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DE19716495C1 - Elektrolyt für die elektrolytische Abscheidung von Aluminium und dessen Verwendung - Google Patents

Elektrolyt für die elektrolytische Abscheidung von Aluminium und dessen Verwendung

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DE19716495C1
DE19716495C1 DE19716495A DE19716495A DE19716495C1 DE 19716495 C1 DE19716495 C1 DE 19716495C1 DE 19716495 A DE19716495 A DE 19716495A DE 19716495 A DE19716495 A DE 19716495A DE 19716495 C1 DE19716495 C1 DE 19716495C1
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    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D3/00Electroplating: Baths therefor
    • C25D3/02Electroplating: Baths therefor from solutions
    • C25D3/42Electroplating: Baths therefor from solutions of light metals
    • C25D3/44Aluminium

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  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electroplating And Plating Baths Therefor (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Elektrolyt für die elektrolyti­ sche Hochgeschwindigkeitsabscheidung von Aluminium auf End­ losprodukten, der einen metallorganischen Aluminiumkomplex enthält. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Ver­ wendung dieses Elektrolyten zur Herstellung korrosionsfester und dekorativer Beschichtungen von Endlosprodukten im Durch­ laufverfahren.
Durch die Aluminierung von unedlen Metallen können diese kor­ rosionsfest gemacht werden und mit einer dekorativen Be­ schichtung versehen werden. Diese Beschichtung kann ggf. auch farbig sein. Aluminium wird dabei vorwiegend galvanisch abgeschieden aus Elektrolyten, die eine solche galvanische Abscheidung möglich machen. Hierzu zählen Schmelzflußelektro­ lyte und Elektrolyte, die Aluminiumhalogenide oder Aluminium­ alkylkomplexe enthalten. Im Stand der Technik haben sich Elektrolytsysteme durchgesetzt, die auf Aluminiumalkylkomple­ xen basieren. Diese Aluminiumalkylkomplexe enthalten im all­ gemeinen auch Alkalikomplexverbindungen bzw. Ammoniumkomplex­ verbindungen.
Anfänglich wurden zur galvanischen Aluminiumabscheidung fast ausschließlich Elektrolytlösungen eingesetzt, die den Komplex NaF.2 AlEt3, gelöst in aromatischen Kohlenwasserstoffen wie Toluol oder Xylol, enthielten. Der Nachteil der Elektrolyte war es jedoch, daß sie eine sehr schlechte Streufähigkeit aufwiesen, die sich insbesondere bei der Beschichtung von kompliziert geformten Teilen als Gestellware oder als Trom­ melware nachteilig auswirkte. Diese schlechte Streufähigkeit führt bei großen und kompliziert geformten Teilen mit Ecken und Kanten dazu, daß diese unvollständig und ungleichmäßig beschichtet werden.
Es wurden daher im Laufe der Zeit Elektrolytsysteme einge­ setzt, die anstelle von Natriumhalogeniden Kaliumhalogenide enthielten. Diese weisen ein besseres Streuvermögen auf und besitzen Zusammensetzungen wie KF.2 AlEt3. Die Komplexe be­ sitzen weiterhin eine bessere elektrische Leitfähigkeit als die entsprechenden Komplexe mit Natriumsalzen.
Ein sehr großer Nachteil besteht jedoch darin, daß die Lös­ lichkeit dieser Komplexe in aromatischen Kohlenwasserstoffen, die im allgemeinen als Lösungsmittel verwendet werden, gering ist, so daß die üblichen 3 bis 4 molaren Toluollösungen die­ ser Komplexe bereits bei 60 bis 65°C auskristallisieren. Dies ist für die Aluminierung von Gestellwaren ein großes Problem. Die weitere Verdünnung der Lösung führt dazu, daß die Leitfähigkeit und die Stromdichtebelastbarkeit stark ab­ nimmt und das Beschichtungsverfahren unwirtschaftlich wird.
Auch der Einsatz von Kaliumfluoridkomplexen, die Aluminium­ triisobutyl als Komplexpartner enthalten, konnte diese Pro­ bleme nicht wesentlich beseitigen. Komplexe der Zusammenset­ zung KF.2 Al(iBu)3 besitzen einen wesentlich geringeren Schmelzpunkt von 51 bis 53°C. Dieser liegt niedriger als bei den entsprechenden Ethyl- oder Methylaluminiumkomplexen. Die Isobutylkomplexe kristallisieren auch bei Raumtemperatur bei einer 3 bis 4-molaren Verdünnung in Toluol nicht aus. Ein großer Nachteil dieser Verbindung liegt jedoch in ihrer ge­ ringen Stromdichtebelastbarkeit. Bereits bei niedrigen Strom­ dichten entstehen graue Schichten an den zu beschichtenden Gegenständen und es kommt zu Coabscheidungen von Kalium, was unerwünscht ist.
Die EP-A 0 402 761 und US 4 417 954 beschreiben Methoden des Standes der Technik zur Lösung dieser Probleme. Dazu ist vor­ gesehen, daß bisher verwendete kaliumhaltige Aluminiumtrie­ thylkomplexe mit anderen Aluminiumalkylkomplexen gemischt werden. Derartige Mischungen besitzen geringere Schmelzpunkte als die reinen Aluminiumtriethylkomplexe. Sie besitzen wei­ terhin eine bessere Löslichkeit in aromatischen Kohlenwasser­ stoffen. Als Beimischungen werden beispielsweise genannt Alu­ miniumtriisobutyl und Aluminiumtrimethyl. Die auf diese Weise erzielten Zusammensetzungen sind für die Gestellwarenalumi­ nierung im Hinblick auf elektrische Leitfähigkeit, Löslich­ keit und Streufähigkeit akzeptabel und werden heute im indu­ striellen technischen Maßstab auch eingesetzt.
Auch die EP-A 0 084 816 beschreibt ebenfalls Elektrolyte zur galvanischen Abscheidung von Aluminium in denen Gemische aus Aluminiumalkylkomplexen eingesetzt werden. Gemäß den Beispie­ len dieser Druckschrift werden insbesondere Gemische aus Alu­ miniumtriethyl und Aluminiumisobutyl verwendet.
Derartige Elektrolyte besitzen jedoch den Nachteil, daß sie für eine kontinuierliche Beschichtung von Endlosprodukten wie Drähten, Bändern, Langprofilen oder Röhren nicht geeignet sind. Ein derartiges Verfahren und eine entsprechende Vor­ richtung für eine galvanische Aluminierung von Endlosproduk­ ten wird in der zeitgleich mit dieser Anmeldung eingereichten deutschen Patentanmeldung der Anmelderin beschrieben.
Die bisher zur Verfügung stehenden Elektrolyte zur galvani­ schen Aluminierung besitzen nur eine geringe Stromdichtebe­ lastbarkeit von 0,2 bis maximal 2,0 A/dm2. Bei Überschreitung der für eine spezifische Zusammensetzung maximalen Grenz­ stromdichte entstehen Verbrennungen, rauhe Schichten und un­ erwünschte Coabscheidungen von Kalium. Dies tritt insbesonde­ re bei größeren Zugaben von Aluminiumtriisobutyl auf, wie dies beispielsweise in der EP-A 0 084 816 oder auch der EP-A 0 402 761 vorgesehen ist.
Bisher werden Endlosprodukte wie Draht zum Korrosionsschutz im allgemeinen kontinuierlich beschichtet durch Aufbringen einer Zinkschicht. Dabei wird als Technik das Feuerverzinken eingesetzt. Dieser Korrosionsschutz ist jedoch nicht hochwer­ tig, da sich die Schutzschicht bereits nach kurzer Zeit ver­ ändert und voluminöse weiße Korrosionsprodukte an der Ober­ fläche entstehen, die auf eine Oxidation der aufgebrachten Zinkschicht zurückzuführen sind. Für viele Anwendungen be­ steht ein Bedarf an höherwertigem Korrosionsschutz. Dieser kann mit einer galvanischen Aluminiumbeschichtung erzielt werden. Diese Schicht bleibt im wesentlichen unverändert und bietet daher einen höherwertigen Korrosionsschutz als bei dem bisher verwendeten Verzinken. Voraussetzung für eine wirt­ schaftliche Produktion ist es jedoch, daß die eingesetzten Elektrolyte mit hoher Stromdichte und quantitativer Ausbeute betrieben werden können, hohe Standzeiten aufweisen, billig herzustellen sind und einfach zu warten sind.
Die bisher bekannten Elektrolyte zur galvanischen Aluminiu­ mabscheidung sind für den Einsatz in einem solchen Verfahren nicht geeignet, da die Anforderungen an einen Elektrolyten für die kontinuierliche Beschichtung ganz anders sind als bei der bisher bekannten Gestellwarenaluminierung. Bei der konti­ nuierlichen Beschichtung von Endlosprodukten wie Drähten, Bändern, Langprofilen oder Röhren besitzen die zu beschich­ tenden Teile einfache Geometrien. Es sind fast immer gleiche Elektrodenabstände vorhanden. Die Makrostreufähigkeit des Elektrolyten spielt daher eine untergeordnete Rolle. Im Ge­ gensatz zur Aluminierung von Gestellwaren besteht die Hauptforderung beim Einsatz des Elektrolyten in einer mög­ lichst hohen Abscheidegeschwindigkeit, wobei eine ausreichen­ de Reinheit und eine kompakte Struktur der abgeschiedenen Schicht erreicht werden muß. Dies erfordert weiterhin einen Elektrolyten mit einer hohen Grenzstromdichte.
Die technische Aufgabe der Erfindung war es daher, einen Elektrolyten zur Verfügung zu stellen, der die für eine elek­ trolytische Hochgeschwindigkeitsabscheidung von Aluminium auf Endlosprodukten notwendigen Eigenschaften besitzt, insbeson­ dere eine hohe Abscheidegeschwindigkeit, eine hohe Grenz­ stromdichte, ein Betreiben mit quantitativer Ausbeute ermög­ licht, hohe Standzeiten aufweist, billig herzustellen ist und einfach zu warten ist.
Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Elektrolyten, der einen metallorganischen Aluminiumkomplex der Formel (I)
MF.2 Al(C3H7)3.n AlR3 (I),
enthält, worin M = K, Rb, Cs,
R = eine C3-Alkylgruppe oder ein Gemisch einer C3 und C1-C2-Alkylgruppe ist,
n = 0,1 bis 1 ist,
in einem aromatischen oder aliphatischen Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel.
Eine derartige Elektrolytverbindung ist bisher für die galva­ nische Aluminierung nicht eingesetzt worden und insbesondere für die Gestellaluminierung auch nicht einsetzbar. Als Tri­ propylaluminiumkomplex kann prinzipiell ein Tri-n-propyl­ aluminium oder Triisopropylaluminium eingesetzt werden. Be­ sonders bevorzugt ist jedoch der Einsatz von Tri-n-propyl­ aluminium.
Aus der Formel I ist weiterhin zu entnehmen, daß der erfin­ dungsgemäße Elektrolyt auch Aluminiumalkylzugaben umfaßt, die über den 1 zu 2 Komplex hinaus möglich sind. Es wurde nämlich überraschenderweise gefunden, daß dies zu höheren Werten für die anwendbare Grenzstromdichte führt und die Makrostreufä­ higkeit, die jedoch bei der Hochgeschwindigkeitsabscheidung auf Endlosprodukten nachrangig ist, herabsetzt.
Es ist bevorzugt, daß MF in Formel I KF oder CsF ist. Als weiterer Bestandteil ist gemäß Formel I ein Tripropylalumini­ um im Molverhältnis zu MF = 2 : 1 vorgesehen. Bevorzugt wird Tri-n-propylaluminium eingesetzt. Weiterhin enthält der Elek­ trolyt ein nicht komplexiertes Aluminiumtrialkyl im Molver­ hältnis MF zu AlR3 von 1 : 0,1 bis 1 : 1, wobei hier Tri-n-propyl­ aluminium eingesetzt wird oder Mischungen von Tri-n-propyl­ aluminium mit Triethylaluminium im Verhältnis 1 : 10 bis 10 : 1. Der so zusammengesetzte Elektrolyt wird bevorzugt in einem aromatischen Kohlenwasserstoff wie z. B. Toluol oder Xylol gelöst, wobei bevorzugt 1 bis 4 Mol Lösungsmittel pro Mol MF eingesetzt werden. Als aromatische Kohlenwasserstoffe werden besonders bevorzugt Toluol oder Xylol verwendet.
Weiterhin können geeignete Inhibitoren zugesetzt werden, um eine kompaktere Struktur bei der Abscheidung bei hohen Strom­ dichten zu erzielen. Hierzu werden bevorzugt aromatische oder aliphatische Ether, insbesondere Anisol oder Methyl-t-butyl­ ether eingesetzt.
Ein derartiger Elektrolyt ist geeignet zur Verwendung für ei­ ne elektrolytische Hochgeschwindigkeitsabscheidung von Alumi­ nium auf Endlosprodukten wie Draht, Bändern, Langprofilen oder Röhren. Das Aluminium kann dabei mit hohen Stromdichten von mehr als 2 bis 20 A/dm2 abgeschieden werden.
Die erfindungsgemäße Elektrolytlösung wird in herkömmlicher Weise hergestellt. Dabei wird zunächst in das Lösungsmittel­ gemisch aus Kohlenwasserstoffen und ggf. einem Inhibitor das Metallfluorid gegeben. Danach wird die für die Komplexbildung berechnete Menge der Aluminiumalkylverbindung langsam in kleinen Portionen zugegeben. Nach der Zugabe wird erwärmt und bis zur vollständigen Lösung aller Komponenten gerührt. Die Lösung wird dann auf Raumtemperatur abgekühlt und ist belie­ big lange lagerfähig.
Die erfindungsgemäße Elektrolytlösung ermöglicht es erstmalig eine galvanische Hochgeschwindigkeitsabscheidung durchzufüh­ ren mit Stromdichten über 2 A/dm2. Hierbei werden qualitativ hochwertige Schichten erhalten, es kann mit hohen Stromdich­ ten gearbeitet werden, und der Elektrolyt kann bis zur quan­ titativen Ausbeute betrieben werden. Er weist eine hohe Standzeit auf, ist billig herzustellen und auf einfache Art und Weise zu warten.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläu­ tern.
Beispiel 1 Herstellung der Elektrolytlösung
In einem beheizbaren Rührbehälter wurde unter Argon ein Elek­ trolyt der Zusammensetzung KF.2 Al(C3H7)3.0,3 Al(C3H7)3.0,3 Al(C2H5)3.3 Mol Toluol hergestellt. Hierzu wurde in die mit Argon gefluteten Rührbehälter zuerst die berechnete Menge des Lösungsmittels vorgelegt. Unter intensivem Rühren wurde danach das bei 120°C zuvor getrocknete Kaliumfluorid zugege­ ben. Anschließend wurde die berechnete Menge an Aluminiumtri­ propyl und Aluminiumtriethyl langsam in kleinen Portionen zu­ gegeben. Hierbei erwärmte sich die Lösung auf ca. 80°C. Die Lösung wurde danach bis zur vollständigen Auflösung aller Be­ standteile erwärmt und danach auf Raumtemperatur abgekühlt. Man erhält eine vollständig flüssige klare Lösung.
Beispiel 2
In einem beheizbaren mit einem Glasdeckel versehenen zylin­ drischen Glasgefäß von ca. 3 Liter Inhalt wurden 2 Aluminiu­ manoden von 150×40 mm positioniert. Zwischen beiden Anoden wurde eine zylindrische Kupferkathode von 25 mm Durchmesser und 100 mm Länge über eine drehbare Kathodendurchführung in dem Glasdeckel befestigt.
In oben beschriebenen Gefäß wurde mit einem Elektrolyt der Zusammensetzung KF.2 Al(C3H7)3.0,3 Al(C3H7)3.0,3 Al(C2H5)3.3 Mol Toluol eine Beschichtung durchgeführt. Nach Reinigung der Kathode wurde bei einer Stromdichte von 8 A/dm2 Gleichstrom und 95°C in 7 Minuten eine 11-12 µm dicke, kompakte, hellweiße Aluminiumschicht abgeschieden. Die Katho­ de wurde dabei mit einer Geschwindigkeit von 400 UPM rotiert.
Beispiel 3
Die Elektrolytlösung aus Beispiel 1 wurde aufkonzentriert auf 2,5 Mol Toluol-Verdünnung. Anschließend wurde dem Elektrolyt 0,5 Mol Anisol pro Mol KF zugegeben. In diesem Elektrolyt wurde bei ebenfalls 8 A/dm2 und Umpolstrom eine ca. 12 µm dicke Aluminiumschicht abgeschieden. Die Elektrodenbewegung (Rotation) wurde bei 400 UPM belassen. Die erzeugte Schicht war feinkristallin, hellweiß und halbglänzend.
Beispiel 4
In einer mit Argon gefluteten und mit einem Schleusensystem versehenen Versuchszelle mit ca. 6 Liter Inhalt wurde zwi­ schen 2 Anodenplatten von ca. 150×150 M ein Ring aus 3 mm dickem Stahldraht mit einem Durchmesser von 100 mm beschich­ tet. Als Elektrolyt wurde genommen: KF.2 AlC3H7.0,2 AlC3H7.0,6 AlC2H5.3,5 Toluol. Die Beschichtung wurde durchgeführt bei 6 A/dm2, 100°C und Umpolstrom. Der Elektrolyt wurde wäh­ rend der Beschichtung sehr intensiv bewegt mittels Durchlei­ ten von Argon. Die erzeugte Schicht war ca. 12 µm dick, matt bis seidenmatt, feinkristallin und hellweiß. Die kathodische Ausbeute betrug 99,6%.

Claims (8)

1. Elektrolyt für die elektrolytische Hochgeschwindigkeits­ abscheidung von Aluminium auf Endlosprodukten, enthal­ tend einen metallorganischen Aluminiumkomplex der Formel
MF.2 Al(C3H7)3.n AlR3 (I),
worin M = K, Rb, Cs,
R = eine C3-Alkylgruppe oder ein Gemisch einer C3 und C1-C2-Alkylgruppe ist,
n = 0,1 bis 1 ist,
in einem aromatischen oder aliphatischen Kohlenwasser­ stoff als Lösungsmittel.
2. Elektrolyt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein aromatischer oder aliphatischer Ether als Inhibitor enthalten ist.
3. Elektrolyt nach den Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß R ein Gemisch von C3 und C2-Alkylgruppen im Verhältnis 1 : 10 bis 10 : 1 ist.
4. Elektrolyt nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß Anisol als Inhibitor in einer 0,1-1fachen Menge bezogen auf MF aus Formel (I) enthalten ist.
5. Elektrolyt nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß als Lösungsmittel ein aromatischer Kohlen­ wasserstoff, insbesondere Toluol, enthalten ist.
6. Elektrolyt nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Elektrolyt 1 bis 4 Mol Lösungsmittel pro Mol MF enthält.
7. Verwendung des Elektrolyten nach den Ansprüchen 1 bis 6 für die elektrolytische Hochgeschwindigkeitsabscheidung von Aluminium an Endlosprodukten.
8. Verwendung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Endlosprodukte Draht, Band, Langprofile oder Röhren sind.
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