DE19721115C1 - Vorrichtung zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspeichern mindestens einer Leitung und Gerät mit einer solchen Vorrichtung - Google Patents
Vorrichtung zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspeichern mindestens einer Leitung und Gerät mit einer solchen VorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auf-, Abwickeln
und Zwischenspeichern mindestens einer Leitung. Die Erfindung
betrifft außerdem ein Gerät mit einer solchen Vorrichtung,
wobei die Leitung einen Geräteteil des Gerätes mit einer re
lativ zu dem Geräteteil verlagerbaren elektrisch betriebenen
Vorrichtung verbindet.
Aus der DE 40 19 513 C2 ist eine Vorrichtung mit einer Trom
mel bekannt, welche eine äußere hohlzylinderartige Trommel
aufweist, die um eine innere bezüglich der äußeren Trommel
feststehenden hohlzylinderartigen Trommel drehbar gelagert
ist. Die äußere Trommel nimmt eine Leitung in Form eines
Flachbandkabels und ein Seil auf. Das Flachbandkabel und das
Seil sind im Gegensinn auf unterschiedliche Bereiche der äu
ßeren Trommel auf- und abwickelbar. Die Vorrichtung ist in
einem Geräteteil eines Gerätes angeordnet, welches einen
zweiten relativ zu dem einen Geräteteil verstellbaren Geräte
teil mit elektrisch betriebenen Vorrichtungen aufweist. Das
Flachbandkabel verbindet die beiden Geräteteile elektrisch
miteinander, wobei das Flachbandkabel und das Seil mit ihrem
einen Ende jeweils an einem Ende des zweiten Geräteteils be
festigt sind. Bei Ausübung einer Zugkraft auf das Flachband
kabel durch Verstellung der beiden Geräteteile relativ zuein
ander wird dieses von und das Seil auf die drehbare Trommel
und bei Ausübung einer Zugkraft auf das Seil durch entgegen
gesetzte Verstellung der beiden Geräteteile relativ zueinan
der dieses von und das Flachbandkabel auf die drehbare Trom
mel gewickelt. Eine Feder, über welche das Seilende an dem
anderen Geräteteil befestigt ist, dient zur Ausübung einer
konstanten Zugkraft auf das Seil und somit auf das Flachband
kabel, so daß dieses mit einer leichten Vorspannung auf die
Trommel gewickelt wird.
Um das Auf- und Abwickeln des Flachbandkabels, welches bei
spielsweise mit seinem anderen Ende mit einer Energieversor
gungseinrichung verbunden ist, auf die drehbare Trommel über
haupt zu ermöglichen, ist ein Bereich des Flachbandkabels in
einer Spirale um die innere Trommel gewickelt. Die Mantelflä
chen der beiden hohlzylinderartigen Trommeln weisen dabei je
weils eine Öffnung auf, durch die das Flachbandkabel geführt
ist. Das Flachbandkabel ist zunächst über eine seitliche Öff
nung der inneren Trommel durch die Öffnung der Mantelfläche
der inneren Trommel in den Bereich zwischen die Trommeln ge
führt, als Spirale um die innere Trommel gewickelt und durch
die Öffnung der Mantelfläche der äußeren Trommel nach außen
geführt. Der Bereich des Flachbandkabels, welcher sich zwi
schen den Trommeln befindet, ist dabei derart mit seinen Ab
schnittsenden an der inneren und äußeren Trommel befestigt,
daß zum einen bei Rotation der äußeren Trommel um die innere
Trommel das Flachbandkabel auf die Mantelfläche der äußeren
Trommel auf- bzw. von dieser abgewickelt wird und daß sich
beim Auf- oder Abwickeln des Flachbandkabels auf bzw. von der
äußeren Trommel die von dem zwischen den Trommeln liegenden
Bereich des Flachbandkabels gebildete Spirale in Richtung zur
Mantelfläche der inneren Trommel verengt bzw. weitet.
Nicht vorveröffentlichte Weiterentwicklungen dieser bekannten
Vorrichtung, welche ebenfalls eine äußere um eine innere
hohlzylinderartige Trommel drehbar gelagerte Trommel aufwei
sen, ermöglichen auch das gegensinnige Auf- und Abwickeln
zweier runder Kabel auf die äußere hohlzylinderartige Trom
mel. Die beiden Kabel sind in analoger Weise zu dem Flach
bandkabel der zuvor beschriebenen bekannten Vorrichtung an
bzw. in den hohlzylinderartigen Trommeln angeordnet. Bei Ab
wicklung der einen Leitung von der äußeren Trommel unter Aus
übung einer Zugkraft auf die eine Leitung wird dabei die an
dere Leitung auf die äußere Trommel aufgewickelt, wobei sich
die zwischen den Trommeln befindlichen spiralförmig um die
innere Trommel gewickelten Bereiche der beiden Kabel verengen
bzw. weiten.
Als problematisch erweist sich bei der bekannten Vorrichtung,
daß sich bei größeren Kabelquerschnitten und größerer Kabel
steifigkeit das Bauvolumen der Vorrichtung wie auch die Kabel
ausziehkraft von der äußeren Trommel auf unvorteilhafte Wei
se vergrößert. Der Durchmesser der inneren hohlzylinderarti
gen Trommel, welche das Bauvolumen nach unten begrenzt, muß
dabei derart bemessen sein, daß der Bereich des Kabels, wel
cher in einer Spirale um die innere Trommel gewickelt ist,
nicht durch eine unzulässig starke kabelspezifische Biegung
bei Abwickelvorgängen des Kabels von der äußeren Trommel, d.
h. bei Verengung der zwischen den Trommeln befindlichen Ka
belspirale, beschädigt wird. Die äußere Trommel muß mit ent
sprechend größerem Durchmesser ausgeführt werden, wodurch
sich das verhältnismäßig große Bauvolumen der Gesamtvorrich
tung einstellt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrich
tung der eingangs genannten Art derart auszuführen, daß ihr
Bauvolumen reduziert ist und der Aufbau der Vorrichtung ver
einfacht ist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt darin,
ein Gerät der eingangs genannten Art derart auszuführen, daß
der Geräteteil des Gerätes mit der elektrisch betriebenen
Vorrichtung auf einfache und Bauraum sparende Weise mit der
Leitung verbunden ist.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch eine Vor
richtung zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspeichern mindestens
einer Leitung mit mindestens zwei, mindestens zwei drehbare
Rollen aufweisenden Mechanismen, welche mindestens einen um
eine Achse beweglichen Schenkel aufweisen, an dessen einem
Ende mindestens eine Rolle angeordnet ist, welche mit der
mindestens einen anderen Rolle des jeweiligen Mechanismus zu
sammenwirkt, wobei bei Aufwicklung der um die Rollen des ei
nen Mechanismus geführten Leitung auf den einen Mechanismus
ein anderes um die Rollen des anderen Mechanismus geführtes
Zugorgan von dem anderen Mechanismus abgewickelt wird, wobei
sich der eine Mechanismus öffnet und der andere Mechanismus
schließt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist also keine
Trommel zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspeichern einer Lei
tung wie die bekannte Vorrichtung auf, wodurch sich das Bau
volumen der erfindungsgemäßen Vorrichtung reduziert. Vielmehr
weist die Vorrichtung mindestens zwei gegenläufig zueinander
arbeitende Mechanismen mit vorzugsweise mehreren Rollen auf,
wobei der eine Mechanismus eine Leitung und der andere Mecha
nismus ein Zugorgan aufnimmt. Bei dem Zugorgan kann es sich
beispielsweise um ein Seil oder eine andere Leitung handeln.
Vorzugsweise ist vorgesehen, daß jeder Mechanismus jeweils
eine Leitung aufnimmt. Die Leitungen sind dabei derart um die
Rollen der Mechanismen geführt und jeweils derart beispiels
weise an einer Stelle des beweglichen Schenkels des entspre
chenden Mechanismus fixiert, daß sich bei Ausübung einer Zug
kraft beispielsweise auf das freie Ende der einen von dem ei
nen Mechanismus aufgenommenen Leitung der eine Mechanismus
schließt und zumindest einen Teil der einen Leitung freigibt,
wobei sich die einen und die anderen Rollen des einen Mecha
nismus aufeinander zu bewegen, während sich der andere Mecha
nismus öffnet, d. h. die einen und anderen Rollen des anderen
Mechanismus bewegen sich auseinander, wodurch zumindest ein
Teil der anderen Leitung von dem anderen Mechanismus aufge
nommen wird. Die anderen Rollen der Mechanismen können dabei
um eine ortsfeste, von der Achse verschiedene Drehachse dreh
bar oder an den Enden eines zweiten um die Achse beweglichen
Schenkels drehbar angeordnet sein, welcher mit dem ersten be
weglichen Schenkel des jeweiligen Mechanismus zusammenwirkt.
Es können auch weitere Mechanismen zum Auf-, Abwickeln und
Zwischenspeichern weiterer Leitungen vorgesehen sein, wobei
diese Mechanismen vorzugsweise dem einen oder anderen Mecha
nismus parallelgeschaltet sind. Wird also beispielsweise die
eine Leitung von dem einen Mechanismus aufgewickelt, wird
auch eine dritte Leitung von einem der dritten Leitung zuge
ordneten dritten Mechanismus aufgewickelt, der dem einen Me
chanismus parallelgeschaltet ist.
Da die Vorrichtung keine technisch aufwendige Mechanik auf
weist, ist sie gegenüber der bekannten Vorrichtung mit einer
äußeren hohlzylinderartigen Trommel, welche um eine innere
hohlzylinderartige Trommel drehbar gelagert ist, deutlich
einfacher aufgebaut und demnach auch kostengünstiger her
stellbar.
Gemäß einer Variante der Erfindung weisen die Mechanismen
zwei ein Schenkelpaar bildende Schenkel auf, an deren einem
Ende jeweils mindestens eine Rolle angeordnet ist und welche
Schenkel um je eine Achse drehbar gelagert sind, wobei die
Schenkel der Schenkelpaare derart miteinander gekoppelt sind,
daß sich beim Schließen des einen Schenkelpaares das andere
Schenkelpaar öffnet. Das wechselseitige Öffnen und Schließen
der Schenkelpaare der Mechanismen beim Auf-, Abwickeln und
Zwischenspeichern mindestens einer Leitung erfolgt also mit
tels einer Koppelvorrichtung, welche beispielsweise mit den
Schenkeln zusammenwirkende Zahnräder aufweisen kann. Sollen
beispielsweise mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wechsel
weise zwei Leitungen auf- und abgewickelt werden, wird also
infolge der Ausübung einer Zugkraft auf die eine Leitung der
die eine Leitung aufnehmende Mechanismus geschlossen, wodurch
Leitungslänge der einen Leitung freigegeben wird. Im Gegenzug
wird der andere Mechanismus bedingt durch die Koppelvorrich
tung geöffnet, wodurch Leitungslänge der anderen Leitung von
dem anderen Mechanismus aufgewickelt und zwischengespeichert
wird. Da jeder Schenkel eines Schenkelpaares um je eine Achse
drehbar ist, kann die Vorrichtung im Unterschied zu einer
Vorrichtung, bei der die Schenkel eines Schenkelpaares um nur
eine Achse drehbar sind, kompakter aufgebaut werden, wodurch
nochmals Bauvolumen für die Vorrichtung eingespart werden
kann.
Ist beispielsweise dem einen Mechanismus ein weiterer Mecha
nismus zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspeichern einer weite
ren Leitung parallelgeschaltet, ist dieser mit dem einen Me
chanismus starr verbunden, so daß die Schenkel des weiteren
Mechanismus praktisch dieselben Bewegungen wie die Schenkel
des einen Mechanismus ausführen. Auf diese Weise kann paral
lel zu der einen Leitung eine weitere Leitung von dem weite
ren Mechanismus auf- bzw. abgewickelt werden. In entsprechen
der Weise können auch dem anderen Mechanismus weitere Mecha
nismen parallelgeschaltet werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe der Erfindung auch gelöst
durch eine Vorrichtung zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspei
chern mindestens einer Leitung mit mindestens einem, minde
stens zwei drehbare Rollen zur Führung der Leitung aufweisen
den Mechanismus, welcher mindestens einen um eine Achse be
weglichen Schenkel aufweist, an dessen einem Ende mindestens
eine Rolle angeordnet ist, welche mit der mindestens einen
anderen Rolle des jeweiligen Mechanismus zusammenwirkt, wobei
ein an dem Schenkel angeordnetes Spannelement den Schenkel
derart in Vorspannung hält, daß die Rolle des Schenkels und
die andere Rolle des Mechanismus auseinandergetrieben werden.
Da auch diese Vorrichtung keine Trommel zum Auf-, Abwickeln
und Zwischenspeichern der Leitung aufweist, ist das Bauvolu
men der erfindungsgemäßen Vorrichtung gegenüber der bekannten
Vorrichtung entsprechend reduziert. Die Vorrichtung weist
auch keine technisch aufwendige Mechanik auf und ist daher
gegenüber der bekannten Vorrichtung deutlich einfacher aufge
baut. Vorzugsweise weist der Mechanismus der Vorrichtung meh
rere Rollen auf, um die die Leitung geführt ist. Bei Abwick
lung der Leitung von dem Mechanismus bewegen sich die an dem
beweglichen Schenkel des Mechanismus angeordneten Rollen auf
die anderen Rollen des Mechanismus zu, so daß Leitungslänge
frei wird. Bedingt durch die Vorspannung des Schenkels, wel
che die einen an dem Schenkel des Mechanismus angeordneten
Rollen und die anderen Rollen auseinandertreibt, ist ein Auf
wickeln der abgewickelten Leitung auf den Mechanismus pro
blemlos möglich, da sich die Rollen von selbst auseinanderbe
wegen, wenn Leitung zu Verfügung steht. Die anderen Rollen
des Mechanismus können im übrigen um eine ortsfest, von der
Achse verschiedene Drehachse drehbar oder gemäß einer Varian
te der Erfindung an dem Ende eines zweiten beweglichen Schen
kels drehbar angeordnet sein, welcher um die Achse des ersten
beweglichen Schenkels beweglich ist. Dabei wirken die beiden
beweglichen Schenkel des Mechanismus zusammen, die mittels
des Spannelementes auseinander getrieben werden.
Eine Variante der Erfindung sieht vor, daß die Rollen eines
Mechanismus unabhängig voneinander drehbar sind, wodurch auf
vorteilhafte Weise die Kraft beim Auf- und Abwickeln einer
Leitung auf bzw. von dem Mechanismus reduziert wird, da prak
tisch keine Gleitreibungskräfte durch eine um die Rollen des
Mechanismus gleitende Leitung auftreten.
Nach der Erfindung wird die weitere Aufgabe gelöst durch ein
Gerät mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit mindestens
einer Leitung zur Übertragung von elektrischer Energie
und/oder von Signalen von einem Geräteteil zu mindestens ei
ner relativ zu dem Geräteteil verlagerbaren elektrisch be
triebenen Vorrichtung. Aufgrund der Ausstattung des Gerätes
mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung läßt sich Bauvolumen
für die Vorrichtung an dem Gerät einsparen, wodurch das Gerät
insgesamt kompakter aufgebaut ist und leichter zu handhaben
ist.
Weist das Gerät gemäß einer Variante der Erfindung einen
zweiten Geräteteil mit zwei elektrisch betriebenen Vorrich
tungen auf, welcher als Bogen ausgebildet und an dem als Hal
ter eines Bogens ausgebildeten ersten Geräteteils befestigt
ist und welcher längs seines Umfangs an dem Halter verstell
bar gelagert ist, wobei zwei Leitungen die beiden Geräteteile
miteinander verbinden und wobei das freie Ende der einen Lei
tung an einem Ende des Bogens und das freie Ende der anderen
Leitung am anderen Ende des Bogens befestigt ist, so kann bei
Verstellung des Bogens in eine erste Richtung unter Ausübung
einer Zugkraft auf die eine Leitung und bei Verstellung des
Bogens in eine zweite Richtung unter Ausübung einer Zugkraft
auf die andere Leitung das Auf- und Abwickeln der Leitungen
derart bewirkt werden, daß der Kraftaufwand für die Verstel
lung des Bogens in die eine Richtung dem Kraftaufwand für die
Verstellung des Bogens in die andere Richtung entspricht. An
den Enden des Bogens sind dabei einander gegenüberliegend ei
ne Röntgenstrahlenquelle und ein Röntgenstrahlenempfänger an
geordnet. Vorzugsweise ist eine Leitung zur Übertragung von
Energie und eine Leitung zur Übertragung von Signalen vorge
sehen, wobei der Bogen von einem Ende zum anderen Ende lau
fende Leitungen aufweist, welche die Energie und/oder die Si
gnale von einem zum anderen Ende des Bogens übertragen. Durch
die Trennung von Energieleitungen und Signalleitungen wird
erreicht, daß weniger Störungen durch Übersprechen von Ener
gie auf Signalleitungen und damit weniger Störungen im Be
trieb des Gerätes auftreten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den beigefügten
schematischen Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrich
tung,
Fig. 2 in schematischer Darstellung die Ansicht in Richtung
des Pfeiles II aus Fig. 1,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
Fig. 4 in schematischer Darstellung die Ansicht in Richtung
des Pfeiles IV aus Fig. 3 und
Fig. 5 ein erfindungsgemäßes Gerät.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zum Auf-, Ab
wickeln und Zwischenspeichern mindestens einer Leitung L1 mit
zwei im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels jeweils
acht drehbare Rollen 2 bis 17 aufweisenden Mechanismen M1,
M2.
Die Mechanismen M1, M2 sind jeweils von einem Schenkel 18, 19
und 20, 21 aufweisenden Schenkelpaar gebildet, an deren Ende
die drehbaren Rollen 2 bis 17 angeordnet sind. Der Schenkel
18 trägt die Rollen 2 bis 5, der Schenkel 19 die Rollen 6 bis
9, der Schenkel 20 die Rollen 10 bis 13 und der Schenkel 21
die Rollen 14 bis 17. Die Rollen 2 bis 17 sind jeweils derart
auf Drehachsen A bis D der Schenkel 18 bis 21 gelagert, daß
sie unabhängig voneinander um die Drehachsen drehbar sind.
Die Schenkel 18, 20 sind um eine Achse E und die Schenkel 19,
21 um eine Achse F beweglich. Die Schenkel 18 bis 21 der
Schenkelpaare sind über eine Koppelvorrichtung 22 derart mit
einander gekoppelt, daß sich beim Schließen beispielsweise
des Mechanismus M1, wobei sich die Rollen 2 bis 5 und die
Rollen 6 bis 9 aufeinander zubewegen, der Mechanismus M2 öff
net, wobei sich die Rollen 10 bis 13 und die Rollen 14 bis 17
voneinander wegbewegen. Das Öffnen und Schließen der Mecha
nismen M1, M2 ist also bedingt durch die Koppelvorrichtung 22
wechselseitig.
Die Leitung L1 ist an einer Stelle 23 an dem Schenkel 18 des
Mechanismus M1 fixiert und gemäß Fig. 2, welche in schemati
scher Darstellung die Ansicht in Richtung des Pfeiles II aus
Fig. 1 zeigt, um die Rollen 2 bis 9 des Mechanismus M1 ge
führt.
Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels nimmt der Me
chanismus M2 eine Leitung L2 auf, welche in entsprechender
Weise zu der Leitung L1 an einer Stelle 24 an dem Schenkel 21
des Mechanismus M2 fixiert und um die Rollen 10 bis 17 des
Mechanismus M2 geführt ist.
Die Leitungen L1 und L2 dienen beispielsweise zur Verbindung
zweier relativ zueinander verstellbarer Geräteteile miteinan
der, wobei die Vorrichtung 1 beispielsweise an dem einen Ge
räteteil angeordnet ist und die Leitungen L1, L2 von dem ei
nen Geräteteil zu dem anderen Geräteteil geführt sind. Vor
zugsweise sind die Leitungen L1, L2, welche in der Regel Ver
sorgungsleitungen, z. B. Energieversorgungsleitungen und/oder
Signalleitungen, sind, mit an dem anderen Geräteteil angeord
neten Vorrichtungen verbunden und derart an dem anderen Gerä
teteil befestigt, daß bei Verstellung des anderen Geräteteils
relativ zu dem einen Geräteteil in eine erste Richtung eine
Zugkraft auf beispielsweise die Leitung L1 und bei Verstel
lung des anderen Geräteteils in eine zweite Richtung eine
Zugkraft auf die Leitung L2 ausgeübt wird.
Im Falle der Verstellung des anderen Geräteteils in die erste
Richtung wird ein Teil der Leitung L1 von dem Mechanismus M1
freigegeben, wobei sich infolge der Zugkraft auf die Leitung
L1 und bedingt durch die Fixierung der Leitung L1 an dem
Schenkel 18 die Rollen 2 bis 5 des Schenkels 18 und die Rol
len 6 bis 9 des Schenkels 19 aufeinander zubewegen. In dem
Maße, wie sich der Mechanismus M1 schließt, öffnet sich, be
dingt durch die Koppelvorrichtung 22, dabei der Mechanismus
M2, indem sich die Rollen 10 bis 13 des Schenkels 20 und die
Rollen 14 bis 17 des Schenkels 21 auseinanderbewegen. Bei im
wesentlichen gleicher Leitungsführung der Leitungen L1, L2 um
die Rollen der Mechanismen M1, M2, gleicher Anzahl von Rollen
pro Schenkel, gleichem Durchmesser der Rollen der Mechanismen
M1, M2 sowie bei gleichem Leitungsquerschnitt der Leitungen
L1, L2 nimmt der Mechanismus M2 dabei im wesentlichen ebenso
viel Leitungslänge der Leitung L2 auf, wie der Mechanismus M1
Leitungslänge der Leitung L1 freigibt.
Wird dagegen der andere Geräteteil in die zweite Richtung
verstellt, wird eine Zugkraft auf die Leitung L2 ausgeübt,
wodurch sich bedingt durch die Fixierung der Leitung L2 an
dem Schenkel 21 der Mechanismus M2 schließt und somit Leitung
L2 freigibt. Im Gegenzug öffnet sich bedingt durch die Kop
pelvorrichtung 22 der Mechanismus M1 und nimmt Leitung L1
auf.
Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Leitungsführung der Leitungen
L1, L2 über die Rollen 2 bis 17 der Mechanismen M1, M1 ist im
übrigen nur exemplarisch zu verstehen und kann auch anders
ausgeführt sein. Die Rollen 2 bis 17 der Mechanismen M1, M2
können dabei in nicht dargestellter Weise über ihren Umfang
eine dem Kabelquerschnitt angepaßte, halbkreisförmige Struk
tur aufweisen, um die Führung des Kabels um die Rollen zu
verbessern.
Die Mechanismen M1, M2 der Vorrichtung 1 sind in der Praxis
derart ausgelegt, daß die für die maximal gewünschte Ver
stellbewegung des anderen Geräteteils relativ zu dem einen
Geräteteil erforderliche Leitungslänge der Leitungen L1, L2
von den Mechanismen M1, M2 zwischenspeicherbar und auf- und
abwickelbar ist. Die Vorrichtung 1 weist im übrigen ein in
Fig. 1 und 2 nicht dargestelltes Gehäuse auf, in welchem die
Vorrichtung 1 angeordnet ist und an welchem die Achsen E und
F befestigt sind.
Die Schenkel 18, 19 und 20, 21 müssen nicht notwendigerweise
um je eine Achse beweglich sein. Vielmehr können die Schenkel
18 bis 21 auch um nur eine gemeinsame Achse beweglich gela
gert sein, wobei die Kopplung der Schenkel derart angepaßt
sein muß, daß sich beim Schließen des einen Mechanismus der
andere Mechanismus öffnet.
Die Rollen der Mechanismen M1, M2 können auch unterschiedlich
groß, d. h. voneinander verschiedene Durchmesser aufweisen.
Auch die Leitungen L1, L2 können voneinander verschieden sein
und einen voneinander verschiedenen Querschnitt aufweisen.
Der Durchmesser der Rollen muß dabei immer derart gewählt
werden, daß bei Führung der Leitungen um die Rollen die Lei
tungen nicht durch eine unzulässig starke leitungsspezifische
Biegung beschädigt werden.
Die Mechanismen M1, M2 können auch derart ausgeführt sein,
daß ein Schenkel ortsfest, d. h. nicht um eine Achse beweg
lich und nur ein Schenkel um eine Achse beweglich ist. Bei
dieser Ausführungsform der Vorrichtung 1 sind nur die beweg
lichen Schenkel der Mechanismen miteinander gekoppelt, so daß
sich beim Schließen des einen Mechanismus wiederum der andere
Mechanismus öffnet.
Die ortsfesten Rollen müssen dabei nicht notwendigerweise an
den ortsfesten Schenkeln angeordnet sein. Vielmehr können die
ortsfesten Schenkel entfallen und die ortsfesten Rollen auf
geeignete Weise um eine in dem Gehäuse der Vorrichtung 1 an
geordnete ortsfeste Drehachse drehbar gelagert sein.
Ist die Vorrichtung 1 zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspei
chern nur einer Leitung vorgesehen, kann zum wechselseitigen
Öffnen und Schließen der Mechanismen M1, M2 anstelle der Lei
tung L2 auch ein Seil S, beispielsweise über die Rollen des
Mechanismus M2 geführt werden. Das Seil S dient dabei, wie
die Leitung L2, durch Ausübung einer Zugkraft auf das Seil S
zum Öffnen des Mechanismus M1, so daß die Leitung L1 von dem
Mechanismus M1 zwischengespeichert werden kann. In den Fig. 1
und 2 ist für diesen Anwendungsfall das Seil S mit der Lei
tung L2 identisch dargestellt.
Es wird also deutlich, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung
ein geringeres Bauvolumen als die bekannte Vorrichtung auf
weist, da keine Trommel zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspei
chern einer oder mehrerer Leitungen vorhanden ist, deren
Durchmesser derart bemessen ist, daß die maximal zulässige
leitungsspezifische Biegung beim Aufwickeln der Leitungen auf
die Trommel nicht überschritten wird. Darüber hinaus ist der
Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung einfacher und die
Vorrichtung somit kostengünstiger herstellbar.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsge
mäßen Vorrichtung 25. Die Vorrichtung 25 weist zwei mit je
weils acht unabhängig voneinander um Drehachsen G, H, I dreh
bare Rollen 26 bis 41 versehene Mechanismen M3, M4 zum Auf-,
Abwickeln und Zwischenspeichern zweier Leitungen L3, L4 auf.
Die Mechanismen M3, M4 weisen jeweils einen um eine Achse J
beweglichen Schenkel 42, 43 auf, wobei der Schenkel 42 an
seinem einen Ende die Rollen 26 bis 29 und der Schenkel 43
die Rollen 38 bis 41 aufnimmt. Die Rollen 30 bis 33 des Me
chanismus M3 und die Rollen 34 bis 37 des Mechanismus M4 sind
um die ortsfeste Drehachse H drehbar. Die Drehachse H ist da
bei, wie auch die Achse J, in einem in den Fig. 3 und 4 nicht
dargestellten Gehäuse der Vorrichtung 25 angeordnet.
Zwischen dem Schenkel 42 und einer festen Vorrichtung 45 ist
ein Spannelement 44 angeordnet, welches den Schenkel 42 unter
Vorspannung hält, wodurch die Rollen 26 bis 29 und die orts
festen Rollen 30 bis 33 des Mechanismus M3 auseinandergetrie
ben werden. In gleicher Weise ist zwischen dem Schenkel 43
des Mechanismus M4 und der Vorrichtung 45 ein Spannelement 46
angeordnet, welches den Schenkel 43 unter Vorspannung hält,
wodurch die Rollen 38 bis 41 des Schenkels 43 und die ortsfe
sten Rollen 34 bis 37 des Mechanismus M4 auseinandergetrieben
werden.
In analoger Weise zu dem zuvor beschriebenen Ausführungsbei
spiel ist die Leitung L3 an einer Stelle 47 an dem Schenkel
42 fixiert und gemäß Fig. 4, welche in schematischer Darstel
lung die Ansicht in Richtung des Pfeiles IV aus Fig. 3 zeigt,
um die Rollen 26 bis 33 des Mechanismus M3 und die Leitung
L4, welche an einer Stelle 48 an dem Schenkel 43 fixiert ist,
um die Rollen 34 bis 41 des Mechanismus M4 geführt.
Die Leitungen L3, L4 dienen wiederum der Verbindung zweier
Geräteteile eines Gerätes miteinander, wobei sich bei Aus
übung einer Zugkraft auf die Leitung L3, bedingt durch die
Fixierung der Leitung L3, der Mechanismus M3 schließt und ei
nen Teil der Leitung L3 freigibt. Bei nachlassender Zugkraft
öffnet sich der Mechanismus M3, bedingt durch die Vorspannung
mit dem Spannelement 44, von selbst, wodurch der frei gewor
dene Teil der Leitung L3 vom Mechanismus M3 wieder aufgenom
men, d. h. zwischengespeichert wird. Die Funktion des Mecha
nismus M4 entspricht der Funktion des Mechanismus M3. Da die
Mechanismen M3, M4 nicht miteinander gekoppelt sind, können
sie unabhängig voneinander arbeiten, so daß jeder der beiden
Mechanismen auch allein zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspei
chern einer Leitung verwendet werden kann. Ist also die Vor
richtung 25 zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspeichern nur ei
ner Leitung, beispielsweise der Leitung L3, vorgesehen, so
kann beispielsweise der Mechanismus M4 vollständig entfallen.
Die Rollen 30 bis 33 und 34 bis 37 der Mechanismen M3, M4
können im übrigen auch am freien Ende zweier in Fig. 3 mit
strichlierten Linien angedeuteter Schenkel 49, 50 angeordnet
sein, wobei der Schenkel 50 in Fig. 3 nicht sichtbar ist, da
er von dem Schenkel 49 verdeckt wird. Das Spannelement 44
treiben dabei die Schenkel 42, 49 des Mechanismus M3 und das
Spannelement 46 die Schenkel 43, 50 des Mechanismus M4 aus
einander.
Die in Fig. 3 mit strichlierten Linien angedeuteten Schenkel
49, 50 müssen im übrigen nicht notwendigerweise ortsfest
sein, sondern können wie die Schenkel 42, 43 um die gemeinsa
me Achse J beweglich ausgeführt sein. Die Schenkel 42, 49,
43, 50 der Mechanismus M3, M4 werden dabei wieder von den
Spannelementen 44, 46 auseinandergetrieben. Auf diese Weise
bewegen sich bei Auf- und Abwickelvorgängen der Leitungen L3,
L4 auf bzw. von den Mechanismen M3, M4 alle Schenkel 42, 49,
43, 50 der Mechanismus M3, M4 um die Achse J. Die Schenkel
paare der Mechanismen M3, M4 müssen dabei nicht notwendiger
weise um dieselbe Achse J beweglich sein.
Wie in Fig. 4 exemplarisch für den Mechanismus M4 mit strich
punktierten Linien angedeutet, können den Mechanismen M1 bis
M4 der Vorrichtungen 1 und 25 zum gleichzeitigen Auf-, Abwic
keln und Zwischenspeichern mehrerer Leitungen Mechanismen
parallelgeschaltet werden. Ist also beispielsweise ein Mecha
nismus M5 zum gleichzeitigen Auf-, Abwickeln und Zwischen
speichern einer Leitung L5 mit der Leitung L4 vorgesehen,
kann der Mechanismus M5 dem Mechanismus M4 parallel geschal
tet werden, wobei der Mechanismus M5 starr mit dem Mechanis
mus M4 gekoppelt ist, so daß der oder die Schenkel des Mecha
nismus M5 dieselben Bewegungen ausführen wie der oder die
Schenkel des Mechanismus M4.
Die Leitungsführung der Leitungen L3, L4 im Falle der Vor
richtung 25 ist ebenfalls nur exemplarisch zu verstehen und
kann auch anders ausgeführt sein. Ebenso verhält es sich mit
den Durchmessern und der Anzahl der Rollen der Mechanismen
M3, M4 sowie den dargestellten Leitungen L3, L4.
Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ge
rätes mit der in Fig. 1 gezeigten, in einem Gehäuse GE ange
ordneten Vorrichtung 1. Das Gerät ist im Falle des vorliegen
den Ausführungsbeispiels ein C-Bogen-Röntgengerät 51. Die
Leitungen der Vorrichtung 1 sind im Falle des vorliegenden
Ausführungsbeispiels in Form runder elektrischer Kabel ausge
führt, welche zur Übertragung von elektrischer Energie und
von Signalen vorgesehen sind und denselben Kabelquerschnitt
aufweisen.
Das C-Bogen-Röntgengerät 51 weist einen ersten als Halter 52
ausgebildeten und einen zweiten als C-Bogen 53 ausgebildeten
Geräteteil auf. Der C-Bogen 53 ist längs seines Umfanges ver
stellbar vom Halter 52 gehalten. An seinen Enden trägt der C-
Bogen 53 einander gegenüberliegend eine Röntgenstrahlenquelle
54 und einen Röntgenbildverstärker 55. Der Halter 52 ist an
einem weiteren Geräteteil 56 des C-Bogen-Röntgengerätes 51
befestigt, welcher eine Einrichtung zur Energieversorgung 57
und eine Steuer- und Signalverarbeitungseinheit 58 zum Be
trieb der Röntgenstrahlenquelle 54 und des Röntgenbildver
stärkers 55 aufweist. Die Steuer- und Signalverarbeitungsein
heit 58 stellt dabei Steuersignale zur Ansteuerung der Rönt
genstrahlenquelle 54 und des Röntgenbildverstärkers 55 zur
Verfügung und ist weiterhin zur Signalverarbeitung von mit
tels des Röntgenbildverstärkers 55 gewonnener Bildsignale
vorgesehen.
Im Halter 52 ist die bereits erwähnte und vorstehend be
schriebene Vorrichtung 1 aufgenommen, welche mit den elektri
schen Kabel 59, 60 versehen ist. Die Kabel 59 und 60 verbin
den den C-Bogen 53, den Halter 52 und das Geräteteil 56, wel
cher die Einrichtung zur Energieversorgung 57 und die Steuer-
und Signalverarbeitungseinheit 58 aufweist, miteinander.
Das Kabel 59 verläuft von der Steuer- und Signalverarbei
tungseinheit 58 über eine Umlenkrolle 61 zu der Vorrichtung
1. Das Kabel 59 ist in die Vorrichtung 1 geführt, gemäß Fig. 1
an der Stelle 23 des Schenkels 18 der Vorrichtung 1 fixiert,
in entsprechender Weise um die Rollen 2 bis 9 des Mechanismus
M1 gewickelt und über eine weitere Umlenkrolle 62 zu dem ei
nen Ende des C-Bogens 53 geführt, an dem es an einer Halte
rung 63 des C-Bogens 53 befestigt ist. Im Falle des vorlie
genden Ausführungsbeispiels ist dort der Röntgenbildverstär
ker 55 gehalten, welchem das Kabel 59 zugeführt ist.
In analoger Weise zu Kabel 59 ist das Kabel 60 von der Ein
richtung zur Energieversorgung 57 über die Umlenkrolle 61 zu
der Vorrichtung 1 geführt, in der es an dem Schenkel 21 an
der Stelle 24 des Mechanismus M2 fixiert ist. Das Kabel 60
ist gemäß Fig. 1 um die Rollen 10 bis 17 des Mechanismus M2
geführt und über eine Umlenkrolle 64 zu dem anderen Ende des
C-Bogens 53 geführt, an dem im Falle des vorliegenden Ausfüh
rungsbeispiels die Röntgenstrahlenquelle 54 angebracht ist.
An diesem Ende des C-Bogens 53 ist das Kabel 60 an einer Hal
terung 65 des C-Bogens 53 befestigt und der Röntgenstrahlen
quelle 54 zugeführt.
Das Kabel 59 dient im Falle des vorliegenden Ausführungsbei
spiels also der Übertragung von Steuersignalen der Steuer-
und Signalverarbeitungseinheit 58, welche, wie bereits er
wähnt, für die Röntgenstrahlenquelle 54 und einen Röntgen
bildverstärker 55 vorgesehen sind sowie der Übertragung von
mittels des Röntgenbildverstärkers 55 gewonnener Bildsignale
von dem Röntgenbildverstärker 55 zu der Steuer- und Signal
verarbeitungseinheit 58. Das Kabel 60 dient der Übertragung
von Energie der Einrichtung zur Energieversorgung 57, welche
für die Röntgenstrahlenquelle 54 und den Röntgenbildverstär
ker 55 vorgesehen ist. Kabel 66, 67, welche am C-Bogen 53
vorgesehen sind, übertragen dabei die mit Kabel 59 zusammen
mit den Steuersignalen für den Röntgenbildverstärker 55 für
die Röntgenstrahlenquelle 54 vorgesehenen Steuersignale zu
der Röntgenstrahlenquelle 54 und die mit Kabel 60 zusammen
mit der Energie für die Röntgenstrahlenquelle 54 für den
Röntgenbildverstärker 55 vorgesehene Energie zu dem Röntgen
bildverstärker 55. Es erfolgt also eine Trennung von Energie
und Signalleitung, um Störeinflüsse durch Übersprechen zwi
schen Energie- und Signalleitung im Betrieb des C-Bogen-
Röntgengerätes 51 zu vermeiden.
Wird der C-Bogen 53 im Halter 52 in einer Richtung L ver
stellt, so wird eine Zugkraft auf das Kabel 60 ausgeübt, so
daß sich der Mechanismus M2 schließt, wobei Kabel 60 von dem
Mechanismus M2 abgewickelt wird. Im Gegenzug wird durch die
Kopplung der Mechanismen M1, M2 Kabel 59 von dem Mechanismus
M1 aufgenommen, wobei sich der Mechanismus M1 öffnet. Wird
dagegen der C-Bogen 53 in einer Richtung K verstellt, so wird
eine Zugkraft auf das Kabel 59 ausgeübt, wodurch sich der Me
chanismus M1 schließt und Kabel 59 frei wird. Das Kabel 60
wird gleichzeitig von dem Mechanismus M2 aufgenommen. Auf
diese Weise ist ein Verstellen des C-Bogens 53 derart gewähr
leistet, daß der Kraftaufwand für die Verstellung des C-
Bogens 53 in die Richtung L dem Kraftaufwand für die Verstel
lung des C-Bogens 53 in die Richtung K entspricht.
Aufgrund der Ausstattung des C-Bogen-Röntgengerätes 51 mit
der Vorrichtung 1 ist sichergestellt, daß Bauraum an dem C-
Bogen-Röntgengerät 51 für die Vorrichtung eingespart wird und
das Gerät insgesamt kompakter aufgebaut ist. Die Handhabung
des C-Bogen-Röntgengerätes 51 wird dadurch insgesamt erleich
tert.
Die Kabel 59, 60 müssen im übrigen nicht notwendigerweise an
den Schenkeln 18 und 24 der Mechanismen M1, M2 fixiert sein,
sondern können beispielsweise auch außerhalb der Vorrichtung
1 oder am Gehäuse GE der Vorrichtung 1 fixiert sein.
Der Halter 52 muß im übrigen nicht notwendigerweise fest mit
dem Geräteteil 56 verbunden sein. Der Halter 52 kann vielmehr
relativ zu dem Geräteteil 56 auch höhenverstellbar und
schwenkbar gelagert sein. In diesem Fall ist in dem Halter 52
oder in dem Geräteteil 56 jedoch wenigstens noch eine Vor
richtung vorzusehen, welche zum Zwecke der Höhenverstellung
und Schwenkung des Halters 52 die Kabel 59, 60 entsprechend
nachführt.
Im Falle eines C-Bogen-Röntgengerätes 51 muß die Vorrichtung
1 nicht notwendigerweise am Halter 52 vorgesehen sein, son
dern kann bei entsprechend geänderter Ausführungsform des er
findungsgemäßen Gerätes auch dem C-Bogen 53 zugeordnet sein.
Das C-Bogen-Röntgengerät kann auch mit der Vorrichtung 25
versehen sein.
Das Gerät, welches die Vorrichtungen 1 aufweist, muß nicht
notwendigerweise ein C-Bogen-Röntgengerät 51 sein, sondern es
kann sich auch um ein anderes Gerät handeln.
Ist an dem Gerät nur eine Leitung zur Energie- und/oder Si
gnalübertragung zwischen den beiden Geräteteilen vorgesehen,
kann im Falle der Verwendung der Vorrichtung 1 beispielsweise
die Leitung L2 durch ein Seil ersetzt werden oder die Vor
richtung 25 mit nur einem Mechanismus, beispielsweise dem Me
chanismus M3, verwendet werden.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspeichern min
destens einer Leitung (L1, L2) mit mindestens zwei, minde
stens zwei drehbare Rollen (2 bis 17) aufweisenden Mechanis
men (M1, M2), welche mindestens einen um eine Achse (E, F)
beweglichen Schenkel (18 bis 21) aufweisen, an dessen einem
Ende mindestens eine Rolle (2 bis 5, 10 bis 13) angeordnet
ist, welche mit der mindestens einen anderen Rolle (6 bis 9,
14 bis 17) des jeweiligen Mechanismus (M1, M2) zusammenwirkt,
wobei bei Aufwicklung der um die Rollen (2 bis 9) des einen
Mechanismus (M1) geführten Leitung (L1) auf den einen Mecha
nismus (M1) ein anderes um die Rollen (10 bis 17) des anderen
Mechanismus (M2) geführtes Zugorgan (L2, S) von dem anderen
Mechanismus (M2) abgewickelt wird, wobei sich der eine Mecha
nismus (M1) öffnet und der andere Mechanismus (M2) schließt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Mechanismen (M1,
M2) zwei ein Schenkelpaar bildende Schenkel (18 bis 21) auf
weisen, an deren einem Ende jeweils mindestens eine Rolle (2
bis 17) angeordnet ist und welche Schenkel (18 bis 21) um je
eine Achse (E, F) beweglich sind, wobei die Schenkel (18 bis
21) der Schenkelpaare derart miteinander gekoppelt sind, daß
sich beim Schließen des einen Schenkelpaares (18, 19) das an
dere Schenkelpaar (20, 21) öffnet.
3. Vorrichtung zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspeichern min
destens einer Leitung (L3) mit mindestens einem, mindestens
zwei drehbare Rollen (26 bis 33) zur Führung der Leitung (L3)
aufweisenden Mechanismus (M3), welcher mindestens einen um
eine Achse (J) beweglichen Schenkel (42) aufweist, an dessen
einem Ende mindestens eine Rolle (26 bis 29) angeordnet ist,
welche mit der mindestens einen anderen Rolle (30 bis 33) des
Mechanismus (M3) zusammenwirkt, wobei ein an dem Schenkel
(42) angeordnetes Spannelement (44) den Schenkel (42) derart
in Vorspannung hält, daß die Rolle (26 bis 29) des Schenkels
(42) und die andere Rolle (30 bis 33) des Mechanismus (M3)
auseinandergetrieben werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der der Mechanismus (M3)
zwei um eine Achse bewegliche Schenkel (42, 50) aufweist,
welche mittels eines Spannelementes (44) auseinander getrie
ben werden.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die
Rollen (2 bis 17, 26 bis 41) unabhängig voneinander drehbar
sind.
6. Gerät mit einer Vorrichtung (1) mit mindestens einer Lei
tung (60, 62) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zur Übertra
gung von elektrischer Energie und/oder von Signalen von einem
Geräteteil (52) zu mindestens einer relativ zu dem Geräteteil
verlagerbaren, elektrisch betriebenen Vorrichtung (54, 55).
7. Gerät nach Anspruch 6, welches einen zweiten Geräteteil
(53) mit zwei elektrisch betriebenen Vorrichtungen (54, 55)
aufweist, welche beiden Geräteteile (52, 53) relativ zuein
ander verstellbar sind, wobei zwei Leitungen (59, 60) die
beiden Geräteteile (52, 53) miteinander verbinden und wobei
bei Verstellung des zweiten Geräteteils (53) in eine erste
Richtung (L) eine Zugkraft auf die eine Leitung (60) und bei
Verstellung des zweiten Geräteteils (53) in eine zweite Rich
tung (K) eine Zugkraft auf die andere Leitung (59) ausgeübt
wird.
8. Gerät nach Anspruch 7, bei dem der zweite Geräteteil als
Bogen (53) und der erste Geräteteil als Halter (52) des Bo
gens (53) ausgebildet ist, welcher Bogen (53) an seinen Enden
einander gegenüberliegend einer Röntgenstrahlenquelle (54)
und einen Röntgenstrahlenempfänger (55) trägt und längs sei
nes Umfanges am Halter (52) verstellbar gelagert ist, wobei
die eine Leitung (59) an einem Ende des Bogens (53) und die
andere Leitung (60) am anderen Ende des Bogens (53) befestigt
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997121115 DE19721115C1 (de) | 1997-05-20 | 1997-05-20 | Vorrichtung zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspeichern mindestens einer Leitung und Gerät mit einer solchen Vorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997121115 DE19721115C1 (de) | 1997-05-20 | 1997-05-20 | Vorrichtung zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspeichern mindestens einer Leitung und Gerät mit einer solchen Vorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19721115C1 true DE19721115C1 (de) | 1998-08-06 |
Family
ID=7830000
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997121115 Expired - Fee Related DE19721115C1 (de) | 1997-05-20 | 1997-05-20 | Vorrichtung zum Auf-, Abwickeln und Zwischenspeichern mindestens einer Leitung und Gerät mit einer solchen Vorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19721115C1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2146070C1 (ru) * | 1999-02-15 | 2000-02-27 | Центральное конструкторское бюро морской техники "Рубин" | Устройство гибкого токоподвода к подвижному объекту |
| RU2246157C2 (ru) * | 2003-03-24 | 2005-02-10 | Общество с ограниченной ответственностью "НПП "Лазерные системы" | Устройство гибкого подвода энергии с неподвижной части объекта на поворотную |
| CN111675046A (zh) * | 2019-03-11 | 2020-09-18 | 西门子(深圳)磁共振有限公司 | 具有用于病床线缆的绕线机构的磁共振系统 |
| DE102020111247A1 (de) | 2020-04-24 | 2021-10-28 | Lothar Heiberger | Magazin zur Aufnahme einer strangförmigen Leitung, Leitungsspeicher und Ladestation |
| DE202024101968U1 (de) * | 2024-04-19 | 2025-07-23 | Igus Gmbh | Zuführsystem mit einem Kabelspeicher sowie Rücklaufsperre insbesondere für ein Zuführsystem |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4019513C2 (de) * | 1990-06-19 | 1993-07-08 | Siemens Ag, 1000 Berlin Und 8000 Muenchen, De |
-
1997
- 1997-05-20 DE DE1997121115 patent/DE19721115C1/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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