DE19702391C1 - Einstellvorrichtung für eine Nähmaschine - Google Patents
Einstellvorrichtung für eine NähmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einstellvorrichtung für eine Nähmaschine nach dem
Oberbegriff von Anspruch 1.
Aus einer Anleitung für eine Nähmaschine (Dürkopp Adler N291, Ausgabe/
Edition: 07/95, in Deutsch und Englisch) ist eine Einstellvorrichtung für eine
Nähmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bekannt,
bei der eine sogenannte Justierscheibe auf der Armwelle angeordnet ist. Die
Justierscheibe ist mit sich radial erstreckenden Schlitzen unterschiedlicher
Längenabmessungen ausgebildet. Zur Durchführung einer Einstellung an der
Nähmaschine wird ein zylindrischer Stift durch eine Gehäusebohrung in einen
der Schlitze eingesteckt, so daß die Armwelle der Nähmaschine in einer defi
nierten Drehstellung in bezug auf das Gehäuse festgelegt ist. Der Stift ist mit
einer Ringnut versehen, so daß dem Mechaniker eine Hilfestellung gegeben
ist, äußerlich zu erkennen, in welcher Drehstellung die Armwelle festgelegt ist.
Die bekannte, aus nur wenigen Teilen bestehende Einstellvorrichtung gestat
tet, die relative Stellung eines Bauteils wie beispielsweise die Nadel der Näh
maschine in bezug auf ein anderes Bauteil, wie die Stichplatte oder den Grei
fer der Nähmaschine überprüfen oder reproduzierbar mit hoher Genauigkeit
einstellen zu können.
Im Einsatz der bekannten Einstellvorrichtung hat sich gezeigt, daß von der re
gulären Justage geringfügig abweichende Einstellungen, wie diese manchmal
bei speziellen Einsatzbedingungen der Nähmaschine erforderlich sind, auf
grund der unveränderlich zueinander angeordneten Schlitze nicht erzeugbar
sind. Weiter kann es erforderlich werden, daß der Mechaniker mit besonderer
Aufmerksamkeit auf die festzulegende Drehlage der Armwelle achten muß
wenn eine größere Anzahl der Schlitze in der Justierscheibe angeordnet ist.
Weiter erfordert das Arbeiten mit der bekannten Einstellvorrichtung einige
Handgriffe, um die Armwelle der Nähmaschine wiederholt festzusetzen oder
wieder freizustellen, um eine Justage nach dem Bewegen der Nähmaschinen
bauteile erneut hinsichtlich ihrer exakten Einstellung überprüfen zu können.
Schließlich ist bei der bekannten Einstellvorrichtung nachteilig, daß für unter
schiedliche Nähmaschinentypen unterschiedliche Justierscheiben bereitge-.
stellt werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Einstellvor
richtung derart weiterzubilden, daß eine Flexibilität hinsichtlich der Justage
werte und damit eine universelle Verwendbarkeit für unterschiedliche Nähma
schinentypen und eine erleichterte Handhabung der Einstellvorrichtung er
reicht werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Einstellvorrichtung der gat
tungsgemäßen Art durch die Merkmale im Kennzeichnung steil von Anspruch
1 gelöst. Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird ermöglicht, daß die
einzelnen Justagepunkte entsprechend dem Einsatzfall der Nähmaschine
festlegbar sind. Dies gestattet weiter, daß die Einstellvorrichtung universell für
verschiedene Nähmaschinentypen anpaßbar ist. Weiter gestattet die Einstell
vorrichtung nach der Erfindung eine einfache Handhabung, um die Nähma
schine in einen definiertem Blockierzustand festzusetzen oder in einen frei be
weglichen Zustand versetzen zu können. Mit dem Merkmal von Anspruch 2
wird die Ist-Drehwinkellage der Armwelle erfaßt und an die Steuerung zurück
gegeben, was vor allem dann erforderlich ist, wenn kein schrittweise
betreibbarer Antriebsmotor, der z. B. im Arm der Nähmaschine eingebaut
sein könnte, eingesetzt wird. Mit dem Merkmal von Anspruch 3 wird eine
komfortable Betriebsweise der Einstellvorrichtung erzielt.
Die Ausgestaltung der Einstellvorrichtung nach Anspruch 4 führt zu einer ko
stengünstigen und betriebssicher arbeitenden Lösung, bei der der Antriebs
motor zugleich als Festsetzeinrichtung eingesetzt wird. Eine einfache und ko
stengünstige Lösung ergibt sich bei einer Ausgestaltung der Einstellvorrich
tung mit den Merkmalen des Anspruchs 5. Die Weiterbildung nach Anspruch 6
führt zu einer Ausgestaltung mit einer kleinstmöglichen Anzahl von Bauteilen.
Mit den Merkmalen von Anspruch 7 wird eine zuverlässige Betriebsweise er
reicht. Die Weiterbildung nach den übrigen Unteransprüchen führt zu weiteren
vorteilhaften Ausgestaltungen.
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von drei Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. Es zeigt
Fig. 1 Vorderansicht einer Nähmaschine mit der Einstellvorrichtung nach der
Erfindung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Nähmaschine gemäß dem Sichtpfeil II in Fig. 1
in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 eine Ansicht auf einen Bereich der Nähmaschine entsprechend dem
Sichtpfeil III in Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Antriebsmotors entsprechend dem
Sichtpfeil IV in Fig. 2,
Fig. 5 einen Teil einer Nähmaschine in Schnittdarstellung eines anderen Aus
führungsbeispiels, und
Fig. 6 ein Blockschaltbild zur Veranschaulichung der Arbeitsweise der
Einstellvorrichtung.
Eine Nähmaschine 1 ist in der üblichen Weise mit einem C-förmigen Gehäuse
2 ausgebildet, das eine Grundplatte 3 und einen sich daran nach oben hin an
schließenden Ständer 4 aufweist. An dem Ständer 4 schließt sich etwa recht
winklig ein sich im wesentlichen parallel zu der Grundplatte 3 erstreckender
Arm 5 an, der in einem Kopf 6 endet. In dem Kopf 6 befindet sich ein Kurbel
trieb, der für den auf- und abgehenden Antrieb einer Nadelstange 7 dient, die
an ihrem der Grundplatte 3 zugewandten Ende eine Nadel 8 trägt. Mit dem
genannten Kurbeltrieb sind in dem Kopf 6 drehantreibbar weitere Elemente
der Nähmaschine 1 wie beispielsweise ein Fadenhebel 9 untergebracht.
Der genannte Kurbeltrieb ist an einem in dem Kopf 6 hineinragenden Ende ei
ner Armwelle 10 ausgebildet, die in dem Arm 5 drehbar gelagert ist. Die Arm
welle 10 ist somit in einem festen Verhältnis in Bezug auf die Bewegung der
Nadel 8 drehbar. Die Armwelle 10 steht über einen Zahnriementrieb 11 mit ei
ner in der Grundplatte 3 drehbar gelagerten Welle 12 in Antriebsverbindung.
Die Welle 12 ist in bekannter Weise über ein nicht dargestelltes Getriebe mit
einem drehbar in der Grundplatte 3 gelagerten Welle 13 verbunden, die an ih
rem freien Ende einen umlaufenden Greifer 14 aufweist. Der Greifer 14 ist mit
einer Greiferspitze 15 ausgebildet, die in üblicher Weise die Bewegungsbahn
der Nadel 8 tangiert. Oberhalb des Greifers 14 ist die Grundplatte 3 mit einer
Stichplatte 16 ausgebildet, die ein Stichloch 17 für den ungehinderten Durch
gang der Nadel 8 aufweist. Auf der Stichplatte 16 liegt ein Nähgutteil 18 auf,
auf dem wiederum in üblicher Art ein in dem Kopf 6 gelagerter Stoffdrücker 19
aufliegt. Im Bereich des Stichlochs 17 befinden sich Ausnehmungen (nicht
dargestellt) für den Durchtritt eines Stoffschiebers 20, der im Takt der Bewe
gung der Nadel 8 eine Viereckbewegung ausführt und intermittierend mit dem
Nähgutteil 18 in Eingriff gelangt. Die Nähmaschine 1 ist mit Stichbildeelemen
ten ausgestattet, welche die Gesamtheit aller für die Stichbildung verantwortli
chen Bauteile einschließlich der Nadel 8, dem Fadenhebel 9 und dem Greifer
14 umfaßt.
Die Armwelle 10 ist an ihrem aus dem Gehäuse 2 der Nähmaschine 1 austre
tenden Ende mit einem Handrad 21 versehen, welches einen größeren zylin
drischen Teil 22 und eine Riemenscheibe 23 aufweist. An dem Handrad 21 ist
über einen Flansch (nicht dargestellt) ein Innenteil eines Drehwinkelgebers 24
befestigt, dessen Gehäuse über einen Lagerarm 25 gegen Verdrehung an
dem Arm 5 der Nähmaschine 1 gehalten ist. Derartige Drehwinkelgeber 24,
sind auch als Positionsgeber an Nähmaschinenantrieben, beispielsweise
durch die DE 42 32 273 A1 oder die US-PS 4,463,698 bekannt. Prinzipiell ar
beiten solche Drehwinkelgeber mit einer berührungslosen induktiven oder op
tischen Erfassung und vermögen je nach Ausführung eine mehr oder weniger
hohe Anzahl von Impulsen je Umdrehung (beispielsweise 512 Impulse/Umdre
hung) und ein Signal für einen fixen Referenzpunkt auszugeben.
Der Nähmaschine 1 wird ein Faden 26 zugeführt, der sich über Führungsösen
und dem Fadenhebel 9 durch ein Öhr 27 der Nadel 8 hindurch erstreckt. Wei
ter befindet sich innerhalb des Greifers 14 ein Fadenvorrat (nicht dargestellt),
so daß die Nähmaschine 1 zur Herstellung einer Doppelsteppstichnaht in dem
Nähgutteil 18 dient. Zum Abschneiden der Fäden ist die Nähmaschine 1 zwi
schen der Stichplatte 16 und dem Greifer 14 mit einem Fadenabschneider 28
ausgebildet.
Die Nähmaschine 1 ist in einer Tischplatte 29 aufgenommen, an der ein ka
stenförmiges Bedienpult 30 mit einer darin enthaltenen Steuerung 31 befestigt
ist, die über eine Leitung 32 mit einer Stromversorgung verbunden ist. Die
Steuerung 31 ist mit einem ersten Speicher 33 und mit einem zweiten Spei
cher 34 ausgebildet. Weiter beinhaltet die Steuerung 31 eine Sollwert-Wähl
einrichtung 35, die mit einer über Pixel ansteuerbare Anzeigeeinrichtung 36
schaltungstechnisch verbunden ist. Weiter ist die Steuerung 31 mit einem
Vergleicher 37, einer Schalteinrichtung 38 für einen Anzeigeteil 39 innerhalb
der Anzeigeeinrichtung 36, einer Eingabeeinrichtung 40 und einem Steuerteil
41 ausgebildet. Der Steuerteil 41 weist einen Ausgang 42 und einen Ausgang
43 auf.
Weiter ist die Steuerung 31 über eine Leitung 44 mit dem Drehwinkelgeber 24
verbunden. Die Steuerung 31 ist mit einer Tastatur 45 und einer Schalteinrich
tung 46 für die Wahl der Betriebsweise in Form eines Drehschalters
ausgestattet.
An der Nähmaschine 1 ist an einer Seite 47 des Ständers 4 eine Festsetzein
richtung 48 befestigt die einen einfachwirkender Pneumatikzylinder aufweist.
Hierzu ist im Innern des Pneumatikzylinders ein Kolben 49 mit einer Kolben
stange gegen die Kraft einer Druckfeder mit Hilfe von Druckluft verschiebbar.
Weiter befindet sich an der Kolbenstange ein Bremsschuh 50, der mit dem zy
lindrischen Teil 22 des Handrads 21 in Eingriff bringbar ist. Die Festsetzein
richtung 48 ist über eine Druckluftleitung 51 mit einem Pneumatikventil 52 ver
bunden, welches elektromagnetisch bzw. mechanisch ansteuerbar ist. Das
Pneumatikventil 52 ist über eine Druckluftleitung 53 mit einer Druckluftquelle
und über eine elektrische Leitung 54 mit der Steuerung 31 verbunden. Die
Festsetzeinrichtung 48 mit dem auf den Teil 22 des Handrads 21 einwirken
den Bremsschuh 50 einschließlich des diesen betätigenden Pneumatikzylin
ders mit dem Pneumatikventil 52 ist als eine Friktionsbremse 55 ausgebildet.
Die Festsetzeinrichtung 48 und damit auch die Friktionsbremse 55 ist in zwei
Betriebszustände versetzbar, und zwar in eine Ruhestellung, in der die Arm
welle 10 frei drehbar ist und in eine Blockierstellung, in der die Armwelle 10
gegenüber dem Gehäuse 2 festgesetzt ist. Die Dimensionierung und Anord
nung des Pneumatikzylinders ist dergestalt, daß sich der Bremsschuh 50 in
der Ruhestellung einige Millimeter von dem zylindrischen Teil 22 des Handra
des 21 und in der Blockierstellung in festem Kontakt mit dem zylindrischen
Teil 22 des Handrades 21 befindet.
Es wird davon ausgegangen, daß sich die Schalteinrichtung 46 in einer be
stimmten Stellung zur Aktivierung der Einstellvorrichtung befindet. Dabei er
folgt eine Stromversorgung der Steuerung 31 und eine Freistellung des Pneu
matikventils 52, so daß die Festsetzeinrichtung 48 ihre Ruhestellung einnimmt
und damit das Handrad 21 frei von Hand drehbar ist. Es wird weiter davon
ausgegangen, daß zuvor ein Abgleichvorgang durchgeführt worden ist, in dem
die Stellung des Drehwinkelgebers 24 anhand des Signals für den Referenz
punkt in bezug auf eine definierte Drehlage der Armwelle 10 festgelegt wor
den ist. Schließlich wird noch davon ausgegangen, daß in dem zweiten Spei
cher 34 dauerhaft Daten in unterschiedlichen Zeilen 59 abgelegt sind. Als Bei
spiel ist in Fig. 6 dargestellt, daß in der Zeile 56 in einem ersten Speicherteil
57 eine Kennzahl 02, in einem zweiten Speicherteil 58 ein Wert 154,3 für eine
Soll-Drehwinkellage der Armwelle 10 in Bezug auf das Gehäuse 2 und in ei
nem dritten Speicherteil 59 ein Wert 06 als Information für eine Anzeige abge
legt sind.
Unter diesen Voraussetzungen werden von dem Drehwinkelgeber 24 Daten
dem Speicher 33 zugeführt, die ständig die aktuelle Drehwinkellage der Arm
welle 10 repräsentieren. Diese Daten werden also ständig bei einer manuellen
Verdrehung des Handrades 21 aktualisiert.
Über die Wähleinrichtung 35, die bei dieser Betriebsweise der Steuerung 31
an der Tastatur 45 aktiviert wird, ist es dem Mechaniker möglich, eine Anwahl
einer bestimmten Zeile wie beispielsweise die Zeile 56 mit der gewünschten
Soll-Drehwinkellage der Armwelle 10 vorzunehmen. Hiermit werden zugehöri
ge Informationen an der Anzeigevorrichtung 36 ausgegeben. Gemäß Fig. 6
gelangen die Daten aus dem ersten Speicher 33 mit der Ist-Drehwinkellage
und die Daten aus dem zweiten Speicherteil 58 mit der Soll-Drehwinkellage in
den Vergleicher 37. Bei Nichtübereinstimmung beider Daten veranlaßt die
Schalteinrichtung 38 die Ausgabe einer für den Mechaniker lesbaren Informa
tion an dem Anzeigeteil 39, wobei die Information dem Mechaniker anzeigt, in
welche Richtung das Handrad 21 manuell gedreht werden muß, um die Ist-
und Soll-Drehwinkellagen in Übereinstimmung zu bringen. Sobald dies er
reicht ist, erfolgt eine Ausgabe einer entsprechenden Information an dem An
zeigeteil 39. Hiernach erfolgt eine Betätigung der Eingabeeinrichtung 40, wo
mit die Festsetzeinrichtung 48, also das Pneumatikventil 52 angesteuert und
damit eine Beaufschlagung des Pneumatikzylinders veranlaßt wird. Damit
nimmt die Festsetzeinrichtung 48 ihre Blockierstellung ein, so daß der
Mechaniker die Justage eines Bauteils der Nähmaschine 1, beispielsweise die
relative Einstellung des Greifers 14 und der Nadel 8 (Fig. 3) vornehmen kann.
Während des Einstellvorgangs verharrt die Armwelle 10 in bezug auf das Ge
häuse 2 in einer festgesetzten Stellung. Nach Beendigung des Justagevor
gangs erfolgt die Umstellung der Festsetzeinrichtung 48 in ihre Ruhestellung
durch die erneute Betätigung der Eingabeeinrichtung 40. Als anderes Beispiel
einer auszuführenden Justage wird die Einstellung der Lage der Nadelstange
genannt, die die Nadel 8 trägt. Hier erfolgt die Justage derart, daß sich die
Spitze der gestrichelt gezeichneten Nadel 8 in Flucht mit der Oberseite der
Stichplatte 16 befindet (Fig. 3).
Der vorstehend erläuterte Justagevorgang läuft bei anderen abgerufenen
Soll-Drehwinkellagen entsprechend ab und ist beliebig oft wiederholbar.
Eine andere Betriebsweise der Einstellvorrichtung wird durch eine andere
Stellung der Schalteinrichtung 46 aktiviert. Hier erfolgt eine selbsttätige Ein
schaltung der Festsetzeinrichtung 48, sobald die Ist- und Soll-Drehwinkellagen
übereinstimmen. Hierzu wird einem Steuerteil 41 über eine Leitung 60 ein ent
sprechendes Signal zugeführt und daraufhin von dem Steuerteil 41 die Betäti
gung der Festsetzeinrichtung 48 veranlaßt.
Die eingangs beschriebene Nähmaschine 1 ist anstatt mit der Festsetzeinrich
tung 48 einschließlich dem Pneumatikventil 52 und den zugehörigen Leitun
gen 51, 54 mit einem Antriebsmotor 61 ausgestattet, der fest mit der Nähma
schine 1 unterhalb der Grundplatte 3 verbunden ist. Der handelsübliche An
triebsmotor 61 ist als Kupplungs-Bremsmotor ausgebildet, wie dieser bei
spielsweise aus der DE 35 08 310 A1 bekannt ist. Gemäß Fig. 4 ist der An
triebsmotor 61 mit einem Rotor 62, einer damit verbundenen Scheibe 63, ei
ner ortsfesten Bremsscheibe 64 und einer zwischen beiden axial hin- und her
schaltbaren Kupplungsscheibe 65 einschließlich einer damit verbundenen
Riemenscheibe 66 ausgeführt. Die Kupplungsscheibe 65 und die Bremsschei
be 64 bilden eine Festsetzeinrichtung 67, die ebenfalls eine Friktionsbremse
68 verkörpert. Weiter befindet sich an dem Antriebsmotor 61 eine
Motorsteuerung 69. Der Antriebsmotor 61 vermag die Nähmaschine 1 in defi
nierten Stellungen, also mit definierten Drehwinkellagen der Armwelle 10 an
zuhalten und festzusetzen. Hierzu werden der Steuerung 31 wie bei dem Aus
führungsbeispiel 1 Informationen über die Ist-Drehwinkellage der Armwelle 10
von dem Drehwinkelgeber 24 zugeführt.
Das Ausführungsbeispiel 2 zeichnet sich durch die Besonderheit aus, daß
der Antriebsmotor 61 auch die Festsetzeinrichtung 67 mit beinhaltet. Die Mo
torsteuerung 69 ist in üblicher Weise über eine Zugstange 70 mit einem Pedal
(nicht dargestellt) gekoppelt. Weiter ist die Motorsteuerung 69 über eine elek
trische Leitung 71 mit der Steuerung 31 und über eine Leitung 72 mit einer
Stromquelle verbunden. Auf der Riemenscheibe 66 ist ein Riemen 73 aufge
nommen, der mit seinem freien Ende die Riemenscheibe 23 an dem Handrad
21 umschlingt.
Diese entspricht der des Ausführungsbeispiels 1. Zusätzlich gestattet das
Ausführungsbeispiel 2 noch die folgenden Betriebsweisen:
- a) Mit dem Aktivieren der Einstellvorrichtung durch eine entsprechende Ein stellung der Schalteinrichtung 46 befindet sich die Festsetzeinrichtung 67 in ihrer Ruhestellung, in der das Handrad 21 der Nähmaschine 1 frei drehbar ist. Somit ist der Mechaniker imstande, Einstellungen an der Nähmaschine 1 oder Überprüfungen an bereits erfolgten Einstellungen vornehmen zu können. Wenn die Werte der Ist- und Soll-Drehwinkellagen nach einer manuellen Ver drehung des Handrades 21 innerhalb kleiner Grenzen, beispielsweise +/- 5 Grad, voneinander abweichen, dann erfolgt eine entsprechende Ausgabe an dem Anzeigeteil 39. Dies signalisiert die Möglichkeit, daß eine Betätigung der Eingabeeinrichtung 40 erfolgen kann, womit die Steuerung 31 dann einen au tomatischen Abgleich durch den Antriebsmotor 61 und anschließend ein Fest setzen der Armwelle 10 durch die Festsetzeinrichtung 67 veranlaßt. Diese wird dann in ihre Blockierstellung verbracht. Das Zurücksetzen der Festsetzeinrichtung 67 in ihre Ruhestellung erfolgt wieder durch eine erneute Betätigung der Eingabevorrichtung 40.
- b) Durch entsprechende Stellung der Schalteinrichtung 46 erfolgt die Aktivie rung der Einstellvorrichtung. Dabei ist es dem Mechaniker möglich, erstmals eine definierte Drehwinkellage der Armwelle 10 per Hand und dann überje weilige Befehlseingaben an der Eingabevorrichtung 40 nacheinander alle in dem zweiten Speicher 34 abgelegten Stellungen der Armwelle 10 anzufahren, wobei diese Stellungen dann durch den Antriebsmotor 61 mit einer Drehzahl von beispielsweise 100 Umdrehungen pro Minute angefahren werden. Diese Betriebsweise ist vorteilhaft, wenn bereits erfolgte Einstellungen an der Näh maschine 1 abschließend überprüft werden sollen.
Gemäß Fig. 5 ist eine Nähmaschine 74 an ihrem Arm 75 mit einer Armwelle
76 ausgebildet, auf der ein Rotor 77 befestigt ist. Der Rotor 77 ist von einem
eine Drahtwicklung (nicht bezeichnet) tragenden Stator 78 umgeben. Der Ro
tor 77 und der Stator 78 sind Bestandteile eines Antriebsmotors 79. Dieser ist
als Schrittmotor ausgebildet, der mit einer nicht näher beschriebenen An
steuerung schaltungsmäßig verbunden ist. Die Armwelle 76 ist an ihrem aus
dem Arm 75 heraustretenden Ende mit einem Handrad 80 versehen. Im Ge
gensatz zu den mit den Friktionsbremsen 55, 68 ausgebildeten Festsetzein
richtungen 48, 67 wird durch den Schrittmotor eine Festsetzeinrichtung 81
verkörpert, bei der der Rotor 77 in einem ruhenden Magnetfeld stillstehend
gehalten wird. Der Antriebsmotor 79 ist über eine elektrische Leitung 82 mit
der Steuerung 31 verbunden.
Es wird davon ausgegangen, das sich die Steuerung 31 in dem eingeschalte
ten Zustand befindet, in dem sich der Antriebsmotor 79 durch eine entspre
chende Ansteuerung der Drahtwicklung im Stillstand befindet. Infolge des zu
vor erfolgten Abgleichs des Referenzpunktes in Bezug auf den Arm 75 nimmt
dabei die Armwelle 10 eine definierte Drehlage ein.
Mit Betätigung der Eingabeeinrichtung 40 vollführt der Schrittmotor einen
Schritt einer Drehbewegung aus. Dabei werden die die Stellung der Armwelle
76 repräsentierende Daten direkt von der Ansteuerung des Antriebsmotors 79
dem ersten Speicher 33 zugeführt. Hierdurch entfällt bei diesem Ausführungs
beispiel 3 der in den Ausführungsbeispielen 1 und 2 benötigte Drehwinkelge
ber 24. Sobald dabei den Vorgaben in dem zweiten Speicher 34 entsprechen
de Drehstellungen der Armwelle 76 erreicht werden, erfolgt eine Ausgabe an
dem Anzeigeteil 39, so daß dann eine Justage der Stichbildeelemente vorge
nommen oder geprüft werden kann.
Wie bei dem Ausführungsbeispiel 2 ist auch hier bei einer entsprechenden
Stellung der Schalteinrichtung 46 eine Betriebsweise möglich, daß der An
triebsmotor 79 Drehbewegungen ausführt, um die Armwelle 76 in die in dem
Speicher 33 abgelegten Drehwinkellagen jeweils nach einer Eingabe an der
Eingabeeinrichtung 40 entsprechenden Stellungen zu positionieren.
Claims (12)
1. Einstellvorrichtung für eine Nähmaschine mit folgenden Merkmalen:
- - die Nähmaschine (1; 74) weist ein Gehäuse (2; 75) mit darin gelagerten Stichbildeelementen (8, 9, 14) einschließlich einer auf- und abgehend be wegten Nadel (8) auf;
- - die Nähmaschine (1; 74) weist eine Welle (10; 76) auf, die in einem festen Verhältnis in bezug auf die Bewegung der Nadel (8) antreibbar ist,
- - die Einstellvorrichtung weist eine in zwei Betriebszustände versetzbare Festsetzeinrichtung (48; 67; 81) auf,
- - wobei die Betriebszustände eine die Welle (10; 76) gegenüber dem Ge häuse (2; 75) festsetzenden Blockierstellung und eine die Welle (10; 76) freigebende Ruhestellung umfassen,
- - und wobei eine Einstellung oder Überprüfung der Stellung wenigstens ei nes der Stichbildeelemente (8, 9, 14) zu dem Gehäuse (2; 75) oder zu ei nem anderen der Stichbildeelemente (8, 9, 14) bei in der Blockierstellung befindlichen Festsetzeinrichtung (48; 67; 81) vornehmbar ist,
gekennzeichnet durch die Merkmale:
- - die Festsetzeinrichtung (48; 67; 81) ist betätigbar mit einer Steuerung (31) verbunden,
- - die Steuerung (31) weist einen ersten Speicher (33) auf, in dem die Ist-Drehwinkellage der Welle (10; 76) repräsentierende Daten speicherbar sind
- - die Steuerung (31) weist einen zweiten Speicher (34) auf, in dem Daten für wenigstens eine Soll-Drehwinkellage der Welle (10; 76) gespeichert sind,
- - die Steuerung (31) weist einen-die Soll- und Ist-Drehwinkellagen verglei
chenden Vergleicher (37) auf,
- - wobei die Festsetzeinrichtung (48; 67; 81) bei einer Übereinstimmung der Soll- und Ist-Drehwinkellagen aktivierbar ist, und
- - die Steuerung (31) weist eine Eingabeeinrichtung (40) zur Eingabe eines Signals auf, mit der der Betriebszustand der Festsetzeinrichtung (48; 67; 81) umschaltbar ist.
2. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein die
Ist-Drehlage der Welle (10) erfassender Drehwinkelgeber (24) vorgesehen ist.
3. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Nähmaschine (1; 74) einen Antriebsmotor (61; 79) aufweist, der über eine
elektrische Leitung (71; 82) mit der Steuerung (31) verbunden ist.
4. Einstellvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der-An
triebsmotor (61; 79) mit der Festsetzeinrichtung (67; 81) ausgebildet ist.
5. Einstellvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der An
triebsmotor (79) als Schrittmotor ausgebildet ist.
6. Einstellvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Festsetzeinrichtung (81) einen in einem ruhenden Magnetfeld gehaltenen Ro
tor (77) aufweist.
7. Einstellvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Festsetzeinrichtung (48; 67) eine Friktionsbremse (55; 68)
aufweist.
8. Einstellvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Friktionsbremse (55) einen Pneumatikzylinder und ein mit der Steuerung (31)
ansteuerbar verbundenes elektrisch betätigbares Pneumatikventil (52)
aufweist.
9. Einstellvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß Steuerung (31) eine Anzeigeeinrichtung (36) aufweist.
10. Einstellvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuerung (31) eine Schalteinrichtung (46) für die Wahl der Betriebsweise der
Steuerung (31) aufweist.
11. Einstellvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
daß Steuerung (31) eine Wähleinrichtung (35) zur Auswahl eines Sollwerts
der Drehwinkellage der Welle (10; 76) aufweist.
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| DE1997102391 DE19702391C1 (de) | 1997-01-24 | 1997-01-24 | Einstellvorrichtung für eine Nähmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997102391 DE19702391C1 (de) | 1997-01-24 | 1997-01-24 | Einstellvorrichtung für eine Nähmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19702391C1 true DE19702391C1 (de) | 1997-10-02 |
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ID=7818190
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997102391 Expired - Fee Related DE19702391C1 (de) | 1997-01-24 | 1997-01-24 | Einstellvorrichtung für eine Nähmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19702391C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1754817A2 (de) | 2005-08-17 | 2007-02-21 | Dürkopp Adler Aktiengesellschaft | Prüfverfahren für eine Nähmaschine sowie Nähmaschine zur Durchführung eines derartigen Prüfverfahrens |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4463698A (en) * | 1980-12-19 | 1984-08-07 | Matsushita Electric Industrial Co., Ltd. | Needle position detector |
| DE3508310A1 (de) * | 1985-03-08 | 1986-09-18 | Frankl & Kirchner GmbH & Co KG Fabrik für Elektromotoren u. elektrische Apparate, 6830 Schwetzingen | Elektromotorischer regel- und steuerantrieb, insbesondere fuer industrie-naehmaschinen |
| DE4232273A1 (de) * | 1991-09-26 | 1993-04-01 | Mitsubishi Electric Corp | Abtasteinrichtung fuer eine naehmaschine |
-
1997
- 1997-01-24 DE DE1997102391 patent/DE19702391C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4463698A (en) * | 1980-12-19 | 1984-08-07 | Matsushita Electric Industrial Co., Ltd. | Needle position detector |
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| DE4232273A1 (de) * | 1991-09-26 | 1993-04-01 | Mitsubishi Electric Corp | Abtasteinrichtung fuer eine naehmaschine |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Druckschrift (Serviceanleitung) Dürkop Adler N291,Ausgabe/Edition 07/95 * |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1754817A2 (de) | 2005-08-17 | 2007-02-21 | Dürkopp Adler Aktiengesellschaft | Prüfverfahren für eine Nähmaschine sowie Nähmaschine zur Durchführung eines derartigen Prüfverfahrens |
| DE102005038753A1 (de) * | 2005-08-17 | 2007-02-22 | Dürkopp Adler AG | Prüfverfahren für eine Nähmaschine sowie Nähmaschine zur Durchführung eines derartigen Prüfverfahrens |
| EP1754817A3 (de) * | 2005-08-17 | 2009-01-07 | Dürkopp Adler Aktiengesellschaft | Prüfverfahren für eine Nähmaschine sowie Nähmaschine zur Durchführung eines derartigen Prüfverfahrens |
| DE102005038753B4 (de) * | 2005-08-17 | 2015-02-05 | Dürkopp Adler AG | Prüfverfahren für eine Nähmaschine sowie Nähmaschine zur Durchführung eines derartigen Prüfverfahrens |
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