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DE1011664B - Als Antrieb von Bearbeitungswerkzeugen dienende kurbel- und schwungradlose Brennkraftmaschine mit elektromagnetischer Beeinflussung der Kolbenwege und der Kolbengeschwindigkeit - Google Patents

Als Antrieb von Bearbeitungswerkzeugen dienende kurbel- und schwungradlose Brennkraftmaschine mit elektromagnetischer Beeinflussung der Kolbenwege und der Kolbengeschwindigkeit

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Publication number
DE1011664B
DE1011664B DEO1543A DEO0001543A DE1011664B DE 1011664 B DE1011664 B DE 1011664B DE O1543 A DEO1543 A DE O1543A DE O0001543 A DEO0001543 A DE O0001543A DE 1011664 B DE1011664 B DE 1011664B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
internal combustion
combustion engine
solenoids
working
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEO1543A
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Osenberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEO1543A priority Critical patent/DE1011664B/de
Publication of DE1011664B publication Critical patent/DE1011664B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B71/00Free-piston engines; Engines without rotary main shaft
    • F02B71/04Adaptations of such engines for special use; Combinations of such engines with apparatus driven thereby
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B75/00Other engines
    • F02B75/02Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke
    • F02B2075/022Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke having less than six strokes per cycle
    • F02B2075/025Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke having less than six strokes per cycle two

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)
  • Electrical Control Of Air Or Fuel Supplied To Internal-Combustion Engine (AREA)

Description

  • Als Antrieb von Bearbeitungswerkzeugen dienende kurbel- und schwungradlose Brennkraftmaschine mit elektromagnetischer Beeinflussung der Kolbenwege und der Kolbengeschwindigkeit Die Erfindung verfolgt das Ziel, die Leistung von als Antrieb von Bearbeitungswerkzeugen dienenden kurbel- und schwungradlosen Brennkraftmaschi.nen mit frei fliegendem Arbeitskolben, dessen Kolbenstange gleichzeitig den Kern eines oder mehrerer Solenoide bildet, dadurch zu steigern, daß zunächst der Rückhub des Kolbens durch Einwirkung elektromagnetischer Kräfte bei: gleichzeitiger Kompression des Arbeitsmittels im Verbrennungsraum erfolgt und anschließend der Arbeitshub durch Verbrennung fester, vergaster, gasförmiger oder flüssiger Treibmittel durchgeführt wird, wobei auf den Arbeitskolben zusätzlich in Richtung seiner Arbeitsbewegung elektromagnetische Kräfte ausgeübt werden.
  • Zur Ausführung von Einzelschlägen mit größerem zeitlichem Abstand kann nach unter Einwirkung von elektromagnetischen Kräften vollzogenem Rückhub die kinetische Energie in Kompressionsarbeit umgewandelt und diese durch Arretierung des Kolbens bis zum Zeitpunkt des Schlages gespeichert werden.
  • Die mit frei fliegendem Arbeitskolben ausgerüstete Brennkraftmaschi.ne kann doppelt wirkend ausgebildet sein, wobei es sich empfiehlt, die Solenoide beiderseits des Verbrennungszylinders anzubringen. J..etztere können auch innerhalb des Kolbenkörpers angeordnet sein, wobei der Zylindermantel als Ankerteil wirkt, während die Stromzuführung durch die hin-und hergehende Kolbenstange erfolgen kann. Es besteht auch die Möglichkeit, die Solenoide innerhalb eines ortsfesten Kolbenkörpers vorzusehen, so daB der Verbrennungszylinder als beweglicher Anker arbeitet.
  • Zwecks Steigerung der elektromagnetischen Wirkung der Solenoi.de können diese mit einem inneren und äußeren Anker ausgerüstet werden, von denen der innere von der Kolbenstange und der äußere von einem teilweise oder ganz die Magnetspule umschließenden Mantel aus magnetisierbarem Material gebildet wird. Durch Zahnstangen und Umkehrzahnräder mit ortsfesten Drehachsen sind die Anker bewegungsschlüssig miteinander verbunden, so daß sie bei einem Stromstoß im magnetischen Kraftlinienfeld gegenläufige Bewegungen ausführen.
  • Die Zuführung oder Einspritzung der festen, vergasten, gasförmigen oder flüssigen Treibmittel sowie der natürlichen oder synthetisch hergestellten Sauerstoffträger in die Verbrennungskammer erfolgt durch einen elektromagnetisch, angetriebenen Kolben, wobei durch Steuerung des Elektromagneten die zugeführte Menge und die Zuführungsgeschwindigkeit geregelt werden kann.
  • Zur Erzielung besonderer Wirkungen, z. B. langer Kolbenwege während' des gleichen Arbeitshubes, kann die Zuführung oder Einspritzung von Treibmitteln sowie von natürlichen oder synthetisch hergestellten Sauerstoffträgern in den Verbrennungsraum mehrfach erfolgen.
  • Zur zeitlichen Dehnung des unter elektromagnetischer Schlagwirkung stehenden Einspritzvorganges von flüssigem Treibstoff und Sauerstoffträgern können diese zunächst in eine mit einem Rückschlagventi.l ausgerüstete Brennstoffvorkammer mit unter regelbarer Federkraft stehenden Kolben hineingepreßt werden.
  • Die Brennkraftmaschine nach dem Erfin.dungsged'anken soll als Antrieb von Rammen, Bodenverdichtern u. dgl. dienen, sie kann außerdem verwandt werden als Pflaster- oder Straßendeckenaufreißhammer, als Bohr-, Stopf- oder Spatenhammer und weiterhin bei der Herstellung von Tiefbohrungen. Sie läßt sich auch bei Abstützung an einer Spannsäule u. d'gl. mit Erfolg über oder unter Tage im Bergbau einsetzen, um z. B. spreizbare, meißelförmige Werkzeuge schlagartig um einen größeren Betrag in die Kohlefront einzutreiben und um sie dann anschließend unter der gleichen Kraftwirkung unter Loslösen der Kohle wieder herauszureißen. Auch Gesteinsschichten lassen sich mit ähnlichen Einrichtungen lösen und brechen.
  • Besonders vorteilhaft läßt sich die Brennkraftmaschine als kraftabgebendes Glied bei Einrichtungen zur Ausführung technologischer Prozesse verwenden, von denen einige hier als Beispiel .genannt seien: wie Biegen, Ziehen, Prägen, Pressen, Stanzen sowie Nieten, Schneiden, Walzen mittels Flachbacken, Räumen, beim Spritzgießen u. dgl. Die Umformungen können hierbei im kalten sowie im warmen Zustand erfolgen. Das zu verarbeitende Material kann unterschiedliche Festigkeit besitzen, -es kann metallisch oder auch nichtmetallischer-Natur sein.
  • Bei all diesen Verfahren, deren Aüfzählung naturgemäß hier keimen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann, findet die Energieerzeugung und -abgabe durch Zuführung eines natürlichen oder synthetischen Sauerstoffträgers einerseits sowie von festen, flüssigen oder gasförmigen Treibstoffen andererseits in dem Antrieb selbst statt, während seine Steuerung sowie eine zusätzliche Steigerung seiner Schlag- und Druckleistung elektromagnetisch erfolgt. Der kurbel- und schwungradlose Antrieb kann hierbei jede beliebige Lage im Raum einnehmen.
  • Es sind bereits Einrichtungen bekannt, die mit Treibstoffen in den verschiedenen Aggregatzuständen arbeiten und bei denen die Energieerzeugung im Werkzeug oder am Ort der Arbeit erfolgt. Es werden z. B. für die Durchführung spanloser Fertigungsverfahren Werkzeugen feste Treibladungen zugeführt, wo sie dann nach Entzündung starke Kraftwirkungen ausüben. Außer dem werden die bekannten Brennkraftrammen mit vergast angesaugten oder eingespritzten Treibstoffen betrieben. Es wurde auch bereits vorgeschlagen, eine Stoßmaschine, also ein Bearbeitungsgerät mit hin- und hergehenden Bewegungen nach dem Prinzip des B.rennkraftmotors arbeiten zu lassen.
  • Bei allen diesen bekannten, ebenfalls kurbel- und schwungradlosen Einrichtungen werden die Kraftimpulse für die hin- und hergehende Bewegung eines Kolbens ausschließlich auf thermischem Wege erteilt. Um einen Rückhub oder eine kontinuierliche hin- und hergehende -Bewegung zu bewerkstelligen, müssen die Treibmittel entweder gegen elastische Glieder und bei Rammen z. B. gegen die Schwerkraft arbeiten oder beiderseits eines Kolbens im entgegengesetzten Sinn zur Wirkung gelangen. Besondere Schwierigkeiten bereitet bei diesen kurbellosen Motoren das Aufladen des Druckmi:ttelraumes, das Anwerfen, was durch gespeicherte und verdichtete Luft oder Abgase, durch zusätzliches Abbrennen von flüssigen oder festen, .gasbildenden Stoffen, durch Auslösen von federnden Organen oder bei gegen die Schwerkraft arbeitenden Geräten durch Anheben erfolgen muß.
  • Bei der als Antrieb dienenden Brennkraftmaschine nach dem Erfindungsgedanken wird der der durch Verbrennung erzeugten Kolbenbewegung entgegen wirkende Rückhub mittels magnetischer Kräfte bewerkstelligt. Letztere können dann bei Umkehr der Richtung des durch die Magnetspulen fließenden Stromes beim Schlaghub die Kolbengeschwindigkeit und die Schlagenergie durch Su.mmierung der Wirkungen noch wesentlich . steigern. Da die auf den Kolben beim Rückhub ausgeübten magnetischen Einflüsse es gestatten, die Kolbenkräfte, die Kolbengeschwindigkeit, den Kolbenweg und damit die Verdichtung mittels eines Steuermechanismus zu beeinflussen, man außerdem in der Lage ist, ebenfalls mittels einer in ihrer Wirkung einstellbaren Magnetkolbenpumpe die Treibstoffzufuhr mengenmäßig und in der zeitlichen Folge zu regeln, bietet die Kombination des nach einem wärmetechnischen Prozeß sich abwickelnden Schlaghubes mit einem unter magnetischer Wirkung- stehenden Rückhub erhebliche Vorteile gegenüber bekannten Konstruktionen, einerseits hinsichtlich der Steuermöglichkeiten (magnetisches Anwerfen, Regelung der Kolbenwege, der Schlagstärke sowie des zeitlichen Abstandes der Schläge und somit der Schlagfrequenz, mehrere Treibstoffeinspritzungen, insbesondere bei größeren Hüben), andererseits hinsichtlich der Leistung (Summierumg der thermischen und magnetischen Wirkungen, Ausnutzung des Vor- und Rückhubes) sowie der Bedienbarkeit (leichte und schnelle Einstellung des Steuermechanismus, Fernsteuerung).
  • Bei dem kurbel- und schwungradlosen Antrieb nach dem Erfindungsgedanken ist also eine weitgehende elektrische Anpassung an den Ablauf des Verbrennungsprozesses im Zylinder beim Arbeitshub (Summierung der thermischen und magnetischen Wirkungen) und beim Rückhub hinsichtlich der Erfordernisse bei-Spülung, Verdichtung oder beim Laden möglich.
  • Einige bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind schematisch in der Zeichnung dargestellt, wo bedeutet Abb.1 einen Schnitt durch eine als Antrieb dienende, im Zweitaktverfahren arbeitende kurbel-und schwu.ngradlose Brennkraftmaschine, bei der der Kolben von einer Kolbenstange getragen wird, deren aus dem Zylinder herausragender Abschnitt gleichzeitig den Kern eines Solenoides bildet, Abb. 2 die Ansicht einer doppelt wirkenden kurbel-und sch-,vungradlosen Brennkraftmaschine mit beiderseits des Zylinders angeordneten Solenoiden, Abb. 3 eine Arretierungseinrichtung für den Kolben zur mechanischen Speicherung der kinetischen Energie des Rückhubes, Abb.4 ein Solenoid der Brennkraftmaschdne mit gegenläufig sich bewegendem innerem und äußerem Ankerteil, Abb. 5 einen senkrecht zur Mittelachse verlaufenden Schnitt durch das Solenoid und die inneren und äußeren Ankerteile nach der Linie A-A der Abb. 4.
  • In dem Verbrennungszylinder 1 der Abb. 1 ist der auf der Kolbenstange 5 befestigte Leichtkolben 4 angeordnet. Die Kolbenstange 5 ist auf der linken Seite des Zylinders in einer Stopfbüchse geführt. Wenn keine äußeren Kräfte einwilrkem, zieht eine Zugfeder 50 den Kolben in die in der Abbildung dargestellte Lage, in der die Spülöffnung 48 und die Abgasöffnung 49 freigegeben sind. Der aus der Stopfbüchse herausragende Teil der Kolbenstange dient als Anker 3 des Solenoides 2, das mit dem Zylinder 1 starr verbunden ist und über die elektrischen Leitungen 7 und 8 gespeist wird.
  • Da der Anker 3 und die Kolbenstange 5 aus magnetischem Material bestehen, empfiehlt es sich, den magnetischen Fluß .durch ein Zwischenstück 6 aus nichtmagnetischem '.Material zu unterbrechen. An Stelle der in dem Gehäuse 45 angeordneten Magnetspule 2 können auch mehrere dicht nebeneinander oder in einem gewissen Abstand angeordnete Spulen treten, die gleichzeitig oder nach einer den erwünschten Bewegungs- und Beschleunigungsverhältnissen entsprechenden Charakteristik mit Strom versorgt werden. Das Solenoid 2 bewegt nun beim StromduTchgang gegen die Kraft der Zugfeder 50 den Kolben 4 in Richtung des Verbrennungsraumes 9 des Zylinders 1 und verdichtet hierbei die Luft. Der Treibstoff wird, nachdem er unter magnetischer Wirkung durch das Solenoid 23 in den unter Belastung der regelbaren Feder 51 stehenden Raum 12 gepreßt wurde, durch die Leitung 11 der Zerstäuberdüse 10 zugeführt, durch die er dann in den Verbrennungszylinder gelangt. Dar eingespritzte Treibstoff verbrennt hierbei, da die Luft vorher entsprechend verdichtet wurde. Natürlich ist es auch möglich, die Brennkraftmaschine mit geringerer Verdichtung und einer besonderen Zündeinrichtung arbeiten zu lassen.
  • Während des Verbrennungsprozesses wird der Kolhen nach links geschleudert, hierbei wird die Luft in dem Raum unterhalb des Kolbens verdichtet. Gelangt der Kolben dann in die in der Abbildung ,gezeigte Lage, so wird die verdichtete Luft durch die Öffnung 47 über die Leitung 46 und den Spülschlitz 48 nach der Verbrennurugskammer 9 geleitet und sorgt hier, da der Auspuffschlitz 49 gleichfalls freigegeben, für die entsprechende Spülung.
  • Die magnetische Brennstoffpumpe besteht aus dem Zylinder 20, in dem der auf der Kolbenstange 24 befestigte Förderkolben 22 durch das Solenoid, 23 gesteuert wird. Die Stromzuführung erfolgt durch die Zuleitungen 25 und 26. Auch bei der Brennstoffpumpe wirkt ein Teil der Kolbenstange 24 als Anker des Salenoides. Die Kolbenstange 24 und der Kolben 22 werden durch die Zugfeder 21 in Richtung des Solenoides 23 gezogen. In der linken Totlage wird dann die Treibstoffzuleitung 19 freigegeben, durch die, da in der linken Totlage über dem Kolben 22 ein Unterdruck herrscht, der Treibstoff aus einem Vorratsbehälter angesaugt wird. Der Treibstoffpumpenzylinder 20 ist durch die Zwischenwand 17 in einen Saugraum (links) und in einen Druckraum 12 (rechts) unterteilt. In der Zwischenwand 17 ist zentral eine Bohrung 18 angeordnet, die durch das Rückschlagventil 16 abgeschlossen werden kann. In der Brennstoffvorkammer 12 kann der überdruck des durch den Kolben 22 hineingepreßten Treibstoffes durch den zusätzlichen Kolben 13, die Druckfeder 51 und die Regulierschraube 15, auf der der Federteller 14 abgestützt ist, so eingeregelt werden, daß die Einspritzung des Treibstoffes durch die Zerstäuberdüse 10 sich über einen kürzeren oder über einen längeren Zeitabschnitt erstreckt, also in ,gewünschter Form erfolgt. Da der Kern 24 des Solenoides 23 beim Schließen des Spulenstromkreises das Treiböl schlagartig durch die Öffnung 18 in die Brennstoffvorkammer 12 preßt, ist dieser Druckausgleich, durch den federbelasteten überd@ruckk-olben 13 erforderlich. Für den Betrieb der Brennkraftmaschine können auch mehrere der beschriebenen Brennstoffpumpen gleichzeitig zur Anwendung gelangen, wobei eine der Pumpen den Brennstoff und eine weitere z. B. einen synthetischen Sauerstoffträger zuführt.
  • Zur Ausführung leichterer Schläge kann auch ohne Brennstoffzufuhr gearbeitet werden. Das Solenoid 2 bewegt hierbei, den Anker 3 und damit auch die Kolbenstange, 5 und den Kolben 4 entgegen der eigentlichen Arbeitsrichtung zunächst in .die rechte Endstellung, verdichtet hierbei in dem Zylinder 1 die Luft und speichert dadurch vorübergehend die kinetische Energie des Rückhubes, so daß sie für den Arbeitshub mitausgenutzt werden kann. Nach Erreichen der rechten Endstellung wird dann durch geeignete elektrische Steuereinrichtungen, die zweckmäßig in bekannter Weise in Abhängigkeit von der Bewegung der Kolhenstan.ge gebracht werden, der Strom in de-in Solenoid 2 in seiner Richturig so umgekehrt, daß der Anker 3 in der Arbeitsrichtung (in der Abbildung nach links) beschleunigt wird, wobei sich die kinetischen Energien des Rückhubes und des Arbeitshubes summieren.
  • Zur Steigerung der Schlagleistung werden dann in vorstehend bereits beschriebener Weise der Brennkammer 9 genau dosierte Mengen fester, gasförmiger oder flüssiger Treibstoffe zugeführt. Diese Zuführung erfolgt in der Regel periodisch, sie kann jedoch auch in einer Einzeldosierung vorgenommen werden.
  • Um die Brennkraftmaschine als Antrieb in der eingangs erwähnten Weise zu verwenden, wird sie entweder als selbständige Arbeitsmaschine eingesetzt, z. B. zum Hereingewinnen von Kohle, oder ihr Zylin der 1 wird in dem Gestell einer liegenden oder stehenden Presse, einem Bügel, einer Stampframme od. dgl. verankert. Die Fortsetzung der Kolbenstange 5, also der Kern 3, wird hierbei Träger des Werkzeuges, eines Werkzeugteiles od. dgl., er kann für bestimmte Zwecke auch als Hammerbär ausgebildet sein. Kolbenstange 5 und Kern 3 können auch zur Verwertung der Abgase, z. B. zum Ausblasen von Bohrungen u. dgl., mit einer Längsbohrung versehen werden.
  • Ein weiteres Beispiel einer Brennkraftmaschine nach dem Erfindungsgedanken, die hinsichtlich ihrer Wirkung ähnlich wie bereits beschrieben arbeitet, zeigt die Abb. 2. Um gleich. große Kräfte beim Vor- und Rückhub des Kolbens und der Kolbenstange zu erwirken, ist hier die Brennkraftmaschine doppelt wirkend ausgebildet. Der Kolben 4 wird von der Kolbenstange 5 getragen und ist in dem Zylinder 1 geführt, der beiderseitig Deckel mit den Stopfbüchsen 28 und 28' trägt. Beiderseits des Zylinders 1 sind weiterhin die Solenoide 2 und 2' mit den Stromzuführungen 7 und 8 sowie 7' und 8' angeordnet. Die Kerne 3 dieser Solenoide sind, wie dies in der Abb. 1 bereits gezeigt, durch ein Zwischenstück 6 gegenüber der Kolbenstange 5 magnetisch isoliert. Die Befestigung der ;Magnetspulen 2 ,und 2' auf den Zylinderdeckeln erfolgt mittels mehrerer Distanzbolzen 27 und 27', die zwischen Spulengehäuse und Zylinderdeckel einen Zwischenraum schaffen, der es gestattet, die für den wärmetechnischen Prozeß erforderlichen Steuereinrichtungen unterzubringen, z. B. die Brennstoffeinspritzdüsen 10 und 10', die über die Zuleitungen 11 und 11' gespeist werden. Die in dem Zylinder 1 vor und hinter dem Kolben 4 vorhandenen Brennkammern sind in der Abbildung mit 9 und 9' bezeichnet. Die Wirkungsweise der doppelt wirkenden Brennkraftmaschine ist nun ähnlich wie bereits beschrieben, nur daß die Solenoi,de 2 und 2' .durch eine Schaltwalze so gesteuert werden müssen, daß sich auch hier die magnetischen und thermischen Wirkungen summieren.
  • Die Abb. 3 veranschaulicht eine ebenfalls magnetisch gesteuerte Arretiervorri.chtung für den Kolben bzw. die Kolbenstange nach erfolgter Verdichtung der Luft. Diese Einrichtung ist vorzugsweise vorgesehen für Einzelschläge. Die Kolbenstange oder der Kern 3 ist mit einer Einkerbung 29 versehen, in die nach vollzogenem Rückhub (Verdichtung der Luft, Spannen der Zugfeder) ein radial angeordneter :und in dem Deckel 30 sowie dem Gehäuse 35 geführter Stößel 31 mit einer Schneide 32 unter Wirkung der Druckfeder 34 einrasten kann. In den Stößel 31 ist nun eine Aussparung33 eingearbeitet, deren eine innere Seitenwand im Sinne der Abbildung geneigt ist. In diese Aussparung 33 kann nun bei Betätigung des Hilf ssolenoides 37, das durch die beiden Winkel 40 mit dem Arbeitszylinder 1 verbunden ist und das die Zuleitungen 38 und 39 trägt, dessen .mit einer Abschrägung versehener Kern 36 eindringen, wobei durch die hierbei. auftretende Keilwirkung der Stößel 31 so angehoben wird, d-aß er aus der Kerbe 29 ausrastet und die Kolbenstange freigibt. Da der Kern 36 schlagartig beim Einschalten des Stromes den Stößel 33 verschiebt, erfolgt die Freigabe .der gespeicherten Energie des Rückhubes in einem sehr kurzen Zeitabschnitt. Die elektromagnetische Steuerung der Arretierung bietet besondere Vorteile, da hierdurch leicht eine Synchronisierung mit der ebenfalls magnetisch gesteuerten Brennstoffeinspritzung und den Wirkungen der Solenoide erreicht werden kann. Die Kraftwirkung der Solenoide kann bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen noch durch zusätzliche Anordnung von äußeren Ankerteilen 44 und 44' nach den Abb. 4 und 5 gesteigert werden, die mantelförmig geschlossen oder in Abschnitten die Magnetspulen 2 umhüllen. Die äußeren Ankerteile 44 und 44' tragen als Führung bei ihrer Längsbewegung und zur Übertragung dieser Bewegung Zahnstangen 43 und 43', die mit den Zahnrädern 41 und 41' in ständigem Eingriff stehen. Die Drehachsen dieser Zahnräder sind in den mit dem Solenoidgehäuse 45 starr verbundenen Böcken 42 und 42' gelagert. Der innere Ankerteil, der Kern 3, trägt ebenfalls beiderseitig die Verzahnungen 52, die mit 41 und 41' gleichfalls im Eingriff stehen. Da einerseits bei einem Stromimpuls entsprechend dem magnetischen Kraftlinienfluß der innere Ankerteil 3 (Kern) und die äußeren Ankerteile 43 und 43' (Mantel) gegenläufige Bewegungen ausführen und andererseits durch die Zahnstangen und Zahnräder ein Bewegungsschluß herbeigeführt wird, läßt sich die Gesamtwirkung des Solenoides entsprechend steigern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Als Antrieb von Bearbeitungswerkzeugen dienende kurbel- und schwungradlose Brennkraftmaschine mit frei fliegendem Arbeitskolben, dessen Kolbenstange gleichzeitig den Kern eines oder mehrerer Solenoide bildet, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst der Rückhub des Kolbens durch Einwirkung elektromagnetischer Kräfte bei gleichzeitiger Kompression des Arbeitsmittels im Verbrennungsraum erfolgt und anschließend der Arbeitsbub durch Verbrennung fester, vergaster, gasförmiger oder flüssiger Treibmittel durchgeführt wird, wobei auf den Arbeitskolben zusätzlich in Richtung seiner Arbeitsbewegung elektromagnetische Kräfte ausgeübt werden. z. Brennkraftmaschine nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausführung von Einzelschlägen mit größerem zeitlichem Abstand nach unter Einwirkung von elektromagnetischen Kräften vollzogenem Rückhub die hierbei in Kompressionsarbeit umgewandelte kinetische Energie durch Arretierung des Kolbens bis zum Zeitpunkt des Schlages ,gespeichert bleibt. 3. Brennkraftmasch.ine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steigerung der elektromagnetischen Wirkung der Solenoide diese mit einem inneren und äußeren Anker ausgerüstet werden, von denen der innere von der Kolbenstange und der äußere von einem teilweise oder ganz die :Magnetspule umschließenden Mantel aus magnetisierbarem Material gebildet wird, die durch Zahnstangen und ein Umkehrzahnrad mit ortsfester Drehachse bewegungsschlüssig miteinander verbunden sind und bei einem Stromstoß im magnetischen Kraftlinienfeld gegenläufige Bewegungen ausführen. 4. Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung oder Einspritzung der Treibmittel sowie der natürlichen oder synthetisch hergestellten Sauerstoffträger in die Verbrennungskammer durch einen elektromagnetisch angetriebenen Kolben erfolgt, wobei durch Steuerung des Elektromagneten die zugeführte Menge und die Zuführungsgeschwindigkeit geregelt werden kann. 5. Bnennkraftmaschine nach den Ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung besonderer Wirkungen, z. B. langer Kolbenwege während des gleichen Arbeitshubes, die Zuführung oder Einspritzung von Treibmitteln sowie von natürlichen oder synthetisch hergestellten Sauerstoffträgern in den Verbrennungsraum mehrfach erfolgt. 6. Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur zeitlichen Dehnung des unter elektromagnetischer Schlagwirkung stehenden Einspritzvorganges von flüssigem Treibstoff und Sauerstoffträgern diese zunächst in eine mit einem Rückschlagventil ausgerüstete Brennstoffvorkammer mit unter regelbarer Federkraft stehenden Kolben hineingepreßt werden. 7. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 und 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie doppelt wirkend ausgebildet ist und die Solenoide beiderseits des Verbrennungszylinders angeordnet sind. B. B:rennkraftmaschine nach den Ansprüchen 1 und 2 sowie 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Solenoide innerhalb des Kolbenkörpers angeordnet sind, wobei der Zylindermantel als Ankerteil wirkt, während die Stromzuführung durch die hin- und hergehende Kolbenstange erfolgt. 9. Brennkraftmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Solenoide innerhalb eines ortsfesten Kolbenkörpers angeordnet sind und der Verbrennungszylinder als beweglicher Anker arbeitet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 83 391, 692 581, 750440.
DEO1543A 1951-04-10 1951-04-10 Als Antrieb von Bearbeitungswerkzeugen dienende kurbel- und schwungradlose Brennkraftmaschine mit elektromagnetischer Beeinflussung der Kolbenwege und der Kolbengeschwindigkeit Pending DE1011664B (de)

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