DE19543665A1 - Verfahren zum dichten, insbesondere elektrisch isolierenden Umhüllen von Gegenständen - Google Patents
Verfahren zum dichten, insbesondere elektrisch isolierenden Umhüllen von GegenständenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Umhüllen von insbesondere elektrischen
Bauelementen. Dazu gehören auch elektrische Leitungen, Kabelbäume, Verbin
der, Kabelstränge, Stecker od. dgl.
Bekannt ist es, Kabelstränge durch Umschäumen mit PU-Schaum in Form eines
dichten, einheitlichen Hüllkörpers zu umhüllen. Weiter ist es bekannt, später
spannungsführende Teile wie Kabel, Stecker od. dgl. in einer Sollposition z. B.
durch eine Steckerbrücke zu halten und das Steckergehäuse durch Umspritzen
herzustellen. Beim Umschäumen wird die schaumartige Konsistenz des um
schäumten Mantels bei bestimmten Einsatzzwecken als nachteilig empfunden.
Die schaumartige Konsistenz bedingt nämlich Elastizitäten des geschäumten Kör
pers, die in bestimmten Anwendungsfällen unerwünscht sind. Für das Umspritzen
werden aufwendige Formen benötigt, um den Spritzdruck und die Spritztempera
tur aufzunehmen und die Sollform des gespritzten Gegenstandes - z. B. eine Stecker
kontur - sicher zu gewährleisten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Umhüllungs- bzw. Ummantelungs
verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, welches zu seiner Durchfüh
rung einen geringeren technischen Aufwand erfordert, andererseits aber eine be
friedigend dichte Ummantelung gewährleistet. Dieses Verfahren besteht darin,
daß als Kunststoff ein 2-Komponenten-Kunststoff verwendet wird, der sehr schnell
aushärtet, so daß er auf die Oberfläche des zu ummantelnden Bauteils durch Be
sprühen oder einen Gießvorgang aufgebracht werden kann.
Es gibt derart schnellaushärtende beispielsweise als sog. Polyurea-
Sprühelastomere unter dem Handelsnamen "LUVUREA" von der Firma Lehmann
& Voss Co, Alsterufer 19, 20354 Hamburg. Diese Sprühelastomere werden dort
als Dichtmaterial für Dächer angeboten und sind mit den Polyurethanen ver
gleichbar. Die mit der Isocyanat-Komponente zusammenwirkende zweite Kompo
nenten besteht allerdings im Gegensatz zu den Polyurethanen nicht aus Polyolen
sondern vorwiegend aus Polyoxyalkylen-Diaminen und Triaminen. Bei solchen
Sprühelastomeren werden die beiden Komponenten in situ in der Applikationsvor
richtung, genauer gesagt in deren Mischkopf, vereinigt und auf den zu umman
telnden Gegenstand aufgesprüht oder aufgegossen. Die vollständige Reaktion
läuft ohne Zusatz von Katalysatoren innerhalb von Sekunden ab. Im Bereich des
zu ummantelnden Gegenstandes geschieht dies weitgehend drucklos. Allenfalls
sind Formwände erforderlich, wenn eine bestimmte Umrißform des abgebunde
nen Kunststoffes gewährleistet sein soll, z. B. die Form eines Steckergehäuses.
Zweckmäßig sind hier einfache, zylindrische Formen, wenngleich auch bei kom
plizierteren Formen die Formfüllung keine Probleme bereitet.
Derartige schnell härtende Sprühelastomere zeichnen sich durch eine gute Tem
peraturfestigkeit zwischen minus 50°C und ca. 210°C aus. Sie sind gegen Benzin
und Öl resistent, d. h. gegen Einflußstoffe, die gerade bei Automobilen zu besor
gen sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird in vorteilhafter Weise so ausgeführt, daß
eine zur Applikation des Kunststoffes vorgesehene Mischvorrichtung mehrere
Sprühdüsen oder Sprühköpfe umfaßt, die über den Umfang des zu umhüllenden
Gegenstandes verteilt angeordnet sind. Dadurch ist eine gleichmäßige Verteilung
des Kunststoffes und eine gleichmäßige Schichtdicke der Umhüllung bzw. Um
mantelung gewährleistet. Es kann aber auch durch eine ungleichmäßige Anord
nung eine unterschiedliche Schichtdicke der Ummantelung erzeugt werden.
Kommt es hingegen auf eine gleichmäßige Ummantelungsdicke an, ist eine An
ordnung der Sprühdüsen in gleichmäßigem Umfangsabstand um den zu umhül
lenden Gegenstand zweckmäßig. Eine Rotation des zu umhüllenden Gegenstan
des wirkt in diesem Sinne. Sie dient auch dazu, eine Tropfenbildung des Kunst
stoffs zu verhindern.
Um langgestreckte Gegenstände, etwa Leiterbündel etc. zu ummanteln, ist es
zweckmäßig, wenn die Sprühdüsen mit Radialabstand und mit in wesentlicher
radialer Sprührichtung um das Leiterbündel herum angeordnet sind. Das Leiter
bündel wird dabei durch den Sprüheinwirkungsbereich hindurch bewegt. Bei einer
vorgegebenen Sprühleistung läßt sich die Dicke der Ummantelung durch Variie
rung der Vorschubgeschwindigkeit des Leiterbündels verändern. Auch in diesem
Falle ist eine Rotation des Leiterbündels um seine Längsachse zweckmäßig. Da
durch kann nämlich ein ungleichmäßiger Sprühauftrag kompensiert werden.
Eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorteilhafte Vorrich
tung umfaßt einen konzentrisch das Leiterbündel umgebenden Haltering, auf den
die Sprühdüsen angeordnet sind. Um das Einführen des Leiterstranges in den
Haltering zu erleichtern, ist es vorteilhaft, daß dieser zwei Ringschalen umfaßt, die
auseinander schwenkbar sind. Vorteilhaft ist diese Ausführungsform auch dann,
wenn etwa Teilbereiche eines Kabelbaumes mit einer Ummantelung versehen
werden sollen. Der Haltering wird dazu um den zu umhüllenden Strang des Ka
belbaums geschlossen. Ein Durchfädeln der gegebenenfalls mit Verbindungsele
menten versehenen Kabelenden durch den Haltering entfällt dadurch.
Eine weitere Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß der
schnellaushärtende Kunststoff nicht direkt auf den zu umhüllenden Gegenstand,
etwa einem Leiterbündel, aufgesprüht wird. Im Sprüheinwirkbereich ist vielmehr
der Leiterstrang von einem Formhohlkegel oder -zylinder umfaßt, auf dessen
Umfangsfläche der schnellaushärtende Mehrkomponenten-Kunststoff aufgesprüht
wird. Durch die Vorschubbewegung des Kabelstranges wird der sich auf dem
Formkegel bildende Schlauch abgezogen. Um dieses Abziehen zu ermöglichen,
muß der Formkegel aus einem Material bestehen bzw. eine Oberfläche aufwei
sen, an der der schnellaushärtende Mehrkomponenten-Kunststoff nicht oder nur
gering haftet. Vorzugsweise dient als Material für den Formkegel Polytetrafluo
rethylen oder Ethylen-Tetrafluorethylen-Copomerisat. Ein weiteres geeignetes
Material ist hochpolierter, vorzugsweise oberflächenbehandelter Stahl. Dadurch,
daß der Formkegel aus zwei voneinander trennbaren oder auseinanderschwenk
baren Halbschalen besteht, kann das erfindungsgemäße Verfahren auch bei Lei
tersträngen angewandt werden, an deren Enden sich schon Verbindungselemen
te wie Stecker, Buchsen etc. befinden, die durch einen einstückigen Formkegel
nicht hindurchpassen würden. Mit einem aus zwei Halbschalen bestehenden
Formkegel können auch beispielsweise Abschnitte eines bereits fertig konfektio
nierten Kabelbaums umhüllt werden.
Das geschilderte Verfahren dient nicht nur dazu, Leiterstränge mit einer
schlauchartigen Umhüllung zu versehen. Es können damit auch langgestreckte
Gegenstände, wie Röhren, Stäbe etc. zu Verpackungszwecken mit einer
schlauchartigen Hülle umgeben werden.
Es gibt Anwendungsfälle, bei denen ein Teil oder Teile des zu umhüllenden Ge
genstandes frei bleiben sollen. Um dies zu gewährleisten, kann in vorteilhafter
Weise so vorgegangen werden, daß die freizuhaltenden Teile in eine Flüssigkeit
eingetaucht sind, deren Dichte größer ist als die des Mehrkomponenten-
Kunststoffes. Auf diese Weise können beispielsweise Stecker mit geringem Auf
wand hergestellt werden. Die in ihrer Soll-Lage vorfixierten Kontaktelemente, etwa
Steckerstifte, werden in die Flüssigkeit eingetaucht. Der aus der Flüssigkeit her
ausstehende Teil wird mit dem schnellhärtenden Mehrkomponenten-Kunststoff
umsprüht. Wenn das Verbindungselement, beispielsweise ein Stecker, eine vor
gegebene Außenkontur aufweisen soll, ist es möglich, die Kontakte in einem
Formhohlraum anzuordnen und diesen Formhohlraum drucklos mit dem Mehr
komponenten-Kunststoff zu füllen. Bei herkömmlichen Verfahren müssen die frei
zuhaltende Kontaktteile durch eine entsprechende komplizierte Ausgestaltung der
Gußform vom mit Kunststoff zu füllenden Formhohlraum dichtend abgegrenzt
werden. Bei Verwendung eines schnellhärtenden Mehrkomponenten-Kunststoffes
kann dagegen die Form wesentlich einfacher gestaltet sein. Die Formwand, die
zur Bildung jener Seite des Steckers dient, aus der die Kontaktelemente heraus
stehen, kann nämlich entfallen. Die Form wird ganz einfach oberhalb der o.g.
Flüssigkeit angeordnet derart, daß die freizuhaltenden Kontaktelemente in die
Flüssigkeit ragen und von ihr bedeckt sind. Die Formwand wird also durch die
Flüssigkeitsoberfläche ersetzt.
Der Gegenstand der Erfindung wird anhand von in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch das Sprühen eines Steckergehäuses,
Fig. 2 eine Form zum formgebenden Umhüllen von elektrischen Leitungen zu
einem Stecker,
Fig. 3 eine Vorrichtung für eine Kabelumhüllung im Sprühverfahren,
Fig. 4 eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Umhüllung eines Kabelstranges.
Bei der Herstellung eines Steckergehäuses nach Fig. 1 sind die einzelnen Leitun
gen 1 in an sich bekannter Weise an ihren Enden abisoliert und mit einem Kontakt
2 kontaktiert. Die Kontakte 2 sind in einer aus Isolierstoff gefertigten Kontaktbrücke
3 in einer Sollposition gehalten, in der die Kontaktenden als Steckerstifte 4
ausgebildet sind. Die Steckerstifte 4 werden durch die Kontaktbrücke 3 in einer
festen, vorgegebenen Sollposition gehalten. Um eine Umhüllung der Steckerstifte
4 durch den schnellaushärtenden Kunststoff 5 zu verhindern, sind die Steckerstif
te 4 in ein Flüssigkeitsbad 6 eingetaucht. Dieses Flüssigkeitsbad ist beispielswei
se durch ein Gel gebildet. Wichtig ist, daß das spezifische Gewicht bzw. die
Dichte dieser Flüssigkeit 6 größer ist als die des Kunststoffs 5, damit die Flüssig
keit 6 nicht vom Kunststoff 5 verdrängt werden kann. Denkbar ist auch die Ver
wendung von Wachsen oder wachsähnlichen Stoffen.
Gut geeignet ist beispielsweise Glyzerin. Es weist bei 20°C und einem Wasser
gehalt von 0,5% eine Dichte von 1,26 g/ml auf. Die Dichte des verwendeten Po
lyurea-Sprühelastomers beträgt dagegen 1-1,03 g/ml. Außer einer gegenüber
dem Sprühelastomer erhöhten Dichte ist von einer geeigneten Flüssigkeit noch zu
fordern, daß sie sich praktisch rückstandsfrei von den Kontakten löst. Dies ist bei
Glyzerin der Fall.
Der erfindungsgemäß verwendete schnellhärtende Mehrkomponenten-Kunststoff
ist, wie bereits gesagt, ein Polyurea-Sprühelastomer. Die Ausgangsmischung die
ses Kunststoff besteht aus zwei Komponenten. Die eine Komponente ist ein
Isocyanat, die andere ein primäres oder ein sekundäres Amin. Die beiden Kom
ponenten reagieren, nachdem sie zusammengemischt wurden, äußerst schnell.
Deswegen kann durch eine geeignete Führung der zum Aufsprühen des Kunst
stoff vorgesehenen Sprühdüse und etwa durch entsprechende Steuerung der
Sprühmenge die Außenkontur des herzustellenden Steckers, zumindest in gewis
sem Ausmaße, beeinflußt und kontrolliert werden.
Das von der Kontaktbrücke 3 zusammengehaltene, insgesamt mit 7 bezeichnete
Gebilde bzw. die Sprühvorrichtung wird beim Sprühvorgang zweckmäßig in einer
in Pfeilrichtung 8 erfolgenden Rotationsbewegung gehalten. Die Rotationsbewe
gung erfolgt praktisch um die Längsachse des Leitungsbündels 9 in Form z. B.
eines Kabels.
Das Aufsprühen des schnellhärtenden Kunststoffs 5 erfolgt aus einer Sprühdüse
10, die gleichzeitig den Ausgang des Mischkopfes der Applikationsvorrichtung
darstellt. Im Mischkopf werden die Komponenten des Kunststoffes, hier die
Isocyanat- und die Aminkomponente des Polyurea-Sprühelastomers, unmittelbar
vor dem Ausspritzen miteinander vereinigt.
Bei der Vorgehensweise nach Fig. 1 ist noch keine genau definierte Umrißform für
das im Sprühverfahren hergestellte Steckergehäuse vorgesehen. Jedenfalls er
folgt die Formgebung hier unabhängig von der Einwirkung von Formwänden.
Anders ist dies beim Verfahren nach Fig. 2. Dort sind bei im übrigen gleicher bzw.
gleichartiger Vorgehensweise Formwände 11 vorgesehen, die den Steckerbereich
oberhalb der Freihalteflüssigkeit 6 definieren, also praktisch das durch die Kon
taktbrücke 3 in Position gehaltene Gebilde umgeben. Hier ist nicht an ein Auf
sprühen, sondern an ein Umgießen durch einen schnell aushärtenden, aus einer
Mischvorrichtung austretenden Kunststoff gedacht. Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß
die Oberfläche des Flüssigkeitsbads 6 die bei herkömmlichen Verfahren notwen
dige Formwand an der Austrittsseite der Kontaktenden 4 ersetzt. Das erfindungs
gemäße Verfahren kann daher mit geringerem formtechnischen Aufwand durch
geführt werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 wird ein eine Vielzahl von Leitern 12
enthaltendes, insgesamt mit 13 bezeichnetes Kabel im Sprühverfahren umhüllt.
Diese Umhüllung kann - auch abhängig von der Hüllstärke - nur zu Zwecken der
Zusammenhaltung dienen. Sie kann aber auch eine elektrische Isolierung bilden.
Die Längsachse des Kabels 13 verläuft lotrecht zur Bildebene (Fig. 3). Das Kabel
wird lotrecht zu dieser Bildebene durch eine ringartige Applikationsvorrichtung
hindurchgezogen. Ein insgesamt mit 14 bezeichneter Haltering umgibt das Kabel
13 mit erheblichem, die Sprühausbreitung des Kunststoffes 5 ermöglichendem
Radialabstand. Der Haltering 14 besteht aus zwei Ringschalen 15, 16, die um eine
zur Kabelachse parallele Gelenkachse 17 in Pfeilrichtung 18 auseinander
schwenkbar sind. Der Haltering 14 dient zur Halterung und Positionierung der
Spritzdüsen 10, die gleichmäßig über den Ringumfang verteilt mit ihren
Sprühachsen 19 radial nach innen auf die Längsachse des Kabels 13 ausgerich
tet sind. Die Anzahl der Spritzdüsen ist beliebig. Sie hängt auch ab von der ge
wünschten Schichtdicke auf dem Kabelumfang. Die aufgesprühte Schicht 20 um
gibt etwa gleichmäßig das Leiterbündel 12, welches entsprechend der aus den
Spritzdüsen 10 aufgebrachten Menge an Kunststoff 5 mit hoher Geschwindigkeit
in Achsrichtung durch den Haltering 14 lotrecht zur Bildfläche durchgezogen wer
den kann.
Bei dem Verfahren nach Fig. 4 erfolgt das Aufsprühen aus mindestens einer
Sprühdüse 10 im Verlauf des Sprühverfahrens mittelbar und im wesentlichen nicht
unmittelbar auf das Leiterbündel 21. Die Sprühdüsen 10 sind hinsichtlich der Ach
se 19 ihrer Spritzrichtung radial zur Strangachse 22 ausgerichtet. Der Vorschub
des Leitungsbündels 21 erfolgt in Pfeilrichtung 23. Dadurch wird das Leitungs
bündel 21 mehr oder weniger kontinuierlich durch den Sprüh-Einwirkungsbereich
seitens der Spritzdüsen 10 hindurchgeführt. In diesem Einwirkungsbereich befin
det sich ein das Leitungsbündel 21 lose umfassender Formzylinder oder Formke
gel 24. Bei Kegelform konvergiert diese in Pfeilrichtung 23. Der schnell härtende
Kunststoff 5 wird dadurch zu einem Schlauch geformt, welcher den Formkegel 24
geschlossen umgibt und durch seine stoffliche Verbindung bzw. durch den man
telartigen Zusammenhang mit dem in Pfeilrichtung 23 vorauseilenden, an haften
den Leiterbündelbereich 21 vom Kegelmantel abgezogen wird. Der Kunststoff
umgibt daher das Leiterbündel 21 in Form eines in sich geschlossenen Schlau
ches 25.
Der Formkegel besteht aus zwei Halbschalen 27, 28, in deren Trennebene etwa
die Strangachse 22 verläuft. Durch die Trennbarkeit des Formkegels in zwei Halb
schalen 27, 28, ist dessen Handhabbarkeit erleichtert. Er kann insbesondere bei
bereits fertigkonfektionierten, also mit Kontaktelementen versehenen Kabelbäu
men um beliebige Abschnitte herumgelegt werden, um diese mit einer
schlauchartigen Umhüllung zu versehen. Auf diese Weise können auch mehrere
Kabelbaumäste gemeinsam umhüllt und dadurch zusammengefaßt werden.
Bei dem Verfahren nach den Fig. 3 und 4 kann das Kabel 13 bzw. der Leitungs
strang 21 auch abschnittsweise unter dazwischenliegenden Freilassungen von
dem schnell aushärtenden Kunststoff umhüllt werden. Der Schlauch 25 liegt umso
enger am Leiterbündel 21 an, je geringer der Abstand 26 zwischen der Mantelflä
che des Leiterbündels 21 und der Umfangsfläche des Formkegels 24 im Sprüh
einwirkungsbereich ist. Durch Variierung des Abstandes 26 kann also eine mehr
oder weniger feste Verbindung zwischen dem Leiterbündel 21 und dem Schlauch
25 erreicht werden. Um das Abziehen des Schlauches 25 vom Formkegel 24 zu
ermöglichen, muß dessen Oberfläche so beschafft sein, daß sich der schnellhär
tende Kunststoff nicht damit verbindet. Dies ist gewährleistet, wenn der Formkegel
24 aus PTFE, ETFE oder aus Stahl besteht, dessen Oberfläche hochpoliert und
gegebenenfalls oberflächenbehandelt, etwa nitriergehärtet ist.
Bezugszeichenliste
1 Leitung
2 Kontakt
3 Kontaktbrücke
4 Kontaktenden
5 Mehrkomponenten-Kunststoff
6 Flüssigkeitsbad
7 Gebilde
8 Rotationsbewegung
9 Leitungsbündel
10 Sprühdüse
11 Formwände
12 Leiter
13 Leiterbündel
14 Haltering
15 Ringschale
16 Ringschale
17 Gelenkachse
18 Schwenkrichtung
19 Sprühachse
20 Schicht
21 Leiterbündel
22 Strangachse
23 Vorschubrichtung
24 Formkegel
25 Schlauch
26 Abstand
27 Halbschale
28 Halbschale
2 Kontakt
3 Kontaktbrücke
4 Kontaktenden
5 Mehrkomponenten-Kunststoff
6 Flüssigkeitsbad
7 Gebilde
8 Rotationsbewegung
9 Leitungsbündel
10 Sprühdüse
11 Formwände
12 Leiter
13 Leiterbündel
14 Haltering
15 Ringschale
16 Ringschale
17 Gelenkachse
18 Schwenkrichtung
19 Sprühachse
20 Schicht
21 Leiterbündel
22 Strangachse
23 Vorschubrichtung
24 Formkegel
25 Schlauch
26 Abstand
27 Halbschale
28 Halbschale
Claims (15)
1. Verfahren zum dichten, insbesondere elektrisch isolierenden Umhüllen von
Gegenständen, z. B. elektrischen Steckern, Kabelsträngen oder dgl.,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zu umhüllende Gegenstand mit einem schnellaushärtenden Mehr
komponenten-Kunststoff (5) aus einer die Einzelkomponenten des Kunststof
fes miteinander vermischenden Mischvorrichtung umsprüht oder umgossen
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Mehrkomponenten-Kunststoff (5) ein Polyurea-Sprühelastomer ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mischvorrichtung mehrere Sprühdüsen (10) umfaßt, die über den
Umfang des zu umhüllenden Gegenstandes verteilt angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sprühdüsen (10) in gleichmäßigem Umfangsabstand um den zu um
hüllenden Gegenstand positioniert sind.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zu umhüllende Gegenstand beim Sprühvorgang um eine Längsachse
rotiert.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zu umhüllende Gegenstand ein langgestreckter Gegenstand, etwa ein
Leiterbündel (21) ist, wobei mehrere Sprühdüsen (10) mit Radialabstand und
mit im wesentlichen radialer Sprührichtung um das Leiterbündel (13) herum
angeordnet sind und das Leiterbündel (13) in Richtung seiner Längsachse
durch den Sprüheinwirkungsbereich der Sprühdüsen (10) hindurch bewegt
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sprühdüsen (10) an einem das Leiterbündel (13) konzentrisch umge
benden Haltering (14) angeordnet sind.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Haltering (14) zwei auseinanderschwenkbare Ringschalen (15, 16)
umfaßt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5-8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der langgestreckte Gegenstand, etwa ein Leiterbündel, im Sprüheinwir
kungsbereich von einem sich in Vorschubrichtung (23) des Leiterbündels (21)
schließenden Formkegel (24) oder einem Formzylinder umgriffen ist, wobei
der Mehrkomponenten-Kunststoff (5) auf dem Formkegel (24) aufgesprüht und
der sich dort bildende Schlauch (25) durch die Bewegung des Leiterbündels
(21) in Vorschubrichtung (23) vom Umfang des Formkegels (24) abgezogen
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Formkegel (24) aus PTFE oder ETFE besteht.
11. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Formkegel (24) aus hochpoliertem, vorzugsweise oberflächenbehan
deltem Stahl besteht.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9-11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Formkegel (24) und der Formzylinder zwei voneinander trennbare
oder radial auseinanderschwenkbare Halbschalen (27, 28) umfaßt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß von der Umhüllung freizuhaltende Teile des zu umhüllenden Gegenstan
des in ein Flüssigkeitsbad (6) eingetaucht sind, wobei die Dichte der Flüssig
keit größer ist, als die des Mehrkomponenten-Kunststoffes (5).
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeit Glycerin ist.
15. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zu umhüllende Gegenstand innerhalb eines von Formwänden (11)
umgebenen Formhohlraum angeordnet ist und der Formhohlraum drucklos mit
dem Mehrkomponenten-Kunststoff (5) gefüllt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19543665A DE19543665A1 (de) | 1994-12-22 | 1995-11-23 | Verfahren zum dichten, insbesondere elektrisch isolierenden Umhüllen von Gegenständen |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4445913 | 1994-12-22 | ||
| DE19501272 | 1995-01-18 | ||
| DE19543665A DE19543665A1 (de) | 1994-12-22 | 1995-11-23 | Verfahren zum dichten, insbesondere elektrisch isolierenden Umhüllen von Gegenständen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19543665A1 true DE19543665A1 (de) | 1996-06-27 |
Family
ID=25943159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19543665A Ceased DE19543665A1 (de) | 1994-12-22 | 1995-11-23 | Verfahren zum dichten, insbesondere elektrisch isolierenden Umhüllen von Gegenständen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19543665A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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