DE19730178C1 - Vorrichtung zum Entformen von mit Gewinde versehenen Spritzgußartikeln aus Kunststoff od. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Entformen von mit Gewinde versehenen Spritzgußartikeln aus Kunststoff od. dgl.Info
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entformen
von mit Gewinde versehenen Spritzgußartikeln aus Kunststoff
od. dgl. entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine solche Vorrichtung ist in einer dreisprachigen Bro
schüre "HASCO-Getriebeprogramm" 11/92 (s.dort S. 8-10) der
HASCO-Normalien GmbH + Co, D-58467 Lüdenscheid, beschrieben.
Bei der bekannten Vorrichtung ragt eine im düsenseitigen
Werkzeugbereich befestigte und gegen Drehung um die eigene
Längsachse gesicherte Steilgewindespindel mit ihrem Gewinde
bereich frei zum hin- und hergehend angetriebenen auswerfer
seitigen Werkzeugbereich vor und greift dort in eine Steilge
windemutter ein.
Mit der Steilgewindemutter ist ein zu ihr koaxial ange
ordnetes Stirnzahnrad drehfest, welches über ein Bindezahnrad
ein auf einer Antriebswelle festes Stirnzahnrad treibt. Um
der Antriebswelle die für den Entformungsvorgang erforderli
che Axialbeweglichkeit trotz Eingriffs des Stirnzahnrades der
Antriebswelle in das Bindezahnrad zu verschaffen, weist das
Bindezahnrad eine vergrößerte axiale Länge auf.
Das dem düsenseitigen raumfest gehaltenen Werkzeugbe
reich zugewandte Ende der Antriebswelle trägt einen formbil
denden, Innen- oder Außengewinde aufweisenden, Gewindekern,
während das andere Ende der Antriebswelle ein von einem
Außengewinde gebildetes Leitgewinde aufweist, das in eine mit
korrespondierendem Innengewinde versehende, im Werkzeug raum
fest gehaltene, Gewindebuchse eingreift.
Die in der vorbezeichneten HASCO-Broschüre a.a.O. be
schriebene Vorrichtung funktioniert wie folgt:
Wenn ein mit Gewinde versehener Kunststoffspritzgußarti
kel entformt werden soll, wenn also das Werkzeug noch ge
schlossen ist, beginnt der auswerferseitige Werkzeugbereich
seinen Öffnungshub, was zu einer Relativbewegung zwischen
feststehender Steilgewindespindel und sich bewegender Steil
gewindemutter führt. Die in Drehung versetzte Steilgewinde
mutter dreht ihrerseits über die vorbeschriebene Getriebever
bindung die Antriebswelle. Die Antriebswelle vollführt, her
vorgerufen durch die Leitgewindeanordnung, eine kombinierte
Entschraub- und Auszugsbewegung, um den Gewindekern aus dem
artikelseitigen Gewinde herauszubewegen.
Die in der vorgezeichneten HASCO-Broschüre a.a.O. be
schriebene Vorrichtung zum Entformen von mit Gewinde verse
henen Spritzgußartikeln hat sich in der Praxis vielfach be
währt. Die bekannte Vorrichtung, bei der eine stark geglie
derte Bauweise in Kauf genommen wird, stellt einen quasi in
tegralen Bestandteil einer Werkzeugform dar, der weitestge
hend für den jeweiligen Anwendungsfall konzipiert ist.
Die Erfindung hat die Aufgabe, die bekannte Vorrichtung
so weiterzuentwickeln, daß diese eine örtlich variabel ein
setzbare separate kompakte Baugruppe bilden kann, die darüber
hinaus eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten gestatten
soll.
In Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1
wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das auf der Antriebs
welle befestigte Stirnzahnrad das Sonnenrad und mindestens
drei mit dem Sonnenrad kämmende treibende Antriebsräder die
Planetenräder eines Planetengetriebes bilden, wobei die
axiale Länge des Sonnenrades dem linearen Weg der Antriebs
welle entspricht, und die Planetenräder in einem raumfest ge
haltenen Getriebegehäuse gelagert sind, welches auch das Ge
gengewinde für das Leitgewinde bildet, und wobei ein mit den
Planetenrädern kämmendes Hohlzahnrad im Getriebegehäuse dreh
bar gelagert und mit einem Drehantrieb fest verbunden ist.
Die Erfindung bedient sich bei der Weiterentwicklung der
bekannten Vorrichtung eines Planetengetriebes, welches eine
gedrängte Bauweise gestattet und außerdem die Möglichkeit er
öffnet, die gesamte Vorrichtung in einem Getriebegehäuse zu
konzentrieren, welches als kompakte Baugruppe eine nahezu be
liebige Zuordnung, sei diese axial, geneigt oder windschief,
bezüglich der Trennebene eines Werkzeuges gestattet. Wenn
also ein Kunststoffteil z. B. an irgendeiner windschief ange
ordneten Stelle ein Befestigungsgewinde aufweisen soll, so
kann die erfindungsgemäße kompakte Vorrichtung in eben diese
erforderliche Richtung orientiert sowie im Auswerferbereich
des Werkzeugs gehalten werden.
Zweckmäßig sind Leitgewinde und Gegengewinde axial zwi
schen dem Gewindekern und dem Planetengetriebe angeordnet.
Eine Erfindungsvariante besteht darin, daß der Gewinde
kern an der Antriebswelle lösbar befestigt ist. Diese Merk
male schaffen die Möglichkeit, im Bedarfsfalle wechselweise
Gewindekerne unterschiedlicher Durchmesser zu verwenden.
Eine andere bevorzugte Erfindungsform, bei welcher zur
Erzielung einer kompakten Bauweise der Durchmesser des Hohl
zahnrades relativ klein gehalten werden kann, besteht darin,
daß jedes Planetenrad ein zwei Teilräder unterschiedlicher
Durchmesser aufweisendes einstückiges Doppelrad bildet, wobei
das Teilrad mit dem kleineren Durchmesser mit dem Hohlzahnrad
und das Teilrad mit dem größeren Durchmesser mit dem Sonnen
rad kämmt.
Obwohl als Drehantrieb für das Hohlzahnrad alle mögli
chen Antriebe, auch elektromotorische Antriebe beispiels
weise, denkbar sind, wird eine Ausführungsform bevorzugt, bei
welcher der Drehantrieb des Hohlzahnrades von einer fest an
geschlossenen, Teil eines Gewindetriebs bildenden Steilgewin
demutter ist, in welche eine gegen Drehung gesicherte Steil
gewindespindel, axial hin- und hergehend angetrieben, von der
dem Gewindekern abgewandten Seite eingreift.
Die vorbeschriebene Ausführungsform wird in der Praxis
vorzugsweise so verwirklicht, daß das Hohlzahnrad mit seiner
dem Gewindekern abgewandten Stirnfläche an der zum Gewinde
kern weisenden Stirnfläche der Steilgewindemutter befestigt
ist.
Die Kombination der erfindungsgemäß als Planetengetriebe
ausgebildeten Vorrichtung mit einem Steilgewindetrieb ist
grundsätzlich vorteilhaft, weil beide Getriebearten einen ho
hen Wirkungsgrad ermöglichen, der in Weiterbildung der Erfin
dung noch dadurch verbessert werden kann, daß die Steilgewin
demutter eine Kugelumlaufmutter eines Kugelgewindetriebs ist.
Der Fortbildung einer Kompaktbauweise dienen auch die
folgenden Erfindungsmerkinale, wonach in die dem Planetenge
triebe zugewandte Stirnfläche der Steilgewindespindel ein ko
axialer kreiszylindrischer Hohlraum eingelassen ist, in wel
chem das vom Gewindekern wegweisende freie kreiszylindrische
glatte Ende der Antriebswelle aufgenommen und dort ggf. dreh
gelagert ist.
Zusätzliche Erfindungsmerkinale bestehen darin, daß der
hin- und hergehende Antrieb für die Steilgewindespindel von
einer mit Druckfluid betriebenen Kolben-Zylindereinheit ge
bildet ist. Da die Entformungsbewegung einen wesentlich
größeren Kraftaufwand als die Zustellbewegung des Gewinde
kerns in den Formhohlraum hinein erfordert, ist ggf. bei ei
ner Entformungsbewegung darauf zu achten, daß die Kolbenvoll
fläche vom Druckfluid beaufschlagt wird. Also ist auch der
Drehsinn der Steilgewindespindel entsprechend zu wählen.
Außerdem gestattet es die Erfindung - ähnlich wie die
bekannte Vorrichtung - (s.a.a.O. vorbezeichnete HASCO-Bro
schüre), daß der hin- und hergehende Antrieb für die Steilge
windespindel von der öffnungs- und Schließbewegung einer
Werkzeugform abgeleitet ist.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt, es zeigt,
Fig. 1 einen axialen Längsschnitt durch eine Vorrichtung
mit zwei angedeuteten Formplatten einer Kunststoffspritzgieß
form; die Anordnung ist vor der Entformung gezeigt,
Fig. 2 in der Darstellungsweise nach Fig. 1 die Anord
nung nach der Entformung,
Fig. 3 einen Radialschnitt entsprechend der in Fig. 1
mit III-III bezeichneten Schnittlinie und
Fig. 4 eine Stirnansicht entsprechend dem in Fig. 1 mit
IV bezeichneten Ansichtspfeil.
In den Zeichnungen ist eine Vorrichtung zum Entformen
von mit Gewinde versehenen Kunststoffspritzgußartikeln insge
samt mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet.
Mit einer Antriebswelle 11 ist über eine Steckkupplung
12 die einen Gewindekern 14 tragende Welle 13 dreh-, zug- und
druckfest lösbar angekuppelt. Der Gewindekern 14 besitzt ein
Außengewinde 15, welches das Innengewinde 16 des Gewindean
satzes 55 eines sich in der Formhöhlung F zwischen den beiden
Formplatten 17 und 18 befindlichen Kunststoffartikels A ge
formt hat.
Die Formplatte 18 gehört zum düsenseitigen Werkzeugbe
reich, während die Formplatte 17 Teil des auswerferseitigen
Werkzeugbereichs ist. Die Trennebene zwischen den Formplatten
17 und 18 ist mit T bezeichnet.
Auf der Antriebswelle 11 ist ein als Außengewinde ausge
führtes Leitgewinde L angebracht. Das Leitgewinde L greift in
ein Innengewinde ein, welches als Gegengewinde G bezeichnet
ist. Das Gegengewinde G ist in einen bundartigen Ansatz 19
eines Getriebegehäusedeckels 20 des Getriebegehäuses 21 ein
gearbeitet. Das Getriebegehäuseteil 22 weist einen mit axia
len Gewindelöchern 24 versehenen Flansch 23 auf, in welchen
der Flansch 25 des Deckels 20 formschlüssig eingefügt und mit
Schrauben 26 unter Mitverwendung eines Zylinderstifts 27 be
festigt ist.
Auf der dem Gewindekern 14 abgewandten Seite folgt dem
Leitgewinde L ein Sonnenrad 28 eines insgesamt mit P bezeich
neten Planetengetriebes. Das Sonnenrad 28 ist körperlicher
Bestandteil der Antriebswelle 11. Das Sonnenrad 28 ist axial
so lang ausgebildet, daß die axiale Länge die Auszugsbewegung
des Gewindekerns (vgl. Fig. 1 mit Fig. 2) in Richtung z be
rücksichtigt. Alle Räderelemente des Planetengetriebes P
stellen geradverzahnte Stirnräder dar.
Mit dem Sonnenrad 28 kämmen drei als Doppelzahnräder
ausgebildete Planetenzahnräder 29. Jedes Planetenrad 29 weist
zwei Teilräder 30, 31 unterschiedlichen Durchmessers auf. Das
Teilrad 30 größeren Durchmessers kämmt mit dem Sonnenrad 28,
während das Teilrad 31 kleineren Durchmessers mit einem in
nerverzahnten Hohlzahnrad 32 kämmt.
Das Hohlzahnrad 32 ist um die Längsmittelachse z der Ge
samtanordnung drehgelagert und liegt mit seiner dem Gewinde
kern 14 abgewandten Stirnfläche 33 an der dem Gewindekern 14
zugewandten Stirnfläche 34 einer Steilgewindemutter 35 an und
ist dort über etliche Zylinderstifte 36 auf Drehmitnahme be
festigt.
Die Planetenräder 29 laufen auf Achsen 37, welche je
weils einenends im Deckel 20 und anderenends in einer Lager
scheibe 38 gehalten sind. Die Lagerscheibe 38 ist über eine
Anzahl von Zylinderstiften 39 und Distanzbuchsen 40 starr mit
dem Gehäusedeckel 20 verbunden.
Die Steilgewindemutter 35 weist ein Muttergehäuse 41 und
ein Mutterelement 42 auf, welches über eine Paßfeder 43 dreh
fest mit dem Muttergehäuse 41 verbunden ist.
Von der dem Gewindekern 14 abgewandten Gehäusestirnflä
che 44 her ragt eine Steilgewindespindel 45 in das Mutterele
ment 42 axial hinein. In die dem Gewindekern 14 zugewandte
Stirnfläche ist eine kreiszylindrische Axialausnehmung 46
eingelassen, in welche ein glattes Wellenende 47 der An
triebswelle 11 gleitgelagert eingreift.
Steilgewindemutter 35 mit Hohlzahnrad 32 sind über ge
eignete Wälzlagerelemente 48, 49 axial und über Wälzlagerele
mente 50 radial gehäuseinnenseitig abgestützt.
Der Steilgewindemutter 35 und Steilgewindespindel 45
aufweisende Gewindetrieb ist als Kugelgewindetrieb ausgebil
det und insgesamt mit K bezeichnet.
Zur Erzielung einer kompakten Bauweise ist eine nur ge
strichelt angedeutete, mittels eines Druckfluids betriebene,
Kolben-Zylindereinheit 51 an die Gehäusestirnfläche 44 ange
flanscht. Die Einheit 51 ist mit einem Zylinder 52, mit einem
Kolben 53 und mit einer Kolbenstange 54 versehen, welche
dreh-, zug- und druckfest mit der Steilgewindespindel 45 lös
bar verbunden ist.
Bei Vergleich der Fig. 1 und 2 miteinander läßt sich die
Funktionsweise der Vorrichtung 10 wie folgt beschreiben:
Der Kolben 53 wird von seiner Vollfläche 54 her mit ei
nem Druckfluid, beispielsweise mit Hydraulikflüssigkeit, be
aufschlagt und bewegt sich demzufolge in Richtung b. Die sich
ebenfalls in Richtung b linear verschiebende, an einer
Drehung um die Längsachse z gehinderte Steilgewindespindel 45
versetzt die Steilgewindemutter 35 und damit auch das
Hohlzahnrad 32 in Umdrehung, welches mittelbar über die
Planetenräder 29 auch das Sonnenrad 28 in Umdrehung versetzt.
Das mit dem Sonnenrad 28 drehfeste Leitgewinde L, wel
ches mit dem gehäusefesten Gegengewinde G kooperiert, führt
eine Drehbewegung im Lösesinne der Gewinde 15 und 16 und
zugleich eine lineare Auszugsbewegung in Richtung c aus. Er
gänzend ist zu bemerken, daß selbstverständlich die Gewinde
steigung des Leitgewindes L und die des Außengewindes 15 des
Gewindekerns 14 identisch sein müssen.
Fig. 2 zeigt sodann die vollendete Entformung, worauf
der Artikel A nach einer Öffnungsbewegung der beiden Form
platten 17 und 18 über geeignete Mittel, beispielsweise durch
Auswerferstifte, ausgestoßen werden kann.
Aus der vorhergehenden Beschreibung wird deutlich, daß
die Vorrichtung 10 insgesamt eine autarke und weitestgehend
unabhängig von baulichen Vorbedingungen einer Werkzeugform in
nahezu allen Lagen anzubringende kompakte Bauform darstellt.
Die Zeichnungen sind übrigens etwa im Maßstab von 1 : 1 gehal
ten.
Claims (10)
1. Vorrichtung (10) zum Entformen von mit Gewinde (16)
versehenen Spritzgußartikeln (A) aus Kunststoff od. dgl., mit
einem Außen- (15) oder Innengewinde tragenden Gewindekern
(14), der mit einer entlang der linearen Entformungsrichtung
(c) axial hin- und herbeweglichen Antriebswelle (11) dreh-,
zug- und druckfest verbundenen ist, welche ein als Außenge
winde ausgeführtes Leitgewinde (L) trägt, das dieselbe Stei
gung wie das Gewinde (15) des zu entformenden Gewindekerns
(14) aufweist und das in ein raumfest gehaltenes, als Innen
gewinde ausgeführtes Gegengewinde (G) eingreift, und mit ei
nem auf der Antriebswelle (11) befestigten Stirnzahnrad (28),
welches mit mindestens einem treibenden Antriebszahnrad (29)
kämmt und relativ zu letzterem gemeinsam mit der Antriebs
welle (11) axial hin- und herbeweglich ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß das auf der Antriebswelle (11) befestigte
Stirnzahnrad das Sonnenrad (28) und mindestens drei mit dem
Sonnenrad (28) kämmende treibende Antriebsräder die Planeten
räder (29) eines Planetengetriebes (P) bilden, wobei die
axiale Länge des Sonnenrades (28) dem linearen Weg (bei c)
der Antriebswelle (11) entspricht, und die Planetenräder (29)
in einem raumfest gehaltenen Getriebegehäuse (21) gelagert
sind, welches auch das Gegengewinde (G) für das Leitgewinde
(L) bildet, und wobei ein mit den Planetenrädern (29) kämmen
des Hohlzahnrad (32) im Getriebegehäuse (21) drehbar gelagert
und mit einem Drehantrieb (35) fest verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Leitgewinde (L) und Gegengewinde (G) axial zwischen dem
Gewindekern (14) und dem Planetengetriebe (P) angeordnet
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder nach Anspruch 2, da
durch gekennzeichnet, daß der Gewindekern (14) an der An
triebswelle (11) lösbar (bei 12) befestigt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Planetenrad (29) ein zwei Teilräder
(30, 31) unterschiedlicher Durchmesser aufweisendes einstüc
kiges Doppelrad bildet, wobei das Teilrad (31) mit dem klei
neren Durchmesser mit dem Hohlzahnrad (32) und das Teilrad
(30) mit dem größeren Durchmesser mit dem Sonnenrad (28)
kämmt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Drehantrieb des Hohlzahnrades (32)
von einer drehfest angeschlossenen, Teil eines Gewindetriebs
(K) bildenden Steilgewindemutter (35) ist, in welche eine ge
gen Drehung gesicherte Steilgewindespindel (45), axial hin-
und hergehend angetrieben, von der dem Gewindekern (14) abge
wandten Seite eingreift.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Hohlzahnrad (32) mit seiner dem Gewindekern (14) ab
gewandten Stirnfläche (33) an der zum Gewindekern (14) wei
senden Stirnfläche (34) der Steilgewindemutter (35) befestigt
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder nach Anspruch 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Steilgewindemutter (35) eine
Kugelumlaufmutter eines Kugelgewindetriebs (K) ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß in die dem Planetengetriebe (P) zuge
wandte Stirnfläche der Steilgewindespindel (45) ein koaxialer
kreiszylindrischer Axialhohlraum (46) eingelassen ist, in
welchem das vom Gewindekern (14) wegweisende freie kreiszy
lindrische glatte Ende (47) der Antriebswelle (11) aufgenom
men und dort ggf. drehgelagert ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der hin- und hergehende Antrieb für die Steilgewindespin
del (35) von einer mit Druckfluid betriebenen Kolben-Zylin
dereinheit (51) gebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß der hin- und hergehende Antrieb für
die Steilgewindespindel (45) von der Öffnungs- und Schließbe
wegung einer Werkzeugform abgeleitet ist.
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1997
- 1997-07-15 DE DE1997130178 patent/DE19730178C1/de not_active Expired - Fee Related
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