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DE19728997A1 - Wässrige Polymerdispersionen mit verringerter Geruchsemission - Google Patents

Wässrige Polymerdispersionen mit verringerter Geruchsemission

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Publication number
DE19728997A1
DE19728997A1 DE19728997A DE19728997A DE19728997A1 DE 19728997 A1 DE19728997 A1 DE 19728997A1 DE 19728997 A DE19728997 A DE 19728997A DE 19728997 A DE19728997 A DE 19728997A DE 19728997 A1 DE19728997 A1 DE 19728997A1
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DE
Germany
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aqueous polymer
polymer dispersions
zinc salt
acid
aqueous
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19728997A
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English (en)
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Juergen Dr Schmidt-Thuemmes
Hartmann Dr Leube
Dirk Dr Lawrenz
Bradley Ronald Dr Morrison
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/02Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques
    • C08J3/03Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques in aqueous media
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08CTREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
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    • C08C1/04Purifying; Deproteinising
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft wäßrige Polymerdispersionen mit verringerter Geruchsemission sowie Verfahren zur Desodorie­ rung wäßriger Polymerdispersionen.
Wäßrige Polymerdispersionen sind industrielle Massengüter, die vielfältige Verwendungen, z. B. als Grundlage von Anstrichfarben, im Bauten- und Korrosionsschutz, in der Papier-, Textil- und Tep­ pichbeschichtung, etc. finden. Ein Problem derartiger Dispersio­ nen besteht darin, daß sie produktionsbedingt verschiedenste Ge­ ruchsemittenten wie Mercaptane, die als Molekulargewichtsregler bei der Polymerisation dienen, Ammoniak, der zur Neutralisation verwendet wird, Restmonomere etc. enthalten. Der resultierende Geruch wird seitens der Verbraucher als unangenehm empfunden, weshalb ein Bedarf an desodorierten wäßrigen Polymerdispersionen besteht.
Bekanntlich erfolgt die Desodorierung im allgemeinen durch Be­ handlung der Dispersionen nach ihrer Herstellung mit Wasserdampf, um die enthaltenen flüchtigen Anteile zu entfernen. Viele Disper­ sionen sind für diese Art der Desodorierung jedoch nicht hinrei­ chend stabil, so daß Koagulatbildung auftritt, was eine aufwen­ dige Filtration vor der weiteren Verwendung zur Folge hat. Wün­ schenswert ist somit eine andere Art der Desodorierung, z. B. durch Zugabe eines geruchsbindenden Mittels zu den wäßrigen Po­ lymerdispersionen, um das vorgenannte aufwendige Verfahren zu vereinfachen.
Wasserverträgliche Mittel mit desodorierender Wirkung sind vor allem aus dem Bereich der Kosmetik und Körperpflege bekannt. So beschreibt die DE-A-17 92 074 Mittel mit desodorierender Wirkung, die als Wirkstoffe das Zinksalz der Ricinolsäure, Salze oder Ester anderer gesättigter oder ungesättigter hydroxylierter Fett­ säuren sowie Zinksalze der Abietinsäure bzw. anderer analoger Harzsäuren enthalten. Diese Mittel werden vor allem für die Her­ stellung von Seifen, Waschmitteln, Raumsprays und Deostiften ver­ wendet.
Die DE-C-37 26 636 beschreibt ebenfalls Desodorantien auf auf Ba­ sis des Zinksalzes der Ricinolsäure. die zusätzlich Lösungsmittel und Lösungsvermittler enthalten. Als Lösungsvermittler werden da­ bei die hydrolysierten Enaddukte und Diels-Alder-Addukte von Ri­ cenfettsäuren und Maleinsäureanhydrid verwendet. Diese Mittel sind auch bei höherem Wassergehalt stabil und neigen nicht mehr zur Trübung und Ausfällung einzelner Komponenten. Somit sind sie auch für die Verwendung im technischen Bereich, wie z. B. der Ge­ ruchsbeseitigung in Kläranlagen. Deponien, Haushaltungen, Kran­ kenhäusern, der Landwirtschaft, der Tierzucht, der Tierverwertung sowie in Fleisch- und Fischbetrieben geeignet.
Die DE-A-38 08 114 beschreibt ebenfalls Mittel mit desodorieren­ der Wirkung, die das Zinksalz der Ricinolsäure sowie gegebenen­ falls das Zinksalz der Abietinsäure und/oder Zinksalze anderer gesättigter oder ungesättigter hydroxylierter Fettsäuren mit 16 oder mehr C-Atomen sowie als Lösungsvermittler einen oder mehrere Partialester von Di- oder Polyhydroxyalkanen, Mono- und Disaccha­ riden, Polyethylenglykolen oder Alkanolaminen mit den Enaddukten von Maleinsäureanhydrid an mindestens einfach ungesättigte C₁₀-C₂₅-Carbonsäuren enthalten. Gemische dieses Typs können in Zu­ bereitungen in praktisch allen Verhältnissen mit Wasser kombi­ niert werden, ohne daß deren Haltbarkeit in irgendeiner Weise be­ einträchtigt wird.
Die DE-A-40 14 055 beschreibt ebenfalls desodorierende Mittel auf Basis von Zinkricinoleat, die einen ethoxylierten Fettalkohol und ein tertiäres Amin, vorzugsweise einen tertiären Aminoalkohol, enthalten. Diese Mittel zeichnen sich durch gute Wasserverträg­ lichkeit und zusätzlich gute Fließfähigkeit aus, wodurch Produkte hergestellt werden können, die auch bei längerer Lagerzeit und hohem Wassergehalt stabil in Lösung bleiben.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, wäßrige Polymerdispersionen mit verringerter Geruchsemission zur Verfü­ gung zu stellen. Dabei darf der Zusatz des desodorierend wirken­ den Mittels weder die Eigenschaften der Polymerdispersionen, wie z. B. die Stabilität der dispersiven Verteilung, noch die der aus den Polymerdispersionen hergestellten Produkte beeinträchtigen.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß diese Aufgabe gelöst wird, wenn den Polymerdispersionen ein Mittel zugegeben wird, welches das Zinksalz der Ricinolsäure enthält.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind daher wäßrige Poly­ merdispersionen mit verringerter Geruchsemission, erhältlich durch Zugabe des Zinksalzes der Ricinolsäure und/oder des Zinksalzes der Abietinsäure bzw. analoger Harzsäuren und/oder eines Zinksalzes anderer gesättigter oder ungesättigter hydroxy­ lierter Fettsäuren mit 16 und mehr C-Atomen als desodorierende Mittel.
Als wäßrige Polymerdispersionen können insbesondere Dispersionen auf Basis von Monomeren, wie z. B. Alkylacrylaten. Alkylmethacry­ laten, Vinylestern von C₁-C₁₈-Monocarbonsäuren, Vinylaromaten, ethylenisch ungesättigten Nitrilen, Vinylhalogeniden. C₁-C₁₂-Al­ kylvinylethern und aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit 2 bis 8 C-Atomen und 1 oder 2 Doppelbindungen, oder Mischungen dieser Mo­ nomere verwendet werden, wobei es sich um Homo- oder Copolymeri­ sate handeln kann.
Bevorzugte Monomere sind z. B. Methylmethacrylat, Methylacrylat, n-Butylmethacrylat, n-Butylacrylat, Ethylmethacrylat, Ethylacry­ lat, 2-Ethylhexylmethacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Vinyllaurat. Vinylstearat, Vinylpropionat, Vinylacetat, Vinylformiat, Vinylbu­ tyrat, Vinylvalerat, Vinylhexanoat, Vinyl-2-ethylhexanoat, Vinyl­ decanoat, Styrol, α-Methylstyrol, α-Butylstyrol, o-Chlorstyrol, Vinyltoluole, Acrylnitril, Methacrylnitril, Vinylchlorid, Vinyli­ denchlorid, Methyl-. Ethyl-, n-Propyl-, i-Propyl-, n-Butyl-, i- Butyl-, 2-Ethylhexylvinylether, Butadien, Isopren etc., oder de­ ren Mischungen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung handelt es sich bei den wäßrigen Polymerdispersionen um Styrol/Butadien- Dispersionen.
Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung handelt es sich bei den wäßrigen Polymerdispersionen um Alkyl­ acrylat/Styrol-Dispersionen und Alkylmethacrylat/Styrol-Disper­ sionen, insbesondere um Butylacrylat/Styrol-Dispersionen.
Als desodorierende Mittel können das Zinksalz der Ricinolsäure und/oder das Zinksalz der Abietinsäure bzw. die Zinksalze anderer analoger Harzsäuren, wie z. B. der Neoabietinsäure, Lävopimar­ säure, Pimarsäure, Palustrinsäure etc. verwendet werden. Ebenso kann das desodorierende Mittel weitere Zinksalze anderer gesät­ tigter oder ungesättigter hydroxylierter Fettsäuren mit 16 und mehr Kohlenstoffatomen, wie z. B. die Trihydroxystearinsäure, enthalten. Die letztgenannten Verbindungen verstärken die desodo­ rierende Wirkung des Zinkricinoleats.
Als desodorierendes Mittel kann auch eine wäßrige Dispersion von Zinkricinoleat und weiteren der vorerwähnten Zinksalze eingesetzt werden, die mit der wäßrigen Polymerdispersion verträgliche Lö­ sungsvermittler und ggf. Lösungsmittel enthält.
Geeignete Lösungsvermittler sind z. B. aus der DE-C-37 26 632, DE-A-38 08 114 und DE-C-40 14 055 bekannt und umfassen hydroly­ sierte Enaddukte und Diels-Alder-Addukte von Ricenfettsäuren und Maleinsäureanhydrid, wobei die Addukte zuerst mit Wasser hydroly­ siert und anschließend mit einer Base, wie Natronlauge, Kali­ lauge, Ammoniak und/oder Triethanolamin neutralisiert werden. Weitere geeignete Lösungsvermittler sind Partialester von Di- oder Polyhydroxyalkanen, Mono- und Disacchariden, Polyethylengly­ kolen oder Alkanolaminen mit den Enaddukten von Maleinsäureanhy­ drid an mindestens einfach ungesättigte C₁₀-C₂₅-Carbonsäuren, wie z. B. Ricinolsäure, Ölsäure, Linolsäure und Linolensäure, wobei insbesondere Partialester verwendet werden, die anschließend mit Aminen umgesetzt oder noch mit Aminosäureestern, wie den Glykol­ estern der Asparaginsäure und/oder der Glutaminsäure kombiniert werden. Ebenso können als Lösungsvermittler ethoxylierte C₁₀-C₁₈-Fettalkohole mit gerader oder verzweigter Alkylkette und weniger als 30 Ethylenoxideinheiten pro Molekül in Kombination mit einem tertiären Amin, bevorzugt einem tertiären Aminoalkohol, wie z. B. Triethanolamin oder N,N,N′,N′-Tetrakis(2-hydroxypro­ pyl)ethylendiamin verwendet werden.
Geeignete Lösungsmittel sind z. B. ein- und mehrwertige Alkohole sowie Glykolether, insbesondere Ethanol, Isopropanol, Propylen­ glykol, Dipropylenglykol, Glycerin und Trimethylolpropan.
Zur Verringerung der Geruchsemission wird den wäßrigen Polymer­ dispersionen das desodorierende Mittel in einer zur Verringerung des Geruchs wirksamen Menge, insbesondere in einer Menge von bis zu 5 Gew.-%, bevorzugt bis zu 1 Gew.-%, bezogen auf den Fest­ stoffgehalt der wäßrigen Polymerdispersion und den Feststoffge­ halt des desodorierenden Mittels, zugesetzt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das desodorierende Mittel in einer Menge von 0,01 bis 1 Gew.-%, bezo­ gen auf den Feststoffgehalt der wäßrigen Polymerdispersion und den Feststoffgehalt des desodorierenden Mittels, zugesetzt.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird zur Desodorierung eine wäßrige Dispersion des Zinkricino­ leats mit einer Dichte von etwa 1,00 g/cm³ verwendet. Der Wasser­ gehalt liegt bei 50 bis 100%, insbesondere bei 80 bis 90%. Der pH-Wert der zugesetzten wäßrigen Dispersion liegt bei etwa 6 bis 8 und der Zinkgehalt liegt bei etwa 0,5 bis 1,5%.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen wäßrigen Polymerdispersio­ nen wird z. B. eine wäßrige Dispersion des Zinksalzes der Rici­ nolsäure in eine wäßrige Polymerdispersion eingerührt, wobei der pH-Wert dieser Polymerdispersionen zuvor gegebenenfalls mit einer anorganischen oder organischen Base, wie z. B. NaOH, auf einen ge­ eigneten Wert eingestellt werden kann.
Wäßrige Polymerdispersionen stellen, im Gegensatz zu den nach dem Stand der Technik mit dem Zinksalz der Ricinolsäure behandel­ ten Systemen zweiphasige Systeme aus einer wäßrigen Phase und einer Polymerphase dar, bei denen die Geruchsemittenten sowohl in der wäßrigen Phase als auch im dispergierten Polymer enthalten sind. Es war nicht zu erwarten und somit überraschend, daß auch eine Desodorierung der in den Polymerisatteilchen befindlichen Geruchsträger mit Zinkricinoleat erfolgt. Darüber hinaus war es überraschend, daß auch der Geruch von Restmonomeren, wie Al­ kyl(meth)acrylaten und vinylaromatischen Verbindungen, z. B. Sty­ rol, wirksam verringert werden kann. Vorteilhafterweise reichen dennoch bereits geringe Mengen an Zinkricinoleat für eine desodo­ rierende Wirkung aus, so daß die anwendungstechnischen Eigen­ schaften der wäßrigen Polymerdispersionen durch den Zusatz im allgemeinen nicht beeinträchtigt werden. Ebenso wird die Stabili­ tät der dispersiven Verteilung nicht beeinträchtigt.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung des Zinksalzes der Ricinolsäure und/oder des Zinksalzes der Abietin­ säure bzw. analoger Harzsäuren und/oder weiterer Zinksalze ande­ rer gesättigter oder ungesättigter hydroxylierter Fettsäuren mit 16 und mehr C-Atomen als desodorierende Mittel bzw. die Verwen­ dung der oben beschriebenen Mittel auf Basis des Zn-Salzes der Ricinolsäure zur Desodorierung wäßriger Polymerdispersionen.
Die erfindungsgemäßen Polymerdispersionen mit verringerter Ge­ ruchsemission können in üblicher, dem Fachmann bekannten Weise zu technischen Produkten, wie z. B. Bindemitteln für Anstrichfarben, Beschichtungen im Bauten- und Korrosionsschutz. Beschichtungen für Papier, Textilien. Teppiche, Leder, etc. verarbeitet werden.
Die im folgenden aufgeführten Beispiele sollen die Erfindung ver­ anschaulichen, ohne sie jedoch einzuschränken.
BEISPIELE Beispiel 1 (erfindungsgemäß) a) Herstellung einer Butadien/Styrol-Dispersion
Vorlage:
 0,25 kg Natriumlaurylsulfat (10 gew.-%ig in Wasser)
 3,88 kg Zulauf 1
 1,05 kg Zulauf 2
19,40 kg vollentionisiertes Wasser
Zulauf 1:
 2,75 kg Natriumlaurylsulfat (10 gew.-%ig in Wasser)
 0,50 kg tert.-Dodecylmercaptan
 1,50 kg Acrylsäure
17,50 kg Butadien
31,00 kg Styrol
24,25 kg vollentionisiertes Wasser
Zulauf 2:
 0,40 kg Natriumperoxodisulfat
 4,85 kg vollentionisiertes Wasser.
Die vorgelegte Mischung wurde 15 min bei 85°C polymerisiert. An­ schließend wurden der restliche Zulauf 1 während 5 Stunden und, gleichzeitig mit Zulauf 1 beginnend, Zulauf 2 während 5,5 Stunden zugegeben.
Teilchengröße: 170 nm
Feststoffgehalt: 50 Gew.-%
Tg (DSC-Messung): 17°C
pH-Wert: 2,1.
b) Herstellung der Mischung aus wäßriger Polymerdispersion und desodorierendem Mittel
Die Butadien/Styrol-Dispersion aus Stufe a) wurde durch Zu­ gabe von 25%iger NaOH auf einen pH-Wert von 7.5 eingestellt. Anschließend wurde unter Rühren eine wäßrige Dispersion des Zinksalzes der Ricinolsäure mit einem Feststoffgehalt von 15 % zugegeben, so daß man Mischungen erhielt, die das desodo­ rierende Mittel mit einem Anteil von
  • a) 0,03%
  • b) 0,15%
  • c) 0,3%
bezogen auf den Feststoffgehalt der wäßrigen Butadien/Sty­ rol-Dispersion aus Stufe a) und den Feststoffgehalt des des­ odorierenden Mittels, enthielten.
c) Beurteilung des Geruchs an Dispersionsfilmen
Zur Herstellung der Filme wird durch Verdünnen der in Stufe b) hergestellten wäßrigen Polymerdispersion mit Wasser eine ca. 25%ige Dispersion erzeugt. Als Referenzsubstanz dient eine 25%ige Dispersion aus Stufe a) ohne Zusatz von Zinkri­ cinoleat.
Die Mischungen werden zur Erzeugung von Filmen auf eine Sili­ konkautschukplatte gegossen und anschließend 24 Stunden bei 40°C getrocknet. Die so erhaltenen Filme im Format von ca. 12,5 cm × 8 cm werden in eine bei 80°C vorgeheizte Glasfla­ sche von 250 ml Volumen mit Schraubdeckel gefüllt und 5 Minu­ ten in einen auf 80°C geheizten Trockenschrank gestellt. An­ schließend läßt man auf Raumtemperatur abkühlen und den Ge­ ruch von sechs Testpersonen anhand einer Notenskala von 1 bis 6 (Intensität) beurteilen. Die Ergebnisse der Geruchsprüfung gibt Tabelle 1 wieder.
Tabelle 1
Beispiel 2 (erfindungsgemäß) a) Herstellung einer n-Butylacrylat/Styrol-Dispersion
Vorlage:
14,00 g Natriumlaurylsulfat (10%ig in Wasser)
 2,222 g C₁₂-Alkyldiphenyletherdisulfat-Na-Salz (45%ig in Wasser)
82,10 g des Zulaufs 1
 6,25 g des Zulaufs 2
296,00 g vollentionisiertes Wasser
Zulauf 1:
  2,00 g Na-pyrophosphat  16,00 g Natriumlaurylsulfat (10%ig in Wasser)
 11,11 g C₁₂-Alkyldiphenyletherdisulfat-Na-salz (45%ig in Wasser)
 30,93 g Acrylsäure
900,00 g n-Butylacrylat
100,00 g Styrol
  4,000 g tert.-Dodecylmercaptan
100,00 g vollentionisiertes Wasser
Zulauf 2:
  5,000 g Natriumperoxodisulfat
120,00 g vollentionisiertes Wasser
Zulauf 3:
 10,00 g tert.-Butylhydroperoxid (10%ig in Wasser)
Zulauf 4:
 10, 00 g Hydroxymethylsulfinsäure-Na-salz (10%ig in Wasser).
Die vorgelegte Mischung wurde 15 min bei 85°C polymerisiert. Anschließend wurde bei 85°C zunächst während einer Zeit­ spanne von 2 Stunden der restliche Zulauf 1 und, gleichzeitig mit Zulauf 1 beginnend, während einer Zeitspanne von 2,5 Stunden der restliche Zulauf 2 zugegeben. Das Reaktionsge­ misch wurde anschließend noch eine Stunde bei 85°C nachge­ rührt, auf 25°C abgekühlt und dann mit Zulauf 3 und 4 ver­ setzt. Man erhielt eine Dispersion mit einem Feststoffgehalt von 51,3 Gew.-% und einem pH von 2,4. Teilchengröße (Malvern Autosizer): 151 nm.
b) Herstellung der Mischung aus wäßriger Polymerdispersion und desodorierendem Mittel
Die n-Butylacrylat/Styrol-Dispersion aus Stufe a) wurde durch Zugabe von 25%iger NaOH auf einen pH-Wert von 7,2 einge­ stellt. Anschließend wurde unter Rühren eine wäßrige Dis­ persion des Zinksalzes der Ricinolsäure mit einem Feststoff­ gehalt von 15% zugegeben, so daß man Mischungen erhielt, die das desodorierende Mittel mit einem Anteil von
  • a) 0, 01%
  • b) 0,03%
  • c) 0,05%
bezogen auf den Feststoffgehalt der wäßrigen n-Butylacrylat/ Styrol-Dispersion aus Stufe a) und den Feststoffgehalt des desodorierenden Mittels enthielten.
c) Beurteilung des Geruchs an Dispersionsfilmen
Zur Herstellung der Filme und zur Beurteilung des Geruchs wurde das in Beispiels 1c beschriebene Verfahren angewandt. Die Ergebnisse der Geruchsprüfung gibt Tabelle 2 wieder.
Tabelle 2
Vergleichsbeispiel 1
  • a) Eingesetzt wurde die n-Butylacrylat/Styrol-Dispersion aus Beispiel 2a.
  • b) Herstellung der Mischung aus wäßriger Polymerdispersion und ZnO.
Die n-Butylacrylat/Styrol-Dispersion aus Beispiel 2a wurde durch Zugabe von 25%iger NaOH auf einen pH-Wert von 7,2 ein­ gestellt. Anschließend wurde unter intensivem Rühren Zink­ oxid reinst nach DAB (Fa. Merck, Darmstadt) zugegeben, so daß man Mischungen erhielt, die das Zinkoxid mit einem Anteil von
  • a) 0,01%
  • b) 0,03%
  • c) 0,05%
bezogen auf den Feststoffgehalt der wäßrigen n-Butylacrylat/ Styrol-Dispersion aus Stufe a enthielten.
  • c) Beurteilung des Geruchs an Dispersionsfilmen
    Zur Herstellung der Filme und zur Beurteilung des Geruchs wurde das in Beispiel 1c beschriebene Verfahren angewandt. Die Ergebnisse der Geruchsprüfung gibt Tabelle 3 wieder.
Tabelle 3
Wie die Ergebnisse der Geruchsprüfungen der erfindungsgemäßen Beispiele 1 und 2 (Tabellen 1 und 2) eindeutig belegen, lassen sich wäßrige Polymerdispersionen mit verringerter Geruchsemis­ sion durch Zusatz der beschriebenen desodorierenden Mittel auf Basis des Zinksalzes der Ricinolsäure herstellen. Dabei sind vor­ teilhafterweise bereits sehr geringe Mengen wirksam. Das Ver­ gleichsbeispiel 1 (Tabelle 3). bei dem ZnO als Referenzsubstanz zu den erfindungsgemäßen desodorierenden Mitteln verwendet wurde, zeigte bei der Geruchsprüfung keine Verringerung der Geruchsemis­ sion.

Claims (10)

1. Wäßrige Polymerdispersionen mit verringerter Geruchsemis­ sion, erhältlich durch Zugabe des Zinksalzes der Ricinolsäure und/oder des Zinksalzes der Abietinsäure bzw. analoger Harzsäuren und/oder eines Zinksal­ zes anderer gesättigter oder ungesättigter hydroxylierter Fettsäuren mit 16 und mehr C-Atomen als desodorierende Mit­ tel.
2. Wäßrige Polymerdispersionen nach Anspruch 1, wobei das des­ odorierende Mittel in einer Menge von bis zu 5 Gew.-%, bevor­ zugt bis zu 1 Gew.-%, bezogen auf den Feststoffgehalt der wäßrigen Polymerdispersion, zugegeben wird.
3. Wäßrige Polymerdispersionen nach Anspruch 1, wobei das des­ odorierende Mittel in einer Menge von 0,01 bis 1 Gew.-%, be­ zogen auf den Feststoffgehalt der wäßrigen Polymerdisper­ sion, zugegeben wird.
4. Wäßrige Polymerdispersionen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das desodorierende Mittel als wäßrige Dispersion. gegebenenfalls unter Zugabe eines Lösungsvermittlers, zuge­ setzt wird.
5. Wäßrige Polymerdispersionen nach Anspruch 4. wobei es sich bei dem Lösungsvermittler um hydrolisierte Enaddukte und Diels-Alder-Addukte von Ricenfettsäuren und Maleinsäureanhy­ drid;
Partialester von Di- oder Polyhydroxyalkanen, Mono- und Di­ sacchariden, Polyethylenglykolen oder Alkanolaminen mit den Enaddukten von Maleinsäureanhydrid an mindestens einfach un­ gesättigte C₁₀-C₂₅-Carbonsäuren;
ethoxylierte C₁₀-C₁₈-Fettalkohole mit gerader oder verzweigter Alkylkette und weniger als 30 Ethylenoxideinheiten pro Mole­ kül in Kombination mit einem tertiären Amin, bevorzugt einem tertiären Aminoalkohol;
handelt.
6. Wäßrige Polymerdispersionen nach Anspruch 1, wobei als Nono­ mere Alkyl(meth)acrylate. Vinylester von C₁-C₁₈-Nonocarbensäu­ ren, Vinylaromaten. ethylenisch ungesättigte Nitrile, Vinyl­ halogenide, C₁-C₁₂-Alkylvinylether und aliphatische Kohlenwas­ serstoffe mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen und 1 oder 2 Doppel­ bindungen verwendet werden und es sich um Homo- oder Copoly­ merisate handelt.
7. Wäßrige Polymerdispersionen nach Anspruch 6, wobei es sich um Styrol/Butadien-Dispersionen handelt.
8. Wäßrige Polymerdispersionen nach Anspruch 6, wobei es sich um Alkyl(meth)acrylat/Styrol-Dispersionen, insbesondere um Butylacrylat/Styrol-Dispersionen handelt.
9. Verfahren zur Desodorierung wäßriger Polymerdispersionen, dadurch gekennzeichnet, daß zu der wäßrigen Polymerdisper­ sion das desodorierende Mittel, gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, gegeben wird.
10. Verwendung des Zinksalzes der Ricinolsäure und/oder des Zink­ salzes der Abietinsäure bzw. analoger Harzsäuren und/oder weiterer Zinksalze anderer gesättigter oder ungesättigter hy­ droxylierter Fettsäuren mit 16 und mehr C-Atomen, gegebenen­ falls zusammen mit einem Lösungsvermittler, wie in Anspruch 4 oder 5 definiert, zur Desodorierung wäßriger Polymerdisper­ sionen.
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