffnung im Deckel 17,
welcher das Zylindergehäuse 14 abschließt, heraus. Gleichzeitig
bildet die Deckelinnenfläche einen Anschlag für die Ringfläche
18 zwischen dem Außendurchmesser des Kolbens 12 und dem der
Kolbenstange 16. Die Kolbenstange 16 trägt die ersten Anschluß
mittel 6, welche als Kugelaugen gestaltet sind. Bei dem Hydrau
likzylinder 9 handelt es sich also um einen einfachwirkenden,
d. h. in diesem Falle nur im Ausfahrsinne, beaufschlagbaren Kol
ben 12. Der Hub 19 des Hydraulikzylinders 9 entspricht dem maxi
malen Weg, den der Kolben 12 mit seiner Kolbenfläche 13 weg aus
einer Anlage mit dem Gehäuseboden 15 im Ausschubsinne ausführen
kann. An den Gehäuseboden 15 ist das Führungsgehäuse 21 der
Teleskopeinheit 10 angeschlossen. Dieses ist als Hülse gestal
tet, deren eine Stirnfläche mit der Wandung des Zylindergehäuses
14 mittels einer Schweißnaht verbunden ist. In der Bohrung 22
des Führungsgehäuses 21 ist ein Teleskopelement 23 entlang der
Längsachse 20 verstellbar aufgenommen. Das Teleskopelement 23
weist einen ersten Abschnitt 24 auf, der in das Führungsgehäuse
21 mehr oder minder weit eintaucht. Im dargestellten Ausgangs
zustand befindet sich der erste Abschnitt 24 vollständig in dem
Führungsgehäuse 21. Dem ersten Abschnitt 24 sind zwei Führungs
ringe 28, 30 zugeordnet, von denen der erste Führungsring 28
nahe zur Stirnfläche 26, die dem Gehäuseboden 15 gegenüberliegt,
angeordnet ist. Der erste Führungsring 28 sitzt mit einer Boh
rung auf der zylindrischen Außenfläche 25 des ersten Abschnittes
24 auf und stützt sich in Richtung auf den Hydraulikzylinder 9
zu gegen einen Anschlagring 29, der am ersten Abschnitt 24 fest
gelegt ist, axial ab. Es besteht auch die Möglichkeit, den er
sten Führungsring als integralen Bestandteil des ersten Ab
schnittes 24 vorzusehen. Die Stirnfläche 26 ist im Ruhezustand
der Seitenstrebe 5 in Anlage zur Stützfläche 27, die Bestandteil
des Zylindergehäuses 14 ist, d. h. zu der zum Führungsgehäuse 22
hinweisenden Außenfläche ist. In Abstand zum ersten Führungsring
28 befindet sich auf der Außenflächen 25 des ersten Abschnittes
24 ein zweiter Führungsring 30. Zwischen den beiden Führungs
ringen 28, 30 ist eine Druckfeder 32 angeordnet. Da der zweite
Führungsring 30 gegen einen am freien Ende des Führungsgehäuses
21 in deren Bohrung 22 eingesetzten Sicherungsring 31 axial
abgestützt ist, wird das Teleskopelement 23 mittels der Druckfe
der 32 über den ersten Führungsring 28 in die in Richtung auf
den Hydraulikzylinder 9 verschobene Position gehalten. Dabei ist
vorzugsweise eine Vorspannung vorgesehen, so daß sich das Tele
skopelement 23 mit seiner Stirnfläche 26 fest gegen die Stütz
fläche 27 abstützt. In Verlängerung des ersten Abschnittes 24
weist das Teleskopelement 23 einen auf der Längsachse 20 zen
trierten zweiten Abschnitt 34 auf, der aus dem von dem Hydrau
likzylinder 9 wegweisenden Ende des Führungsgehäuses 21 aus
tritt. Der Teleskopweg, den der erste Abschnitt 24 im Führungs
gehäuse 22 gegen die Kraft der Druckfeder 32 ausgehend von einer
Anlage seiner Stirnfläche 26 gegen die Stützfläche 27 von dem
Hydraulikzylinder 9 weg, also in der Zeichnung nach rechts,
ausführen kann, entspricht dem eingezeichneten Teleskopweg 33.
Der maximale Teleskopweg wird durch das Zusammenfahren der Win
dungen der Druckfeder 32 bestimmt. Kommen diese auf Block, sind
das Ende des Teleskopweges 33 und damit der maximale Auszug
erreicht. Konstruktiv ist eine Auslegung gewählt, bei der der
Teleskopweg 33 größer bemessen ist als der Hub 19. Hierdurch
wird im eingebauten Zustand erreicht, daß in Verlängerungrich
tung der Teleskopeinheit 10 die zugehörigen Bauteile und ins
besondere der Sicherungsring 31 nicht mit Betriebslasten beauf
schlagt werden. Durch die Anordnung wird erreicht, daß die
Hauptlast im Verkürzungssinne zu übernehmen ist, wobei dann,
wenn eine Kraftwirkung in Druckrichtung eintritt, diese flächig
durch die Stirnfläche 26 auf die Stützfläche 27 auf der Längs
achse 20 übertragen wird. Dabei ist eine größtmögliche Führungs
länge durch den größten Abstand, den die beiden Führungsringe
28, 30 zueinander einnehmen gewährleistet. Die beiden Führungs
ringe 28, 30 übernehmen die Führung des ersten Abschnittes 24
des Teleskopelementes 23 in der Bohrung 22 des Führungsgehäuses
21.
Der aus dem Führungsgehäuse 21 herausragende zweite Abschnitt 34
ist mit einer Bohrung versehen, in der ein Innengewinde 35 vor
handen ist. In diese mit dem Innengewinde 35 versehene Bohrung
taucht eine Gewindespindel 36 ein, die zur Verstelleinheit 11
gehört. Am Ende der Gewindespindel 36 sind die zweiten Anschluß
mittel 7 zur Verbindung mit dem Unterlenker vorhanden. Diese
umfassen beispielsweise einen Gabelkopf und ein dazwischen
schwenkbeweglich um eine Achse aufgenommenes Anschlußelement mit
einem Gewindebolzen zur Festlegung am Unterlenker. Beide sind
miteinander schwenkbar um einen Schwenkbolzen verbunden. Die
Gewindespindel 36 dient zur Einstellung des Grundabstandes zwi
schen den beiden Anschlußmitteln, um eine Kategorieeinstellung
der Unterlenker zueinander vorzunehmen. Eine solche Einstellung
erfolgt entsprechend Fig. 1 bei beiden den Unterlenkern zuzu
ordnenden Seitenstreben, um das Spreizmaß zwischen den beiden
Kupplungshaken einzustellen. Das Spreizmaß bzw. die Kategorie
einstellung ist abhängig von dem anzuhängenden Gerät. Der Hy
draulikzylinder 9 dient dazu, Unterlenker im angehobenen Zustand
zu stabilisieren, in dem beispielsweise eine Druckbeaufschlagung
dann erfolgt, wenn die Unterlenker angehoben werden. Hierdurch
wird auch das Teleskopelement 23 mit seiner Stirnfläche 26 in
Anlage zur Stützfläche 27 gehalten.
Während bei der Fig. 2 der maximale Teleskopweg 33 durch die
auf Block gefahrene Druckfeder erreicht wird, ist bei der Aus
führungsform der Seitenstrebe 5' gemäß Fig. 3 eine Teleskopweg
begrenzung des Teleskopelementes 23' auf den Teleskopweg 33
dadurch vorgenommen, daß koaxial um die Druckfeder 32' in dem
Führungsgehäuse 21' eine Hülse 37 angeordnet ist, welche mit
ihrem ersten Ende 38 zum ersten Führungsring 28' und ihrem zwei
ten Ende 39 zum zweiten Führungsring 30' hinweist. Die Hülse 37
kann schwimmend angeordnet sein. Der mögliche Teleskopweg wird
durch eine Bewegung des Teleskopelementes 23' im Auszugsinne aus
dem Führungsgehäuse 21' so weit bewegt, bis der erste Führungs
ring 28' zur Anlage gegen die erste Endfläche 38 der Führungs
hülse 37 gelangt und sich diese mit ihrem zweiten Ende 39 gegen
den zweiten Führungsring 30' abstützt. Ansonsten entsprechen die
weiteren Bauteile des Hydraulikzylinders 9', der Teleskopeinheit
10' und der Verstelleinheit 11' sowie der ersten und zweiten
Anschlußmittel 6' bzw. 7' der Ausführungsform, wie sie im Zu
sammenhang mit Fig. 2 beschrieben ist.
1
,
1
'Unterlenker
2
Schwenkachse
3
,
3
'Befestigungsstelle
4
Kupplungshaken
5
,
5
'Seitenstrebe
6
,
6
'erste Anschlußmittel
7
,
7
'zweite Anschlußmittel
8
Traktorlängsachse
9
,
9
'Hydraulikzylinder
10
,
10
'Teleskopeinheit
11
,
11
'Verstelleinheit
12
Kolben
13
Kolbenfläche
14
Zylindergehäuse
15
Gehäuseboden
16
Kolbenstange
17
Deckel
18
Ringfläche
19
Hub
20
Längsachse
21
,
21
'Führungsgehäuse
22
Bohrung
23
,
23
'Teleskopelement
24
erster Abschnitt
25
Außenfläche
26
Stirnfläche
27
Stützfläche
28
,
28
'erster Führungsring
29
Anschlagring
30
,
30
'zweiter Führungsring
31
Sicherungsring
32
,
32
'Druckfeder
33
Teleskopweg
34
zweiter Abschnitt
35
Innengewinde
36
Gewindespindel
37
Hülse
38
,
39
Endfläche
RRadius
SSeitenbewegung
L1, L1', L2, L2'Länge
RRadius
SSeitenbewegung
L1, L1', L2, L2'Länge
Claims (5)
1. Seitenstrebe (5, 5') für den Unterlenker (1, 1') eines
Traktors,
mit einem einfach wirkenden Hydraulikzylinder (9, 9'), wel cher einen Kolben (12) und ein Zylindergehäuse (14) umfaßt, mit ersten Anschlußmitteln (6, 6'), die mit dem Kolben (12) verbunden sind,
mit einer Teleskopeinheit (10, 10'), welche ein Führungsge häuse (21, 21') und ein darin verstellbares Teleskopelement (23) umfaßt,
mit einer Verstelleinheit (11, 11'), welche eine Gewinde spindel (36) und einen Abschnitt mit einem Innengewinde (35) für die Gewindespindel (36) umfaßt,
und mit zweiten Anschlußmitteln (7, 7'), welche mit der Ge windespindel (36') verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hydraulikzylinder (9, 9'), die Teleskopeinheit (10, 10') und die Verstelleinheit (11, 11') auf einer gemeinsa men Längsachse (20) hintereinander angeordnet sind,
daß auf dem in das Führungsgehäuse (21, 21') eintauchenden ersten Abschnitt (24) des Teleskopelementes (23) Führungs ringe (28, 28'; 30, 30') aufsitzen, zwischen denen eine Druckfeder (32, 32') angeordnet ist, wobei der zu der in dem Führungsgehäuse (21, 21') befindlichen Stirnfläche (26) hin angeordnete Führungsring (28, 28') gegen einen am Tele skopelement (23) festgelegten Anschlagring (29) abgestützt oder mit dem Teleskopelement (23) fest verbunden ist,
daß der dem Hydraulikzylinder (9, 9') entfernt angeordnete Führungsring (30, 30') gegen einen Anschlag (31) am Füh rungsgehäuse (21, 21') abgestützt ist,
daß die zum Hydraulikzylinder (9, 9') hin angeordnete Stirnfläche (26) des ersten Abschnittes (24) zur Abstützung gegen eine Stirnfläche (27), die das Führungsgehäuse (21, 21') zum Hydraulikzylinder (9) hin begrenzt, dient, und
daß an den ersten Abschnitt (24) ein zweiter Abschnitt (34) angeschlossen ist, der vom Hydraulikzylinder (9, 9') weg aus dem Führungsgehäuse (21, 21') in Richtung auf die zwei ten Anschlußmittel (7, 7') vorsteht und an seinem aus dem Führungsgehäuse (21, 21') herausragenden Ende eine Bohrung mit dem Innengewinde (35) für die Gewindespindel (36) auf weist.
mit einem einfach wirkenden Hydraulikzylinder (9, 9'), wel cher einen Kolben (12) und ein Zylindergehäuse (14) umfaßt, mit ersten Anschlußmitteln (6, 6'), die mit dem Kolben (12) verbunden sind,
mit einer Teleskopeinheit (10, 10'), welche ein Führungsge häuse (21, 21') und ein darin verstellbares Teleskopelement (23) umfaßt,
mit einer Verstelleinheit (11, 11'), welche eine Gewinde spindel (36) und einen Abschnitt mit einem Innengewinde (35) für die Gewindespindel (36) umfaßt,
und mit zweiten Anschlußmitteln (7, 7'), welche mit der Ge windespindel (36') verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hydraulikzylinder (9, 9'), die Teleskopeinheit (10, 10') und die Verstelleinheit (11, 11') auf einer gemeinsa men Längsachse (20) hintereinander angeordnet sind,
daß auf dem in das Führungsgehäuse (21, 21') eintauchenden ersten Abschnitt (24) des Teleskopelementes (23) Führungs ringe (28, 28'; 30, 30') aufsitzen, zwischen denen eine Druckfeder (32, 32') angeordnet ist, wobei der zu der in dem Führungsgehäuse (21, 21') befindlichen Stirnfläche (26) hin angeordnete Führungsring (28, 28') gegen einen am Tele skopelement (23) festgelegten Anschlagring (29) abgestützt oder mit dem Teleskopelement (23) fest verbunden ist,
daß der dem Hydraulikzylinder (9, 9') entfernt angeordnete Führungsring (30, 30') gegen einen Anschlag (31) am Füh rungsgehäuse (21, 21') abgestützt ist,
daß die zum Hydraulikzylinder (9, 9') hin angeordnete Stirnfläche (26) des ersten Abschnittes (24) zur Abstützung gegen eine Stirnfläche (27), die das Führungsgehäuse (21, 21') zum Hydraulikzylinder (9) hin begrenzt, dient, und
daß an den ersten Abschnitt (24) ein zweiter Abschnitt (34) angeschlossen ist, der vom Hydraulikzylinder (9, 9') weg aus dem Führungsgehäuse (21, 21') in Richtung auf die zwei ten Anschlußmittel (7, 7') vorsteht und an seinem aus dem Führungsgehäuse (21, 21') herausragenden Ende eine Bohrung mit dem Innengewinde (35) für die Gewindespindel (36) auf weist.
2. Seitenstrebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckfeder (32, 32') im unbeaufschlagten Zustand
die Stirnfläche (26) des Telekopelementes (23) mit Vor
spannung gegen die Stützfläche (27) drückt.
3. Seitenstrebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die axiale Verstellbarkeit (33) des Telekopelementes
(23) zum Führungsgehäuse (21, 21') größer bemessen ist als
der Hub (19) des Kolbens (12) im Zylindergehäuse (14).
4. Seitenstrebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Führungsgehäuse (21, 21') mit dem Zylindergehäuse
(14) unlösbar verbunden ist.
5. Seitenstrebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die axiale Verstellbarkeit (33) des Telekopelementes
(23) vom Hydraulikzylinder (9, 9') weg durch eine zwischen
den Führungsringen (28, 30) angeordnete Hülse (37) begrenzt
ist.
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