DE19716427A1 - Müllsammelvorrichtung für Abfälle und Transportmittel mit einer Müllsammelvorrichtung - Google Patents
Müllsammelvorrichtung für Abfälle und Transportmittel mit einer MüllsammelvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung befaßt sich im allgemeinen mit dem Sammeln
und dem Transport von Abfällen. Sie betrifft insbesondere ei
nerseits eine Hausmüll-Sammelvorrichtung für das Einsam
meln und den Transport von Hausabfällen, Sperrmüll und re
cycelbaren Abfällen, deren Beladung entweder durch Vorrats
behälter oder von Hand erfolgt und andererseits auf ein Trans
portmittel, das eine solche Müllsammelvorrichtung umfaßt.
Die Müllsammeleinrichtungen nach dem Stande der Technik
umfassen ein Chassis mit einer Kabine, auf welchem eine Zu
satzeinrichtung angeordnet ist. Die Zusatzeinrichtung setzt
sich aus zwei Hauptteilen zusammen, nämlich einem Sammel
kasten und einer Beschickungseinrichtung.
Der Sammelkasten ist Teil der Ausrüstung, in welcher die ge
sammelten Abfälle gelagert und verdichtet werden.
Die Beschickungseinrichtung bildet den hinteren Teil der Aus
rüstung, die mit dem Sammelkasten verbunden ist und die für
die Entladung der in ihr gelagerten Abfälle geöffnet werden
kann. Diese ist durch zwei Seitenwände begrenzt und umfaßt
an ihrem unteren Teil einen Boden, auf den die Abfälle aufge
laden werden. Ein solcher, normalerweise konkav ausgebilde
ter, Füllboden mündet in eine Beschickungsöffnung für die
Abfälle. Eine in der Beschickungseinrichtung vorgesehene Ver
dichtungsvorrichtung, die zyklisch bewegbare Organe umfaßt,
gestattet die Zuführung der Abfälle durch einen Einlaß des
Sammelkastens und die Verdichtung dieser Abfälle in dem
Sammelkasten.
In der Vergangenheit bestanden die bekannten Verdichtungs
einrichtungen aus Kammbarren. Die Zähne dieser Kammbarren
zerkleinern jedoch die Abfälle. Auch ist eine nachträgliche
Sortierung der zerkleinerten Abfälle besonders langwierig und
schwierig. Beispielsweise sind Glasflaschen oder Plastikbehäl
ter, die in den Füllschacht eingeführt werden, zerbrochen und
die nachträgliche Sortierung der verschiedenen Glasstücke
oder Kunststoffstücke, die auf die Gesamtheit der Abfälle ver
teilt sind, gestaltet sich sehr kompliziert. Ebenso sind sperrige
Abfälle, wie z. B. Elektrohaushaltgeräte, häufig durch die Zähne
eines Kammbarrens durchlöchert und blockieren manchmal die
Bewegung des Kammbarrens in dem Einfüllschacht, was zu
Deformationen der schwer zu reparierenden Einrichtung führt.
Aus diesem Grunde verwendet man Verdichtungssysteme mit
Platten, d. h. ohne Zähne. Diese Systeme, die im allgemeinen
zwei oder drei Platten umfassen, die eine kombinierte, lineare
oder gekrümmte, sequentielle oder oszillierende Bewegung
ausführen, sind mit einem festen Füllschacht verbunden und
dazu berufen, die in dem Füllschacht vorhandenen Abfälle zu
verdichten. Jedoch sind die durch eine heruntergehende Platte
ausgeübten Drücke gegen den Füllschacht beträchtlich und
zwar nicht nur in einer ersten Zone des Zusammenquetschens
der Abfälle, die sich am Eingang des Füllschachtes befinden
und der herabgehenden Bewegung der Platte entgegenwirken,
sondern auch entlang des Füllbodens, wo eine Bahnänderung
angetroffen wird. Diese Systeme unterliegen deshalb einem
frühzeitigen Verschleiß der Schienen und Gelenke, die die Be
wegungsbahnen der Platten ermöglichen sowie des Füllbodens.
Im Hinblick auf die obenstehenden Ausführungen besteht die
Aufgabe der Erfindung darin, mit geringeren Kosten eine Müll
sammelvorrichtung zu schaffen, die ein Andrücken, ein Wei
terfördern und eine Verdichtung der Abfälle ermöglicht und
dabei einen vorzeitigen Verschleiß des Füllbodens vermeidet.
Zur Lösung dieser Aufgabe hat die Erfindung zum Gegenstand
eine Müllsammelvorrichtung für Abfälle, versehen mit einem
Sammelkasten und einer Beschickungseinrichtung, die durch
zwei Seitenwände begrenzt ist und deren Füllboden konkav und
durchgehend ist und in eine Beschickungsöffnung für Abfälle
mündet, wobei die Beschickungseinrichtung ein Organ umfaßt,
welches mittels Antriebsmitteln antreibbar ist, derart, daß sich
das Organ für das Andrücken, Fördern und Verdichten der
Abfälle innerhalb des Sammelkastens auf einer vorgegebenen
Bahn bewegt, der dadurch gekennzeichnet ist, daß das Organ
(16) durch eine Platte gebildet ist und daß die Tangente an die
kinematische Bewegungsbahn sich kontinuierlich entlang des
gesamten Füllbodens ausgehend von einer ersten Position der
Andrückposition für die Abfälle verändert.
Die nachfolgende Beschreibung, welche keine Beschränkung
umfaßt, gestattet ein besseres Verständnis für die Ausführung
der Erfindung.
Sie sollte im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen
gelesen werden, in denen:
Fig. 1 Eine Seitenansicht eines Fahrzeuges gemäß
der Erfindung zeigt;
Fig. 2 Eine Rückansicht eines Fahrzeuges nach der
Erfindung zeigt;
Fig. 3 Eine Seitenansicht einer Arbeitsplatte einer
Müllsammelvorrichtung nach der Erfindung in
der Position beim Andrücken der Abfälle zeigt;
Fig. 4 Eine Seitenansicht einer Arbeitsplatte einer
Müllsammelvorrichtung gemäß der Erfindung
in der Position des Verdichtens der Abfälle
zeigt;
Fig. 5 Eine Seitenansicht der Arbeitsplatte einer
Müllsammelvorrichtung nach der Erfindung in
der Position am Ende des Arbeitszykluses
zeigt.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Transportmittel 1 gemäß der Er
findung dargestellt. Dieses Transportmittel 1 ist ein Lastkraft
wagen mit einer vorderen Fahrerkabine 2 und einem Chassis 3
versehen mit Rädern, auf welchem eine Müllsammelvorrichtung
5 aufruht.
Die Müllsammelvorrichtung 5 setzt sich insbesondere aus ei
nem Sammelkasten 6 und einer Beschickungseinrichtung 7 für
Abfälle 8, die mit dem Sammelkasten 6 verbunden ist.
Die Beschickungseinrichtung 7 ist am hinteren Teil des Last
kraftwagens 1 vorgesehen. Sie ist begrenzt durch zwei Seiten
wände 9 und 10, zumindest einer Trennwand zur Abtrennung
des Sammelkastens 6, durch eine Decke 12 und durch einen
Füllboden 13. Die Seitenwände 9 und 10 sind annähernd verti
kal, die Decke 12 ist üblicherweise flach und der Füllboden 13
ist durchgehend konkav und sein Profil zeigt keine Ecken. Ein
hinterer Rand 14 des Bodens 13 ist praktisch in die Vertikale
hochgezogen und mündet in einer Beladeöffnung 15 für das
Einbringen der Abfälle 8.
Vorteilhafterweise bildet das Profil des hochgezogenen Randes
14 einen Kreisbogen mit einem Krümmungsradius R, das Profil
des Bodenteiles 13, welches dem Rand 14 benachbart ist, bil
det einen Kreisbogen mit dem Krümmungsradius R′ und das
Profil des Bodens 13, welches sich an den beschriebenen Teil
anschließt, ist annähernd geradlinig. Bei einem Beispiel ist R
in der Größenordnung von 500 mm und R′, welches wesentlich
größer als R ist, ist in der Größenordnung von 1.000 mm und
beträgt somit ungefähr das Doppelte. Der Kreisbogen, welcher
den hochgezogenen Rand 14 bildet, entspricht ungefähr einem
Viertelkreis. Auch ist ausgehend von der Tatsache, daß der
Rand 14 praktisch in die Vertikale hochgezogen ist, ein Endteil
dieses Randes 14 praktisch horizontal und zwar am tiefsten
Teil des Bodens 13.
Bei der Erfindung wird ein bewegliches Teil 16 der Beschic
kungseinrichtung 7 durch Antriebsmittel 17 gemäß einer gege
benen Kinematik in Bewegung versetzt.
Das Teil 16 ist durch eine Platte, bespielsweise eine Metall
platte, gebildet, die als alleinige Platte fest mit einem horizon
talen, zylindrischen Rohr 19 verbunden ist, dessen jedes der
beiden Enden gehalten ist, einerseits durch eine Strebe 20, die
an einem Kopf 21 eines Stabilisationslenkers 22 angelenkt ist,
dessen Fuß 23 um eine Achse R1 im oberen Teil der Seiten
wand 9 oder 10 schwenkbar gelagert ist und andererseits
durch einen Kopf 24 einer Kurbel 25. Eine in den Figuren nicht
dargestellte Anti-Torsionsstange kann vorteilhafterweise ent
lang der Achse R1 angeordnet sein, um eine vollständige Ver
bindung der Füße 23 der Stabilisationslenker 22 sicherzustel
len.
Die Antriebsmittel 17 sind durch hydraulische Zylinder gebil
det, die zu beiden Seiten des beweglichen Teiles 16 angeordnet
sind. Ein einziger Zylinder ist in die Fig. 3 bis 5 darge
stellt. Jedoch wird die Müllsammelvorrichtung nach der Erfin
dung in vorteilhafter Weise nur zwei und zwei aufweisen. Der
Mantel 26 eines jeden Zylinders ist um die Achse R2 im oberen
Teil der jeweils zugeordneten Seitenwand 9, 10 schwenkbar
gelagert. Die Kolbenstange 27 eines jeden Zylinders 17 ist mit
einem Kopf 28 verbunden, der fest mit einem Trieblenker 18
und mit dem Fuß der Kurbel 25 verbunden ist. Die Verschiebe
bewegungen der Kolbenstange 27 in dem Mantel 26 des Zylin
ders 17 sind die Quelle für die Rotationsbewegung des Kopfes
28 des Zylinders 17 auf einem Kreis C1 um den Mittelpunkt O.
Es sei bemerkt, daß die Position der Köpfe 28 der beiden Zylin
der 17 gegeneinander versetzt auf dem Kreis C1 sein können.
Die Rotationsbewegung des Kopfes 28 wird währenddessen in
den beiden Fällen durch Zwischenschaltung der Kurbel 25 auf
das Rohr 19 übertragen. Dieses weist eine Rotationsbewegung
auf dem Kreis C2 mit dem Mittelpunkt O auf. Der Schnitt
punkt zwischen der Achse des Rohres 19 und des Kreises C2
ist mit M bezeichnet. Der Winkel α ist der Winkel zwischen der
Horizontalen und der Geraden OM.
Andererseits sind die Trieblenker 18 mit einem Metallstück
verbunden, welches Spuren aufweist, die Sensoren zugeordnet
sind, welche dazu bestimmt sind das Aus- und Einschieben der
Kolbenstangen der Antriebszylinder 17 schrittweise zu steuern.
Tatsächlich ist der Kopf eines jeden Trieblenkers 18, der mit
dem Kopf des Antriebszylinders 17 verbunden ist, mit einem
nicht dargestellten Metallstück verbunden, welches sich zu
beiden Seiten des Kopfes des Lenkers 18 entlang eines Kreis
bogens mit dem Zentrum O entsprechend einem Teil von C1 er
streckt. Dieses Stück weist Ausstanzungen auf, die die kon
zentrischen Spuren bilden. Jede dieser Spuren wird durch in
duktive Sensoren abgetastet, die im wesentlichen entlang dem
Kreis C1 auf verschiedenen Radien, ausgehend vom Mittel
punkt O, angeordnet sind. Wenn ein Sensor eine entsprechende
Spur abtastet, die ihm zugeordnet ist, löst er eine Aktion auf
die Lage der Antriebszylinder aus. Auf diese Art und Weise löst
ein erster Sensor das Ausschieben der Kolbenstange des rech
ten Antriebszylinders 17, ein zweiter Sensor die sogenannte Si
cherheitsphase, während welcher die Kolbenstange der An
triebszylinder manuell gesteuert werden, ein dritter Sensor das
Ausfahren der Kolbenstange des linken Antriebszylinders 17
aus und ein vierter Sensor ist verantwortlich für das Zyklusen
de eines Umlaufs.
Die Platte 16 wird durch das Rohr 19 mitgenommen. Die kine
matische Bahn Γ des unteren Endes der Platte 16 im Inneren
der Beschickungsvorrichtung 17, d. h. die durch das Ende be
schriebene Kurve ist eine Funktion, insbesondere des Durch
messers des Kreises C2, der Höhe der genannten Platte 16 und
derjenigen der Strebe 20 sowie der Position der Achse R1 und
der Länge des Lenkers 22.
In Fig. 3 ist die Platte 16 im wesentlichen vertikal gezeigt und
zwar in der sogenannten Position für das Andrücken der Ab
fälle 8, in welcher das Ende der genannten Platte 16 durch ei
nen Punkt A auf der Bahn r gekennzeichnet ist. Die Tangente
an die Bahn Γ im Punkt A ist mit T(A) bezeichnet.
In dieser Position ist der Winkel α Null und der Punkt A bildet
einen Endpunkt der Bahn Γ bezogen auf die Nähe der Öffnung
15 im wesentlichen auf dem Niveau des oberen Endes des
hochgezogenen Randes 14 des Füllbodens 13. Im Punkt A ist
der Winkel β, welchen der hochgezogene Rand 14 mit der Tan
gente T(A) bildet, ein spitzer Winkel im wesentlichen unter 10°
und vorteilhafterweise geringer, wobei er sogar Null (β = 0) an
nehmen kann. Die Tangente T(A) ist nun im wesentlichen verti
kal.
Andererseits zeigt Fig. 4 die Platte 16 in der sogenannten
Verdichtungsposition, in welcher das Ende der genannten
Platte durch den Punkt X auf der Bahn Γ gekennzeichnet ist.
Die Tangente an die Bahn Γ im Punkte X ist mit T(X) bezeich
net.
In dieser Position beträgt der Winkel α zwischen 0 und unge
fähr 150° und der Punkt X bildet einen Punkt der Bahn Γ un
mittelbar oberhalb des Füllbodens 13. Für jeden auf der Bahn
Γ gelegenen Punkt X ist die Tangente an diesem Punkt einma
lig, d. h. daß man keinen Punkt X auf der Bahn Γ findet, der die
Spitze eines Winkels bildet oder einen Umkehrpunkt bildet und
für welchen man eine linke Halbtangente haben könnte, die
abweichend von einer rechten Halbtangente ist. Auf diese Wei
se variiert die Tangente an der kinematischen Bahn Γ konti
nuierlich und regelmäßig entlang dem Füllboden 13. Im übri
gen ist im Punkte X der Winkel 13, der durch das Profil des
Füllbodens 13 und die Tangente T(X) gebildet ist, ein spitzer
Winkel unterhalb von ungefähr 10° in der Nähe von 0° entlang
dem Boden 13, aber vorteilhafterweise nicht Null.
Schließlich zeigt Fig. 5 die Platte 16 in einer sogenannten
Endposition des Zykluses, in welcher das Ende der Platte 16
durch einen Punkt B auf der Bahn Γ gekennzeichnet ist. In
dieser Position ist der Winkel α in der Größenordnung von
230°.
In der Praxis folgt die kinematische Bahn Γ dem Füllboden 13.
Sie bildet im wesentlichen ein Oval. Dieses Oval wird durch die
ausgeübten Zyklen dauernd im gleichen Sinne beschrieben.
Man rechnet bei einem Beispiel mit zwei bis vier Zyklen/Min.
Im Verlaufe eines Zykluses werden die Abfälle 8 auf den Füll
boden durch die Beschickungsöffnung 15, insbesondere ausge
hend von einem schwenkbaren Behälter auf diesen Füllboden
entleert und zwar mit Hilfe einer am hinteren Ende der Be
schickungseinrichtung 7 angeordneten Schwenkvorrichtung.
Diese Operation der Entleerung oder Beladung vollzieht sich
sobald die Ankopplungsposition bestätigt ist und danach wel
che Position die Platte 16 in der Beschickungseinrichtung 7
während der Zuführphase und der Verdichtungsphase der Ab
fälle 8 in dem Sammelkasten 6 haben mag. Tatsächlich können
die Abfälle 8 oberhalb des Querrohres 19 oder zwischen dem
Rohr 19 und dem Rand 14 beispielsweise nach Fig. 4 zuge
führt werden.
Nach der Zuführung ruhen die Abfälle 8 auf dem Boden 13 der
Beschickungseinrichtung 7 wie dies in den Fig. 3 und 5 ge
zeigt ist.
Der Weg AB des unteren Endes der Platte 16 entspricht einer
doppelten Phase der Zuführung und der Verdichtung der ein
geführten Abfälle 8.
Bei A kommt die Platte 16 zur Anlage an die Abfälle 8. Der
Winkel β, vorteilhafterweise Null ist dann gleitend. Daher wer
den die Abfälle 8 nicht auf dem Füllboden 13 zerdrückt, son
dern nur zu dem tiefer gelegenen Teil des konkaven Profils des
Bodens 13 geschoben.
Zwischen A und X folgt die Platte 16 dem konkaven Profil des
Füllbodens 13 und der Winkel β ist in der Nähe von 0°. Jedoch
wächst der Winkel β leicht von A bis X. Bei einem Beispiel ver
ändert sich β von einem Wert von 0° bei A bis auf einen Wert
von 10° bei X, wenn X dem Ende des Bodens in der Nähe der
Trennwand 11 des Sammelkastens 6 zu strebt. Anders ausge
drückt ist die Bewegungsbahn Γ des Endes der Platte 16 am
Füllboden 13 durch Kurve gebildet, die sich vom Boden 13
entfernt. Die Kinematik der Platte 16 in der Beschickungsein
richtung 7 ist daher längs des Füllbodens 13 gegenüber diesem
ausweichend. Darüber hinaus werden die Abfälle 8 zwischen A
und X nach der Anlagephase entlang dem Füllboden 13 ge
schoben ohne gegen diesen Boden 13 gedrückt zu werden. Auf
grund dieser Tatsache ist die Abnützung des Füllbodens 13 be
grenzt. Außerdem ist das im Inneren der Beschickungsein
richtung 1 während der Doppelphase des Zuführens und des
Verdichtens der Abfälle 8 erzeugte Geräuschniveau erheblich
verringert.
Man bemerkt, daß der Winkelversatz zwischen dem Punkt M
und den Köpfen 28 der Antriebszylinder 17 vorzugsweise in der
Größenordnung von 180° liegt. Daher ist die Schubwirkung der
Antriebszylinder 17 am größten während der Verdichtungspha
se der Abfälle 8.
Bei B nimmt die Platte eine hohe Position wieder ein. Dies ist
die sogenannte Wartephase, während welcher man in der Pra
xis die Beladung der Abfälle vornimmt.
Die Strecke BA entspricht einem Zurückführen der Platte 16 im
Hinblick auf eine Anlage an die Abfälle 8 in der Position A. Ein
Teil dieser Strecke kann durch manuelle Steuerung zurückge
legt werden und zwar aus Gründen der Sicherheit im Falle ei
nes offenen Einsammelns, d. h. ohne Schutz an der hinteren
Fläche der Beschickeinrichtung 7.
Bei einem Ausführungsbeispiel für einen Befüllboden von
1,87m Breite, weist die Platte 16 eine Länge von 1,63 m und ei
ne Höhe von 63 cm auf, derart, daß ein geringes Spiel zwischen
den seitlichen Rändern der Platte und den Seitenwänden 9, 10
der Beschickeinrichtung verbleibt.
So wie weiter oben beschrieben, stellt sich die Müllsammelvor
richtung mit einer Beschickeinrichtung 7 und einer Einzel
platte 16 gemäß der Erfindung als eine sehr einfache Konzepti
on dar. Infolgedessen sind die Kosten für den Betrieb und
Wartung einer solchen Müllsammelvorrichtung 5 sehr gering.
Es versteht sich von selbst, daß die Müllsammelvorrichtung 5
nach der Erfindung auf einem vorgegebenen Ort fest abgestellt
oder durch jedes beliebige Transportmittel, das anders als ein
Lastwagen 1 ist, bewegt werden kann. Es ist außerdem selbst
verständlich, daß die weiter oben beschriebene Ausführungs
form einer Müllsammelvorrichtung 5 nicht beschränkt ist und
daß insbesondere Müllsammelvorrichtungen 5 mit Frontbela
dung mittels irgendwelcher Anpassungen, die im Bereich der
Möglichkeiten eines Fachmannes liegen, im Rahmen der Erfin
dung verbleiben.
Claims (10)
1. Müllsammelvorrichtung für Abfälle, versehen mit einem
Sammelkasten und einer Beschickungseinrichtung, die durch
zwei Seitenwände begrenzt ist und deren Füllboden konkav und
durchgehend ist und in eine Beschickungsöffnung für Abfälle
mündet, wobei die Beschickungseinrichtung ein Organ umfaßt,
welches mittels Antriebsmitteln antreibbar ist, derart, daß sich
das Organ für das Andrücken, Fördern und Verdichten der
Abfälle innerhalb des Sammelkastens auf einer vorgegebenen
Bahn bewegt, dadurch gekennzeichnet, daß das Organ (16)
durch eine Platte gebildet ist und daß die Tangente an die ki
nematische Bewegungsbahn (Γ) sich kontinuierlich entlang des
gesamten Füllbodens (13) ausgehend von einer ersten Position
(A) der Andrückposition für die Abfälle (8) verändert.
2. Müllsammelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das bewegbare Organ (16) durch eine einzi
ge Platte gebildet ist.
3. Müllsammelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß die erste Position (A), die An
drückposition für die Abfälle (8) eine in die Nähe der Beschic
kungsöffnung (15) für die Abfälle (8) zurückgeführte Position
ist, die sich praktisch auf dem Niveau eines hochgezogenen
Randes (14) des Füllbodens (13) befindet.
4. Müllsammelvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten, der
Andrückposition (A) für Abfälle (8) ein Winkel (β), den der
hochgezogene Rand (14) mit der Tangente (T(A)) der Bewe
gungsbahn (Γ) in der Position (A), der Andrückposition für die
Abfälle (8) bildet, ein sich stetig verändernder Winkel ist.
5. Müllsammelvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Winkel (β) Null ist.
6. Müllsammelvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die kinematische
Bewegungsbahn (Γ) die durch das Ende des beweglichen Or
gans (16) beschrieben wird, im wesentlichen oval ist.
7. Müllsammelvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kinematik des
beweglichen Organs (16) längs des Füllbodens (13) gegenüber
diesem ausweichend ist.
8. Müllsammelvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmittel
(17, 18) sich aus Antriebszylindern (17) und Trieblenkern (18)
zusammensetzen, wobei die Trieblenker (18) mit einem Metall
stück verbunden sind, welches Spuren aufweist, die Sensoren
zugeordnet sind, welche dazu bestimmt sind das aufeinander
folgende Ausschieben und Einziehen der Kolbenstangen der
Antriebszylinder (17) zu steuern.
9. Müllsammelvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmittel
(17) des beweglichen Organs (16) nur durch zwei Antriebszylin
der gebildet sind, die zu beiden Seiten des beweglichen Organs
(16) angeordnet sind.
10. Transportmittel (1) versehen mit einer Müllsammelvor
richtung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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