DE19537190A1 - Vertikaljalousielamelle - Google Patents
VertikaljalousielamelleInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F21—LIGHTING
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- E06B9/26—Lamellar or like blinds, e.g. venetian blinds
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Description
Die Erfindung betrifft Vertikaljalousielamellen sowie aus
solchen Lamellen hergestellte Jalousien.
Vertikaljalousien werden in vielen Fällen aus ästhetischen
Gründen Horizontaljalousien vorgezogen, weil sie im Gesamt
eindruck den im wohnlichen Bereich gebräuchlichen Vorhängen
näher stehen. Sie haben aber auch technische Vorteile, da
sich Staub weniger an senkrechten als auf horizontalen Flä
chen ablagert. Die geringere Neigung zur Verschmutzung
läßt Vertikaljalousien für solche Anwendungen besonders
geeignet erscheinen, wo man eine weitgehende Reflexion des
Lichteinfalls nach außen oder seine gezielte Reflexion nach
innen anstrebt, die nach Möglichkeit nicht durch Ver
schmutzung beeinträchtigt werden soll. Weitere Vorteile
ergeben sich für Vertikaljalousien an Fensterflächen in
Nordost- oder Nordwestfassaden, weil hier störende direkte
Sonnenstrahlen hauptsächlich sehr flach von einer Seite her
einfallen. Horizontaljalousien müssen unter solchen Bedin
gungen weitgehend geschlossen werden, wodurch der Blick aus
dem Fenster verwehrt und der Raum stark abgedunkelt wird.
Andererseits sind Vertikaljalousien mit dem Nachteil behaf
tet, daß sie eine differenzierte Verschattung nur über die
Breite der Fensteröffnung gestatten. Vielfach besteht je
doch das Bedürfnis, Arbeitsplätze, die zum Zwecke besserer
natürlicher Beleuchtung in Fensternähe eingerichtet sind,
gegen die Blendwirkung direkter Sonnenbestrahlung zu
schützten, ohne den hinteren, weniger gut beleuchteten Teil
des Raums zu stark zu verdunkeln. In solchen Fällen werden
bisher Horizontaljalousien benutzt, weil man dort mit einer
geeigneten Lamellenführung die oberen Lamellen auf einen
anderen Winkel als die unteren Lamellen einstellen kann.
Diese Möglichkeit besteht bei den sich von oben nach unten
erstreckenden Lamellen einer Vertikaljalousie nicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, trotz der genann
ten ungünstigen Voraussetzungen eine Vertikaljalousiela
melle und eine aus einer Vielzahl solcher Lamellen beste
hende Jalousie zur Verfügung zu stellen, die eine Abschir
mung des in Fensternähe gelegenen Raumes bei gleichzeitig
nur verhältnismäßig geringer Verdunkelung des übrigen Rau
mes gestatten.
Vorstehende Aufgabe wird durch eine Vertikaljalousielamelle
gelöst, die im oberen Bereich in stärkerem Maße lichtdurch
lässig ist als im unteren Bereich.
Man gelangt auf diese Weise allein durch die Gestaltung der
Lamellen zu einer Vertikaljalousie, die in ihrer Wirkung
hinsichtlich Blendschutz in Fensternähe bei Aufrechterhal
tung der Raumbeleuchtung durch Tageslicht den mit speziel
len Lamellenführungen ausgerüsteten Horizontaljalousien
entspricht. Ebenso wie bei diesen läßt sich in dem vorzugs
weise etwa bis zur Kopfhöhe der Raumnutzer reichenden unte
ren Bereich eine vollständig oder teilweise geschlossene
Lamellenstellung wählen, so daß die direkte Sonnenstrahlung
mit der Folge von insbesondere bei Bildschirmarbeitsplätzen
unerwünschtem Kontrastlicht und Blendung vermieden wird.
Gleichzeitig kann aber im oberen Bereich der Jalousie Ta
geslicht in den Raum eindringen und die Raumtiefe durch na
türliches Licht beleuchtet werden. Die nahezu blendfreie
Tageslichtbeleuchtung macht eine zusätzliche elektrische
Beleuchtung weitgehend entbehrlich und trägt zur Energie
einsparung bei.
Ein weiterer positiver Effekt der geteilten Vertikaljalou
sielamellen ist der Sichtschutz. Die Jalousien können z. B.
in Banken oder Arztpraxen weiter als bisher geschlossen
werden, um einen Einblick von außen zu erschweren oder zu
verhindern. Die lichtdurchlässige Gestaltung des oberen
Teils der erfindungsgemäßen Lamellen gewährleistet weiter
hin den Einlaß von Tageslicht und sorgt für das Wohlbe
finden der im Raum tätigen Personen, die erst später am
Nachmittag oder Abend die elektrische Beleuchtung einzu
schalten brauchen.
Die vorgeschlagene Vertikaljalousielamelle kann in einer
ersten praktischen Ausführungsform dadurch realisiert wer
den, daß der sie bildende Materialstreifen im oberen Be
reich perforiert, d. h. mit einem großen Loch oder einer
Vielzahl kleiner Löcher oder Schlitze versehen ist, durch
die das Tageslicht auch bei geschlossener Lamellenstellung
in den Raum eindringen kann.
In einer anderen praktischen Ausführungsform besteht die
Vertikaljalousielamelle im oberen Bereich aus einem anderen
oder anders behandelten Materialstreifen als im unteren
Bereich, und die beiden unterschiedlichen Materialstreifen
sind an der Stoßstelle fest miteinander verbunden, z. B.
verschweißt oder verklebt. Bei dieser Variante kann man für
den unteren Bereich der Lamelle ein für Vertikaljalousien
übliches Material verwenden, während für den oberen Teil
der Lamelle beispielsweise ein durchsichtig oder milchglas
artig transparenter Materialstreifen benutzt werden kann.
In weiteren Varianten kann der obere Materialstreifen aus
einer mehr oder weniger großen Zahl von Bändern oder Schnü
ren gebildet sein, und in besonders einfacher Form wird die
erfindungsgemäß vorgeschlagene unterschiedliche Lichtdurch
lässigkeit durch unterschiedliche Farbgebung erzeugt.
Die Erfindung umfaßt sowohl Ausführungen, bei denen die im
oberen und unteren Bereich unterschiedliche Lichtdurchläs
sigkeit durch stärkere Reflexion am weniger durchlässigen
Teil erzeugt wird, als auch solche, bei denen der weniger
lichtdurchlässige Teil das auftreffende Licht stärker ab
sorbiert.
Schließlich läßt sich die erfindungsgemäß angestrebte Wir
kung auch dadurch erreichen, daß der obere Teil der Verti
kaljalousielammellen eine anderen Schließstellung einnehmen
kann als der untere Teil. Zu diesem Zweck kann zwischen dem
oberen und dem unteren Teil eine Gelenkverbindung mit senk
rechter Drehachse oder ein torsionsweicher Zwischenteil
vorgesehen sein. Außerdem braucht man in diesem Fall ge
trennte Lamellensteuerungen für den oberen und unteren Teil
der Lamellen, um z. B. im unteren Bereich der Vertikalja
lousie die Lamellen in eine weitgehend geschlossene Stel
lung zu bringen, aber im oberen Bereich geöffnet zu hal
ten. In einfacher Ausführung kann bei getrennter Lamellen
steuerung der oberen und unteren Enden der Lamellen für de
ren unteren Teil ein verhältnismäßig torsionssteifes Mate
rial und für deren oberen Teil ein verhältnismäßig tor
sionsweiches Material benutzt werden. Auch bei solch einer
Vertikaljalousie kann, während die unteren Lamellenteile
eine geschlossene Stellung einnehmen, zwischen den ver
drillten oberen Lamellenteilen hindurch Tageslicht in den
Raum gelangen.
Zur weiteren Veranschaulichung der Erfindung ist in der
Zeichnung ein Ausführungsbeispiel einer neuen Vertikal
jalousielamelle dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vertikaljalousielamelle in Drauf
sicht auf eine Hauptfläche und
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Wir
kung einer aus Lamellen gemäß Fig. 1
bestehenden Vertikaljalousie.
Die in Fig. 1 gezeigte Lamelle 10 hat einen oberen Teil 12
und einen unteren Teil 14. Die Länge des oberen Teils 12
ist so bemessen, daß sich sein unteres Ende im montierten
Zustand einer aus den Lamellen nach Fig. 1 bestehenden Ver
tikaljalousie 16 nach Fig. 2 etwas über Kopfhöhe befindet.
Der obere Teil 12 der Lamelle 10 besteht aus einem mit ei
ner Vielzahl von Perforationen 18 versehenen Materialstrei
fen 20. Für den unteren Teil 14 der Lamelle 10 wurde im Aus
führungsbeispiel ein ungelochter Materialstreifen 22 ver
wendet, wie er in herkömmlicher Weise zu Herstellung von
Vertikaljalousielamellen benutzt wird. Das obere Ende die
ses Materialstreifens 22 überlappt sich mit dem unteren
Ende des perforierten Materialstreifens 20, und beide
Materialstreifen 20, 22 sind im Überlappungsbereich 24 mit
einander verschweißt. Die hierfür erforderlichen Produkti
onsmittel sind bekannt und meistens bereits vorhanden, weil
die bisher zum Einsatz kommenden Vertikaljalousielamellen
normalerweise an ihrem unteren Ende mit einer Beschwerung
versehen werden, die in eine angeschweißte Lamellentasche
eingelegt wird. Mit dem zum Anschweißen der Lamellentasche
benutzten Werkzeug können ohne weiteres die beiden Materi
alstreifen 20, 22 in beliebiger Höhe miteinander ver
schweißt werden.
Je nach Art der bei 24 miteinander zu verbindenden gleichen
oder verschiedenartigen Materialien, z. B. Kunststoff, Me
tall oder textile Streifen, wird man ein geeignetes Füge
verfahren wählen. Nur beispielhaft seien hier außer Schwei
ßen, Kleben oder Nähen erwähnt.
Die in Fig. 1 bei 26 angedeutete Aufhängung der Vertikal
jalousielamelle kann in herkömmlicher Art und Weise ge
staltet sein und erfolgen. Dasselbe gilt für das Führungs
system, mit dem die Lamellen 10 der Vertikaljalousie 16
längs einer Führungsschiene bewegt und um eine senkrechte
Drehachse zwischen einer geschlossenen und einer offenen
Stellung gedreht werden können. Wenn, wie bereits erwähnt,
der obere Teil 12 und der untere Teil 14 der Lamelle 10 bei
24 nicht z. B. durch eine Schweißnaht fest miteinander ver
bunden sind, sondern der untere Teil 14 über ein Drehgelenk
mit senkrechter Drehachse am oberen Teil 12 hängt, könnte
mittels einer weiteren Lamellenführung, die z. B unauffäl
lig am unteren Ende der Lamelle 10 angreift, für eine wahl
weise unterschiedliche Einstellung der oberen Lamellenteile
12 und der unteren Lamellenteile 14 gesorgt werden.
Bei der schematischen Darstellung in Fig. 2 wurde davon
ausgegangen, daß der unteren Teil 14 der Lamellen 10 bei
geschlossener Stellung das von außen einfallende Sonnen
licht 28 weitgehend reflektiert, während der obere Teil 12
der Lamellen 10, wie bei 30 angedeutet, einen Teil der Son
nenstrahlen 28 in den Innenraum hinein passieren läßt. Die
eindringenden Strahlen 30 sind aber wenigstens in Fenster
nähe, wo sich im Beispielsfall ein Bildschirmarbeitsplatz
32 befindet, über Kopfhöhe und stören daher am Arbeitsplatz
nicht, gewährleisten aber eine natürliche Beleuchtung des
Raumes insgesamt.
Es versteht sich, daß die in Fig. 1 gezeigte Lamelle und
die in Fig. 2 schematisch dargestellte und vorstehend bei
spielhaft beschriebene Vertikaljalousie einerseits im Rah
men des Standes der Technik und andererseits im Rahmen der
einleitend erläuterten Patentansprüche abgewandelt werden
können.
Claims (8)
1. Vertikaljalousielamelle, dadurch gekennzeichnet, daß
sie im oberen Bereich (12) in stärkerem Maße licht
durchlässig ist als im unteren Bereich (14).
2. Vertikaljalousielamelle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß sie im oberen Bereich (12) mit Per
forationen (18) versehen ist.
3. Vertikaljalousielamelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß sie im oberen Bereich (12) aus
einem anderen oder anders behandelten Materialstreifen
(20) besteht als im unteren Bereich (14) und die beiden
unterschiedlichen Materialstreifen (20, 22) an der
Stoßstelle (24) fest miteinander verbunden, z. B. ver
schweißt, sind.
4. Vertikaljalousielamelle, dadurch gekennzeichnet, daß
sie im oberen Bereich andere Reflexionseigenschaften
aufweist als im unteren Bereich.
5. Vertikaljalousielamelle, dadurch gekennzeichnet, daß
sie aus einem oberen und einem unteren Materialstreifen
(20, 22) besteht, die durch ein Gelenk mit senkrechter
Drehachse miteinander verbunden und mit einem oberen
bzw. unteren Wendemechanismus verbindbar sind.
6. Vertikaljalousielamelle, dadurch gekennzeichnet, daß
sie aus einem oberen und einem unteren, jeweils ver
hältnismäßig torsionssteifen Materialstreifen (20, 22)
besteht, die durch ein torsionsweiches Zwischenstück
(24) miteinander verbunden und mit einem oberen bzw.
unteren Wendemechanismus verbindbar sind.
7. Vertikaljalousielamelle, dadurch gekennzeichnet, daß
sie aus einem oberen, verhältnismäßig torsionsweichen
Materialstreifen (20) und einem unteren, gegen Verdril
lung verhältnismäßig steifen Materialstreifen (22) be
steht, die fest miteinander verbunden und mit einem
oberen bzw. unteren Wendemechanismus verbindbar sind.
8. Vertikaljalousie mit Lamellen nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 7.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995137190 DE19537190B4 (de) | 1995-10-06 | 1995-10-06 | Vertikaljalousielamelle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995137190 DE19537190B4 (de) | 1995-10-06 | 1995-10-06 | Vertikaljalousielamelle |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19537190A1 true DE19537190A1 (de) | 1997-04-10 |
| DE19537190B4 DE19537190B4 (de) | 2004-03-25 |
Family
ID=7774149
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995137190 Expired - Fee Related DE19537190B4 (de) | 1995-10-06 | 1995-10-06 | Vertikaljalousielamelle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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Also Published As
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|---|---|
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: HUNTER DOUGLAS INDUSTRIES B.V., ROTTERDAM, NL |
|
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Representative=s name: COHAUSZ DAWIDOWICZ HANNIG & SOZIEN, 40237 DUESSELDORF |
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20120501 |