DE1972721U - Messgeraet fuer sehr niedrige druecke. - Google Patents
Messgeraet fuer sehr niedrige druecke.Info
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Description
dr. MÜLLER-BORE dipl.-ing. GRAli^l
DIPL.-PHYS. DR. MANITZ DIPL.-CHEM. DR. DEUFEL PATENTANWÄLTE
G 12 34-3/42Ic Gbm 31. August 1967
GSF Compagnie Generale de Yi/QrI - C 534
Telegraphie Sans
Messgerät für sehr niedrige Drücke
Die Neuerung betrifft ein in der Vakuumtechnik zur Messung von Drücken verwendetes Messgerät. Sie betrifft in Sonderheit ein
Messgerät der Ionisationsart, insbesondere ein solches, das mit
heisser Kathode arbeitet.
Das klassische Ionisations-Messgerät mit heisser Kathode besteht
aus einer Röhre, in der eine Glühkathode (Wolframdraht) Elektronen gegen ein zylindrisch geformtes positives Gitter (Sammelelektrode)
aussendet, hinter dem sich eine ebenfalls zylindrische negative Elektrode befindet, wobei der Dr&ht in der Achse
der Röhre angeordnet ist.
Wenn das Gas, dessen Druck man messen will, in das Messgerät eintritt,
wird es durch Zusammenstp-össe mit den Elektronen ionisiert. Die auf diese Weise entstandenen positiven Ionen werden
von der negativen Elektrode (Ionen-Sammelelektrode) aufgefangen.
Der Strom an der Ionen-Sammelelektrode ermöglicht also die Messung des Druckes des Gases.
BRAUNSCHWEiG. AH BÜRGERPARK 8 ® (OS3I) 2 84 87 8 MÜNCHEN 22, ROBERT-KOCH-STR. 1 1? lOBHI 22 61 !O
Form. 20 3000 6 67
-Z-
Die Verwendung dieser Art von Messgerät findet ihre Grenze bei
—8
niedrigen Drücken von etwa -10 Torr wegen des Eeststromes. Dieser
ist unabhängig von dem Druck und rührt von einer andauernden photoelektrischen Emission her. Die photoelektrische Emission
entsteht auf der Ionen-Sammelelektrode einaseits in geringem Maße aufgrund des Leuchtens der Kathode und andererseits in wesentlich
grösserem Maße aufgrund von weichen Röntgenstrahlen, die auf dem
Gitter durch die mit einer Energie von etwa 150 Elektronen-Volt
auftreffenden Elektronen erzeugt werden.
Der Reststrom wird beträchtlich in dem bekannten "Bayard-Alpert"-Messgerät
vermindert (bis auf etwa 1 %). In diesem Messgerät besteht die in der Röhrenachse befindliche Ionen-Sammelelektrode
aus einem Draht und bietet den auffallenden Röntgen- und Lichtstrahlen eine stark verminderte Oberfläche dar.
Falls man eine grössere Messempfindlichkeit wünscht, als sie
durch die Messgeräte von der Art "Bayard-Alpert" erreicht wird,
verwendet man allgemein das Messgerät von der sogenannten "Magnetron"-Art.
Dieses Messgerät hat einen ähnlichen Aufbau swie die Magnetron-Röhren. Die Anode und Kathode sind koaxiale Zylinder.
Ein Dauermagnet liefert ein zur Achse der Elektronen paralleles magnetisches Feld, so dass die Elektronen dort lange Wege
in dem Ringraum zwischen der Kathode und Anode zurücklegen. Die Vergrösserung der Bahnlänge der Elektronen hat eine Vergrösserung
der Zahl der Zusammenstösse- mit den Gasteilchen zur Folge,
so dass bei gegebenem Gasdruck der Ionisations-Grad in bedeutendem
Maße erhöht wird.
Das Magnetron-Messgerät weist jedoch gewisse Nachteile auf, deren
wichtigste folgende sind:
1. Der verwendete Elektronenstrom darf nicht den der Auslösung von
Schwingungen entsprechenden Wert überschreiten, da die Schwingungen die Arbeitsweise des Gerätes stören und die Messungen unmöglich
machen würden. Daraus folgt, dass die zulässigen Elektronenströme im allgemeinen sehr gering sind. Ebenso verhält es
sich mit den Strömen an der Ionen-Sammelelektrode, weswegen
Gleichstromverstärker für die Messung verwendet werden müssen.
2. Die Stärke des zu erzieugenden magnetischen Feldes ist verhältnismässig
gross, was ziemlich schwere und raumaufwendige Magnete erfordert.
Die Erfindung hat den Aufbau eines Ionen-Messgerätes zum Ziel, bei
dem die Möglichkeit einer photoelektrischen Emission auf der Ionen-Sammelelektrode
und gleichzeitig die erwähnten Nachteile der Magnetron-Messgeräte beseitigt sind.
Bei dem Messgerät gemäss der Heuerung sind die von einer Kathode
ausgesandten Elektronen der kombinierten Wirkung eines gekreuzten elektrischen und magnetischen leides ausgesetzt. Dabei sind eine
bezüglich der Kathode positive Sammelelektrode zum Auffangen der
Elektronen und eine negative Sammelelektrode zum Auffangen der
durch Zusammenstösse zwischen Elektronen und. Gasmolekülen gebildeten
Ionen vorgesehen, deren Druck man messen will. Die Messvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Kathode und Sammelelektrode
nahe den gegenüberliegenden Enden eines geradlinigen oder gekrümmten Raumes angeordnet sind, der durch die Ionen-Sammelelektrode
und eine dieser Sammelelektrode parallel angeordnete Elektrode begrenzt ist, wobei die Elektrode auf dasselbe oder im wesentlichen
dasselbe Potential wie die Elektronen-Sammelelektrode gebracht ist, dass die Stärke der beiden gekreuzten Felder so gewählt
ist, dass sich beim Betrieb die Elektronen in dem Raum auf zykloiden Bahnen ausbreiten, bevor sie die Elektronen-Sammelelektrode
erreichen, und dass die Elemente so angeordnet sind, dass sich die Ionen-Sammelelektrode im wesentlichen ausser Reichweite
des von der Kathode ausgesandten Lichtes sowie jeder Strahlung, z.B. Röntgenstrahlen, befindet, die an der Oberfläche der Elektronen-Sammelelektrode
auftreten kann.
Die Neuerung wird im folgenden anhand der Zeichnung beispielsweise
beschrieben. In dieser zeigen:
3?ig„1 ein Messgerät in geradliniger !Form im Schnitt und die
!"ig. 2 Messgeräte mit zylindrischer Form im Schnitt,
und 3
In allen Figuren sind die gleichen oder gleichwertigen Elemente
mit denselben Bezugszeichen versehen.
In Pig.1 ist das im Innern eines Behälters befindliche Messgerät im Schnitt dargestellt, wobei der Behälter schematisch durch das
gestrichelte Rechteck 1 angedeutet ist.
Nahe einem Ende des Behälters enthält das Messgerät eine aus einem
Wolframdraht 2 bestehende Glühkathode, wobei der Wolframdraht an einem Ende mit einer Abschirmelektrode 3 verbunden ist, die ihn
von drei Seiten umgibt. Am anderen Ende des Behälters befindet sich eine Elektronen-Sammelelektrode 4, die mit einer an ihren
beiden Enden gebogenen Elektrode 5 in Verbindung steht.
Parallel zum geradlinigen Teil der Elektrode 5 erstreckt sich eine
Elektrode 6. Zwischen der Elektrode 6 und der Elektronen-Sammelelektrode 4 befindet sich eine Elektrode 7» die im Innern des Behälters
mit der Elektrode 3 verbunden ist, während zwischen der Elektrode 3 und dem ihr gegenüberliegenden, gebogenen Teil der
Elektrode 5 eine Anode 8 angebracht ist.
Eine Heizquelle S. ist an die Klemmen des Drahtes 2 angeschlossen.
Eine Spannungsquelle Sp ermöglicht eine geeignete Festlegung der
Potentiale der verschiedenen Elektroden bezüglich der Kathode 2. Wie ersichtlich, ist die Elektrode 6 mit dem negativen Pol der
Quelle Sp durch ein Mikroamperemeter /uA verbunden.
Die Samuel elektrode 4- ist positiv bezüglich der Kathode 2. Die
Anode 8 ist etwas weniger positiv als die Sammelelektrode 4-,
Ein nicht dargestellter Magnet oder Elektromagnet liefert ein
durch das Kreuz B "bezeichnetes, zur Figuren ebene senkrecht verlaufendes
magnetisches leid.
Im Betrieb treten die von dem Draht 2 ausgesendeten Elektronen in den Raum zwischen den Elektroden 5 un<3- 6 ein, wo sie zum einen der
Wirkung eines auf der Potentialdifferenz zwischen den Elektroden
und 6 beruhenden elektrostatischen Feldes und zum anderen dem rechtwinklig zum elektrostatischen Feldes und zum anderen dem recht
winklig zum elektrostatischen Feld verlaufenden magnetischen Feld B ausgesetzt sind. Das Verhältnis der "beiden Feldstärken wird so
gewählt, dass sich die Elektronen in dem "betrachteten Eaum auf zykloiden Bahnen bewegen, bevor sie am Ausgang des Raumes durch
die auf positives Potential gebrachte Sammelelektrode 4 aufgefangen
werden. Zur Vereinfachung der Zeichnung sind ah der Stelle
einige zykloide Schleifen eingezeichnet, die sich in Wirlichkeit längs der ganzen Bahn 10 erstrecken.
Das in das Messgerät eingebrachte Gas, dessen Druck man messen will, wird in dem von den Elektronen durchquerten Raum ionisiert.
Da die Ionen wegen ihrer grossen Masse von dem Magnetfeld praktisch nicht beeinflusst werden, fallen sie unmittelbar auf die
negative Elektrode 6, die folglich als eine Ionen-Sammelelektrode
wirkt. Der Gasdruck wird also durch die auf dem Messgerät /UiL abgelesene Stärke des Ionenstromes dargestellt.
Wie ersichtlich, kann in der beschriebenen Anordnung, die in gewisser
Weise den Wanderfeldröhren mit gekreuzten Feldern ("TPOM")
ähnelt, die Ionen-Sammelelektrode 6 des Messgerätes in keiner Weise weder von dem Licht des Heizdrahtes 2 noch von einem Bruchteil
von Strahlungen,wie beispielsweise Röntgenstrahlen, erreicht
werden, die an der Oberfläche der El ektro nens amme 1 elektrode 4-auftreten
können»
Die grosse Länge der zykloiden Bahnen bewirkt ein häufiges Zusammentreffen
zwischen Elektronen und Gasmolekülen; der so erhaltene Ionisationsgrad ist sehr hoch. Es ist dabei von Bedeutung,
Anordnungen zu wählen, die den zykloiden Schleifen den grösstmöglichen
Durchmesser in dem Raum zwischen den parallelen Elektroden
5 und 6 gewähren.
Die verwendeten Elektronenströme sind stärker als die Höchstwerte , die wegen der erforderlichen Vermeidung von Schwingungen bei
den Magnetron-Messgeräten angewendet werden können. Die Ströme auf der Ionen-Sammelelektrode haben unter diesen Bedingungen wesentlich
höhere Werte als in den Magnetron-Messgeräten.
Ausserdem ist das für den Betrieb des Messgerätes gemäss der
Erfindung erforderliche Magnetfeld im Yerhältnis zu den für die
Magnetron-Messgeräte notwendigen Feldern wesentlich kleiner. Das
bedeutet eine beträchtliche Verminderung des Gewichts und Raumbedarfs der Magnete. Die Vorteile der geradlinigen Ausführung gemäß
Fig.1 finden sich in den nach dem gleichen Prinzip gebauten
zylindrischen Messgeräten gemäss I1Xg. 2 und 3 wieder.
In Fig.2 ist ein zylindrischer Behälter 1 gestrichelt dargestellt,
in dessen Innerem die Meßvorrichtung folgende wie in Fig.1 arbeitende
Elemente enthält: Die Kathode 2, die Abschirmelektrode 3, die Elektronen-Sammelelektrode 4-, die beiden parallelen Elektroden
5 und 6 und die der Sammelelektrode 4- gegenüberliegenden Elektrode
7· Diese Abwandlung enthält ausserdem eine zusätzliche Elektrode
11, die auf dasselbe Potential wie die Elektrode 7 gebracht ist.
In Fig.2 ist der Aussenzylinder 5 bezüglich des Innenzylinders mit
den Elektroden 6 und 7 positiv. Diese Anordnung ist umgekehrt in der
Abwandlung gemäss Fig.3, in welcher die Aussenelektrode 6 negativ und der Innenzylinder 5 positiv ist. Die Richtung des elektrostatischen
Feldes zwischen den parallelen Elektroden 5 tuad 6 ist also
hier umgekehrt bezüglich Fig.2. Daher ist auch die Eichtung des Magnetfeldes umgekehrt, die an der Steli B in Fig.2 durch ein Kreuz
und in Fig.3 durch einen Punkt dargestellt ist (in Fig.2 läuft das
Feld in der Zeichenebene von vorn nach hinten und in Fig.3 von hinten nach vorn).
- Schutzansprüche -
Claims (4)
1. Ionisationsmessgerät zur Messung sehr niedriger Drücke mit einer Kathode, die Elektronen in einen Raum zwischen zwei
parallelen Elektroden aussendet, wo diese der kombinierten Wirkung eines elektrischen und eines mit diesem gekreuzten
magnetischen Feldes ausgesetzt sind, einer "bezüglich der Kathode positiven Sammelelektrode zum Einfangen der Elektronen,
wobei die eine der beiden parallelen Elektroden als negative Sammelelektrode zum Einfangen der Ionen verwendet ist,
die durch Zusammenstoßse zwischen Elektronen und Molekülen
des Gases, dessen Druck gemessen werden soll, entstanden sind, und wobei die Sammelelektrode sich im wesentlichen ausserhalb
der Reichweite des von der Kathode ausgesandten Lichtes und der von der Sammelelektrode ausgesandten Strahlungen befindet,
dadurch gekennzeichnet , dass die andere der beiden parallelen Elektroden wenigstens annähernd auf dem
Potential der Sammelelektrode (4-) gehalten wird und dass die Intensitäten der beiden gekreuzten Felder derart gewählt sind,
dass im Betrieb die Elektronen sich in dem Raum zwischen den Elektroden (5?6) entlang Trochoidenbahnen ausbreiten, bevor
sie die Sammelelektrode (4-) erreichen.
BRAUNSCHWEIG. AM BÜRGERPARK β 'S" 1OS3I) 2 84 87 β MÜNCHEN 22, ROBERT-KOCH-STR. 1 'S? lOalll 22 51 IO
Form. 20 3000 6 67
— 2 —
2. Messgerät nach. Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet,
dass der Raum zwischen den Elektroden (5j6) geradlinig
ist und dass die Elektrode (5) zwei gekrümmte Enden aufweist.
3. Messgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Anordnung der Elektroden (5,6) konzentrisch ist.
4. Messgerät nach Anspruch 3} dadurch gekennz eich-
n e t j dass die Sammelelektrode (6) sich im Innern des Systems
befindet.
Messgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektrode (5) sich im Innern des Systems "befindet»
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Family Applications (1)
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| US2820946A (en) * | 1954-02-01 | 1958-01-21 | Cons Electrodynamics Corp | Apparatus for leak detection and pressure measurement |
| US3292078A (en) * | 1961-12-08 | 1966-12-13 | Gca Corp | Vacuum gauge having an X-ray trap and a shield |
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1964
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- 1964-10-16 GB GB42419/64A patent/GB1022389A/en not_active Expired
Also Published As
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| US3407351A (en) | 1968-10-22 |
| GB1022389A (en) | 1966-03-09 |
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