DE19724602A1 - Vorrichtung zum Waschen von Rechengut - Google Patents
Vorrichtung zum Waschen von RechengutInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Waschen von Rechengut,
bestehend aus einem mit dem Rechengut beschickbaren, mit einem Waschwasser
zulauf versehenen Waschbehälter und aus einer das gewaschene Rechengut aus
tragenden Preßschnecke, deren Gehäuse zumindest in einem Abschnitt als ein an
einen Abwasserablauf angeschlossenes Entwässerungssieb ausgebildet ist.
Bei üblichen Rechengutwäschern erstreckt sich die Preßschnecke in den Wasch
behälter, so daß sich das Rechengut während des Waschvorganges zumindest zum
Teil im Bereich der Preßschnecke befindet. Da das Schneckengehäuse ein Entwäs
serungssieb bildet, wird somit das durch ein Einspritzen von Waschwasser in den
Waschbehälter gewaschene Rechengut noch während des Waschvorganges teilweise
entwässert. Wie umfangreiche Untersuchungen gezeigt haben, werden die einen
Großteil des Rechengutes ausmachenden organischen Bestandteile erst dann
zuverlässig von den übrigen Feststoffen getrennt, wenn das Rechengut einem
möglichst langen Waschvorgang bei einer ausreichenden Waschwasserzufuhr
unterworfen wird. Diesen Anforderungen können die bekannten Rechenwäscher nur
bedingt gerecht werden, weil insbesondere unter den Bedingungen eines erhöhten
Rechengutdurchsatzes der Waschvorgang frühzeitig unterbrochen werden muß. In
diesem Zusammenhang ist zu bedenken, daß das in Abhängigkeit von den Rechen
abwürfen chargenweise anfallende Rechengut auch chargenweise gewaschen wird,
wobei erst nach der Entwässerung und dem Austrag des gewaschenen Rechengutes
dem Waschbehälter eine neue Charge an zu waschendem Rechengut aufgegeben
werden kann. Ein steigender Rechengutdurchsatz und eine damit verkürzte Chargen
folge erzwingen daher eine Verkürzung des Waschvorganges mit entsprechend
geringerem Wascherfolg.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Waschen von
Rechengut der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, daß auch unter Bedin
gungen eines erhöhten Rechengutdurchsatzes eine zufriedenstellende Waschleistung
sichergestellt werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß der Waschbehälter über einen
öffenbaren Austragsverschluß mit dem Schneckengehäuse verbunden ist.
Durch das Vorsehen eines öffenbaren Austragsverschlusses für den Waschbehälter
wird eine Trennung des Waschvorganges von der Entwässerung und dem Austrag
des gewaschenen Rechengutes mittels der Preßschnecke mit dem Vorteil möglich,
daß die Waschzeit durch die für die Entwässerung und den Austrag des Rechengutes
erforderliche Zeit verlängert werden kann. Während der Entwässerung und des
Austragens einer Rechengutcharge kann ja bereits eine neue Charge im Wasch
behälter gewaschen werden, weil über den Austragsverschluß des Waschbehälters
eine Trennung aufeinanderfolgender Chargen möglich ist. An die Dichtheit des
Austragsverschlusses brauchen keine hohen Anforderungen gestellt zu werden. Aus
dem Waschbehälter in das Schneckengehäuse austretende Waschflüssigkeit kann
über das Entwässerungssieb abgeführt werden. Eine einfache Verschlußklappe oder
ein Schieber genügen diesen Anforderungen ohne weiteres.
Die räumliche und zeitliche Trennung des Waschvorganges von der Entwässerung
und dem Rechengutaustrag macht außerdem eine gesonderte Anordnung des
Waschbehälters und der Preßschnecke möglich, wenn für eine entsprechende
Leitungsverbindung zwischen dem Waschbehälter und dem Schneckengehäuse
gesorgt wird. Damit können vorgegebene Raumverhältnisse entsprechend berück
sichtigt werden. Besonders einfache Konstruktionsbedingungen werden allerdings
dann sichergestellt, wenn der Waschbehälter auf das Schneckengehäuse aufgesetzt
ist, weil in diesem Fall das gewaschene Rechengut nach dem Öffnen des Austrags
verschlusses schwerkraftbedingt unmittelbar aus dem Waschbehälter in das
Schneckengehäuse strömen kann.
Der von der Preßschnecke getrennte Waschbehälter läßt außerdem eine verbesserte
Entwässerung und Verdichtung des gewaschenen Rechengutes zu, weil die Zulauföff
nung des Schneckengehäuses für das Rechengut in Austragsrichtung der Preß
schnecke dem Entwässerungssieb nachgeordnet werden kann. Die Entwässerung des
Rechengutes außerhalb des Verdichtungsbereiches der Preßschnecke unterstützt
nämlich das Ausspülen der nicht gelösten organischen Bestandteile, ohne die Was
serabfuhr aus dem Verdichtungsbereich zu behindern.
Weist der Waschbehälter in weiterer Ausbildung der Erfindung einen in das Schnecken
gehäuse mündenden Überlauf auf, so kann in einfacher Weise ein außerordentlich
hoher Rechengutanfall berücksichtigt werden. Ein solcher übermäßiger Rechen
gutanfall bedingt ein Ansteigen der Füllhöhe des Waschbehälters bis der Überlauf für
ein Abfließen der Übermenge in das Schneckengehäuse sorgt, wo diese Übermenge
mit der vorhergehenden Charge entwässert und ausgetragen wird.
Um das Auswaschen organischer Stoffe aus dem Rechengut zu unterstützen, wird
das Rechengut bei bekannten Rechengutwäschern häufig einer mechanischen
Behandlung durch die in den Waschbehälter ragende, in ihrer Förderrichtung umkehr
bare Preßschnecke oder durch ein Wirbelrad unterworfen, allerdings mit der Gefahr
einer unerwünschten Zerkleinerung mancher Rechengutbestandteile. Wird der Wasch
behälter zur Beschickung mit dem Rechengut in weiterer Ausbildung der Erfindung an
eine Preßschnecke angeschlossen, so wird eine vorteilhafte mechanische Aufberei
tung des Rechengutes ohne den sonst mit diesen mechanischen Behandlungen
verbundenen Nachteilen erzielt.
Wesentlich für die wartungsfreie Standzeit eines Rechengutwäschers ist, daß das
Entwässerungssieb nicht verlegt wird. Zu diesem Zweck werden gegen das Sieb
gerichtete Spritzdüsen eingesetzt, die der Schnecke zugeordnet sind. Eine bessere
Reinigungswirkung erzielt man allerdings dann, wenn das Entwässerungssieb aus
einem Siebrohr besteht, dem auf der Außenseite wenigstens ein umlaufender Ab
streifer- bzw. Spritzdüsenbalken zugeordnet ist. Besonders einfache Konstruktions
verhältnisse können in diesem Zusammenhang dadurch erreicht werden, daß der
Abstreifer- bzw. Spritzdüsenbalken auf der Schneckenwelle sitzt und folglich mit der
Schneckenwelle um läuft.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar
wird eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Waschen von Rechengut in einer
vereinfachten, zum Teil aufgerissenen Seitenansicht gezeigt.
Die Vorrichtung gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist einen Wasch
behälter 1 auf, der über einen Einlaßstutzen 2 mit dem zu waschenden Rechengut
chargenweise beschickt wird. Das Waschwasser wird über einen oder mehrere sich
düsenartig verjüngende Waschwasserzuläufe 3 in den Waschbehälter 1 eingespritzt
und dabei mit dem Rechengut innig vermischt, wobei durch den entstehenden
Waschwasserwirbel die lösbaren Bestandteile aus dem Rechengut ausgewaschen
werden. Da der Einlaßstutzen 2 an das Austragsende einer aus Übersichtlichkeits
gründen nicht dargestellten Preßschnecke angeschlossen ist, bildet das vor dem
Eintritt in den Waschbehälter 1 verdichtete Rechengut im Bereich des Austragsendes
der Preßschnecke bzw. im Bereich des Einlaßstutzens einen den Waschbehälter 1
gegenüber der Preßschnecke abdichtenden Stopfen.
Der Waschbehälter 1 ist auf das Gehäuse 4 einer Preßschnecke 5 zum Verdichten
und Austragen des gewaschenen Rechengutes aufgesetzt, und zwar über einen
quadratischen Anschlußflansch 6, um den Waschbehälter jeweils um 90° versetzt mit
dem Schneckengehäuse 4 verbinden zu können. An die Preßschnecke 5 schließt sich
in Förderrichtung ein ansteigendes Austragsrohr 7 an, über das das gewaschene und
entwässerte Rechengut ausgeworfen wird. Die Entwässerung erfolgt durch ein
Entwässerungssieb 8 in Form eines Siebrohres 9, das einen Teil des Schneckenge
häuses 4 bildet und der Zulauföffnung 10 des Schneckengehäuses in Förderrichtung
vorgeordnet ist, so daß das durch die Zulauföffnung 10 in das Schneckengehäuse 4
eingetragene Rechengut besonders vorteilhaft entwässert werden kann. Das mit den
ausgewaschenen organischen Rechengutbestandteilen beladene Waschwasser wird
über einen Abwasserablauf 11 abgezogen. Zum Reinigen des Entwässerungssiebes
8 ist ein Abstreifer- bzw. Spritzbalken 12 vorgesehen der über einen Arm 13 au
ßerhalb des Entwässerungssiebes 8 auf der Schneckenwelle 14 sitzt, die von einem
Getriebemotor 15 her angetrieben wird. Der Abstreifer- bzw. Spritzbalken 12 läuft
daher mit der Preßschnecke 5 um und sorgt für eine wirkungsvolle Siebreinigung von
außen.
Wesentlich für die Erfindung ist, daß der Waschbehälter 1 einen öffenbaren Aus
tragsverschluß 16, beispielsweise eine Verschlußklappe, aufweist. Das über den
Einlaßstutzen 2 chargenweise in den Waschbehälter 1 eingebrachte Rechengut kann
folglich während der Entwässerung und der Verdichtung der vorhergehend behandel
ten Charge durch eine intensive Spülung mit dem durch den Waschwasserzulauf 3
zuströmenden Waschwasser gewaschen werden, um dann nach dem Austrag der
vorhergehenden Charge durch ein Öffnen des Austragsverschlusses 16 in das
Schneckengehäuse 4 zur Entwässerung und Verdichtung auszufließen. Nach dem
Eintragen des gewaschenen Rechengutes in das Schneckengehäuse 4 wird der
Austragsverschluß 16 wieder geschlossen, so daß eine neue Rechengutcharge in den
Waschbehälter gefördert werden kann.
Zur Begrenzung des Füllstandes des Waschbehälters 1 ist ein Überlauf 17 vorgese
hen, der im Ausführungsbeispiel durch eine Trennwand 18 gebildet wird, die einen in
die Zulauföffnung 10 mündenden Überströmkanal 19 vom Waschbehälter 1 abtrennt.
Steigt die Rechengutmenge einer Charge über ein vorgegebenes Maß an, so wird die
Überschußmenge mit einem entsprechenden Anteil an Waschwasser aus dem
Waschbehälter 1 ausgeschwemmt und der vorhergehenden Charge im
Schneckengehäuse 4 zugeführt.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Waschen von Rechengut, bestehend aus einem mit dem
Rechengut beschickbaren, mit einem Waschwasserzulauf versehenen Waschbehälter
und aus einer das gewaschene Rechengut austragenden Preßschnecke, deren Ge
häuse zumindest in einem Abschnitt als ein an einen Abwasserablauf angeschlosse
nes Entwässerungssieb ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasch
behälter (1) über einen öffenbaren Austragsverschluß (16) mit dem Schneckengehäu
se (4) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Waschbehälter
(1) auf das Schneckengehäuse (4) aufgesetzt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zulauf
öffnung (10) des Schneckengehäuses (4) für das Rechengut in Austragsrichtung der
Preßschnecke (5) dem Entwässerungssieb (8) nachgeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Waschbehälter (1) einen in das Schneckengehäuse (4) mündenden Überlauf (17)
aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Waschbehälter (1) zur Beschickung mit dem Rechengut an eine Preßschnecke
angeschlossen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Entwässerungssieb (8) aus einem Siebrohr (9) besteht, dem auf der Außenseite
wenigstens ein umlaufender Abstreifer- bzw. Spritzdüsenbalken (12) zugeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstrei
fer- bzw. Spritzdüsenbalken (12) auf der Schneckenwelle (14) sitzt.
Applications Claiming Priority (1)
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1997
- 1997-06-11 DE DE1997124602 patent/DE19724602A1/de not_active Withdrawn
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