DE19738285A1 - Hufbelag für Pferdehufe - Google Patents
Hufbelag für PferdehufeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Hufbelag für Pferdehufe, der an der Unterfläche des
Hufes angeordnet und mit dem Huf verbunden ist, wobei ein Hohlraum zwischen der
Sohlenaufwölbung, den Hornstrahlen und den Strahlenfurchen an der Hufunterseite mit
einem Füllmaterial gefüllt ist.
Es ist bekannt, Pferdehufe zum Schutz gegen Abrieb mit Hufeisen zu beschlagen. Die
Hufeisen werden dazu mittels Hufnägeln an der Hornkapsel des Pferdehufes befestigt.
Das Hufeisen bekannter Art deckt nur den äußeren Rand der Hornkapsel ab. Eine
Aufwölbung im Mittelbereich des Hufes wird vom Hufeisen nicht abgedeckt.
Infolge einer ständigen Hufbewegung besteht die Gefahr, daß der Huf Risse bekommt
und die Hornwand brüchig wird. Die tiefe Beugesehne, die über das Strahlbein des
Pferdes gleitet, wird so stark angewinkelt, daß die Sehne in diesem Bereich
überbeansprucht wird. Dies ist eine Folge der Hufanatomik, die bewirkt, daß sich das
Hufbein nur im hinteren Bereich senkt. Die Überbeanspruchung kann zur Erkrankung der
Gelenke, Bänder und Sehnen führen. Diese negativen Umstände werden durch das
konventionelle Hufeisen erheblich verstärkt.
Aus der DE 28 15 374 A1 ist es bekannt, an der Hufunterseite ein Eisen zu befestigen,
das aus einem Endlosprofilband mit abgekanteten Laschen gebildet wird. Dieses
Endlosprofilband wird um ein Hufmodell geformt und dann auf den Orginalhuf
aufgesetzt, wobei sich zwischen dem Eisen und der Hufunterseite ein Hohlraum bildet,
der mit einer Füllmasse, beispielsweise aus Schaumkunststoff ausgefüllt wird. Das Eisen
wird mit der Hufwand über Gummilaschen verbunden, die auf die Außenseite des Hufes
aufgeklebt werden. Dieses Verfahren ist umständlich und verunziert die Außenseite des
Hufes. Die Füllmasse hat keine Tragfähigkeit, die die Abstützung des Hufes unterstützen
könnte.
Aus der EP 0 080 959 B1 ist ein Hufschuh bekannt, der über den Huf eines Pferdes
schiebbar ist. Der Hufschuh besteht aus einer äußeren, stoß- und
verschleißwiderständigen Hülle, in der sich ein interner elastischer Belag befindet, der
das Sohlengewölbe ausfüllt. Das Sohlengewölbe wird dabei nicht zur Abstützung des
Hufes herangezogen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Hufbelag für ein Pferd zu schaffen, der den
Pferdehuf schont und Überbeanspruchungen von erkrankten Hufen fernhält.
Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine als Füller und Kleber
dienende Klebermasse, die den Hohlraum wenigstens bis zum Niveau des Tragerandes an
der Hufunterfläche ausfüllt und die eine innige Verbindung mit der Sohlenaufwölbung an
der Hornsohle, mit den Hornstrahlen und mit den Strahlenfurchen, also mit allen
Konturen der gesamten natürlichen Hufunterseite eingeht, so eingesetzt und ausgebildet
ist, daß sie den Huf an seiner gesamten Hufunterfläche großflächig, druck- und abriebfest
sowie plan abschließt und abstützt.
Der Hufbelag hat den Vorteil, daß er den Huf nach dem Abbinden der tragfähigen
Klebermasse an seiner gesamten Unterfläche abstützt und zwar druck -und abriebfest.
Durch das Ausfüllen der Sohlenaufwölbung entsteht eine Art Einlage, die bewirkt, daß
die auf dem Huf liegende Last auf die gesamte Huffläche übertragen und verteilt wird.
Dies ist günstiger als beim herkömmlichen, nur am Rand tragend befestigten Hufeisen,
bei dem die Lastverteilung nur über den schmalen Eisenrand erfolgt. Der Druck pro
Flächeneinheit ist beim herkömmlichen Hufeisen wesentlich größer. Bei der vollflächigen,
druck- und abriebfesten Ausfüllung des Hufes bis zur Hufunterfläche ermäßigt sich der
Druck pro Flächeneinheit eindeutig ganz erheblich. Die Druckverteilung und die
Abstützung des Hufes sind selbstverständlich abhängig von den Eigenschaften und dem
Verhalten der Klebermasse. So soll die als Einlage dienende Klebermasse nicht hart, also
nicht unelastisch sein. Der Hufmechanismus muß innerhalb der Hornkapsel stattfinden.
Es muß also eine gewisse, sich stets selbst rückstellende Nachgiebigkeit vorhanden sein,
die individuell angepaßt wird. Die Hufunterfläche auf dem Niveau des Tragrandes, ist
ruhig gestellt.
Das Ausfüllen der Aufwölbung der Hufunterseite bewirkt, daß eine Spreizung der Hufes
im Trachtenbereich und im Bereich der Abflachung der Aufwölbung bei Belastung
verhindert wird. Die Spreizung, die eine Folge des normalen Hufmechanismus ist, führt
immer wieder zu Erkrankungen der unteren Gelenke, der Bänder und der Sehnen. Wird
die Spreizung verhindert, so wird der normale Huf geschont; der erkrankte Huf erfährt
eine Therapie, die die Erkrankung abklingen läßt. Die plane Ausfüllung der gesamten
Hufunterseite wirkt wie eine Prothese.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Klebermasse
an der gesamten Hufunterfläche mit einer Hufsohlplatte verklebt ist. Durch das Besohlen
mit einer ganzflächig wirkenden Sohle kann die ganzflächige Verfestigung der
Hufunterseite noch verbessert werden. Der Huf wird noch mehr geschont.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Klebermasse
an der Hufunterfläche mit einem Hufeisen verklebt ist. Der Kleber vermindert bzw.
verhindert die vom Eisen auf den Huf übergehenden Schwingungen. Vorzugsweise ist
der Kleber so ausgelegt, daß er die vom Eisen ausgehenden Schwingungen absorbiert.
Das Nageln mit allen daraus resultierenden Nachteilen entfällt.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Hufsohlplatte
an ihrer Verschleißseite mit Stollenprofilen versehen ist. Die Profile verbessern die
Haftung und Rutschfestigkeit auf dem belaufenen Grund. In weiterer Ausgestaltung der
Erfindung ist vorgesehen, daß die Hufsohlplatte an ihrer Verschleißseite mit einem oder
mehreren Strahlstollen versehen ist. Diese Strahlstollen stützen den Hornstrahl ab.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Klebermasse
aus einem gieß- bzw. spachtelfähigen Kunststoff gebildet ist und die Fähigkeit hat, nach
ihrem Abbinden oder Aushärten eine Einlage oder Unterlage mit einer Lauffläche zu
bilden, auf der sich der Huf mit einer von dieser Einlage gebildeten, künstlichen
Hufunterfläche abstützen kann. Die Klebermasse muß außerdem die Eigenschaft haben,
daß sie sich gut mit dem Hornmaterial und beim Einsatz einer zusätzlichen Hufsohlplatte
bzw. eines Hufeisens auch gut mit dem Material der Hufsohlplatte oder des Hufeisens
verbindet. Die abgebundene Klebermasse ist druckfest, jedoch nicht hart; sie hat eine
gewisse, sich stets selbst rückstellende Nachgiebigkeit. Selbstverständlich darf sie unter
der auf sie einwirkenden Last nicht so nachgeben, daß die Stützfunktion verloren geht.
Die Abstützungsfunktion der Klebermasse muß auf jeden Fall zu jeder Zeit voll zur
Verfügung stehen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die sohlenartige
Hufsohlplatte aus Kunststoff, wie Polyurethan, besteht.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß eine innige
Verbindung zwischen dem Tragrand des Hufes und dem Rand der Hufsohlplatte bzw.
des Hufeisens mittels eines aus der Klebermasse gebildeten Füllringes herbeigeführt ist,
der eine Mulde füllt, die aus einer Hinterschneidung des Tragrandes und einer Anfasung
der Hufsohlplatte bzw. des Hufeisens gebildet ist.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Hornkapsel eines Pferdehufes in schaubildlicher Ansicht mit Sicht auf deren
Oberseite,
Fig. 2 die Hornkapsel nach Fig. 1 in schaubildlicher Ansicht mit Sicht auf deren
Hornsohle,
Fig. 3 schaubildlich eine Hufsohlplatte, die gegen die Hornsohle klebbar ist, von der
Oberseite her gesehen, mit einer auf diese aufgebrachten Kleber- bzw. Füllerschicht, die
die unterseitige Einwölbung der Hornkapsel nach dem Ausgießen der Einwölbung
ausfüllt, wobei die Fig. 1 und 3 als Explosionsansichten eines mit der Hufsohlplatte durch
Kleben fest verbundenen Pferdehufes anzusehen sind,
Fig. 4 schaubildlich die Hufsohlplatte nach Fig. 3 von der Sohlenseite her gesehen, wobei
die Fig. 2 und 4 als Explosionsansichten eines mit der Hufsohlplatte durch Kleben fest
verbundenen Pferdehufes anzusehen sind,
Fig. 5 einen Schnitt V-V durch einen Huf eines Pferdes mit untergeklebter
Hufsohlplatte, bei dem die Hufsohlplatte durch Kleben mit der Hornkapsel verbunden ist
entsprechend den Explosionsansichten der Fig. 1 und 3 bzw. 2 und 4. Zur Verbesserung
der Anschaulichkeit ist ein Ausschnitt A vorgesehen, in dessen Bereich der mittlere,
geschnittene Hornstrahl aufgebrochen ist, wodurch die Ausfüllung der dahinter
befindlichen Hornstrahlfurche erkennbar wird,
Fig. 6 im Schnitt eine Abwandlung der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 5, wobei die
Klebermasse selbst die Hufunterfläche plan abschließt,
Fig. 7 einen Schnitt entsprechend dem Schnitt V-V nach Fig. 5 durch einen Huf eines
Pferdes mit untergeklebtem Hufeisen. Zur Verbesserung der Anschaulichkeit ist auch in
diesem Fall ein Ausschnitt A vorgesehen, in dessen Bereich der mittlere, geschnittene
Hornstrahl aufgebrochen ist, wodurch die Ausfüllung der dahinter befindlichen
Hornstrahlfurche erkennbar wird.
Eine in Fig. 1 schaubildlich dargestellte Hornkapsel 1 eines Pferdehufes hat an der
Innenwand 2 Lederblättchen, die auf der nicht dargestellten Blättchenlederhaut des
zugehörigen Hufbeines sitzen.
Fig. 2 zeigt die Hornkapsel 1 schaubildlich von der Hornsohle 3 aus, wobei an der
Hornsohle 3 ein Hornstrahlprofil 4, bestehend aus Hornstrahlen 4a und zwischen den
Hornstrahlen 4a gelegenen Hornstrahlfurchen 4b, sowie eine in die Hornkapsel 1
eingezogene Wölbung 3a zu erkennen sind. Die Hornsohle 3 mit Hornstrahlen 4a,
Hornstrahlfurchen 4b und Wölbung 3a bilden die gesamte Unterfläche 5 des Hufes.
Fig. 3 zeigt schaubildlich von der Oberseite 6a her eine sohlenartige Hufsohlplatte 6 mit
auf ihr aufgebauter Klebermasse 9. Die Form der aus Fig. 3 ersichtlichen, auf die
Hufsohlplatte 6 aufgebrachten Klebermasse 9 resultiert daraus, daß man sich die
Hufsohlplatte 6 als bereits mit der Hufunterfläche 5 verklebt vorstellen muß und von
dieser im Bild wieder theoretisch getrennt wurde, um die Form der Ausfüllung bzw.
Anpassung der Klebermasse 9 an die Hornsohle 3, die Hornstrahlen 4a und
Strahlfurchen 4b deutlicher sichtbar zu machen. Die Fig. 1 und 3 stellen damit die
Explosionsansicht eines Pferdehufes dar, dessen Hohlraum 8 oberhalb der Hufunterfläche
5 nach der Erfindung mit der Klebermasse 9 ausgefüllt und mit der Hufsohlplatte 6
verbunden ist. In seiner Form ragt die Klebermasse 9 also wie ein plastisches Negativ 6b
des Strahlprofiles 4 aus der Oberseite 6a heraus. Die Hufsohlplatte 6 besteht aus
Kunststoff, beispielsweise Polyurethan. Auch andere verschleißarme Kunst- oder
Naturmaterialen können natürlich eingesetzt werden.
Die verwendete Klebermasse 9 ist vorzugsweise eine gieß- oder spachtelfähige
Kunststoffmasse. Diese Kunststoffmasse hat die Eigenschaft, das Horn der Hornsohle 3,
der Hornkapsel 1, der Hornstrahlen 4a und der Strahlfurchen 4b, damit also alle
Konturen der Hufunterseite innig, und zwar druckfest, über die künstlich aus dem
Kunststoff geschaffene Hufunterfläche 5 mit der Hufsohlplatte 6 zu verbinden. Unter
druckfest ist dabei zu verstehen, daß die Klebermasse 9 nach dem Abbinden oder
Aushärten den Druck des gesamten Hufes großflächig auf die gesamte, von ihr gebildete
Hufunterfläche 5 und über diese auf die Hufsohlplatte 6 überträgt. Druckfest darf nicht
mit völlig steif verwechselt werden. Die Klebermasse 9 weist Übergänge zur Elastität auf
durch eine einstellbare, sich stets selbst völlig rückstellende Nachgiebigkeit sowie
Zähigkeit. Oberster Gesichtspunkt ist es, daß die Klebermasse 9 den Druck des gesamten
Hufes, also aller unterer Hufkonturen aufnimmt, zunächst auf die gesamte neu
geschaffene Hufunterfläche 5 und dann weiter auf die Hufsohlplatte 9 überträgt.
Fig. 4 zeigt schaubildlich die Verschleißseite 7 der Hufsohlplatte 6. Die Fig. 2 und 4
stellen wieder die Explosionsansicht des Pferdehufes dar, der mit der Hufsohlplatte 6
verbunden ist. Wie deutlich an der rechten Seite der Fig. 4 zu erkennen ist, steht aus der
Oberseite 6a das plastische Negativ 6b des Strahlprofils 4 hervor, das aus der
Klebermasse 9 besteht. Die Verschleißseite 7 der Hufsohlplatte 6 weist auf einem
äußeren Randbereich 7a Profilstollen 7b auf. Unterhalb des Strahlprofiles 6b befindet sich
ein Strahlstollen 7c.
Fig. 5 zeigt einen Schnitt V-V durch einen Huf eines Pferdes, der mit der schraffierten
Hufsohlplatte 6 nach der Erfindung besohlt ist. Man erkennt, wie das Hufbein 13a mit
der Lederhaut 13b im Tragrand 11 der Hornkapsel 1 sitzt. Weiter erkennt man, daß das
aus der abgebundenen, oder ausgehärteten Klebermasse 9 bestehende Negativ 6b des
Strahlprofils 4 die Hornstrahlen 4a und die Strahlfurchen 4b der Hornkapsel 1
unterstützt. Horn- und Knochenmaterial des Hufes sind in Fig. 5 mit unregelmäßig
gestalteten Punkten angedeutet. Das Sohlengewölbe 3a und die Strahlfurchen 4b der
Hornkapsel 1 sind mit der gestrichelt dargestellten Klebermasse 9 gefüllt und mit der
Hufsohlplatte 6 verbunden. An der Stelle des Aufbruches A erkennt man, daß die
Klebermasse 9 auch zwischen den Hornstrahlen 4a in die Strahlfurchen 4b greift. Damit
sind alle Konturen der Hufunterfläche 5, einschließlich der Strahlfurchen 4b, mit der
Hufsohlplatte 6 verklebt und verbunden. Die den Hohlraum 8 des Sohlengewölbes 3a
füllende Klebermasse 9 stützt die gesamte Hufunterfläche 5 einschließlich der der
Hornstrahlen 4a und der Hornstrahlfurchen 4b druckfest ab. Die Hufunterfläche 5 ist
mittels der Klebermasse 9 plangemacht.
Im unteren Bereich des Pferdehufes ist am Tragrand 11 vorzugsweise, jedoch nicht
zwingend, eine besondere Gestaltung vorgesehen. Beim Laufen können erhebliche
Seitenscherkräfte auftreten, die die Hufsohlplatte 6 in extremen Fällen lösen könnten.
Um dem zu begegnen, wird die Hornwand 13 im Bereich der Hufunterfläche 5
ringsherum hinterschnitten. Ebenso wird die Hufsohlplatte 6 am Rand 12 angefast. Damit
wird eine Mulde gebildet, die rings um den unteren Rand des Tragrandes 11
herumverläuft. Diese Mulde wird mit der Klebermasse 9 ausgefüllt. Es entsteht ein
Füllring 15, der nach außen einen glatten Übergang von der Hornkapsel 1 zur
Hufsohlplatte 6. Von der gesamten Höhe des Füllringes 15 entfallen auf die
Hinterschneidung des Huthornes ca. 2 Drittel und auf die Anfasung der Hufsohlplatte 6
ca. 1 Drittel. An der Hinterseite 16 des Hufes ist der hintere Rand 17 der Hufsohlplatte 6
ebenfalls mit einem dem vorderen Teil entsprechenden, hinteren Füllringteil 15a
versehen, der mit dem Horn des Hufes durch Kleben verbunden ist. Auf diese Weise sind
die Hornwand 13 und die Hufsohlplatte 6 längs ihrer Ränder so verbunden, daß ein
scherfester Übergang zwischen den Teilen erreicht ist.
Fig. 6 zeigt eine Abwandlung der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 5. In diesem Fall
ist die Hufsohlplatte 6 weggelassen. Die als Füller und Kleber dienende Klebermasse 9 ist
ausreichend druck- und abriebfest. Sie füllt als Einlage den Hohlraum 8 bis zum Niveau
10 des Tragerandes 11 an der Hufunterfläche 5 aus. Die Klebermasse 9 ist gestrichelt
dargestellt. Es wird wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 4 mittels der
Klebermasse 9 eine innige Verbindung zwischen der Sohlenaufwölbung 3a an der
Hornsohle 3, mit den Hornstrahlen 4a, mit den Strahlenfurchen 4b, also mit allen
Konturen der gesamten Hufunterfläche 5, herbeigeführt. Die Ausfüllung mit der
Klebermasse 9 und die Klebermasse 9 sind dabei derart gestaltet bzw. gewählt, daß die
Klebermasse 9 den Huf an seiner gesamten Hufunterfläche 5 großflächig, druck- und
abriebfest sowie plan abschließt.
Fig. 7 zeigt einen Schnitt durch den Huf, der dem Schnitt V-V nach Fig. 5 entspricht.
Unterschiedlich ist nur der Belag der Hufunterfläche 5. An die Stelle der Hufsohlplatte
tritt ein geschnitten angezeigtes Hufeisen 18. Dieses Hufeisen 18 ist mit der
Hufunterfläche 5 ebenso verklebt wie die Hufsohlplatte 6. Ebenso wie bei dem in Fig. 5
dargestellten Huf ist eine Hinterschneidung 14 vorhanden, die zusammen mit einer
Anfasung des Hufeisenrandes eine Mulde bildet, die von einem ringsum laufenden
Füllring 15 ausgefüllt ist. Die Ränder des Hufes und des Hufeisens 18 sind damit mittels
eines nach außen glatten Abschluß verbunden. Die Last des Hufes wird abweichend von
dem üblichen Hufbeschlag mit Eisen zunächst über die Einlage auf die plane
Hufunterfläche 5 und erst von dieser auf das Hufeisen 18 übertragen, so daß der auf den
Huf wirkende Druck pro Flächeneinheit auch in diesem Fall von der gesamten
Hufunterfläche 5 ausgeht bzw. über diese verteilt ist.
Der Hufmechanismus, bei dem sich der Huf spreizt, wird stark reduziert. Im
wesentlichen findet er nur noch innerhalb der Hornkapsel statt. Der Huf erhält, wenn
weder eine Hufsohlplatte 6, noch ein Hufeisen 18 eingesetzt werden, eine naturgetreue
Fußfläche, die der Unterfläche eines normalen Hufes identisch oder angepaßt ist, nun
aber abweichend den Huf aber vollflächig abstützt, weil die Sohlenaufwölbung an der
Hornsohle, die Hornstrahlen und die Strahlenfurchen, also alle Konturen der gesamten
Hufunterseite zur Trage- oder Stützfunktion beitragen. Die Druckverteilung wird
verbessert und der Abrieb der Hufunterseite wird durch die Einfuhrung einer neuen,
künstlichen und vollflächig tragenden Hufunterfläche 5 reduziert. Zur weiteren
Abriebreduzierung werden die Hufsohlplatte 6 oder das Hufeisen 18 eingesetzt, ohne den
Wirkmechanismus nach der Erfindung zu verändern.
Claims (9)
1. Hufbelag für Pferdehufe, der an der Unterfläche (5) des Hufes angeordnet und mit
dem Huf verbunden ist, wobei ein Hohlraum (8) zwischen der Sohlenaufwölbung (3a),
den Hornstrahlen (4a) und den Strahlenfurchen (4b) an der Hufunterfläche (5) mit
einem Füllmaterial gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine als Füller und Kleber (9)
dienende Klebermasse (9), die den Hohlraum (8) wenigstens bis zum Niveau (10) des
Tragerandes (11) an der Hufunterfläche (5) ausfüllt und die eine innige Verbindung mit
der Sohlenaufwölbung (3a) an der Hornsohle (3), mit den Hornstrahlen (4a) und mit den
Strahlenfurchen (4b), also mit allen Konturen der gesamten natürlichen Hufunterseite
eingeht, so eingesetzt und ausgebildet ist, daß sie den Huf an seiner gesamten
Hufunterfläche (5) großflächig, druck- und abriebfest sowie plan abschließt und abstützt.
2. Hufbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Klebermasse (9) an der
gesamten Hufunterfläche (5) mit einer Hufsohlplatte (6) verklebt ist.
3. Hufbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Klebermasse (9) an der
Hufunterfläche (5) mit einem Hufeisen (18) verklebt ist.
4. Hufbelag nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hufsohlplatte (6) an ihrer
Verschleißseite (7a) mit Stollenprofilen (7b, 7c) versehen ist.
5. Hufbelag nach einem oder beiden der Ansprüche 2 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hufsohlplatte (6) an ihrer Verschleißseite mit einem oder mehreren Strahlstollen
(7c) versehen ist.
6. Hufbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klebermasse (9) aus einem Kunststoff gebildet ist, der sich gut mit dem
Hornmaterial und beim Einsatz einer zusätzlichen Hufsohlplatte (6) bzw. eines Hufeisens
(18) auch gut mit dem Material der Hufsohlplatte (6) oder des Hufeisens (18) verbindet.
7. Hufbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klebermasse (9) aus einem gieß- oder spachtelfähigen Kunststoff gebildet ist
und die Fähigkeit hat, nach ihrem Abbinden oder Aushärten eine Einlage oder Unterlage
mit einer Lauffläche zu bilden, auf der sich der Huf mit einer von dieser Einlage
gebildeten, künstlichen Hufunterfläche (5) abstützen kann und die sich gut mit dem
Hornmaterial und beim Einsatz einer zusätzlichen Hufsohlplatte (6) bzw. eines Hufeisens
(18) auch gut mit dem Material der Hufsohlplatte (6) oder des Hufeisens (18) verbindet.
8. Hufbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und 4 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die sohlenartige Hufsohlplatte (6) aus Kunststoff; wie Polyurethan,
besteht.
9. Hufbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß eine innige Verbindung zwischen dem Tragrand (11) des Hufes und dem Rand (12)
der Hufsohlplatte (6) bzw. des Hufeisens (18) mittels eines aus der Klebermasse (8)
gebildeten Füllringes (15, 15a) herbeigeführt ist, der eine Mulde füllt, die aus einer
Hinterschneidung des Tragrandes (11) und einer Anfasung der Hufsohlplatte (6) bzw.
des Hufeisens (18) gebildet ist.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009015630A1 (de) | 2009-04-02 | 2010-10-14 | Timo Schuster | Hufbelagbefestigung |
| WO2016027040A1 (en) | 2014-08-18 | 2016-02-25 | Alexander, Elizabeth | Animal overshoes |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1960944A1 (de) * | 1968-12-09 | 1971-05-19 | Norberg Ake Wilhelm | Hufbeschlag |
| DE2815374A1 (de) * | 1978-04-10 | 1979-10-18 | Peter Stuebbe | Hufeisenhalterung insbesondere fuer pferde |
| US4565250A (en) * | 1983-08-03 | 1986-01-21 | Sorbo, Inc. | Horse shoe pad |
| EP0080959B1 (de) * | 1981-11-27 | 1986-04-30 | Frédéric Voland | Schuh für Einhufer |
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1997
- 1997-09-02 DE DE1997138285 patent/DE19738285A1/de not_active Ceased
Patent Citations (4)
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| DE102009015630A1 (de) | 2009-04-02 | 2010-10-14 | Timo Schuster | Hufbelagbefestigung |
| DE102009015630B4 (de) * | 2009-04-02 | 2012-12-20 | Timo Schuster | Hufbelagbefestigung |
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