DE10019014A1 - Wärmedämmendes, Brandgeschütztes Anschlussbauteil zum Anschluss eines Getragenen an ein Tragendes Bauteil und Verfahren zur Verbindung des Anschlussbauteils mit dem Getragenen oder Tragenden Bauteil - Google Patents
Wärmedämmendes, Brandgeschütztes Anschlussbauteil zum Anschluss eines Getragenen an ein Tragendes Bauteil und Verfahren zur Verbindung des Anschlussbauteils mit dem Getragenen oder Tragenden BauteilInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein wärmedämmendes, brandgeschütztes Anschlussbauteil, wie es zum Anschluss einer Balkonplatte (1) an eine Gebäudedeckenplatte (2) verwendet wird. Das Anschlussbauteil hat einen ober- und unterseitig von Brandschutzplatten (3, 4) bedeckten Isolierkörper (5), durch dessen Längsseiten Montageträger (6a, 6b, 7) hindurchgehen, die mit der Balkonplatte (1) und der Deckenplatte (2) verbindbar sind. Der Isolierkörper (5) ist an seinen von der oberen Brandschutzplatte (3) bedeckten Längskanten mit Rücksprüngen versehen, um von den Anschlussflächen der Balkonplatte (1) und der Deckenplatte (2) vorragende Vorsprünge (1a, 2a) aufzunehmen, durch die die obere Brandschutzplatte (3) von unten abdichtbar ist. Die Anschlussfläche der Balkonplatte (1) oder Deckenplatte (2) wird beim Eingießen der Montageträger (6a, 6b, 7) durch die mit dem Rücksprung versehene Längsseite des Anschlussbauteils unter einstückiger Ausbildung des abdichtenden Vorsprungs (1a, 2a) geformt.
Description
Die Erfindung betrifft ein wärmedämmendes und gegen Brand
geschütztes Anschlussbauteil zum Anschluss eines getrage
nen Bauteils an ein tragendes Bauteil.
Die angesprochenen Anschlussbauteile sind insbesondere
aus der Gebäudetechnik bekannt, um an ein tragendes
Bauteil wie eine Gebäudedeckenplatte ein getragenes
Bauteil wie eine auskragende Balkonplatte oder eine
Fertigtreppe anzuschließen.
Dem Anschlussbauteil sind dabei sämtliche Elemente oder
Teile zuzuordnen, die bei der Verbindung des tragenden
und getragenen Bauteils eine Rolle spielen. In einem
Anschlussbauteil sind daher inbegriffen: Montageträger,
mit denen das getragene Bauteil an das tragende Bauteil
angeschlossen wird; Isoliermaterial, das aus Wärme
schutzgründen zwischen dem tragenden und getragenen
Bauteil angeordnet wird; etwaige Verkleidungen, mit denen
die Montageträger oder das Isoliermaterial abgedeckt
werden; und dergleichen. Darüber hinaus steht die genaue
Ausführungsform des Anschlussbauteils in einem unmittel
baren Zusammenhang mit der Gestaltung der zu verbindenden
Bauteile, da die Montageträger des Anschlussbauteils mit
den zu verbindenden Bauteilen verankert werden und die
Anschlussflächen zwischen den einzelnen Bauteilen
möglichst passgenau sein sollten.
Neben dem Wärmeschutz sind häufig zusätzliche Brand
schutzmaßnahmen erforderlich, um im Brandfall ein Durch
brennen zum Isoliermaterial zu verhindern. Die
EP 0 658 660 A1 schlägt daher einen Isolierkörper vor, der
an der Ober- und Unterseite mit Brandschutzplatten
bestückt ist. Die obere Brandschutzplatte erstreckt sich
beidseitig über die Breite des Isolierkörpers hinaus, um
Spalte abzudecken, die aufgrund einer Zugbelastung
zwischen dem Isolierkörper und den angrenzenden Bauteilen
auftreten können. Ein solcher Überstand des Brandschutz
materials ist bei der unteren Brandschutzplatte nicht
notwendig, da sich der untere Abschnitt der Dämmfuge im
Druckbereich befindet.
Von Seiten der Anmelderin wird darüber hinaus eine
Brandschutzlösung für ein Anschlussbauteil angeboten,
wonach ähnlich wie bei der EP 0 658 660 A1 ein Isolier
körper verwendet wird, der mit einer beidseitig über
stehenden oberen Brandschutzplatten bestückt ist. Die
beiden überstehenden Abschnitte der oberen Brandschutz
platte werden jeweils von einer Aussparung aufgenommen,
die in der Anschlussfläche der angrenzenden Bauteile
ausgebildet ist. Dadurch bilden die Oberseiten der
angrenzenden Bauteile und der oberen Brandschutzplatte
eine plane Fläche. Außerdem wird empfohlen, den Isolier
körper unterseitig mit einer 2 cm und oberseitig mit
einer 1 cm dicken Brandschutzplatte zu schützen, wodurch
eine Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten (F90) erzielt
wird.
Des weiteren schlägt die EP 0892 113 Al einen Isolier
körper vor, auf dessen Ober- und Unterseite eine Hohl
kammer aus hartem Wandmaterial geklemmt oder gesteckt
wird, die zumindest teilweise mit einem Brandschutz
material gefüllt ist. Es wird vorgeschlagen, den oberen
Hohlraum einige Millimeter oder Zentimeter über den
Isolierkörper überstehen zu lassen, sodass der Hohlraum
die aufgrund der Zugbelastung auftretenden Spalte feuer
fest abdecken kann. Als Alternative zu der Verbreiterung
des oberen Hohlraums wird vorgeschlagen, den oberen
Hohlraum mit Streifen aus Intumeszenzmaterial zu
bestücken, die unter Hitzeeinwirkung aufquellen und im
Umgebungsbereich vorliegende Spalte abdichten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein wärme
dämmendes Anschlussbauteil zum Anschluss eines getragenen
Bauteils an ein tragendes Bauteil zu schaffen, das mit
einem kostengünstigen und zuverlässigen Brandschutz
versehen ist und sich einfach mit dem getragenen oder
tragenden Bauteil verbinden lässt.
Diese Aufgabe wird durch ein Anschlussbauteil gemäß
Patentanspruch 1 gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist,
dass der mit Brandschutzplatten bedeckte Isolierkörper an
seiner von einer oberseitigen Brandschutzplatte bedeckten
Längskante mit einem Rücksprung versehen ist, um einen
von der Anschlussfläche des getragenen Bauteils und/oder
tragenden Bauteils vorragenden Vorsprung aufzunehmen,
durch den die oberseitige Brandschutzplatte von unten
abdichtbar ist.
Während bei dem besprochenen Stand der Technik vorge
schlagen wird, den durch Zugbelastung auftretenden Spalt
zwischen der oberen Brandschutzplatte und dem jeweils
angrenzenden Bauteil von oben durch Brandschutzmaterial
abzudecken, sieht die Erfindung vor, diesen Spalt von
unten durch den von dem Rücksprung aufzunehmenden
Vorsprung abzudichten. Dadurch lässt sich das über den
Spalt überstehende Brandschutzmaterial einsparen, was zu
einem erheblichen Kostenvorteil führt.
Um eine zuverlässige Abdichtung der oberseitigen Brand
schutzplatte zu gewährleisten, wird empfohlen, dass der
Rücksprung von der Längskante des Isolierkörpers aus eine
Tiefe von mindestens etwa 0,2 bis 0,5 cm hat, um einen
Vorsprung mit entsprechendem Überstand aufnehmen zu
können. Damit wird nicht nur der Spaltbildung durch Zug
kräfte sondern auch der Erwärmung im Brandfall ausrei
chend Rechnung getragen.
Der Isolierkörper sollte unterseitig von einer mindestens
1 bis 2 cm und oberseitig von einer mindestens 1 bis
1,5 cm dicken Brandschutzplatte bedeckt sein, damit eine
Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten erzielt wird.
Abgesehen von dem Rücksprung sollte der durch Längsseiten
des Isolierkörpers und die Brandschutzplatten vorgegebene
Verlauf der Anschlussfläche des Anschlussbauteils im
wesentlichen geradlinig sein, damit sich Fertigung und
Montage vereinfachen.
Der Isolierkörper kann beispielsweise ein einstückiger
Block aus Isoliermaterial wie etwa Styropor sein, auf den
als Brandschutzplatten glasfaserverstärkte Leichtbau
platten aufgeklebt werden. Der Isolierkörper kann jedoch
auch aus mehreren Teilblöcken bestehen, die von den
aufgeklebten Brandschutzplatten zusammengehalten werden.
Um die Verlegung der Montageträger in dem Isolierkörper
zu erleichtern, werden die Montageträger vorzugsweise mit
kastenförmigen Kunststoffmanschetten umgeben, die innen
mit Rippen versteift sein können. Die Manschetten, durch
deren Inneres die Montageträger verlaufen, werden in
Aussparungen des Isoliermaterials eingesetzt, wobei das
Isoliermaterial und die Manschetten gemeinsam den
Isolierkörper bilden. Der erfindungsgemäß an der Längs
kante des Isolierkörpers vorgesehene Rücksprung wird in
diesem Fall sowohl von dem Isoliermaterial als auch von
den Kunststoffmanschetten gebildet.
Das tragende und/oder getragene Bauteil kann ein Beton
bauteil wie etwa eine Betonplatte sein. Betonbauteile
werden üblicherweise durch Schalformen in einer Schalung
hergestellt. Dieses Verfahren hat unter anderem den
Vorteil, dass sich die zum Anschluss dienenden Montage
träger des Anschlussbauteils bereits bei der Herstellung
des Betonbauteils in das Betonbauteil eingießen und
verankern lassen und dass das sich ergebende Fertig
bauteil bei der Montage vor Ort nur noch an das entspre
chend andere Bauteil angeschlossen werden muss. Es bietet
sich an, die Montageträger des Anschlussbauteils zunächst
in das getragene Bauteil einzugießen und das sich
ergebende Fertigbauteil dann vor Ort mit dem tragenden
Bauteil zu verbinden, indem die freien Montageträgerenden
in das tragende Bauteil eingegossen werden.
Wenn die Montageträger des Anschlussbauteils in ein
Betonbauteil eingegossen werden, lässt sich die mit dem
Rücksprung versehene Längsseite des Isolierkörpers dazu
nutzen, die Anschlussfläche des Betonbauteils zu formen.
Beim Betonieren füllt der Beton den Rücksprung in dem
Isolierkörper mit Beton auf, sodass an der Anschluss
fläche des Betonbauteils einstückig der Vorsprung ausge
bildet wird, der die oberseitige Brandschutzplatte des
Anschlussbauteils von unten abdichtet.
Ein typisches Beispiel für ein solches Fertigbauteil, das
auf die oben genannte Weise hergestellt wird, ist eine
Balkonplatte. Da die begehbare Oberseite einer Balkon
platte möglichst glatt sein sollte, wird das mit der
Balkonplatte zu verbindende Anschlussbauteil an oder in
der Schalung mit der Oberseite nach unten angeordnet,
damit die spätere Oberseite der Balkonplatte vom
Schalungsboden geformt wird. Die mit dem Anschlussbauteil
versehene fertiggegossene Balkonplatte wird dann vor Ort,
d. h. auf der Baustelle, auskragend an eine Gebäudedecken
platte angeschlossen.
Aus Kostengründen werden mit derselben Schalung häufig
nicht nur Fertigbauteile verschiedener Länge hergestellt,
sondern auch Fertigbauteile, bei denen das Anschluss
bauteil nicht gegen Brand geschützt ist. Die Seite der
Schalung, an der das Anschlussbauteil positioniert wird,
ist daher üblicherweise von einer verschiebbaren
Anschlagschiene begrenzt, mit der die Lage der Anschluss
fläche zwischen Betonplatte und Anschlussbauteil fixiert
wird. Da die Erfindung es ermöglicht, das Anschluss
bauteil mit Brandschutzplatten zu bestücken, deren
Längsseiten nicht über den Isolierkörper überstehen, kann
das mit Brandschutzplatten versehene Anschlussbauteil die
gleichen Abmessungen wie ein Anschlussbauteil ohne
Brandschutzausrüstung haben. Im Gegensatz zu den aus dem
Stand der Technik bekannten Anschlussbauteilen, bei denen
das Brandschutzmaterial auf der Oberseite des Isolier
körpers übersteht, erlaubt also die Erfindung, die
Fertigung zwischen Anschlussbauteilen mit und ohne
Brandschutzausrüstung umzustellen, ohne die Anschlag
schiene wegen überstehenden Brandschutzmaterials
verschieben zu müssen.
Vorstehend wurde der Fall beschrieben, dass der die obere
Brandschutzplatte von unten abdichtende Vorsprung erst
bei der Anbringung des Anschlussbauteils an das getragene
oder tragende Bauteil gebildet wird. Es ist jedoch auch
Vorstellbar, dass der von der Anschlussfläche des getra
genen oder tragenden Bauteils vorragende Vorsprung
bereits vorgeformt ist, bevor das Anschlussbauteil
angebracht wird. Der Vorsprung kann auch gebildet werden,
indem an der Anschlussfläche des getragenen oder tragen
den Bauteils eine von dem Rücksprung in dem Isolierkörper
aufnehmbare Profilleiste aus Metall, Gipslaminat oder
einem anderen geeigneten Werkstoff angebracht wird, mit
der die obere Brandschutzplatte von unten abdichtbar ist.
Die oben genannte Variante einer durch einen separaten
Arbeitsschritt an das jeweilige Bauteil anzubringenden
Profilleiste ist teurer als die direkte Ausbildung eines
Vorsprungs durch Betonieren. Jedoch eröffnet diese
Variante die Möglichkeit, das Anschlussbauteil unabhängig
von der Anschlussflächengestaltung des tragenden oder
getragenen Bauteils mit einem Brandschutz zu versehen. Es
können somit auch standardmäßig hergestellte Bauteile,
für die bei der Herstellung zunächst keine Brandschutz
ausrüstung vorgesehen war, nachträglich mit der
erfindungsgemäßen Brandschutzlösung versehen werden.
Im folgenden wird die Erfindung nun unter Bezugnahme auf
die beigefügten Zeichnungen anhand bevorzugter Ausfüh
rungsbeispiele beschrieben. Die Beschreibung erfolgt am
Beispiel einer auskragenden Balkonplatte (getragenes
Bauteil), die an eine Gebäudedeckenplatte (tragendes
Bauteil) angeschlossen ist. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt, der in Kragrichtung eine erste
Gestaltung des Anschlussbereichs zwischen einer Balkon
platte, einem Anschlussbauteil und einer Deckenplatte
zeigt;
Fig. 2 eine Ausschnittvergrößerung des mit einer Strich
punktlinie bezeichneten Bereichs in Fig. 1;
Fig. 3 einen Längsschnitt, der in Kragrichtung eine
zweite Gestaltung des Anschlussbereichs zwischen der
Balkonplatte, dem Anschlussbauteil und der Deckenplatte
zeigt;
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Oberseite eines Anschluss
bauteils; und
Fig. 5 eine Ansicht der längsseitigen Anschlussfläche
eines Anschlussbauteils.
Fig. 1 zeigt eine Balkonplatte 1 und eine Deckenplatte 2,
die über ein dazwischenliegendes Anschlussbauteil verbun
den sind, das aus einem ober- und unterseitig von Brand
schutzplatten 3, 4 bedeckten Isolierkörper 5 besteht,
durch den Montageträger 6a, 6b und 7 hindurchgehen. Fig.
4 zeigt eine Draufsicht auf das Anschlussbauteil, bevor
es mit der Balkonplatte 1 und der Deckenplatte 2
verbunden wurde.
Wie insbesondere in der Ausschnittvergrößerung in Fig. 2
deutlich wird, weist der Isolierkörper 5 an seinen von
der oberseitigen Brandschutzplatte 3 bedeckten Längs
kanten Rücksprünge 5a auf. Diese Rücksprünge 5a nehmen
jeweils einen von der Anschlussfläche der angrenzenden
Balkonplatte 1 vorragenden Vorsprung 1a und einen von der
Anschlussfläche der angrenzenden Deckenplatte 2 vorragen
den Vorsprung 2a auf. Die Vorsprünge 1a, 2a dichten die
den Isolierkörper oberseitig bedeckende Brandschutzplatte
3 von unten ab.
Die Tiefe der Vorsprünge 5a bzw. der Überstand der
Vorsprünge 1a, 2a von der Anschlussfläche beträgt 0,2 bis
0,5 cm, um auch dann eine Abdichtung zu gewährleisten,
wenn aufgrund von Zugkräften oder aufgrund einer Wärme
dehnung im Anschlussbereich zwischen dem vertikalen Teil
der Anschlussflächen der Balkon- und Deckenplatte 1, 2
und der Längsseite der Brandschutzplatte 3 ein Spalt
auftritt. Die Oberseiten der Balkon- und Deckenplatte 1,
2 und der oberen Brandschutzplatte 3 bilden eine plane
Fläche.
Um die bei der Auskragung entstehenden Zug-, Druck- und
Querkräfte aufzunehmen, werden verschiedene Arten von
Montageträgern verwendet. Im oberen Anschlussbereich, in
dem insbesondere Zugkräfte auftreten, werden Zugstäbe 6a,
6b verwendet. Im unteren Anschlussbereich, in dem
insbesondere Druckkräfte auftreten, wird ein Druckstab 7
verwendet. Der Druckstab 7 besteht aus zwei in Längs
richtung verlaufenden gewinkelten Profilen, die in
rechteckförmigen Druckplatten enden, damit die Druck
kräfte besser aufgenommen werden können.
Fig. 3 zeigt die Gestaltung des Anschlussbereichs an
einer anderen Stelle des Anschlussbauteils. Dieser
Anschlussbereich unterscheidet sich von dem oben
beschriebenen dadurch, dass statt des Druckstabs 7, ein
Druckstab 8 zur Aufnahme der Druckkräfte und zusätzliche
Diagonalstäbe 9 zur Aufnahme der Querkräfte vorhanden
sind. Der Druckstab 8 besteht aus einem in Längsrichtung
verlaufenden Stab, der in rechteckförmigen Druckplatten
endet.
Die durch den Isolierkörper 5 hindurchgehenden Montage
träger 6a, 7, 8, 9 bestehen aus Edelstahl, während die im
Inneren der Balkon- und Deckenplatte 1, 2 verlaufenden
Montageträger 6b aus Baustahl bestehen.
Als Alternative zu der in den Fig. 1 und 3 gezeigten
Gestaltung, bei der die Montageträger 6a, 7, 8, 9 direkt
durch den Isolierkörper 5 hindurchgehen, ist es auch
denkbar, die Montageträger mit Manschetten 10 zu umgeben,
wie es in Fig. 5 gezeigt ist. Die Manschetten 10 wie auch
das sie umgebende Isoliermaterial sind als Bestandteil
des Isolierkörpers 5 an der von der oberen Brandschutz
platte 3 bedeckten Längskante mit einem Vorsprung 5a
versehen.
Wie in Fig. 3 gezeigt ist, ist die Anschlussfläche der
Balkonplatte 1 an der Stelle, in der die Diagonalstäbe 9
in die Balkonplatte 1 eintreten, mit einer Verdickung 1b
versehen. Außerhalb des Anschlussbereichs der Diagonal
stäbe 9 ist diese Verdickung 1b jedoch nicht erforder
lich, sodass die Längsseite des Isolierkörpers 5, abge
sehen von dem Rücksprung 5a, über die gesamte Längsseite
gesehen gegenüber der Balkonplatte 1 eine im wesentlichen
gradlinige Anschlussfläche bildet. Die Anschlussfläche
der Deckenplatte ist dagegen bis auf den Vorsprung 2a
plan. Die Anschlussfläche des Isolierkörpers 5 hat also
auf dieser Seite, abgesehen von dem Rücksprung 5a, einen
vollständig geradlinigen Verlauf.
Der Isolierkörper 5 ist auf der Unterseite von einer
Brandschutzplatte 4 bedeckt. Dadurch, dass in dem unteren
Anschlussbereich Druckkräfte vorherrschen, ist eine
Spaltbildung unwahrscheinlich. Daher bedarf die untere
Brandschutzplatte 4 keiner Abdichtung wie sie für die
obere Brandschutzplatte 3 vorgesehen ist.
Das Anschlussbauteil wird mit der Balkonplatte 1 und der
Deckenplatte 2 vorzugsweise wie folgt verbunden:
Zunächst wird durch Betonieren in einer Schalung eine quaderförmige Balkonplatte 1 geformt, in die das eine Ende der Montageträger 6a, 6b, 7, 8, 9 eingegossen wird. Bei dem Gießvorgang bildet die Längsseite des von den Brandschutzplatten 3, 4 bedeckten und mit dem Rücksprung 5a versehenen Isolierkörpers 5 eine Seitenfläche der Schalung und formt die Anschlussfläche der Balkonplatte mit dem Vorsprung 1a. Die Oberseite des Anschluss bauteils, d. h. die obere Brandschutzplatte 3, befindet sich bei der Fertigung unten, sodass die spätere Ober seite der Balkonplatte 1 beim Betonieren in der Schalung zuunterst liegt. Dadurch wird eine glatte Oberseite, d. h. eine glatte begehbare Fläche, erzielt.
Zunächst wird durch Betonieren in einer Schalung eine quaderförmige Balkonplatte 1 geformt, in die das eine Ende der Montageträger 6a, 6b, 7, 8, 9 eingegossen wird. Bei dem Gießvorgang bildet die Längsseite des von den Brandschutzplatten 3, 4 bedeckten und mit dem Rücksprung 5a versehenen Isolierkörpers 5 eine Seitenfläche der Schalung und formt die Anschlussfläche der Balkonplatte mit dem Vorsprung 1a. Die Oberseite des Anschluss bauteils, d. h. die obere Brandschutzplatte 3, befindet sich bei der Fertigung unten, sodass die spätere Ober seite der Balkonplatte 1 beim Betonieren in der Schalung zuunterst liegt. Dadurch wird eine glatte Oberseite, d. h. eine glatte begehbare Fläche, erzielt.
Das auf die vorstehend erläuterte Weise erhaltene Fertig
bauteil aus Balkonplatte 1 und Anschlussbauteil wird erst
auf der Baustelle an die Gebäudedeckenplatte 2 ange
schlossen. In der teilweise vorgefertigten Deckenplatte 2
ist eine Aussparung zur Aufnahme der freien Enden der
Montageträger 6a, 6b, 7, 8, 9 vorgesehen. Die Anschluss
fläche des Anschlussbauteils wird an die Deckenplatte 2
gesetzt und die freien Enden der Montageträger 6a, 6b, 7,
8, 9 in die Aussparung eingegossen und verankert. Bei
diesem Gießvorgang dient die Längsseite des von den
Brandschutzplatten 3, 4 bedeckten und mit dem Rücksprung
5a versehenen Isolierkörpers 5 dazu, die Anschlussfläche
der Deckenplatte 2 mit dem Vorsprung 2a zu formen.
Nach Fertigstellung der Verbindung ergibt sich eine von
der Deckenplatte 2 auskragende Balkonplatte 1 mit einem
durch den Isolierkörper 5 gebildeten Dämmfugenbereich,
der ober- und unterseitig von den Brandschutzplatten 3, 4
bedeckt ist. Im Brandfall wird ein Durchbrennen zu dem
Isolierkörper 5 durch die von den Rücksprüngen 5a aufge
nommenen Vorsprünge 1a, 2a verhindert, die die obere
Brandschutzplatte 3 von unten abdichten.
Claims (9)
1. Anschlussbauteil zum Anschluss eines getragenen
Bauteils (1) an ein tragendes Bauteil (2), mit
einem Isolierkörper (5), der ober- und unterseitig von Brandschutzplatten (3, 4) bedeckt ist; und
durch die Längsseiten des Isolierkörpers (5) hindurchgehenden Montageträgern (6a, 6b, 7, 8, 9), die mit dem getragenen Bauteil (1) und dem tragenden Bauteil (2) verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkörper (5) an seiner von einer oberseitigen Brandschutzplatte (3) bedeckten Längskante mit einem Rücksprung (5a) versehen ist, um einen von der Anschluss fläche des getragenen Bauteils (1) und/oder tragenden Bauteils (2) vorragenden Vorsprung (1a, 2a) aufzunehmen, durch den die oberseitige Brandschutzplatte (3) von unten abdichtbar ist.
einem Isolierkörper (5), der ober- und unterseitig von Brandschutzplatten (3, 4) bedeckt ist; und
durch die Längsseiten des Isolierkörpers (5) hindurchgehenden Montageträgern (6a, 6b, 7, 8, 9), die mit dem getragenen Bauteil (1) und dem tragenden Bauteil (2) verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkörper (5) an seiner von einer oberseitigen Brandschutzplatte (3) bedeckten Längskante mit einem Rücksprung (5a) versehen ist, um einen von der Anschluss fläche des getragenen Bauteils (1) und/oder tragenden Bauteils (2) vorragenden Vorsprung (1a, 2a) aufzunehmen, durch den die oberseitige Brandschutzplatte (3) von unten abdichtbar ist.
2. Anschlussbauteil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Rücksprung (5a) von der Längsseite des Isolierkörpers
(5) aus eine Tiefe von mindestens 0,2 cm hat.
3. Anschlussbauteil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Isolierkörper (5) unterseitig von einer mindestens 1
bis 2 cm dicken Brandschutzplatte (4) und oberseitig von
einer mindestens 1 bis 1,5 cm dicken Brandschutzplatte
(3) bedeckt ist.
4. Anschlussbauteil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Längsseiten des Isolierkörpers (5) und auch der
Brandschutzplatten (3, 4) abgesehen von dem Rücksprung
(5a) eine im wesentlichen geradlinig verlaufende
Anschlussfläche bilden.
5. Anschlussbauteil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Isolierkörper (5) Manschetten (10) aufweist, die die
Montageträger (6a, 6b, 7, 8, 9) umgeben und die an ihren
von der oberseitigen Brandschutzplatte (3) bedeckten
Längskanten ebenfalls mit dem Rücksprung (5a) versehen
sind.
6. Verfahren zur Verbindung eines Anschlussbauteils nach
einem der vorangehenden Ansprüche mit einem getragenen
Bauteil (1) oder einem tragenden Bauteil (2), welches ein
Betonbauteil ist, in das die Montageträger (6a, 6b, 7, 8,
9) eingegossen werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
durch die mit dem Rücksprung (5a) versehene Längsseite
des Isolierkörpers (5) unter einstückiger Ausbildung des
Vorsprungs (1a, 2a) die Anschlussfläche des Betonbauteils
geformt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mit dem Rücksprung (5a) versehene Längsseite des
Isolierkörpers (5) als eine Seitenfläche einer Schalung
dient, in der das Betonbauteil geformt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Oberseite des Anschlussbauteils bei der Formung
des Betonbauteils zuunterst befindet.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das getragene Bauteil (1) eine Balkanplatte und das
tragende Bauteil (2) eine Gebäudedeckenplatte ist und das
Anschlussbauteil zuerst mit der Balkonplatte verbunden
wird, um dann mit der Gebäudedeckenplatte verbunden zu
werden.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000119014 DE10019014A1 (de) | 2000-04-17 | 2000-04-17 | Wärmedämmendes, Brandgeschütztes Anschlussbauteil zum Anschluss eines Getragenen an ein Tragendes Bauteil und Verfahren zur Verbindung des Anschlussbauteils mit dem Getragenen oder Tragenden Bauteil |
| EP01103925A EP1148179A1 (de) | 2000-04-17 | 2001-02-16 | Wärmedämmendes, brandgeschütztes Anschlussbauteil zum Anschluss eines getragenen an ein tragendes Bauteil und Verfahren zu seiner Verbindung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000119014 DE10019014A1 (de) | 2000-04-17 | 2000-04-17 | Wärmedämmendes, Brandgeschütztes Anschlussbauteil zum Anschluss eines Getragenen an ein Tragendes Bauteil und Verfahren zur Verbindung des Anschlussbauteils mit dem Getragenen oder Tragenden Bauteil |
Publications (1)
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|---|---|
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ID=7639056
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|---|---|---|---|
| DE2000119014 Withdrawn DE10019014A1 (de) | 2000-04-17 | 2000-04-17 | Wärmedämmendes, Brandgeschütztes Anschlussbauteil zum Anschluss eines Getragenen an ein Tragendes Bauteil und Verfahren zur Verbindung des Anschlussbauteils mit dem Getragenen oder Tragenden Bauteil |
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| EP4414511A1 (de) | 2023-02-08 | 2024-08-14 | Max Frank GmbH & Co. KG | Anschlusselement für lasteinleitende bauteile |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP1148179A1 (de) | 2001-10-24 |
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