DE19731212A1 - Vorrichtung zum Herstellen einer Wurst - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen einer WurstInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen einer Wurst gemäß
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Zur Herstellung einer solchen Wurst ist es bekannt, Formen zu verwenden, in die das
Brät eingefüllt wird, wobei die Wandung der Form im Querschnitt eine Kontur auf
weist, durch die die ausgehärtete Wurst außenseitig entsprechend geformt wird.
Mit diesen, als Kasten ausgebildeten Formen lassen sich jedoch nur bestimmte,
überdies nicht über den gesamten Umfang auszuformende Konturen herstellen, da
das erstarrte, dann eine Wurst bildende Brät durch Stülpen der Form entnommen
wird, wozu natürlich ein widerstandsfreies Lösen des Bräts aus der Form erforderlich
ist.
Darüber hinaus sind auch nur Brätarten bestimmter Konsistenz und Zusammenset
zung zu einer konturierten Wurst verarbeitbar, da zum einen das Brät gießbar und
zum anderen in der Form aushärtbar sein muß.
Den gewünschten Anforderungen jedenfalls kann die bekannte Vorrichtung nicht
genügen.
Dies trifft auch auf die gegebene Kostensituation zu, die durch den erheblichen vor
richtungsbedingten Arbeitsaufwand zu hohen Herstellungskosten führt.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
gattungsgemäßen Art zu schaffen, mit der vom Brät her unterschiedliche Würste mit
verschiedensten Konturen kostengünstig herstellbar sind.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gelöst, die die Merkmale des Anspruches
1 aufweist.
Dem Grundsatz nach kann nun die Außenkontur der Wurst frei gewählt werden, so
daß diesbezügliche Anforderungen an das Produkt weitgehend realisierbar sind.
Neben der Herstellung einer Brühwurst erlaubt die erfindungsgemäße Vorrichtung
auch die Herstellung einer Rohwurst, wodurch sich eine erheblich verbesserte Ein
satzfähigkeit der Vorrichtung ergibt.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Füllkassette über ihre
gesamte Mantelfläche mit Öffnungen versehen, so daß die Mantelfläche beispiels
weise einen gifterartigen Charakter aufweisen kann. Hierdurch wird in optimaler
Weise zum einen eine Trocknung der Rohwurst und zum andern ein nachträgliches
Räuchern ermöglicht, wobei hierzu das Brät beim Austreten aus dem Formrohr in
einen Darm gefüllt wird, der sich an der Füllkassette seitlich abstützt.
Dieser Darm ist von seiner Materialbeschaffenheit und seinem Abmaß so gewählt,
daß die Querschnittskontur des Formrohres bzw. der Füllkassette exakt ausgefüllt
wird.
Ferner ist vorgesehen, daß die Füllkassette aus zwei beispielsweise durch Schar
niere miteinander verbundenen Halbschalen besteht, die in geschlossener Stellung
durch entsprechende Verschlüsse miteinander verbunden werden, andererseits aber
so aufklappbar sind, daß ein einfaches Entnehmen der fertigen Wurst möglich ist.
Zur Optimierung des Fertigungsablaufes ist die Innenwandung des Formrohres so
ausgebildet, daß sie einen geringen Reibungskoeffizienten aufweist. Dies kann bei
spielsweise durch die Ausbildung des Formrohres aus Edelstahl erreicht werden,
denkbar ist aber auch, die Wandung entsprechend zu beschichten.
Durch Integration bzw. Zuschaltung weiterer Füllrohre, die an separate Füllmaschi
nen angeschlossen werden, ist das Einbringen von im Querschnitt exakt definiertem
farblich abgehobenem Brät möglich, wodurch sich in der Wurst Muster herstellen las
sen, wie zu einem Gesicht gehörende Augen, eine Nase oder ein Mund.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten
Zeichnung beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 bis 3 Einzelheiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung in jeweils unter
schiedlich montiertem Zustand,
Fig. 4 einen Querschnitt durch ein Einzelteil der Vorrichtung,
Fig. 5 einen Querschnitt durch eine Wurst, die mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung hergestellt ist.
In den Fig. 1 bis 3 ist eine Vorrichtung zum Herstellen einer schnittfesten Wurst
dargestellt, die im Querschnitt außenseitig konturiert ist.
Eine derartig geformte Wurst ist in der Fig. 5 gezeigt, wobei mehrere Wurstscheiben
11 fächerförmig aufeinanderliegen, was eine besonders verkaufsfreundliche Präsen
tation darstellt, da die Form eines Bärchens besonders deutlich erkennbar ist.
Die Vorrichtung besteht aus einem Füllrohr 1, das aus aus einem Rundrohr gebilde
ten Führungsstück 4, das einen gleichbleibenden glattschaftigen Querschnitt auf
weist, aus einem sich daran anschließenden Trichter 3 sowie einem Zwischenstück 5
besteht, der am anderen Ende des Führungsstücks 4 angeschlossen ist.
Das Füllrohr 1 ist mittels eines Flansches 2 an einer nicht dargestellen Füllmaschine
anschließbar, wobei der Flansch 2 am Eingang des Trichters 3 angeschlossen ist.
Das dem Trichter 3 gegenüberliegende Zwischenstück 5 erweitert sich vom Füh
rungsstück 4 ausgehend konisch und mündet in ein angeschlossenes Formrohr 6,
dessen Querschnittskontur, zumindest innenseitig der äußeren Querschnittskontur
der zu fertigenden Wurst 11 entspricht.
In der Fig. 2 ist zu erkennen, daß auf das Formrohr 6 ein Darm 7 aufgeschoben ist,
der die Umhüllung für die zu fertigende Wurst bildet.
In der Fig. 3 ist eine Füllkassette 8 dargestellt, die axial verschiebbar auf dem Form
rohr 6 geführt ist und die in ihrer Querschnittskontur der Kontur des Formrohres 6
bzw. der Wurst 11 entspricht.
Die Füllkassette 8 weist eine gitterförmige Mantelfläche auf und besteht aus zwei
Halbschalen, die durch ein Scharnier 10 (Fig. 4) miteinander verbunden sind.
Über Klammerverschlüsse 9 wird die Füllkassette 8 in einer Schließstellung, entspre
chend der Fig. 3 gehalten.
Zur Herstellung der Wurst wird das Brät aus einer Füllmaschine in das Füllrohr 1
gedrückt, wobei durch den Trichter 3 eine weitere Druckerhöhung erfolgt und das
Brät entsprechend verdichtet wird.
Im weiteren Verlauf wird das Brät durch das Führungsstück 4 geführt und tritt
anschließend in das Zwischenstück 5 ein, das sich erweitert, so daß das Brät unter
Entspannung anschließend die vom Formrohr 6 vorgegebene Kontur vollständig ein
nehmen kann.
Im weiteren Verlauf, d. h. nach einem Austritt aus dem Formrohr 6, wird das Brät in
den Darm 7 gefüllt, der ebenso weitergeschoben wird wie die den Darm 7 umschlie
ßende Füllkassette 8.
Diese gibt dem Darm 7 nach außen hin ausreichend Halt, so daß die konturierte
Form unverändert erhalten bleibt.
Im wesentlichen entspricht die Länge des Darmes 7 der Länge der Füllkassette 8.
Nach dem Befüllen des Darmes 7 wird dieser zusammen mit der Füllkassette 8 aus
der Vorrichtung genommen und zur Weiterbehandlung gegeben bis die Wurst im
Darm verfestigt bzw. geräuchert ist.
Prinzipiell besteht auch die Möglichkeit, die Füllkassette 8 starr zum Formrohr 6
anzuordnen, wobei dann das Brät, denkbarerweise auch ohne Darm, direkt in die
Füllkassette 8 gedrückt wird.
Die in den Figuren dargestellte Ausführungsform jedoch, bei der sich die Füllkassette
8 entsprechend dem Brätvorschub auf dem Formrohr 6 verschiebt, bietet demgegen
über jedoch fertigungstechnisch erhebliche Vorteile,
1
Füllrohr
2
Flansch
3
Trichter
4
Führungsstück
5
Zwischenstück
6
Formrohr
7
Darm
8
Füllkassette
9
Klammerverschluß
10
Scharnier
11
Wurstscheibe
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Herstellen einer im Querschnitt außenseitig konturierten,
schnittfesten Wurst, dadurch gekennzeichnet, daß ein an eine Füllmaschine
anschließbares Füllrohr (1) vorgesehen ist, das ein im Querschnitt gleichblei
bendes, glattschaftiges Führungsstück (4) aufweist, das in ein konisch sich
erweiterndes Zwischenstück (5) mündet, an das ein Formrohr (6) angeschlos
sen ist, dessen lichte Querschnittskontur der Kontur der Wurst entspricht, und
daß auf oder an dem Formrohr (6) ein in ihrer Querschnittskontur daran ange
paßte Füllkassette angeschlossen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllkassette
(8) auf dem Formrohr (6) axial verschiebbar geführt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das an die Füll
maschine anschließbare Ende des Füllrohres (1) als ein sich zum Führungs
stück (4) verjüngender Trichter (3) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelfläche
der Formkassette (8) luft- und feuchtigkeitsdurchlässig ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelfläche
der Füllkassette (8) gitterförmig ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllkassette (8) aus zwei Halbschalen
besteht, die über Scharniere (10) miteinander verbunden sind und die mittels
Klammerverschlüssen (9) verschließbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lichten
Abmaße der Füllkassette (8) etwa den Außenabmaßen des Formrohres (6)
entsprechen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997131212 DE19731212C2 (de) | 1997-07-21 | 1997-07-21 | Vorrichtung zum Herstellen einer Wurst |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1997131212 DE19731212C2 (de) | 1997-07-21 | 1997-07-21 | Vorrichtung zum Herstellen einer Wurst |
Publications (2)
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|---|---|
| DE19731212A1 true DE19731212A1 (de) | 1999-02-11 |
| DE19731212C2 DE19731212C2 (de) | 2000-12-21 |
Family
ID=7836365
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997131212 Expired - Lifetime DE19731212C2 (de) | 1997-07-21 | 1997-07-21 | Vorrichtung zum Herstellen einer Wurst |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19731212C2 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007031219B4 (de) * | 2007-07-04 | 2013-10-31 | Murat Özdemir | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fleischmodulen und fleischlosen Modulen |
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| DE102007052000A1 (de) * | 2007-10-05 | 2009-04-23 | Böklunder Plumrose GmbH & Co. KG | Verfahren zur Herstellung von geformter Rohwurst |
Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE3605503A1 (de) * | 1986-02-20 | 1987-08-27 | Metzke Richard Sohn | Verfahren zum aufziehen von wurstdaermen auf das fuellrohr von wurststopfmaschinen, traegerschlauchstuecke fuer wurstdaerme und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
| DE4134249A1 (de) * | 1991-10-16 | 1993-04-22 | Heinz Becker | Kartusche zum befuellen mit wurstmasse und formen eines wuerstchens |
-
1997
- 1997-07-21 DE DE1997131212 patent/DE19731212C2/de not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
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| DE19731212C2 (de) | 2000-12-21 |
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