DE19724059A1 - Vorrichtung zum Galvanisieren von elektronischen Leiterplatten oder dergleichen - Google Patents
Vorrichtung zum Galvanisieren von elektronischen Leiterplatten oder dergleichenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Galvanisieren
von elektronischen Leiterplatten oder dergleichen nach
dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
Bei Vorrichtungen dieser Art, wie sie etwa in der DE 36 24 481
C beschrieben sind, werden die elektronischen
Leiterplatten kontinuierlich durch einen Elektrolyten
hindurchbewegt und in diesem im elektrischen Feld der
Galvanisierungs-Stromquelle mit einer Metallbeschichtung,
im allgemeinen einer Kupferbeschichtung, versehen. Ihre
elektrisch leitenden Bereiche liegen dabei auf dem Katho
denpotential der Galvanisierungs-Stromquelle und müssen
hierzu über besondere Kontaktmittel während ihrer Bewegung
kontaktiert werden. Diese Kontaktmittel, die sich innerhalb
des Metallionen-haltigen Elektrolyten befinden, können
nicht vollständig durch einen entsprechenden isolierenden
Überzug gegen den Elektrolyten abgeschirmt werden. An
ihren freiliegenden, elektrisch leitenden Bereichen
überziehen sie sich daher selbst mit einer Schicht aus
demjenigen Metall, welches sich eigentlich ausschließlich
an den Leiterplatten abscheiden sollte. Es ist daher
erforderlich, diese Kontaktmittel wieder von abgeschiedenem
Metall zu befreien. Beim Gegenstand der DE 36 24 481 C
geschieht dies in einer ebenfalls auf elektrolytischem
Wege arbeitenden Entkupferungseinrichtung. Diese umfaßt
eine in der Nähe der hier als Kontaktklammern ausgestal
teten Kontaktmittel angeordnete Entkupferungselektrode,
die auf stärker negativem Potential als die Kontaktklammern
selbst gehalten wird. Unter dem Einfluß des in der Entkup
ferungseinrichtung herrschenden Feldes geht der unerwünsch
te Metallniederschlag von den Kontaktklammern wieder in
Lösung und scheidet sich statt dessen auf der Entkupfe
rungselektrode ab. Dies hat allerdings zur Folge, daß es
nunmehr die Entkupferungselektrode ist, die einer Wartung
bedarf. Die sich hier abscheidenden Metallmengen sind
nicht unerheblich. Unter ungünstigen Umständen muß daher
die Vorrichtung zum Austausch oder zur Reinigung der
Entkupferungselektroden mehrfach pro Tag abgeschaltet
werden, was zu sehr langen Stillstandszeiten und entspre
chend hohen Kosten führt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß die
Entkupferungseinrichtung weitestgehend wartungsfrei
ohne Stillstand der Vorrichtung arbeiten kann.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene
Erfindung gelöst.
Durch die erfindungsgemäß vorgesehene anionenaktive,
semipermeable Membran wird der Metallionen-haltige Elektro
lyt von der Entkupferungselektrode ferngehalten, ohne daß
allerdings die Entkupferungselektrolyse hierdurch inakti
viert würde. Vielmehr gehen die Metallabscheidungen an den
Kontaktmitteln bei der vorliegenden Erfindung in derselben
Weise in Lösung, wie dies beim Stande der Technik geschieht.
Die Bewegung der Anionen durch die semipermeable Membran
hindurch ist unbehindert; unterbunden ist ausschließlich,
daß die in Lösung befindlichen Metallionen durch die
semipermeable Membran hindurchwandern, bis zur Entkup
ferungselektrode gelangen und sich dort niederschlagen
Können. Da der die Entkupferungselektrode unmittelbar
umgebende Elektrolyt eine Metallionen-freie Säure ist,
scheidet sich bei der vorliegenden Erfindung an der
Entkupferungselektrode kein Metall ab sondern es entwickelt
sich Wasserstoff, der als Gas leicht zu entsorgen ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den
verschiedenen Unteransprüchen eingegeben. Ihre Vorzüge
brauchen nicht eigens erläutert zu werden. Es genügt
hier der Hinweis, daß bei der Ausgestaltung nach Anspruch
5 die Sammlung des sich während der Entkupferungselektro
lyse bildenden Wasserstoffes und dessen Entsorgung beson
ders einfach erfolgen kann.
Bei der Ausführungsform nach Anspruch 6 wird die verdünnte
Säure im Bereich der Entkupferungselektrode ständig
erneuert, so daß hier keine Verarmungserscheinungen
oder Änderungen der Betriebsparameter auftreten.
Die Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 7 gestattet
trotz des Verbrauches, den die verdünnte Säure während
der Entkupferung erfährt, einen sehr langen, ungestörten
Betrieb der Vorrichtung. Wenn dieser Vorratsbehälter
entsprechend Anspruch 8 mit einem Auslaß für den sich
entwickelnden Wasserstoff versehen ist, wird dieser
Wasserstoff über die Zirkulationsleitungen mit der ver
dünnten Säure bis zu dem Vorratsbehälter transportiert,
wo eine Entgasung der flüssigen Säure und eine Entsorgung
über den Auslaß stattfindet.
Das Ausführungsbeispiel der Erfindung nach Anspruch
9 stellt einen gewissen Überdruck innerhalb der Umhüllung
der Entkupferungseinrichtung sicher, so daß bei eventuell
auftretenden Lecks allenfalls verdünnte Säure aus der
Umhüllung austreten, jedoch kein Metallionen-haltiger
Elektrolyt zu den Entkupferungselektroden gelangen kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Zeichnung näher erläutert; es zeigen
Fig. 1 einen vertikalen Schnitt durch eine Vorrichtung
zum Galvanisieren von elektronischen Leiterplatten;
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt von Fig. 1 im
Bereich eines bei dieser Vorrichtung verwendeten
Kontakt- und Transportwalzenpaares sowie von
diesen zugeordneten Entkupferungseinrichtungen;
Fig. 3 schematisch in Bewegungsrichtung der Leiterplatten
gesehen ein Ende eines Transport- und Kontaktwal
zenpaares sowie der zugeordneten Entkupferungs
einrichtungen mit den zum Betrieb erforderlichen
elektrischen und Elektrolyt-Verbindungsleitungen.
In Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch eine Vor
richtung dargestellt, in welcher elektronische Leiter
platten, die mit Bohrungen versehen sind, auf galvani
schem Wege mit einem metallischen Überzug versehen werden
können. Diese Vorrichtung umfaßt ein Maschinengehäuse
1 mit einem Einlaßschlitz 2 und einem Auslaßschlitz
3. Die elektronischen Leiterplatten werden in horizontaler
Ausrichtung im Sinne des Pfeiles 4 der Vorrichtung zuge
führt und treffen nach dem Durchtritt des Einlaßschlitzes
2 zunächst auf 4 Quetschwalzenpaare 5, in denen an den
Leiterplatten noch anhaftende, von früheren Bearbeitungs
vorgängen stammende Behandlungsflüssigkeit weitestgehend
entfernt wird.
Von den Quetschwalzenpaaren 5 werden die Leiterplatten
auf ein erstes Kontakt- und Transportwalzenpaar 6 über
geben. Diese dienen, wie ihr Name zum Ausdruck bringt,
einerseits dazu, die transportierten Leiterplatten auf
das negative Potential der Galvanisierungs-Stromquelle
zu bringen, also als Kontaktmittel, und andererseits zum
Vorschieben der Leiterplatten in Förderrichtung, also als
Transportmittel. Diese gelangen dabei zwischen eine obere
Anode 7 und eine untere Anode 8, die ihrerseits mit dem
positiven Pol der Galvanisierungs-Stromquelle in nicht
dargestellter Weise verbunden sind. Nach dem Passieren
der Anoden 7 und 8 werden die Leiterplatten wiederum von
einem Kontakt- und Transportwalzenpaar 6 erfaßt, welches
die Leiterplatten weiter vorschiebt, so daß diese erneut
zwischen eine obere Anode 7 und eine untere Anode 8
gelangen. Die Leiterplatten, welche die Strecke zwischen
den letztgenannten Anoden 7 und 8 durchlaufen haben,
werden von einem letzten Kontakt- und Transportwalzenpaar
6 erfaßt und erneut an 4 Quetschwalzenpaare 5 übergeben,
welche von den Leiterplatten den Elektrolyten, in dem sie
sich zuvor befunden haben (siehe hierzu die weiter unten
folgende Beschreibung), weitestgehend entfernen. Die
Leiterplatten werden schließlich durch das Transportsystem,
von dem die Kontakt- und Transportwalzen 6 Teil sind, über
den Auslaßschlitz 3 aus der Vorrichtung ausgegeben und
einer nachfolgenden Behandlungsstation zugeführt.
Im unteren Bereich des Maschinengehäuses 1 befindet
sich ein Sumpf 9, in dem sich der für die Elektrolyse
eingesetzte Elektrolyt sammelt. Eine Pumpe 10 entnimmt
laufend Elektrolyt dem Sumpf 9 und führt diesen über
ein Filter 11, ein Ventil 12, Leitungen 16a, 16b und
Verteilerkanälen 17, 18 nach oben in einen Behälter 13,
welcher die Bewegungsebene der Leiterplatten im Bereich
der Kontakt- und Transportwalzen sowie der Anoden 7 und
8 umgibt. Auch der Behälter 13 weist einen Einlaßschlitz
14 und einen Auslaßschlitz 15 auf, die jedoch durch die
benachbarten, als Stauwalzen dienenden Quetschwalzenpaare
5 und an diesen gleitend anliegenden Schotts weitgehend
abgedichtet sind. Im dynamischen Gleichgewicht zwischen
Zuförderung von Elektrolyten in das Innere des Behälters
13 und Auslaufen aus dem Behälter 13 wird der Behälter
13 weitestgehend mit Elektrolyt angefüllt, so daß sich
also die Leiterplatten zwischen dem in Fig. 1 ganz rechten
Kontakt- und Transportwalzenpaar 6 und dem in Fig. 1 ganz
linken Kontakt- und Transportwalzenpaar 6 innerhalb eines
sich ständig austauschenden Elektrolyten bewegen. Diese
Vorgänge sind dem Fachmann unter dem Begriff der "stehenden
Welle" bekannt.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel
trägt jede Kontakt- und Transportwalze 6 auf ihrer Mantel
fläche einen metallisierten Ring 30, welcher der Kontakt
gebung zu den den Spalt zwischen den beiden Kontakt-
und Transportwalzen 6 durchsetzenden Leiterplatten dient.
Diese metallisierten Ringe 30 sind über nicht dargestellte
elektrische Leitungen mit dem Minuspol der ebenfalls nicht
Galvanisierungs-Stromquelle und über die in Fig. 3
strichpunktiert gezeichneten Leitungen mit dem Pluspol
31 einer Hilfsstromquelle verbunden, auf deren Funktion
weiter unten eingegangen wird.
Da sich die Transport- und Kontaktwalzen 6 und damit auch
deren metallisierte Ringe 30 unterhalb des Niveaus Nl
des kupfer-ionenhaltiven Elektrolyten innerhalb des
Behälters 13 befinden, scheidet sich auf ihnen (uner
wünschterweise) ebenso wie auf den Leiterplatten (wo
dies gewollt ist) Kupfer ab. Um dieses von den metalli
sierten Ringen 30 der Kontakt- und Transportwalzen 6 wieder
zu entfernen, ist jeder Kontakt- und Transportwalze
6 eine Entkupferungseinrichtung zugeordnet, die in der
Zeichnung insgesamt mit dem Bezugszeichen 20 versehen
ist und nunmehr anhand der Fig. 2 und 3 näher erläutert
wird.
Jede Entkupferungseinrichtung 20 umfaßt ein Gehäuse
21, welches aus demselben Material wie der Behälter
13 und das Maschinengehäuse 1 hergestellt sein kann.
Innerhalb des Gehäuses 21 befindet sich jeweils eine
Entkupferungskathode 22, ein stabähnliches Gebilde aus
Titan, welche über in der Fig. 3 strichpunktiert dar
gestellte Leitungen mit dem Pluspol 32 der bereits er
wähnten Hilfsstromquelle verbunden ist.
Die Gehäuse 21 der Entkupferungseinrichtungen 20 sind
im Querschnitt U-förmig gestaltete, trogartige Behälter,
wobei die den Kontakt- und Transportwalzen 6 zugewandte,
zunächst offene Seite durch eine semipermeable, anionen
aktive Membran 23 verschlossen ist.
Die Entkupferungseinrichtungen 20 erstrecken sich in
axialer Richtung mindestens über diejenige Strecke hinweg,
welche die metallisierten Bereiche 30 auf der Mantelfläche
der Kontakt- und Transportwalzen 6 einnehmen. Wie ins
besondere der Fig. 3 zu entnehmen ist, sind die Gehäuse
21 der Entkupferungseinrichtungen 20 und beim dargestellten
Ausführungsbeispiel auch die Entkupferungselektroden
22 gegenüber der Horizontalen aus Gründen, die weiter
unten erläutert werden, geneigt. Im obersten Bereich
der Gehäuse 21 sind jeweils Auslaßstutzen 24, im untersten,
gegenüberliegenden Bereich der Gehäuse 21 jeweils Einlaß
stutzen 25 vorgesehen.
Etwas oberhalb der oberen Entkupferungseinrichtung 20
ist ein Vorratsbehälter 26 vorgesehen, der eine verdünnte
Säure, vorzugsweise die Säure desjenigen Salzes enthält,
das in verdünnter Lösung als Metallionen-haltiger Galva
nisierungselektrolyt eingesetzt wird. Zum Beispiel kann
es sich bei diesem Elektrolyten im Vorratsbehälter 26 um
10 bis 15%ige Schwefelsäure handeln. Das Flüssigkeitsni
veau N2 des Elektrolyten im Vorratsbehälter 26 liegt aus
Gründen, die ebenfalls weiter unten deutlich werden, im
Abstand H über den Flüssigkeitsniveau N1 im Behälter
13.
Eine Pumpe 27 entnimmt dem Vorratsbehälter 26 die verdünnte
Säure und führt diese über in der Zeichnung als durchge
zogene Striche dargestellte Leitungen den Einlaßstutzen 25
der Gehäuse 21 der Entkupferungseinrichtungen 20 zu.
Die Auslaßstutzen 24 der Gehäuse 21 der Entkupferungs
einrichtungen 20 andererseits sind untereinander und
mit einem Einlaß 28 des Vorratsbehälters verbunden,
der beim dargestellten Ausführungsbeispiel in den Vorrats
behälter 26 oberhalb des Niveaus N2 der dort stehenden
verdünnten Säure mündet. Schließlich weist der Vorrats
behälter 26 einen Auslaßstutzen 29 auf, über welchen
der über dem Flüssigkeitsniveau N2 stehende Raum im
Vorratsbehälter 26 entlüftet werden kann.
Die oben beschriebene Vorrichtung arbeitet, was die
eigentliche Galvanisierung der Leiterplatten angeht,
in bekannter Weise. Hierauf braucht also nicht näher
eingegangen zu werden. Die Entkupferung der metalli
sierten, Kontaktzwecken dienenden Bereiche 30 auf den
Mantelflächen der Kontakt- und Transportwalzen 6 ge
schieht auf folgende Weise:
Die Pumpe 27 entnimmt dem Vorratsbehälter 26 kontinuierlich
verdünnte Säure und drückt diese über die jeweiligen
Einlaßstutzen 25 durch die Gehäuse 21 der Entkupferungs
einrichtungen 20 hindurch, durch die jeweiligen Auslaß
stutzen 24 und über die Verbindungsleitungen zurück zum
Einlaßstutzen 28 des Vorratsbehälters 26, so daß ein
ständiger Kreislauf entsteht. Aufgrund der Höhendifferenz
H zwischen dem Flüssigkeitsniveau N1 des (Galvanisierungs-)
Elektrolyten im Behälter 13 und dem Flüssigkeitsniveau
N2 der verdünnten Säure im Vorratsbehälter 26 stellt
sich in diesem Kreislauf ein gewisser Überdruck ein.
Unter der Einwirkung der zwischen den Entkupferungskathoden
22 und den metallisierten Bereichen 30 der Kontakt-
und Transportwalzen 6 herrschenden Potentialdifferenz
geht das auf den metallisierten Bereichen 30 abgeschiedene
Kupfer in an und für sich bekannter Weise in Lösung,
wodurch diese metallisierten Bereiche 30 vom Kupfer
befreit werden. Anders als beim Stande der Technik ist
es jedoch den in Lösung befindlichen Kupferionen wegen
der anionenaktiven Membran 23 nicht möglich, sich bis
zur Entkupferungskathode 22 hinzubewegen und dort sich
wieder metallisch niederzuschlagen. Allein die Anionen,
im vorliegenden Falle die SO4⁻⁻₋ Ionen, sind in der
Lage, diese Membran 23 zu durchqueren. Unter diesen
Umständen scheidet sich an den Entkupferungskathoden 22,
die sich in einem kupferionenfreien Elektrolyten befinden,
während der Entkupferungselektrolyse ausschließlich
Wasserstoff ab. Aufgrund der Schrägstellung der Gehäuse
21 der Entkupferungseinrichtungen 20 sammelt sich der
sich so bildende Wasserstoff im obersten Bereich der
Gehäuse 21, also in der Nähe der Auslaßstutzen 24, und
wird von der unter dem Einfluß der Pumpe 27 zirkulierenden
verdünnten Säure mit in den Vorratsbehälter 26 genommen.
Dort findet eine "Entgasung" statt: der gasförmige Wasser
stoff sammelt sich oberhalb des Flüssigkeitsniveaus
N2 und kann über den Auslaßstutzen 29 entsorgt werden.
Versuche bei einem konkreten Ausführungsbeispiel einer
derartigen Vorrichtung haben ergeben, daß zur Sauberhaltung
der metallisierten Bereiche an den Kontakt- und Transport
walzen 6 ein Entkupferungs-Strom notwendig ist, der etwa
6 bis 7% des zur eigentlichen Galvanisierung eingesetzten
Hauptstromes ist.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Galvanisieren von elektronischen Leiter
platten oder dergleichen mit
- a) einem Maschinengehäuse, in dessen unterem Bereich sich ein Sumpf für einen Metallionen-haltigen Elektro lyten befindet;
- b) Transportmitteln, welche die elektronischen Leiter platten in im wesentlichen horizontaler Ausrichtung entlang eines Bewegungsweges durch die Vorrichtung hin durchführen;
- c) mindestens einer Galvanisierungs-Stromquelle;
- d) Kontaktmitteln, welche elektrisch mit dem negativen Pol der Galvanisierungs-Stromquelle verbunden sind und mit elektrisch leitenden Bereichen derart an den elektronischen Leiterplatten angreifen, daß deren metallische Beschichtungen ebenfalls auf negativem Potential liegen;
- e) mindestens einer in der Nähe des Bewegungsweges angeordneten Anode, die mit dem positiven Pol der Galvanisierungs-Stromquelle verbunden ist;
- f) einem mindestens einen Teil des Bewegungsweges und die Anode(n) umgebenden Behälter, welcher einen Einlaß- und einen Auslaßschlitz für die elektronischen Leiterplatten aufweist;
- g) mindestens einer Pumpe, welche aus dem Sumpf Elektrolyt entnimmt und dem Behälter zuführt, derart, daß dessen Innenraum im dynamischen Gleichgewicht zwischen Zu- und Abfluß mit Metallionen-haltigem Elektrolyt ange füllt ist;
- h) mindestens einer in der Nähe der Kontaktmittel angeord neten Entkupferungseinrichtung, welche eine Entkupfe rungselektrode umfaßt;
- i) mindestens einer Hilfsstromquelle, deren Pluspol
mit den elektrisch leitenden Bereichen der Kontakt
mittel und deren Minuspol mit der Entkupferungselek
trode verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß - k) die Entkupferungselektrode (22) in der Entkupferungs einrichtung (20) so durch eine Umhüllung (21, 23), die im Betrieb mit einer verdünnten Säure als Elektro lyt angefüllt ist, umschlossen ist, daß sie aus schließlich über eine anionenaktive, semipermeable Membran (23), welche Teil der Umhüllung (21, 23) ist, mit dem Raum kommuniziert, der im Betrieb mit Metallionen-haltigem Elektrolyt angefüllt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Metallionen-haltige Elektrolyt eine Lösung
eines Salzes der in der Umhüllung (21, 23) der Entkupfe
rungseinrichtung (20) vorhandenen Säure ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Metallionen-haltige Elektrolyt eine Lösung
von Kupfersulfat und die verdünnte Säure in der Umhüllung
(21, 23) der Entkupferungseinrichtung (20) Schwefelsäure
ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (21, 23)
der Entkupferungseinrichtung (20) ein Gehäuse (21) umfaßt,
welches an der zu den Kontaktmitteln (6) zeigenden Seite
offen ist, wobei die offene Seite des Gehäuses (21)
durch eine anionenaktive, semipermeable Membran (23)
dicht verschlossen ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die obere Seite der
Umhüllung (21, 23) der Entkupferungseinrichtung (20)
zumindest bereichsweise nicht horizontal verläuft, und
daß die Umhüllung (21, 23) an der höchsten Stelle einen
Auslaß (24) aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Pumpe (27) vorgesehen
ist, welche die verdünnte Säure im Kreislauf durch die
Umhüllung (21, 23) der Entkupferungseinrichtung (20)
drückt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Kreislauf der verdünnten Säure ein Vorrats
behälter (26) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorratsbehälter (26) einen Auslaß (29) für
den sich entwickelnden Wasserstoff aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Flüssigkeitsniveau (N2) in dem
Vorratsbehälter (26) höher als das Flüssigkeitsniveau
(N1) in dem den Metallionen-haltiven Elektrolyten ent
haltenden Behälter (13) ist.
Priority Applications (1)
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| DE1997124059 DE19724059B4 (de) | 1997-06-07 | 1997-06-07 | Vorrichtung zum Galvanisieren von elektronischen Leiterplatten |
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Publications (2)
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| DE1997124059 Expired - Fee Related DE19724059B4 (de) | 1997-06-07 | 1997-06-07 | Vorrichtung zum Galvanisieren von elektronischen Leiterplatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19724059B4 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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1997
- 1997-06-07 DE DE1997124059 patent/DE19724059B4/de not_active Expired - Fee Related
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