DE19719800C1 - Einspritzanlage für Freikolbenmotore mit Niederdruckpumpe - Google Patents
Einspritzanlage für Freikolbenmotore mit NiederdruckpumpeInfo
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Description
Die bekannten Einspritzanlagen für Freikolbenmotore sind in der
für Kurbelwellenmotore üblichen Bauart ausgeführt, die Ein
spritzpumpe ist am oder im Motorblock eingebaut, diese Systeme
erfordern einen hohen technischen Aufwand, sie verbrauchen rela
tiv viel Energie um den Kraftstoff einzuspritzen, sie berück
sichtigen nicht die physikalischen Gegebenheiten des Freikolben
motors. In der deutschen Auslegeschrift 26 30 004 ist
eine andere Einspritzanlage beschrieben wobei die Einspritzpumpe
und die Einspritzdüse im Motorkolben eingebaut sind. Der Antrieb
der Einspritzpumpe liegt außerhalb des Motorkolbens und erfolgt
durch einen Aufschlagbolzen. Wendet der Motorkolben am oberen
Todpunkt endet die Kraftstofförderung. Dies ist ein Mangel der
besonders bei größeren Motoren unakzeptabel wäre, und der mit
einfachen zusätzlichen Vorrichtungen nicht lösbar erscheint. Ein
weiterer Nachteil ergibt sich daraus, daß der Aufschalgbolzen
mit relativ hoher Geschwindigkeit auf den Pumpenkolben aufsetzt,
dadurch entsteht eine schlagartige Druckerhöhung im Pumpenar
beitsraum, wodurch Klopfgeräusche und Druckwellen entstehen.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Einspritzanlage für Freikolbenmotore zu schaffen, die einen
relativ geringen technischen Aufwand erfordert. Für den Eigenbe
trieb wenig Energie verbraucht und die physikalischen Gegeben
heiten des Freikolbenmotors berücksichtigt und auch nutzt. Wobei
die Kraftstofförderung auch noch nach dem Wenden des Motorkol
bens am oberen Totpunkt erfolgen kann, und der Druckanstieg im
Pumpenarbeitsraum am Anfang relativ langsam und nicht schlagar
tig erfolgt.
Zur Lösung der Aufgabe wird eine Einspritzpumpe vorgeschlagen,
die als Freikolbenpumpe ausgeführt ist und im Motorkolben bzw.
in dem mitschwingenden Zylinderkopf eingebaut wird. Hierdurch
werden die physikalischen Gegebenheiten des Freikolbenmotors voll
genutzt. Der Aufbau der Freikolbenpumpe ist sehr einfach und sie
erzeugt zum richtigen Zeitpunkt den erforderlichen Druck. Eine
Regelung des Einspritzzeitpunktes ist nicht unbedingt erforder
lich, dies ist systembedingt.
Entsprechend der Größe und Anwendung des Motors ist zur Regelung
der Einspritzmenge vorgesehen, den Pumpenkolben oder den Pumpen
zylinder zu drehen, den Pumpenzylinder axial zu verschieben, die
Hubhöhe des Pumpenkolbens durch eine verschiebbare Begrenzungs
vorrichtung zu ändern; es ist auch zweckmäßig den Pumpenkolben
mit einer Bohrung zu versehen, die den Pumpenarbeitsraum öffnet,
bevor der Pumpenkolben den oberen Totpunkt erreicht hat.
Je nach Bauart des Freikolbenmotors und des gewählten Einbauor
tes der Einspritzpumpe kann es sinnvoll sein das flexible Teil
der Vorrichtung zur Kraftstoffzufuhr als einseitig schiebbarer
Pleuel, Gelenkpleuel oder als Gleitflächenübergang mit den ent
sprechenden Bohrungen auszuführen.
Werden steuerbare Einspritzdüsen gewählt oder ist eine elektri
sche Zündung erforderlich können ein oder mehrere piezoelektri
sche Bauteile die erforderliche Spannung liefern.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von einer Schemazeichnung
erläutert.
Fig. I zeigt ein Ausführungsbeispiel der Einspritzanlage auszugsweise
im Längsschnitt.
Die Niederdruckpumpe (10) fördert den Kraftstoff über das
Gelenkpleuel (11) zum Motorkolben (8), dort gelangt er über ent
sprechende Bohrungen (5) in den Pumpenarbeitsraum (2) der Ein
spritzpumpe.
Der Motorkolben (8) wendet am unteren Totpunkt, der Pumpenkolben
(1) mit der Gewichtsmasse (3) liegt schon länger an der hydrau
lischen Hubbegrenzung (6), der Motorkolben wird beschleunigt.
Die Ein- und Auslaßschlitze werden geschlossen, im Arbeitsraum
(9) des Motors erhöht sich der Gasdruck. Etwa bei einer Verdich
tung 3 : 1 ändert der Vektor, der axialwirkenden Kräfte die auf
den Motorkolben wirken, das Vorzeichen. Der Motorkolben wird
entsprechend der Druckerhöhung im Motorenarbeitsraum immer stär
ker abgebremst. Der Pumpenkolben (1) widersetzt sich der Abbrem
sung und übt dadurch eine Kraft auf die Feder (4) aus. Die Mas
senträgheitskräfte werden immer größer, die Federkraft wird
überwunden, der Druck in den Pumpenarbeitsraum steigt zunehmend
immer schneller an, die Düsennadel hebt ab und Kraftstoff wird
eingespritzt. Die Bohrung (5) erreicht die Öffnung, der Druck
entspannt sich, die Düsennadel setzt wieder auf. Der Pumpenkolben
setzt auf das Kraftstoffpolster (7) auf.
Der Motorkolben hat gewendet. Erreicht die Verdichtung etwa 3 : 1
dann haben sich die Massenkräfte soweit verringert, daß die
Feder anfängt den Pumpenkolben zurückzuschieben, etwa später
wirken dann noch die Massenkräfte. Kraftstoff wird angesaugt, bis
der Pumpenkolben auf die hydraulische Hubbegrenzung aufsetzt.
Der Motorkolben erreicht den unteren Totpunkt und wendet, der
Zyklus beginnt von neuem.
Claims (9)
1. Einspritzanlage für Freikolbenmotore mit Vorrichtungen zur
Kraftstoffzufuhr zu einer Einspritzpumpe, mit einer in einem
Motorkolben bzw. im axial mitschwingenden Zylinderkopf angeord
neten Einspritzdüse, der der Kraftstoff von der Einspritzpumpe
zum Einspritzen in einen Arbeitsraum des Motors zugeführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß für jeden Arbeitsraum (9) des Motors ein oder mehrere Ein
spritzpumpen (1, 2, 3) vorhanden sind, die im Motorkolben (8)
bzw. im axial mitschwingenden Zylinderkopf axialwirkend so einge
baut sind, daß der Förderhub des Pumpenkolbens (1) in Richtung
des Motorenarbeitsraums (9) erfolgt, und daß die Einspritzpumpen
als Freikolbenpumpen (1, 2, 3) ausgeführt sind, wobei der Hub
des Pumpenkolbens (1) in der einen Richtung von einer Hubbegren
zung (6) und in der anderen Richtung von einem Kraftstoffpolster
(7) begrenzt wird, und daß der Antrieb des Pumpenkolben (1) zur
Förderung des Kraftstoffes, durch die Trägheit seiner Masse und
durch die Trägheit einer axial bewegbaren und mit dem Pumpenkol
ben (1) fest verbundenen Gewichtsmasse (3) dann geschieht, wenn
der Motorkolben (8) im Bereich seines oberen Totpunktes abge
bremst und wieder beschleunigt wird.
2. Einspritzanlage für Freikolbenmotore nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
daß mechanisch, hydraulisch oder elektrisch ansteuerbare Vor
richtungen vorhanden sind, die den Pumpenkolben (1) in beiden
Richtungen axial drehen können.
3. Einspritzanlage für Freikolbenmotore nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
daß mechanische, hydraulische oder elektrische Vorrichtungen
vorhanden sind, die den Pumpenzylinder in beiden Richtungen axial
drehen und verschieben können.
4. Einspritzanlage für Freikolbenmotore nach Anspruch 2
dadurch gekennzeichnet,
daß Vorrichtungen zur Hubbegrenzung des Pumpenkolbens vorhanden
sind, die mechanisch, hydraulisch oder elektrisch verstellbar
sind.
5. Einspritzanlage für Freikolbenmotore nach Anspruch 4
dadurch gekennzeichnet,
daß der Pumpenkolben eine Bohrung aufweist, die den Pumpenar
beitsraum öffnet, bevor der obere Totpunkt erreicht wird.
6. Einspritzanlage für Freikolbenmotore nach Anspruch 5
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtungen der Kraftstoffzufuhr zu dem Motorkolben
bzw. zu dem axialbewegbaren Zylinderkopf mindestens ein einsei
tig schiebbares Pleuel aufweisen.
7. Einspritzanlage für Freikolbenmotore nach Anspruch 5
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtungen der Kraftstoffzufuhr zu dem Motorkolben
bzw. zu dem Zylinderkopf mindestens ein Gelenkpleuel aufweisen.
8. Einspritzanlage für Freikolbenmotore nach Anspruch 5
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kraftstoffzufuhr zu dem Motorkolben bzw. zu dem Zylin
derkopf über axial gegeneinander gleitende Flächen geschieht,
die entsprechende Bohrungen aufweisen.
9. Einspritzanlage für Freikolbenmotore nach Anspruch 6, 7 oder 8
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine axial lose Gewichtsmasse im Motorkolben bzw.
im axial mitschwingendem Zylinder vorhanden ist, die einseitig
oder doppelseitig auf piezoelektrische Bauteile wirkt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997119800 DE19719800C1 (de) | 1997-05-10 | 1997-05-10 | Einspritzanlage für Freikolbenmotore mit Niederdruckpumpe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997119800 DE19719800C1 (de) | 1997-05-10 | 1997-05-10 | Einspritzanlage für Freikolbenmotore mit Niederdruckpumpe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19719800C1 true DE19719800C1 (de) | 1998-12-17 |
Family
ID=7829204
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997119800 Expired - Fee Related DE19719800C1 (de) | 1997-05-10 | 1997-05-10 | Einspritzanlage für Freikolbenmotore mit Niederdruckpumpe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19719800C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19909302C1 (de) * | 1999-03-03 | 2000-07-13 | Texim Ag Meggen | Freikolbenpumpe |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE598345C (de) * | 1932-12-30 | 1934-06-09 | Atlas Diesel Ab | Brennstoffpumpe |
| AT218790B (de) * | 1959-07-27 | 1961-12-27 | Friedmann & Maier Ag | Brennstoffeinspritzpumpe für Einspritzbrennkraftmaschinen |
| DE2630004B2 (de) * | 1976-07-03 | 1978-05-11 | Rudolf 7031 Holzgerlingen Bock | Freiflugkolbenmaschine |
| EP0610641A1 (de) * | 1993-02-08 | 1994-08-17 | New Sulzer Diesel AG | Brennstoffeinspritzpumpe für Hubkolbenbrennkraftmaschinen |
-
1997
- 1997-05-10 DE DE1997119800 patent/DE19719800C1/de not_active Expired - Fee Related
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