DE19712684A1 - Anbohrarmatur für vorzugsweise unter Mediendruck stehende Kunststoffrohre - Google Patents
Anbohrarmatur für vorzugsweise unter Mediendruck stehende KunststoffrohreInfo
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Description
Die Erfindung richtet sich auf eine weitere Ausbildung der im Hauptpatent
(Patentanmeldung 197 10 917.9) beschriebenen Anbohrarmatur. Um die
Lebensdauer zu erhöhen und die Dichtigkeit der Armatur zu verbessern
wird vorgeschlagen, gemäß dem Kennzeichen des Patentanspruches zu ver
fahren. Dieser Maßnahme kommt folgende besondere Bedeutung zu.
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Anbohrarmatur als Ventil kommt
es vor, daß das Medium im Laufe der Zeit in den Berührungsbereich zwi
schen der Hülse und dem Kunststoff des Gehäuses gelangt und dadurch
Undichtigkeiten entstehen. Dies wird durch die Kunststoffhaut und ihre
Verankerung im Fußbereich der Hülse vermieden, was durch den sie über
greifenden konischen Absatz weiter verbessert wird. Beim Ausfahren der
Schneidbüchse fährt der Ventildichtring gegen den konischen Absatz, der
als Auflaufschräge wirkt und gelangt dann auf die Kunststoffhaut im Hohl
zylinderabschnitt. Dadurch besteht auch keine Gefahr, daß die Kunststoff
haut an ihrer Ansatzstelle von dem axialbeweglichen Ventildichtring abge
streift werden könnte. Der konische Absatz schützt mit seiner Überdeckung
die Kunststoffhaut.
In den Zeichnungen ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel darge
stellt. Es zeigen:
Fig. 1, in Vergrößerung, ein Teilstück der erfindungsgemäßen Armatur
im Axialschnitt, bevor diese zum Anbohren einer Leitung benutzt
worden ist und wo die Schneidbüchse in einer nicht sichtbaren,
vollen Einschublage sich befindet,
Fig. 2 die entsprechende Darstellung der Armatur, wenn die Schneidbüchse
beim Bohren teilweise ausgefahren ist und
Fig. 3, wenn die Schneidbüchse ihre volle Ausschublage erreicht hat
und ihre ventilartige Absperrwirkung in der Armatur erzeugt.
Es gilt zunächst die Beschreibung des Hauptpatents, auf die Bezug genom
men wird. Es genügt daher, die Unterschiede zu beschreiben, die sich
durch die vorliegende weitere Ausbildung und Verbesserung des Gegenstan
des vom Hauptpatents ergeben haben.
Im vorliegenden Fall wird ein Gehäuse 10 aus Kunststoffmaterial 71
mit einem Bohrstutzen 11 und einem davon ausgehenden Abzweigstutzen
12 verwendet, in dessen Bohrstutzen 11 zwecks Formhaltigkeit und Steifig
keit des Endprodukts eine Hülse 30 bei der Spritzgußherstellung integriert
wird. Die Hülse sitzt an der Innenfläche des Bohrstutzens 11 und besitzt
einen Abschnitt mit Gewinde. Sie soll nachfolgend als "Innenhülse" bezeich
net werden. Dieses Gewinde dient im vorliegenden Fall unmittelbar zum
Verschrauben einer Schneidbüchse 20. Man könnte die Hülse 30 auch
nur zur unmittelbaren oder mittelbaren axialen Führung der Schneidbüchse
20 verwenden und deren Verschraubung durch eine Spindel bewirken, die
zu einem Ventil-Oberteil gehört. Dieses Ventiloberteil wird am Oberende
des Bohrstutzens 11 vorzugsweise durch Schweißen befestigt.
Unterhalb der Schraubzone besitzt die Hülse 30 eine glattwandige verengte
Hülsenzone 74, die mit nach innen weisenden Radialaussparungen 68 endet.
Diese Radialaussparungen 68 bestehen im vorliegenden Fall aus einer Ringin
nennut, die beim Spritzgußverfahren von dem Kunststoffmaterial 71 mit
ausgefüllt wird. Dabei entsteht vor der metallischen Innenhülse 30 eine
nach innen weisende Kunststoffhaut 70. Diese Kunststoffhaut 70 hängt
fußseitig über eine Verbindung 75 mit dem Kunststoffmaterial des Gehäuses 10
zusammen und ist über radiale Ansätze 72, die in die Ringinnennut
68 eingreifen, fest mit der Hülse 30 verankert. Die Innenfläche der Kunst
stoffhaut 70 erzeugt eine glatte Hohlzylinderfläche 65.
Diese kunststoffbeschichtete Hohlzylinderfläche 65 ist der eine Bestandteil
der hier in besonderer Weise ausgebildeten Ventil-Dichtstelle. An der
Mantelfläche 26 der Schneidbüchse 20 sitzt, als anderer Bestandteil, ein
Ventil-Dichtring 48, der beim Verschrauben mitbewegt wird. Die glatte
Mantelfläche 26 vom Bohrabschnitt der Schneidbüchse 20 trägt eine
Umfangsnut 67, in welcher dieser Ventil-Dichtring 48 sitzt. Beim Drehen
der Schneidbüchse 20 gelangt die Schneidbüchse 20 in ihrer Ausschublage
mit ihrem Dichtring 48 an die mit der Kunststoffhaut 70 verkleidete
Hohlzylinderfläche 65, was eine besonders effiziente Abdichtung erzeugt.
Die Hülse 30 besitzt vor der beschriebenen Ringinnennut 68 einen konischen
Absatz 83 im Hülseninneren. Dieser konische Absatz 83 dient zunächst,
wie Fig. 2 verdeutlicht, als Auflaufschräge für den Ventil-Dichtring 48.
Dieser Absatz 83 überdeckt aber auch die Kunststoffhaut 70 in axialer
Richtung und sorgt dadurch dafür, daß der heranbewegte Ventil-Dichtring
48 auf die zylindrische Innenfläche der Kunststoffhaut 70 gehoben wird.
Durch diese Überdeckung wird verhindert, daß der axial nach unten bewegte
Ventil-Dichtring 48 die Kunststoffhaut 70 abstreift, was wieder zu Undich
tigkeiten führen würde. Die Ausschubrichtung 43 ist in Fig. 2 durch einen
Pfeil markiert.
Die Schneidbüchse 20 ist in ihrem oberen Kopfbereich mit einem Außenge
winde versehen, das in das Innengewinde der beschriebenen Schraubzone
der Innenhülse 30 eingreift. Zwischen diesem Gewindeabschnitt und dem
Bohrabschnitt befindet sich ein glatter Zwischenabschnitt 77 in der
Schneidbüchse 20, der eine Führungswirkung im Bereich der vorerwähnten
Hülsenzone 74 erfahren kann. Diese Führungswirkung sorgt vor allem für
eine exakte Zentrierung der Schneidkanten beim Bohrvorgang. Zwischen
der Hülsenzone 74 und der das Innengewinde aufweisenden Schraubzone
befindet sich ein Innenanschlag, der mit einer Schulter der Innenhülse
30 in der Ausschublage zusammenwirkt. Durch diese Anschlagwirkung
wird die Herausschraubposition der Schneidbüchse 20 begrenzt.
Wie Fig. 1 verdeutlicht, kann das der anzubohrenden Leitung zugekehrte
Unterende des Bohrstutzens 11, nach seiner Spritzgußherstellung, mit einer
Angußplatte 69 verschlossen sein. Diese Angußplatte 69 wird in der Anfangs
phase des Anbohrvorgangs von der Schneidbüchse 20 ausgeschnitten und
erzeugt, wie Fig. 2 verdeutlicht, einen Ausschnitt 73 im Gehäusebereich.
Ins Innere der Schneidbüchse 20 kommt dann der Schnittkern der herausge
schnittenen Angußplatte 69 zu liegen. Dort hinein gelangt dann auch
der spätere Bohrkern, wenn das Bohrloch in die Leitung geschnitten
wird. Dieses Bohrloch fluchtet axial mit dem Ausschnitt 73.
10
Kunststoffgehäuse
11
Bohrstutzen
20
Schneidbüchse
26
zylindrische Mantelfläche von
22
30
Metallhülse
43
Pfeil der Ausschubbewegung von
20
48
Ventil-Dichtring von
20
65
Hohlzylinderabschnitt für
48
67
Umfangsnut in
20
für
48
68
Radialaussparung in
30
69
Angußplatte in
10
70
Kunststoffhaut bei
65
71
Kunststoffmaterial von
10
72
Verankerungsstelle von
71
an
68
73
Ausschnitt in
10
74
verengter Führungsabschnitt von
30
in
11
für
20
75
Verbindung von
70
mit
71
83
konischer Absatz an
30
Claims (1)
- Anbohrarmatur für vorzugsweise unter Mediendruck stehende Kunst stoffrohre, mit einem Kunststoffgehäuse (10),
das an der anzubohrenden Stelle des Rohres befestigbar ist und einen Bohrstutzen (11) sowie einen davon ausgehenden Abzweigstutzen auf weist, der nach dem Anbohren medienführend ist,
und mit einer im Bohrstutzen (11) sowohl drehbeweglichen als auch axialbeweglichen Schneidbüchse (20),
die in ihrer Ausschublage eine Ventil-Dichtstelle gegenüber dem Ab zweigstutzen erzeugt,
und mit einer an der Innenfläche des Bohrstutzens (11) integrierten Hülse,
wobei - nach Patent (Patentanmeldung 197 10 917.9) - zur Bildung der Ventil-Dichtstelle
einerseits der Bohrstutzen (11) einen hohlzylindrischen glatten Endab schnitt (Hohlzylinderabschnitt 65) aufweist, und andererseits an einer zylindrischen Mantelfläche (26) der Schneidbüchse (20) ein bei der Dreh- und Axialbewegung mitbeweglicher Dichtring (Ventil-Dichtring 48) sitzt,
und die Hülse (30) im Bereich des Hohlzylinderabschnitts (65) mit einer Kunststoffhaut (70) überzogen ist,
die aus dem zur Herstellung des Gehäuses (10) dienenden Kunststoff material (71) erzeugt ist und mit dem Ventil-Dichtring (48) in der Ausschublage zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (30) - in Ausschubrichtung (43) der Schneidbüchse (20) gesehen - vor dem Hohlzylinderabschnitt (65) einen konischen Absatz (83) besitzt,
und der konische Absatz (83) die Kunststoffhaut (70) wenigstens teil weise in axialer Richtung gegenüber dem auflaufenden Ventil-Dichtring (48) überdeckt.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997112684 DE19712684A1 (de) | 1997-03-26 | 1997-03-26 | Anbohrarmatur für vorzugsweise unter Mediendruck stehende Kunststoffrohre |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997112684 DE19712684A1 (de) | 1997-03-26 | 1997-03-26 | Anbohrarmatur für vorzugsweise unter Mediendruck stehende Kunststoffrohre |
Publications (1)
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ID=7824676
Family Applications (1)
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| DE1997112684 Withdrawn DE19712684A1 (de) | 1996-07-25 | 1997-03-26 | Anbohrarmatur für vorzugsweise unter Mediendruck stehende Kunststoffrohre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19712684A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008058339B4 (de) * | 2007-11-22 | 2016-11-17 | Gwa Hausanschluss Armaturen Gmbh | Anbohrarmatur |
-
1997
- 1997-03-26 DE DE1997112684 patent/DE19712684A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008058339B4 (de) * | 2007-11-22 | 2016-11-17 | Gwa Hausanschluss Armaturen Gmbh | Anbohrarmatur |
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Legal Events
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