DE19713618A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Stahlbetonelementen für den Bau von Rad- und Gehwegen - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Stahlbetonelementen für den Bau von Rad- und GehwegenInfo
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-
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- E01C5/00—Pavings made of prefabricated single units
- E01C5/06—Pavings made of prefabricated single units made of units with cement or like binders
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Description
Ein flächendeckendes Radwegenetz ohne Lücken an allen Bundes-, Landes-
und Kreisstraßen hat der Finanzminister des Landes Niedersachsen, der hier zu
Hause und auch Landrat des hiesigen Landkreises ist, in dieser Legislatur
periode (1996-2001) versprochen.
Inzwischen verstärken sich die Forderungen der Gemeinden nach Umsetzung
dieses Programmes, bei dem der Minister die Meßlatte mächtig hoch gelegt
hatte. Jetzt will er aber noch mindestens 100 Kilometer bauen.
Auch das ist Utopie, denn das Geld dafür ist nicht da. Immerhin wurden für
diesen Zeitraum für rund 15 Millionen DM ca. 28 Kilometer Radwege gebaut.
Ein Kilometer kostet etwa 500.000,00 DM. Die Ausbauform galt als "vom
Feinsten", ist aber nicht mehr finanzierbar.
Recht positiv klingt daher die Forderung nach einer "abgespeckten" Version
mit ca. 150.000,00 DM je Kilometer Ausbaukosten (Beide
Ausbaubezeichnungen stammen vom Finanzminister).
Nicht nur Geldprobleme, sondern auch die Ausführungen nach dem bekannten
Stand der Technik bringen erhebliche vorhersehbare Probleme. Diese sind
vorprogrammiert, weil die Radwege durchweg in Asphaltausführung
hergestellt werden, die von den hier massenhaft auftretenden Maulwürfen
unterhöhlt und unterfahren werden. Bei Sonnenbestrahlung sackt der Asphalt
in die Hohlräume, es entstehen Löcher und Rillen, die laufend repariert werden
müssen; ein erheblicher Kostenfaktor.
Auch sind die Fahrbahnränder brüchig und porös, so daß hier Schilf-Rohr-Reith
hindurchwächst, eine allen Beteiligten bekannte Tatsache.
Um mich noch einmal zu informieren, bin ich gestern eine Teilstrecke eines
von mir vor zwei Jahren anteilig gebauten Radwegs abgefahren. Auch hier
zeigten sich in erschreckendem Maße die bekannten Schäden und Mängel, die
jetzt schon dringend behoben werden müßten. Eine kostenintensive Arbeit,
wofür ebenfalls keine Mittel vorhanden sind. Dabei handelt es sich bei diesem
Radweg nicht um einen in "abgespeckter" Form, sondern um einen "vom
Feinsten".
Das heißt:
- 1. Baufeld räumen in 3 m Breite.
- 2. Auskoffern, 2,50 m breit, 0,60 m tief mit Abfuhr.
- 3. Kofferbett mit Vlies (GeoTextil) auslegen.
- 4. Füllsand anliefern und verdichten.
- 5. HO-Schlacke liefern und mit Fertiger einbauen.
- 6. Tragschicht aus Bitukies mit Fertiger einbauen.
- 7. Verschleißschicht aus Bitukies 0 bis 8 mm mit Fertiger einbauen.
- 8. (wahlweise Betonpflaster 20/10/8).
Auch die Sparausführung (betitelt als "abgespeckt") kostet je Kilometer im
Durchschnitt 150.000,00 DM und ist wesentlich reparaturanfälliger, weil sie
nur eine Tragschicht von 8 cm Stärke aus Bitukies 0-32 aufweist.
Werden bis Ende der Legislaturperioden weitere 28 Kilometer Radfahrweg
in der bisherigen Bauausführung hergestellt, so ist schon jetzt abzusehen, daß
der größte Teil der vorhandenen Geldmittel für die Reparatur von ca. 56
Kilometer ausgebauter Radwege benötigt wird. Ein unhaltbarer Zustand.
Wegen der vorhandenen Struktur benötigt gerade Niedersachsen dringend
den Ausbau der Radwege, um die Schulwege sicherer zu gestalten, den
radfahrenden Urlauber zu sichern, sowie den Bewohnern der Randgebiete
die Wege zu den Zentren gefahrloser zu ermöglichen.
Wir brauchen die Gäste, denn über 30% der hiesigen Bevölkerung lebt von
ihnen.
Daher mehr Radwege;
Daher bessere Radwege;
Daher kostengünstigere Radwege;
Daher umweltverträglichere Radwege;
Daher Radwege nach den vorliegenden Plänen.
Daher bessere Radwege;
Daher kostengünstigere Radwege;
Daher umweltverträglichere Radwege;
Daher Radwege nach den vorliegenden Plänen.
Mein Beitrag dazu ist es, die Erfahrung des väterlichen Betriebes, der bereits
1961 die ersten Radwege und Deichsicherungswege baute, einzubringen.
In 1963 bekam er vom Straßenbauamt Aurich den Auftrag zur Herstellung
eines Rad- und Gehweges entlang der Bundesstraße 70 auf einer Länge von
12 Kilometern, wovon ca. sechs Kilometer in Asphaltausführung, der Rest in
Betonausführung hergestellt werden mußte.
Die somit seit immerhin 34 Jahren unter Verkehr liegende Strecke wollten
wir uns ebenfalls ansehen und das Ergebnis in die vorstehende Angelegenheit
mit einbringen.
Wir fuhren die Strecke ab, beginnend bei der Schwarzdecke (ich bat meinen Vater
mitzufahren, denn seine Erfahrungen sind für mich von unschätzbarem Wert). Jede
sichtbare Schadenstelle haben wir eingehend untersucht. Schadenstellen, die durch
Versackungen verursacht und repariert waren. Darunter waren auch Reparatur
flächen von ca. einem Quadratmeter, besonders bei Überwegungen (Landzufahr
ten).
Wir stellten fest, daß in all den Jahren auffallend wenige Reparaturstellen
angefallen waren. Das war mir unerklärlich, bis mein Vater mich darauf
aufmerksam machte, daß diese Strecke von einem breiten Vorflutgraben begleitet
wird. Dieser wird von Maulwürfen gemieden, weil sie ihn nicht queren können.
Somit ist diese Strecke keinen Untergrabungen ausgesetzt und noch sehr gut.
Wir besichtigten anschließend die Strecke in Betonausführung und stellten
nur ganz wenige Reparaturstellen fest. Leider waren die Weichhölzer der
Dehnungsfugen verrottet, hier hatte sich Gras festgesetzt. Außerdem zeigten
ca. die Hälfte der sechs Meter langen Felder venenartige Haarrisse in der
Feldmitte. Hier ist die primäre Ursache darauf zurückzuführen, daß damals
keine Stahlmatten mitverlegt wurden.
Meine fachmännische Beurteilung:
Beide Strecken sind auch weiterhin sehr gut befahrbar, wobei die Asphalt ausführung jährlich ausgebessert werden muß. Die Betonstrecke wird meines Erachtens die nächsten 30 Jahre ohne nennenswerte Reparaturarbeiten überstehen; die Oberfläche ist ohne Nachbehandlungen für die Umgebungsbedingungen bestens tauglich.
Beide Strecken sind auch weiterhin sehr gut befahrbar, wobei die Asphalt ausführung jährlich ausgebessert werden muß. Die Betonstrecke wird meines Erachtens die nächsten 30 Jahre ohne nennenswerte Reparaturarbeiten überstehen; die Oberfläche ist ohne Nachbehandlungen für die Umgebungsbedingungen bestens tauglich.
Der Stand der Technik ist seit Jahren bekannt, hier hat sich in Bezug auf Material
und Verlegetechnik nichts geändert (siehe auch Beschreibung Seite 2 Abs. 5 u. 6).
Die Leistungsverzeichnisse der Ausschreibungen sind programmiert und werden
einfach abgerufen, man nimmt die Folgeschäden als unabwendbar hin. Vor den
jeweiligen Abnahmen werden sie eben repariert.
Diese Probleme sind bei Durchführung der im Patentanspruch aufgeführten
Merkmale und Nachweise restlos behoben.
Vorerst geht aber alles (wie seit zig Jahren gewohnt) so weiter, weil niemand
bereit bzw. in der Lage war die Ärmel hochzukrempeln und die zwingende
Konsequenz auf haltbare, wartungsfreie und kostenoptimierende Standards zu
schaffen.
Die Maulwürfe halten die Beteiligten fest in der Zange. Als dann auch noch die
Gebiets- und Verwaltungsreform geschaffen wurde, entstanden logischerweise bei
allen Kommunen Bauämter mit Bauamtsleitern, Stellvertreter und dergleichen.
Die Arbeitsämter stellten aus Fördermitteln den Kommunen arbeitslose Bauarbei
ter zur Verfügung; und so ausgestattet, spielten diese "Möchtegernunternehmer".
Nun wurden Geräte und Maschinen gekauft, ein Bauhof mußte her, Gebäude und
Hallen waren erforderlich, ein Bauhofsleiter ebenfalls, auch ein Dienstwagen für
ihn, außerdem mußte für die jetzt eingerichteten Reparaturkolonnen Materialien
bestellt und vorgehalten werden, was wiederum Sache der Verwaltung war. Hier
für mußte eine Verwaltungskraft zusätzlich eingestellt werden.
Auch ein Schlosser für die Betreuung und Instandsetzung der Maschinen und
Geräte wurde erforderlich, aber auch der mit dem richtigen Parteibuch aus der
Verwandtschaft oder dem Bekanntenkreis, damit die Vetternwirtschaft und
"Filzokratie" nur ja nicht angehaucht werden.
Die hohe Verschuldung der Kommunen ist zum größten Teil hausgemacht. Die
Politiker müßten doch eigentlich begreifen, daß sie laufend Windeier ins eigene
Nest legen. Sie sollten sich selbst überwinden und zu ökologischem und
ökonomischem Denken zurückkehren. Es hindert sie niemand daran, klüger
geworden zu sein und eigene Gedanken zu entwickeln.
Mein Vater hat seinen 28 Jahre bestehenden Betrieb 1989 aus Krankheitsgründen
aufgegeben. Seitdem bin ich als Straßenbauer in einem Nachbarbetrieb tätig (siehe
Seite 3, Abs. 7). Somit bin ich nach wie vor im Rad- und Gehwegebau mit den
Problemen seit Jahren konfrontiert.
Viele Ausbaustrecken sind nicht direkt beschickbar, so daß die Materialien
umgeschlagen werden müssen. Bei Asphaltdecken ein zusätzliches Problem
(Abkühlung). So verteuern sich die Strecken um das Dreifache gegenüber den
üblicherweise "Vorkopf"-beschickbaren. Diese Probleme sind für mich seit Jahren
eine hohe Belastung, und Vaters Rat war wieder einmal gefragt.
Als im Winter die Arbeiten ruhten, haben Vater und ich das schon lange geplante
Vorhaben auf ein Zehn-Punkte-Programm für den Bau von Rad- und Gehwegen
nach unseren Erfahrungswerten und in engster Anlegung an alle rechtlichen,
gesetzlichen, ökonomischen und ökologischen Richtlinien zu erstellen.
- 1. Es sollte ein Produkt sein, das alle bisherig bekannten Probleme löst.
- 2. Es sollte aus Beton-Fertigteilen bestehen.
- 3. Es sollte die Umwelt weder in der Herstellung noch in der Funktion als Fahrwegeteil belasten.
- 4. Es sollte transportabel sein.
- 5. Es sollte bei Bedarf mit Öffnungen versehen sein, damit Schieber bedient und Schächte über evtl. vorhandenen Ver- und Entsorgungsleitungen bestiegen werden können.
- 6. Es sollten einzelne Elemente bei Reparaturen der evtl. in der Trasse liegenden Leitungen abgehoben und später wieder eingefügt werden können.
- 7. Es sollte für den landwirtschaftlichen Querverkehr und für die Belastung von Räum- und Notdienstfahrzeugen geeignet sein.
- 8. Es sollte absolut wartungsfrei sein.
- 9. Es sollte mindestens fünfzig Jahre haltbar sein.
- 10. Es sollte gänzlich aufnehmbar und wiederverwertbar sein.
Damit war unsere (wenn Sie mir den Ausdruck erlauben) "schöpferische"
Tätigkeit und die Vision, die am Anfang jedes schöpferischen Vorgangs steht,
beendet. Die Vision von dem, was schließlich als fertiges Werk darstehen soll,
mußte umgesetzt werden. Da bekanntlich auch reine Phantasiegebilde visionär
entstehen, bedarf es jeweils der kritischen Vernunft zu beweisen, daß solche
visionären Gebilde auch Realität werden können.
Der gute Wille allein genügt bekanntlich nicht, und so machten wir uns auf den
Weg nach Emden, um eine Produktionsstätte am Hafen (also dort, wo die
Materialien per Schiff gelandet werden) zu finden. Wir konnten feststellen, daß
alle Möglichkeiten vorhanden sind. Es war für uns deprimierend festzustellen, wie
viele Hallen, Gebäude und auch befestigte Flächen in Wassernähe ungenutzt
vorhanden waren. Tausende Quadratmeter Hallen und betonierte Flächen, eine
bedrückende Erkenntnis, jedoch für unser Vorhaben ideal.
Anschließend wurden wir bei dem niedersächsischen Hafenamt vorstellig, wo wir
bereitwillig bedient wurden. Anhand der uns überreichten Pläne können wir uns
jetzt ein für unser Projekt passendes Gelände aussuchen.
Sicherlich ist Ihnen nach meinen vorherigen Ausführungen bewußt, daß ich
erhebliche Mittel investieren muß, um produzieren zu können. Ich könnte
Schiffbruch erleiden, wenn mein neues Produkt Ihrerseits nicht geschützt wird.
Claims (1)
- Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Stahlbetonelementen für den Bau von Rad- und Gehwegen.
Einen Überblick für den Patentanspruch ergeben die in den Anlagen beigefügten Fig. 1-4. Herstellung, Material und die verdeutlichte Verlegetechnik in Verbindung mit der neuartigen Zentrier- und Fugenplatte, sowie die Abdichtung der Dehnungsfuge bringen die seit Jahren längst fällige Nivellierung von Qualität und Kosten (siehe auch Beschreibung). Soweit sich Patent-Nebenansprüche (Unteransprüche) unter Bezugnahme auf die vorstehende Ausführungsart ergeben sollten, erbitte ich einen kurzen Hinweis.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997113618 DE19713618A1 (de) | 1997-04-02 | 1997-04-02 | Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Stahlbetonelementen für den Bau von Rad- und Gehwegen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997113618 DE19713618A1 (de) | 1997-04-02 | 1997-04-02 | Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Stahlbetonelementen für den Bau von Rad- und Gehwegen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19713618A1 true DE19713618A1 (de) | 1997-11-20 |
Family
ID=7825247
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997113618 Ceased DE19713618A1 (de) | 1997-04-02 | 1997-04-02 | Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Stahlbetonelementen für den Bau von Rad- und Gehwegen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19713618A1 (de) |
Citations (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1997
- 1997-04-02 DE DE1997113618 patent/DE19713618A1/de not_active Ceased
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