DE19731093A1 - Bauelement zur Wärmedämmung - Google Patents
Bauelement zur WärmedämmungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Bauelement zur Wärmedämmung zwischen
einem Gebäudeteil und einem vorkragenden Außenteil, bestehend aus
einem dazwischen zu verlegenden Isolierkörper mit integrierten Be
wehrungsstäben, die sich quer zum Isolierkörper durch diesen hin
durch erstrecken und seitlich mit den angrenzenden Bauteilen in Ver
bindung stehen, wobei der Isolierkörper zumindest an seiner Ober-
und/oder Unterseite einen in Längsrichtung des Isolierkörpers laufen
den Hohlraum aufweist.
Ein solches Bauelement ist aus der DE 43 00 181 A1 bekannt. Dort
werden Hohlkammern vorgeschlagen, die aus einem härteren Wand
material als der Isolierkörper bestehen und von den Bewehrungsstä
ben durchquert werden. Dadurch werden die Bewehrungsstäbe stabil
am Isolierkörper fixiert. Dieses Bauelement hat sich zwischenzeitlich
erfolgreich bewährt.
Unter bestimmten Umständen kann es für derartige Bauelemente not
wendig sein, Brandschutzvorkehrungen zu treffen. So wird in der EP
658 660 A1 erstmals vorgeschlagen, den Isolierkörper durch oberhalb
und unterhalb des Isolierkörpers montierte Brandschutzplatten zu
schützen.
Davon ausgehend besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
darin, ein Bauelement zur Wärmedämmung zur Verfügung zu stellen,
bei dem sich die Vorteile der eingangs beschriebenen Konstruktion,
wie zum Beispiel der erhöhte Schutz des Isolierkörpers im rauhen
Baustellenbetrieb, mit einem hohen Brandschutzstandard verbinden
lassen. Außerdem soll das Bauelement kostengünstig in der Herstel
lung und auf der Baustelle einfach einzubauen sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Hohl
raum zumindest teilweise mit Brandschutzmaterial gefüllt ist.
Durch die spezielle Positionierung des Brandschutzmaterials in einem
Hohlraum des Bauelementes ist es optimal gegen Beschädigungen im
Baustellenbetrieb geschützt; insbesondere ist ein lokales Ausbrechen
oder Abreißen der Brandschutzelemente ausgeschlossen. Desweite
ren ist es optisch durch das Bauelement kaschiert, so daß das Ausse
hen nicht beeinträchtigt wird. Nicht zuletzt entfallen auch belastungs
technische Inhomogenitäten, wie sie bisher bei oben und unten mon
tierten Brandschutzplatten in Kauf genommen werden mußten.
Der Hohlraum kann entweder in den Isolierkörper selbst integriert sein
oder aber zum Beispiel durch eine Profilleiste gebildet werden, die mit
dem Isolierkörper verbunden ist. Diese Verbindung erfolgt vorteilhaft
über Wangen der Profilleiste, mittels derer diese auf den Isolierkörper
steckbar bzw. in ihn einsetzbar ist.
Weiterhin können die Profilleiste und/oder ihre Wangen Ausnehmun
gen aufweisen, so daß sie neben dem Brandschutz auch zur Fixierung
der Bewehrungsstäbe dienen. Eine besonders gute Fixierung ergibt
sich, wenn die Profilleiste aus härterem Material als der Isolierkörper
besteht. Dabei bietet sie auch einen mechanischen Schutz für den
Isolierkörper.
Damit sich das Brandschutzmaterial beim Befüllen des Hohlraumes
nicht an dem rauhen Material des Isolierkörpers verhakt, kann man
Brandschutzmaterial und Isolierkörper durch eine Wand trennen. Die
se Wand läßt sich bei Einsatz einer Profilleiste sehr kostengünstig
einstückig mit dieser ausbilden.
An den beiden Stirnseiten des Bauelementes ist der Hohlraum, norma
lerweise also die Profilleiste, offen. Damit das Brandschutzmaterial,
das aus Mineralwolle, Steinwolle und dergleichen besteht, nicht her
ausrutscht, wird es zweckmäßig im Hohlraum verklemmt oder lokal
verklebt. Die Bauelemente können dann auf der Baustelle auf das
gewünschte Maß abgelängt werden.
Falls das Bauelement keinen Brandschutz aufweisen muß, wird der
Hohlraum zweckmäßig mit Dämmaterial, insbesondere Styropor ge
füllt, damit keine Luftkonvektion auftreten kann.
Für einen besonders guten Brandschutz haben sich folgende Ausdeh
nungen des Hohlraumes als vorteilhaft erwiesen: In Längsrichtung des
Isolierkörpers ist eine Erstreckung zumindest nahezu über dessen ge
samte Länge wünschenswert. Quer dazu sollte der Hohlraum zumin
dest an der Oberseite breiter sein als der Isolierkörper. Die Höhe des
Hohlraumes kann dann von 5 Millimeter bis 25 Millimeter ausgeführt
werden.
Für spezielle Anwendungen, z. B. punktuelle Auflager von Balkonplat
ten, kann zusätzlich zu Hohlräumen an der Ober- und Unterseite des
Isolierkörpers auch die Anordnung von Brandschutzmaterial seitlich
des Isolierkörpers sinnvoll sein, insbesondere wieder in einem Hohl
raum.
Isolierkörper und Profilleiste, das heißt das ganze Bauelement ein
schließlich der Hohlräume bzw. ihrer Ummantelung, weisen zweck
mäßigerweise die gleiche Höhe auf wie das Gebäude- und/oder Au
ßenteil, das heißt wie die Decken- und Balkonplatte.
Weiterhin ist es zur Stabilisierung des Bauelementes oder aber zur
Integration einer Höhenverstellung sinnvoll, die an gegenüberliegen
den Seiten des Isolierkörpers angeordneten, jeweils einen Hohlraum
bildenden Elemente durch Verbindungsmittel, insbesondere Stäbe,
miteinander zu verbinden. Im Falle einer Höhenverstellung weisen die
Verbindungsmittel dann gleichzeitig einen Verstellmechanismus auf.
Insoweit wird voll umfänglich auf die ältere Patentanmeldung
197 22 028 verwiesen.
Weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles
anhand der Zeichnung; dabei zeigt
Fig. 1 den Querschnitt eines erfindungsgemäßen Bauelements.
In Fig. 1 erkennt man ein Bauelement 1, das mit seinem Isolier
körper 2 aus Styropor zwischen einem nicht dargestellten linksseitig
vorkragenden Außenteil, etwa einer Balkonplatte, und einem ebenfalls
nicht dargestellten rechtsseitigen Gebäudeteil, insbesondere einer
betonierten Deckenplatte, anzuordnen ist. Der Isolierkörper 2 wird von
Zugstäben 3, Querkräftstäben 4 und Druckstäben 5 durchquert. Diese
Stäbe stehen aus dem Isolierkörper jeweils in das Außen- und das
Gebäudeteil vor und werden dort einbetoniert. Der Querkraftstab 4
läuft außenteilseitig in einer Schlaufe aus. Der Druckstab 5 endet
beidseits in Druckplatten zur Aufnahme der Druckkräfte. Die schraf
fierte Darstellung der Bewehrungsstäbe deutet auf Bereiche hin, in
denen Baustahl verwendet wird, während in den nicht schraffierten
Bereichen im und nahe dem Isolierkörper aus Korrosionsschutzgrün
den Edelstahl oder zumindest korrosionsgeschützter Stahl einzusetzen
ist.
Am oberen und unteren Ende des Bauelementes 1, das heißt über
und unter dem Isolierkörper 2, befinden sich Hohlräume 6 und 7.
Wesentlich ist nun, daß diese Hohlräume zumindest teilweise mit
Brandschutzmaterial 6a bzw. 7a gefüllt sind, das durch eine
Kreuzschraffur angedeutet ist. Durch das Brandschutzmaterial, das in
Form von Platten oder Matten in Längsrichtung eingeschoben und im
Hohlraum verklemmt wird, wird der Isolierkörper 2 gegenüber über
mäßiger Hitzeeinwirkung von oben und/oder unten abgeschirmt.
Die Hohlräume 6 und 7 befinden sich im Inneren von Profilleisten 8
und 9, die von oben bzw. unten auf den Isolierkörper 2 aufgesteckt
sind und ihn mit ihren vorstehenden Wangen 8a bzw. 9a jeweils auf
Gebäude- und Außenteilseite umgreifen. In diesen Wangen 8a, 9a
befinden sich Ausnehmungen, in denen die Bewehrungsstäbe 3, 4, 5
fixiert sind.
Die Profilleisten 8 und 9 weisen jeweils eine Wand 8b bzw. 9b auf, die
den Hohlraum 6 bzw. 7 gegenüber dem Isolierkörper 2 abgrenzt und
damit das in den Hohlräumen 6 bzw. 7 befindliche Brandschutzmate
rial vom Isolierkörper 2 trennt. Damit sind die Hohlräume 6 und 7 in
der Zeichenebene rundum geschlossen. Zum Befüllen bietet es sich
an, die Hohlräume 6 und 7 senkrecht zur Zeichenebene an einer bzw.
beiden Seiten offen zu lassen. Nach dem Befüllen können diese Öff
nungen entweder zum sicheren Aufbewahren des Brandschutzmateri-
als, insbesondere wenn es sich um Schüttgut handelt, geschlossen
werden, so daß die Hohlräume rundum abgedichtet sind. Sie können
aus Kostengründen aber auch einfach offen bleiben, insbesondere
wenn das Brandschutzmaterial im Hohlraum fixiert ist.
Die Profilleisten 8 und 9 mit Wangen 8a, 9a und Wänden 8b, 9b kön
nen kostengünstig einstückig aus Hartkunststoff hergestellt werden.
Der Hartkunststoff bietet gleichzeitig einen besonders guten Schutz
des Brandschutzmaterials und des Isolierkörpers 2 gegenüber me
chanischen Beschädigungen.
Die Hohlräume 6 und 7 weisen einen rechteckigen Querschnitt auf.
Der untere Hohlraum 7 ist dabei in Richtung vom Gebäudeteil zum
Außenteil ebenso breit wie der Isolierkörper 2, so daß sich die Wan
gen 9a geradlinig durchlaufend an die Profilleiste 9 anschließen. Der
obere mit Brandschutzmaterial gefüllte Hohlraum 6 ist einige Millime
ter oder Zentimeter breiter als der Isolierkörper 2, so daß er sich
beidseits in das angrenzende Gebäude- bzw. Außenteil hineiner
streckt. Dadurch ist sichergestellt, daß Spalte, die sich aufgrund der
Zugbelastung im oberen Bereich zwischen Isolierkörper 2 und angren
zendem Gebäude- bzw. Außenteil häufig bilden, feuerfest abgedeckt
sind. Alternativ zum dargestellten Ausführungsbeispiel, bei dem obe
rer und unterer Hohlraum 6 und 7 gleichhoch sind, kann, um eventuel
le unterschiedliche thermische Belastung zu berücksichtigen, der un
tere Hohlraum 7 höher als der obere 6 gewählt werden.
Die obere Profilleiste 8 und die untere Profilleiste 9 sind durch Ver
bindungsmittel in Form von Stangen oder Rohren 10 miteinander ver
bunden, die sich vertikal durch den Isolierkörper 2 hindurcherstrecken
und jeweils an den Wänden 8b, 9b der Profilleisten 8, 9 angreifen. Die
Verbindungsmittel 10 erhöhen einerseits die Stabilität des Bauelemen
tes , andererseits können sie aber auch einen hier nicht dargestellten
Verstellmechanismus zur Höhenverstellung des Bauelementes aufwei
sen, wodurch der vertikale Abstand zwischen den Profilleisten 8 und 9
und somit die Höhe des Bauelementes verändert werden kann.
Zusammenfassend bietet die Erfindung einen Brandschutz, der opti
mal in das Bauelement integriert ist. Das Bauelement kann aber glei
chermaßen auch eingesetzt werden, wenn kein Brandschutz verlangt
wird, indem lediglich anstelle des Brandschutzmaterials ein übliches
Wärmedämmaterial in den Hohlraum eingeschoben wird.
Claims (15)
1. Bauelement zur Wärmedämmung zwischen einem Gebäudeteil
und einem vorkragenden Außenteil, bestehend aus einem dazwi
schen zu verlegenden Isolierkörper (2) mit integrierten Beweh
rungsstäben (3, 4, 5), die sich quer zum Isolierkörper (2) durch
diesen hindurch erstrecken und seitlich mit den angrenzenden
Bauteilen in Wirkverbindung stehen, wobei das Bauelement zu
mindest an seiner Ober- und/oder Unterseite einen in Längsrich
tung des Isolierkörpers (2) laufenden Hohlraum (6, 7) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlraum (6, 7) zumindest teilweise mit Brandschutzma
terial (6a, 7a) gefüllt ist.
2. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlraum (6, 7) breiter als der Isolierkörper (2) ist.
3. Bauelement nach Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Brandschutzmaterial (6a, 7a) durch Reibung oder Ver
klebung im Hohlraum (6, 7) gehalten ist.
4. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlraum (6, 7) durch eine Profilleiste (8, 9) gebildet ist,
die mit dem Isolierkörper (2) verbunden ist.
5. Bauelement nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilleiste (8, 9) Wangen (8a, 9a) aufweist, mittels derer
sie mit dem Isolierkörper (2) verbunden ist.
6. Bauelement nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilleiste (8, 9) mittels vorspringender Wangen (8a, 9a)
auf oder in den Isolierkörper (2) steckbar bzw. einsetzbar ist.
7. Bauelement nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilleiste (8, 9) und/oder ihre Wangen (8a, 9a) Aus
nehmungen, insbesondere Schlitze, aufweisen, in denen die Be
wehrungsstäbe (3, 4, 5) fixiert sind.
8. Bauelement nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilleiste (8, 9) aus härterem Material als der Isolier
körper (2) ist.
9. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Brandschutzmaterial durch eine Wand (8b, 9b) vom Iso
lierkörper (2) getrennt ist.
10. Bauelement nach den Ansprüchen 4 und 9
dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste (8, 9) und die Wand
(8a, 9a) einstückig ausgebildet sind.
11. Bauelement nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Profilleiste (8, 9) in Längsrichtung des Isolierkörpers
(2) zumindest nahezu über dessen gesamte Länge erstreckt.
12. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlraum (7) 5 bis 25 Millimeter hoch ist.
13. Bauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Isolierkörper (2) unter Einschluß der Hohlräume (6, 7) in
etwa die gleiche Höhe aufweist wie das Gebäude- und/oder Au
ßenteil.
14. Bauelement nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei an gegenüberliegenden Seiten des Isolierkörpers (2)
angeordnete Profilleisten (8, 9) durch Verbindungsmittel (10),
insbesondere Stäbe, miteinander verbunden sind.
15. Bauelement zur Wärmedämmung zwischen einem Gebäude
teil und einem vorkragenden Außenteil, bestehend aus einem
dazwischen zu verlegenden Isolierkörper (2) mit integrierten Be
wehrungsstäben (3, 4, 5), die sich quer zum Isolierkörper (2)
durch diesen hindurch erstrecken und seitlich mit den angren
zenden Bauteilen in Wirkverbindung stehen, wobei das Bauele
ment zumindest an seiner Ober- und/oder Unterseite einen in
Längsrichtung des Isolierkörpers (2) laufenden Hohlraum (6, 7)
aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlraum (6, 7) zumindest zum überwiegenden Teil
wahlweise mit Brandschutzmaterial (6a, 7a) oder mit Wärme
dämmaterial gefüllt ist.
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