DE19720551A1 - Basisträgerhülse für Rotationsdruckmaschinen - Google Patents
Basisträgerhülse für RotationsdruckmaschinenInfo
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- B21C37/12—Making tubes or metal hoses with helically arranged seams
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Basisträgerhülse für Rotationsdruckmaschinen,
die beispielsweise im Tiefdruck als Träger des elastischen Presseurbezuges dient,
im Flexodruck die aufklebbaren Klischees und im Offsetdruckverfahren elastische
Bezüge als wechselbare Übertragungsträgerhülsen aufnimmt.
Aus DE 39 08 999 C2 ist bereits eine auswechselbare Hülse bekannt, auf der eine
kompressible Beschichtung vorgesehen ist. Die Hülse umfaßt eine Trägerhülse aus
Kunststoff, die kohlefaserverstärkt sein kann oder aus einem metallischen Rohr
beispielsweise aus Aluminium bestehen kann. Die Wandstärke liegt je nach Material
zwischen 0,2 und 3,0 mm.
Der bei Kunststoffhülsen als Trägerhülsen für Beschichtungen wesentlich geringere
E-Modul führt bei diesen Hülsen zu einer erhöhten Wandstärke, um ausreichende
Sitzfestigkeiten auf dem Druckwerkzylinder zu erreichen. Werden auf die
Kunststoffhülsen Elastomere - beispielsweise als Gummituchbezüge - aufgebracht,
müssen diese im Herstellungsprozeß vulkanisiert werden. Dazu werden bei der
Fertigung der Basiszylinder aus Stahl samt Basishülse aus Kunststoff, versehen mit
der Elastomerbeschichtung, während der Vulkanisationsphase zirka eine Stunde
lang einer Temperatur bis zu 200°C ausgesetzt. Dies führt zum Verlust der
Maßhaltigkeit der Kunststoffhülse und inneren Spannungen im Gesamtaufbau.
Diese Temperaturempfindlichkeit der Kunststoffhülsen macht deren Herstellung mit
der notwendigen Genauigkeit schwierig. Darüberhinaus ist in schnellaufenden
Rotationsdruckmaschinen der isolierende Charakter von Kunststoff hinsichtlich
elektrischer und elektrostatischer Aufladung als kritisch einzustufen. Nicht zuletzt
verursachen die wegen des niedrigen E-Moduls notwendigen höheren Wandstärken
auch eine nicht unerhebliche Verteuerung der Kunststoffhülsen.
Aus EP 0 421 145 A1 ist eine lithographische Druckmaschine bekannt geworden, bei
der ein rohrförmiges Gummituch, welches über eine spaltfreie Außenfläche verfügt,
auf einen Gummituchzylinder entfernbar angebracht wird.
Die Basisschicht bei dem in EP 0 421 145 A1 offenbarten rohrförmigen Gummituch
besteht aus Nickel. Die Nickelhülse als Basisträgerhülse für elastische
Beschichtungen wird auf galvanischem Wege hergestellt. Ein exakt in den
benötigten Maßen hergestellter Mutterzylinder wird in ein galvanisches Nickelbad
eingetaucht, so daß sich das Nickel aus dem Elektrolyten abscheidet. Die
Nickelschicht schlägt sich am Trägerzylinder nieder. Die dünne Nickelhaut formt die
gesamte Geometrie der Zylinderoberfläche exakt ab, so daß die Genauigkeiten der
Zylinderbasis in die Nickelhülse übernommen werden können. Der galvanische
Herstellungsprozeß ist sehr umweltbelastend, zeitaufwendig und hat einen sehr
hohen Strombedarf. Da es gemäß den heutigen Herstellungsverfahren üblich ist, die
Nickelhaut vom Mutterzylinder mittels einer Walze abzuwalken, erfährt das Material
demzufolge eine starke Deformation und Streckung. Dieses Vorgehen beeinflußt die
Maßgenauigkeit sehr negativ.
Die im galvanischen Verfahren hergestellten Nickelhülsen weisen eine Wandstärke
zwischen 0,1 bis 0,3 mm auf und sind dadurch sehr knickempfindlich, was die
Handhabung sehr sensibel macht. Eine Erhöhung der Wandstärke im
Abscheidungsprozeß verteuerte die Nickelhülsen erheblich und würde zudem deren
Abziehen vom Mutterzylinder noch schwieriger gestalten.
Aus DE 41 40 768 C2 und DE 43 15 996 C1 sind Offsetdruckformen bekannt
geworden, bei denen die aufeinander zuweisenden Kanten der zur Hohlzylinderform
gebogenen Platte mittels einer Schweißnaht miteinander verbunden sind. Der
Schweißprozeß soll derart geführt werden, daß eine Schweißnaht entsteht, die auf
der Ober- und der Unterseite eine konkave Form aufweist.
Diese Technik des Verschweißens der Plattenenden geht davon aus, daß eine
endliche Platte verwendet wird. Es ist schwierig, die gestreckte Länge des Bleches,
die später den Mantel der Hülse bildet, exakt parallel und mit der geforderten
Genauigkeit von deutlich besser als 0,1 mm zu schneiden. Desweiteren ist durch die
Einleitung von Wärme beim Schweißen ein Längsverzug des Materials im
Schweißnahtbereich kaum zu vermeiden. Diese Längung führt bei der Benutzung
der solcher Art hergestellten Hülsen zwangsläufig dazu, daß unter dieser
Naht-Welligkeit Lufteinschlüsse bestehen, die sich beim äußerem Druck auf die
Hülse unter der Hülse verteilt oder rotierend unter der Hülse wandert, was zum
Verdrehen der Hülse führt.
Beim ganzformatigen Rundbiegen von Blechen ist eine akzeptable Zylindrizität nicht
zu erreichen. Als zusätzlicher Arbeitsgang ist ein nachträgliches Kalibrieren der
Hülse zur Erreichung der Maß und Formgenauigkeit unverzichtbar. Die dabei
auftretenden Materialspannungen liegen extrem hoch und sind schwierigst zu
beherrschen.
Ausgehend von den Schwächen und Nachteilen des aufgezeigten Standes der
Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, der graphischen Industrie
steifigkeits- und festigkeitsoptimierte Basisträgerhülsen zur Herstellung von
Übertragungsträgern, Druckformen, Presseuren oder dergleichen preiswert zur
Verfügung zu stellen.
Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
Aus der erfindungsgemäßen Lösung ergibt sich unter Beibehaltung einer extrem
dünnen Wandstärke für Basisträgerhülsen eine enorme Steifigkeitsverbesserung
dieser Hülsen. Das verwendete schmale Bandmaterial - eine sehr dünne Metallfolie -
ist in sehr hohem Maße temperaturbeständig; zudem ist das verwendete schmale
Bandmaterial recht preiswert und erlaubt eine kostengünstige Herstellung der
Basisträgerhülsen in einem industriell automatisierbaren Fertigungsverfahren. Die
Ausnutzung der Sandwich-Bauweise bei den Basisträgerhülsen führt bei geringer
Masse der Basisträgerhülsen zu hervorragenden Festigkeits- und
Steifigkeitseigenschaften, die der graphischen Industrie zugute kommen.
In weiterer Ausgestaltung des der Erfindung zugrunde liegenden Gedankens ist
zwischen der ersten Lage und mindestens einer weiteren Lage eines Materials eine
klebende Schicht vorgesehen. Als weiteres auf die gewickelte erste Lage
aufbringbares Material kann eine Funktionsschicht, wie beispielsweise ein
kompressibler Druckaufzug ähnlich einem Gummituch vorgesehen sein, oder eine
weitere Lage des schmalen Bandmaterials. Die klebende Schicht hat die Aufgabe,
die Dichtigkeit der Hülse zu gewährleisten, sowie die Haftungen der Lagen
aneinander aufrechtzuerhalten.
Die weitere Lage kann relativ zur ersten Lage des schmalen Bandmaterials derart
angeordnet sein, daß diese zwar die Steigung der ersten Lage aber einen zur ersten
Lage unterschiedliche Bandbreite aufweist. Alternativ dazu kann die weitere Lage
des schmalen Bandmaterials mit einer zur ersten Steigung entgegengesetzten
Steigung auf die erste Lage des schmalen Bandmaterials aufgebracht sein.
Schließlich ist es auch möglich ein gleich breites Band zur darunterliegenden Lage
um die Hälfte der Bandbreite versetzt zu wickeln.
Bevorzugterweise ist das schmale Bandmaterial eine temperaturbeständige dünne
Metallfolie, die zwischen 10 und 100 mm, vorzugsweise jedoch 40 mm breit ist. Das
dünne Metallband kann in Stärken zwischen 0,05 mm und 0,15 mm gewählt werden,
was eine leichte Verarbeitbarkeit garantiert. Der Wickelwinkel, unter welchem die
erste Lage und die mindestens eine weitere Lage aufgebracht sind, ist derart
gewählt, daß pro Wickelumdrehung eine Bandbreite des schmalen Bandmaterials
aufgewickelt wird.
In vorteilhafter Weise werden durch die Anordnung der Klebstoffschicht zwischen der
ersten Lage und der mindestens einen weiteren Lage des schmalen Bandmaterials
in Sandwich-Bauweise die belasteten Zonen der Basisträgerhülse radial nach außen
verlegt da der Kleber der Klebstoffschicht ein um ein vielfach geringeres E-Modul
verglichen mit dem schmalen Bandmaterial aufweist, beeinflußt die Klebschicht die
Dehnung der Basisträgerhülse beim Auf- oder Abziehen auf einen Druckzylinder
nicht. Die Stärke der Klebstoffschicht liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 0,01
und 0,1 mm. Die Klebstoffschicht der erfindungsgemäßen Basisträgerhülse
verhindert eine Relativbewegung zwischen der ersten Lage und der mindestens
einen weiteren Lage des schmalen Bandmaterials; die Klebstoffschicht wird bei
Dehnung der Basisträgerhülse nur auf Scherung beansprucht.
Anhand einer Zeichnung sei die Erfindung nachstehend detaillierter erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 ein mit Luftbohrungen versehenen Wickeldorn für eine
erfindungsgemäße Basisträgerhülse,
Fig. 2 einen Vorrat des extrem schmalen Bandmaterials,
Fig. 3 eine gewickelte erste Lage aus schmalem Bandmaterial mit einer
ersten Steigung,
Fig. 4 eine, eine erste Lage aus schmalem Bandmaterial überdeckende,
weitere Lage aus schmalem Bandmaterial,
Fig. 5 ein gleich breites Band als weitere Lage über einer darunter liegenden
Lage, um die Hälfte der Breite versetzt gewickelt,
Fig. 6 ein Querschnitt durch den Sandwich-Aufbau einer auf einem
Wickeldorn befindlichen Basisträgerhülse und
Fig. 7 eine erfindungsgemäße Basisträgerhülse.
Fig. 1 zeigt einen mit Luftbohrungen versehenen Wickeldorn für eine
erfindungsgemäße Basisträgerhülse.
Der Dorn 1 rotiert um seine Achse 9 und ist beidseits in Zapfen 5 aufgenommen. Zur
Abnahme der Basisträgerhülse von der Oberfläche des Dorns 1 sind
Luftbohrungen 4 vorgesehen, mit deren Hilfe ein Luftkissen unter der
Basisträgerhülse aufgebaut wird. Der Innendurchmesser der Basisträgerhülse wird
durch den Dorndurchmesser 3 bestimmt.
In Fig. 2 ist ein Vorrat des schmalen Bandmaterials 6 - einer extrem dünn gewalzten
Metallfolie - dargestellt. Das Bandmaterial 6 hat die Breite 7 zwischen 10 und
100 mm, vorzugsweise etwa 40 mm. Die Stärke des Bandmaterials 6 liegt in etwa
bei 0,05 mm.
Fig. 3 zeigt die Anordnung der ersten Lage aus schmalem Bandmaterial einer
Basisträgerhülse. Das schmale Bandmaterial 6 ist derart um den Dorn 1 gewickelt,
daß eine erste Lage 10 der Basisträgerhülse entsteht. Das schmale Bandmaterial 6
ist - um den Wickelwinkel α diagonal orientiert - schräggestellt, so daß die einzelnen
Wicklungen der ersten Lage ohne Bildung von Fugen und überlappungsfrei
aneinander liegen. Die jeweiligen Kanten 21, 22 des schmalen Bandmaterials 6
bilden dabei Stoßstellen 13, an welchen sie aneinander stoßen. Die erste Lage der
erfindungsgemäßen Basisträgerhülse besteht demnach aus einer durch die
Oberfläche eines Wickeldorns unterstützten ersten Materiallage 10, die leicht
diagonal orientiert ist und sich über die gesamte Breite 2 des Dorns 1 erstreckt. Der
Außendurchmesser der ersten Lage 10 des dünnen Bandmaterials 6 ist mit
Positionsnummer 11 bezeichnet.
Der pro Wickelumdrehung entstehende Hülseneinsatzstreifen bildet mit den
Kanten 21 des jeweils vorhergehenden Streifen schmalen Bandmaterials 6
Stoßstellen 13. An diesen Stoßstellen 13 liegen die Kanten 21, 22 des schmalen
Bandmaterials 6 aneinander an, ohne eine Fuge zwischen sich zu bilden oder sich
jeweils zu überlappen. Käme es an den Stoßstellen 13 zur Fugenbildung, wäre die
Steifigkeit der Basisträgerhülse nicht gegeben. Ferner ließe sich das zur Montage
und Demontage notwendige Luftkissen nur schwer oder gar nicht aufbauen. Eine
Überlappung des schmalen Bandmaterials 6 an den jeweiligen Stoßstellen 13 würde
die geforderte Genauigkeit der Basisträgerhülse zunichte machen.
In Fig. 4 ist die Basisträgerhülse in einem Zustand gezeigt, in welchem auf die erste
Lage 10 des schmalen Bandmaterials 6 eine weitere Lage 14 des schmalen
Bandmaterials 6 aufgebracht wird.
25 Die erste Lage 10 des schmalen Bandmaterials 6, welches die Grundlage, die
Grundschicht der Basisträgerhülse bildet, ist mit einem ersten Wickelwinkel α
senkrecht zur Normalen 25 auf die Achse 9 orientiert. Die Kanten 21, 22 bilden
jeweils Stoßstellen 13 miteinander. Über eine Klebstoffschicht 18, die jedoch in
Fig. 4 nicht dargestellt ist, wird eine weitere Lage 14 des schmalen Bandmaterials 6
aufgebracht. Die mindestens eine weitere Lage 14 des schmalen Bandmaterials 6 ist
um einen Wickelwinkel α - entgegengesetzt zur Wickelrichtung der ersten Lage 10 -
orientiert. Die mindestens eine weitere Lage 14 mit zur Steigung 12 der ersten
Lage 10 entgegengesetzten Steigung 16 weist ebenfalls Stoßstellen 15 auf, an der
die Kanten 21, 22 des schmalen Bandmaterials 6 aneinander anstoßen. Die
zwischen der ersten Lage 10 und mindestens einen weiteren Lage 14 aufgebrachte
Klebstoffschicht 18 bewirkt eine zusätzliche Versteifung der Basisträgerhülse (siehe
auch Fig. 6). Die Klebstoffschicht 18 ist jedoch in Fig. 4 nicht dargestellt. Die
Stoßstellen 13 bzw. 15 der jeweiligen Lagen 10 und 14 überlappen einander
kreuzweise je nach Steigungswinkel α. Ergänzend zu der Darstellung gemäß Fig. 3
ist in Fig. 4 die Normale 25 zur Achse 9 eingezeichnet; um den Winkel α zu dieser
schräg orientiert, wird die erste Lage 10 des schmalen Bandmaterials 6 aufgebracht.
Das schmale Bandmaterial 6 ist vorzugsweise eine extrem dünn gewalzte Metallfolie
der Stärke von nur einigen Hundertstel Millimetern; die Breite 7 des schmalen
Bandmaterials 6 kann zwischen 10 und 100 mm liegen, beispielsweise 40 mm, was
eine gute Verarbeitbarkeit ermöglicht.
Die Darstellung gemäß Fig. 4 gibt eine bidirektional gewickelte Basisträgerhülse
wieder, die in Sandwich-Bauweise 20 als Verbundkörper aufgebaut eine große
Knicksteifigkeit aufweist. Bedingung dafür ist, daß sowohl in der ersten Lage 10 als
auch in der weiteren Lage 14 die Stoßstellen 13 bzw. 15 fugenfrei ausgeführt sind
und die Kanten 21, 22 des schmalen Bandmaterials 6 an den Stoßstellen 13 bzw. 15
aneinander stoßen und sich nicht jeweils überlappen.
In Fig. 5 kann zur Verdeutlichung des einfachsten Falles ein gleich breites Band zur
darunter liegenden Lage um die Hälfte der Breite versetzt gewickelt werden.
Zunächst wird die erste Lage 10 mit einem Steigungswinkel α auf die
Dornoberfläche 17 gewickelt; die Kanten 21, 22 des Bandmaterials 6 bilden jeweils
Stoßstellen 13. Die anschließend gewickelte weitere Lage 14 des schmalen
Bandmaterials 6 ist hier beispielsweise um die Hälfte der Breite versetzt zur ersten
Lage 10 aufgebracht. Die sich beim Wickeln ergebenden Stoßstellen 15 liegen nicht
über den Stoßstellen 13 der ersten Lage 10 sondern jeweils um die Hälfte einer
Bahnbreite versetzt dazu. Dies trägt erheblich zur Verbesserung der Knickfestigkeit
einer erfindungsgemäßen Hülse bei.
In Fig. 6 ist eine um den Dorn 1 auf dessen Oberfläche 17 befindliche
Basisträgerhülse dargestellt. Die Basisträgerhülse 27 besteht aus einer ersten
Lage 10, wie bereits in Fig. 3 dargestellt. An den Stoßstellen 13 der ersten Lage
liegen die Kanten 21, 22 des schmalen Bandmaterials 6 aneinander an, ohne Fugen
zu bilden und ohne sich gegenseitig zu überlappen. Die Genauigkeit der Ausbildung
der Stoßstellen 13 präjudiziert die spätere Genauigkeit der Basisträgerhülse 27 und
ermöglicht beim Aufziehen auf den jeweiligen Druckwerkzylinder in der Rotation den
Aufbau des zur Montage bzw. Demontage notwendigen Luftpolsters. Über der ersten
Lage 10 des schmalen Bandmaterials 6 ist eine Klebstoffschicht 18 erkennbar. Der
Klebstoffschicht 18 kommt sowohl die Funktion zu, eine Verschiebung der einzelnen
Lagen 10 bzw. 14 relativ zueinander zu vermeiden, als auch für eine Abdichtung der
einzelnen Stoßstellen 13 der ersten Lage 10 zu sorgen. Die Klebstoffschicht 18 ist so
dünn wie möglich ausgeführt, im Bereich zwischen 0,07 mm, um auftretende
Schubkräfte bzw. Scherspannungen aufzunehmen.
Oberhalb der Klebstoffschicht 18 ist eine weitere Lage des schmalen
Bandmaterials 6 erkennbar. Diese mindestens eine weitere Lage 14 ist gemäß der
Darstellung in Fig. 4 mit einer der Steigung 12 der ersten Lage 10
entgegengesetzten Steigung 16 aufgebracht. Durch die entgegengesetzte
Steigung 16 liegen die Stoßstellen 15 der mindestens einen weiteren Lage 14 über
den Stoßstellen 13 der ersten Lage 10. Die erste Lage 10, die Klebstoffschicht 18
sowie die mindestens eine weitere Lage 14 bilden einen Sandwich-Aufbau 20 der
Basisträgerhülse 27 als Materialverbund.
Die jeweilige Abdeckung der Stoßstellen 13 bzw. 15 der Lagen 10 bzw. 14 innerhalb
des gewickelten Materialverbundes verleiht der in Sandwich-Bauweise 20
ausgebildeten Basisträgerhülse 27 eine hohe Knickfestigkeit bei einer erheblich
höher liegenden Steifigkeit. Neben einer zweilagigen Ausführung der
Basisträgerhülse 27 kann diese - wie in Fig. 5 beispielhaft dargestellt - noch weitere
Lagen - hier eine dritte Lage 26 - umfassen. Die dritte Lage 26 ist wiederum mittels
einer Klebstoffschicht 18 der Dicke 19 auf die weitere Lage 14 aufgebracht. Dabei
sind die Stoßstellen 23 des schmalen Bandmaterials 6 der dritten Lage 26 derart
angeordnet, daß sie nicht über den Stoßstellen 15 der weiteren Lage 14 liegen. Dies
kann beispielsweise durch eine Veränderung der Breite 7 des schmalen
Bandmaterials 6 oder durch eine Änderung des Wickelwinkels α also der
Wickelsteigung erreicht werden.
In bevorzugten Ausführungsformen wird das jeweils nachfolgende Band gegenüber
den jeweiligen vorherigen Lage bei gleicher Bandbreite aller Lagen 10, 14 oder 26,
um einen Teil der Bandbreite 7 versetzt gewickelt. Der Versatz richtet sich nach der
Anzahl der Lagen. So beträgt der Versatz, je nach Anzahl der Lage, bei zwei
Lagen 10, 14 jeweils die Hälfte, bei dreilagiger Wicklung 10, 14 und 26 jeweils ein
Drittel der Bandbreite 7. Die jeweiligen Lagen 10, 14 bzw. 26 bei dreilagiger
Wicklung um einen Teil der Bahnbreite 7 versetzt zu wickeln zieht den Vorteil nach
sich, daß sich die Fugen von Lage zu Lage nicht axial kreuzen, was die Oberfläche
der Hülsen insbesondere deren Rundheit erheblich verbessert.
Fig. 7 zeigt eine bidirektional gewickelte Basisträgerhülse 27, die beispielsweise
einen elastischen Bezug 28 aufnimmt, wie er für das Offsetdruckverfahren benötigt
wird. Der Aufbau des elastischen Bezuges und seine Schichtenabfolge sind nicht
Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
In Fig. 7 ist die nicht maßstabsgerechte Lagenabfolge der Basisträgerhülse 27
erkennbar. Die erste Lage 10 des schmalen Bandmaterials 6 ist unter Ausbildung
von Stoßstellen 13 unterhalb der weiteren Lage 14 angeordnet. Zwischen der
weiteren Lage 14 und der unteren Lage 10 befindet sich die Klebstoffschicht 18, die
ein, verglichen mit dem schmalen Bandmaterial 6, um ein vielfach geringeres,
E-Modul aufweist. Daher beeinflußt die Klebstoffschicht 18 die Dehnung der ersten
und der mindestens einen weiteren Lage 10 bzw. 14 nicht. Da jedoch drei
Schichten 10, 14, 18 in Sandwich-Bauweise 20 übereinanderliegend angeordnet
sind, hat dies auf die Steifigkeitsverbesserung der Basisträgerhülse 27 eine
signifikante Auswirkung.
Über Luftöffnungen, die sowohl am Dorn 1 gemäß Fig. 1 als auch am
Druckwerkzylinder der Rotation vorgesehen sind, kann die Basisträgerhülse 27 mit
einem Luftpolster beaufschlagt werden, um die Montage bzw. deren Demontage
vom Dorn 1 bzw. vom Druckwerkzylinder 1
zu ermöglichen.
1
Dorn
2
Breite
3
Dorndurchmesser
4
Luftbohrung
5
Zapfen
6
schmales Bandmaterial
7
Bandbreite
8
Bandstärke
9
Achse des Dorns
10
erste Lage
11
Außendurchmesser der ersten Lage
12
erste Steigung
13
Stoßstellen
14
weitere Lage
15
Stoßstellen
16
entgegengesetzte Steigung
17
Dornoberfläche
18
klebende Schicht
19
Klebstoffschichtdicke
20
Sandwich-Aufbau
21
Kante des Bandmaterials
22
Kante des Bandmaterials
23
Stoßstelle
24
Wickelwinkel α
25
Normale zur Zylinderachse
26
dritte Lage
27
Basishülse
Claims (18)
1. Hülsenförmiger Körper der auf einen zylindrischen Trägerkörper aufgebracht
und von diesem wieder entfernt werden kann,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine erste Lage (10) aus einem gewickelten schmalen Bandmaterial (6) mit
einer ersten Steigung (12) von einem weiteren Material überdeckt ist.
2. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das weitere Material, Stoßstellen (13) der ersten Lage (10) überdeckend,
aufgebracht ist.
3. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das weitere Material eine weitere Lage (14) eines schmalen
Bandmaterials (6) ist, welches Stoßstellen (13) der ersten Lage (10)
überlappend, aufgebracht ist.
4. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der ersten Lage (10) und der weiteren Lage (14) des schmalen
Bandmaterials (6) eine klebende Schicht (18) vorgesehen ist.
5. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß als klebende Schicht (18) anerobe Kleber vorgesehen sind.
6. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß als klebende Schicht (18) Sandwich bildenden Epoxid-Systeme
vorgesehen sind.
7. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die weitere Lage (14) des schmalen Bandmaterials (6) mit der ersten
Steigung (12) jedoch unterschiedlicher Bandbreite (7) des schmalen
Bandmaterials (6) gewickelt ist.
8. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die weitere Lage (14) des schmalen Bandmaterials (6) mit zur ersten
Steigung (12) entgegengesetzter Steigung (16) auf die erste Lage (10) des
schmalen Bandmaterials (6) gewickelt wird.
9. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweils nachfolgende Lage (14, 26) des schmalen Bandmaterials (6)
gegenüber der jeweiligen vorherigen Lage (10, 14) bei gleicher Bandbreite (7)
aller Lagen (10, 14, 26) um den Teil der Bandbreite (7) versetzt gewickelt wird,
der dem Kehrwert der Lagenzahl entspricht.
10. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bandmaterial (6) temperaturbeständige dünne Metallfolie ist.
11. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bandmaterial (6) zwischen 10 und 100 mm, vorzugsweise 40 mm breit
ist.
12. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bandmaterial (6) vorzugsweise eine Stärke zwischen 0,05 bis 0,2 mm
aufweist.
13. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wickelwinkel a des schmalen Bandmaterials (6) so gewählt ist, daß pro
Wickelumdrehung ein Vorschub um die Bandbreite (7) des schmalen
Bandmaterials (6) erfolgt.
14. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Lage (10) des bandförmigen Materials (6) und gegebenenfalls
weitere Lagen (14, 26) überlappungs- und fugenfrei gewickelt sind.
15. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch die Anordnung einer klebenden Schicht (18) zwischen der ersten
Lage (10) und einer weiteren Lage (14) des schmalen Bandmaterials (6) eine
Sandwich-Bauweise (20) entsteht, womit die belasteten Zonen der
Basisträgerhülse radial nach außen verschoben sind.
16. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die klebende Schicht (18) aufgrund ihres, im Vergleich zum schmalen
Bandmaterial (6), geringeren E-Moduls die radiale Distanz der
Lagen (10, 14, 26) im Sandwich-Aufbau (20) bestimmt.
17. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klebstoffschichtdicke (19) vorzugsweise zwischen 0,01 und 0,1 mm
liegt.
18. Hülsenförmiger Körper gemäß Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klebstoffschichten (18) eine Relativbewegung zwischen der ersten
Lage (10) und der mindestens einen weiteren Lage (14) von schmalem
Bandmaterial (6) verhindern.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19720551A DE19720551A1 (de) | 1997-05-16 | 1997-05-16 | Basisträgerhülse für Rotationsdruckmaschinen |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19720551A DE19720551A1 (de) | 1997-05-16 | 1997-05-16 | Basisträgerhülse für Rotationsdruckmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19720551A1 true DE19720551A1 (de) | 1998-11-19 |
Family
ID=7829646
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19720551A Withdrawn DE19720551A1 (de) | 1997-05-16 | 1997-05-16 | Basisträgerhülse für Rotationsdruckmaschinen |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5974973A (de) |
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