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DE19707187A1 - Sammelbehälter in Buchform und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Sammelbehälter in Buchform und Verfahren zu seiner Herstellung

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Publication number
DE19707187A1
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DE
Germany
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load
container according
bearing elements
collection container
book
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE1997107187
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Bongardt
Joerg Ehringhausen
Hans-Dieter Mollemeier
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE19707187A1 publication Critical patent/DE19707187A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42DBOOKS; BOOK COVERS; LOOSE LEAVES; PRINTED MATTER CHARACTERISED BY IDENTIFICATION OR SECURITY FEATURES; PRINTED MATTER OF SPECIAL FORMAT OR STYLE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; DEVICES FOR USE THEREWITH AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; MOVABLE-STRIP WRITING OR READING APPARATUS
    • B42D1/00Books or other bound products

Landscapes

  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Educational Administration (AREA)
  • Educational Technology (AREA)
  • Sheet Holders (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Sammelbehälter für Informationsträger aller Art, sowohl konventionelle als auch moderne, wie Briefe, Proto­ kolle, Urkunden, Dokumente, Disketten, sowie für bildliche Darstellun­ gen und Wiedergaben, z. B. Zeichnungen, Photographien und Werke der Malerei in den unterschiedlichen Techniken. Der neue Sammelbehälter besteht aus tragenden Elementen (im folgenden auch vereinfacht als Taschen bezeichnet), vorwiegend aus Kunststoff, die durch thermische Behandlung in Form eines Buches miteinander verbunden und zur Aufnahme der Informationsträger bestimmt sind. Der Begriff "Sammeln" bedeutet nicht nur das bloße Zusammentragen des genannten schriftlichen oder bildlichen Materials sondern schließt z. B. auch das Ordnen und Auf­ bewahren des Schriftguts ein.
Zum Sammeln, Aufbewahren und Ordnen von Informationen, die auf ge­ eigneten Trägern, insbesondere Papier niedergelegt sind, haben sich eine Reihe Techniken herausgebildet, die für bestimmte Anwendungsarten zweckmäßig sind und daher vielseitig genutzt werden. So heftet man Schriftstücke in Ordnern oder Ringbüchern ab, d. h. Mappen, die mit einer Mechanik ausgestattet sind, die aus ineinandergreifenden Schenkeln oder Halbringen besteht und die zur Aufnahme des Sammelguts geöffnet und zur Aufbewahrung geschlossen wird. Diese Ausgestaltung einer Sammelvorrichtung erlaubt es den Verbund zwischen den Bestand­ teilen des Schriftguts wieder zu lösen, sie einzeln zu entnehmen und neu zu ordnen. Soll ein fester Zusammenhalt hergestellt werden, verbindet man die einzelnen Schriftstücke z. B. mit Hilfe von Spiral­ federn aus Metall oder Kunststoff, mit Plastikbinderücken oder durch zwei Schienen, von denen die eine mit Zapfen versehen ist, die durch das Sammelgut hindurchreichen und in Öffnungen der Gegenschiene ein­ rasten.
Die vorstehend beschriebenen Bindesysteme haben sich für viele Zwecke gut bewährt. Als nachteilig erweist sich jedoch, daß die Informations­ träger mit Öffnungen, Löchern oder Schlitzen, zur Aufnahme der Ver­ bindungselemente versehen werden müssen. Diese Notwendigkeit ist zwar in vielen Fällen, aber nicht immer tolerierbar, z. B. wenn eine Be­ schädigung oder Veränderung der Objekte zum Zwecke ihrer Verbindung vermieden werden soll oder muß. Sie ist abhängig vom Material des Informationsträgers auch nicht immer anwendbar. In solchen Fällen kann man sich dadurch behelfen, daß man die Informationsträger in Kunststofftaschen einlegt, die mit einer Lochleiste zum Abheften in einem Ordner oder in einer Mappe mit Ringmechanik ausgestattet sind. Hierdurch wird eine Ablage ohne schädigende Einwirkung auf das Sam­ melgut ermöglicht und man erzielt zugleich den Vorteil, daß die In­ formationsträger z. B. gegenüber Beschädigung durch mechanische Ein­ wirkungen oder durch Verschmutzung geschützt sind. Aber auch diese Lösung des Ablageproblems wird nicht allen Forderungen gerecht. Insbesondere gewährleistet sie keinen festen, nicht lösbaren Verbund zwischen einer Mehrzahl von Informationsträgern. Vielmehr können die Bestandteile einzeln entnommen oder auch vertauscht werden, so daß es nicht möglich ist, eine bestimmte, gewünschte Aufeinanderfolge der Einzelstücke sicherzustellen. Überdies genügt es oftmals auch nicht ästhetischen Ansprüchen, Sammelobjekte in Ordnern oder Ringbüchern abzulegen.
Es bestand daher die Aufgabe eine Vorrichtung zu schaffen, die es erlaubt, Informationsträger abzulegen, zu sammeln, zu ordnen und aufzubewahren.
Gegenstand der Erfindung ist ein Sammelbehälter in Buchform für Informationsträger. Er ist gekennzeichnet durch einen Buchblock aus an einer Randseite einseitig unter Ausbildung eines Blockrückens mitein­ ander verschweißten tragenden Elementen, die zumindest teilweise aus thermoplastischem Material bestehen und die jeweils mindestens eine zum Einbringen des Informationsträgers ausreichend große Öffnung besitzen, einen, den Blockrücken abdeckenden Papier-, Gewebe- oder Kunststoffstreifen, Vorsatzblättern, die jeweils in einer dem Block­ rücken benachbarten, mit ihm parallel verlaufenden Randzone auf den nach außen gewandten Oberflächen des vorderen und des hinteren tragenden Elements des Buchblocks befestigt sind und in fester Verbindung mit einer Buchdecke stehen.
Der Begriff tragendes Element steht vorzugsweise für taschenartige, zumindest zwei-, zumeist dreiseitig geschlossene Behältnisse. Vorder- und/oder Rückseite der Tasche können fensterartig ausgeschnitten sein, so daß im Grenzfall das tragende Element die Form eines Rahmens annimmt und einen unmittelbaren Zugang zu dem in ihm aufbewahrten Informationsträger zuläßt.
Der neuartige Sammelbehälter zeichnet sich durch hohe Haltbarkeit aus. Er widersteht auch großen Belastungen und schützt die Informations­ träger, zumindest sofern die Taschen nicht mit Fenstern versehen sind, hervorragend gegen Beschädigung und Verschmutzung. Der Verbund der tragenden Elemente untereinander ist überaus stabil und auch bei intensivem Gebrauch des erfindungsgemäßen Behälters besteht nicht die Gefahr, daß sich im Laufe der Zeit einzelne tragende Elemente aus der Verbindung lösen. Daher ist es möglich nicht nur flache, nur wenige tragende Elemente umfassende Behälter herzustellen, sondern auch solche, die aus einer großen Anzahl tragender Elemente bestehen und entsprechend voluminös sind. Darüber hinaus kann er sehr flexibel unterschiedlichen Bedürfnissen angepaßt werden. So bestehen z. B. hinsichtlich der Größe der tragenden Elemente keine Beschränkun­ gen. Zumindest im Rahmen der genormten Papierformate können tragende Elemente zu dem erfindungsgemäßen Sammelbehälter zusammengefügt wer­ den. Üblicherweise verbindet man tragende Elemente gleicher Größe miteinander. Es ist aber auch möglich tragende Elemente unterschied­ lichen Formats zu kombinieren, so daß individuellen Anforderungen bezüglich Gestaltung und Verwendungszweck des Behälters Rechnung getragen werden kann.
Weiterhin können nicht nur gleichfarbige tragende Elemente zusammenge­ faßt werden, sondern auch solche unterschiedlicher Farbgebung. Auf diese Weise vermag man z. B. ein bestimmtes Ordnungssystem zu gestalten oder auch ausgewählte optische Effekte hervorzubringen.
Auch hinsichtlich der Befüllung der einzelnen Taschen ist man keinen Beschränkungen unterworfen. Im allgemeinen wird man in den Taschen gleichartig Informationsträger in gleicher Menge oder Anzahl ablegen, so daß der Raumbedarf in jeder Tasche und damit deren Auswölbung gleich groß ist. Es ist jedoch ohne weiteres möglich, durch Verwendung von tragenden Elementen unterschiedlichen Füllvolumens eher flächige Gegenstände mit ausgeprägt räumlichen Objekten im selben Behälter zu vereinen.
Zur Aufnahme des Ablage- bzw. Sammelguts müssen die tragenden Elemente mit einer Öffnung versehen sein, deren Größe das problemlose Einführen des aufzubewahrenden Materials erlaubt. Diese Öffnung kann nach dem Befüllen der Taschen erhalten bleiben, um einen leichten Zugang zu den deponierten Gegenständen zu ermöglichen. Sie kann aber auch lösbar, z. B. mit einem Klebestreifen oder fest, z. B. durch Verkleben oder Verschweißen verschlossen werden.
Als tragende Elemente zum Aufbau der erfindungsgemäßen Sammelbehälter kann man z. B. handelsübliche Klarsichthüllen (auch als Aktenhüllen bezeichnet), verwenden, die in der Büropraxis umfangreich verwendet werden. Die Kunststofftaschen können für den speziellen Bedarfsfall z. B. hinsichtlich Größe, Farbe, Transparenz, anderer Materialeigen­ schaften und sonstiger Beschaffenheit (z. B. dem Vorhandensein von Fenstern) auch eigens hergestellt werden, vorzugsweise geht man hier­ zu von Schlauchfolien aus.
Die zum erfindungsgemäßen Sammelbehälter zusammengefügten Taschen bestehen aus Thermoplasten, d. h. Kunststoffen, die beim Erwärmen zu­ nächst plastifiziert und schließlich schmelzflüssig werden. Sehr gut geeignete Werkstoffe für die Taschen sind wegen ihres thermischen Verhaltens und ihrer mechanischen Eigenschaften, insbesondere ihrer Flexibilität, Polyethylen, Polypropylen und Polyvinylchlorid. Statt tragenden Elementen, die ausschließlich aus Kunststoff bestehen, kann man auch Taschen verwenden, die lediglich an dem zu verschweißenden Rand einen ausreichend breiten Kunststoffstreifen aufweisen, im übrigen aber aus anderem Material, z. B. oder Papier oder Leinen auf­ gebaut sind. Schließlich ist es auch möglich, Kunststofftaschen mit Taschen aus anderem Material, z. B. aus Papier oder Leinen in einem Buchblock zu kombinieren. In diesem Fall vermitteln die in der Rand­ zone plastifizierenden bzw. schmelzenden, tragenden Elemente zugleich die Verbindung mit den Taschen aus dem andersartigen Material. Selbstverständlich ist bei dieser Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Sammelbehälters dafür Sorge zu tragen, daß über den gesamten Buchrücken ausreichend plastifizierendes Material vorhanden ist.
Zur Herstellung der neuen Sammelbehälter kann man ein im wesentlichen drei Arbeitsschritte umfassendes Verfahren anwenden. Dabei fertigt man zunächst den rohen Buchblock an. Er wird anschließend mit den Vorsatzblättern versehen und bearbeitet und schließlich in die Buchdecke (Bucheinband) eingehängt.
Den Buchblock erhält man durch einseitiges Verschweißen der tragenden Elemente an einer ihrer Randseiten unter Ausbildung des Blockrückens, d. h. der Zone, in der die Taschen miteinander verbunden sind. Hierzu werden die Taschen in der gewünschten Anzahl aufeinander gelegt, ausgerichtet und zweckmäßig in einer Presse eingespannt, um ein Verschieben der einzelnen Behälterelemente auszuschließen. Überdies verbessert man durch diese Maßnahme den Zusammenhalt der im Block verbundenen Kunststofftaschen, weil die Luft zwischen ihnen weitgehend verdrängt wird und Inhomogenitäten durch Lufteinschlüsse in der Schweißschicht vermieden werden. Das Verschweißen erfolgt nach den in der Kunststoffverarbeitung bekannten Verfahren und mit konventionellen Geräten. Je nach dem Erweichungs- und Schmelzbereich des zu verarbei­ tenden Materials setzt man Heißluft- oder elektrische Heizgeräte ein und erhitzt solange, bis die Taschenränder ineinander fließen und eine einheitliche plastifizierte oder aufgeschmolzene Schicht bilden. Wesentlich ist hierbei eine sorgfältige Dosierung der Wärmezufuhr um ein zu weit in die Fläche reichendes Aufschmelzen der Taschen zu ver­ meiden. Obgleich es auch möglich ist, Taschen aus unterschiedlichen Werkstoffen miteinander zu verbinden, empfiehlt es sich für die Herstellung der Sammelbehälter Taschen aus gleichem Material zu verwenden, weil dann eine optimale Verbindung der Einzelelemente und eine hohe Festigkeit des Verbundsystems sichergestellt wird. Um wäh­ rend des Schweißvorganges unerwünschte Einflüsse der umgebenden Luft zu vermeiden - eine Schädigung des thermoplastischen Materials durch Oxydationsvorgänge ist nicht auszuschließen - kann es sich im Einzel­ fall empfehlen unter Schutzgasatmosphäre, z. B. unter Stickstoff, zu arbeiten. Um den Zusammenhalt der tragenden Elemente weiter zu ver­ bessern und haltbarer zu gestalten, kann man auch ein Schweißhilfs­ mittel verwenden oder mitverwenden, d. h. einen unter Wärmeeinwirkung schmelzenden und bei Abkühlung erstarrenden Stoff, der nach Art eines Schmelzklebers die Kunststofftaschen zusätzlich verklebt. Schließlich können auch weitere Bindeverfahren wie Kleben z. B. mit einem Reak­ tionskleber, Nähen oder Klammern zusätzlich zum Verschweißen angewandt werden.
Falls die tragenden Elemente des Sammelbehälters in der Weise ungleich­ förmig befüllt werden, daß ihre Dicke (d. h. der jeweilige Abstand von Vorder- und Rückseite der einzelnen Tasche) differieren, empfiehlt es sich zum Ausgleich der Abstände zwischen normal und übermäßig gefüllten Taschen in der Schweißzone Distanzstreifen einzulegen und in den Blockrücken zu integrieren. Die Höhe der Distanzstreifen ist dabei so zu bemessen, daß die Auswölbung der übermäßig gefüllten Tasche gegenüber der verschweißten Randzone kompensiert wird. Die Distanz­ streifen bestehen zweckmäßig aus dem gleichen Material wie die Taschen, es ist aber auch möglich für diesen Zweck andere Werkstoffe einzusetzen, wobei darauf zu achten ist, daß der eingelegte Distanz­ streifen nicht die Festigkeit des Verbundes beeinträchtigt.
Dem Schweißschritt schließt sich die Bearbeitung des Buchblocks an. Hierzu gehören insbesondere das Glätten des Blockrückens, das Befesti­ gen der Vorsatzblätter und das Beschneiden des Buchblocks.
Beim Verschweißen der Taschen zum Buchblock ist nicht immer zu ver­ hindern, daß der Blockrücken Unebenheiten aufweist, die die Weiterbe­ arbeitung des Buchblocks und auch seinen optischen Eindruck beeinträch­ tigen. Diese Unebenheiten können durch mechanische Behandlung des Blockrückens, durch Schleifen oder Abziehen z. B. mit Sandpapier beseitigt werden.
Anschließend befestigt man die Vorsatzblätter (Vorsätze) auf dem Buch­ block. Ihre Aufgabe ist es, die erste und die letzte Seite des Buch­ blocks zu schützen und die Klebeverbindung mit der Einbanddecke her­ zustellen. Man verwendet hierzu jeweils einen Doppelbogen, der die gleiche Größe hat wie die tragenden Elemente und heftet ihn mit einer schmalen Klebstoffspur, die parallel zum Blockrücken verläuft, auf den nach außen gekehrten Oberflächen der vorderen und der hinteren Tasche des Buchblocks. Als Material für die Vorsätze eignen sich im Handel angebotenes Vorsatzpapier oder auch jede andere kräftige Papiersorte und auch kräftige Kunststoffolien. Wie immer bei der Herstellung von Klebeverbindungen an denen Kunststoffe beteiligt sind, muß auf den Einsatz geeigneter Spezialklebstoffe geachtet werden. Sie sind in den verschiedensten Rezepturen auf dem Markt erhältlich.
Sofern erforderlich wird im Anschluß daran der Buchblock beschnitten, um ihm sein endgültiges Format zu geben. Selbstverständlich müssen hierbei die Taschen erhalten bleiben, d. h. die Seitennähte dürfen nicht gelöst werden.
Der durch Verschweißen der Kunststofftaschen erhaltene Blockrücken ist gerade. Häufig, insbesondere bei dickeren Sammelbehältern oder auch aus ästhetischen Gründen kann der Rücken gerundet werden, d. h. die einzelnen Taschen werden in der Weise verschoben, daß der Blockrücken einen Kreisbogen, z. B. einen Halbkreis bildet. Hierzu ist es erforder­ lich den Blockrücken soweit zu erwärmen, daß er formbar wird. Das Runden erfolgt nach den aus der Buchherstellung bekannten Verfahren maschinell unter Einwirkung von Hebelkraft oder durch Ausüben von Druck auf den Blockrücken.
Im Anschuß an das Beschneiden und gegebenenfalls Runden wird der Block­ rücken über die gesamte Länge und Breite mit einem Papier oder Gewebestreifen oder einem Streifen aus einer Kunststoffolie versehen, der oben und unten mit einem Kapitalband ausgestattet sein kann. Der Streifen wird auf dem Blockrücken aufgeklebt oder, vorzugsweise, durch Erwärmen mit dem Blockrücken verschmolzen.
Im letzten Arbeitsschritt wird der Buchblock mit der Buchdecke zusam­ mengefügt. Hierzu werden die nach außen gerichteten Vorsatzblätter mit Klebstoff benetzt und unter Druck mit den Innenseiten der Buchdecke verbunden. Der Bucheinband kann individuell gestaltet und auf den jeweiligen Verwendungszweck des Sammelbehälters abgestimmt werden. In der Wahl der eingesetzten Werkstoffe ist man völlig frei. Nicht kaschierter oder kaschierter Karton ist ebenso geeignet wie es Kunststoffe oder Schichtwerkstoffe, z. B. Kombinationen von Karton und Leder oder Karton und textilen Materialien sind. Die neuen Sammelbe­ hälter dienen zur Aufnahme von Informationsträgern. Der Begriff Informationsträger ist sehr weit zu fassen. Er ist insbesondere nicht beschränkt auf druckschriftliche oder handschriftliche Informationen auf Papier sondern schließt z. B. auch bildliche Darstellungen wie Photographien und Werke der Malerei auf Papier, Leinwand, Holz oder einem anderen Malgrund, Tonträger wie Schallplatten sowie moderne Datenträger wie Disketten und Compact discs ein. Die Behälter eignen sich ferner ausgezeichnet zum Aufbewahren von Briefmarken und Münzen wie auch zur Zusammenstellung von Informationsmaterial, Gebrauchsanweisun­ gen, Verzeichnissen aller Art und Werbeschriften in Buchform. Im wei­ testen Sinne versteht man also unter Informationsträgern, Daten­ speicher, insbesondere solche in flächiger Form. Die Anwendungsbreite des erfindungsgemäßen Behälters ist selbstverständlich nicht auf die vorstehend beschriebenen Beispiele beschränkt.

Claims (19)

1. Sammelbehälter in Buchform für Informationsträger gekennzeich­ net durch einen Buchblock aus an einer Randseite einseitig unter Ausbildung eines Blockrückens miteinander verschweißten, tragenden Elementen, die zumindest teilweise aus thermopla­ stischem Material bestehen und die jeweils mindestens eine zum Einbringen des Informationsträgers ausreichend große Öffnung besitzen, einen, den Blockrücken abdeckenden Papier-, Gewebe- oder Kunststoffstreifen, Vorsatzblättern, die jeweils in einer dem Blockrücken benachbarten, mit ihm parallel verlaufenden Randzone auf den nach außen gewandten Oberflächen des vorderen und des hinteren tragenden Elements des Buchblocks befestigt sind und in fester Verbindung mit einer Buchdecke stehen.
2. Sammelbehälter nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die tragenden Elemente taschenartig ausgebildet sind.
3. Sammelbehälter nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ober- und/oder Unterseite des taschenartig ausgebildeten, tragenden Elements Fenster enthalten.
4. Sammelbehälter nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Buchblock aus tragenden Elementen, die außer durch Verschweißen zusätzlich durch eine weitere Bindeart zusammengefügt sind.
5. Sammelbehälter nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch tragende Elemente gleicher Größe.
6. Sammelbehälter nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch tragende Elemente unterschied­ licher Größe.
7. Sammelbehälter nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch tragende Elemente unterschied­ licher Farbe.
8. Sammelbehälter nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch tragende Elemente unterschiedlichen Füllvolumens.
9. Sammelbehälter nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch tragende Elemente mit einem lösbaren Verschluß.
10. Sammelbehälter nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch unlösbar verschlossene tragende Elemente.
11. Sammelbehälter nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch tragende Elemente aus Polyethylen.
12. Sammelbehälter nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch tragende Elemente aus Polypropylen.
13. Sammelbehälter nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch tragende Elemente aus Polyvinyl­ chlorid.
14. Sammelbehälter nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch Distanzstreifen, die zwischen tra­ genden Elementen unterschiedlichen Befüllvolumens eingelegt sind.
15. Sammelbehälter nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 14, gekennzeichnet durch einen gerundeten Buchblock.
16. Verfahren zur Herstellung eines Sammelbehälters nach einem oder mehreren der Patentansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß man tragende Elemente an einer ihrer geschlossenen Randseiten unter Ausbildung eines Blockrückens miteinander verschweißt den entstandenen Buchblock bearbeitet, insbesondere glättet, mit Vorsatzblättern versieht, sofern erforderlich beschneidet, darauf den Blockrücken mit einem Papier- oder Gewebestreifen abdeckt und schließlich den Buchblock über die Vorsatzblätter mit einer Buchdecke verbindet.
17. Verfahren nach Patentanspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die tragenden Elemente zum Verschweißen in eine Presse eingespannt werden.
18. Verfahren nach Patentanspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeich­ net, daß das Verschweißen unter Mitverwendung eines Schweiß­ hilfsmittels erfolgt.
19. Verfahren nach einem oder mehreren der Patentansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den tragenden Elementen Distanzstreifen eingelegt werden.
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Citations (2)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4844508A (en) * 1987-10-09 1989-07-04 Choi Harry Y Album binding device and method of binding
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