Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Automatisieren von
Montagearbeiten, insbesondere der Anbringung von Aufhängeelemen
ten oder dergleichen, wie Nonius-Abhängern für abgehängte Decken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu
schaffen, die zumindest einen Teil der Montagearbeiten ausführt,
die bisher von Monteuren in zeitaufwendiger und ergonomisch
ungünstiger Handarbeit ausgeführt werden müssen.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung weist ein Transportmodul mit
einem mit einer Energiequelle, z. B. einem Elektromotor,
versehenen Gestell auf, an dem ein senkrecht verschiebbarer
Hubschlitten angebracht ist, der einen Querschlitten als
Arbeitsmodul trägt, an dem z. B. ein Lasergerät, das einen
Laserstrahl nach unten auf den Boden oder auch an eine Wand
projiziert, ein Bohrgerät und ein Bolzensetzgerät angebracht
sind, die durch den Querschlitten seitlich verfahrbar sind.
Die Vorrichtung kann manuell vorpositioniert werden, worauf nach
Hochfahren des Hubschlittens die Vorrichtung zwischen Decke und
Boden eingespannt wird, damit die Vorrichtung beim Ausführen der
verschiedenen Arbeitsvorgänge, wie Vorbohren und Setzen der
Abhänger an der Rohdecke, stabil gehalten wird und nicht kippen
kann.
Die Erfindung wird beispielsweise anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung im eingefahrenen
Zustand,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Vorderansicht der Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 4 die Vorrichtung von Fig. 1 im ausgefahrenen Zustand
von der Seite und von vorne,
Fig. 5 ein Transportmodul in einer Seitenansicht, einer
Stirnansicht und einer Draufsicht aus Fig. 1,
Fig. 6 ein Arbeitsmodul, das an dem Transportmodul angebracht
werden kann, aus Fig. 1,
Fig. 7 eine weitere Ausführungsform eines Arbeitsmodus aus Fig. 1 und
Fig. 8 eine Anordnung von Aufrißpunkten auf dem Boden mit
Bewegungsrichtung der Vorrichtung
Fig. 1 bis 3 zeigen eine erste Ausführungsform der Vorrichtung
mit einem Gestell 1, das auf Rädern verfahrbar ist, wobei drei
Räder vorgesehen werden können, von denen eines lenkbar ist. Das
Gestell 1 trägt einen senkrecht angeordneten Ständer 2, der als
Führung für einen Hubschlitten 3 dient, der am unteren Ende mit
einer Kette oder einem Seil 4 verbunden ist, das über eine im
Ständer 2 geführte Rolle 5 zum Gestell 1 verläuft, an dem das
Seil befestigt ist. Die Rolle 5 ist durch einen Zylinder 6
senkrecht im Ständer 2 verschiebbar, wie aus Fig. 1 und 3
hervorgeht. Der Zylinder 6 ist am Gestell 1 befestigt und er wird
von einem Kompressor 7 mit Druckluft versorgt, der auf dem
Hubschlitten 3 angebracht ist. Es ist auch möglich, den Kom
pressor 7 mit elektrischem Antriebsmotor am Gestell 1 anzubringen.
Am Gestell 1 ist ein Bedienungspult 8 angebracht, an dem ein
Hebel 9 für die Höhenverstellung und verschiedene andere
Steuereinrichtungen angebracht sind. Der Hubschlitten 3 trägt
einen in der Vorderansicht U-förmigen Aufbau 25, auf dem bei
diesem Ausführungsbeispiel der Kompressor 7 angebracht ist. Fig.
5 zeigt einen derartigen U-förmigen Aufbau 25. Der Aufbau 25 ist
im oberen Abschnitt mit einem Querträger 11 versehen, der einen
horizontal verfahrbaren Querschlitten 10 eines Arbeitsmoduls
aufnimmt. Bei dem in den Fig. 1 bis 4 wiedergegebenen Aus
führungsbeispiel ist am oberen Ende des U-förmigen Aufbaus an
jedem Schenkel ein Spannzylinder 12 angebracht, mittels dem die
Vorrichtung in der ausgefahrenen Stellung des Hubschlittens an
der bei 13 in Fig. 4 angedeuteten Rohdecke eingespannt werden
kann, damit die am Querschlitten angebrachten Geräte die
erforderlichen Arbeitsvorgänge ausführen können, ohne daß sich
die Vorrichtung verschiebt oder kippt. In Fig. 4 ist der
Spannzylinder 12 in der ein-und ausgefahrenen Stellung wie
dergegeben. Er wird durch den Kompressor 7 mit Druckluft
versorgt. Es können auch am Gestell 1 Spannzylinder 12′ vor
gesehen werden, wie Fig. 5 zeigt, so daß die Vorrichtung zwischen
Decke und Boden mittels dieser Zylinder eingespannt werden kann.
Wenn lediglich am Hubschlitten 3 ein Spannzylinder 12 vorgesehen
wird, wird wenigstens eines der Räder des Gestells 1 mit einer
Blockierung versehen, damit im eingespanntem Zustand das Gestell
nicht bewegt werden kann.
Wie aus der Draufsicht in Fig. 2 ersichtlich ist, trägt ein
Arbeitsmodul mit dem Querschlitten 10 verschiedene Arbeitsgeräte.
Mit 14 ist ein Bohrhammer bezeichnet, der an einer Vorschubein
heit angebracht ist, die am Querschlitten 10 befestigt ist und
mittels eines Druckluftzylinders den Bohrhammer in die Arbeits
stellung schiebt und aus dieser zurückzieht. Mit 16 ist ein
Bolzensetzgerät bezeichnet, das in gleicher Weise an einer
Vorschubeinheit 17 angebracht ist. Mit 18 ist ein Lasergerät
bezeichnet, mittels dem die Vorrichtung an einem am Boden
aufgebrachten Aufrißpunkt ausgerichtet werden kann, wie dies
anhand von Fig. 8 beschrieben wird. Je nach Einsatzart der
Vorrichtung kann an dem Querschlitten 10 auch ein anderes
Arbeitsmodul angebracht werden. Mit 18a ist der Antriebsmotor
für den Querschlitten 10 bezeichnet.
Die anhand der Fig. 1 bis 3 beschriebene Vorrichtung arbeitet wie
folgt.
Bevor die Vorrichtung zum Anbringen von Abhängeelementen an einer
Decke eingesetzt wird, werden auf dem Boden durch x in Fig. 8
wiedergegebene Aufrißpunkte markiert, über denen senkrecht in der
Decke ein Abhänger gesetzt werden soll. Die Vorrichtung wird in
ihre Arbeitsstellung versetzt, indem der Hubschlitten 3 mittels
des Hebels 9 ausgefahren wird. Die Vorrichtung wird längs der in
Linien angeordneten Aufrißpunkte verfahren, wie durch Pfeile
angegeben, wobei die Vorrichtung jeweils grob über einem
Aufrißpunkt x positioniert wird. Dies kann mit einer Art
Zeigestab erfolgen, der an der Vorrichtung angebracht ist und auf
einen Aufrißpunkt ausgerichtet wird.
Hierauf wird z. B. durch Drücken eines Startknopfes auf dem
Bedienungspult 8 die Vorrichtung zwischen Boden und Decke
festgeklemmt. Nach dem Festklemmen der Vorrichtung wird eine
Feinpositionierung in der Weise vorgenommen, daß der vom
Lasergerät 18 auf den Boden projizierte Lichtpunkt 19, der in
Fig. 8 neben einem Aufrißpunkt liegt, auf den Aufrißpunkt in etwa
ausgerichtet wird, indem der Querschlitten 10 verfahren wird, der
durch ein Steuerelement wie einen Joystick oder Taster am
Bedienungspult 8 gesteuert werden kann.
Bei der Feinpositionierung führt das Lasergerät 18 zunächst einen
Nivelliervorgang selbsttätig aus, damit unabhängig von Un
ebenheiten des Rohbodens ein Lichtstrahl senkrecht auf den Boden
projiziert wird. Sobald sich das Lasergerät 18 nivelliert hat,
wird die Nivellierautomatik ausgeschaltet, worauf die Bedienungs
person über die Joystick-Steuerung das Lasergerät 18 auf dem
Querschlitten 10 verfährt, bis der auf den Boden projizierte
Lichtpunkt 19 die Aufrißlinie trifft, wie dies Fig. 8 zeigt. Wenn
hierbei der Lichtpunkt 19 dicht neben dem Aufrißpunkt x auf der
Aufrißlinie liegt, wird dieser Positionierfehler akzeptiert.
Durch erneutes Drücken einer Starttaste wird die vom Laserstrahl
vorgegebene Position einer z. B. im Bedienungspult 8 unterge
brachten Steuereinheit übermittelt, worauf diese das Bohrgerät
14 in die entsprechende Stellung bringt, damit ein Bohrloch in
die Decke eingebracht werden kann. Hierauf wird durch die
Steuerung das Bohrgerät 14 auf dem Querschlitten oder mit dem
Querschlitten 10 weiterbewegt und das Bolzensetzgerät 16 in die
vorherige Position des Bohrgerätes gebracht, damit ein Bolzen in
die Bohrung eingebracht werden kann.
Das Bolzensetzgerät 16 kann mit einem Bolzenmagazin versehen
sein, aus dem automatisch ein Bolzen nach dem Setzen nachgeladen
wird. Bei der dargestellten Ausführungsform kann das Bolzensetz
gerät 16 vom Querschlitten 10 aus abgesenkt werden, während das
Bohrgerät 14 eine Bohrung in der D-ecke einbringt, damit die
Bedienungsperson einen Bolzen und einen Nonius-Abhänger in das
Bolzensetzgerät 16 einsetzen kann, worauf dieses wieder längs
einer nach unten verlängerten Führungsschiene 20 nach oben
verfahren und auf dem Querschlitten 10 oder mit diesem ver
schoben wird, bis es sich an der Stelle befindet, an der zuvor
das Bohrgerät 14 eine Bohrung eingebracht hat. Hierauf tritt das
Bolzensetzgerät 16 in Aktion, das von der Steuereinheit so
gesteuert wird, daß die Positioniervorgänge automatisch ausge
führt werden, wie auch die jeweiligen Arbeitsvorgänge der Geräte
14 und 16.
Nach dem Einsetzen eines Bolzens mit Abhänger werden die
Spannzylinder 12 wieder gelöst, so daß die Bedienungsperson die
Vorrichtung an den nächsten Aufrißpunkt verfahren kann. Während
des sen werden die einzelnen Werkzeuge auf dem Querschlitten in
ihre Ausgangslage zurückbewegt. Das Bolzensetzgerät 16 kann dabei
nach unten in die Beladeposition gefahren werden.
Im Transportzustand, in dem der Hubschlitten auf dem Gestell 1
abgesenkt ist, wie dies Fig. 1 zeigt, kann die Vorrichtung eine
Höhe von ca. 2 Meter haben, wobei der Hubschlitten 3 im Arbeits
zustand auf eine maximale Höhe von beispielsweise 3,2 Meter
ausgefahren werden kann.
Jedes der Werkzeuge 14, 16 ist mit einem eigenen, vorzugsweise
pneumatischen Vorschub versehen, wobei das Bolzensetzgerät 16
auch zusätzlich noch nach unten in die Beladeposition gefahren
werden kann, wenn keine automatische Bolzenzufuhr vorgesehen ist.
Die Vorrichtung ist mit einem nicht dargestellten Kabel für die
Zufuhr elektrischer Energie verbunden, um den elektrischen
Antriebsmotor des Kompressors und die Steuerung mit Energie zu versorgen. Es ist
ein Druckbehälter vorgesehen, von dem aus die Pneumatikzylinder
mit Druckluft versorgt werden.
Die Vorrichtung wird vorzugsweise so aufgebaut, daß sie aus einem
Transportmodul und einem Arbeitsmodul besteht. Das Arbeitsmodul
umfaßt alle Geräte, die für die Ausführung einer Montage
erforderlich sind, während das Transportmodul, das im wesentli
chen aus dem Gestell 1 mit Rädern, dem Ständer 2 mit Bedienungs
pult 8 und Steuereinrichtung sowie dem Hubschlitten 3 bestehen
kann, zum Verfahren des Arbeitsmoduls dient. Hierdurch kann an
einem Transportmodul je nach auszuführenden Arbeiten ein anderes
Arbeitsmodul angebracht werden.
Fig. 5 bis 7 sind Details aus Fig. 1.
Fig. 6 bis 7 zeigen ein Arbeitsmodul. Das Arbeitsmodul
nach Fig. 7 besteht im wesentlichen aus dem mit zwei Querführun
gen versehenen Querschlitten 10 und den daran angebrachten
Geräten. Die Vorschubeinheit 17 des Bolzensetzgerätes 16 ist an
der senkrechten Führungsschiene 20 angebracht, die zum Absenken
des Bolzensetzgerätes in eine Beladeposition nach unten ver
längert ist. Mit 21 ist eine senkrechte Führung für die Vor
schubeinheit des Bohrgerätes 14 bezeichnet. Das Lasergerät 18
kann mit der Vorschubeinheit 15 für das Bohrgerät 14 eine
Baueinheit bilden, die mit der senkrechten Führung 21 auf dem
Querschlitten 10 bzw. mit diesem verschiebbar ist.
Fig. 6 zeigt eine abgewandelte Form eines Arbeitsmoduls mit einer
senkrechten Führung 21 am Hubschlitten 10, der an dem Querträger
11 horizontal verschiebbar ist. Mit 22 ist ein Schutzbügel vor
den Arbeitsgeräten 14, 16 am Arbeitsmodul angebracht.
Am Arbeitsmodul können weitere Einrichtungen vorgesehen werden.
Beispielsweise kann eine Prüfeinheit am Arbeitsmodul angebracht
werden, die die gesetzten Bolzen bzw. die befestigten Abhänger
nach einer vorgegebenen Prüfroutine prüft. Dazu wird an einer
bestimmten Anzahl von gesetzten Abhängern mit einer definierten
Kraft durch die Prüfeinheit gezogen, und gemessen, ob sich der
Abhänger aus dem Bohrloch bewegt. Es kann ein Prüfprotokoll
über die Anzahl der gesetzten Abhänger und die Anzahl der
bestandenen und nicht bestandenen Prüfungen erstellt werden, das
ausgedruckt oder auf einer Diskette aufgezeichnet werden kann.
Nach einer weiteren Ausgestaltung des Transportmoduls kann am
Gestell 1 ein Akku für die erforderliche Energieversorgung
anstelle eines Anschlußkabels vorgesehen werden, wobei auch die
Räder des Gestells 1 angetrieben sein können. Es kann eine
Fernsteuerung am Transportmodul vorgesehen werden, damit die
Vorrichtung durch Fernsteuerung positioniert werden kann.
Nach einer weiteren Ausgestaltung können am Arbeits- oder
Transportmodul Sensoren vorgesehen werden, welche die Gebäudegeo
metrie erfassen und eine automatische Orientierung der Vor
richtung im Raum zulassen. Hierbei kann ein Vergleich von
eingespeicherten Daten aus Bauplänen mit dem tatsächlichen Ist-
Zustand auf der Baustelle erfolgen. Dem Transportmodul kann eine
Fahrstrecke vorgegeben werden oder es kann von der Steuereinheit
eine bestimmte Fahrstrecke ausgegeben werden, so daß eine
manuelle Vorpositionierung, wie sie anhand der Fig. 8 geschildert
wurde, entfällt.
Nach einer weiteren Ausgestaltung kann am Transportmodul eine
Aufrißeinheit angebracht werden, durch die ein bestimmtes Raster
auf dem Boden, an der Decke oder auch an der Wand markiert wird,
wobei die Daten für das Raster vorher in einen Speicher der
Steuereinheit eingegeben worden sind. Die Markierung kann mit
einer bestimmten Farbe ausgeführt werden, so daß das Raster
später von einem anderen Gerät leichter aufgefunden werden kann.
Für die Positionierung des Rasters im Raum werden Rohbautoleran
zen automatisch an einen geeigneten Ort verlegt, zum Beispiel an
die Fensterfront.
Nach einer weiteren Ausgestaltung kann an dem Transportmodul eine
Nivelliereinheit angebracht werden, durch die an vorgegebenen
Stellen des Rohbodens dessen Höhenabweichung vom Sollmaß gemessen
wird. Die Erfassung dieser Rohbodentoleranzen wird dazu ver
wendet, die Höhe der Stützen für einen Doppel- oder Hohlraumboden
zu ermitteln.
Mit der beschriebenen Vorrichtung können nicht nur einzelne
Aufhängeelemente an Wänden oder Decken angebracht werden. Es ist
auch möglich die Vorrichtung so auszugestalten, daß beispiels
weise Gipskartonplatten auf eine vorhandene Unterkonstruktion
mittels der Vorrichtung montiert werden. Hierbei wird eine
entsprechende Hubeinheit für die Gipskartonplatten auf dem
Transportmodul vorgesehen und es können am Arbeitsmodul ver
schwenkbare Werkzeuge angebracht sein, so daß die in den Fig. 1
bis 3 wiedergegebenen Werkzeuge in eine horizontale Lage
verschwenkt werden können, um entsprechende Arbeitsvorgänge an
einer Wand ausführen zu können.
Nach einer weiteren Ausgestaltung kann am Arbeitsmodul auch eine
Reinigungseinheit vorgesehen werden, mittels der die bei der
Montage oder während der Nutzung auftretenden Verschmutzungen an
Decken und Wänden beseitigt werden können.
In Verbindung mit der zuvor beschriebenen Nivelliereinheit kann
an dem Transportmodul auch eine Montageeinheit angebracht werden,
mittels der Stützen für einen Hohlraum- oder Doppelboden auf den
Rohboden befestigt werden entsprechend den von der Nivellier
einheit erhaltenen Daten, wobei zugleich die Daten der Aufriß
einheit verwendet werden, damit die Stützen an den vorgegebenen
Aufrißpunkten befestigt werden. Die Stützen sind entweder in der
Länge verstellbar oder werden vor Ort auf die benötigte Länge
geschnitten.
Es sind verschiedene Abwandlungen der beschriebenen Ausführungs
form möglich. So kann die Spanneinrichtung anstelle der Spann
zylinder 12 auch durch Exzenternocken oder dergleichen ausgebil
det werden, um die Vorrichtung zwischen Boden und Decke ein
zuspannen.
Für die Energieweiterleitung in senkrechter Richtung ist in Fig.
1 eine Energie- bzw. Gliederkette 23 an dem Aufbau 25 vorgesehen,
wobei in der Gliederkette ein Anschlußkabel und/oder pneumatische
Leitungen integriert sein können. Fig. 3 zeigt eine entsprechende
Energiekette 24 für die horizontale Verschiebebewegung.
Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung mit einer
Selbstfahreinheit 30, die zweckmäßigerweise nach Art eines
Kettenfahrzeugs ausgebildet ist, damit Hindernisse am Boden
leichter überwunden werden können. Für die Bedienungsperson ist
eine Plattform 31 am Gestell 1 vorgesehen, die mit seitlich
ausziehbaren Rädern 32 versehen ist, so daß die Standsicherheit
der gesamten Vorrichtung erhöht wird. Die Kettenfahreinheit 30
kann hierbei relativ klein ausgebildet sein, wie sich aus einem
Größenvergleich in Fig. 9 ergibt.
Die Plattform 31 ist höhenverstellbar, wie durch gestrichelte
Linien angedeutet, wobei die Standfläche der Plattform zweckmäßi
gerweise parallel zum Gestell 1 der Vorrichtung weggeklappt
werden kann, so daß sich in Verbindung mit den einziehbaren
Stützrädern 32 ein kompakter Aufbau der Vorrichtung für den
Transport auf der Baustelle ergibt.
Das Transportmodul und das Arbeitsmodul ist jeweils mit einer
gesonderten Steuerung ausgerüstet, die miteinander kommunizieren.
Das Transportmodul ist mit einer Bilderfassung ausgerüstet, so
daß das Fahrzeug einer auf dem Boden angebrachten Linie, wie sie
in Fig. 8 wiedergegeben ist, folgen kann. Hierbei werden
markierte Punkte auf der Linie von der Bilderfassung erkannt,
worauf das Fahrzeug gestoppt wird. Die augenblickliche Position
des Fahrzeugs wird relativ zum markierten Punkt gemessen, wobei
das Meßergebnis an das Arbeitsmodul weitergegeben wird. Hierauf
erfolgt eine Feinpositionierung, die nicht nur in einer Richtung,
z. B. in der Richtung des Querschlittens, sondern auch parallel
und senkrecht zur Bewegungsrichtung des Transportmoduls erfolgen
kann.
Bei der in Fig. 9 wiedergegebenen Vorrichtung kann die Montage
von Deckenelementen teilautomatisch erfolgen, indem die Montage
teile manuell eingelegt werden, worauf das Einbringen selbsttätig
durch die Vorrichtung ausgeführt wird.
Die Werkzeuge, wie Bohrmaschine 14 und Bolzensetzgerät 16, sind
bei der Ausführungsform nach Fig. 9 auf einem Drehteller 33
montiert, so daß die einzelnen Werkzeuge durch eine Drehbewegung
des Drehtellers in die Arbeitsposition gebracht werden. Bei der
dargestellten Ausführungsform liegt die Achse des Drehtellers 33
etwas geneigt von der Bedienungsperson weg. Durch die schräge
Anordnung des Drehtellers 33 kann für alle Werkzeuge nur ein
einziger Vorschub vorgesehen sein, der zweckmäßigerweise in Form
der elektrisch angetriebenen Hubspindel 38 ausgeführt ist.
Es ist möglich, den Drehteller 33 auf einem Querschlitten
anzuordnen. Dadurch können die einzelnen Werkzeuge durch den
Drehteller selbst in Arbeitsposition gebracht werden (Feinposi
tionierung).
Es ist möglich, daß die gesamte Werkzeugeinheit mit Drehteller
33 und Werkzeugen 14, 16 nach unten verschwenkbar an einem
Hubtisch 34 angebracht ist, so daß die Werkzeugeinheit unter die
Oberseite des Hubtisches 34 eingeklappt werden kann, um eine
maximale Höhendifferenz zwischen Transport- und Arbeitsstellung
der Vorrichtung zu erreichen. In der Transportstellung, in der
die Vorrichtung in einem Gebäude z. B. in Aufzügen, durch
Türöffnungen und dgl. transportiert werden muß, werden hierdurch
möglichst kleine Außenabmessungen in Verbindung mit der wegklapp
baren Plattform und den einziehbaren Stützrädern 32 erreicht.
Dagegen soll in der Arbeitsstellung der Vorrichtung eine
möglichst große Arbeitshöhe von beispielsweise 3,5 m erreicht
werden. Hierzu ist der Hubtisch 34, der mit der Werkzeugeinheit
ein Arbeitsmodul darstellt, zwischen Ständern 2 des Trans
portmoduls einfahrbar. Jedoch ist die verschwenkbare Werkzeugein
heit mittlerweile verworfen worden, da sie zu aufwendig ist.
Die maximale Höhendifferenz zwischen Transport- und Arbeits
stellung soll folgendermaßen realisiert werden:
Die Werkzeugeinheit wird von dem Hubtisch getrennt ausgeführt.
Durch manuellen Eingriff (in Verbindung mit einer Abstützung)
wird die Werkzeugeinheit in zwei Stufen nach oben bzw. unten
bewegt.
Für die verschiedenen Verstellbewegungen werden bei der Aus
führungsform nach Fig. 9 nur elektrische Antriebe vorgesehen.
Über der Selbstfahrlafette 30 ist ein Elektromotor 36 mit einer
Spindel angebracht, durch den ein Linearschlitten 37 in Längs
richtung der Vorrichtung verstellbar ist. Hierbei wird mit dem
Gestell 1 und den Ständern 2 auch der Hubtisch 34 in Längs
richtung verstellt (Feinpositionierung). In den Ständern 2 sind
vier elektrisch angetriebene Hubspindeln 38 angebracht, mittels
denen der Hubtisch 34 ein- und ausgefahren werden kann. Zweckmä
ßigerweise werden in den Endstellungen des Hubschlittens
Endschalter an den Hubspindeln vorgesehen, um die Verstell
bewegung des Hubtisches 34 selbsttätig abzuschalten. Die
endgültige Arbeitshöhe wird der vorgegebenen Höhe der Rohdecke
angepaßt.
Die Vorrichtung nach Fig. 9 weist vorzugsweise Neigungssensoren
41 auf, die die Neigung der gesamten Vorrichtung erfassen. Die
Nivellierung der Vorrichtung kann hierbei über die Feinpositio
niereinheiten in Längs- und Querrichtung erfolgen, so daß ein
gesondertes Lasergerät entfallen kann.
Um den Drehteller 33 mit darauf positionierten Werkzeugen ist ein
Schutzschirm 39 angebracht, an dem eine Schutzklappe 40 angelenkt
sein kann, mittels der die Werkzeuge abgedeckt werden können.