[go: up one dir, main page]

DE19732944A1 - Peptidische CGRP-Antagonisten - Google Patents

Peptidische CGRP-Antagonisten

Info

Publication number
DE19732944A1
DE19732944A1 DE19732944A DE19732944A DE19732944A1 DE 19732944 A1 DE19732944 A1 DE 19732944A1 DE 19732944 A DE19732944 A DE 19732944A DE 19732944 A DE19732944 A DE 19732944A DE 19732944 A1 DE19732944 A1 DE 19732944A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
replaced
positions
amino acids
amino acid
amino
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19732944A
Other languages
English (en)
Inventor
Annette Prof Beck-Sickinger
Beate Dipl Chem Dr Rist
Michael Dipl Chem Dr Entzeroth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH and Co KG
Original Assignee
Dr Karl Thomae GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dr Karl Thomae GmbH filed Critical Dr Karl Thomae GmbH
Priority to DE19732944A priority Critical patent/DE19732944A1/de
Publication of DE19732944A1 publication Critical patent/DE19732944A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K14/00Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof
    • C07K14/435Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans
    • C07K14/575Hormones
    • C07K14/57527Calcitonin gene related peptide
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K38/00Medicinal preparations containing peptides
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/50Improvements relating to the production of bulk chemicals
    • Y02P20/55Design of synthesis routes, e.g. reducing the use of auxiliary or protecting groups

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Gastroenterology & Hepatology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Endocrinology (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)

Description

Gegenstand der vorliegenden Erfindungen sind neue, von der r-CGRP-alpha-27-37 Partialsequenz
H-F27-V28-P29-T30-N31-V32-G33-S34-E35-A36-E37-NH2 (I)
abgeleitete Peptide, dadurch gekennzeichnet, daß in Formel I
  • (i) eine, zwei oder drei der Aminosäuren der Positionen 27 bis 35 unabhängig voneinander durch Aminosäuren aus der Gruppe
    K, Y, A, F, P, Hyp, S, L, Q, D, H, Acp, Pac, Tic, Hop, Aib, I und G
    ersetzt sind oder
  • (ii) die Aminosäuren der Positionen 27 bis 34 durch die Se­ quenzen
    NFVPRSKISP34, NVAPRSKISP34, NVAPTNVGS34 oder ILSSTNVGS34
    ersetzt sind oder/und
  • (iii) eine bis acht der Aminosäuren der Positionen 27 bis 35 durch Einfachbindungen ersetzt sind und
  • (iv) zusätzlich eine Aminosäure der Positionen 27 bis 37 D-konfiguriert sein kann.
wobei die in den Verbindungen enthaltenen N-terminalen NH2-Gruppen durch den Rest R substituiert sein können und R einen Schutzrest darstellt oder die 3,3-Diphenylpropionyl-, 2-Propylpentanoyl-, 3,5-Dichlorphenoxyacetyl-, 1-Adaman­ tylacetyl-, 3,5-Dibrom-4-hydroxyphenylalanyl-, 5-(4-Benzhydryl­ piperazin-1-yl)-1,5-dioxo-3,3-tetramethylen-pentyl- oder 5,11- Dihydro-6(6H)-oxodibenz[b,e]azepin-11-ylcarbonyl-Gruppe bedeutet,
mit Ausnahme der Verbindung H-YVPTNVGSEAF-NH2,
und deren Salze, insbesondere für die pharmazeutische Anwendung deren physiologisch verträgliche Salze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen, diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel, deren Verwendung und Verfahren zu ihrer Herstellung.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen weisen wertvolle pharmakolo­ gische Eigenschaften auf, die auf ihre selektiven CGRP-antago­ nistischen Eigenschaften zurückgehen.
Unter den in den vor- und nachstehenden Definitionen genannten Schutzresten sind die aus der Peptidchemie geläufigen Schutz­ gruppen zu verstehen, insbesondere
eine im Phenylkern gegebenenfalls durch ein Halogenatom, durch eine Nitro- oder Phenylgruppe, durch eine oder zwei Methoxy­ gruppen substituierte Phenylalkoxycarbonylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkoxyteil,
beispielsweise die Benzyloxycarbonyl-, 2-Nitro-ben­ zyloxycarbonyl-, 4-Nitro-benzyloxycarbonyl-, 4-Meth­ oxy-benzyloxycarbonyl-, 2-Chlor-benzyloxycarbonyl-, 3-Chlor-benzyloxycarbonyl-, 4-Chlor-benzyloxycarbonyl-, 4-Biphenylyl-α,α-dimethyl-benzyloxycarbonyl- oder 3,5-Dimethoxy-α,α-dimethyl-benzyloxycarbonylgruppe,
eine Alkoxycarbonylgruppe mit insgesamt 1 bis 5 Kohlenstoff­ atomen im Alkylteil,
beispielsweise die Methoxycarbonyl-, Ethoxycarbonyl-, n-Propoxycarbonyl-, Isopropoxycarbonyl-, n-Butoxy­ carbonyl-1-Methylpropoxycarbonyl-, 2-Methylprop­ oxycarbonyl- oder tert.Butyloxycarbonylgruppe,
die Allyloxycarbonyl-, 2,2,2-Trichlor-(1,1-dimethylethoxy)car­ bonyl- oder 9-Fluorenylmethoxycarbonyl-Gruppe oder
die Formyl-, Acetyl- oder Trifluoracetylgruppe.
Die in den vor- und nachstehenden Definitionen angegebenen zweiwertigen Aminosäurereste sind, sofern nichts anderes angegeben ist, L-konfiguriert und besitzen gemäß dem üblichen Ein- bzw. Dreibuchstabencode, wie er z. B. in Eur. J. Biochem. 138, 9-37 (1984) beschrieben ist, folgende Bedeutungen:
Bevorzugte, von der r-CGRP-alpha-27-37 Partialsequenz abgelei­ tete Peptide gemäß vorliegender Erfindung sind dadurch gekenn­ zeichnet, daß in Formel (I)
  • (i) eine Aminosäure der Positionen 27 bis 35 durch eine der Aminosäuren K, Y, A, P oder D ersetzt ist oder
  • (ii) F27 durch Y ersetzt ist und zusätzlich eine der Amino­ säuren der Positionen 28 bis 35 durch A, F, Hyp, S, L, Q, D, K oder H ersetzt ist oder
  • (iii) F27 durch Y ersetzt ist und zusätzlich eine der Amino­ säuren der Positionen 27 bis 37 D-konfiguriert ist oder
  • (iv) eine Aminosäure der Positionen 27 bis 35 durch D er­ setzt ist und zusätzlich eine weitere Aminosäure der Positionen 27 bis 35 durch Q oder P ersetzt ist oder
  • (v) eine Aminosäure der Positionen 27 bis 35 durch D er­ setzt ist und zusätzlich zwei weitere benachbarte Aminosäuren der Positionen 27 bis 35 durch A-H, A-F, P-F, Acp-F, Pac-F, Tic-F, Hyp-F, Hop-F oder Aib-F ersetzt sind oder
  • (vi) eine oder beide Aminosäuren der Positionen 27 und 28 durch eine Einfachbindung ersetzt sind, zusätzlich eine Aminosäure der Positionen 29 bis 35 durch D ersetzt ist und zwei weitere benachbarte Aminosäuren der Positionen 29 bis 35 durch A-F ersetzt sind oder
  • (vii) die beiden Aminosäuren der Positionen 27 und 28 durch eine Einfachbindung ersetzt sind und zusätzlich eine Aminosäure der Positionen 29 bis 35 durch A oder zwei benachbarte Aminosäuren der Positionen 29 bis 35 durch A-F ersetzt sind oder
  • (viii) zwei benachbarte Aminosäuren der Positionen 29 bis 35 durch A-F oder P-F ersetzt sind oder
  • (ix) F27 durch eine Einfachbindung ersetzt ist, wobei zu­ sätzlich eine Aminosäure der Positionen 30 bis 35 durch P, I, L, G, Aib oder D sowie unabhängig hiervon zwei weitere benachbarte Aminosäuren der Positionen 30 bis 35 durch A-F ersetzt sein können oder
  • (x) die Aminosäuren der Positionen 27 und 28 oder 27 bis 29 durch eine Einfachbindung ersetzt sind, wobei zusätz­ lich eine Aminosäure der Positionen 31 bis 35 durch Aib oder A oder zwei benachbarte Aminosäuren der Positionen 31 bis 35 durch A-F ersetzt sein können oder
  • (xi) die Aminosäuren der Positionen 27 und 28 durch eine Einfachbindung ersetzt sind, zusätzlich eine Aminosäure der Positionen 31 bis 35 durch D und zwei weitere be­ nachbarte Aminosäuren der Positionen 31 bis 35 durch A-F ersetzt sind oder
  • (xii) F27 durch Y ersetzt ist und eine bis acht der Amino­ säuren der Positionen 28 bis 35 entfallen.
wobei die in den Verbindungen enthaltenen N-terminalen NH2
-Gruppen durch den Rest R substituiert sein können und R einen Schutzrest darstellt oder die 3,3-Diphenylpropionyl-, 2-Propylpentanoyl-, 3,5-Dichlorphenoxyacetyl-, 1-Adaman­ tylacetyl-, 3,5-Dibrom-4-hydroxyphenylalanyl-, 5-(4-Benzhydryl­ biperazin-1-yl)-1,5-dioxo-3,3-tetramethylen-pentyl- oder 5,11- Dihydro-6(6H)-oxodibenz[b,e]azepin-11-ylcarbonyl-Gruppe bedeutet,
mit Ausnahme der Verbindung H-YVPTNVGSEAF-NH2
,
und deren Salze.
Besonders bevorzugte, von der r-CGRP-alpha-27-37 Partialsequenz abgeleitete Peptide gemäß vorliegender Erfindung sind dadurch gekennzeichnet, daß in Formel (I)
  • (i) eine Aminosäure der Positionen 34 oder 35 durch K ersetzt ist oder
  • (ii) F27 durch Y ersetzt ist oder
  • (iii) eine Aminosäure der Positionen 28, 31 oder 34 durch P ersetzt ist oder
  • (iv) eine Aminosäure der Positionen 30 oder 31 durch D ersetzt ist oder
  • (v) F27 durch Y ersetzt ist und zusätzlich entweder eine der Aminosäuren der Positionen 28 oder 34 durch A oder
    die Aminosäure der Position 35 durch F oder
    die Aminosäure der Position 29 durch Hyp oder
    eine der Aminosäuren der Positionen 29 bis 31 durch L oder D oder
    eine der Aminosäuren der Positionen 34 oder 35 durch K, H, Q oder L ersetzt sind
oder
  • (vi) die Aminosäure der Position 31 durch D ersetzt ist und zusätzlich eine weitere Aminosäure der Positionen 34 oder 35 durch Q oder P oder die Aminosäuren der Positionen 34 und 35 durch A-H, A-F, P-F, Acp-F, Pac-F, Tic-F, Hyp-F, Hop-F oder Aib-F ersetzt sind oder
  • (vii) eine oder beide Aminosäuren der Positionen 27 und 28 durch eine Einfachbindung ersetzt sind, zusätzlich die Aminosäure der Position 31 durch D und die Aminosäuren der Positionen 34 und 35 durch A-F ersetzt sind oder
  • (viii) die beiden Aminosäuren der Positionen 27 und 28 durch eine Einfachbindung ersetzt sind und zusätzlich eine Aminosäure der Positionen 34 oder 35 durch A oder beide Aminosäuren der Positionen 34 und 35 durch A-F ersetzt sind oder
  • (ix) die Aminosäuren der Positionen 34 und 35 durch A-F oder P-F ersetzt sind oder
  • (x) F27 durch eine Einfachbindung und zusätzlich eine Aminosäure der Positionen 31 oder 34 durch P oder Aib ersetzt ist oder
  • (xi) F27 durch eine Einfachbindung ersetzt ist und V28 an der N-terminalen Aminogruppe durch eine 3,3-Diphe­ nylpropionyl-, 2-Propylpentanoyl-, 3,5-Dichlor­ phenoxyacetyl-, 1-Adamantylacetyl-, 3,5-Dibrom- 4-hydroxyphenylalanyl- oder 5-(4-Benzhydryl-piperazin- 1-yl)-1,5-dioxo-3,3-tetramethvlen-pentyl-Gruppe substi­ tuiert ist, wobei die Aminosäure der Position 31 durch D und die Aminosäuren der Positionen 34 und 35 durch A-F ersetzt sein können oder
  • (xii) die Aminosäuren der Positionen 27 und 28 durch eine Einfachbindung ersetzt sind und P29 an der Aminogruppe durch eine 3,3-Diphenylpropionyl-, 3,5-Dichlorphen­ oxyacetyl-, 1-Adamantylacetyl- oder 5-(4-Benzhydryl­ piperazin-1-yl)-1,5-dioxo-3,3-tetramethylen-pentyl- Gruppe substituiert ist, wobei zusätzlich die Amino­ säure der Position 34 durch Aib ersetzt sein kann oder
  • (xiii) die Aminosäuren der Positionen 27 und 28 durch eine Einfachbindung ersetzt sind, P29 an der Aminogruppe durch eine 3,5-Dichlorphenoxyacetyl-Gruppe substituiert ist, die Aminosäuren der Positionen 34 und 35 durch A-F ersetzt sind und zusätzlich die Aminosäure der Position 31 durch D ersetzt sein kann oder
  • (xiv) die Aminosäuren der Positionen 27 bis 29 durch eine Einfachbindung ersetzt sind und T30 an der Aminogruppe durch eine 3,5-Dichlorphenoxyacetyl- oder 1-Adaman­ tylacetyl-Gruppe substituiert ist.
wobei die in den Verbindungen enthaltene N-terminalen NH2
-Grup­ pen durch den Rest R substituiert sein können und R einen Schutzrest, beispielsweise den Acetylrest, darstellt, mit Ausnahme der Verbindung H-YVPTNVGSEAF-NH2
,
und deren Salze.
Als ganz besonders bevorzugte Verbindungen seien beispielsweise folgende genannt:
und deren Salze.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können nach allgemein be­ kannten Methoden der Peptidchemie, wie z. B. in Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, Bd. 15/2, beschrieben, oder bevorzugt nach der Festphasenpeptidsynthese (z. B.: B. Barany, R.B. Merrifield in The Peptides, Analysis, Synthesis, Biology, Vol. 2, 2-284 [1980], Academic Press. New York, oder R.C. Sheppard, Int. J. Pept. Prot. Res. 21, 118 [1983]) oder gleichwertigen bekannten Methoden hergestellt werden. Als Aminoschutzgruppen werden die in Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, Bd. 15/1, beschriebenen verwendet, bevor­ zugt werden Urethanschutzgruppen wie z. B. die Fluorenyl­ methoxycarbonyl- oder die tert.-Butyloxycarbonylschutzgruppe angewendet. Zur Verhinderung von Nebenreaktionen sind in der Kegel eventuell vorhandene funktionelle Gruppen in den Seiten­ ketten der Aminosäuren durch geeignete Schutzgruppen (siehe z. B.: G.B. Fields et al., Int. J. Peptide Protein Res 35, 161 (1990); T.W. Greene, Protective Groups in Organic Synthesis) zusätzlich geschützt. Bevorzugt verwendet werden dabei Arg(NO2), Arg(Mtr), Arg(di-Z), Arg(Pmc), Tyr(t-Bu), Tyr(Bzl), Tyr(Br-Z), Ser(t-Bu), Ser(Bzl), Glu(t-Bu), Glu(Bzl), Lys(Boc) Lys(Z), His(Trt), His(Bum), His(Dnp), His(Z), Thr(t-Bu), Thr(Bzl), Cys(Acm), Cys(4-Me-Bzl), Cys(t-Bu), Asp(t-Bu) Asp(Bzl), Orn(Boc), Orn(Z), Cys(Trt), Asn(Trt), Asn(Tmob), Asn(Mbh), Gln(Trt), Gln(Tmob), Gln(Mbh) und Lys(Cl-Z).
Zur Synthese der erfindungsgemäßen Verbindungen nach der Fest­ phasensynthese sind als Ankergruppen alle diejenigen geeignet, die bei der Abspaltung des Peptids vom polymeren Träger voll geschützte Peptidamide liefern. Nach Abspaltung der Amino­ schutzgruppe der an das Harz gekuppelten Aminosäure mit einem geeigneten Reagenz, z. B. mit Trifluoressigsäure in Dichlor­ methan im Falle der Boc-Gruppe oder einer 20-50%igen Lösung von Piperidin in DMF im Falle der Fmoc-Gruppe, werden die geeignet geschützten Aminosäuren angekuppelt. Dieser Cyclus wird nach­ einander so oft durchlaufen bis das gewünschte harzgebundene Peptid entstanden ist.
Zur Kupplung können die in der Peptidchemie bekannten Methoden (s. Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, Bd. 15/2) angewendet werden. Bevorzugt verwendet werden Carbodiimide, wie z. B. Dicyclohexylcarbodiimid, Diisopropylcarbodiimid oder Ethyl-(3-dimethylaminopropyl)-carbodiimid oder O-(1H-Benzo­ triazol-1-yl)-N,N,N',N'-tetramethyluroniumhexafluorophosphat (HBTU) oder -tetrafuoroborat (TBTU) oder 1H-Benzotriazol-1-yl-oxy-tris-(di­ methylamino)-phosphoniumhexafluorophosphat (BOP). Durch Zusatz von 1-Hydroxybenzotriazol (HOBt) oder 3-Hydroxy-4-oxo-3,4-di­ hydro-1,2,3-benzotriazin (HOObt) kann gegebe­ nenfalls die Racemisierung unterdrückt bzw. die Reaktionsge­ schwindigkeit gesteigert werden. Die Kupplungen werden norma­ lerweise mit einem 4- bis 10-fachen Überschuß an N-geschützter Aminosäure und Kupplungsreagenz in Lösungsmitteln wie Dichlor­ methan, Dimethylformamid (DMF), N-Methylpyrrolidon (NMP), Dimethylacetamid (DMA) oder Gemischen aus diesen durchgeführt. Der Verlauf der Kupplungsreaktion wird durch den Kaiser-Test (E. Kaiser u. a., Anal. Biochem. 34, 595 [1970]) oder durch den TNBS-Test verfolgt. Falls eine unvollständige Acylierung festgestellt wird, wird die Kupplung bis zur Vollständigkeit wiederholt. Die Festphasensynthese kann sowohl manuell als auch automatisch mit Hilfe eines Peptidsynthesizers erfolgen.
Bevorzugt werden Festphasensynthesen unter Verwendung des 4-(2',4'-Dimethoxyphenyl-(Fmoc-aminomethyl)phenoxy-Linkers, Fmoc-Aminoschutzgruppen und des automatischen Synthesizers von ABI (430A) oder des automatischen multiplen Synthesizers SYRO (Bochum). Es werden Einfachkupplungen bei einer Aktivierung mit HOBt/TBTU/DIPEA (1 : 1 : 1,5) und 10-fachem Überschuß der N-ge­ schützten Aminosäure oder Doppelkupplungen mit DIC/HOBt-Akti­ vierung und 5- bis 10-fachem Überschuß an N-geschützter Amino­ säure durchgeführt. Das Harz wird nach jedem Kupplungsschritt mit DMF und Isopropanol gewaschen.
Nach Aufbau des Peptids wird vom polymeren Träger mit im Prin­ zip literaturbekannten Reagenzien abgespalten, und zwar im Falle der nach der Boc-Strategie aufgebauten Peptide bei­ spielsweise mit flüssigen Fluorwasserstoff, im Falle der nach der Fmoc-Strategie erhaltenen Peptide beispielsweise mit Tri­ fluoressigsäure. Dabei werden die Seitenketten-Schutzgruppen mitabgespalten.
Üblicherweise werden bei der Abspaltung der Seitenketten- Schutzgruppen als Kationenfänger Substanzen wie Phenol, Kresol, Anisol, Thiokresol, Thioanisol, Indol, Dimethylsulfid oder Ethylmethylsulfid oder eine Mischung dieser Substanzen dem Fluorwasserstoff bzw. der Trifluoressigsäure zugesetzt.
Die Reinigung der erhaltenen Rohprodukte erfolgt mittels Gel­ chromatographie, z. B. an Sephadex G25 mit 1%iger oder 5%iger Essigsäure und/oder mittels präparativer RP-HPLC mit Methanol- oder Acetonitril-Wasser-Gradienten unter Zusatz von 0.05 bis 2% Trifluoressigsäure. Zur Reinigung können auch Kationenaus­ tauscher auf Sephadex- oder Polystyrol-Basis angewendet werden.
Die so erhaltenen neuen Peptide lassen sich gewünschtenfalls anschließend in ihre Additionssalze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen, insbesondere für die pharma­ zeutische Anwendung in ihre physiologisch verträglichen Salze, überführen. Beispielsweise kommen Natriumsalze, Kaliumsalze oder Salze mit Cyclohexylamin, Äthanolamin, Diäthanolamin, Triäthanolamin, N-Methylglucosamin, Arginin oder Lysin in Betracht. Als Säuren seien beispielsweise Salzsäure, Brom­ wasserstoffsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure, Methansulfonsäure, Fumarsäure, Bernsteinsäure, Milchsäure, Zitronensäure, Weinsäure, Maleinsäure, p-Toluolsulfonsäure, Essigsäure, Mandelsäure und Äpfelsäure genannt.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen und deren physiologisch ver­ trägliche Salze besitzen CGRP-antagonistische Eigenschaften und zeigen gute Affinitäten in CGRP-Rezeptorbindungsstudien. Die Verbindungen weisen in den nachstehend beschriebenen phar­ makologischen Testsystemen CGRP-antagonistische Eigenschaften auf.
Zum Nachweis der Affinität der erfindungsgemäßen Verbindungen zu humanen CGRP-Rezeptoren und ihrer antagonistischen Ei­ genschaften wurden die folgenden Versuche durchgeführt:
Bindungsstudien mit den humanen CGRP-Rezeptor exprimierenden SK-N-MC-Zellen
SK-N-MC-Zellen werben in "Dulbecco's modified Eagle Medium" kultiviert. Das Medium konfluenter Kulturen wird entfernt. Die Zellen werden zweimal mit PBS-Puffer (Gibco 041-04190 M) gewaschen, durch Zugabe von PBS-Puffer, versetzt mit 0.02% EDTA, abgelöst und durch Zentrifugation isoliert. Nach Re­ suspension in 20 ml "Balanced Salts Solution" [BSS (in mM): NaCl 120, KCl 5.4, NaHCO3 16.2, MgSO4 0.8, NaH2PO4 1.0, CaCl2 1.8, D-Glucose 5.5, HEPES 30, pH7.40] werden die Zellen zweimal bei 100 × g zentrifugiert und in BSS resuspendiert. Nach Bestimmung der Zellzahl werden die Zellen mit Hilfe eines Ultra-Turrax homogenisiert und für 10 Minuten bei 3000 × g zentrifugiert (4°C). Der Überstand wird verworfen und das Pellet in Tris-Puffer (10 mM Tris, 50 mM NaCl, 5 mM MgCl2, 1 mM EDTA, pH 7.40), angereichert mit 1% Rinderserum-Albumin und 0.1% Bacitracin, rezentrifugiert und resuspendiert (1 ml/1 000 000 Zellen). Das Homogenat wird bei -80°C eingefroren. Die Membranpräparationen sind bei diesen Bedingungen für mehr als 6 Wochen stabil.
Nach Auftauen wird das Homogenat 1 : 10 mit Assay-Puffer (50 mM Tris, 150 mM NaCl, 5 mM MgCl2, 1 mM EDTA, pH 7.40) verdünnt und für 30 Sekunden mit einem Ultra-Turrax homogenisiert. 230 µl des Homogenats werden für 180 Minuten bei Raumtemperatur mit 50 pM 125I-Iodotyrosyl-Calcitonin-Gene-Related Peptide (Amersham) und ansteigenden Konzentrationen der Testsubstanzen in einem Gesamtvolumen von 250 µl inkubiert. Die Inkubation wird ent­ weder durch zehnminütige Zentrifugation bei 2900 × g oder durch rasche Filtration durch mit Polyethylenimin (0.1%) behandelte GF/B-Glasfaserfilter mittels eines Zellharvesters beendet. Die an Protein gebundene Radioaktivität wird mit Hilfe eines Gamma­ counters bestimmt. Als nichtspezifische Bindung wird die gebun­ dene Radioaktivität nach Gegenwart von 1 µM humanem CGRP-1 wäh­ rend der Inkubation definiert.
Die Analyse der Konzentrations-Bindungskurven erfolgt mit Hilfe einer computergestützten nichtlinearen Kurvenanpassung.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeigen in dem beschriebenen Test gute IC50-Werte, meist ≦ 10 000 nM.
Auf Grund ihrer pharmakologischen Eigenschaften eignen sich die erfindungsgemäßen Verbindungen und deren Salze mit phy­ siologisch verträglichen Säuren bzw. Basen somit zur akuten und prophylaktischen Behandlung von Kopfschmerzen, insbe­ sondere Migräne- bzw. Cluster-Kopfschmerzen. Weiterhin be­ einflussen die erfindungsgemäßen Verbindungen auch die fol­ genden Erkrankungen positiv: Nicht-insulinabhängigen Diabetes mellitus ("NIDDM"), cardiovaskuläre Erkrankungen, Erkrankungen der Haut, insbesondere thermische und strahlenbedingte Haut­ schäden inclusive Sonnenbrand, entzündliche Erkrankungen, z. B. entzündliche Gelenkerkrankungen (Arthritis), entzündliche Lun­ generkrankungen, allegische Rhinitis, Asthma, Erkrankungen, die mit einer überschießenden Gefäßerweiterung und dadurch bedingter verringerter Gewebedurchblutung einhergehen, z. B. Schock und Sepsis, sowie Morphintoleranz. Darüber hinaus zei­ gen die erfindungsgemäßen Verbindungen eine lindernde Wirkung auf Schmerzzustände im allgemeinen.
Die zur Erzielung einer entsprechenden Wirkung erforderliche Dosierung beträgt zweckmäßigerweise bei intravenöser oder sub­ cutaner Gabe 0,001 bis 30 mg/kg Körpergewicht, vorzugsweise 0,1 bis 10 mg/kg Körpergewicht, und bei oraler, nasaler oder inhalativer Gabe 0,1 bis 100 mg/kg Körpergewicht, vorzugsweise 1 bis 100 mg/kg Körpergewicht, jeweils 1 bis 3 × täglich.
Hierzu lassen sich die erfindungsgemäß hergestellten Verbin­ dungen, gegebenenfalls in Kombination mit anderen Wirksub­ stanzen, wie z. B. Antiemetica, Prokinetica, Neuroleptica, Antidepressiva, Neurokinin-Antagonisten, Anticonvulsiva, Histamin-H1-Rezeptorantagonisten, Antimuscarinika, β-Blockern, α-Agonisten und α-Antagonisten, Ergotalkaloiden, schwachen Analgetica, nichtsteroidalen Antiphlogistica, Corticosteroi­ den, Calcium-Antagonisten, 5-HT1D-Agonisten oder anderen Antimigränemitteln, zusammen mit einem oder mehreren inerten üblichen Trägerstoffen und/oder Verdünnungsmitteln, z. B. mit Maisstärke, Milchzucker, Rohrzucker, mikrokristalliner Zellu­ lose, Magnesiumstearat, Polyvinylpyrrolidon, Zitronensäure, Weinsäure, Wasser, Wasser/Äthanol, Wasser/Glycerin, Wasser/Sorbit, Wasser/Polyäthylenglykol, Propylenglykol, Cetyl­ stearylalkohol, Carboxymethylcellulose oder fetthaltigen Substanzen wie Hartfett oder deren geeigneten Gemischen, in übliche galenische Zubereitungen wie Tabletten, Dragées, Kapseln, Pulver, Suspensionen, Lösungen, Dosieraerosole oder Zäpfchen einarbeiten.
Für die oben erwähnten Kombinationen kommen somit als weitere Wirksubstanzen beispielsweise Meloxicam, Ergotamin, Dihydro­ ergotamin, Metoclopramid, Domperidon, Diphenhydramin, Cyclizin, Promethazin, Chlorpromazin, Dexamethason, Flunarizin, Dextro­ propoxyphen, Meperidin, Propranolol, Nadolol, Atenolol, Cloni­ din, Indoramin, Carbamazepin, Phenytoin, Valproat, Amitryp­ tilin, Lidocain, Diltiazem oder Sumatriptan und andere 5- HT1D-Agonisten wie z. B. Naratriptan, Zolmitriptan, Avitriptan, Rizatriptan und Eletriptan in Betracht. Die Dosis für diese Wirksubstanzen beträgt hierbei zweckmäßigerweise 1/5 der üblicherweise empfohlenen niedrigsten Dosierung bis zu 1/1 der normalerweise empfohlenen Dosierung, also beispielsweise 20 bis 100 mg Sumatriptan.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen als wertvolle Hilfsmittel zur Erzeugung und Reinigung (Affinitätschromatographie) von Anti­ körpern sowie, nach geeigneter radioaktiver Markierung, bei­ spielsweise durch direkte Markierung mit 125I oder 131I oder durch Tritiierung geeigneter Vorstufen, beispielsweise durch Ersatz von Halogenatomen durch Tritium, in RIA- und ELISA-As­ says und als diagnostische bzw. analytische Hilfsmittel in der Neurotransmitter-Forschung.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung näher er­ läutern:
Vorbemerkungen Analytik
Die Verbindungen wurden mittels RP-HPLC und/oder Kapillar­ zonenelektrophorese auf Reinheit geprüft. Es wurde jeweils eine Aminosäureanalyse mittels HPLC nach Gasphasenhydrolyse und PTH-Derivatisierung und/oder am Gaschromatographen an chiraler Säule zur zusätzlichen Racemisierungskontrolle durchgeführt. Darüber hinaus wurden Elektrospray-Massenspektren (API III, Sciex) zur Charakterisierung aufgenommen.
Die Sequenzbestimmung erfolgte mittels Gasphasensequenzierung.
Die für die Aminosäuren verwendeten Abkürzungen entsprechen dem üblichen Ein-bzw. Dreibuchstabencode, wie er z. B. in Eur. J. Biochem. 138, 9-37 (1984) beschrieben ist. Die mit Großbuch­ staben geschriebenen Aminosäurereste sind L-konfiguriert, die mit Kleinbuchstaben gekennzeichneten Aminosäurereste sind D-kon­ figuriert. Die übrigen Abkürzungen werden nachfolgend er­ klärt.
Acm = Acetamidomethyl
Boc = tert.Butyloxycarbonyl
t-Bu = tert.Butyl
Bum = tert.Butyloxymethyl
Bzl = Benzyl
Cl-Z = 4-Chlorbenzyloxycarbonyl
DCC = Dicyclohexylcarbodiimid
DIC = Diisopropylcarbodiimid
DIPEA = Diisopropylethylamin
DMF = N,N-Dimethylformamid
Dnp = 2,4-Dinitrophenyl
Fmoc = 9-Fluorenylmethoxycarbonyl
HOBt = 1-Hydroxybenzotriazol Mtr = 4-Methoxy-2,3,6-trimethylphenylsulfonyl
Pmc = 2,2,5,7,8-Pentamethylchroman-6-sulfonyl
Trt = Trityl
Mbh = 4,4'-Dimethoxybenzhydryl
Tmob = 2,4,6-Trimethoxybenzyl
TBTU = 2-(1H-Benzotriazol-1-yl)-1,1,3,3-tetra­ methyluroniumtetrafluoroborat
amu = atomic mass units
Allgemeine Vorschrift
Die Synthese der Peptide erfolgte in einem Schritt mit Hilfe der Standardmethode der Festphasenpeptidsynthese.
Die CGRP-Segmente wurden am vollautomatischen Peptidsynthesizer SYRO nach folgendem Zyklus hergestellt:
Abspaltung der Schutzgruppe:
2 × 15 min mit 25% Piperidin in DMF
Waschschritte:
6 × 10 min DMF
Zugabe der voraktivierten Aminosäure (10 Äquivalente, aktiviert mit TBTU, HOBt, DIPEA 1 : 1 : 1,5):
1 × 30 min
Waschschritte:
8 × 10 min DMF.
Zur Abspaltung vom Polymer sowie der Seitenkettenschutzgruppen wurde das Peptid 4 h mit Trifluoressigsäure/Thioanisol/Thio­ kresol (90 : 5 : 5, 10 ml) gerührt, im Vakuum eingeengt und aus Diethylether/0,03% HCl gefällt. Nach zwei weiteren Waschschrit­ ten mit Diethylether im Ultraschallbad wurde das Peptid in Was­ ser gelöst und lyophilisiert.
Die Reinigung erfolgte mittels Reversed Phase HPLC (Nucleosil C-18, 10 m, 100 A) und einem Gradienten von 25% B auf 40% in 20 min (Säule: 20 × 250 mm, Fluß: 28 ml/min, A = 0,1%-ige wäßrige Trifluoressigsäure und B = 0,1% Trifluoressigsäure in Aceto­ nitril).
Folgende Verbindungen wurden auf diese Weise hergestellt:

Claims (11)

1. Von der r-CGRP-alpha-27-37 Partialsequenz
H-F27-V28-P29-T30-N31-V32-G33-S34-E35-A36-F37-NH2 (I)
abgeleitete Peptide, dadurch gekennzeichnet, daß in Formel I
  • (i) eine, zwei oder drei der Aminosäuren der Positionen 27 bis 35 unabhängig voneinander durch Aminosäuren aus der Gruppe
    K, Y, A, F, P, Hyp, S, L, Q, D, H, Acp, Pac, Tic, Hop, Aib, I und G
    ersetzt sind oder
  • (ii) die Aminosäuren der Positionen 27 bis 34 durch die Se­ quenzen
    NFVPRSKISP34, NVAPRSKISP34, NVAPTNVGS34 oder ILSSTNVGS34 ersetzt sind oder/und
  • (iii) eine bis acht der Aminosäuren der Positionen 27 bis 35 durch Einfachbindungen ersetzt sind und
  • (iv) zusätzlich eine Aminosäure der Positionen 27 bis 37 D-konfiguriert sein kann,
wobei die in den Verbindungen enthaltenen N-terminalen NH2-Gruppen durch den Rest R substituiert sein können und R einen Schutzrest darstellt oder die 3,3-Diphenylpropionyl-, 2-Propylpentanoyl-, 3,5-Dichlorphenoxyacetyl-, 1-Adaman­ tylacetyl-, 3,5-Dibrom-4-hydroxyphenylalanyl-, 5-(4-Benzhydryl­ piperazin-1-yl)-1, 5-dioxo-3,3-tetramethylen-pentyl- oder 5,11- Dihydro-6 (6H)-oxodibenz[b,e]azepin-11-ylcarbonyl-Gruppe be­ deutet,
mit Ausnahme der Verbindung H-YVPTNVGSEAF-NH2,
und deren Salze.
2. Von der r-CGRP-alpha-27-37 Partialsequenz abgeleitete Pep­ tide gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Formel I
  • (i) eine Aminosäure der Positionen 27 bis 35 durch eine der Aminosäuren K, Y, A, P oder L) ersetzt ist oder
  • (ii) F27 durch Y ersetzt ist und zusätzlich eine der Amino­ säuren der Positionen 28 bis 35 durch A, F, Hyp, S, L, Q, D, K oder H ersetzt ist oder
  • (iii) F27 durch Y ersetzt ist und zusätzlich eine der Amino­ säuren der Positionen 27 bis 37 D-konfiguriert ist oder
  • (iv) eine Aminosäure der Positionen 27 bis 35 durch D er­ setzt ist und zusätzlich eine weitere Aminosäure der Positionen 27 bis 35 durch Q oder P ersetzt ist oder
  • (v) eine Aminosäure der Positionen 27 bis 35 durch D er­ setzt ist und zusätzlich zwei weitere benachbarte Aminosäuren der Positionen 27 bis 35 durch A-H, A-F, P-F, Acp-F, Pac-F, Tic-F, Hyp-F, Hop-a oder Aib-F ersetzt sind oder
  • (vi) eine oder beide Aminosäuren der Positionen 27 und 28 durch eine Einfachbindung ersetzt sind, zusätzlich eine Aminosäure der Positionen 29 bis 35 durch D ersetzt ist und zwei weitere benachbarte Aminosäuren der Positionen 29 bis 35 durch A-F ersetzt sind oder
  • (vii) die beiden Aminosäuren der Positionen 27 und 28 durch eine Einfachbindung ersetzt sind und zusätzlich eine Aminosäure der Positionen 29 bis 35 durch A oder zwei benachbarte Aminosäuren der Positionen 29 bis 35 durch A-F ersetzt sind oder
  • (viii) zwei benachbarte Aminosäuren der Positionen 29 bis 35 durch A-F oder P-F ersetzt sind oder
  • (ix) F27 durch eine Einfachbindung ersetzt ist, wobei zu­ sätzlich eine Aminosäure der Positionen 30 bis 35 durch P, I, L, G, Aib oder D sowie unabhängig hiervon zwei weitere benachbarte Aminosäuren der Positionen 30 bis 35 durch A-F ersetzt sein können oder
  • (x) die Aminosäuren der Positionen 27 und 28 oder 27 bis 29 durch eine Einfachbindung ersetzt sind, wobei zusätz­ lich eine Aminosäure der Positionen 31 bis 35 durch Aib oder A oder zwei benachbarte Aminosäuren der Positionen 31 bis 35 durch A-F ersetzt sein können oder
  • (xi) die Aminosäuren der Positionen 27 und 28 durch eine Einfachbindung ersetzt sind, zusätzlich eine Aminosäure der Positionen 31 bis 35 durch D und zwei weitere be­ nachbarte Aminosäuren der Positionen 31 bis 35 durch A-F ersetzt sind oder
  • (xii) F27 durch Y ersetzt ist und eine bis acht der Amino­ säuren der Positionen 28 bis 35 entfallen,
wobei die in den Verbindungen enthaltenen N-terminalen NH2-Gruppen durch den Rest R substituiert sein können und R einen Schutzrest darstellt oder die 3,3-Diphenylpropionyl-, 2-Propylpentanoyl-, 3,5-Dichlorphenoxyacetyl-, 1-Adaman­ tylacetyl-, 3,5-Dibrom-4-hydroxyphenylalanyl-, 5-(4-Benzhydryl-pi­ perazin-1-yl)-1,5-dioxo-3,3-tetramethylen-pentyl- oder 5,11- Dihydro-6(6H)-oxodibenz[b,e]azepin-11-ylcarbonyl-Gruppe bedeutet,
mit Ausnahme der Verbindung H-YVPTNVGSEAF-NH2,
und deren Salze.
3. Von der r-CGRP-alpha-27-37 Partialsequenz abgeleitete Pep­ tide gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Formel I
  • (i) eine Aminosäure der Positionen 34 oder 35 durch K ersetzt ist oder
  • (ii) F27 durch Y ersetzt ist oder
  • (iii) eine Aminosäure der Positionen 28, 31 oder 34 durch P ersetzt ist oder
  • (iv) eine Aminosäure der Positionen 30 oder 31 durch D ersetzt ist oder
  • (v) F27 durch Y ersetzt ist und zusätzlich entweder
    eine der Aminosäuren der Positionen 28 oder 34 durch A oder
    die Aminosäure der Position 35 durch F oder
    die Aminosäure der Position 29 durch Hyp oder
    eine der Aminosäuren der Positionen 29 bis 31 durch L oder D oder
    eine der Aminosäuren der Positionen 34 oder 35 durch K, H, Q oder L ersetzt sind
  • (vi) die Aminosäure der Position 31 durch D ersetzt ist und zusätzlich eine weitere Aminosäure der Positionen 34 oder 35 durch Q oder P oder die Aminosäuren der Positionen 34 und 35 durch A-H, A-F, P-F, Acp-F, Pac-F, Tic-F, Hyp-F, Hop-F oder Aib-F ersetzt sind oder
  • (vii) eine oder beide Aminosäuren der Positionen 27 und 28 durch eine Einfachbindung ersetzt sind, zusätzlich die Aminosäure der Position 31 durch D und die Aminosäuren der Positionen 34 und 35 durch A-F ersetzt sind oder
  • (viii) die beiden Aminosäuren der Positionen 27 und 28 durch eine Einfachbindung ersetzt sind und zusätzlich eine Aminosäure der Positionen 34 oder 35 durch A oder beide Aminosäuren der Positionen 34 und 35 durch A-F ersetzt sind oder
  • (ix) die Aminosäuren der Positionen 34 und 35 durch A-F oder P-F ersetzt sind oder
  • (x) F27 durch eine Einfachbindung und zusätzlich eine Aminosäure der Positionen 31 oder 34 durch P oder Aib ersetzt ist oder
  • (xi) F27 durch eine Einfachbindung ersetzt ist und V28 an der N-terminalen Aminogruppe durch eine 3,3-Diphe­ nylpropionyl-, 2-Propylpentanoyl-, 3,5-Dichlor­ phenoxyacetyl-, 1-Adamantylacetyl-, 3,5-Dibrom-4-hy­ droxyphenylalanyl- oder 5-(4-Benzhydryl-piperazin-1-yl)-1,5-di­ oxo-3,3-tetramethylen-pentyl-Gruppe substi­ tuiert ist, wobei die Aminosäure der Position 31 durch D und die Aminosäuren der Positionen 34 und 35 durch A-F ersetzt sein können oder
  • (xii) die Aminosäuren der Positionen 27 und 28 durch eine Einfachbindung ersetzt sind und P29 an der Aminogruppe durch eine 3,3-Diphenylpropionyl-, 3,5-Dichlorphen­ oxyacetyl-, 1-Adamantylacetyl- oder 5-(4-Benzhydryl-pi­ perazin-1-yl)-1,5-dioxo-3,3-tetramethylen-pentyl- Gruppe substituiert ist, wobei zusätzlich die Aminosäure der Position 34 durch Aib ersetzt sein kann oder
  • (xiii) die Aminosäuren der Positionen 27 und 28 durch eine Einfachbindung ersetzt sind, P29 an der Aminogruppe durch eine 3,5-Dichlorphenoxyacetyl-Gruppe substituiert ist, die Aminosäuren der Positionen 34 und 35 durch A-F ersetzt sind und zusätzlich die Aminosäure der Position 31 durch D ersetzt sein kann oder
  • (xiv) die Aminosäuren der Positionen 27 bis 29 durch eine Einfachbindung ersetzt sind und T30 an der Aminogruppe durch eine 3,5-Dichlorphenoxyacetyl- der 1-Adaman­ tylacetyl-Gruppe substituiert ist,
wobei die in den Verbindungen enthaltene N-terminalen NH2-Grup­ pen durch den Rest R substituiert sein können und R einen Schutzrest darstellt,
mit Ausnahme der Verbindung H-YVPTNVGSEAF-NH2,
und deren Salze.
4. Folgende von der r-CGRP-alpha-27-37 Partialsequenz abgeleitete Peptide gemäß Anspruch 1:
und deren Salze.
5. Physiologisch verträgliche Salze der Verbindungen nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4 mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen.
6. Arzneimittel, enthaltend eine Verbindung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4 oder ein physiologisch verträg­ liches Salz gemäß Anspruch 5 neben gegebenenfalls einem oder mehreren inerten Trägerstoffen und/oder Verdünnungsmitteln.
7. Verwendung einer Verbindung nach mindestens einem der An­ sprüche 1 bis 5 zur Herstellung eines Arzneimittels, das zur akuten und prophylaktischen Behandlung von Kopfschmerzen, zur Behandlung des nicht-insulinabhängigen Diabetes mellitus, von cardiovaskulären Erkrankungen, Erkrankungen der Haut, von entzündlichen Erkrankungen, der allergischen Rhinitis, von Asthma, von Erkrankungen, die mit einer überschießenden Ge­ fäßerweiterung und dadurch bedingter verringerter Gewebe­ durchblutung einhergehen, und der Morphintoleranz geeignet ist.
8. Verfahren zur Herstellung eines Arzneimittels gemäß An­ spruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf nichtchemischem Wege eine Verbindung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5 in einen oder mehrere inerte Trägerstoffe und/oder Verdünnungsmittel eingearbeitet wird.
9. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß den An­ sprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß diese mittels Festphasenpeptidsynthese hergestellt werden und
erforderlichenfalls ein hierbei verwendeter Schutzrest wieder abgespalten wird und/oder
gewünschtenfalls eine so erhaltene Verbindung in ihre Salze, insbesondere für die pharmazeutische Anwendung in ihre physi­ ologisch verträglichen Salze übergeführt wird.
10. Verwendung der Verbindungen gemäß den Ansprüchen 1 bis 5 zur Erzeugung und Reinigung von Antikörpern.
11. Verwendung der markierten Verbindungen gemäß den Ansprüchen 1 bis 5 in RIA- und ELISA-Assays und als diagnostische oder analytische Hilfsmittel in der Neurotransmitter-Forschung.
DE19732944A 1997-07-31 1997-07-31 Peptidische CGRP-Antagonisten Withdrawn DE19732944A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19732944A DE19732944A1 (de) 1997-07-31 1997-07-31 Peptidische CGRP-Antagonisten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19732944A DE19732944A1 (de) 1997-07-31 1997-07-31 Peptidische CGRP-Antagonisten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19732944A1 true DE19732944A1 (de) 1999-02-04

Family

ID=7837445

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19732944A Withdrawn DE19732944A1 (de) 1997-07-31 1997-07-31 Peptidische CGRP-Antagonisten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE19732944A1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2007048026A3 (en) * 2005-10-21 2007-07-26 Amgen Inc Cgrp peptide antagonists and conjugates
WO2010075238A1 (en) 2008-12-23 2010-07-01 Amgen Inc. Human cgrp receptor binding proteins
US20220073582A1 (en) * 2018-12-31 2022-03-10 United Neuroscience Limited Peptide immunogens targeting calcitonin gene-related peptide (cgrp) and formulations thereof for prevention and treatment of migraine

Cited By (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2007048026A3 (en) * 2005-10-21 2007-07-26 Amgen Inc Cgrp peptide antagonists and conjugates
AU2006304835B2 (en) * 2005-10-21 2011-09-15 Amgen Inc. CGRP peptide antagonists and conjugates
US8168592B2 (en) 2005-10-21 2012-05-01 Amgen Inc. CGRP peptide antagonists and conjugates
WO2010075238A1 (en) 2008-12-23 2010-07-01 Amgen Inc. Human cgrp receptor binding proteins
EP3184546A1 (de) 2008-12-23 2017-06-28 Amgen, Inc An den humanen cgrp-rezeptor bindende proteine
EP3569620A1 (de) 2008-12-23 2019-11-20 Amgen Inc. An den humanen cgrp-rezeptor bindende antikörper
EP4585264A2 (de) 2008-12-23 2025-07-16 Amgen Inc. Menschliche cgrp-rezeptor-bindende proteine
US20220073582A1 (en) * 2018-12-31 2022-03-10 United Neuroscience Limited Peptide immunogens targeting calcitonin gene-related peptide (cgrp) and formulations thereof for prevention and treatment of migraine

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69930947T2 (de) Piperazin-4-phenyl-derivate als inhibitoren der wechselwirkung zwischen mdm2 und mdm2
US4684620A (en) Cyclic polypeptides having mu-receptor specificity
DE69033038T2 (de) Zyklische Peptide mit aggregationshemmenden Eigenschaften
DE68906077T2 (de) Interleukin-1-inhibitoren.
JP2024095792A (ja) 組織メタロプロテイナーゼ阻害物質3型(timp-3)の変異体、組成物、及び方法
US5198423A (en) Functional polypeptide containing a cell binding domain and a heparin binding domain of fibronectin
DE68928321T2 (de) Antiaggregative Peptide
EP0246753B1 (de) Antagonisten des Fibroblasten-Wachstumsfaktors
DE69504383T2 (de) Bisulfit-Additionsverbindungen von Argininaldehyden und ihre Verwendung als Thrombininhibitoren und Antikoagulantien
US4728638A (en) Somatostatine derivatives
DE68923401T2 (de) Peptide mit T-Zellen-Helfer-Wirksamkeit.
DE3854952T2 (de) Mykobakterielle rekombinanten und peptide
DE69329425T2 (de) Dolastatin analog
DE69026627T2 (de) Antikörperantagonisten gegen humanes interleukin-4
KR960007194B1 (ko) 재조합 숙주로부터 제조한 아프로티닌 동족체, 그의 발현 벡타 및 재조합 숙주 및 그의 제약상 용도
DE69007004T2 (de) Fibrinogen-Rezeptor-Antagonisten.
JP4006021B2 (ja) ケモカインの生物学的活性の強化法
CH632738A5 (de) Peptide mit gonadoliberin-wirkung und verfahren zu ihrer herstellung.
DE3681466D1 (de) Insulin-receptor, seine reinigung, seine herstellung in rekombinanten zellen, dna hierfuer, antikoerper gegen den insulin-receptor und deren herstellung, sowie pharmazeutische zusammensetzungen, die diese antikoerper enthalten.
DE69228881T2 (de) Zyklische verbindungen zur verwendung als inhibitoren des glycoprotein iib/iiia
DE69108738T2 (de) Nonapeptide als bombesinantagonisten.
KR970002917B1 (ko) 인터루킨-i 억제제
JP2000503203A (ja) MAdCAM―1媒介性相互作用の阻害剤およびその使用方法
NZ197386A (en) 2,5-dioxopiperazin-3-yl alkylamines(cyclic di-amino acids)
EA013614B1 (ru) Изолированное антитело к фактору роста нервов (ngf) и способы его применения

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee