DE19724768C1 - Schalung zur Herstellung von Fertigteil-Treppenläufen - Google Patents
Schalung zur Herstellung von Fertigteil-TreppenläufenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schalung zur Herstellung von Fertigteil-Treppenläufen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, mit gegeneinander verstellbaren, hinterein
ander angeordneten Schalungsmodulen, welche jeweils einen ersten Abschnitt ha
ben, welcher die Schalfläche für den Auftritt einer ersten Stufe bildet, und einen
zweiten Abschnitt haben, welcher den sich an den ersten Abschnitt anschließenden,
abgewinkelten, sich zum Auftritt der nächsten Stufe erstreckenden Abschnitt der er
sten Stufe bildet.
Eine derartige Schalung ist beispielsweise aus dem deutschen Gebrauchsmuster G
81 13 530 bekannt. Bei der bekannten Schalung sind Schalteile vorgesehen, welche
in ihrer Lage zueinander verstellbar sind. Zur Verstellung der Schalteile sind sich
rechtwinklig kreuzende Führungsleisten vorgesehen, welche in einer Kreuzführung
laufen und von denen jede mit einer Handhabe zum Verschieben in der Kreuzfüh
rung versehen ist. Da benachbarte rechtwinklige Schalungsmodule über einen die
spätere Hinterkante der Stufe bildenden, flexiblen Materialstreifen verbunden sind,
ist der Bereich der möglichen Verstellung jedoch beschränkt. Es lassen sich
daher mit der bekannten Vorrichtung nur Treppenläufe herstellen, deren Steigung
innerhalb der durch die Materialstreifen vorgegebenen Grenzen liegt.
Des weiteren ist die Einstellung der bekannten Schalung recht umständlich, da jedes
einzelne Schalungsmodul separat eingestellt werden muß. Bedingt durch die Aus
bildung der Verstelleinrichtung ist eine gleichzeitige Verstellung aller Schalungsmo
dule nicht möglich.
Darüber hinaus ist bei der bekannten Schalung nachteilig, daß die Schalungsmodule
senkrecht angeordnet sind, da der Beton wangenseitig in die Schalung eingefüllt
werden muß. Hierdurch ist es nicht möglich, die Treppenunterseite nach dem Ein
füllen des Betons zu bearbeiten. Des weiteren bilden sich bedingt durch die regel
mäßig große Einfülltiefe im eingefüllten Beton Poren, was insbesondere dann sehr
nachteilig ist, wenn sich die Poren an der Oberfläche des Treppenlaufs bilden. Der
Treppenlauf muß dann nachbehandelt werden.
Es ist Aufgabe der Erfindung eine eingangs genannte Schalung derart auszubilden,
daß sie auf einfache Weise über einen großen Bereich verstellbar ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des kennzeichnenden
Teils des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteran
sprüchen.
Gemäß der Erfindung weist der sich zum Auftritt der nächsten Stufe erstreckende
zweite Abschnitt der ersten Stufe wenigstens einen Bereich auf, welcher in einem
spitzen Winkel zu dem den Auftritt der ersten Stufe bildenden ersten Abschnitt ange
ordnet ist. Durch die Anordnung des sich zum Auftritt der nächsten Stufe erstrecken
den zweiten Abschnitts der ersten Stufe in einem spitzen Winkel zu dem den Auftritt
der ersten Stufe bildenden ersten Abschnitt ergibt sich in vorteilhafter Weise die Mög
lichkeit, daß das dem sich zum Auftritt der nächsten Stufe erstreckenden zweiten
Abschnitt abgewandte Ende des den Auftritt bildenden ersten Abschnitts an dem der
sich zu dem den Auftritt dieser Stufe bildenden ersten Abschnitt erstreckenden zwei
ten Abschnitt der vorigen Stufe entlanggleiten kann und sich dabei die Lage der
Schalungsmodule zueinander verändert, wodurch sich eine andere Treppensteigung
ergibt. Besonders günstig ist es, wenn der spitze Winkel 26,6 Grad beträgt. Bei einem
Winkel von 26,6 Grad hat die Ebene des Bereichs des zweiten Abschnitts eine opti
male Lage im Hinblick auf die Verstellung der Schalungsmodule. Bei diesem Winkel ist
die Regel 2mal Höhe der Treppenstufe plus 1 mal Auftritt ist gleich 63 cm stets erfüllt.
Bei der Verstellung verändert sich die Höhe der Treppenstufe; die Tiefe des Auftritts
bleibt hingegen konstant. Durch Veränderung des spitzen Winkels läßt sich ein ande
rer Verstellbereich einstellen, wenn dies wünschenswert sein sollte. So kann der
Winkel 28 Grad, 30 Grad oder 35 Grad beziehungsweise 25 Grad, 23 Grad oder 18
Grad betragen.
Der den Auftritt bildende erste Abschnitt ist an seinem dem sich zum Auftritt der
nächsten Stufe erstreckenden zweiten Abschnitt abgewandten Ende abgewinkelt.
Durch die Abwinklung des dem zweiten Abschnitts abgewandten Endes des ersten
Abschnitts ergibt sich eine sehr gute Berührungslinie zweier benachbarter Scha
lungsmodule. Das abgewinkelte Ende kann in vorteilhafter Weise so abgewinkelt
sein, daß es eine gerade Fortführung des nicht in dem spitzen Winkel zum ersten
Abschnitt verlaufenden Bereichs des zweiten Abschnitts der vorhergehenden Stufe
bildet. Darüber hinaus wird durch die Höhe der Abwinklung der Freiraum mitbe
stimmt, welcher von dem ersten Teil und dem im spitzen Winkel verlaufenden Be
reichs des zweiten Abschnitts der vorigen Stufe erreicht wird.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen,
daß die dem den Auftritt bildenden ersten Abschnitt abgewandten Enden der sich zum
Auftritt der nächsten Stufe erstreckenden zweiten Abschnitte der Schalungsmodule
auf einer in der Höhe verstellbaren Schiene abgestützt sind und die Schalungsmodule
eine Abstützung aufweisen derart, daß die Schalungsmodule bei Verstellung der
Schiene eine Schwenkbewegung um die Abstützung ausführen. Eine derartige Aus
führungsform bietet den großen Vorteil, daß sich die Schalung sehr leicht verstellen
läßt. Die einzelnen Schalungsmodule brauchen nicht mehr separat eingestellt wer
den, sondern die Verstellung der Schalungsmodule erfolgt gleichzeitig durch eine
Veränderung der Höhe der Schiene. Wird die Schiene beispielsweise abgesenkt,
folgen die auf ihr abgestützten Schalungsmodule der Schiene. Wegen der Abstützung
kann die Absenkung der Schalungsmodule jedoch nicht geradlinig erfolgen, sondern
erfolgt auf einer Kreisbahn, deren Mittelpunkt das dem Schalungsmodul abgewandte
Ende der Abstützung bildet. Durch diese Schwenkbewegung verändert sich auch die
Lage der Schalungsmodule zueinander. Insbesondere gleitet das dem sich zum Auf
tritt der nächsten Stufe erstreckenden zweiten Abschnitts abgewandte Ende des er
sten Abschnitts auf dem in dem spitzen Winkel angeordneten Bereich des zweiten
Abschnitts der vorhergehenden Stufe entlang. Hierdurch verändert sich die Höhe der
Stufe und damit die Steilheit des Treppenlaufs.
Zur Arretierung der Lage der Schalungsmodule zueinander kann in vorteilhafter
Weise eine Arretierung vorgesehen sein. Besonders günstig ist es, wenn Mittel zum
Betätigen der Arretierung vorgesehen sind. Hierdurch ist es möglich, daß die Arretie
rung aller Schalungsmodule gleichzeitig vorgenommen wird. So kann die Arretierung
beispielsweise mittels motorisch betriebener Schrauben, magnetisch, pneumatisch
oder hydraulisch erfolgen.
Besonders günstig ist es auch, wenn Mittel zum Verstellen der Schiene vorgesehen
sind. Hierdurch läßt sich die erfindungsgemäße Schalung auf einfache Weise ein
stellen, so daß sie im Prinzip von einer Person bedient werden kann. Die Mittel zum
Verstellen der Schiene könnten beispielsweise motorisch betriebene Spindeln oder
pneumatisch oder hydraulisch betriebene Zylinder sein.
Dadurch, daß die Schalungsmodule in ihrer Form beziehungsweise in ihren Abmes
sungen zur Einstellung unterschiedlicher Treppenläufe nicht verändert werden müs
sen, lassen sich in vorteilhafter Weise auf ihnen Schalwände anordnen. Bei einer
weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung sind daher Schalwände vorge
sehen, welche seitlich verschiebbar auf den Schalungsmodulen anordenbar sind.
Besonders günstig ist es, wenn die Schalwände eine Vorrichtung aufweisen, mittels
welcher sie abgestützt werden können. Durch die Schalwände ist es möglich, die
Breite des Treppenlaufs einzustellen. Hierzu brauchen die Schalwände lediglich so
weit auf den Schalungsmodulen verschoben werden, bis sie in dem Abstand zuein
ander stehen, der der Breite des Treppenlaufs entspricht. Die Abstützung ist vorge
sehen, um den auf die Schalwände vom in die Schalungsmodule eingefüllten Beton
ausgeübten Druck abzufangen. Die Abstützung kann beispielsweise dadurch reali
siert sein, daß die Schalwände von seitlich verschiebbaren Tragböcken abgestützt
ist und sich zwischen den Tragböcken Abspannungen befinden.
Durch die erfindungsgemäß ausgebildete Schalung ist es möglich, die Anzahl der
Schalungsmodule und damit die Größe des Treppenlaufs zu variieren. Je nach Grö
ße des Treppenlaufs werden mehr oder weniger Schalungsteile auf den Schienen
hintereinander angeordnet. Die Steigung des Treppenlaufs beziehungsweise die
Höhe der Stufen kann durch Anheben beziehungsweise Absenken der Schienen
eingestellt werden. Zum Herstellen eines gewendelten Treppenlaufs können Scha
lungsmodule verwendet werden, deren den Auftritt der Stufe bildender erster Ab
schnitt trapezförmig ausgebildet ist, das heißt, die Tiefe des ersten Abschnitts ist an
beiden Seiten unterschiedlich. Entsprechend der unterschiedlichen Abmessungen
des ersten Abschnitts auf beiden Seiten des Treppenlaufs muß die Höhe der Schie
nen in dem Bereich angepaßt werden, in dem sich das betreffende Schalungsteil
beziehungsweise die betreffenden Schalungsteile auf den Schienen abstützen.
Mittels der erfindungsgemäßen Schalung ist es somit möglich, Treppenläufe unter
schiedlicher Treppenlauf-Figuren herzustellen. Es können rechts- und linksläufige
sowie s-förmige Treppen geschalt werden.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines besonderen Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines bei der erfindungsgemäßen Schalung
verwendeten Schalungsmoduls von der Seite,
Fig. 2 eine schematische Anordnung eines Teilbereichs einer Schalung von der
Seite in einer ersten Lage der Schalungsmodule zueinander mit größtmöglichem
Auftritt und kleinster Steigung,
Fig. 3 eine schematische Anordnung eines Teilsbereichs einer Schalung von der
Seite in einer zweiten Lage der Schalungsmodule zueinander mit kleinstmöglichem
Auftritt und größter Steigung
Fig. 4 eine schematische Anordnung eines Teilbereichs einer erfindungsgemäßen
Schalung von der Seite mit angebrachten Schalwänden,
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Schalung mit am
Treppenlauf angesetzten Podesten von der Seite,
Fig. 6 die in Fig. 5 dargestellte Anordnung im Schnitt mit Schalwände tragenden
Tragböcken,
Fig. 7a einen mittels der erfindungsgemäßen Schalung herstellbaren Treppenlauf,
Fig. 7b eine entsprechend dem in Fig. 7a dargestellten Treppenlauf ausgebildete
Schalung,
Eine erfindungsgemäße Schalung zur Herstellung von Fertigteil-Treppenläufen be
steht im wesentlichen aus gegeneinander verstellbaren, hintereinander angeordne
ten Schalungsmodulen 1. Die Schalungsmodule 1 sind aus einem etwa 5 mm dicken
Blech hergestellt und weisen die in Fig. 1 dargestellte Querschnittsform auf. Das in
Fig. 1 dargestellte Schalungsmodul ist etwa 1 m lang. Das Schalungsmodul 1 hat
einen ersten Abschnitt 2, an welchen sich ein etwa rechtwinklig abgebogener zweiter
Abschnitt 3, 4 anschließt. Der zweite Abschnitt 3, 4 weist einen Bereich 4 auf, wel
cher vom restlichen zweiten Abschnitt 3 abgewinkelt ist. Der Bereich 4 bildet mit dem
ersten Abschnitt 2 einen Winkel 5 von etwa 26,6 Grad. Der erste Abschnitt 2 weist
an seinem dem zweiten Abschnitt 3, 4 abgewandten Ende eine etwa, rechtwinklige
erste Abwinklung 6 auf. Die Höhe dieser ersten Abwinklung 6 entspricht
etwa einem Drittel der Länge des restlichen zweiten Abschnitts 3. Der Bereich 4
weist an seinem den restlichen zweiten Abschnitt 3 abgewandten Ende eine zweite
Abwinklung 13 auf.
Wie insbesondere den Fig. 2 und 3 entnommen werden kann, sind die Scha
lungsmodule 1 derart hintereinander angeordnet, daß jeweils die erste Abwinklung 6
eines Schalungsmoduls 1 mit seiner Stirnseite auf den Bereich 4 des zweiten Ab
schnitts 3, 4 eines vorherigen Schalungsmoduls 1 aufstößt. Die Schalungsmodule 1
sind mit ihren die zweite Abwinklung 13 aufweisenden Enden auf Schienen 7 abge
stützt. Die Schienen 7 sind an jeweils eine Spindel aufweisende Stützen 14 befe
stigt, wodurch sie in der Höhe verstellbar sind. In den Fig. 2 und 3 ist jeweils nur
eine Stütze 14 dargestellt.
Die Schalungsmodule 1 weisen des weiteren jeweils zwei Abstützungen 8 auf, wel
che etwa parallel zum Bereich 4 des zweiten Abschnitts 3, 4 der Schalungsmodule 1
verlaufen. Die Abstützungen 8 erstrecken sich bis auf die Grundfläche, auf der die
Schalung angeordnet ist.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Anordnung der Schalungsmodule 1 weisen die
Schienen 7 eine solche Höhe auf, daß die Abstützungen 8 etwa in einem Winkel von
55 Grad zur Waagrechten verlaufen. Hierdurch nehmen die fest mit den Abstützun
gen 8 verbundenen Schalungsmodule 1 eine solche Lage ein, daß sich die Stirn
seite der ersten Abwinklung 6 etwa an der Grenzstelle zwischen dem Bereich 4 und
dem restlichen zweiten Abschnitt 3 eines jeweils vorhergehenden Schalungsmoduls
1 befindet. Der restliche zweite Abschnitt 3 wird somit etwa gradlinig durch die erste
Abwinklung 6 verlängert.
Zur Arretierung der Lage der Schalungsmodule 1 zueinander weisen die Scha
lungsmodule 1 fest mit ihnen verbundene Knotenbleche 10 auf, welche mit Arretie
rungsstäben 9 gelenkig verbunden sind. Die Arretierungsstäbe 9 sind in einer Muffe
9a gleitverschieblich gelagert. Die Muffe 9a weist eine Schraube 9b auf, mittels der
die Arretierungsstäbe 9 in der Muffe 9a fixiert werden können. Mittels der Schraube
9b können somit die Schalungsmodule 1 in ihrer Lage zueinander fixiert werden.
Führen die Schalungsmodule 1 um den Auflagepunkt der Abstützungen 8 eine
Schwenkbewegung aus, verschieben sich die Arretierungsstäbe 9 in der Muffe 9a.
Zum Verstellen der Lage der Schalungsmodule 1 zueinander müssen die Schrauben
9b gelöst werden. Werden die Schienen 7 dann in ihrer Höhe verstellt, führen die
Schalungsmodule 1 um den Abstützpunkt der Abstützungen 8 auf der Grundfläche
eine Schwenkbewegung aus. Durch die Schwenkbewegung gleitet die Stirnseite der
ersten Abwinklung 6 auf dem Bereich 4 des zweiten Abschnitts eines jeweils vorher
gehenden Schalungsmoduls 1. Hat die Schiene 7 eine Höhe erreicht, in der die
Schalungsmodule 1 eine gewünschte Lage zueinander haben, werden die Schrau
ben 9b wieder angezogen, wodurch die Einstellung der Schalung beendet ist. Bei
der in Fig. 3 gezeigten Anordnung ist die Schiene 7 in einer solchen Höhe ange
ordnet, daß die Abstützungen 8 in einem Winkel von etwa 75 Grad zur Waagrechten
angeordnet sind. Die Stirnseite der ersten Abwinklung 6 befindet sich hierdurch etwa
an dem dem ersten Abschnitt 2 abgewandten Ende des Bereichs 4 des zweiten Ab
schnitts 3, 4. Hierdurch hat die Höhe der Treppenstufen und damit die Steigung des
Treppenlaufs zugenommen. Die Tiefe des Auftritts ist jedoch unverändert geblieben.
Zur Verbesserung des Betriebs der erfindungsgemäßen Schalung sind Halteklam
mern 15 vorgesehen, welche in die zweite Abwinklung 13 eingreifen und das ent
sprechende Ende der Schalungsmodule 1 mit den Schienen 7 verbinden.
Nachdem die Schalungsmodule 1 in eine Lage zueinander gebracht worden sind,
welche der gewünschten Steigung des Treppenlaufs entspricht, und in ihrer Lage
arretiert worden sind, wird auf die Schalungsmodule 1 Beton aufgefüllt. Der Beton
wird in einer solchen Höhe auf die Schalungsmodule 1 aufgebracht, wie es der stati
schen Höhe des Treppenlaufs entspricht. Da der Auftritt und der sich zum Auftritt der
nächsten Stufe erstreckende Teil der Treppe direkt durch die Schalungsmodule 1
geformt werden, ist die Beschaffenheit der Oberfläche der Treppe abhängig von der
Oberfläche der Schalungsmodule 1. Da diese sehr glatt und sauber ausgebildet sein
können, ist die Oberfläche der Treppe entsprechend glatt und sauber. Sie braucht
daher in der Regel nicht nachbehandelt zu werden. Des weiteren ist es möglich, die
Rückseite des Treppenlaufs abzuziehen, da diese frei zugänglich ist. Auch hierdurch
ergeben sich sehr große Vorteile im Hinblick auf die Variabilität der Oberflächen
struktur eines Treppenlaufs.
Wie der Fig. 4 entnommen werden kann, können die Schalungsmodule 1 mit
Schalwänden 11 versehen werden. Die Schalwände 11 sind seitlich verschiebbar
auf den Schalungsmodulen 1 angeordnet. Hierdurch kann die Breite des Treppen
laufs auf einfache Weise eingestellt werden. Bei einem schmalen Treppenlauf wei
sen die beiderseits angeordneten Schalwände 11 einen geringeren Abstand zuein
ander auf, als bei einem breiteren Treppenlauf.
Dadurch, daß die Schalungsmodule 1 eine unveränderliche Form haben, haben die
Schalungswände 11 ebenfalls eine unveränderliche Form. Sie weisen an einem En
de eine Ausnehmung auf derart, daß sie an die Form der Schalungsmodule 1 ange
paßt sind.
Durch die an die Schalungsmodule 1 angepaßte Form der Schalwände 11 sitzen die
Schalwände 11 dicht auf den Schalungsmodulen 1. Des weiteren stoßen die Seiten
wände der Schalwände 11 ebenfalls dicht aneinander, so daß die Schalwände 11
eine durchgehende Schalwand bilden.
Werden die Schalungsmodule 1 verschwenkt, führen die Schalwände 11 diese
Schwenkbewegung ebenfalls aus. Durch ihre angepaßte Form stoßen die Seiten
wände der Schalwände 11 in jeder Lage der Schalungsmodule 1 dicht aneinander.
Somit bilden die Schalwände 11 in jeder Lage der Schalungsmodule 1 eine durch
gehende seitliche Schalwand.
In Fig. 5 ist eine erfindungsgemäße Schalung in Seitenansicht dargestellt. An den
durch Schalungsmodule 1 gebildeten Treppenlauf schließen sich beidseitig Podeste
16 an. Zur Abstützung der Podeste 16 sind Stützpfeiler 17 vorgesehen.
Wie neben der Fig. 5 insbesondere auch der Fig. 6, welche den in Fig. 5 einge
zeichneten Schnitt bildet, entnommen werden kann, werden die Schalungswände 11
von einer seitlichen Abstützung 12 abgestützt. Die Abstützungen 12 sind auf Rollen
angeordnet und können mittels Abspannungen miteinander verbunden werden. Im
oberen Bereich weist eine der Abstützungen 12 eine Führungsschiene 18 auf, wel
che in ihrer Höhe verstellbar ist. Die Führungsschiene 18 stellt die Einfüllhöhe des
Betons dar und ist als Hilfe beim Abziehen der Rückseite des Treppenlaufs vorge
sehen. Hierdurch kann eine besonders glatte Oberfläche erreicht werden, wodurch
eine Nachbehandlung der Unterseite des Treppenlaufs vermieden wird.
In Fig. 7a ist ein mittels einer erfindungsgemäßen Schalung herstellbarer Trep
penlauf gezeigt. Die zur Herstellung des dargestellten Treppenlaufs erforderliche
Schalung ist schematisch in Fig. 7b dargestellt. Die Steigung des Treppenlaufs
läuft von der linken Seite der Fig. 7a zur rechten Seite, das heißt die linke Seite ist
der tiefergelegene Bereich der Treppe.
Wie den Darstellungen entnommen werden kann, weisen die äußeren Treppenstu
fen 19 bis 21 und 22 bis 24 an beiden Wangenseiten eine unterschiedliche Auftritt
stiefe auf. Hierdurch ist es erforderlich, daß die entsprechenden Schalungsmodule
19a bis 24a einen entsprechenden den Auftritt bildenden ersten Abschnitt 2 aufwei
sen. Wegen der veränderten Tiefe des zweiten Abschnitts der betreffenden Scha
lungsmodule ist die Schiene 7 abgestuft ausgebildet. Das heißt, die Schiene 7 weist
im Bereich der Abstützung der betreffenden Schalungsmodule 1 eine unterschiedli
che Höhe auf. Da der Treppenlauf von links nach rechts ansteigt, ist die Schiene 7
auf der linken Seite abgesenkt. Im Gegensatz hierzu weist sie an der rechten Seite
Abstützungen auf, auf denen die betreffenden Schalungsmodule 1 in entsprechen
der Höhe oberhalb des übrigen Bereichs der Schiene 7 abgestützt sind.
Zur Fortsetzung des in Fig. 7a dargestellten Treppenlaufs kann an die in Fig. 7b
dargestellte Schalung eine entsprechend ausgebildete Schalung rechtwinklig ange
setzt werden. Hierdurch ist es möglich, beliebige Treppenläufe herzustellen. Die er
findungsgemäße Schalung erlaubt es somit auf einfache Weise Treppenläufe belie
biger Form, Breite, und Steigung herzustellen. Des weiteren haben die mittels der
erfindungsgemäßen Schalung hergestellten Treppenläufe eine Oberfläche, welche
keiner Nachbehandlung mehr bedarf.
Claims (8)
1. Schalung zur Herstellung von Fertigteil-Treppenläufen, mit gegeneinander ver
stellbaren, hintereinander angeordneten Schalungsmodulen (1), welche jeweils ei
nen ersten Abschnitt (2) haben, welcher die Schalfläche für den Auftritt einer ersten
Stufe bildet, und einen zweiten Abschnitt (3) haben, welcher den sich an den ersten
Abschnitt (2) anschließenden, abgewinkelten, sich zum Auftritt der nächsten Stufe
erstreckenden Abschnitt (3, 4) der ersten Stufe bildet,
dadurch gekennzeichnet,
daß der sich zum Auftritt der nächsten Stufe erstreckende zweite Abschnitt (3, 4) der
Schalungsmodule (1) wenigstens einen Bereich (4) hat, welcher in einem spitzen
Winkel (5) zu dem den Auftritt der ersten Stufe bildenden ersten Abschnitt (2) ange
ordnet ist.
2. Schalung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der spitze Winkel (5) 26,6° beträgt.
3. Schalung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der den Auftritt bildende erste Abschnitt (2) an seinem, dem sich zum Auftritt der
nächsten Stufe erstreckenden zweiten Abschnitt (3, 4) abgewandten Ende (6) abge
winkelt ist.
4. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dem den Auftritt bildenden ersten Abschnitt (2) abgewandten Enden der sich
zum Auftritt der nächsten Stufe erstreckenden zweiten Abschnitte (3, 4) der Scha
lungsmodule (1) auf in der Höhe verstellbaren Schienen (7) abgestützt sind und die
Schalungsmodule (1) wenigstens eine Abstützung (8) aufweisen derart, daß die
Schalungsmodule (1) bei Verstellung der Schienen (7) eine Schwenkbewegung um
die Abstützung (8) ausführen.
5. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Arretierung (9, 10) vorgesehen ist, mittels der die Schalungsmodule (1) in
ihrer Lage zueinander arretierbar sind.
6. Schalung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß Mittel zum Verstellen der Schiene (7) und zum Betätigen der Arretierung (9, 10)
vorgesehen sind.
7. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie Schalwände (11) aufweist, welche seitlich verschiebbar auf den Schalungs
modulen (1) anordenbar sind.
8. Schalung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schalwände (11) mit einer Vorrichtung (12) zu ihrer Abstützung verbunden
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997124768 DE19724768C1 (de) | 1997-06-12 | 1997-06-12 | Schalung zur Herstellung von Fertigteil-Treppenläufen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1997124768 DE19724768C1 (de) | 1997-06-12 | 1997-06-12 | Schalung zur Herstellung von Fertigteil-Treppenläufen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19724768C1 true DE19724768C1 (de) | 1998-10-22 |
Family
ID=7832229
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997124768 Expired - Fee Related DE19724768C1 (de) | 1997-06-12 | 1997-06-12 | Schalung zur Herstellung von Fertigteil-Treppenläufen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19724768C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002026447A1 (en) * | 2000-09-27 | 2002-04-04 | Stairframe Systems Inc. | Modular stairway system production benches |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8113530U1 (de) * | 1981-05-08 | 1981-10-08 | Holzapfel & Walka GmbH, 7505 Ettlingen | Treppenschalung |
-
1997
- 1997-06-12 DE DE1997124768 patent/DE19724768C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8113530U1 (de) * | 1981-05-08 | 1981-10-08 | Holzapfel & Walka GmbH, 7505 Ettlingen | Treppenschalung |
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