DE19716890A1 - Fenstereinheit und Antriebsmotor zum steuerbaren Antrieb von Lamellen der Fenstereinheit - Google Patents
Fenstereinheit und Antriebsmotor zum steuerbaren Antrieb von Lamellen der FenstereinheitInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Fenstereinheit der im
Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Gattung sowie auf einen
Antriebsmotor der im Oberbegriff des Anspruches 8 genannten
Gattung.
Eine Fenstereinheit dieser Gattung ist bereits bekannt. Dabei
sind im Hohlraum eines sogenannten "Doppelfensters" horizontal
angeordnete Jalousie-Lamellen an als Halteelemente dienenden
Seilen aufgehängt, die bis zu einer Abschlußleiste am unteren
Ende der Jalousie, das heißt unterhalb der untersten Lamelle
reichen. Der Antriebsmotor treibt eine Antriebswelle an,
welche mindestens eine Seiltrommel aufweist, auf der die Hal
teseile auf- und von der diese abgewickelt werden können. Der
Stapel der übereinander angeordneten horizontalen Lamellen ist
hierbei aus einer die Fensteröffnung freigebenden Stellung, in
welcher das Lamellenbündel am oberen band der Fenstereinheit
zusammengezogen ist, soweit nach unten absenkbar, daß die ge
samte Fensteröffnung insbesondere durch Schrägstellen der La
mellen verdeckt wird, um den Lichteintritt oder Lichtaustritt
in den Innenraum bzw. Außenraum abzuschatten.
Ein Antriebsmotor der eingangs erwähnten Gattung wird durch
elektrischen Strom gespeist, der entweder als Wechselstrom im
Falle eines Wechselstrommotors oder als Gleichstrom im Falle
eines Gleichstrommotors angelegt wird. Die Bewegung der Lamel
len der Jalousie aus der einen in die andere Stellung wird
durch Stoppschalter gesteuert; stößt ein Teil der Lamellen in
der einen oder anderen Grenzstelle an einen solchen Stopp
schalter an, wird die Stromzufuhr zum Antriebsmotor ein- bzw.
ausgeschaltet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Fenstereinheit
dahingehend zu verbessern, daß auch nicht rechteckförmige Fen
stereinheiten mit innen, das heißt zwischen den Glasscheiben,
angeordneten Lamellen bestückbar sind. Darüber hinaus soll die
Steuerung der Lamellen aus der einen in die andere Stellung - und
in Zwischenstellungen - mit einfachen Mitteln möglichst
automatisch erfolgen können.
Die Erfindung bezüglich der Fenstereinheit ist bezüglich der
im Patentanspruch 1 und des Antriebsmotors im Patentanspruch 8
gekennzeichnet. In weiteren Unteransprüchen sind besonders
bevorzugte Ausbildungsformen beansprucht.
In den Zeichnungen sind gleichfalls besonders bevorzugte Aus
führungsformen schematisch dargestellt; zur Ergänzung dient
die nachfolgende Beschreibung:
Gemäß der Erfindung sind die Lamellen nicht im wesentlichen
horizontal, sondern vielmehr im wesentlichen vertikal so
angeordnet, daß sie durch Halteelemente um eine im wesentli
chen gleichfalls vertikale Schwenkachse verschwenkbar sind.
Verläuft die zur Schwenkachse quer verlaufende Querachse der
Lamellen parallel zu den Fensterscheiben, dann kann durch An
einanderanschlagen oder Überlappen der Ränder benachbarter La
mellen die die Fensteröffnung verdeckende Stellung eingestellt
werden. Werden die Lamellen gegenüber dieser Stellung um etwa
90° verschwenkt, so daß deren Querachse im wesentlichen normal
auf die Ebene der Fensterscheiben verläuft, dann ist ein opti
maler Lichteintritt durch das Fenster möglich und die die Fen
steröffnung im wesentlichen freigebende "Durchsichtstellung"
erreicht.
Die Lamellen und deren Schwenk- oder Drehachse können für Son
derfälle auch unter einem Neigungswinkel α von bis zu 40°
gegenüber der Vertikalen geneigt angeordnet werden.
Durch diese Anordnung und Bewegbarkeit der vertikalen Lamellen
ist es möglich, Fenstereinheiten herzustellen, bei denen die
Fensterscheiben in Aufsicht nicht rechteckförmig, sondern
trapezförmig oder in Rhombusform und/oder im Querschnitt, ins
besondere im Horizontalquerschnitt, kurvenförmig gewölbt
angeordnet sind.
Die errindungsgemäße Lamellenanordnung erlaubt es sogar, nach
außen abgedichtete integrierte Fenster-Baueinheiten herzu
stellen, welche außer den Lamellen und Halteelementen auch den
Antriebsmotor enthalten und bei denen die Fensterscheiben auch
wellenförmigen Ebenen ausgebildet sind. Hierdurch lassen
sich ganz neue architektonisch ansprechende Gebäudefassaden
gestalten.
Nach einer anderen Ausbildung der Erfindung werden anstelle
der für Jalousien üblicherweise verwendeten Gleichstrom- oder
Wechselstrommotoren an sich bereits bekannte Schrittmotoren
verwendet, welche durch elektrische Steuerimpulse steuerbar
sind, so daß je nach Anzahl der Steuerimpulse der Antriebs
motor die Antriebswelle um einen bestimmten Drehwinkel an
treibt. Mit anderen Worten: die in der spanabhebenden Metall
bearbeitung unter Prozessorsteuerung verwendeten Schrittmo
toren werden gemäß der Erfindung zur Steuerung von Fensterja
lousien, also gänzlich andere Zwecke angewendet, ohne daß es
sich um Fenstereinheiten handeln muß, die gemäß dem Patentan
spruch 1 ausgebildet sind. Insofern geht der die Art des An
triebsmotors betreffende Erfindungsteil über den Gegenstand
des Patentanspruchs 1 hinaus, obwohl er insbesondere dort An
wendung findet, da Schrittmotoren klein ausgebildet werden
können und bei der erfindungsgemäßen Fenstereinheit praktisch
nur gewisse Schwenkwinkel und daher Drehwinkel der An
triebswelle für die Halteelemente steuern müssen.
Es empfiehlt sich, wenn der Schrittmotor elektrisch an eine
Steuereinrichtung anschließbar ist, in der ein den Schwenk
winkel der Lamellen entsprechender Steuercode einstellbar ist,
so daß in Abhängigkeit von dem Steuercode eine bestimmte An
zahl von Steuerimpulsen an den Antriebsmotor gelangt und die
Lamellen um den entsprechenden Schwenkwinkei verschwenkt. So
können beispielsweise zehn Zwischenstellungen zwischen der
vollen "Durchsichtstellung" und der vollen "Sperrstellung" der
Lamellenwand eingestellt werden, so daß beispielsweise manuell
der Zwischenwert 5 mit dem entsprechenden Steuercode auswähl
bar ist, wenn die Bedienungsperson eine halbe Abschattung des
Fensters wünscht.
Die Steuereinrichtung kann auch mit einem Rechner versehen
sein, der mit einem Programm programmierbar ist, um in Ab
hängigkeit von IST-Wert-Daten, die insbesondere durch
Lichtsensoren ermittelt werden können, digital einen be
stimmten Steuercode bzw. eine bestimmte Anzahl von Steuerim
pulsen zu erzeugen. Wird beispielsweise in einem Innenraum ein
bestimmter Helligkeitsgrad, der einem bestimmten SOLL-Wert
entspricht, insbesondere durch sich verändernden Sonnenstand
außerhalb des Fensters wesentlich geändert, dann erfaßt ein
Raumsensor im Innenraum den Helligkeits-IST-Wert. Eine davon
abhängige Information wird im Rechner verarbeitet und in Ab
hängigkeit von dem dort gespeicherten Programm zur Ausgabe
desjenigen Steuercodes veranlaßt, welcher die Lamellen dann in
eine solche Stellung verschwenkt, daß der gewünschte Hellig
keits-SOLL-Wert im betreffenden Innenraum wieder erreicht
wird. Auf diese Weise ist eine optimale Helligkeitsregelung
bei Anwendung der Erfindung möglich.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Horizontalquerschnitt durch
einen Raum an der gewölbten Ecke eines Ge
bäudes;
Fig. 2 in Frontansicht eine erfindungsgemäße Fenster
einheit;
Fig. 3 ein Vertikalquerschnitt durch eine erfindungs
gemäße Fenstereinheit;
Fig. 4 ein schematisches Schaltbild zur Steuerung bzw.
Regelung des erfindungsgemäßen Antriebsmotors;
Fig. 5 ein schematisches Schaubild auf einen Aufriß,
der in Abkehr von der erfindungsgemäßen Fen
stereinheit keine vertikalen, sondern horizon
tale Lamellen aufweist, bei der jedoch ein
Schrittmotor als Antriebsmotor zur Anwendung
kommt; und
Fig. 6 eine Frontansicht auf eine Baueinheit in Rhom
busform.
Gemäß Fig. 1 ist ein schematischer Horizontalschnitt durch
einen Innenraum 20 gezeigt, der durch eine gewölbte Außenwand
23 und zwei Innenwände abgeschlossen ist. In der gewölbten
Außenwand 21 befindet sich eine entsprechend kreisbogenförmig
konvex nach außen gewölbte Fenstereinheit mit den beiden aus
Glas bestehenden gewölbten Fensterscheiben 1 und 2, in deren
Zwischenraum 25 eine Anzahl von Lamellen 16 angeordnet ist,
deren Haupterstreckungsrichtung HR (gemäß Fig. 2), verläuft
vertikal, also im Horizontalschnitt von Fig. 1 aus der Zeich
nungsblattebene heraus und in diese hinein verläuft, weshalb
die Dreh- oder Schwenkachse 19 der Lamellen 16 hier auch nur
als Punkt angedeutet ist.
Sobald Sonnenlicht mit der Lichteinfallsrichtung 22 durch die
äußere Fensterscheibe 2 hindurch auf die Lamellen 16 fällt,
wird bei der in Fig. 1 gezeigten Lamellenstellung ein Teil
des Sonnenlichtes hindurchgelassen bzw. bei reflektierenden
gewölbten Innenflächen der Lamellen 16 jedenfalls teilweise in
den Innenraum 20 reflektiert. Dort wird durch einen beispiels
weise an der Innenraumdecke angebrachten Raumsensor 24 ein
IST-Wert der Helligkeit ermittelt.
Bei der Frontalansicht auf eine Fenstereinheit nach Fig. 2
verlaufen die zwischen den Fensterscheiben 1, 2 angeordneten
Lamellen 16 wiederum im wesentlichen vertikal, das heißt mit
einer Haupterstreckungsrichtung HR vertikal. Die Lamellen 16
sind um die Schwenkachsen 19 schwenkbar, von denen eine
Schwenkachse 19 in Fig. 1 in der Mitte eines der mittlere
Lamellen 16 durch einen Punkt angedeutet ist. Bei der Aus
oildungsform von Fig. 2 sind die Fensterscheiben 1, 2 nicht
rechteckförmig, sondern bilden jeweils ein Trapez. Während der
untere Rand im wesentlichen horizontal verläuft, ist der obere
Rand schräg, das heißt unter einem Winkel von hie etwa 30°
gegenüber der Horizontalen geneigt angeordnet. Die zur Dreh- oder
Schwenksteuerung der Lamellen 16 dienenden Aggregate sind
in dem Aufnahmebehälter 3 untergebracht, der sich hinter den
oberen Rändern der Fensterscheiben 1, 2 befindet. Im Aufnahme
behälter 3 ist auch der Antriebsmotor angeordnet, zu dem elek
trische Steuerleitungen 18 von außen zugeführt sind.
Ein schematischer Vertikalschnitt durch eine Fenstereinheit
von Fig. 2 ist in Fig. 3 gezeigt. Der Zwischenraum 25
zwischen den beiden Fensterscheiben 1 und 2 ist durch einen
unteren Abschluß 23 abgedichtet, während oben der Aufnahmebe
hälter 3 für die zum Bewegen der Halteelemente 17, hier von
Halteseilen, dienenden Aggregate mit dem hier nicht gezeigten
Antriebsmotor untergebracht ist. Auch am oberen Abschluß sowie
die Seitenränder der integrierten Baueinheit 30 sind gegen
Eindringen von Wasser und Atmosphärien abgedichtet. Lediglich
die Steuerleitungen 18 führen aus der integrierten Baueinheit
30 nach draußen. Die Saueinheit kann daher komplett mit einem
zur Steuerung der Lamellen 16 erforderlichen mechanischen Bau
teil ausgerüstet und als fertiger Einbausatz - als "Baustein" - an
den Einbauort geliefert und dort eingebaut werden. Es ist
lediglich erforderlich, die elektrische Antriebsenergie über
die elektrischen Steuerleitungen 18 nach der Montage zuzu
führen.
Sofern nach einer besonders bevorzugten Ausbildung der Er
findung ein elektrischer Schrittmotor als Antriebsmotor 11 in
die Baueinheit 30 innerhalb des Aufnahmebehälters 3 eingebaut
ist, wird vorzugsweise die elektrische Schaltung von Fig. 4
angewendet.
Dabei wird durch den Raumsensor 24 ein IST-Wert der Helligkeit
im Innenraum 20 ermittelt und an die Steuereinrichtung 26 und
zwar den Rechner 27 weitergeleitet, der einen Vergleich des
IST-Werts mit einem dort eingespeicherten SOLL-Wert vornimmt
und in Abhängigkeit von der Differenz der beiden Werte einen
bestimmten Steuercode zuordnet, der einerseits eine ent
sprechende Anzahl von insbesondere digitalen Steuerimpulsen 29
an die Steuerleitung 18 weiterleitet. Dabei ist es zusätzlich
möglich, manuell in der Eingabevorrichtung 28 bestimmte
Steuercodes einzustellen oder auszuwählen, das heißt auch
manuell Steuerungen für die Lamellen 16 durchzuführen, so daß
dann die Lamellenstellungen automatisch gesteuert werden.
Insbesondere bei einer Lamellenanordnung gemäß Fig. 1, bei
der sich der Einfallswinkel der Lichteinfallsrichtung 22 in
bezug zur Fenstereinheit, das heißt den Fensterscheiben 1 und
2 ändert, kann auch jede Lamelle 16 einzeln gesteuert werden.
Es ist auch möglich, einige benachbarte Lamellen 16 jeweils zu
einer Lamellengruppe zusammenzufassen und gemeinsam zu
steuern. Die erfindungsgemäße Lamellenanordnung erlaubt daher
vielfältige Möglichkeiten der Helligkeitsregelung in Arbeits- und
Betriebsräumen, darunter Kultur- und Konferenzsälen aber
auch in Privaträumen. Auch Schiffsräume oder Eisenbahnwaggons
sind mit erfindungsgemäßen Fenstereinheiten ausrüstbar.
Bei dem Aufriß auf eine nicht der Erfindung entsprechende Fen
stereinheit gemäß Fig. 5, bei dem einzelne Teile im aus
einandergenommenen Zustand gezeigt sind, wird die erfindungs
gemäße Anwendung eines Schrittmotors für den Antriebsmotor 11
deutlich. Zwischen den hier auseinandergerückten Fensterschei
ben 1 und 2 aus Glas befindet sich ein Rahmensatz mit dem hier
nicht dargestellten unteren Abschluß der Fenstereinheit, den
beiden seitlichen Abstandhaltern 15, welche den unteren Ab
schluß im vorgegebenen Abstand von dem oberen Aufnahmebehälter
3 halten. Von diesem Aufnahmebehälter 3 nach unten vom Rand
abstehende Anschlußstege 14 sind in die Hohlräume der Abstand
halter oben eingesteckt. Die Lamellen 16 sind hier, im Unter
schied zur Erfindung, horizontal angeordnet. Halteseile, die
als Halteelemente 17a dienen, verbinden die untere Abschluß-
leiste 16a des Lamellensatzes, um diese und die darüber
angeordneten nach oben ziehen zu können. Das Verschwenken der
einzelnen Lamellen 16 erfolgt durch die beiden anderen als
Halteelemente 13 dienenden Halteseile, welche auf Seiltrommeln
12 aufgewickelt werden, die ihrerseits durch eine Antriebs
welle 13 angetrieben werden. Den Antrieb besorgt der An
triebsmotor 11, der erfindungsgemäß als Schrittmotor ausge
bildet ist. Stirnseitig ist der rinnenförmige Aufnahmebehälter
3 durch Stirnplatten 9 und 10 an den Enden verschließbar. Bei
dieser Ausbildung sind die elektrischen Anschlußleitungen 18
durch die Stirnplatte 10 nach draußen geleitet.
Oben sind der Aufnahmebehälter 3 durch einen Behälterdeckel 4
und dessen Zugangsöffnungen 7, 8 durch Abdeckplatten 5 und 6
abdeckbar. Der Zutritt durch die Zugangsöffnung 7, 8 erfolgt
zu den Seiltrommeln 12.
Bei der Ausbildungsform von Fig. 6 ist die Fenstereinheit und
sind die Fensterscheiben 1, 2 in Aufsicht, das heißt Frontal
ansicht, in Form eines Rhombus ausgebildet, der oben vom Auf
nahmebehälter 3 abgeschlossen ist, in den ebenfalls die elek
trischen Anschlußleitungen 18 hineinführen. Die gesamte Fen
stereinheit ist als Baueinheit wie ein "Baustein" handhabbar
und nach außen abgedichtet. Die Lamellen 6 verlaufen hier je
doch nicht strikt vertikal, sondern unter dem Neigungswinkel α
von ca. 20° gegenüber der Vertikalen V geneigt. Diesen Nei
gungswinkel α nimmt entsprechend auch die Schwenk- oder Dreh
achse 19 ein. Es empfiehlt sich, sowohl oben als auch unten
eine "Lagerung" der Schwenkachsen 19 und je einen Antrieb zum
Lamellenschwenken anzubringen. Diese sind am oberen und un
teren Rand 16b bevorzugt halbkreisförmig oder anderweitig ab
gerundet.
Bei dieser Ausbildung mit Rhombusform der Fensterscheiben kann
auch auf die zum Innenraum 20 gewandte Fensterscheibe 2 ver
zichtet werden, falls die Lamellen 16 von dort aus stets frei
zugänglich sein sollen.
Claims (12)
1. Fenstereinheit mit mindestens zwei im Abstand voneinander
angeordneten, insbesondere parallelen, lichtdurchlässigen
Fensterscheiben (1, 2) aus Glas, Kunststoff oder dgl. nicht
durchlässigem Material mit zwischen den Fensterschei
ben (1, 2) nach Art einer Jalousie angeordneten Lamellen
welche zwischen einer die Fensteröffnung im wesent
lichen freigebenden und einer diese im wesentlichen ver
deckenden Stellung bewegbar sind, mit Halteelementen (17, 17a)
für die Lamellen (16) und mit einem Antriebsmotor
11) zum gesteuerten Antrieb der Halteelemente (17),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteelemente (17) derart angeordnet und vom An
triebsmotor (11) steuerbar sind, daß die im wesentlichen
vertikal angeordneten Lamellen (16) je um eine im wesent
lichen vertikale Dreh- oder Schwenkachse (19) im Zwischen
raum (25) zwischen den beiden Fensterscheiben (1, 2)
schwenkbar sind.
2. Fenstereinheit nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fensterscheiben (1, 2) gewölbt sind.
3. Fenstereinheit nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Fensterscheiben (1, 2) je in einer Ebene er
strecken, die sich vertikal geradlinig und horizontal
bogenförmig hinzieht.
4. Fenstereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fensterscheiben (1, 2) am oberen und/oder unteren
Rand zur Bildung eines nicht rechteckförmigen Trapezes
abgeschrägt sind.
5. Fenstereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fensterscheiben (1, 2) eine Rhombus-Form auf
weisen (Fig. 6).
6. Fenstereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine nach außen abgedichtete integrierte Baueinheit (30),
aus der elektrische Anschlußleitungen (18) für den An
triebsmotor herausführen.
7. Fenstereinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkachsen (19) der Lamellen (16) in bezug zur
Vertikalen unter einem Neigungswinkel (α) zwischen 2° und
40° geneigt sind.
8. Fenstereinheit nach Ansprüchen 5 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Innenraum (20) zugewandte Fensterscheibe (2)
fehlt.
9. Antriebsmotor zum steuerbaren Antrieb von Halteelementen
(17) für nach Art einer Jalousie angeordnete Lamellen
(16), die zwischen einer eine Fensteröffnung im wesentli
chen freigebenden und einer diese im wesentlichen ver
deckenden Stellung bewegbar sind, insbesondere zur An
wendung bei einer Fenstereinheit nach einem der vorherge
henden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein durch elektrische Steuerimpulse (29) steuerbarer
Schrittmotor als Antriebsmotor (11) verwendet ist.
10. Antriebsmotor nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schrittmotor elektrisch an eine Steuereinrichtung
(26) anschließbar ist, so daß ein den Schwenkwinkel der
Lamellen (16) entsprechender Steuercode einstellbar ist,
von dem die Anzahl der an den Antriebsmotor (11) abzuge
benden Steuerimpulse (29) abhängt.
11. Antriebsmotor nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (26) einen Rechner (27) auf
weist, der mit einem Programm versehen ist, der in Ab
hängigkeit von durch mindestens einen Sensor (24) ermit
telten IST-Wert-Daten digital einen bestimmten Steuercode
erzeugt bzw. auswählt.
12. Antriebsmotor nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Licht in einem Innenraum (20) erfassender Raum
sensor als Sensor (24) verwendet ist.
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| DE19716890A1 true DE19716890A1 (de) | 1998-11-05 |
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| Country | Link |
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