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DE19738285A1 - Hufbelag für Pferdehufe - Google Patents

Hufbelag für Pferdehufe

Info

Publication number
DE19738285A1
DE19738285A1 DE1997138285 DE19738285A DE19738285A1 DE 19738285 A1 DE19738285 A1 DE 19738285A1 DE 1997138285 DE1997138285 DE 1997138285 DE 19738285 A DE19738285 A DE 19738285A DE 19738285 A1 DE19738285 A1 DE 19738285A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hoof
sole plate
horn
horseshoe
sole
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE1997138285
Other languages
English (en)
Inventor
Ulrich H Tuletzki-Gerstenberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
TULETZKI GERSTENBERG ULRICH H
Original Assignee
TULETZKI GERSTENBERG ULRICH H
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Filing date
Publication date
Application filed by TULETZKI GERSTENBERG ULRICH H filed Critical TULETZKI GERSTENBERG ULRICH H
Priority to DE1997138285 priority Critical patent/DE19738285A1/de
Publication of DE19738285A1 publication Critical patent/DE19738285A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01LSHOEING OF ANIMALS
    • A01L7/00Accessories for shoeing animals
    • A01L7/02Elastic inserts or soles for horseshoes

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Hufbelag für Pferdehufe, der an der Unterfläche des Hufes angeordnet und mit dem Huf verbunden ist, wobei ein Hohlraum zwischen der Sohlenaufwölbung, den Hornstrahlen und den Strahlenfurchen an der Hufunterseite mit einem Füllmaterial gefüllt ist.
Es ist bekannt, Pferdehufe zum Schutz gegen Abrieb mit Hufeisen zu beschlagen. Die Hufeisen werden dazu mittels Hufnägeln an der Hornkapsel des Pferdehufes befestigt. Das Hufeisen bekannter Art deckt nur den äußeren Rand der Hornkapsel ab. Eine Aufwölbung im Mittelbereich des Hufes wird vom Hufeisen nicht abgedeckt.
Infolge einer ständigen Hufbewegung besteht die Gefahr, daß der Huf Risse bekommt und die Hornwand brüchig wird. Die tiefe Beugesehne, die über das Strahlbein des Pferdes gleitet, wird so stark angewinkelt, daß die Sehne in diesem Bereich überbeansprucht wird. Dies ist eine Folge der Hufanatomik, die bewirkt, daß sich das Hufbein nur im hinteren Bereich senkt. Die Überbeanspruchung kann zur Erkrankung der Gelenke, Bänder und Sehnen führen. Diese negativen Umstände werden durch das konventionelle Hufeisen erheblich verstärkt.
Aus der DE 28 15 374 A1 ist es bekannt, an der Hufunterseite ein Eisen zu befestigen, das aus einem Endlosprofilband mit abgekanteten Laschen gebildet wird. Dieses Endlosprofilband wird um ein Hufmodell geformt und dann auf den Orginalhuf aufgesetzt, wobei sich zwischen dem Eisen und der Hufunterseite ein Hohlraum bildet, der mit einer Füllmasse, beispielsweise aus Schaumkunststoff ausgefüllt wird. Das Eisen wird mit der Hufwand über Gummilaschen verbunden, die auf die Außenseite des Hufes aufgeklebt werden. Dieses Verfahren ist umständlich und verunziert die Außenseite des Hufes. Die Füllmasse hat keine Tragfähigkeit, die die Abstützung des Hufes unterstützen könnte.
Aus der EP 0 080 959 B1 ist ein Hufschuh bekannt, der über den Huf eines Pferdes schiebbar ist. Der Hufschuh besteht aus einer äußeren, stoß- und verschleißwiderständigen Hülle, in der sich ein interner elastischer Belag befindet, der das Sohlengewölbe ausfüllt. Das Sohlengewölbe wird dabei nicht zur Abstützung des Hufes herangezogen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Hufbelag für ein Pferd zu schaffen, der den Pferdehuf schont und Überbeanspruchungen von erkrankten Hufen fernhält.
Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine als Füller und Kleber dienende Klebermasse, die den Hohlraum wenigstens bis zum Niveau des Tragerandes an der Hufunterfläche ausfüllt und die eine innige Verbindung mit der Sohlenaufwölbung an der Hornsohle, mit den Hornstrahlen und mit den Strahlenfurchen, also mit allen Konturen der gesamten natürlichen Hufunterseite eingeht, so eingesetzt und ausgebildet ist, daß sie den Huf an seiner gesamten Hufunterfläche großflächig, druck- und abriebfest sowie plan abschließt und abstützt.
Der Hufbelag hat den Vorteil, daß er den Huf nach dem Abbinden der tragfähigen Klebermasse an seiner gesamten Unterfläche abstützt und zwar druck -und abriebfest. Durch das Ausfüllen der Sohlenaufwölbung entsteht eine Art Einlage, die bewirkt, daß die auf dem Huf liegende Last auf die gesamte Huffläche übertragen und verteilt wird. Dies ist günstiger als beim herkömmlichen, nur am Rand tragend befestigten Hufeisen, bei dem die Lastverteilung nur über den schmalen Eisenrand erfolgt. Der Druck pro Flächeneinheit ist beim herkömmlichen Hufeisen wesentlich größer. Bei der vollflächigen, druck- und abriebfesten Ausfüllung des Hufes bis zur Hufunterfläche ermäßigt sich der Druck pro Flächeneinheit eindeutig ganz erheblich. Die Druckverteilung und die Abstützung des Hufes sind selbstverständlich abhängig von den Eigenschaften und dem Verhalten der Klebermasse. So soll die als Einlage dienende Klebermasse nicht hart, also nicht unelastisch sein. Der Hufmechanismus muß innerhalb der Hornkapsel stattfinden. Es muß also eine gewisse, sich stets selbst rückstellende Nachgiebigkeit vorhanden sein, die individuell angepaßt wird. Die Hufunterfläche auf dem Niveau des Tragrandes, ist ruhig gestellt.
Das Ausfüllen der Aufwölbung der Hufunterseite bewirkt, daß eine Spreizung der Hufes im Trachtenbereich und im Bereich der Abflachung der Aufwölbung bei Belastung verhindert wird. Die Spreizung, die eine Folge des normalen Hufmechanismus ist, führt immer wieder zu Erkrankungen der unteren Gelenke, der Bänder und der Sehnen. Wird die Spreizung verhindert, so wird der normale Huf geschont; der erkrankte Huf erfährt eine Therapie, die die Erkrankung abklingen läßt. Die plane Ausfüllung der gesamten Hufunterseite wirkt wie eine Prothese.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Klebermasse an der gesamten Hufunterfläche mit einer Hufsohlplatte verklebt ist. Durch das Besohlen mit einer ganzflächig wirkenden Sohle kann die ganzflächige Verfestigung der Hufunterseite noch verbessert werden. Der Huf wird noch mehr geschont.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Klebermasse an der Hufunterfläche mit einem Hufeisen verklebt ist. Der Kleber vermindert bzw. verhindert die vom Eisen auf den Huf übergehenden Schwingungen. Vorzugsweise ist der Kleber so ausgelegt, daß er die vom Eisen ausgehenden Schwingungen absorbiert. Das Nageln mit allen daraus resultierenden Nachteilen entfällt.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Hufsohlplatte an ihrer Verschleißseite mit Stollenprofilen versehen ist. Die Profile verbessern die Haftung und Rutschfestigkeit auf dem belaufenen Grund. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Hufsohlplatte an ihrer Verschleißseite mit einem oder mehreren Strahlstollen versehen ist. Diese Strahlstollen stützen den Hornstrahl ab.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Klebermasse aus einem gieß- bzw. spachtelfähigen Kunststoff gebildet ist und die Fähigkeit hat, nach ihrem Abbinden oder Aushärten eine Einlage oder Unterlage mit einer Lauffläche zu bilden, auf der sich der Huf mit einer von dieser Einlage gebildeten, künstlichen Hufunterfläche abstützen kann. Die Klebermasse muß außerdem die Eigenschaft haben, daß sie sich gut mit dem Hornmaterial und beim Einsatz einer zusätzlichen Hufsohlplatte bzw. eines Hufeisens auch gut mit dem Material der Hufsohlplatte oder des Hufeisens verbindet. Die abgebundene Klebermasse ist druckfest, jedoch nicht hart; sie hat eine gewisse, sich stets selbst rückstellende Nachgiebigkeit. Selbstverständlich darf sie unter der auf sie einwirkenden Last nicht so nachgeben, daß die Stützfunktion verloren geht. Die Abstützungsfunktion der Klebermasse muß auf jeden Fall zu jeder Zeit voll zur Verfügung stehen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die sohlenartige Hufsohlplatte aus Kunststoff, wie Polyurethan, besteht.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß eine innige Verbindung zwischen dem Tragrand des Hufes und dem Rand der Hufsohlplatte bzw. des Hufeisens mittels eines aus der Klebermasse gebildeten Füllringes herbeigeführt ist, der eine Mulde füllt, die aus einer Hinterschneidung des Tragrandes und einer Anfasung der Hufsohlplatte bzw. des Hufeisens gebildet ist.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Hornkapsel eines Pferdehufes in schaubildlicher Ansicht mit Sicht auf deren Oberseite,
Fig. 2 die Hornkapsel nach Fig. 1 in schaubildlicher Ansicht mit Sicht auf deren Hornsohle,
Fig. 3 schaubildlich eine Hufsohlplatte, die gegen die Hornsohle klebbar ist, von der Oberseite her gesehen, mit einer auf diese aufgebrachten Kleber- bzw. Füllerschicht, die die unterseitige Einwölbung der Hornkapsel nach dem Ausgießen der Einwölbung ausfüllt, wobei die Fig. 1 und 3 als Explosionsansichten eines mit der Hufsohlplatte durch Kleben fest verbundenen Pferdehufes anzusehen sind,
Fig. 4 schaubildlich die Hufsohlplatte nach Fig. 3 von der Sohlenseite her gesehen, wobei die Fig. 2 und 4 als Explosionsansichten eines mit der Hufsohlplatte durch Kleben fest verbundenen Pferdehufes anzusehen sind,
Fig. 5 einen Schnitt V-V durch einen Huf eines Pferdes mit untergeklebter Hufsohlplatte, bei dem die Hufsohlplatte durch Kleben mit der Hornkapsel verbunden ist entsprechend den Explosionsansichten der Fig. 1 und 3 bzw. 2 und 4. Zur Verbesserung der Anschaulichkeit ist ein Ausschnitt A vorgesehen, in dessen Bereich der mittlere, geschnittene Hornstrahl aufgebrochen ist, wodurch die Ausfüllung der dahinter befindlichen Hornstrahlfurche erkennbar wird,
Fig. 6 im Schnitt eine Abwandlung der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 5, wobei die Klebermasse selbst die Hufunterfläche plan abschließt,
Fig. 7 einen Schnitt entsprechend dem Schnitt V-V nach Fig. 5 durch einen Huf eines Pferdes mit untergeklebtem Hufeisen. Zur Verbesserung der Anschaulichkeit ist auch in diesem Fall ein Ausschnitt A vorgesehen, in dessen Bereich der mittlere, geschnittene Hornstrahl aufgebrochen ist, wodurch die Ausfüllung der dahinter befindlichen Hornstrahlfurche erkennbar wird.
Eine in Fig. 1 schaubildlich dargestellte Hornkapsel 1 eines Pferdehufes hat an der Innenwand 2 Lederblättchen, die auf der nicht dargestellten Blättchenlederhaut des zugehörigen Hufbeines sitzen.
Fig. 2 zeigt die Hornkapsel 1 schaubildlich von der Hornsohle 3 aus, wobei an der Hornsohle 3 ein Hornstrahlprofil 4, bestehend aus Hornstrahlen 4a und zwischen den Hornstrahlen 4a gelegenen Hornstrahlfurchen 4b, sowie eine in die Hornkapsel 1 eingezogene Wölbung 3a zu erkennen sind. Die Hornsohle 3 mit Hornstrahlen 4a, Hornstrahlfurchen 4b und Wölbung 3a bilden die gesamte Unterfläche 5 des Hufes.
Fig. 3 zeigt schaubildlich von der Oberseite 6a her eine sohlenartige Hufsohlplatte 6 mit auf ihr aufgebauter Klebermasse 9. Die Form der aus Fig. 3 ersichtlichen, auf die Hufsohlplatte 6 aufgebrachten Klebermasse 9 resultiert daraus, daß man sich die Hufsohlplatte 6 als bereits mit der Hufunterfläche 5 verklebt vorstellen muß und von dieser im Bild wieder theoretisch getrennt wurde, um die Form der Ausfüllung bzw. Anpassung der Klebermasse 9 an die Hornsohle 3, die Hornstrahlen 4a und Strahlfurchen 4b deutlicher sichtbar zu machen. Die Fig. 1 und 3 stellen damit die Explosionsansicht eines Pferdehufes dar, dessen Hohlraum 8 oberhalb der Hufunterfläche 5 nach der Erfindung mit der Klebermasse 9 ausgefüllt und mit der Hufsohlplatte 6 verbunden ist. In seiner Form ragt die Klebermasse 9 also wie ein plastisches Negativ 6b des Strahlprofiles 4 aus der Oberseite 6a heraus. Die Hufsohlplatte 6 besteht aus Kunststoff, beispielsweise Polyurethan. Auch andere verschleißarme Kunst- oder Naturmaterialen können natürlich eingesetzt werden.
Die verwendete Klebermasse 9 ist vorzugsweise eine gieß- oder spachtelfähige Kunststoffmasse. Diese Kunststoffmasse hat die Eigenschaft, das Horn der Hornsohle 3, der Hornkapsel 1, der Hornstrahlen 4a und der Strahlfurchen 4b, damit also alle Konturen der Hufunterseite innig, und zwar druckfest, über die künstlich aus dem Kunststoff geschaffene Hufunterfläche 5 mit der Hufsohlplatte 6 zu verbinden. Unter druckfest ist dabei zu verstehen, daß die Klebermasse 9 nach dem Abbinden oder Aushärten den Druck des gesamten Hufes großflächig auf die gesamte, von ihr gebildete Hufunterfläche 5 und über diese auf die Hufsohlplatte 6 überträgt. Druckfest darf nicht mit völlig steif verwechselt werden. Die Klebermasse 9 weist Übergänge zur Elastität auf durch eine einstellbare, sich stets selbst völlig rückstellende Nachgiebigkeit sowie Zähigkeit. Oberster Gesichtspunkt ist es, daß die Klebermasse 9 den Druck des gesamten Hufes, also aller unterer Hufkonturen aufnimmt, zunächst auf die gesamte neu geschaffene Hufunterfläche 5 und dann weiter auf die Hufsohlplatte 9 überträgt.
Fig. 4 zeigt schaubildlich die Verschleißseite 7 der Hufsohlplatte 6. Die Fig. 2 und 4 stellen wieder die Explosionsansicht des Pferdehufes dar, der mit der Hufsohlplatte 6 verbunden ist. Wie deutlich an der rechten Seite der Fig. 4 zu erkennen ist, steht aus der Oberseite 6a das plastische Negativ 6b des Strahlprofils 4 hervor, das aus der Klebermasse 9 besteht. Die Verschleißseite 7 der Hufsohlplatte 6 weist auf einem äußeren Randbereich 7a Profilstollen 7b auf. Unterhalb des Strahlprofiles 6b befindet sich ein Strahlstollen 7c.
Fig. 5 zeigt einen Schnitt V-V durch einen Huf eines Pferdes, der mit der schraffierten Hufsohlplatte 6 nach der Erfindung besohlt ist. Man erkennt, wie das Hufbein 13a mit der Lederhaut 13b im Tragrand 11 der Hornkapsel 1 sitzt. Weiter erkennt man, daß das aus der abgebundenen, oder ausgehärteten Klebermasse 9 bestehende Negativ 6b des Strahlprofils 4 die Hornstrahlen 4a und die Strahlfurchen 4b der Hornkapsel 1 unterstützt. Horn- und Knochenmaterial des Hufes sind in Fig. 5 mit unregelmäßig gestalteten Punkten angedeutet. Das Sohlengewölbe 3a und die Strahlfurchen 4b der Hornkapsel 1 sind mit der gestrichelt dargestellten Klebermasse 9 gefüllt und mit der Hufsohlplatte 6 verbunden. An der Stelle des Aufbruches A erkennt man, daß die Klebermasse 9 auch zwischen den Hornstrahlen 4a in die Strahlfurchen 4b greift. Damit sind alle Konturen der Hufunterfläche 5, einschließlich der Strahlfurchen 4b, mit der Hufsohlplatte 6 verklebt und verbunden. Die den Hohlraum 8 des Sohlengewölbes 3a füllende Klebermasse 9 stützt die gesamte Hufunterfläche 5 einschließlich der der Hornstrahlen 4a und der Hornstrahlfurchen 4b druckfest ab. Die Hufunterfläche 5 ist mittels der Klebermasse 9 plangemacht.
Im unteren Bereich des Pferdehufes ist am Tragrand 11 vorzugsweise, jedoch nicht zwingend, eine besondere Gestaltung vorgesehen. Beim Laufen können erhebliche Seitenscherkräfte auftreten, die die Hufsohlplatte 6 in extremen Fällen lösen könnten. Um dem zu begegnen, wird die Hornwand 13 im Bereich der Hufunterfläche 5 ringsherum hinterschnitten. Ebenso wird die Hufsohlplatte 6 am Rand 12 angefast. Damit wird eine Mulde gebildet, die rings um den unteren Rand des Tragrandes 11 herumverläuft. Diese Mulde wird mit der Klebermasse 9 ausgefüllt. Es entsteht ein Füllring 15, der nach außen einen glatten Übergang von der Hornkapsel 1 zur Hufsohlplatte 6. Von der gesamten Höhe des Füllringes 15 entfallen auf die Hinterschneidung des Huthornes ca. 2 Drittel und auf die Anfasung der Hufsohlplatte 6 ca. 1 Drittel. An der Hinterseite 16 des Hufes ist der hintere Rand 17 der Hufsohlplatte 6 ebenfalls mit einem dem vorderen Teil entsprechenden, hinteren Füllringteil 15a versehen, der mit dem Horn des Hufes durch Kleben verbunden ist. Auf diese Weise sind die Hornwand 13 und die Hufsohlplatte 6 längs ihrer Ränder so verbunden, daß ein scherfester Übergang zwischen den Teilen erreicht ist.
Fig. 6 zeigt eine Abwandlung der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 5. In diesem Fall ist die Hufsohlplatte 6 weggelassen. Die als Füller und Kleber dienende Klebermasse 9 ist ausreichend druck- und abriebfest. Sie füllt als Einlage den Hohlraum 8 bis zum Niveau 10 des Tragerandes 11 an der Hufunterfläche 5 aus. Die Klebermasse 9 ist gestrichelt dargestellt. Es wird wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 4 mittels der Klebermasse 9 eine innige Verbindung zwischen der Sohlenaufwölbung 3a an der Hornsohle 3, mit den Hornstrahlen 4a, mit den Strahlenfurchen 4b, also mit allen Konturen der gesamten Hufunterfläche 5, herbeigeführt. Die Ausfüllung mit der Klebermasse 9 und die Klebermasse 9 sind dabei derart gestaltet bzw. gewählt, daß die Klebermasse 9 den Huf an seiner gesamten Hufunterfläche 5 großflächig, druck- und abriebfest sowie plan abschließt.
Fig. 7 zeigt einen Schnitt durch den Huf, der dem Schnitt V-V nach Fig. 5 entspricht. Unterschiedlich ist nur der Belag der Hufunterfläche 5. An die Stelle der Hufsohlplatte tritt ein geschnitten angezeigtes Hufeisen 18. Dieses Hufeisen 18 ist mit der Hufunterfläche 5 ebenso verklebt wie die Hufsohlplatte 6. Ebenso wie bei dem in Fig. 5 dargestellten Huf ist eine Hinterschneidung 14 vorhanden, die zusammen mit einer Anfasung des Hufeisenrandes eine Mulde bildet, die von einem ringsum laufenden Füllring 15 ausgefüllt ist. Die Ränder des Hufes und des Hufeisens 18 sind damit mittels eines nach außen glatten Abschluß verbunden. Die Last des Hufes wird abweichend von dem üblichen Hufbeschlag mit Eisen zunächst über die Einlage auf die plane Hufunterfläche 5 und erst von dieser auf das Hufeisen 18 übertragen, so daß der auf den Huf wirkende Druck pro Flächeneinheit auch in diesem Fall von der gesamten Hufunterfläche 5 ausgeht bzw. über diese verteilt ist.
Der Hufmechanismus, bei dem sich der Huf spreizt, wird stark reduziert. Im wesentlichen findet er nur noch innerhalb der Hornkapsel statt. Der Huf erhält, wenn weder eine Hufsohlplatte 6, noch ein Hufeisen 18 eingesetzt werden, eine naturgetreue Fußfläche, die der Unterfläche eines normalen Hufes identisch oder angepaßt ist, nun aber abweichend den Huf aber vollflächig abstützt, weil die Sohlenaufwölbung an der Hornsohle, die Hornstrahlen und die Strahlenfurchen, also alle Konturen der gesamten Hufunterseite zur Trage- oder Stützfunktion beitragen. Die Druckverteilung wird verbessert und der Abrieb der Hufunterseite wird durch die Einfuhrung einer neuen, künstlichen und vollflächig tragenden Hufunterfläche 5 reduziert. Zur weiteren Abriebreduzierung werden die Hufsohlplatte 6 oder das Hufeisen 18 eingesetzt, ohne den Wirkmechanismus nach der Erfindung zu verändern.

Claims (9)

1. Hufbelag für Pferdehufe, der an der Unterfläche (5) des Hufes angeordnet und mit dem Huf verbunden ist, wobei ein Hohlraum (8) zwischen der Sohlenaufwölbung (3a), den Hornstrahlen (4a) und den Strahlenfurchen (4b) an der Hufunterfläche (5) mit einem Füllmaterial gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine als Füller und Kleber (9) dienende Klebermasse (9), die den Hohlraum (8) wenigstens bis zum Niveau (10) des Tragerandes (11) an der Hufunterfläche (5) ausfüllt und die eine innige Verbindung mit der Sohlenaufwölbung (3a) an der Hornsohle (3), mit den Hornstrahlen (4a) und mit den Strahlenfurchen (4b), also mit allen Konturen der gesamten natürlichen Hufunterseite eingeht, so eingesetzt und ausgebildet ist, daß sie den Huf an seiner gesamten Hufunterfläche (5) großflächig, druck- und abriebfest sowie plan abschließt und abstützt.
2. Hufbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Klebermasse (9) an der gesamten Hufunterfläche (5) mit einer Hufsohlplatte (6) verklebt ist.
3. Hufbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Klebermasse (9) an der Hufunterfläche (5) mit einem Hufeisen (18) verklebt ist.
4. Hufbelag nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hufsohlplatte (6) an ihrer Verschleißseite (7a) mit Stollenprofilen (7b, 7c) versehen ist.
5. Hufbelag nach einem oder beiden der Ansprüche 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hufsohlplatte (6) an ihrer Verschleißseite mit einem oder mehreren Strahlstollen (7c) versehen ist.
6. Hufbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebermasse (9) aus einem Kunststoff gebildet ist, der sich gut mit dem Hornmaterial und beim Einsatz einer zusätzlichen Hufsohlplatte (6) bzw. eines Hufeisens (18) auch gut mit dem Material der Hufsohlplatte (6) oder des Hufeisens (18) verbindet.
7. Hufbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebermasse (9) aus einem gieß- oder spachtelfähigen Kunststoff gebildet ist und die Fähigkeit hat, nach ihrem Abbinden oder Aushärten eine Einlage oder Unterlage mit einer Lauffläche zu bilden, auf der sich der Huf mit einer von dieser Einlage gebildeten, künstlichen Hufunterfläche (5) abstützen kann und die sich gut mit dem Hornmaterial und beim Einsatz einer zusätzlichen Hufsohlplatte (6) bzw. eines Hufeisens (18) auch gut mit dem Material der Hufsohlplatte (6) oder des Hufeisens (18) verbindet.
8. Hufbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 und 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die sohlenartige Hufsohlplatte (6) aus Kunststoff; wie Polyurethan, besteht.
9. Hufbelag nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine innige Verbindung zwischen dem Tragrand (11) des Hufes und dem Rand (12) der Hufsohlplatte (6) bzw. des Hufeisens (18) mittels eines aus der Klebermasse (8) gebildeten Füllringes (15, 15a) herbeigeführt ist, der eine Mulde füllt, die aus einer Hinterschneidung des Tragrandes (11) und einer Anfasung der Hufsohlplatte (6) bzw. des Hufeisens (18) gebildet ist.
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