DE19722800A1 - Verfahren zur Überdeckung von Kanten an Kontakten sowie entsprechender Kontakt - Google Patents
Verfahren zur Überdeckung von Kanten an Kontakten sowie entsprechender KontaktInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überdeckung von
Kanten an Kontakten, die durch Stanzen und Biegen aus einem
Metall hergestellt sind, sowie einen entsprechenden
Kontakt.
Viele elektrische Kontakte werden durch Stanzen und Biegen
aus einem Metallstreifen hergestellt. Durch diese
Herstellungsweise entstehen an den Kontakten teilweise
scharfe Kanten, die sich nachteilig auswirken können. Dabei
sind verschiedene Arten von scharfen Kanten zu
unterscheiden. Zunächst entstehen an den Stellen scharfe
Kanten an denen Schnittkanten durch das Stanzen vorliegen.
Aber auch beim Biegen können scharfe Kanten entstehen, da
das Metall an der Oberfläche durch den Biegevorgang
aufreißt und somit Grate entstehen.
Diese scharfe Kanten führen zu im wesentlichen zwei
verschiedenen Arten von Beschädigungen:
Erstens ist es inzwischen durchaus üblich Kontakte durch sogenannte Sammeldichtungen hindurchzuführen, um das Abdichten in Steckverbindern zu erreichen. Auch der Einsatz von Stirndichtungen zum Abdichtung von Steckverbindern ist üblich. Durch die scharfen Kanten können diese Mattendichtungen angeschnitten werden und die Dichtheit eines Steckverbinders beeinträchtigt werden.
Zweitens kommt es aber auch vor, daß durch scharfe Kanten Kammerbereiche beim Einführen des Kontaktes verkratzt werden, wobei diese Kratzer sich zumeist in Längsrichtung, also in Einführrichtung des Kontaktes, erstrecken. Soll nun der Kontakt mittels einer Einzeldichtung im Bereich der Kammer abgedichtet werden, in der sich die Längskratzer befinden, so wird dadurch ein Abdichten unmöglich.
Erstens ist es inzwischen durchaus üblich Kontakte durch sogenannte Sammeldichtungen hindurchzuführen, um das Abdichten in Steckverbindern zu erreichen. Auch der Einsatz von Stirndichtungen zum Abdichtung von Steckverbindern ist üblich. Durch die scharfen Kanten können diese Mattendichtungen angeschnitten werden und die Dichtheit eines Steckverbinders beeinträchtigt werden.
Zweitens kommt es aber auch vor, daß durch scharfe Kanten Kammerbereiche beim Einführen des Kontaktes verkratzt werden, wobei diese Kratzer sich zumeist in Längsrichtung, also in Einführrichtung des Kontaktes, erstrecken. Soll nun der Kontakt mittels einer Einzeldichtung im Bereich der Kammer abgedichtet werden, in der sich die Längskratzer befinden, so wird dadurch ein Abdichten unmöglich.
Aus der US 4,169,646 ist es bekannt, einen
Schneidklemmkontakt vollständig mit einem nichtleitendem
Kunststoff zu überdecken. Eine solche Vorgehensweise ist
nur für Kontakte geeignet, die sehr einfach aufgebaut sind,
ist jedoch beispielsweise für Buchsenkontakte, die aus
inneren Kontaktierungsfedern und einer äußeren
Außenüberfeder bestehen, völlig ungeeignet.
Aus der US 5,235,743 ist die Beschichtung des
Kontaktierungsbereichs mit einer Mischung aus Teflon und
Zinn oder Nickel oder ähnlichem vorgesehen. Die
Beschichtung ist vorgesehen, um die Steckkräfte beim
Einbringen eines Messerkontaktes in einen Buchsenkontakt zu
verringern. Es wird dabei vorgesehen, die Beschichtung vor
dem Stanzvorgang bereits auf das Metallband aufzubringen.
Dies bedeutet aber, daß beim -tanzen und Biegen immer noch
entsprechende scharfe Kanten entstehen. Eine Beschichtung
des Metallbandes ist zumindest in Bezug auf die scharfen
Stanzkanten ungeeignet. Auch für die Biegekanten ist eine
solche Beschichtung fragwürdig, da nicht sichergestellt
ist, ob sie beim Biegen nicht aufreißen wird.
Ausgehend von den oben geschilderten Problemen, ist es
Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und einen elektrischen
Kontakt anzugeben, mit dem die Probleme der Beschädigung
von Dichtungen oder Kammern, wie oben angegeben, gelöst
werden können.
Die Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens durch einen der
Patentansprüche 1 oder 5 und bezüglich des elektrischen
Kontaktes durch Patentanspruch 6 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind jeweils in den Unteransprüchen
angegeben.
Anhand der Figuren sollen nun nochmals die auftretenden
Probleme sowie die entsprechenden Lösungen beschrieben
werden. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines beispielhaften
elektrischen Kontaktes und einen Querschnitt durch einen
Teil einer entsprechenden Sammeldichtung,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Sammeldichtung in der
Ebene senkrecht zur Steckrichtung mit eingebrachtem
Kontakt,
Fig. 3 eine Ausschnittsvergrößerung aus Fig. 2,
Fig. 4 den Kontakt von Fig. 1 mit entsprechenden
Beschichtungen,
Fig. 5 eine entsprechende Ausschnittsvergrößerung,
Fig. 6 eine Seitenansicht eines Kontaktes mit
Einzeladerabdichtung,
Fig. 7 einen Querschnitt durch eine entsprechende Kammer,
Fig. 8 die Kammer mit eingebrachtem Kontakt und
Fig. 9 eine entsprechende Ausschnittsvergrößerung aus
Fig. 8.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines Buchsenkontaktes 1,
der zur Aufnahme eines entsprechenden Messerkontaktes
geeignet ist, sowie einen Querschnitt durch eine
Sammeldichtung 2. Deutlich zu erkennen ist die Öffnung 3 in
der Sammeldichtung, durch die der Buchsenkontakt 1 gebracht
werden muß. Dabei wird die Sammeldichtung durch die
vorderen Kanten 4 und 5 des Kontaktes aufgeweitet, um sich
dann um die an den Kontakt angebrachte Leitung wieder zu
schließen. Da eine der grundsätzlichen Anforderungen bei
Kontaktsystemen mit Sammeldichtungen ist, daß man die
Kontakte wieder entnehmen kann, muß auch die Kante 6 dazu
geeignet sein, wieder aus der Sammeldichtung herausgezogen
zu werden.
Wie in Fig. 2 dargestellt, entstehen beim Einbringen des
Kontaktes 1 in die Sammeldichtung 2 an den Stellen an denen
die gebogenen Ecken des Kontaktes durch die Dichtung
hindurchtreten Risse 7. Diese Risse oder Schnitte führen
dazu, daß die Sammeldichtung die nötigen
Dichtungsanforderungen nicht erfüllen kann.
In Fig. 3 ist dargestellt, daß ein Kontakt im Bereich der
gebogenen Ecken eine rauhe Oberfläche 8 aufweist. Diese
rauhe Oberfläche beschädigt entsprechend die
Sammeldichtung.
Wie in den Fig. 4 und 5 dargestellt, kann eine
Beschädigung der Sammeldichtung dadurch vermieden werden,
daß der Kontakt 1 im Bereich der scharfen Kanten eine
Schicht 9 bis 14 eines Materials aufweist, das im Bereich
der scharfen Kanten eine glatte Oberfläche herstellt. Es
ist dabei wichtig, da die Kontakte in entsprechende
Kontaktkammern eingebracht werden, daß die Schichtdicke
der Schicht dünn ist, beispielsweise zwischen 0.1 und 0.2 mm
beträgt. Dies sollte ausreichen, um, wie beispielsweise in
Fig. 5 dargestellt, die Beschädigungen an der Kante 8 mit
einer Schicht 9 abzudecken. Entsprechende Schichten sind
auch in Fig. 4 dargestellt. Sie bedecken jeweils die
scharfen Kanten, die sich beim Einbringen des Kontaktes in
eine Sammeldichtung als schädlich erweisen.
Zum Aufbringen dieser Schichten kann auf zwei verschiedene
Verfahren zurückgegriffen werden.
Das eine Verfahren verwendet einen erhitzten Kunststoff,
der über eine oder mehrere Düsen an die entsprechenden
Stellen des Kontaktes aufgespritzt wird und durch den
Spritzvorgang und das Aufbringen auf den Kontakt dort
erstarrt und erkaltet. Dadurch können dünne Beschichtungen
erreicht werden und es können, falls nötig, auch mehrere
Beschichtungsvorgänge durchgeführt werden.
Das zweite Verfahren verwendet ein tixotropes Material, das
ebenfalls mit Hilfe von Düsen auf die entsprechenden
Stellen des Kontaktes aufgebracht wird. Nach dem Aufbringen
ist dieses Material äußerst zähflüssig und kann mittels
eines Aushärtevorganges beispielsweise durch Wärme oder
auch mit UV-Licht ausgehärtet werden. Als Material ist
beispielsweise der Einsatz eines entsprechenden tixotropen
aushärtbaren Klebers möglich. Es ist vorgesehen, die
entsprechenden Beschichtungs- und Aushärtungsvorgänge an
die Stanz- und Biegevorgänge anzuschließen und die
Kontakte, die aus einem metallischen Band gestanzt werden
und sich noch an einem entsprechenden Transportband
befinden, gleich nach ihrer Fertigstellung entsprechend zu
beschichten.
In den Fig. 6 bis 9 ist nun ein zweites Problem und auch
seine Lösung dargestellt. Das Problem besteht hier darin,
daß ein Kontakt 15 mittels einer Einzeladerdichtung 16 in
einer Kammer 17 eines Gehäuses 18 abgedichtet wird. Die
Einzeladerdichtung 16 umschließt die Ader 19 und wird
mittels eines Crimps 20 mit der Ader 19 und dem Kontakt 15
verbunden. Im Bereich des Crimps befindet sich eine Biegung
21 beim Übergang vom kontaktierenden Crimpbereich 22 in den
Leitercrimp 20. Beim Herstellen dieser Biegung 21 wird
ebenfalls die Oberfläche des Kontaktes 15 beschädigt.
Bringt man diesen Kontakt mit der beschädigten Oberfläche
nun in die Kammer 17 ein, so entstehen Längsrillen in der
Kammeraußenwand. Die Einzeladerdichtung 16, die dann
gegenüber den Wänden der Kammer 17 abdichten soll, kann in
diese Längsrillen nicht eingreifen und die Dichtigkeit ist
dadurch beeinträchtigt. Wie in Fig. 8 dargestellt, kann
nun der entsprechende Bereich 21 des Kontaktes mit einer
Beschichtung 23 geschützt werden, die die Bildung der
Längsrillen in der Kammer 17 verhindert. Auch in Fig. 9
ist nochmals die Beschichtung 23 an der Biegung 21 des
elektrischen Kontaktes 15 dargestellt. Die Dichtigkeit der
Einzeladerdichtung wird durch das vorgegebene
Beschichtungsverfahren gewährleistet.
Ein zusätzlicher Vorteil, der durch die Beschichtung der
Kontakte erreicht wird, ist, daß bei Handmontage von
Kontakten im Gehäuse auch die Gefahr der Verletzung an den
Kontakten vermindert wird.
Claims (9)
1. Verfahren zur Überdeckung von Kanten an Kontakten, die
durch Stanzen und Biegen aus einem Metall hergestellt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß ein tixotropes Material
mittels zumindest einer Spritzdüse auf die dafür
vorgesehenen Kanten aufgebracht und danach mittels eines
Aushärteverfahrens ausgehärtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Aushärten des Materials mit UV-Strahlung durchgeführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Aushärten des Materials mit Wärme durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Aushärten des Materials die Abwärme der Stanzmaschinen
eingesetzt wird.
5. Verfahren zur Überdeckung von Kanten an Kontakten, die
durch Stanzen und Biegen aus einem Metall hergestellt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß flüssiges Kunststoffpartikel
mittels zumindest einer Düse auf die dafür vorgesehenen
Kanten aufgebracht wird und dort erstarrt.
6. Elektrischer Kontakt, der durch Stanzen und Biegen aus
einem Metall hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß
Ecken und Kanten (8), die scharf sind und daher zu
Materialbeschädigungen führen könnten, bereichsweise mit
einer Schicht (9 bis 13) aus einem tixotropen ausgehärteten
Material oder aus einem Kunststoff überdeckt sind.
7. Elektrischer Kontakt nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schicht () eine Dicke im Bereich
von 0.1 bis 0.2 mm, vorzugsweise 0.15 mm aufweist.
8. Elektrischer Kontakt nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die durch das Stanzen
entstandenen Kanten bereichsweise beschichtet sind.
9. Elektrischer Kontakt nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die durch Biegen entstandenen
Biegekanten bereichsweise beschichtet sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997122800 DE19722800A1 (de) | 1997-05-30 | 1997-05-30 | Verfahren zur Überdeckung von Kanten an Kontakten sowie entsprechender Kontakt |
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| PCT/IB1998/000780 WO1998054801A1 (en) | 1997-05-30 | 1998-05-20 | Method for covering edges on contacts, and corresponding contact |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997122800 DE19722800A1 (de) | 1997-05-30 | 1997-05-30 | Verfahren zur Überdeckung von Kanten an Kontakten sowie entsprechender Kontakt |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19722800A1 true DE19722800A1 (de) | 1998-12-03 |
Family
ID=7831012
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997122800 Withdrawn DE19722800A1 (de) | 1997-05-30 | 1997-05-30 | Verfahren zur Überdeckung von Kanten an Kontakten sowie entsprechender Kontakt |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AU (1) | AU7227198A (de) |
| DE (1) | DE19722800A1 (de) |
| WO (1) | WO1998054801A1 (de) |
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- 1997-05-30 DE DE1997122800 patent/DE19722800A1/de not_active Withdrawn
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1998
- 1998-05-20 AU AU72271/98A patent/AU7227198A/en not_active Abandoned
- 1998-05-20 WO PCT/IB1998/000780 patent/WO1998054801A1/en not_active Ceased
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO1998054801A1 (en) | 1998-12-03 |
| AU7227198A (en) | 1998-12-30 |
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