DE19733935A1 - Vorrichtung zum Aufbringen einer selbstklebenden Folie auf eine Wand und System bestehend aus einer solchen Vorrichtung und einem fahrbaren Vorrichtungsträger - Google Patents
Vorrichtung zum Aufbringen einer selbstklebenden Folie auf eine Wand und System bestehend aus einer solchen Vorrichtung und einem fahrbaren VorrichtungsträgerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft zunächst eine Vorrichtung zum Aufbringen einer von einem
Vorratswickel abzuziehenden selbstklebenden Folie, insbesondere Schutzfolie
gegen Graffiti und/ oder Werbeträgerfolie, auf die Wand eines Körpers,
insbesondere Bus- oder Waggonwand, bei der Vorratswickel auf einem
Grundelement einer längs der Wand verschiebbaren Wickeltrageinrichtung
drehbar gelagert ist und die Wickeltrageinrichtung während des Verschiebens
längs der Wand an dem Körper geführt ist derart, daß sich die Achse des Wickels
im wesentlichen parallel zur Wand erstreckt.
Mit der nicht vorveröffentlichten Deutschen Patentanmeldung 196 05 344.6 ist
eine solche Vorrichtung vorgeschlagen worden, bei der die Vorrichtung in relativ
komplizierter Weise auf einem neben der Wand verfahrbaren Vorrichtungsträger
gelagert ist.
Neben der gegenüber dem Stand der Technik gestellten Aufgabe, eine
Vorrichtung zu schaffen, die das Aufbringen einer Folie im Vergleich zu einem
manuellen Aufbringen erleichtert (vgl. S. 1, 2 und 3 Abs. der Deutschen
Patentanmeldung 196 03 344.6), hat sich die vorliegende Erfindung die Aufgabe
gestellt, den Aufbau der Vorrichtung zu vereinfachen und das Aufbringen sicherer
zu gestalten.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Grundelement der
Wickeltrageinrichtung an seiner der zu beklebenden Wand benachbarten Kante
schwenkbar mit der Kante eines Verschiebeelements verbunden ist und daß das
Verschiebeelement auf einem der Abstützung der Vorrichtung auf einem
verfahrbaren Vorrichtungsträger dienenden Tragelement senkrecht zur zu
beklebenden Wand verschiebbar gelagert ist, wobei das Bodenelement in
Schwenkrichtung zur Wand und in Verschieberichtung auf die Wand zu elastisch
beaufschlagt ist.
Im Vergleich zur Anordnung nach der Deutschen Patentanmeldung 196 05 344.6
kann auf Führungssäulen, Drehlagerzapfen und Pendellager verzichtet werden.
Vorzugsweise ist vorgesehen, daß in dem Verschiebeelement eine sich in
Verschieberichtung erstreckende Ausnehmung vorgesehen ist, durch die sich an
dem einen Ende mindestens ein auf dem Tragelement angeordneter Stift
erstreckt, und daß mindestens ein elastisches Druckelement, vorzugsweise eine
Druckfeder, an dem Stift und am anderen Ende der Ausnehmung an dem
Verschiebeelement angreift, und daß zwischen den von der Wand abgewandten
Kanten des Tragelements bzw. des Verschiebeelements und des Grundelements
der Wickeleinrichtung mindestens ein elastisches Druckelement, vorzugsweise
eine Druckfeder, angreift. Auf diese Weise wird die Wickeltrageinrichtung
elastisch bzw. nachgiebig an der Wand gehalten.
Bei Verwendung einer Schutzfolie, die auf dem Vorratswickel mit einer
Abdeckung versehen ist, ist es zweckmäßig, daß zur Vereinfachung des Ladens
eines vollen Vorratswickels bzw. zur Entnahme eines vollen Abdeckwickels,
meistens Papierwickels, auf dem Grundelement zwei in einer Reihe angeordnete
untere Wickellager vorgesehen sind und die oberen Wickellager in einem in
vertikaler Richtung schwenkbar zum Grundelement gelagerten Wickellagerträger
angeordnet sind, der auf die Reihe der unteren Wickellager ausgerichtet ist.
Vorzugsweise können noch weitere Rollen in der gleichen Weise gelagert
werden. Es ist daher vorgesehen, daß auf der Grundplatte und an dem
verschwenkbaren Lagerträger noch weitere Lager für eine die abgezogenen
Abdeckung spannende Spannrolle und/oder eine die abgezogenen Schutzfolie
umlenkende Umlenkrolle angeordnet sind.
Um die Spannrolle elastisch an der Abdeckung zu halten, ist jedoch von Vorteil
wenn die Spannrollenlager nicht direkt auf der Grundplatte bzw. dem Lagerträger
angeordnet sind, sondern diese Lager in Schwenkhebeln gelagert sind, die
verschwenkbar an der Grundplatte bzw. dem Lagerträger befestigt sind. Es ist
jedoch auch denkbar, die Spannrolle getrennt von dem in vertikaler Richtung
verschwenkbaren Lagerträger zu lagern.
Um den Kern des Vorratswickels und den Kern des Abdeckwickels einfach auf die
Drehachse zentrieren zu können, sind die Wickellager mit Zentrierkegeln
versehen, wobei die oberen Zentrierkegel vorzugsweise federbeaufschlagt sind.
Während bei der Vorrichtung gemäß der Deutschen Patentanmeldung 196 05 344.6
beim Verschieben der Wickeleinrichtung längs der zu beklebenden Wand
die Führung vorzugsweise durch einen formschlüssigen Kanteneingriff erfolgt, ist
es bei der vorliegenden elastischen Beaufschlagung in Verschieberichtung und
Schwenkrichtung möglich, daß zum Aufbau des Führungseingriffs mit dem
Körper die Wickeltrageinrichtung auf der Wand aufsetzende Führungsrollen
aufweist, von denen mindestens zwei in einem Abstand übereinander angeordnet
sind, der größer ist als die Breite der Schutzfolie.
Vorzugsweise sind an dem Gestell oder Rahmen der Wickeltrageinrichtung zwei
auf Abstand angeordnete obere Führungs- bzw. Distanzierrolle und zwei auf
Abstand angeordnete unter Führungs- bzw. Distanzierrollen vorgesehen.
Vorzugsweise erfolgt der Abzug der Schutzfolie von dem Vorratswickel durch die
Verschiebebewegung der Wickeltrageinrichtung relativ zur Wand, nachdem das
freie Ende der Folie auf die Wand aufgeklebt ist. Für die Aufwicklung der
Abdeckung ist vorgesehen, daß der Abdeckwickel über eine Rutschkupplung
motorisch angetrieben wird. Hierdurch können unterschiedliche
Winkelgeschwindigkeiten zwischen sich abbauendem Wickeldurchmesser auf
dem Vorratswickel und sich aufbauendem Wickeldurchmesser auf dem
Abdeckwickel ausgeglichen werden.
Um den Klebeeffekt der Folie auf der zu beklebenden Wand zu
vergleichmäßigen, kann die Wickeleinrichtung eine drehbare Anpreßrolle
aufweisen, die die abgezogene Folie gegen die Wand preßt.
Die Anpreßrolle kann z. B. aus einem mit Schaumstoff ummantelten Kern
bestehen. Weiter ist es möglich, an einem Kern sich in Längsrichtung und radial
erstreckende elastisch verformbare Bürstenelemente anzubringen. Bei Bedarf
kann der Kern auch noch mit einem eigenen Antrieb versehen sein, um den
Anpreß- bzw. Bürsteingriff zu verbessern.
Je nach Art der verwendeten Selbstklebefolie kann es sinnvoll sein, daß die
Wickeleinrichtung mindestens eine Düse zum Aufsprühen von Wasser auf die zu
beklebenden Wandfläche aufweist. Um beim Verschieben der
Wickeltrageinrichtung längs der Wand keinen Wasserschlauch nachschleppen
zu müssen, ist es sinnvoll, daß auf der Wickeltrageinrichtung ein
Druckwasservorrat oder ein Wasservorrat mit Druckpumpe mitgeführt wird.
Die Erfindung richtet sich auch auf ein System zum Aufbringen einer von einem
Wickel abzuziehenden selbstklebenden Folie, insbesondere Schutzfolie gegen
Graffiti und/oder Werbeträgerfolie, auf die Wand eines Körpers insbesondere
Bus- oder Waggonwand.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß es aus einer Vorrichtung besteht, bei der
der Wickel auf einer Wickeltrageinrichtung drehbar angeordnet ist und die
Wickeltrageinrichtung während eines Verschiebens längs der Wand in
Führungseingriff mit dem Körper gehalten ist derart, daß die Achse des Wickels
parallel zur Wand ausgerichtet ist, insbesondere Vorrichtung nach mindestens
einem der Ansprüche 1-13, und einem längs der Wand verfahrbaren und die
Vorrichtung tragenden Vorrichtungsträger besteht, wobei mittels des
Vorrichtungsträgers die Höhenlage des Wickels relativ zur Wand einstellbar ist.
Damit kann eine Wand mit ein und demselben Vorrichtungsträger in
unterschiedlichen Höhenlagen beklebt werden.
Das System läßt sich auf einfache Weise verwirklichen, wenn als
Vorrichtungsträger ein an sich bekanntes Kommissioniergerät mindestens
bestehend aus einem Fahrwerk, einem relativ zum Fahrwerk mittels eines ersten
Hubsystems höhenverstellbaren Fahrkorb mit Bedieneinheit und einem vom
Fahrkorb getragenen Aufnehmer für die Vorrichtung.
Zur weiteren Flexibilisierung der Höhenlage kann der Aufnehmer für die
Vorrichtung über ein zweites Hubsystem vom Fahrkorb getragen werden.
Bei der Beklebung von Waggons oder Bussen kann es möglich sein, daß der
Wagenkasten nicht horizontal, d. h. parallel zur Fahrbahn des Vorrichtungsträger
steht oder daß bei horizontalem Wagenkasten die Fahrbahn geneigt ist. Dann ist
es zweckmäßig, daß zur Steuerung der Höhenlage des Wickels mittels eines
Laser-Senders auf der Wand eine Referenzlinie erzeugt wird, z. B. längs der
Fensterunterkanten eines zu beklebenden Waggons, und auf der
Wickeltrageinrichtung ein Laser-Empfänger angeordnet ist, der entsprechend der
Abweichung der Höhenlage der Wickeleinrichtung von einer Soll-Lage zum
Aufbringen der Folie mindestens ein Hubsystem des Vorrichtungsträgers
an steuert.
Die Erfindung soll nun an Hand der beigefügten Figuren genauer erläutert
werden. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Prinzipdarstellung eines Systems zum Aufbringen
einer von einem Wickel abzuziehenden Folie bestehend aus einer
Aufbringvorrichtung und einem verfahrbaren Vorrichtungsträger,
Fig. 2 den Vorrichtungsträger in seiner Grundstellung,
Fig. 3 den Vorrichtungsträger in seiner obersten Arbeitsstellung,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform der
Aufbringvorrichtung mit ihren wichtigsten Elementen,
Fig. 5 einen Querschnitt durch eine als Bürstenrolle ausgebildete Anpreßrolle,
Fig. 6 einen Vertikalschnitt durch eine weitere Ausführungsform der
Aufbringvorrichtung mit einem schwenkbaren Wickellagerträger in
zugeschwenkter Arbeitsstellung
und
und
Fig. 7 eine Vertikalschnitt vergleichbar Fig. 7 mit dem Wickellagerträger in
aufgeschwenkter Ladestellung.
Gemäß Fig. 1 weist das System einen fahrbaren Vorrichtungsträger 1 und eine
von ihm getragene Aufbringvorrichtung 2 auf. Bei der gezeigten Ausführungsform
ist als Vorrichtungsträger ein Mittelhub-Kommissioniergerät dargestellt.
Das Kommissioniergerät 1 weist ein Fahrwerk 3 mit starren Rädern 4 und mit
mindestens einem lenkbaren Rad 5 auf. Weiterhin sind auf dem Fahrwerk ein
Antriebsblock 6 und ein Energiesystem 7 vorgesehen (vgl. schematische Fig. 2
und 3), die bei in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform zur einer Baugruppe
zusammengefaßt sind. Auf dem Fahrwerk 3 ist ein Säulenhubantrieb 8
angeordnet, mit dessen Hilfe ein Fahrkorb 9 mit Bedieneinheit höhenverstellbar
ist. Am Fahrkorb 9 ist ein pneumatischer Hubantrieb 10 vorgesehen, mit dessen
Hilfe ein Vorrichtungsaufnehmer 11 zur Aufnahme der Aufbringvorrichtung 2
relativ zum Fahrkorb 9 höhenverstellbar ist. In der Fig. 2 befinden sich
Säulenhubantrieb 8 und pneumatischer Hubantrieb 10 in ihrer untersten Stellung,
so daß sich der Vorrichtungsaufnehmer 11 in seiner Grundstellung befindet in
der Fig. 3 befinden sich die beiden Antriebe in ihrer obersten Stellung, so daß
sich auch der Vorrichtungsaufnehmer 11 in seiner obersten Arbeitsstellung
befindet. Mit dem in der Fig. 1 gezeigten System kann der in den Fig. 2 und 3
durch die gestrichelten Linien definierte Arbeitsbereich durch Verfahren des
Fahrwerks 3 und Aktivieren der Antriebe 8 und 10 überdeckt werden.
Die Aufbringvorrichtung 2 besteht aus einer Wickeltrageinrichtung 12 und einer
Befestigungsbaugruppe 13, die der Befestigung der Wickeltrageinrichtung an
dem Vorrichtungsaufnehmer 11 dient, ohne die Anlage der Wickeltrageinrichtung
12 an der Wand W während der Fahrt des Vorrichtungsträgers 2 zu stören.
Wie die Fig. 4, 6 und 7 zeigen ist ein plattenartiges Grundelement 14 der
Wickeltrageinrichtung 12 an seiner in Arbeitsstellung des Systems der zu
beklebenden Wand W benachbarten Kante 14a über ein oder mehrere
Scharnierverbindungen 15 mit der Kante 16a eines Verschiebeelements 16
verbunden. Das Verschiebeelement 16 ist auf einem Tragelement 17 mittels Rollen
17' senkrecht zu der zu beklebenden Wand W verschiebbar gelagert. Das
Tragelement 17 wird mit dem Vorrichtungsaufnehmer 11 verbunden.
In dem Verschiebeelement 16 ist eine sich in Verschieberichtung VR
erstreckende Ausnehmung 18 vorgesehen, durch die sich an dem einen Ende
18a ein auf dem Tragelement 17 angeordneter Stift 19 erstreckt. An dem Stift 19
und an dem Verschiebeelement 16 in der Nähe des anderen Endes 18b der
Ausnehmung 18 greift mindestens eine Druckfeder 20 an, die das
Verschiebeelement mit der von ihr getragenen Wickeltrageinrichtung 12 gegen
die Wand W zu pressen sucht.
Zwischen den von der Wand abgewandten Kanten 17b des Tragelements 17 und
14b des Grundelements 14 der Wickeltrageinrichtung greift mindestens eine
Druckfeder 21 an, die die Wickeltrageinrichtung gegen die Wand W zu
schwenken sucht.
An Stelle der Druckfedern 20 und 21 können auch entsprechende pneumatische
oder hydraulische Elemente eingesetzt werdend. Es ist auch denkbar, das
Druckelement für die Schwenkbeaufschlagung zwischen Verschiebeelement 16
und Grundelement 14 wirken zu lassen.
Wie aus den Fig. 4 und 6 ersichtlich ist, sind auf der Grundplatte 14 der
Wickeltrageinrichtung 12 in einer Reihe eine Vorratsrolle 22 für einen
Vorratswickel bestehend aus einer Folie F und einer Abdeckung A, eine Rolle 23
für die Aufnahme der von der Rolle 22 abgezogenen Abdeckung A und eine
Umlenkrolle 24 für die Umlenkung der von der Rolle 22 abgezogenen Folie F in
eine Richtung in etwa parallel zur beklebenden Wand angeordnet. Die Reihe ist
im wesentlichen senkrecht zur Fahrrichtung des Vorrichtungsträgers 1 und damit
senkrecht zur Wand W ausgerichtet. Zur Lagerung der Rollen bzw. Wickel 22
und 23 sind in der Grundplatte untere Wickellager 25 und 26 mit Zentrierkegeln
27 bzw. 28 vorgesehen. Für die Umlenkrolle ist ein unteres Lager 29 vorgesehen.
Auf dem Grundelement 14 ist zusätzlich noch eine Spannrolle 30 über einen
Schwenkhebel 31 und ein unteres Drehlager 32 schwenkbar gelagert. Die
Spannrolle dient dem Spannen der von der Rolle 22 abgezogenen Abdeckung A
vor ihrem Aufwickeln auf der Rolle 23.
Die zugeordneten oberen Lager 25', 26', 29' und 32' sind in einem oberhalb des
Grundelements 14 in vertikaler Ebene schwenkbar angeordneten und auf die
Reihe ausgerichteten Wickellagerträger 33 bzw. in einen an ihm angelenkten
weiteren Schwenkhebel 31' angeordnet, der in Schließstellung an einer sich von
dem Grundelement nach oben erstreckenden Halterung 34 verriegelbar ist , wie
dies die Fig. 6 zeigt. Wie die Fig. 4 zeigt, kann die Spannrolle 30 auch
unabhängig von dem schwenkbaren Wickellagerträger 33 gelagert sein. Der
einseitig an einem Ständerelement 33a angelenkte und mit einem weiteren und
auf Abstand zum Ständerelement 33a angeordneten Ständerelement 33b an
seinem freien Ende mittels eines Schraubelements 33c verriegelbare Lagerträger
33 ermöglicht nach seinem Aufschwenken ein schnelles und einfaches Einsetzen
eines vollen Folienwickels und eines Kerns für das Aufwickeln der beim
Klebevorgang anfallenden Abdeckung A.
Die Zentrierkegel 27' und 28' der oberen Wickellager sind federbeaufschlagt
ausgebildet. Die Lager 29 und 29' bzw. 32 und 32' sind mit Führungszylindern für
den Eingriff in die Rollengrundkörper versehen, wie dies aus den Fig. 6 und 7
ersichtlich ist.
Neben der Reihe von Rollen 22, 23 und 24 ist auf dem Grundelement 14 noch
eine Anpreßrolle 34 über Schwenkhebel 35 derart schwenkbar gelagert, daß sie
die auf die Wand geführte Folie F an die Wand anpressen kann. Die
Schwenkhebel 35 werden von einer auf der Grundplatte 'angeordneten
Schwenksäule 36 getragen.
Die Anpreßrolle kann aus einem drehbaren mit Schaumstoff ummantelten Kern
bestehen oder gemäß Fig. 5. als Bürstenrolle mit an einem drehbaren Kern 37
befestigten und sich in Längsrichtung und radial erstreckenden elastisch
verformbaren Bürstenelementen 38 bestehen, die sich auf die Außenseite der
Folie F legen.
Die Abdeckrolle 23 ist über eine Rutschkupplung 39 von einem Motor 40
antreibbar, wie dies in der Fig. 6. schematisch dargestellt ist.
Für die Befeuchtung der zu beklebenden Wand W mit Wasser ist auf dem
Grundelement 12 noch eine Druckwasserbehälter 41 vorgesehen, von dem aus
mindestens eine auf die Wand ausgerichtete Sprühdüse 42 beaufschlagbar ist.
An der der zu beklebenden Wand zugewandten Seite der Wickeltrageinrichtung
12 sind an dieser zwei oberer und zwei untere Führungs- bzw. Distanzierrollen 43
angeordnet, die außerhalb der zu beklebenden Fläche der Wand W auf diese
aufsetzen und somit einen Führungseingriff zur Wand hin aufbauen.
Claims (17)
1. Vorrichtung zum Aufbringen einer von einem Vorratswickel abzuziehenden
selbstklebenden Folie, insbesondere Schutzfolie gegen Graffiti und/oder
Werbeträgerfolie, auf die Wand eines Körpers, insbesondere Bus- oder
Waggonwand, bei der Vorratswickel auf einem Grundelement einer längs
der Wand verschiebbaren Wickeltrageinrichtung drehbar gelagert ist und
die Wickeltrageinrichtung während des Verschiebens längs der Wand an
dem Körper geführt ist derart ,daß sich die Achse des Wickels im
wesentlichen parallel zur Wand erstreckt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Grundelement (14) der Wickeltrageinrichtung (12) an seiner der
zu beklebenden Wand benachbarten Kante (14a) schwenkbar mit der
Kante (16a) eines Verschiebeelements (16) verbunden ist und daß das
Verschiebeelement auf einem der Abstützung der Vorrichtung auf einem
verfahrbaren Vorrichtungsträger dienenden Tragelement (17) senkrecht
zur zu beklebenden Wand verschiebbar gelagert ist, wobei das
Bodenelement (14) in Schwenkrichtung zur Wand und in
Verschieberichtung auf die Wand zu elastisch (20; 21) beaufschlagt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Verschiebeelement (16) eine sich in Verschieberichtung
erstreckende Ausnehmung (18) vorgesehen ist, durch die sich an dem
einen Ende (18a) mindestens ein auf dem Tragelement angeordneter Stift
(19) erstreckt, und daß mindestens ein elastisches Druckelement (20),
vorzugsweise eine Druckfeder, an dem Stift und am anderen Ende (18b)
der Ausnehmung an dem Verschiebeelement angreift, und daß zwischen
den von der Wand abgewandten Kanten (17b; 16b) des Tragelements (17)
bzw. des Verschiebeelements (16) und des Grundelements (14) der
Wickeleinrichtung mindestens ein elastisches Druckelement (21),
vorzugsweise eine Druckfeder, angreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Verwendung einer Schutzfolie (F), die auf dem Vorratswickel mit
einer Abdeckung (A) versehen ist, zur Vereinfachung des Ladens eines
vollen Vorratswickels (22) bzw. zur Entnahme eines vollen Abdeckwickels
(23), meistens Papierwickels, auf dem Grundelement (14) zwei in einer
Reihe angeordnete untere Wickellager (25, 26) vorgesehen sind und die
oberen Wickellager (25', 26') in einem in vertikaler Richtung schwenkbar
zum Grundelement gelagerten Wickellagerträger (33) angeordnet sind, der
auf die Reihe der unteren Wickellager (25, 26) ausgerichtet ist.
4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Grundplatte (14) und an dem verschwenkbaren Lagerträger
(33) noch weitere Lager (29, 32, 29', 32') für eine die abgezogenen
Abdeckung spannende Spannrolle (30) und/oder eine die abgezogenen
Schutzfolie umlenkende Umlenkrolle (24) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannrollenlager (32, 32') nicht direkt in der Grundplatte (14) bzw.
dem Lagerträger (33) angeordnet sind, sondern diese Lager in
Schwenkhebeln (31, 31') gelagert sind, die verschwenkbar an der
Grundplatte bzw. dem Lagerträger befestigt sind.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannrolle (30) getrennt von dem in vertikaler Richtung
verschwenkbaren Lagerträger gelagert ist.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wickellager mit Zentrierkegeln (27, 28; 27', 28') versehen sind,
wobei die oberen Zentrierkegel (27', 28') vorzugsweise federbeaufschlagt
sind.
8. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Aufbau des Führungseingriffs mit dem Körper die
Wickeltrageinrichtung auf der Wand aufsetzende Führungsrollen (43; 43')
aufweist, von denen mindestens zwei in einem Abstand übereinander
angeordnet sind, der größer ist als die Breite der Schutzfolie.
9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-8,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Gestell oder Rahmen der Wickeltrageinrichtung zwei auf
Abstand angeordnete obere (43') und zwei auf Abstand angeordnete
untere (43) Führungs- bzw. Distanzierrollen vorgesehen.
10. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abdeckwickel (23) über eine Rutschkupplung (39) motorisch (40)
angetrieben wird.
11. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wickeltrageinrichtung eine drehbare Anpreßrolle (34) aufweist.
12. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-11,
dadurch gekennzeichnet,
daß an einem Kern (37) sich in Längsrichtung und radial erstreckende
elastisch verformbare Bürstenelemente (38) angebracht sind.
13. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wickeleinrichtung mindestens eine Düse zum Aufsprühen von
Wasser auf die zu beklebenden Wandfläche aufweist.
14. System zum Aufbringen einer von einem Wickel abzuziehenden
selbstklebenden Folie, insbesondere Schutzfolie gegen Graffiti und/oder
Werbeträgerfolie, auf die Wand eines Körpers, insbesondere Bus- oder
Waggonwand,
dadurch gekennzeichnet,
daß es aus einer Aufbringvorrichtung (2) besteht, bei der der Wickel (22)
auf einer Wickeltrageinrichtung (12) drehbar angeordnet ist und die
Wickeltrageinrichtung während eines Verschiebens längs der Wand in
Führungseingriff (43, 43') mit dem Körper gehalten ist derart, daß die Achse
des Wickels parallel zur Wand ausgerichtet ist, insbesondere Vorrichtung
nach mindestens einem der Ansprüche 1-13, und einem längs der Wand
verfahrbaren und die Vorrichtung tragenden Vorrichtungsträger (1)
besteht, wobei mittels des Vorrichtungsträgers die Höhenlage des Wickels
relativ zur Wand einstellbar ist.
15. System nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Vorrichtungsträger (1) ein an sich bekanntes Kommissioniergerät
mindestens bestehend aus einem Fahrwerk (3), einem relativ zum
Fahrwerk mittels eines ersten Hubsystems (8) höhenverstellbaren
Fahrkorb (9) mit Bedieneinheit und einem vom Fahrkorb getragenen
Aufnehmer (11) für die Vorrichtung (2).
16. System nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß Aufnehmer (11) für die Vorrichtung (2) über ein zweites Hubsystem
(10) vom Fahrkorb getragen ist.
17. System nach mindestens einem der Ansprüche 14-16,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Steuerung der Höhenlage des Wickels mittels eines
Laser-Senders auf der Wand eine Referenzlinie erzeugt wird und auf der
Wickeltrageinrichtung ein Laser-Empfänger angeordnet ist, der
entsprechend der Abweichung der Höhenlage der Wickeltrageinrichtung
von einer Soll-Lage zum Aufbringen der Folie mindestens ein Hubsystem
des Vorrichtungsträgers ansteuert.
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| DE1997133935 DE19733935C2 (de) | 1997-08-06 | 1997-08-06 | System zum Aufbringen einer von einem Wickel abzuziehenden selbstklebenden Folie auf die Wand eines Körpers und Aufbringvorrichtung für ein solches System |
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