DE19714100C1 - Druckluftbetriebene Pumpe - Google Patents
Druckluftbetriebene PumpeInfo
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- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
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Description
Die Erfindung betrifft eine druckluftbetriebene Pumpe mit einer gegen die Kraft einer
Feder betätigbaren Kolbeneinheit aus einem mit Druckluft beaufschlagbaren An
triebskolben sowie einem damit fest verbundenen, das zu fördernde Medium unter
Überdruck setzenden Förderkolben und mit einer gegen die Kraft einer Feder betä
tigbaren Steuereinrichtung aus einem eine Druckluftzuleitung zu einem Zylinder des
Antriebskolbens wahlweise freigebenden bzw. versperrenden Druckluftein- und
-auslaßventil sowie einem damit fest verbundenen Steuerkolben, wobei ein Zylinder
des Steuerkolbens über eine Steuerleitung mit dem Zylinder des Antriebskolbens
verbindbar ist.
Derartige Pumpen sind häufig mit einer hydraulischen und einer pneumatischen
Schubkolbeneinheit ausgestattet, deren im Durchmesser verschieden groß bemes
sene Kolben miteinander verbunden sind. Der mit Druckluft beaufschlagene größere
Pneumatikkolben ist mittels eines Steuerschiebers hin- und herverlagerbar. Der
Steuerschieber weist am Umfang durch radiale Nutenstege mit eingelegten Dicht
ringen voneinander getrennte Ringräume, eine Axialbohrung sowie eine von dieser
abzweigende Radialbohrung auf. Der Steuerschieber verbindet in Abhängigkeit von
seiner Betriebsstellung den Arbeitsraum des Pneumatikkolbens einerseits mit der
Druckluftquelle und andererseits mit der Atmosphäre. Ferner ist ein mit einer Steu
erstange in den Arbeitsraum hineinragender Hilfsschieber endseitig des Arbeits
raumes vorgesehen, der ständig an die Druckluftquelle angeschlossen ist.
Um eine solche, zum Beispiel mit allen zuvor beschriebenen Merkmalen aus der DE 26 26 954 A1
bekannte druckluftbetriebene Hydraulikpumpe zu schaffen, die sowohl
hinsichtlich des mit Druckluft beaufschlagten steuerungsmechanischen Teils als
auch des hydraulischen Arbeitsteils einfacher aufgebaut, problemloser zu fertigen
und weniger störanfällig ist, wird gemäß der DE 26 26 954 A1 vorgeschlagen, daß
der Steuerschieber eine große und eine kleine stirnseitige Wirkfläche aufweist, die
Bestandteil von in eigenen Wirkräumen gleitenden Nutenstegen ist. Von den
Wirkflächen steht die kleine über den Druckluft-Zufuhrkanal ständig mit der Druck
luftquelle in Verbindung. Die große Wirkfläche ist dagegen durch den Hilfsschieber
an die Druckluftquelle und über einen absperrbaren Kanal an die Außenluft an
schließbar. Ferner sind zwei gegen die große und die kleine Wirkfläche abgedichte
te Ringräume am Umfang des Steuerschiebers vorgesehen.
Bei der vorbeschriebenen Pumpe erfordern insbesondere deren Hilfsventile Bautei
le mit aufwendigen Bearbeitungsvorgängen. Dadurch sind die Herstellungskosten
für diese Pumpen relativ hoch. Aber auch hinsichtlich der Lebensdauer wirken sich
bei der bekannten Pumpe die Hilfsventile ebenso wie der Steuerschieber des
Hauptventils negativ aus, da die Dichtungen durch Reibung einem relativ schnellen
Verschleiß ausgesetzt sind.
Aus der DE 27 38 177 A1 ist des weiteren eine strömungsmittelbetriebene hydrauli
sche Pumpe bekannt, bei der mit Hilfe des Kolbens eines Luftmotors ein Stößel ei
ner Hydraulikpumpe antreibbar ist. Zwischen dem Kolben und dem Pumpenstößel
besteht jedoch keine feste Verbindung, vielmehr stützt sich ein verbreiterter Kopf mit
einer abgerundeten sphärischen Lagerfläche des Pumpenstößels auf einer kom
plementär abgerundeten Fläche des Kolbens ab. Außerdem erfolgen die Beauf
schlagung des Arbeitsraums des Kolbens und dessen Entlüftung während des
Rückhubes durch voneinander getrennte Querschnitte, die einerseits mittels eines
Drucklufteinlaßventils und andererseits mittels eines Druckluftauslaßventils ver
schlossen bzw. freigegeben werden. Beide vorgenannten Ventile werden von einem
gemeinsamen Steuerkolben betätigt, der über eine Leitung an den Zylinderraum des
Kolbens im Bereich dessen unteren Totpunkts angeschlossen ist. Das Verschließen
der Druckluftauslaßöffnung und die gleichzeitige Freigabe der Drucklufteinlaßöff
nung erfolgen durch mechanische Betätigung durch den Kolben selbst und zwar,
wenn dieser seine obere Totpunktstellung erreicht. Die vorbeschriebene Pumpe
besitzt einen komplizierten Aufbau und ist aufgrund der Vielzahl der bewegten Teile
einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine druckluftbetriebene Pumpe der ein
gangs beschriebenen Art vorzuschlagen, die sich gegenüber den bekannten gat
tungsgemäßen Pumpen durch einen weiterhin vereinfachten Aufbau auszeichnet
und infolgedessen kostengünstiger herstellbar ist und darüber hinaus eine hohe
Lebensdauer sowie eine geringe Störanfälligkeit aufweist.
Ausgehend von einer druckluftbetriebenen Pumpe der im Oberbegriff des Patentan
spruchs 1 genannten Art, wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die im kenn
zeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Ausgehend von einer Pumpe der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten
Art, wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung aber auch dadurch gelöst, daß die
Steuerleitung über ein kombiniertes Drossel-Sperrventil an nur einem Punkt des
Zylinders des Antriebskolbens so angeschlossen ist, daß in einer Totpunktlage des
Antriebskolbens Druckluft in den Zylinder des Steuerkolbens einleitbar und dadurch
das Druckluftein- und -auslaßventil öffenbar ist.
Mit dem kombinierten Drossel-Sperrventil läßt sich nämlich in einer Totpunktlage
des Antriebskolbens Druckluft in den Zylinder des Steuerkolbens einleiten und da
durch das Druckluftein- und -auslaßventil betätigen. Die Drossel verhindert bei der
Rückwärtsbewegung des Arbeitskolbens einen vorzeitigen Druckabfall im Zylinder
des Steuerkolbens, indem die unter Druck stehende Luft aus diesem nur langsam in
den mit der Umgebung in Verbindung stehenden Raum unterhalb des Arbeitskol
bens austreten kann. Somit wird ein vorzeitiges Umschalten des vom Steuerkolben
bewegten Druckluftein- und -auslaßventils, das heißt, eine Druckbeaufschlagung
der Oberseite des Arbeitskolbens vor Erreichen des oberen Totpunkts vermieden.
Vorzugsweise ist das Druckluftein- und -auslaßventil bei beiden Ausführungsformen
als Sitzventil mit einem weichen Ventilteller ausgeführt. Dadurch ist die Ventilfunkti
onsfähigkeit weder von einem Schmierzustand abhängig, noch unterliegt der Ventil
teller infolge von gleitenden Dichtungen einem Verschleiß. Schließlich kann auch
der Hub des Druckluftein- und -auslaßventils kurz sein, was sich geräuschmindernd
beim Betrieb der erfindungsgemäßen Pumpe auswirkt.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Pumpe ist darin zu sehen, daß für
die Umsteuerung des Druckluftein- und -auslaßventils keine Hilfsventile benötigt
werden. Statt dessen besitzt der Zylinder des Antriebskolbens mindestens eine von
der Dichtung des Antriebskolbens überfahrbare Bohrung für den Anschluß einer
Steuerleitung, welche über ein kostengünstig realisierbares Sperrventil mit dem Zy
linder des Steuerkolbens verbunden ist.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele je einer erfindungsgemäßen
druckluftbetriebenen Pumpe zur Förderung von Flüssigkeiten oder Gasen in einem
Längsschnitt dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 eine Pumpe, bei welcher für den Anschluß der Steuerleitung der
Zylinder des Antriebskolbens mit zwei Bohrungen versehen ist,
und
Fig. 2 eine Pumpe, bei welcher für den Anschluß der Steuerleitung der
Zylinder des Antriebskolbens mit nur einer Bohrung versehen ist.
Übereinstimmend in beiden Ausführungsbeispielen besteht die erfindungsgemäße
Pumpe im wesentlichen aus einem zylindrischen Gehäuse 1. Im unteren Bereich
des Gehäuses 1 ist für das zu fördernde Medium eine Saugleitung 2 mit einem
Rückschlagventil 3 und eine Druckleitung 4 mit einem Rückschlagventil 5 vorgese
hen. Die Saugleitung 2 und die Druckleitung 4 sind durch einen Speicherraum 6
miteinander verbunden, der durch einen Förderkolben 7 unter Überdruck setzbar ist.
Der Förderkolben 7 ist an seinem dem Speicherraum 6 abgewandten Ende mit ei
nem Antriebskolben 8 starr verbunden. Gegen die Wirkung einer Feder 9 ist der
Antriebskolben 8 innerhalb eines Zylinders 10 aus einer oberen Totpunktstellung in
eine untere Totpunktstellung verschiebbar.
Im oberen Bereich des Gehäuses 1 ist stirnseitig eine Drucklufteinlaßleitung 11 vor
gesehen, die mit einer radial angeordneten Druckluftauslaßleitung 12 verbindbar ist.
Die Drucklufteinlaßleitung 11 und die Druckluftauslaßleitung 12 sind wechselweise
durch ein als Sitzventil ausgebildetes Druckluftein- und -auslaßventil 13 absperrbar
und freigebbar.
In der die Druckluftauslaßleitung 12 versperrenden dargestellten Position des
Druckluftein- und -auslaßventils 13 besteht über eine Verbindungsleitung 14 von
der Drucklufteinlaßleitung 11 aus ein Zugang zum Inneren des Zylinders 10, und
zwar zu der Seite des Antriebskolbens 8, die der Feder 9 abgewandt ist. Die Ver
bindungsleitung 14 schafft somit bei entsprechender Position des Druckluftein- und
-auslaßventils 13 eine Verbindung zwischen dem Inneren des Zylinders 10 und der
Atmosphäre.
Mit dem Teller des Druckluftein- und -auslaßventils 13 starr verbunden ist ein durch
eine Feder 15 belasteter Steuerkolben 16, der in einem Zylinder 17 hin- und herbe
wegbar ist.
Auf der der Feder 15 abgewandten Seite des Steuerkolbens 16 ist am Zylinder 17
eine Steuerleitung 18 angeschlossen.
Gemäß dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel gabelt sich die Steuerlei
tung 18 in einen Leitungszweig 19 und einen Leitungszweig 20 mit je einem Rück
schlagventil 21 bzw. 22. Beide Leitungszweige 19 und 20 sind zwischen den beiden
Totpunktlagen des Antriebskolbens 8 am Zylinder 10 angeschlossen.
Die Rückschlagventile 21 und 22 sind so ausgerichtet, daß aus dem Zylinder 10
Druckluft nur über das Rückschlagventil 22 entweichen kann, wenn der Antriebskol
ben 8 die untere Totpunktlage gegen den Druck der Feder 9 erreicht hat. Sodann
gelangt Druckluft über das Rückschlagventil 22 und die Steuerleitung 18 in den Zy
linder 17 des Steuerkolbens 16, der daraufhin gegen die Wirkung der Feder 15 das
Druckluftein- und -auslaßventil 13 aus der in der Zeichnung dargestellten Ver
schlußposition in die entgegengesetzte Öffnungsposition, bezogen auf die Druck
luftauslaßleitung 12, verstellt.
Gemäß dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Steuerleitung 18 an
ein Drossel-Sperrventil 23 angeschlossen, das seinerseits an nur einem Punkt mit
dem Zylinder 10 des Antriebskolbens 8 verbunden ist. Erreicht der Antriebskolben 8
den unteren Totpunkt, so hat er den Punkt überfahren, an dem das Drossel-
Sperrventil 23 angeschlossen ist. Über dieses gelangt infolgedessen Druckluft in
den Zylinder 17 des Steuerkolbens 16. Dadurch wird das Druckluftein- und
-auslaßventil 13 gegen die Wirkung der Feder 15 bewegt und verbindet daraufhin
das Innere des Zylinders 10 mit der Druckluftauslaßleitung 12, wobei zeitgleich die
Drucklufteinlaßleitung 11 durch das Druckluftein- und -auslaßventil 13 abgesperrt
wird.
Der Antriebskolben 8 fährt daraufhin durch die Kraft der Feder 9 in den oberen Tot
punkt zurück. Gleichzeitig kann die in dem Zylinder 10 eingeschlossene Druckluft
über das Drossel-Sperrventil 23 zur Unterseite des Antriebskolbens 8 gelangen und
über eine auch im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 vorgesehene Entlastungsboh
rung 24 in die Atmosphäre entweichen.
Schließlich kehrt das Druckluftein- und -auslaßventil 13 durch die Kraft der Feder 15
in die dargestellte Ausgangsposition zurück.
Claims (2)
1. Druckluftbetriebene Pumpe mit einer gegen die Kraft einer Feder betätigbaren
Kolbeneinheit aus einem mit Druckluft beaufschlagbaren Antriebskolben sowie
einem damit fest verbundenen das zu fördernde Medium unter Überdruck set
zenden Förderkolben und mit einer gegen die Kraft einer Feder betätigbaren
Steuereinrichtung aus einem eine Druckluftzuleitung zu einem Zylinder des
Antriebskolbens wahlweise freigebenden bzw. versperrenden Druckluftein- und
-auslaßventil sowie einem damit fest verbundenen Steuerkolben, wobei
ein Zylinder (17) des Steuerkolbens (16) über eine Steuerleitung (18) mit dem
Zylinder (10) des Antriebskolbens (8) verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerleitung (18) über zwei Leitungszweige (19, 20) mit je einem
Rückschlagventil (21, 22) an den Zylinder (10) des Antriebskolbens (8) ange
schlossen ist, wobei die Leitungszweige (19, 20) an zwei mit axialem Abstand
voneinander angeordneten Punkten des Zylinders (10) des Antriebskolbens
(8) angeschlossen sind und beide Punkte innerhalb der Totpunktpositionen des
Antriebskolbens (8) liegen und über ein Rückschlagventil (21) der Zylinder (17)
des Steuerkolbens (16) und über ein Rückschlagventil (22) der Zylinder (10)
des Antriebskolbens (8) abwechselnd belüftbar sind.
2. Druckluftbetriebene Pumpe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuerleitung (18) über ein kombiniertes Drossel-
Sperrventil (23) an nur einem Punkt des Zylinders (10) des Antriebskolbens (8)
so angeschlossen ist, daß in einer Totpunktlage des Antriebskolbens (8)
Druckluft in den Zylinder (17) des Steuerkolbens (16) einleitbar und dadurch
das Druckluftein- und -auslaßventil (13) öffenbar ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997114100 DE19714100C1 (de) | 1997-04-05 | 1997-04-05 | Druckluftbetriebene Pumpe |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997114100 DE19714100C1 (de) | 1997-04-05 | 1997-04-05 | Druckluftbetriebene Pumpe |
Publications (1)
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| DE19714100C1 true DE19714100C1 (de) | 1998-03-05 |
Family
ID=7825548
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997114100 Expired - Fee Related DE19714100C1 (de) | 1997-04-05 | 1997-04-05 | Druckluftbetriebene Pumpe |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE19714100C1 (de) |
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1997
- 1997-04-05 DE DE1997114100 patent/DE19714100C1/de not_active Expired - Fee Related
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