DE19709387C2 - Ausrückvorrichtung für eine Reibungskupplung - Google Patents
Ausrückvorrichtung für eine ReibungskupplungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ausrückvorrichtung für eine zwischen einer Brenn
kraftmaschine und einem mittels Gehäuseglocke an der Brennkraftmaschine an
geflanschten Getriebe angeordnete, um eine Achse drehbare Reibungskupplung eines
Kraftfahrzeugs, umfassend ein Ausrücklagerelement, ein in der Gehäuseglocke
gleichachsig zur Drehachse befestigbares, das Ausrücklagerelement axial durchsetzen
des Führungsrohr, an dem das Ausrücklagerelement axial beweglich radial geführt ist,
einen über ein Gelenk an der Gehäuseglocke schwenkbeweglich zu befestigenden
Kupplungshebel zur Übertragung von Kupplungsbetätigungskräften auf das Ausrückla
gerelement, der in einer Öffnung vom Führungsrohr durchdrungen ist.
Aus der US-Patentschrift 4 648 500 ist eine Vorrichtung der eingangs genannten Art
bekannt, bei der eine Ausrücklageranordnung, ein Kupplungshebel und eine Führungs
hülse lose voneinander bereitgestellte Bauteile sind, die erst beim Einbau in das Fahr
zeug vereinigt werden.
Es ist weiterhin aus der DE 42 28 405 A1 bekannt, an einer Motor-Kupplung-
Getriebeeinheit am Getriebe ein vormontiertes Ausrücksystem vorzusehen. Das Ausrück
system besteht aus einem Ausrückhebel, der am Getriebegehäuse schwenkbar gelagert
ist und der durch eine entsprechende Öffnung bis in das Zentrum der Getriebewelle
hineinreicht. Konzentrisch zur Getriebewelle ist am Getriebegehäuse ein Führungsrohr
befestigt, auf welchem eine Ausrücklageranordnung axial verschiebbar geführt ist. Der
Ausrückhebel greift in die Ausrücklageranordnung ein, um im vorliegenden Fall Betäti
gungskräfte in beide Achsrichtungen übertragen zu können. Bei der Betätigung in der
einen Achsrichtung wird das sogenannte gezogene Kupplungssystem in Betriebsstellung
gebracht und beim Betätigen in die andere Achsrichtung kann die Kupplung gelüftet
werden. Eine Axialsicherung für das Ausrücklagerelement ist nicht vorgesehen. Die
Montagereihenfolge bei einem Betätigungssystem nach diesem Stand der Technik ist
folgendermaßen:
Montage des Führungsrohres im Getriebegehäuse - Aufschieben des Ausrücklagerele
mentes auf das Führungsrohr - Einfädeln des Ausrückhebels durch die entsprechende
Öffnung des Getriebegehäuses in die beiden sich axial gegenüberstehenden Betäti
gungsbereiche des Ausrücklagerelementes und schließen des Gelenks zwischen Aus
rückhebel und Getriebegehäuse.
Bei den bisherigen Lösungen wurden die einzelnen Bauelemente oder Baugruppen der
Ausrückvorrichtung erst im Verlauf der Montage des Getriebes an den Motor zusam
mengebaut. Dies hat die Vorratshaltung und die Montage erschwert Bei einer gelegent
lichen Fehlpositionierung der einzelnen Teile zueinander mußte zur Behebung des Feh
lers das Getriebe wieder vom Motor getrennt werden.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Ausrückvorrichtung der genannten Art zu er
stellen, die einfacher zu montieren ist und insbesondere ohne zusätzliche Montagesiche
rung auskommt.
Zur Lösung der Aufgabe ist die Ausrückvorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß die
folgende Montagereihenfolge eingehalten wird:
- a) Montage des Führungsrohres an der Gehäuseglocke,
- b) Montage des Kupplungshebels am Getriebegehäuse durch Einfädeln der Öffnung auf das Führungsrohr und durch Schließen des Gelenkes,
- c) Montage des Ausrücklagerelementes durch Aufschieben auf das Führungsrohr zum Fixieren des Kupplungshebels
- d) Ausrichten der einerseits am Führungsrohr und andererseits am Ausrücklagere lement vorgesehenen Bewegungsbegrenzungsmittel zur Sicherung von Kupp lungshebel und Ausrücklagerelement.
Durch die beschriebene Montage der Teile der Ausrückvorrichtung am Getriebe kann
das Getriebe beispielsweise beim Getriebehersteller komplett vormontiert werden, und
beim Kraftfahrzeughersteller ist es lediglich nötig, Getriebe und Motor zusammenzu
bauen. Durch die Bewegungsbegrenzungsmittel ist Sorge dafür getragen, daß die ein
mal am Getriebe montierten Bauteile während des weiteren Transports ihre für die
Montage am Motor vorgesehene Stellung beibehalten.
Es ist jedoch auch ohne weiteres möglich, die Montagereihenfolge folgendermaßen
durchzuführen:
- a) Montage des Führungsrohres an der Gehäuseglocke,
- b) Vormontage von Kupplungshebel und Ausrücklagerelement zu einer Unter einheit über Rastelemente,
- c) Montage der Untereinheit am Getriebegehäuse durch Einfädeln des Ausrück elementes auf das Führungsrohr und durch Schließen des Gelenkes,
- d) Ausrichten der einerseits am Führungsrohr und andererseits am Ausrücklager element vorgesehenen Bewegungsbegrenzungsmittel zur Sicherung von Kupp lungshebel und Ausrückelement.
Durch die vorgeschlagene Montagereihenfolge wird aus dem Kupplungshebel und dem
Ausrücklagerelement eine Untereinheit gebildet, welche bei den weiteren Montage
schritten sehr einfach zu handhaben ist. Dabei ist es möglich, sämtliche zur Kupplungs
betätigung notwendigen Bauteile am Getriebe vorzumontieren, so daß beim Automo
bilhersteller lediglich noch das Getriebe und der Motor zusammengefügt werden müs
sen.
Es wird weiterhin vorgeschlagen, daß am Führungsrohr im kupplungsnahen Bereich
zumindest eine radial abstehende Nase vorgesehen ist, welche beim Montieren des Aus
rücklagerelementes durch eine Längsnut in dessen Führungsbereiche hindurchgeführt
wird, und wobei nach dem Hindurchführen durch eine Verdrehung um den Winkel α
zumindest des Ausrücklagerelementes gegenüber dem Führungsrohr eine Arretierung
wirksam ist. Die hier vorgeschlagenen Arretierungsmittel sind keine zusätzlichen Bautei
le, sondern sie sind an den vorhandenen Bauteilen bereits angebracht und sie sind ein
fach zu handhaben, wobei sich ihre Funktion lediglich durch einen Verdrehvorgang ein
stellt.
Dabei ist die Zuordnung von Kupplungshebel und Ausrücklagerelement derart vorge
nommen, daß im Kupplungshebel ein Langloch mit zwei parallel verlaufenden und auf
Abstand gehaltenen Längsränder vorgesehen sind, in welche das Ausrücklagerelement
mit korrespondierenden Führungsflächen verdrehfest eingreift. Durch die drehfeste
Verbindung zwischen dem Ausrücklagerelement und dem Kupplungshebel, welche ja
am Getriebe schwenkbar aber nicht verdrehbar gelagert ist, ist eine eindeutige Zuord
nung des Ausrücklagerelementes zum Getriebe gegeben, wobei in diesem montierten
Zustand auch die einwandfreie Zuordnung der Bewegungsbegrenzungsmittel gegeben
ist. Eine nachträglich Justierung muß nicht vorgenommen werden.
Es wird weiterhin vorgeschlagen, daß die verdrehfeste Verbindung Ausrücklagerele
ment-Ausrückhebel derart vorgenommen ist, daß im Einbauzustand die Nase am Füh
rungsrohr und dem Winkel α gegenüber der Längsnut des Ausrücklagerelementes ver
dreht ist. Durch die Reihenfolge Einführvorgang, Verdrehvorgang, drehfester Befesti
gungsvorgang ist sichergestellt, daß die Bewegungsbegrenzungsmittel nach der Mon
tage des Ausrücklagerelements am Ausrückhebel in Betriebsposition sind.
Weiterhin ist vorgesehen, daß am Ausrücklagerelement im Bereich der Führungsflächen
jeweils eine Rastnase vorgesehen ist, welche den Kupplungshebel nach Montage hin
tergreift. Durch diese Maßnahme ist sichergestellt, daß neben der Verdrehsicherheit
auch eine axiale Zuordnung zwischen dem Ausrücklagerelement und dem Kupplungs
hebel gegeben ist. Damit ist sichergestellt, daß während des Transportes des so vorgerü
steten Betriebes die verdrehsichere Verbindung zwischen Ausrücklagerelement und
Kupplungshebel nicht gelöst werden kann.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, daß das Ausrücklagerelement aus ei
nem Ausrücklager und einem Lagerträger, vorzugsweise aus Kunststoff besteht, welcher
das Ausrücklager gegebenenfalls radial selbst einstellbar an einem Flanschabschnitt
trägt, welcher direkt auf dem Führungsrohr verschiebbar über eine Bohrung im Hülsen
abschnitt gelagert ist, und welcher in der Bohrung neben Längsrippen die zumindest
eine Längsnut zur Durchführung der Nase des Führungsrohrs aufweist. Ein Ausrückla
gerelement dieser Ausführung ist leicht herstellbar, da der Lagerträger vorzugsweise aus
Kunststoff gefertigt ist, so daß sowohl die Längsrippen als auch die Längsnut in der
Bohrung einfach herzustellen sind.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird vorgeschlagen, daß zwischen Gehäu
seglocke und Kupplungshebel eine Vorlastfeder konzentrisch zum Führungsrohr ange
ordnet ist, welche zumindest während des Transports für eine stabile Lage von Kupp
lungshebel und Ausrücklagerelement durch Anlage des Ausrücklagerelements an der
Nase des Führungsrohres sorgt. Prinzipiell kann eine solche Vorlastfeder auch im Betäti
gungssystem angeordnet sein, z. B. im Bereich des Nehmerzylinders, andererseits kann
nicht im jedem Betätigungssystem eine Vorlastfeder untergebracht werden, so daß die
hier an dieser Stelle angeordnete Vorlastfeder in einfacher Weise dafür sorgt, daß ein
mal während des Transports des Getriebes die Einzelteile der Ausrückeinrichtung auch
bei stoßartiger Belastung nicht in Bewegung geraten und Geräusche erzeugen, sondern
diese Vorlastfeder sorgt andererseits dafür, daß auch während des Betriebs des Fahr
zeugs die Ausrückelemente mit dem Ausrücklagerelement immer ohne Spiel an den
Betätigungselementen der Reibungskupplung anliegen, und auch hier für einen ver
schleißarmen Kontakt sorgen.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Hinweis auf die
beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen achsenthaltenden Axiallängsschnitt durch eine Ausrückvorrichtung
an einer Reibungskupplung eines Kraftfahrzeugs;
Fig. 2 die Ausrückvorrichtung von Fig. 1 im Schnitt entlang der Linie II-II in Fig.
1;
Fig. 3 die Ausrückrichtung von Fig. 1 in Blickrichtung zu der Gehäuseglocke aus
der Ebene III-III in Fig. 1;
Fig. 4 einen Träger für ein Ausrücklager in Blickrichtung von der Gehäuseglocke
und Richtung des Pfeils IV in Fig. 5;
Fig. 5 den Träger von Fig. 4 in Richtung des Pfeils V in Fig. 4;
Fig. 6 den Träger von Fig. 4 in Richtung des Pfeils VI in Fig. 5;
Fig. 7 ein Führungsrohr für den Träger von Fig. 4 in Blickrichtung zu der Gehäu
seglocke;
Fig. 8 das Führungsrohr von Fig. 7 im Schnitt.
Fig. 1 zeigt einen teilweisen Axiallängsschnitt durch eine Ausrückvorrichtung 1
für eine am Ende einer Kurbelwelle 3 einer Brennkraftmaschine angebrachten
Reibungskupplung 5 zur Drehmomentübertragung von der Kurbelwelle zu einer
Eingangswelle 7 eines der Brennkraftmaschine nachgeschalteten Getriebes. Die
Kurbelwelle 3, die Kupplung 5 und die Eingangswelle 7 sind in dieser Reihenfolge
entlang einer gemeinsamen Drehachse A-A koaxial hintereinander angeordnet.
Das Getriebe ist mittels einer am Getriebegehäuse angeformten Gehäuseglocke 9
an der Brennkraftmaschine angeflanscht. Die Ausrückvorrichtung 1 ist axial zwi
schen der Kupplung 5 und der Gehäuseglocke 9 angeordnet.
Die Kupplung 5 weist eine in üblicher Weise mit Reibbelägen versehene Kupp
lungsscheibe 11 mit einer Hohlnabe 13 auf, welche über eine Längsverzahnung
auf das Ende der Getriebeeingangswelle 7 drehfest, jedoch axial verschiebbar
aufgesetzt ist. Die Kupplungsscheibe 11 wird axial mittels einer Membranfe
der 15 zwischen kurbelwellenseitiger Druck- und Gegendruckplatten der Kupp
lung 5 eingeklemmt. Durch axialen Druck auf die Membranfeder 15 zur Kurbel
welle 3 hin mittels der Ausrückvorrichtung 1 läßt sich die Kupplung trennen. Es
versteht sich, daß die Ausrückvorrichtung auch bei anderen Kupplungstypen an
wendbar ist, etwa bei solchen, bei denen anstelle einer Membranfeder andere
Federtypen Verwendung finden.
Die Ausrückvorrichtung 1 umfaßt eine Ausrücklagerelement 17 zur Anlage an
kurbelwellenfernen Stirnflächen von Federzungen der Membranfeder 15, eine in
der Gehäuseglocke 9 gleichachsig zur Drehachse A-A befestigbares um die Ge
triebeeingangswelle 7 berührungsfrei umschließenden Führungsrohr 19, auf des
sen Außenumfang des Ausrücklagerelement 17 axial gleitbeweglich radial geführt
ist, so wie einen an der Gehäuseglocke 9 mit Abstand von der Achse A-A anzu
lenkenden Kupplungshebel 21 zur Einleitung von Kupplungsbetätigungskräften
auf das Ausrücklagerelement 17.
Das Ausrücklagerelement 17 umfaßt einen Lagerträger 23, der aus Kunststoff
hergestellt sein kann und einen das Ausrücklagerelement 17 auf dem Führungs
rohr 19 führenden Hülsenabschnitt 25 und einen radial von dessen Längsmitte
abstehenden Flanschabschnitt 27 aufweist. Der Hülsenabschnitt 25 trägt innen
seitig Längsrippen 26, welche ein leichtgängiges Verschieben des Hülsenab
schnitts 25 auf dem Führungsrohr 19 gestatten. An der Kurbelwellenseite des
Flanschabschnitts 27 stützt sich zum Ausgleich von Toleranzen radial ein wenig
verschiebbar ein nicht drehbarer Laufring 29 eines Ausrücklagers 31 etwa in
Form eins Kugellagers ab. Ein drehbarer Laufring 33 des Ausrücklagers 31 liegt
an der kurbelwellenfernen Fläche der Membranfeder 15 an. Das Ausrücklager 31
ist um seinen Umfang verteilt mittels Federklammern 34 am Flanschabschnitt 27
des Lagerträgers 23 unverlierbar befestigt. Das Ausrücklagerelement 17 ist nicht
auf die dargestellte Ausführungsform eingeschränkt.
Der Kupplungshebel 21, hier ein einarmiger Kupplungshebel, ist radial zur Achse
A-A angeordnet und hat einen zur Kurbelwellenseite hin offenen U-förmigen
Querschnitt. An seinem einen Ende weist der Kupplungshebel 21 eine zur Getrie
beseite offene Gelenkpfanne 35 auf, in welcher ein Kugelkopf 37 eingesetzt ist,
von dem ein in eine zugehörige Bohrung 39 der Gehäuseglocke 9 eingesetzter
Befestigungsstift 38 absteht. An dem Kupplungshebel 21 ist radial beiderseits
der Gelenkpfanne 35 eine Formfeder 41 unverlierbar angebracht, deren parallele
Schenkel in entgegengesetzte Seiten einer Unterschneidung 43 des Kugel
kopfs 37 eingreifen und die den Kugelkopf 37 und den Kupplungshebel 21 si
chert. Die Feder 41 ist so ausgestaltet, daß sie beim Aufsetzen der Gelenkpfan
ne 35 auf den Kugelkopf 37 selbsttätig in die Unterschneidung 43 einschnappt.
An seinem anderen Ende weist der Kupplungshebel 21 eine weitere zur Getriebe
seite offene Gelenkpfanne 45 auf, in welche ein Ausrückbetätigungselement 47
eingreift, etwa der Stößel 47 eines nicht näher dargestellten Nehmerzylinders
einer hydraulischen Kupplungsbetätigungseinrichtung. Alternativ kann es sich
auch um ein Betätigungselement einer elektrisch betätigbaren Kupplungsbetäti
gungsvorrichtung handeln.
Der Kupplungshebel 21 enthält im Bereich seiner Längsmitte einen in seiner
Längsrichtung langgestrecktes Langloch 49 zur Aufnahme des Hülsenab
schnitts 25 des Lagerträgers 23 für das Ausrücklager 31 sowie des Führungs
rohrs 19. An zueinander parallelen Längsrändern 51, 51 des Langlochs 49 (Fig. 3)
liegen jeweils Paare tangentialer Führungsflächen 53 axialer Vorsprünge des
Flanschabschnitts 27 des Lagerträgers 23 an (Fig. 4) und führen das Ausrückla
gerelement 17 in Längsrichtung des Kupplungshebels 21 verschiebbar zur Auf
nahme von Relativbewegungen während der Kupplungsbetätigung und von Tole
ranzen. Am Lagerträger 23 sind im Bereich der Führungsflächen 53 nach radial
außen vorstehende, angeformte Rastnasen 59 vorgesehen, welche das Lang
loch 49 durchsetzen und den Lagerträger 23 und das daran befestigte Ausrückla
gerelement 17 mit Axialspiel an dem Ausrückhebel 21 in Achsrichtung A-A un
verlierbar sichern.
Beiderseits weist der Flanschabschnitt 27 des Lagerträgers 23 im Bereich der
Achse A-A und in Achsrichtung A-A zur Getriebeseite konvex vorstehende Wöl
bungen 61 auf. Mit diesen Wölbungen 61 stützt sich das Ausrücklagerele
ment 17 zur Übertragung von Kupplungsausrückkräften an der kurbelwellenseiti
gen Fläche des Kupplungshebels 21 ab. Durch diese Wölbungen 61 ist das Aus
rücklagerelement 31 um eine zur Achse A-A und zur Längsachse des Kupplungs
hebels 21 im wesentlich ortogonale Linie schwenkbeweglich, so daß es während
der Schwenkbewegung des Kupplungshebels 21 um Drehpunkt 35, 37 auf dem
Führungsrohr 19 in Achsrichtung A-A ohne Verspannungen linear beweglich ist.
Das Führungsrohr 19, hier aus Metall hergestellt, trägt an seinem getriebeseitigen
Ende einen Befestigungsflansch 63 mit zwei diametral entgegengesetzten Lö
chern 65, 65 zur Befestigung mittels die Löcher 65, 65 durchsetzender Schraub
bolzen 69 an einer achsnormalen Stirnfläche des Gehäuseglocke 9 sowie mit in
Umfangsrichtung verteilt zum Getriebe vorstehenden Zentrieransätzen 67 zum
Zentrieren des Führungsrohrs 19 relativ zur Achse A-A an einer Ringausneh
mung 71 der Gehäuseglocke 9.
Zwischen einer kupplungsfernen Fläche des Kupplungshebels 21 und dem Befe
stigungsflansch 63 ist eine konisch gewickelte Vorlastschraubenfeder 73 einge
spannt, die mit ihrem großen Durchmesser an dem Kupplungshebel 21 und mit
ihrem kleinen Durchmesser an dem Befestigungsflansch 63 anliegt und die Aus
rückrichtung 1 im eingebauten Zustand spielfrei zwischen der Betätigungseinrich
tung 47 und der Membranfeder 15 hält. Diese Vorlastfeder 73 kann eine Vor
lastfeder im Nehmerzylinder ersetzen oder ergänzen.
Das andere, kurbelwellenseitige Ende des Führungsrohrs 19 steht mit Abstand
über das aufgesetzte Ausrücklagerelement 17 vor, und trägt eine radial vorste
hende Nase 75, welche als Bewegungsbegrenzungsmittel ausgebildet ist und im
noch nicht verbauten Zustand von Motor und Getriebe ein Abrutschen des Aus
rücklagerelementes 17 über dieses Ende des Führungsrohrs 19 verhindert.
Die Montage der Einzelteile der Ausrückvorrichtung 1 an der Gehäuseglocke 9
kann nun in zwei verschiedenen Reihenfolgen vorgenommen werden.
- 1. Montage des Führungsrohrs 19 an der Gehäuseglocke 9 in der vorgegebenen Position über Schraubbolzen 69 und die Löcher 65 im Befestigungsflansch 63, wobei die Zentrieransätze 67 und die Ringausnehmung 71 der Gehäuse glocke 9 eine zentrische Stellung vorgeben;
- 2. Montage des mit der Formfeder 41 im Bereich der Gelenkpfanne 35 bestück ten Kupplungshebels 21 an der Gehäuseglocke 9 durch Aufschieben mit dem Langloch 49 auf das Führungsrohr 9 unter Zwischenschaltung der Vorlast schraubenfeder 73 zwischen Befestigungsflansch 63 des Führungsrohrs 19 und dem Kupplungshebel 21 und Einschnappen der Formfeder 41 in die Hin terschneidung 43 des Kugelkopfes 37 an der Gehäuseglocke 9;
- 3. Montage des Ausrücklagerelementes 17 auf dem Führungsrohr 19 durch Hindurchführen der Nase 75 des Führungsrohrs 19 durch die Längsnut 77 im Innendurchmesser des Hülsenabschnitts 25 des Lagerträgers 23;
- 4. Verdrehen des Lagerelementes 17 auf dem Führungsrohr 19 um den Win kel α und Einführen seines Hülsenabschnittes 25 mit den Führungsflächen 53 in das Langloch 49 des Kupplungshebels 21 zur Anlage der Führungsflä chen 53 an den Längsrändern 51 des Längsloches 49;
- 5. Einschnappen der Rastnasen 59 des Hülsenabschnitts 25 hinter die Längs ränder 51 des Kupplungshebels 21.
Nach dieser Montage sind sämtliche Bauteile der Ausrückvorrichtung 1 mit dem
Getriebe unverlierbar verbunden und gesichert, da die zumindest eine Nase 75
des Führungsrohrs 19 ein Herausrutschen des Lagerträgers 23 dadurch verhin
dert, daß im montierten Zustand die Lage der Nase 75 gegenüber der Längs
nut 77 eine andere ist als während des Montagevorgangs. Die Vorlastschrauben
feder 73 bewirkt dabei zusätzlich eine Anlage des Stirnendes 28 des Lagertä
gers 23 an der Nase 75, so daß auch während des Transports des derart ausge
rüsteten Getriebes diese Anlage aufrechterhalten bleibt und keine Klappergeräu
sche entstehen können.
Eine weitere Möglichkeit der Montagereihenfolge wird nachfolgend beschrieben.
- 1. Montage des Führungsrohrs 19 an der Gehäuseglocke 9 in vorgegebener Po sition durch Schraubbolzen 69, welche Löcher 65 im Flansch 63 durchdrin gen und in die Gewindelöcher 80 eingeschraubt sind, wobei das Führungs rohr 19 mit Zentrieransätzen 67 im Befestigungsflansch 63 in einer Ringaus nehmung 71 des Getriebes vorzentriert ist;
- 2. Vormontage des mit der Formfeder 41 im Bereich der Gelenkpfanne 35 be stückten Kupplungshebels 21 mit dem Ausrücklagerelement 17 durch Einfüh ren des Lagerträgers 23 mit seinem Hülsenabschnitt 25 in das Langloch 49 des Kupplungshebels 21 in Übereinstimmung der Führungsflächen 53 mit den Längsrändern 51;
- 3. Einschnappen der Rastnasen 59 des Lagerträgers 23 in das Langloch 49 des Kupplungshebels 21;
- 4. Montage von Kupplungshebel 21 und Ausrücklagerelement 17 an der Gehäu seglocke 9 durch Hindurchführen der Nase 75 des Führungsrohrs 19 durch die Längsnut 77 im Innendurchmesser des Hülsenabschnittes 25 des Lager trägers 23 unter Zwischenschaltung der Vorlastschraubenfeder 73 zwischen Befestigungsflansch 63 des Führungsrohrs 19 und dem Kupplungshebel 21;
- 5. Verdrehen des Kupplungshebels 21 mit dem Ausrücklagerelement 17 auf dem Führungsrohr 19 und dem Winkel α und Einschnappen der Formfeder 41 in die Hinterschneidung 43 des Kugelkopfes 37 an der Gehäuseglocke 9.
Bei dieser Montagereihenfolge muß der Kupplungshebel 21 zusammen mit dem
Ausrücklagerelement 17 derart auf das Führungsrohr 19 aufgeschoben werden,
daß die Nase 75 und die Längsnut 77 in Übereinstimmung sind, wobei nach dem
Durchschieben und Austritt der Nase 75 aus dem Hülsenabschnitt 25 der Kupp
lungshebel 21 zusammen mit dem Ausrücklagerelement 17 verdreht wird und in
dieser verdrehten Position an der Gelenkpfanne 45 eingeschnappt wird. In dieser
Position ist die Lage der Nase 75 gegenüber der Längsnut 77 verdreht, so daß
die Teile der Ausrückvorrichtung 1 am Getriebe unverlierbar befestigt sind. Die
Vorlastschraubenfeder 73 sorgt nun dafür, daß während des Transports des Ge
triebes die Teile der Ausrückvorrichtung 1 an der Nase 75 in Anlage gehalten
werden und so keine Klappergeräusche entstehen können.
Es ist natürlich möglich, die Nase 75 am Führungsrohr 19 erst nach dem Zu
sammenbau umzubiegen oder es kann anstelle des Bajonettverschlusses auch
eine Rastvorrichtung, gegebenenfalls eine Einwegrastvorrichtung, vorgesehen
sein.
Es wird davon ausgegangen, daß vor der Montage der Ausrückvorrichtung 1 der
Befestigungsstift 38 des Kugelkopfs 37 in die zugehörige Bohrung 39 der Gehäu
seglocke eingesetzt ist. Es ist jedoch auch möglich, daß der Kugelkopf als Be
standteil der vormontierten Bauteile der Ausrückvorrichtung geliefert werden
kann.
Bei der Montage von Getriebe und Motor und nach Anlage des Ausrücklagers 31
an der Membranfeder 15 drückt diese das Ausrücklagerelement 17 und den
Kupplungshebel 21 gegen die Feder 23 zum Getriebe hin, so daß die Gelenkpfan
ne 45 an dem Betätigungselement 47 spielfrei anliegt. Der Lagerträger 23 be
wegt sich mit seinem Stirnende 28 weg von der Nase 75 und zwar soweit, daß
der axiale Abstand stets größer ist als der bei Kupplungsbetätigung und bei Ver
schleiß der Kupplung auftretender Axialhub des Ausrücklagerelementes 17.
Anstelle der obigen formschlüssigen Bewegungsbegrenzungsvorrichtungen sind
auch reibschlüssige Bewegungsbegrenzungsvorrichtungen möglich.
Anstelle des dargestellten einarmigen Kupplungshebels 21 ist auch ein zweiarmi
ger möglich.
Die Gehäuseglocke 9 enthält neben der Aufnahmebohrung 38 für den Kugel
kopf 37 eine Lagerstelle 91 für eine Schaltstange des Getriebes sowie eine La
gerstelle 93 für eine Sekundärwelle des Getriebes.
Claims (8)
1. Verfahren zur Montage einer Ausrückvorrichtung für eine zwischen einer Brenn
kraftmaschine und einem mittels einer Gehäuseglocke an der Brennkraftmaschine
angeflanschten Getriebe angeordnete, um eine Achse drehbare Reibungskupplung
eines Kraftfahrzeugs, umfassend ein Ausrücklagerelement, ein in der Gehäuseglocke
gleichachsig zur Drehachse befestigbares, das Ausrücklagerelement axial durchset
zendes Führungsrohr, an dem das Ausrücklagerelement axial beweglich radial geführt
ist, einen über ein Gelenk an der Gehäuseglocke schwenkbeweglich zu befestigen
den Kupplungshebel zur Übertragung von Kupplungsbetätigungskräften auf das Aus
rücklagerelement, der in einer Öffnung vom Führungsrohr durchdrungen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Montagereihenfolge wie folgt ist:
- a) Montage des Führungsrohres (19) an der Gehäuseglocke (9);
- b) Montage des Kupplungshebels (21) am Getriebegehäuse (9) durch Einfädeln der Öffnung (49) auf das Führungsrohr (19) und durch Schliessen des Gelen kes (35, 37);
- c) Montage des Ausrücklagerelementes (17) durch Aufschieben auf das Führungsrohr (19) zum Fixieren des Kupplungshebels (21);
- d) Ausrichten und Einrasten der einerseits am Führungsrohr (19) und andererseits am Ausrücklagerelement (17) vorgesehenen Bewegungsbegrenzungsmit tel (28, 75) zur axialen Sicherung von Kupplungshebel (21) und Ausrücklagerele ment (17) an der Gehäuseglocke (9).
2. Verfahren zur Montage einer Ausrückvorrichtung für eine zwischen einer Brenn
kraftmaschine und einem mittels einer Gehäuseglocke an der Brennkraftmaschine
angeflanschten Getriebe angeordnete, um eine Achse drehbare Reibungskupplung
eines Kraftfahrzeugs, umfassend ein Ausrücklagerelement, ein in der Gehäuseglocke
gleichachsig zur Drehachse befestigbares, das Ausrücklagerelement axial durchset
zendes Führungsrohr, an dem das Ausrücklagerelement axial beweglich radial geführt
ist, einen über ein Gelenk an der Gehäuseglocke schwenkbeweglich zu befestigen
den Kupplungshebel zur Übertragung von Kupplungsbetätigungskräften auf das Aus
rücklagerelement, der in einer Öffnung vom Führungsrohr durchdrungen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Montagereihenfolge wie folgt ist:
- a) Montage des Führungsrohres (19) an der Gehäuseglocke (9);
- b) Vormontage von Kupplungshebel (21) und Ausrücklagerelement (17) zu einer Untereinheit über Rastelmente (59);
- c) Montage der Untereinheit am Getriebegehäuse (9) durch Einfädeln des Ausrücklagerelementes (17) auf das Führungsrohr (19) und durch Schlies sen des Gelenkes (35, 37);
- d) Ausrichten und Einrasten der einerseits am Führungsrohr (19) und andererseits am Ausrücklagerelement (17) vorgesehenen Bewegungsbegrenzungsmit tel (28, 75) zur axialen Sicherung von Kupplungshebel (21) und Ausrücklagerele ment (17) an der Gehäuseglocke (9).
3. Ausrückvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Führungsrohr (19) im kupplungsnahen Bereich zumindest eine radial beste
hende Nase (75) vorgesehen ist, welche beim Montieren des Ausrücklagerele
ments (17) durch eine Längsnut (77) in dessen Führungsbereich hindurchgeführt
wird, und wobei nach dem Hindurchführen durch eine Verdrehung (Winkel α) zu
mindest des Ausrücklagerelementes (17) gegenüber dem Führungs
rohr (19) eine Arretierung (28, 75) wirksam ist.
4. Ausrückvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zuordnung von Kupplungshebel (21) und Ausrücklagerelement (17) derart
vorgenommen ist, daß im Kupplungshebel (21) ein Langloch (49) mit zwei parallel
verlaufende und auf Abstand gehaltenen Längsrändern (21) vorgesehen sind, in wel
ches das Ausrücklagerelement (17) mit korrespondierenden Führungsflä
chen (53) verdrehfest eingreift.
5. Ausrückvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die verdrehfeste Position Ausrücklagerelement (17) Ausrückhebel (21) derart
vorgenommen ist, daß im Einbauzustand die Nase (75) am Führungsrohr (19) und
dem Winkel α gegenüber der Längsnut (77) des Ausrücklagerele
ments (17) verdreht ist.
6. Ausrückvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Ausrücklagerelement (17) im Bereich der Führungsflächen (53) jeweils eine
Rastnase (59) vorgesehen ist, welche den Kupplungshebel (21)
nach Montage hintergreift.
7. Ausrückvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausrücklagerelement (17) aus einem Ausrücklager (31) und einem Lagerträ
ger (23) vorzugsweise aus Kunststoff besteht, welcher das Ausrücklager (31) gegebe
nenfalls radial selbsteinstellbar an einem Flanschabschnitt (27) trägt, welcher direkt
auf dem Führungsohr (19) verschiebbar über eine Bohrung im Hülsenabschnitt (25)
gelagert ist, und welcher in der Bohrung neben Längsrippen (26) die zumindest eine
Längsnut (77) zur Durchführung der Nase (75) aufweist.
8. Ausrückvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Gehäuseglocke (9) und Kupplungshebel (21) eine Vorlastfeder (73)
konzentrisch zum Führungsrohr (19) angeordnet ist, welche zumindest während des
Transports für eine stabile Lage von Kupplungshebel (21) und Ausrücklagerele
ment (17) durch Anlage des Ausrücklagerelements (17) an der Nase (75) des Füh
rungsrohrs (19) sorgt.
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|---|---|---|---|
| DE1997109387 DE19709387C2 (de) | 1997-03-07 | 1997-03-07 | Ausrückvorrichtung für eine Reibungskupplung |
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Effective date: 20111001 |