DE19710346A1 - Gliederkette mit Mitnehmern für symmetrische Wenderinne - Google Patents
Gliederkette mit Mitnehmern für symmetrische WenderinneInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Gliederkette für Fördersysteme, insbesondere für den
Einsatz im untertägigen Berg- und Tunnelbau in Kettenförderern mit Wenderinnen, die
aus ineinandergreifenden Vertikal- und Horizontalgliedern besteht, wobei im vorgege
benen Abstand im Kettenstrang als Kuppelglieder dienende Horizontalglieder mit seit
lich vorstehenden Befestigungspratzen angeordnet sind, die mit Anschlüssen für die den
Mitnehmer mitbildenden Mitnehmerflügel ausgestattet sind nach Patent (Patentanmel
dung P 196 10 934.5).
Seit Einführung der Langstrangketten ist es insbesondere bei Mittel- und Dop
pelmittelkettenförderern üblich, die aus einem Unter- und Oberteil bestehenden Mitneh
mer in fixen Abständen an dem jeweiligen horizontalen Glied des Kettenstranges zu
verklammern. Ober- und Unterteil weisen dabei zur Aufnahme des flachliegenden Ket
tengliedes ein Kettenbett auf und werden je nach Bauart entweder durch vertikal oder
horizontal angeordnete Befestigungsschrauben gegeneinander verspannt. Diese Bauarten
weisen den Nachteil auf, daß aufgrund der zu berücksichtigenden Toleranzen und nicht
ausreichender Klemmkräfte ein fester Mitnehmersitz auf dem jeweiligen Kettenglied
nicht erreicht wird. Der bei einigen Ausführungen anfänglich vorherrschende Reib
schluß wird durch die hohen Widerstände, die insbesondere beim Durchfahren von
Rückschleifen und Rollkurven, aber auch schon in horizontal und vertikal abgelenkten
Fördererabschnitten auftreten, überwunden, so daß insbesondere die eingespannten
horizontalen Kettenglieder durch riefenartigen Abrieb geschwächt werden und folglich
der Klammersitz durch eine verschleißbedingte Spielvergrößerung beeinträchtigt wird.
Dadurch schlackern die Mitnehmer auf der Kette und rutschen hin und her. Durch den
daraus resultierenden Flippereffekt der Mitnehmer wird aber nicht nur die Kette durch
Kerben und Riefen beschädigt, sondern Schlackern der Mitnehmer und Schwingen des
Kettenband führen dazu, daß die Schraubverbindungen sich lösen und ständig nach
gezogen werden müssen, um die Betriebssicherheit zu wahren. Von Nachteil ist auch,
daß der aufgeklammerte Mitnehmer bedingt durch die verhältnismäßig kurze Ketten
teilung und in Abhängigkeit von der Kettenradgängigkeit in seiner Mitte die größte
Querschnittsschwächung aufweist, wo er durch die an seinen Flügeln einwirkenden
Kräfte und zusätzliche Kerbwirkung aufgrund von Formfaktoren besonderes hoch auf
Biegen beansprucht wird und folglich häufig Mitnehmerbrüche auftreten. Solche Mit
nehmerbrüche treten insbesondere dann auf, wenn die Mitnehmerenden in den Rinnen
trögen an Vorsprüngen und festgesetztem Fördergut ruckartig haken und ein hohes
Biegemoment erzeugen. Äußerst schwach ist vor allem auch der mittige Querschnitt des
Mitnehmerunterteils, das als Kettenbüge, Klemmbrücke und bei einigen Ausführungen
sogar mit den äußeren Führungskloben als einteiliges Schmiedestück ausgebildet ist.
Vorgenannte Schwächung ergibt sich aus der Geometrie und Kinematik mit dem Ket
tenrad. Dabei muß besonders beachtet werden, daß das in die Zahnlücke eintauchende
Herzstück des Unterteils ausreichenden Abstand zu den Zähnen aufweist und auch in
verrutschter Lage nicht mit diesen in Berührung kommt, da es für eine Kraftübertra
gung querschnitts- und werkstoffsmäßig ungeeignet ist und sich verformen oder brechen
kann. Dennoch kommt es trotz der vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen und des
Sicherheitsabstandes, der in der Regel zu beiden Seiten 15 mm beträgt, immer wieder
zu Beschädigungen, da mit dem Herzstück des Unterteils auch Steinstücke und Fremd
körper in die Zahnlücken des Kettenrades eingezogen werden und Stampfeffekte, Bri
kettierungen und Verdrängungsprozesse hervorgerufen werden, die hohe Widerstands
beiwerte am Kettentrieb und am Kettenstern aufreitende und mit erheblicher Schadens
folge überspringende Ketten verursachen. Außerdem sind die Schraubstellen des Mitneh
mers bruchgefährdet, wobei bei auftretenden Mitnehmerbrüchen in der Regel ein Flü
gelteil verloren geht, so daß der Restteil mit der verformten Klammer ausgebaut wer
den muß, was Schwierigkeiten bereitet und das Einwechseln eines kompletten Mitneh
mers erfordert. Der damit verbundene Aufwand ist selbst im Obertrum groß, da das
Kettenband hochgehoben werden muß, um eine neue Klammer unterzusetzen. Im Un
tertrum sind die damit verbundenen Probleme noch wesentlich größer. Abgesehen da
von, daß wegen des manuellen Verfahrens beim Auswechseln der schweren Teile eine
erhöhte Unfallgefahr besteht, kann oft nicht genügend Hängkette gefahren werden, so
daß das Kettenband sogar getrennt werden muß. Noch mehr Aufwand muß betrieben
werden, wenn im geschlossenen Untertrum des Förderers Kettenrisse oder Blockierun
gen durch gebrochene Mitnehmer auftreten. Die Kettenkratzerförderer mit geschlosse
nem Untertrum sind zwar heutzutage zum großen Teil mit einem abnehmbaren Ober
trum oder Wartungsklappen ausgerüstet, wobei rinnenmittig etwa ein Drittel der Rin
nenlänge eine Inspektionsluke von ca. 500 mm Länge freigelegt wird, die jedoch nur
zur Ortung und Behebung von Kettenrissen und blockierenden Verstopfern dient und
eine Hilfe beim Einfädeln des Kettenbandes ins Untertrum ist. Praktisch unmöglich ist
es, defekte Mitnehmer zu demontieren und zu montieren, weil die Schrauben bei den
meisten Ausführungen überhaupt nicht und in wenigen Ausnahmefällen nur äußerst
schlecht zugängig und lösbar sind, wobei oftmals wegen Einrosten und Gewindeschäden
selbst eine Sprengung der unzugängigen Muttern nicht durchgeführt werden kann. Beim
Trend zu immer breiteren Förderern können die Mitnehmer selbst bei Diagonalstellung
nicht durch die Inspektionsluke ein- und ausgebaut werden, wobei als erschwerender
Umstand hinzukommt, daß das Oberteil des Mitnehmers unter die Kette gebracht wer
den muß, wobei unter äußerst erschwerten Bedingungen mit Hilfe von Zuggeräten noch
zusätzliche Hubarbeit erforderlich wäre, wenn man eine Lösung gefunden hätte, die die
Verschraubung der Mitnehmer an der Kette im Untertrum ermöglichen würde. Von
Nachteil ist weiter, daß das Herzstück des Mitnehmeroberteils - bergmännisch Elefan
tenfuß genannt - zur Verstärkung der vertikalen Schraubstellen äußerst lang ausgeführt
werden muß, wodurch in gemuldeten oder gesattelten Fördererabschnitten an den Rin
nenstößen Engpässe entstehen, durch die sich das Kettenband unter erheblichem Kraft
aufwand hindurchwürgen muß. Aus dem Prospekt der Firma Rud aus dem Jahre 1995
sind Fördererketten bekannt (S. 93), die an im Abstand angeordneten Horizontalglie
dern seitlich vorstehende Anschläge aufweisen. An diese Anschläge können Mitnehmer
angeschraubt werden. Dabei handelt es sich allerdings um sehr leichte Ketten und um
Anschläge, die ein wirksames Festlegen der Mitnehmer nicht sicherstellen, weil le
diglich zwei Schrauben vorgesehen sind, die sich beim Bewegen des Förderers wieder
um leicht lockern können. Diese Probleme sind gemäß der Hauptanmeldung im We
sentlichen dadurch behoben worden, daß im Abstand angeordnete Horizontalglieder als
Integrationsteil des Mitnehmers ausgebildete Kuppelglieder aufweisen, die seitliche
Anschläge bzw. Befestigungspratzen aufweisen, die mit Schraubanschlüssen für die den
Mitnehmer mitbildenden Mitnehmerflügel haben. Bei dieser Ausbildung gemäß Haupt
anmeldung bleiben die Verbindungsteile zwischen den Mitnehmerflügeln und den Hori
zontalgliedern bzw. der Horizontalglieder untereinander unter Umständen Problem
bereiche, insbesondere bei Doppelmittenkettenausführung und bei Einsatz in Wende
rinnen, weil unter Umständen die Flansche der Befestigungspratzen oder die Krallen
der Mitnehmerflügel zu stark belastet werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Gliederkette den Anschluß
der Mitnehmer erleichternd und die Verbindung sichernd zu formen und vor allem für
Wenderinnen einwandfrei einsetzbar zu gestalten.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die den Kuppel
gliedern zugeordneten Befestigungspratzen als doppelseitig vorgesehene T-Glieder und
mit ihren plattenförmigen Balken korrespondierend mit den Mitnehmerflügeln ausge
bildet sind, wobei die plattenförmigen Balken flächig aneinanderliegend und mit den
Balkenkanten auf dem Rinnenboden schleifend und mit den Kanten der Mitnehmer und
denen der Gliedschenkeln der Vertikalglieder auf einer Höhe angeordnet sind.
Die T-förmige Ausbildung der Befestigungspratzen oder besser gesagt die dop
pel-T-förmige Ausbildung hat den Vorteil, daß sie leicht mit den Mitnehmerflügeln zu
verbinden sind, die darübergeschoben und dann durch die Verbindungsschrauben fest
gelegt werden. Da die plattenförmigen Balken der Befestigungspratzen flächig anein
anderliegen, ist eine gute Kraftübertragung gewährleistet, die auch durch eventuell
einseitige Belastungen über die Lange der Mitnehmer gesehen nicht beeinträchtigt wer
den kann, weil die Balkenkanten auf dem Rinnenboden schleifen, ebenso wie die Kan
ten der Mitnehmer und auch die Schenkel der Vertikalglieder. Ein gleichmäßiger und
ruhiger Lauf einer derartigen Förderkette mit Mitnehmern in Wenderinnen und auch in
Normalrinnen ist damit gesichert. Auch bei starken Beanspruchungen ist die Stabilität
derartiger Mitnehmer immer gewährleistet und zwar auch unabhängig davon, ob es sich
um Doppelmittenketten oder um Einfachmittenketten oder andere Ausführungen han
delt.
Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die
Befestigungspratzen Balken mit einer Doppelstufe aufweisen bzw. einen Doppelbalken
ergebend geformt sind. Diese besondere Form der Befestigungspratzen erlaubt es hohe
Kräfte aufzunehmen, so daß die aufgrund des mitgeschleiften Fördergutes immer un
günstig belasteten Mitnehmer die notwendige Stabilität haben. Dies ist um so wichtiger,
als es sich vom Prinzip her um mehrteilige Mitnehmer handelt, wobei die mittlere Be
festigung zwischen den beiden Kuppelgliedern besonders hoch belastet sein kann, wenn
die einzelnen Gliederketten über die Lange der Ketten gesehen unterschiedliche Zug
kräfte übertragen.
Diese mittlere Befestigung zwischen den Kuppelgliedern wird gemäß der Erfin
dung auch dadurch gestärkt, daß die Bohrung für die Anschlüsse zwischen den Teil
stufen in Längsrichtung der Balken verlaufend und die Krallen der Mitnehmer durch
örternd ausgebildet sind. Auch im seitlichen Bereich, d. h. beim Anschluß der Mitneh
merflügel läuft nun diese Bohrung genau mittig durch die Teilstufen, was eine optimale
Ausbildung auch der Krallen ermöglicht, die damit im vorderen Bereich nur noch zum
Teil durch die Bohrungen etwas geschwächt werden. Mittig sind nun zwei Schrauben
vorgesehen und entsprechend zwei Bohrungen, was problemlos möglich ist, weil wie
erwähnt die beiden Teilstufen eine entsprechend verbesserte Verbindung im Bereich der
Befestigungspratzen ermöglichen.
Ein gleichmäßiger und ruhiger Lauf im Bereich der Kettensterne ist gegeben,
weil die Kuppelglieder die Mitnehmer in Förderrichtung und entgegen der Förderrich
tung überragend ausgebildet sind. Gleichzeitig wird damit eine besonders schlanke
Ausführung der Mitnehmer vorgegeben, ohne daß die Fördermenge des einzelnen
Mitnehmers dadurch beeinträchtigt würde.
Leichter montierbar und demontierbar sind die Mitnehmer, wenn die äußeren
Berührungsflächen der Balken geringfügig ballig ausgebildet sind. Die ballige Aus
führung ist dabei so gewählt und ausgebildet, daß der Rücken, der geringfügig vor
steht, dieser Berührungsflächen senkrecht von oben nach unten verläuft, d. h. also über
die größere Lange dieser Befestigungsflächen. Theoretisch können die Berührungsflä
chen sich in Förderrichtung geringfügig nach vorne und hinten bewegen.
Eine andere Möglichkeit der Ausbildung der Berührungsflächen ist die, bei der
sie in der Senkrechten gesehen, leicht geschwungen verlaufend ausgebildet sind, wobei
auch diese Ausbildung dafür sorgt, daß sie durch Fördergut u. ä. nicht so festgebacken
werden können, daß insbesondere eine Demontage erschwert ist. Durch die Durch
örterung der Durchgangsschraube bzw. der Durchgangsschrauben ist eine wirksame
und ausreichende Befestigung auf jeden Fall gegeben.
Eine leichte und schnelle Montage insbesondere der Mitnehmerflügel ist immer
gegeben, weil sie zweigeteilt ausgebildet sind, wobei die Trennfuge in Längsrichtung
der Mitnehmer verläuft und wobei beide Mitnehmerhälften mit Krallen ausgerüstet
sind. Sie können damit leicht über die Befestigungspratzen geschoben und dann durch
die Durchgangsschrauben festgelegt werden. Durchgangsschrauben sind dabei sowohl
im Bereich der Befestigungspratze wie auch des äußeren Endes der Mitnehmer vor
gesehen.
Ebenfalls zum gleichmäßigen Führen des gesamten Kettenbandes, d. h. ein
schließlich der Mitnehmer und um im Bereich des Kettensternes eine günstige Über
tragung der Antriebskräfte zu ermöglichen, ist vorgesehen, daß die Kuppelglieder
einen pfeilkopfartigen Kettenbug aufweisen. Dieser Kettenbug verfügt über vorteilhafte
Verschleißflächen, so daß lange Standzeiten derartiger Kettenbänder erreicht werden.
Aufgrund des ruhigen und sicher geführten Laufens des Kettenbandes auf dem
Bodenblech der Wenderinne oder der anderen Rinnen, kann auf eine große Verschleiß
vorgabe der Vertikalglieder verzichtet werden. Im übrigen wird daran erinnert, daß
Balkenkanten der Befestigungspratzen sowie die Kanten der Mitnehmer ebenfalls auf
dem Bodenblech schleifend angeordnet sind, so daß sich eine durchgehende Linie er
gibt. Daher sieht die Erfindung vor, daß die Vertikalglieder außen abgeflachte Glied
schenkel aufweisen und innen ballig ausgebildet sind. Durch die ballige Ausbildung der
Gliedschenkel ist ein gleichmäßiges Durchlaufen der Kettensterne gewährleistet, wäh
rend die äußeren Abflachungen für einen ruhigen und gleichmäßigen Lauf der Glieder
kette bzw. des gesamten Kettenbandes Sorge tragen.
Weiter vorn ist darauf hingewiesen worden, daß es zweckmäßig ist, die Berüh
rungsflächen geringfügig ballig auszuführen, um so die Montage und Demontage in
diesem Bereich zu erleichtern. Auch das Aufsetzen der Klammern bzw. der Krallen im
Bereich der Teilstufen wird entsprechend erleichtert und sichergestellt, wenn die Balken
und die Klammern sowie auch die Mitnehmer im Bereich der Krallen korrespondierend
wechselweise zur Mitte ballig oder muldenförmig ausgebildete Flanken aufweisen. Eine
sehr intensive Verbindung ist die Folge, also eigentlich im Gegensatz zur balligen Aus
führung, da die einzelnen Teile quasi ineinandergleiten und dann auch noch zusätzlich
im Bereich der Fläche verhaken. Dennoch führt diese Ausbildung, ähnlich wie die
ballige, zu einer besseren und sichereren Montage, so daß ein entsprechender Ver
gleich berechtigt ist.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß unter Beibehaltung
der Vorteile bekannter Gliederketten hier auf das nachteilbehaftete Herzstück der Mit
nehmer verzichtet werden kann, indem das entsprechende Horizontalglied nunmehr ein
integriertes Kuppelglied ist, das einen guten Anschluß an Mitnehmerflügel aber auch
an benachbarte Kuppelglieder erlaubt. Durch die Ausbildung der Befestigungspratzen
und der sonstigen Befestigungsteile ist ein ruhiger und gleichmäßiger Lauf gewähr
leistet, weil ein Flippern oder eine sonstige nachteilige Bewegung der Mitnehmer an
der Gliederkette ausgeschlossen ist. Vorteilhaft ist weiter, daß wie bei der Kette gemäß
Hauptanmeldung auch ein Austausch von beschädigten Teilen, also beispielsweise eines
Mitnehmerflügels auch während des Einsatzes möglich ist, weil nur entsprechende
Durchgangsschrauben gelöst werden müssen. Die besondere Ausbildung der Befesti
gungspratzen, der Mitnehmerflügel und auch der Klammern sichert, daß auch nach
längeren Standzeiten die Teile leicht voneinander gelöst werden können. Nach wie vor,
können auch aufgetretene Verklankungen leicht beseitigt werden, wobei solche Proble
me allerdings kaum noch wegen der besonderen Ausbildung der Kuppelglieder, der
üblichen Kettenglieder und auch der Mitnehmer auftreten können.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt
ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Gliederkette mit zwei Kuppelglie
dern und Mitnehmerflügeln,
Fig. 2 einen Querschnitt eines Förderers mit Wenderinne und
eingelegten Mitnehmern,
Fig. 3 ein Kuppelglied im Längsschnitt im Bereich der Mittellinie
des Horizontalgliedes,
Fig. 4 eine Draufsicht auf ein Kuppelglied,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch ein Kuppelglied im Abschnitt zur
Querrippe und andererseits zum Kettenbug,
Fig. 6 einen Schnitt durch ein Kuppelglied längs eines Glied
schenkels und
Fig. 7 einen Schnitt im Bereich der gegeneinanderstoßenden Be
festigungspratzen zweier Kuppelglieder.
Fig. 1 zeigt eine Ausführung, bei der die Gliederkette 1 bzw. das entsprechende
Horizontalglied 2 in Form eines Kuppelgliedes 32 in den Mitnehmer 11 integriert ist.
Ein derartiger Mitnehmer 11 kann durch die Inspektionsluken der aus Fig. 2 ersicht
lichen Wenderinne 12 ein- und ausgebaut werden, was anhand der weiteren Erläuterun
gen noch deutlicher wird. Je nach Situation werden bei Reparaturen aufwendige Opera
tionen wie Hängekette und wieder Spannen des Kettenbandes, Anheben des Ketten
stranges 6 im Bereich der Mitnehmer 11, Trennen und Verbinden des Kettenstranges 6
oder Heraus- und Hereinfahren des Kettenstranges 6 in Ober- und Untertrum 30, 31
eingespart, was ansonsten mit erheblichem Zeitaufwand und auch gewissen Gefahren
verbunden ist.
Der komplette Mitnehmer 11 besteht vor allem aus dem Kuppelglied 32 sowie
den beiden Mitnehmerflügeln 40, 41, so daß sich für den Einsatz die Anschaffungs
kosten reduzieren, zumal die Lange der neuen Gesenkschmiedestücke gegenüber den
bekannten Ausführungen um mehr als die Hälfte kürzer und leichter und somit schmie
defreundlicher ist. Durch die Integrierung des Kuppelgliedes 32 in den Mitnehmer 11
mit seinen beiden Mitnehmerflügeln 40, 41 erreicht man einen besonders festen Sitz der
Mitnehmerflügel 40, 41, was sich vor allem durch die seitlich vorstehenden Befesti
gungspratzen 33, 34 an den Horizontalgliedern 2, 4 erreichen läßt. Hier ist ein An
schluß 35 über Verschrauben vorgesehen, was die Montier- und Demontierbarkeit
wesentlich verbessert. Sowohl an den Befestigungspratzen 33 wie auch 34 ist ein
Flansch 36 bzw. gegenüberliegend an den Mitnehmerflügeln 40, 41 ein Flansch 38
vorgesehen. Die miteinander korrespondierenden Berührungsflächen 37, 39 sichern
den festen Sitz der Mitnehmerflügel 40, 41 an den jeweiligen Befestigungspratzen 33,
34 und damit am Kuppelglied 32. Einen durchgehenden Mitnehmer gibt es nicht, viel
mehr sind die Mitnehmerflügel 40, 41 an der Kette befestigt.
Bei der aus Fig. 1 ersichtlichen Form sind insgesamt zwei Horizontalglieder 2,
4 über ihre Befestigungspratzen 33, 34 aneinander und an den Mitnehmerflügeln 40, 41
angeschlagen. Die Befestigung der Mitnehmerflügel 40, 41 an den jeweiligen Befesti
gungspratzen 33, 34 der zugeordneten Kuppelglieder 32 erfolgt durch jeweils zwei
Durchgangsschrauben 42, die durch die Löcher 43 hindurchgeschoben werden. Im
Bereich der gegeneinanderstoßenden Befestigungspratzen 33, 34 der beiden Kuppel
glieder 32 sind zusammen mit der Klammer 79 weitere vier Durchgangsschrauben
vorgesehen.
Erkennbar ist in Fig. 1 die die seitlichen Befestigungspratzen 33, 34 versteifen
de Querrippe 44. Diese Querrippe 44 schabt gleichzeitig die Rinnenböden im mittleren
Bereich von Anbackungen frei und wirkt im Bereich des Kettenrades vorteilhaft, weil
über die besonders ausgebildeten Querrippen 44 Anbackungen auch in den Zahnlücken
beseitigt werden können. Die Festlegung der Mitnehmerflügel 40, 41 wird verbessert
und zwar ähnlich wie bei der Klammer 79, in dem den beiden Mitnehmerhälften 77, 78
mit ihrer in Längsrichtung verlaufenden Trennfuge 76 Krallen 45 zugeordnet sind, die
ein Hintergreifen der Doppelstufen 72, 73 der Befestigungspratzen 33, 34 optimieren.
Die Kuppelglieder 32 sind als stumpfwinklige, vorzugsweise unter 130° ver
laufende Pfeilköpfe 20, ballige Übertragungsflächen aufweisend ausgebildet. Die Verti
kalglieder 3, 5 können ebenso ausgebildet sein, so daß sich ein gleichförmiger Ketten
strang 6 ergibt oder aber es handelt sich um übliche Kettenglieder mit gleichförmigem
Kettenbug 9 und Gliedschenkeln 7, 8. Die Pfeilköpfe 20, insbesondere beim Doppel
mittenkettenband 25 nutzen die vollen Kettenbandbreite aus und sind um das 1,4fache
breiter als die Pfeilköpfe von Normalgliedern. Hierdurch wird der spezifische Flächen
druck bei der Kraftübertragung im Kettenrad reduziert, so daß die Kuppelglieder 32
deutlich verschleißfester sind.
Die Mitnehmerflügel 40, 41 sind zweiteilig ausgebildet, wobei die Trennfuge 76
mittig der Mitnehmerhälften 77, 76 verläuft. Sie werden sowohl durch die schon er
wähnte Durchgangsschraube 42 im Bereich der Befestigungspratze 33 bzw. 34 zusam
mengehalten wie auch durch die am äußeren Ende 55 ausgebildete und angeordnete
Durchgangsschraube 56. Entsprechendes zeigt insbesondere Fig. 1.
Auf die besondere Form der Befestigungspratzen 33, 34 wird weiter hinten
eingegangen. Jedenfalls zeigt insbesondere Fig. 2, daß durch die besondere Ausbildung
der einzelnen Teile der Gliederkette 1 der Mitnehmer 11 durchgehend, d. h. einschließ
lich der Bereich der Kuppelglieder 32 und auch ihrer Befestigungspratzen 33, 34 sicher
auf dem Bodenblech 63 schleift, so daß ein ruhiger und gleichmäßiger Lauf einer der
artigen Gliederkette 1 erreicht ist. Die äußeren Enden 45 werden in den seiflichen Pro
filen der Wenderinne 12 geführt. Erkennbar ist in Fig. 1 auch, daß über die Lange des
jeweiligen Mitnehmers 11 gesehen mehrere Verbindungsstellen in Form von Löchern
43 und Durchgangsschrauben 42 vorgesehen sind.
Fig. 1, insbesondere aber Fig. 4 verdeutlicht, daß die Befestigungspratzen 33,
34 seitlich der Kuppelglieder 32 ein T-Glied 65 ergeben, wobei die weit vorstehenden
plattenförmigen Balken 66, 67 auch noch Doppelstufen 72, 73 bilden. Die Kanten sind
etwas abgeschrägt, so daß sich die besondere aus Fig. 4 erkennbare Ausbildung ergibt.
Mittig ist die Querrippe 44 erkennbar, die praktisch den Mittelbalken eines Doppel-T-Glie
des 65 darstellt. Diese Querrippe 44 bzw. die untere Balkenkante 68 der plattenför
migen Balken 67, 66 schleifen auf dem Rinnenboden 69, wie weiter vorne erwähnt.
Die Kante 70 des Mitnehmers 11 und die Kanten 71 der Gliedschenkel 7, 8 bieten die
Gleitfläche, die auf dem Bodenblech 63 bzw. dem Rinnenboden 69 schleifen kann.
Fig. 3 läßt erkennen, daß diese besondere Ausbildung ein gewisses Kreuz
ergibt, d. h. die untere Balkenkante 68 und die Querrippe 44.
Auch die Befestigungspratzen 33, 34 weisen im Bereich der Berührungsflächen
37, 39 eine besondere Form auf. Entsprechendes ist beispielsweise Fig. 6 zu entneh
men, wo eine ballige Form der Berührungsfläche 37, 39 erkennbar ist. Hinzu kommt
die gestufte Ausbildung der plattenförmigen Balken 66, 67 mit den Teilstufen 74, 75,
die in Fig. 3 und 5 gekennzeichnet sind.
Darüber hinaus sind auch die Flanken 80 der plattenförmigen Balken 66, 67 und
die Flanken 81 der Klammer 79 bzw. entsprechend auch der Krallen 45, 50 geformt,
daß eine optimale Festlegung erfolgt. Die Balken 66, 67 und die Klammern 79 sind
korrespondierend wechselweise zur Mitte ballig oder muldenförmig ausgebildet bzw.
weisen entsprechende Flanken 80, 81 auf. Entsprechendes ist in Fig. 7 verdeutlicht.
Mittig ist die Ausnehmung 82 für die Kettenbüge 9, 10 der benachbarten Verti
kalglieder 3, 5 erkennbar. Hierzu wird ergänzend auch auf Fig. 4 hingewiesen.
Fig. 6 zeigt noch einen Schnitt durch einen Gliedschenkel 7 oder 8, wobei er
kennbar ist, daß dieser Gliedschenkel über die Lange gesehen die gleichen Abmessun
gen aufweist. Die zusätzlichen, insbesondere aus Fig. 4 entnehmbaren Verschleißberei
che sind vor allem im Bereich der Kettenbüge 9, 10 vorgesehen.
Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden,
werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.
Claims (10)
1. Gliederkette für Fördersysteme, insbesondere für den Einsatz im un
tertägigen Berg- und Tunnelbau in Kettenförderern mit Wenderinnen (12), die aus in
einandergreifenden Vertikal- und Horizontalgliedern (2, 3, 4, 5) besteht, wobei im
vorgegebenen Abstand im Kettenstrang (6) als Kuppelglieder (32) dienende Horizontal
glieder (2, 4) mit seitlich vorstehenden Befestigungspratzen (33, 34) angeordnet sind,
die mit Anschlüssen (35) für die den Mitnehmer (11) mitbildenden Mitnehmerflügel
(40, 41) ausgestattet sind nach Patent (Patentanmeldung P 196 10 934.5),
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Kuppelgliedern (32) zugeordneten Befestigungspratzen (33, 34) als doppel
seitig vorgesehene T-Glieder (65) und mit ihren plattenförmigen Balken (66, 67) korre
spondierend mit den Mitnehmerflügeln (40, 41) ausgebildet sind, wobei die plattenför
migen Balken (66, 67) flächig aneinanderliegend und mit den Balkenkanten (68) auf
dem Rinnenboden (69) schleifend und mit den Kanten (70, 71) der Mitnehmer (11) und
denen der Gliedschenkeln (7, 8) der Vertikalglieder (3, 5) auf einer Höhe angeordnet
sind.
2. Gliederkette nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungspratzen (33, 34) Balken (66, 67) mit einer Doppelstufe (72,73)
aufweisen bzw. einen Doppelbalken ergebend geformt sind.
3. Gliederkette nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bohrung (43) für die Anschlüsse (35) zwischen den Teilstufen (74, 75) in
Längsrichtung der Balken (66, 67) verlaufend und die Krallen (45) der Mitnehmer (11)
durchörternd ausgebildet sind.
4. Gliederkette nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kuppelglieder (32) die Mitnehmer (11) in Förderrichtung und entgegen der
Förderrichtung überragend ausgebildet sind.
5. Gliederkette nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Berührungsflächen (37, 39) der Balken (66, 67) geringfügig ballig
ausgebildet sind.
6. Gliederkette nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Berührungsflächen (37, 39) der Balken (66, 67) in der Senkrechten gesehen
leicht geschwungen verlaufend ausgebildet sind.
7. Gliederkette nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mitnehmer (11) zweigeteilt ausgebildet sind, wobei die Trennfuge (76) in
Längsrichtung der Mitnehmer (11) verläuft und wobei beide Mitnehmerhälften (77, 78)
mit Krallen (45, 45') ausgerüstet sind.
8. Gliederkette nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kuppelglieder (32) einen pfeilkopfartigen Kettenbug (9, 10) aufweisen.
9. Gliederkette nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vertikalglieder (3, 5) außen abgeflachte Gliedschenkel (7, 8) aufweisen und
innen ballig ausgebildet sind.
10. Gliederkette nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Balken (66, 67) und die Klammern (79) korrespondierend wechselweise zur
Mitte ballig oder muldenförmig ausgebildete Flanken (80, 81) aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997110346 DE19710346A1 (de) | 1996-03-20 | 1997-03-13 | Gliederkette mit Mitnehmern für symmetrische Wenderinne |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996110934 DE19610934A1 (de) | 1996-03-20 | 1996-03-20 | Gliederkette mit leicht montierbaren und demontierbaren Mitnehmern |
| DE1997110346 DE19710346A1 (de) | 1996-03-20 | 1997-03-13 | Gliederkette mit Mitnehmern für symmetrische Wenderinne |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19710346A1 true DE19710346A1 (de) | 1998-09-17 |
Family
ID=26023965
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997110346 Ceased DE19710346A1 (de) | 1996-03-20 | 1997-03-13 | Gliederkette mit Mitnehmern für symmetrische Wenderinne |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19710346A1 (de) |
-
1997
- 1997-03-13 DE DE1997110346 patent/DE19710346A1/de not_active Ceased
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Legal Events
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