DE4329072C2 - Durch einen Motor angetriebene Formschließ- und Zuhaltevorrichtungen an einer Spritzgießmaschine - Google Patents
Durch einen Motor angetriebene Formschließ- und Zuhaltevorrichtungen an einer SpritzgießmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1
angegebenen Merkmalen. Solcher Art ausgerüstete Spritzgießmaschinen, mit de
nen unterschiedliche Arten von Gegenständen gespritzt werden können, haben
zum Antreiben der Formschließeinheit einen elektrischen Motor, z. B. einen Ser
vomotor oder dergleichen, der die Kraft aufbringt, um die Form zu schließen, zu
zuhalten und wieder zu öffnen.
Für das Spritzgießen unterschiedlicher Gegenstände aus
Kunststoff sind verschiedene Arten von Formschließein
heiten bekannt, die sämtlich mit einem elektrischen
Motor als Kraftquelle betrieben werden. Drei typische
Formschließeinheiten dieser Art sind durch die
JP 1-36587 Y2 und
JP 1-36588 Y2 sowie durch die JP 61-193 821 A bekannt ge
worden.
Von diesen offenbart JP 1-36587 Y2 eine Formschließein
heit mit einem sich vertikal erstreckenden feststehenden
Endgehäuse, welches einer feststehenden Formträgerplatte
gegenüberliegt, an welcher eine stationäre Formhälfte an
gebracht ist; zwischen dem Endgehäuse und der feststehen
den Formträgerplatte ist eine bewegliche Formträgerplatte
angeordnet, an welcher eine bewegliche Formhälfte ange
bracht ist. Der Zwischenraum zwischen der feststehenden
Formträgerplatte und dem Endgehäuse ist durch mehrere Zug
stangen waagerecht überbrückt. Mit ihrem einen Ende sind
die Zugstangen fest an der feststehenden Formträger
platte befestigt, während ihre anderen Enden in dem End
gehäuse stecken. Die Zugstangen sind durch Löcher in der
beweglichen Formträgerplatte hindurchgeführt und haben
einen als Spindel ausgebildeten Abschnitt, welcher in
einem Gewindeeingriff mit einer Schraube steht, welche
in der beweglichen Formträgerplatte angeordnet ist. Durch
diesen Aufbau wird eine Drehung der Zugstangen über den
Gewindeeingriff ihres als Spindel ausgebildeten Abschnitts
mit den Muttern in der beweglichen Formträgerplatte in eine
lineare Bewegung der beweglichen Formträgerplatte umge
wandelt. Ein am Endgehäuse befestigter elektrischer
Motor dreht die Zugstangen unter Zwischenschalten
eines die Drehbewegung übertragenden Getriebes, wo
durch ein öffnen und Schließen der Form durch lineare Be
wegung der beweglichen Formträgerplatte auf die fest
stehende Formträgerplatte zu oder von ihr weg erreicht
wird. Beim Formschließen werden die an den beiden Form
trägerplatten befestigten Formhälften so zusammengefahren
und festgehalten, daß die Form dicht ist.
Die JP 1-36588 Y2 zeigt eine Formschließ- und -zuhalte
einheit mit mehreren Zugstangen, welche einen als Spin
del ausgebildeten Abschnitt haben und den Zwischenraum
zwischen einer feststehenden Formträgerplatte und einer
ihr gegenüberliegenden weiteren feststehenden Platte
waagerecht überbrücken und sich dabei durch bewegliche
Formträgerplatten hindurch erstrecken, wobei die Zug
stangen in diesem Fall unbeweglich gehalten sind. Ein
elektrischer Motor und ein seine Drehbewegung über
tragendes Getriebe befinden sich nicht auf der fest
stehenden Platte, sondern auf der beweglichen Formträger
platte. In der beweglichen Formträgerplatte sind Muttern
drehbar angeordnet, welche in einem Gewindeeingriff mit
den als Spindeln ausgebildeten Zugstangen stehen. Wenn
bei diesem Aufbau der elektrische Motor in Drehbewegung
versetzt wird, treibt er die Muttern an und verschiebt
dadurch die bewegliche Formträgerplatte geradlinig längs
der Zugstangen.
Die JP 61-193 821 A zeigt eine Formschließeinheit ähn
lich der in der JP 1-36588 Y2 offenbarten, in welcher
ein elektrischer Motor und ein seine Drehbewegung über
tragendes Getriebe auf der beweglichen Formträgerplatte
oder auf einer der feststehenden Formträgerplatte gegen
überliegenden zweiten feststehenden Platte angeordnet
sind.
Bei jener bekannten Formschließeinheit, bei wel
cher die bewegliche Formträgerplatte durch Drehen
der entsprechenden Zugstangen verschoben wird, be
nötigt man, weil die einen Enden der langen Zugstangen
durch den Motor über das Getriebe gedreht werden müssen,
ein viel größeres Drehmoment als im Fall, daß die Zug
stangen durch Angriff an einer Stelle nahe bei Muttern
liegen, gedreht werden, um die bewegliche Formträger
platte zu verschieben. Ein Problem bei der bekannten
Formschließeinheit liegt auch darin, daß man eine
sehr ausgefeilte Technik benötigt, um die langen
Zugstangen an ihren Enden mit hoher Genauigkeit zu
lagern.
Nachteile gibt es auch bei der bekannten motorgetriebenen
Formschließeinheit, bei welcher die Muttern gedreht wer
den, um die bewegliche Formträgerplatte zu verschieben;
weil der elektrische Motor, die Muttern, das Getriebe
zwischen Motor und Muttern und die zugehörigen Bauteile
alle auf der beweglichen Formträgerplatte angeordnet sind,
erhält diese unweigerlich ein hohes Gewicht, und dem
entsprechend steigt der Drehmomentbedarf des elektri
schen Motors. Es wird deshalb ein entsprechend großer
Motor benötigt, der ein hinreichend großes Drehmoment
abgibt. Hinzu kommt, daß das gesamte Gewicht der be
weglichen Formträgerplatte den spindelförmigen Abschnitt
der Zugstangen belastet, was zu einer Biegung der Zug
stangen führt. Außerdem ist es bei dieser bekannten
Formschließeinheit schwierig, bei der Verschiebung der
beweglichen Formträgerplatte gegenüber der stationären
Formträgerplatte die gewünschte Parallelität mit hoher
Genauigkeit einzuhalten.
Angesichts des aufgeführten Standes der Technik ist es die
Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art für eine Spritzgießmaschine zu schaffen,
in welcher die bewegliche Formträgerplatte auf der Platt
form der Spritzgießmaschine mit einem auf der beweglichen
Formträgerplatte angebrachten verhältnismäßig kleinen elektrischen Motor als
Kraftquelle schnell und mit hoher Genauigkeit verschoben werden kann,
was die Führung der beweglichen Formträgerplatte parallel
zur feststehenden Formträgerplatte betrifft; dabei soll
die Verstellkraft durch Gewindeeingriff von Muttern, die
in der beweglichen Formträgerplatte angeordnet sind, mit
Spindeln erfolgen, die an Zugstangen ausgebildet sind,
welche den Zwischenraum zwischen einer feststehenden
Formträgerplatte und einer weiteren Platte überbrücken
und wobei diese Zugstangen nicht gedreht werden sollen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit
den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der ab
hängigen Ansprüche.
Mit einer solchen Vorrichtung kann das Öffnen,
Schließen und Zuhalten mit hoher Geschwindig
keit durch einen verhältnismäßig kleinen elektrischen
Motor erzielt werden, welcher nur ein verhältnismäßig
kleines Drehmoment abgeben muß und weniger
elektrische Energie verbraucht als bislang, wobei
das Öffnen, Schließen und Zuhalten der Form kontrolliert
erfolgt.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die beweg
liche Formträgerplatte vorzugsweise auf zwei Führungen
montiert, die auf einer Plattform der Spritzgießmaschine
liegen, so daß das Gewicht der beweglichen Formträger
platte durch Vermittlung der Führungen von der Platt
form der Spritzgießmaschine aufgenommen wird.
Üblicherweise werden die feststehende und die bewegliche
Formträgerplatte durch vier zueinander parallele Stangen
verbunden; von diesen sind vorzugsweise zwei als Zug
stangen ausgebildet und befinden sich bezüglich der fest
stehenden und der beweglichen Formträgerplatte in dia
gonaler Anordnung. Es können aber vier an den vier
Ecken der beweglichen und der feststehenden Form
trägerplatte angeordnete Stangen als Zugstangen aus ge
bildet sein. In beiden Fällen sind sie an der fest
stehenden Formträgerplatte und der ihr gegenüberliegen
den weiteren feststehenden Platte angeordnet und drehen
sich nicht.
Die erfindungsgemäß vorgesehene Welle, welche nach
Art einer Nutenwelle mit in Richtung ihrer Längsachse
verlaufenden Kugellaufrillen versehen ist, erstreckt
sich vorzugsweise von der feststehenden Formträgerplatte
zu der ihr gegenüberliegenden weiteren feststehenden
Platte und erstreckt sich dabei durch die bewegliche
Formträgerplatte hindurch. Diese Ausführungsform eignet
sich insbesondere in dem Fall, wo nur zwei von vier die
Formträgerplatten verbindenden Stangen als Zugstangen
ausgebildet sind, denn dann kann diese Welle zugleich
die Funktion einer der übrigen beiden Stangen übernehmen
und dazu beitragen, die bewegliche Formträgerplatte zu
führen. Es ist aber auch möglich, die Welle als zusätz
liches Element oberhalb der Stangen anzuordnen, die sich
von der feststehenden Formträgerplatte durch die beweg
liche Formträgerplatte hindurch bis zu der gegenüber
liegenden feststehenden Platte erstrecken; in diesem Fall
erstreckt sich die Welle vorzugsweise nicht von der fest
stehenden Formträgerplatte bis zur gegenüberliegenden
feststehenden Platte, sondern nur von einer der fest
stehenden Platten zur beweglichen Formträgerplatte, im
oberen Bereich der beiden Platten.
Wenn bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Motor in
Drehung versetzt wird, dann wird vom Motor auch die ge
nannte Welle in Drehung versetzt und die Drehbewegung
über die auf der Welle befindliche, drehbar im Gehäuse
der beweglichen Formträgerplatte gelagerte Kugelbüchse
auf die Muttern übertragen, welche auf den Kugelumlauf
spindeln sitzen, so daß die bewegliche Formträgerplatte
in Richtung der Längsachse der Kugelumlaufspindeln ver
schoben wird. Die Welle hat längs verlaufende Kugellauf
rillen und die Kugelbüchse wird deshalb zusammen mit der
beweglichen Formträgerplatte auf der Welle verschoben. Die
Formträgerplatte wird deshalb nicht nur durch die Zugstangen,
und zwar durch ihren als Kugelumlaufspindel ausgebildeten
Abschnitt, sondern auch durch die Welle exakt geführt.
Die Bewegungsrichtung der beweglichen Formträgerplatte
kann durch Drehrichtungsumkehr des Motors umgekehrt wer
den; der Motor bewirkt sowohl das Schließen als auch das
Zuhalten sowie das Öffnen der Form.
Weil bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die mit längs
verlaufenden Kugellaufrillen versehene Welle sich von der
feststehenden Formträgerplatte bis zur gegenüberliegenden
feststehenden Platte oder von einer dieser feststehenden
Platten bis zur beweglichen Formträgerplatte erstreckt und
weil die Muttern über eine Anzahl von Kugeln im Gewindeein
griff mit den Kugelumlaufspindeln stehen, weil diese dreh
baren Teile drehbar in der beweglichen Formträgerplatte
gelagert sind, und weil die Welle und der Elektromotor
durch einen endlosen Zahnriemen miteinander verbunden
sind, kann das vom Motor erzeugte Drehmoment zuverlässig
auf die Muttern in der beweglichen Formträgerplatte über
tragen werden, um diese in Richtung auf die feststehende
Formträgerplatte oder von dieser weg zu verschieben. Durch
den erfindungsgemäßen Aufbau kann das Gewicht der be
weglichen Formträgerplatte verringert werden und es er
gibt sich eine ausgezeichnete Genauigkeit in der Parallel
verschiebung der beweglichen Formträgerplatte relativ zur
stationären Formträgerplatte.
Weil erfindungsgemäß die in der beweglichen Formträger
platte gelagerten Muttern, aber nicht die durch sie hin
durchführenden Zugstangen, gedreht werden, benötigt der
Motor nur ein kleineres Drehmoment als in dem Fall, daß
er die Zugstangen drehen müßte; erfindungsgemäß kann die
bewegliche Formträgerplatte deshalb feinfühliger ver
schoben werden. Erfindungsgemäß kann man deshalb einen
Elektromotor mit kleineren Abmessungen und kleinerer Dreh
momentabgabe für die Vorrichtung ver
wenden, die deshalb auch weniger elektrischen Strom ver
braucht; dabei können das Öffnen und Schließen der Form
mit hoher Geschwindigkeit erfolgen, wobei das Öffnen,
Schließen und Zuhalten der Form gut kontrolliert werden
kann.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung zum
Schließen und Zuhalten der Form einer
Spritzgießmaschine in einem Schnitt längs
der Schnittlinie A-A in Fig. 2,
Fig. 2 eine Vorderansicht auf die feststehende
Formträgerplatte der Vorrichtung aus
Fig. 1,
Fig. 3 eine zweite Vorrichtung
in einem Schnitt entlang der Schnittlinie
B-B in Fig. 4, und
Fig. 4 eine Vorderansicht auf die feststehende Form
trägerplatte der Vorrichtung aus Fig. 3.
In Fig. 1 bezeichnet 1 eine feststehende
Platte und 2 eine ihr gegenüberliegende
feststehende Formträgerplatte 2; die beiden Platten 1
und 2 sind mit vorbestimmtem Abstand zwischen ihnen
parallel zueinander unbeweglich auf einer Plattform 3
einer Spritzgießmaschine angebracht. Zwei waagerechte
Zugstangen 4 überbrücken die beiden Platten 1 und 2;
sie befinden sich an den Platten 1 und 2 an einander
diagonal gegenüberliegenden Stellen. Das Bezugszeichen 5
bezeichnet eine bewegliche Formträgerplatte, in welche
die Zugstangen eingesetzt sind. Die bewegliche Form
trägerplatte 5 ist verschiebbar auf zwei Führungen 6
montiert, welche auf der Plattform 3 der Spritzgieß
maschine liegen. Auf den Führungen 6 ist die bewegliche
Formträgerplatte 5 vor und zurück verschiebbar.
Ein Abschnitt auf jeder der beiden Zugstangen 4 ist
als Kugelumlaufspindel 7 ausgebildet, und Muttern 8,
welche in einem Gewindeeingriff mit den Kugelumlauf
spindeln 7 stehen, sind drehbar in feststehenden Ge
häusen 9 gelagert, die fest in der beweglichen Formträ
gerplatte 5 stecken. Jede Mutter 8 ist einstückig mit
einer Riemenscheibe 10 verbunden, in deren Umfang
eine Folge von Zähnen eingearbeitet ist. In der Dar
stellung gemäß Fig. 1 befinden sich die Zahnriemen
scheiben 10 auf der linken Seite der beweglichen Form
trägerplatte 5, der feststehenden Platte 1 benachbart.
Das Bezugszeichen 11 bezeichnet einen elektrischen Motor,
z. B. einen Servomotor oder dergleichen. Der elektrische
Motor trägt am Ende seiner Abtriebswelle eine Zahnriemen
scheibe 12 und ist an der Seite der feststehenden Platte
1 angebracht, in der Darstellung der Fig. 2 auf der linken
Seite. Das Bezugszeichen 13 bezeichnet eine drehbare Welle
mit längsverlaufenden Kugellaufrillen. Die Welle 13 er
streckt sich von der feststehenden Formträgerplatte 2 bis
zur gegenüberliegenden feststehenden Platte 1 und erstreckt
sich dabei durch die bewegliche Formträgerplatte 5 hindurch.
Eine Kugelbüchse 14 ist über die Kugellaufrillen und die
darin laufenden Kugeln drehfest mit der Welle 13 verbunden
und drehbar in einem feststehenden Gehäuse 15 gelagert,
welches fest in die bewegliche Formträgerplatte 5 einge
fügt ist.
Das in Fig. 1 linke Ende der Welle 13 steht über die
Platte 1 vor und trägt eine Zahnriemenscheibe 17. Ein
erster endloser Zahnriemen 18 ist um die Zahnriemenscheibe
17, die beiden Zahnriemenscheiben 10 und um eine frei
laufende Rolle oder Riemenscheibe 10 herumgespannt. Ein
zweiter Zahnriemen 19 ist um die Zahnriemenscheiben 12
und 17 sowie eine freilaufende Rolle oder Riemenscheibe
22 herumgespannt.
Das Bezugszeichen 20 bezeichnet in Fig. 1 eine feststehende
Hälfte der Form auf der feststehenden Formträgerplatte 2,
während 21 eine bewegliche Formhälfte auf
der beweglichen Formträgerplatte 5 bezeichnet.
Wenn der elektrische Motor 11 in Drehung versetzt wird,
wird seine Drehung über die Zahnriemenscheibe 12, die
Zahnriemenscheibe 17 und den endlosen Zahnriemen 19 auf
die Welle 13 übertragen, und die Drehung der Welle 13
wird dann über die Zahnriemenscheibe 16, die Zahnriemen
scheibe 10 und den endlosen Zahnriemen 18 auf die Mutter
8 übertragen, welche sich dann ebenfalls dreht, wodurch
die verschiebbare Formträgerplatte 5 in Achsrichtung
längs der Welle 13 verschoben wird, weil die Mutter 8
mit der Gewindeumlaufspindel 7 in Gewindeeingriff steht.
Dabei hängt die Bewegungsrichtung der beweglichen Form
trägerplatte von der Drehrichtung des elektrischen Motors
11 ab.
Wenn der elektrische
Motor 11 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird, dann wird
die bewegliche Formträgerplatte 5 vorwärts in Richtung
auf die feststehende Formträgerplatte 2 verschoben, bis
die feststehende Formhälfte 20, welche auf der fest
stehenden Formträgeplatte 2 befestigt ist, und die be
wegliche Formhälfte 21, welche auf der beweglichen Form
trägerplatte 5 befestigt ist, zu einer geschlossenen
Form zusammengefügt sind, und dann werden die beiden
Formhälften 20 und 21 gegeneinander gedrückt, so daß
die Form dicht zugehalten wird. Wenn andererseits
der elektrische Motor 11 im Uhrzeigersinn gedreht wird,
wird die bewegliche Formträgerplatte 5 nach rückwärts
von der feststehenden Formträgerplatte 2 weg bewegt und
dadurch die Form geöffnet.
Bei dem in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungs
beispiel sind Teile, die Teilen des ersten Ausführungs
beispieles gleichen oder entsprechen, mit übereinstimmenden
Bezugszeichen bezeichnet. In diesem zweiten Ausführungsbei
spiel sind an den vier Ecken der feststehenden Formträger
platte 2 und der ihr gegenüberliegenden weiteren feststehen
den Platte 1 vier Zugstangen 4 angeordnet, welche diese bei
den Platten 1 und 2 waagerecht miteinander verbinden. Ein
sich durch die bewegliche Formträgerplatte 5 hindurch er
streckender Abschnitt einer jeden Zugstange ist als Ge
windeumlaufspindel 7 ausgebildet. Weil die bewegliche Form
trägerplatte 5 während ihrer Verschiebebewegung längs der
Gleitführungen 6 durch die Zugstangen 4 an den vier Ecken
gut geführt ist, muß die drehbare Welle 13 sich nicht von
der feststehenden Platte 1 zur gegenüberliegenden fest
stehenden Formträgerplatte 2 erstrecken; es genügt viel
mehr, daß sich die Welle 13 von einer der feststehenden
Platten 1 oder 2, im vorliegenden Fall von der feststehen
den Platte 1 bis durch die bewegliche Formträgerplatte 5
hindurch erstreckt. Dadurch kann die drehbare Welle 13
dünner ausgebildet sein als im ersten Ausführungsbeispiel.
Claims (9)
1. Durch einen elektrischen Motor (11) angetriebene Formschließ- und Zuhalte
vorrichtung an einer Spritzgießmaschine
mit einer auf einer Plattform (3) der Spritzgießmaschine unbeweglich montier ten feststehenden Formträgerplatte (2) und einer ihr gegenüberliegenden wei teren feststehenden Platte (1) und einer zwischen ihnen verschiebbar ange ordneten beweglichen Formträgerplatte (5),
mit mehreren Zugstangen (4), welche den Zwischenraum zwischen der fest stehenden Formträgerplatte (2) und der weiteren feststehenden Platte (1) waagerecht überbrücken und in diesen Platten fest gelagert sind, wobei die Zugstangen (4) durch die bewegliche Formträgerplatte (5) hindurchgeführt sind,
mit einem als Gewindeumlaufspindel ausgebildeten Abschnitt (7) auf jeder der Zugstangen (4), der den Bewegungsbereich der beweglichen Formträger platte (5) abdeckt,
und mit je einer in der beweglichen Formträgerplatte (5) angebrachten Mutter (8), welche sich in Gewindeeingriff mit je einem Abschnitt (7) befindet und starr mit einer Zahnriemenscheibe (10) verbunden ist, so daß dann, wenn der elektrische Motor (11) in Drehung versetzt wird, die bewegliche Formträger platte (5) in Richtung auf die bewegliche Formträgerplatte (2) oder von ihr weg verschoben wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der elektrische Motor (11) an einer der bei den feststehenden Platten (1, 2) befestigt ist,
daß eine starr mit einer Zahnriemenscheibe verbundene Kugelbüchse (14), auf deren innerer Oberfläche eine Anzahl von Kugeln angeordnet ist, drehbar in einem feststehenden Gehäuse (15) gelagert ist, welches fest in die beweg liche Formträgerplatte (5) eingefügt ist,
und daß eine durch die Kugelbüchse (14) hindurchführende und in einer der beiden feststehenden Platten (1, 2) gelagerte drehbare Welle (13) vorgese hen ist, welche längs verlaufende Kugellaufrillen hat, in welche die Kugeln der Kugelbüchse (14) eingreifen, so daß die bewegliche Formträgerplatte (5) entlang der Welle (13) verschiebbar ist, wobei der elektrische Motor (11) über die Welle (13) und die Kugelbüchse (14) die Muttern (8) antreibt, so daß bei Drehung des elektrischen Motors (11) die bewegliche Formträgerplatte (5) auf die feststehende Formträgerplatte (2) zu oder von ihr weg verschoben wird.
mit einer auf einer Plattform (3) der Spritzgießmaschine unbeweglich montier ten feststehenden Formträgerplatte (2) und einer ihr gegenüberliegenden wei teren feststehenden Platte (1) und einer zwischen ihnen verschiebbar ange ordneten beweglichen Formträgerplatte (5),
mit mehreren Zugstangen (4), welche den Zwischenraum zwischen der fest stehenden Formträgerplatte (2) und der weiteren feststehenden Platte (1) waagerecht überbrücken und in diesen Platten fest gelagert sind, wobei die Zugstangen (4) durch die bewegliche Formträgerplatte (5) hindurchgeführt sind,
mit einem als Gewindeumlaufspindel ausgebildeten Abschnitt (7) auf jeder der Zugstangen (4), der den Bewegungsbereich der beweglichen Formträger platte (5) abdeckt,
und mit je einer in der beweglichen Formträgerplatte (5) angebrachten Mutter (8), welche sich in Gewindeeingriff mit je einem Abschnitt (7) befindet und starr mit einer Zahnriemenscheibe (10) verbunden ist, so daß dann, wenn der elektrische Motor (11) in Drehung versetzt wird, die bewegliche Formträger platte (5) in Richtung auf die bewegliche Formträgerplatte (2) oder von ihr weg verschoben wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der elektrische Motor (11) an einer der bei den feststehenden Platten (1, 2) befestigt ist,
daß eine starr mit einer Zahnriemenscheibe verbundene Kugelbüchse (14), auf deren innerer Oberfläche eine Anzahl von Kugeln angeordnet ist, drehbar in einem feststehenden Gehäuse (15) gelagert ist, welches fest in die beweg liche Formträgerplatte (5) eingefügt ist,
und daß eine durch die Kugelbüchse (14) hindurchführende und in einer der beiden feststehenden Platten (1, 2) gelagerte drehbare Welle (13) vorgese hen ist, welche längs verlaufende Kugellaufrillen hat, in welche die Kugeln der Kugelbüchse (14) eingreifen, so daß die bewegliche Formträgerplatte (5) entlang der Welle (13) verschiebbar ist, wobei der elektrische Motor (11) über die Welle (13) und die Kugelbüchse (14) die Muttern (8) antreibt, so daß bei Drehung des elektrischen Motors (11) die bewegliche Formträgerplatte (5) auf die feststehende Formträgerplatte (2) zu oder von ihr weg verschoben wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche
Formträgerplatte (5) auf Führungen (6) montiert ist, welche auf der Plattform
(3) der Spritzgießmaschine liegen, so daß das Gewicht der beweglichen
Formträgerplatte (5) über die Führungen (6) von der Plattform (3) aufgenom
men wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die
parallelen Zugstangen (4) an den beiden feststehenden Platten (1, 2) und an
der beweglichen Formträgerplatte (5) in diagonaler Anordnung befinden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die
parallelen Zugstangen (4) an den vier Ecken der beiden feststehenden Plat
ten (1, 2) und der beweglichen Formträgerplatte (5) befinden.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die mit Kugellaufrillen versehene drehbare Welle (13) und die
drehbare Kugelbüchse (14) an einem oberen Teil der beweglichen Formträ
gerplatte (5) und einer der feststehenden Platten (1, 2) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der elektrische Motor (11) ein Servomotor ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß zur Übertragung der Drehbewegung ein endloser Zahnriemen
(18,19) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Mutter (8) und die zugehörige Zahnriemenscheibe (10) ei
ne Baueinheit bilden.
9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kugelbüchse (14) und die zugehörige Zahnriemenscheibe
(16) eine Baueinheit bilden.
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