DE19925013C2 - Fadenschneidvorrichtung bei einer Nähmaschine - Google Patents
Fadenschneidvorrichtung bei einer NähmaschineInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Fa
denschneidvorrichtung nach dem Oberbegriff jeweils
des Anspruchs 1 oder 7.
Die japanische Gebrauchsmuster-Offenlegungsschrift
Nr. 2-67 980 offenbart eine Fadenschneidvorrichtung
bei einer Nähmaschine, welche ein bewegbares Messer
und ein feststehendes Messer aufweist, die miteinan
der zusammen wirken, um einen Faden oder mehrere Fä
den zu schneiden. Um selektiv sowohl den Oberfaden
als auch den Unterfaden oder nur den Oberfaden zu
schneiden, sind ein Unterfaden-Entfernungshebel und
ein hiermit verbundener Betätigungsmechanismus vorge
sehen. Wenn nur der Oberfaden zu schneiden ist, wird
der Entfernungshebel zu einem bestimmten Zeitpunkt
während der Bewegung des bewegbaren Messers oder während
der Drehung eines Hakens betätigt, um mit dem
Unterfaden in Eingriff zu treten und jedoch sind in
folge des Vorsehens des Entfernungshebels und seines
verbundenen Betätigungsmechanismus Betriebszeitein
stellungen des Entfernungshebels sowie Wartungsarbei
ten hinsichtlich des Entfernungshebels und seines Be
tätigungsmechanismus erforderlich. Zusätzlich erhöht
diese Ausbildung die Anzahl der Teile, die zum
Schneiden der Fäden benötigt werden.
Aus der DE 40 18 829 C2 ist eine Fadenschneidvorrich
tung in einer Nähmaschine zum bilden von Stichen auf
einem Gewebe unter Verwendung eines Oberfadens und
eines Unterfadens bekannt, welche ein feststehendes
und ein bewegbares Messer aufweist. Diese wirken so
miteinander zusammen, daß sie entweder nur den Ober
faden oder sowohl den Ober- als auch den Unterfaden
schneiden. Zu diesem Zweck ist ein schwenkbarer Fa
denführungshebel für den Unterfaden vorgesehen, wel
cher zwei Positionen einnehmen kann. In der ersten
Position wird der Unterfaden so geführt, daß er aus
dem Wirkungsbereich der Messer herausgehalten wird,
und in der zweiten Position wird der Unterfaden so in
den Wirkungsbereich der Messer gebracht, daß er zeit
gleich mit dem Oberfaden geschnitten wird.
Die US 4 077 342 offenbart eine Faden-
Schneidvorrichtung in einer Nähmaschine, welche nur
gemeinsam den Oberfaden und den Unterfaden schneiden
kann. Eine Ziehvorrichtung für den Unterfaden be
wirkt, daß dieser vor dem Schneiden eine bestimmte
Länge aus der Spule herausgezogen wird, damit das
abgeschnittene Ende des Unterfadens eine für die Wei
terverarbeitung geeignete Länge hat.
Weiterhin zeigt die US 3 424 116 eine Fadenschneid
vorrichtung in einer Nähmaschine, bei der der Oberfa
den und der Unterfaden durch einen schwenkbaren Grei
fer erfaßt und durch diesen in den Wirkungsbereich
einer Schneideinrichtung gebracht werden, um gemein
sam geschnitten zu werden. Der Greifer erfaßt die Fä
den in dem Zeitpunkt, in welchem die vom Oberfaden
gebildete Schlaufe am größten ist.
Schließlich ist aus der DE-OS 20 15 757 ein Fadenfän
ger für Fadenschneideinrichtungen an Nähmaschinen be
kannt, welche an einem Ende eine schwalbenschwanzar
tige Vertiefung zur Zentrierung von Ober- und Unter
faden vor dem Messer aufweist. Der Schneidvorgang
kann hierdurch scherenartig erfolgen und durch Ein
stellung des Abstandes zwischen dem Fängerschneid
blatt und der Schwalbenschwanzmitte kann die ge
wünschte Länge des Anfangsfadens für den folgenden
Nähzyklus erhalten werden:
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fadenschneidvorrichtung in einer Nähmaschine zum Bil den von Stichen auf einem Gewebe unter Verwendung ei nes Oberfadens und eines Unterfadens, mit einem fest stehenden Messer und einem bewegbaren Messer, welche miteinander zusammenwirken, um entweder einen oder beide von dem Ober- und dem Unterfaden zu schneiden, zu schaffen, welche einfacher ausgebildet ist als die bekannten Schneidvorrichtungen, beispielsweise den Entfernungshebel nach der japanischen Gebrauchsmu ster-Offenlegungsschrift Nr. 2-67 980 oder den Faden führungshebel nach der DE 40 18 829 C2 nicht benö tigt.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fadenschneidvorrichtung in einer Nähmaschine zum Bil den von Stichen auf einem Gewebe unter Verwendung ei nes Oberfadens und eines Unterfadens, mit einem fest stehenden Messer und einem bewegbaren Messer, welche miteinander zusammenwirken, um entweder einen oder beide von dem Ober- und dem Unterfaden zu schneiden, zu schaffen, welche einfacher ausgebildet ist als die bekannten Schneidvorrichtungen, beispielsweise den Entfernungshebel nach der japanischen Gebrauchsmu ster-Offenlegungsschrift Nr. 2-67 980 oder den Faden führungshebel nach der DE 40 18 829 C2 nicht benö tigt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine
Fadenschneidvorrichtung mit den Merkmalen jeweils des
Anspruchs 1 oder des Anspruchs 7. Vorteilhafte Wei
terbildungen dieser Vorrichtungen ergeben sich aus
den jeweils zugeordneten Unteransprüchen.
Es ist eine Fadenschneidvorrichtung in einer Nähma
schine vorgesehen, die betätigbar ist, um Stiche in
einem Gewebe unter Verwendung eines Oberfadens und
eines Unterfadens zu bilden. Die Fadenschneidvorrich
tung enthält ein feststehendes Messer und ein beweg
bares Messer, die miteinander zusammenwirken, um ent
weder einen oder beide von dem Oberfaden und dem Un
terfaden zu schneiden. Das bewegbare Messer ist betä
tigbar, um den Oberfaden in einem ersten Zeitpunkt zu
schneiden und den Unterfaden in einem zweiten, von
dem ersten Zeitpunkt verschiedenen Zeitpunkt zu
schneiden.
Das bewegbare Messer kann eine Schneidkante, einen
Oberfaden-Eingriffsbereich und einen Unterfaden-
Eingriffsbereich enthalten. Der Oberfaden-
Eingriffsbereich und der Unterfaden-Eingriffsbereich
können an verschiedenen Stellen angeordnet sein.
Vorzugsweise ist das bewegbare Messer betätigbar, um
sich innerhalb eines ersten Bewegungsbereichs und ei
nes zweiten Bewegungsbereichs zu bewegen für den Ein
griff mit dem und das Schneiden des Oberfadens bzw.
des Unterfadens. Der erste Bewegungsbereich und der
zweite Bewegungsbereich können voneinander verschie
den sein.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in den
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein repräsentatives Aus
führungsbeispiel einer Fadenschneidvorrich
tung gemäß der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 eine Vorderansicht von Fig. 1,
Fig. 3(A) bis 3(E) erläuternde vergrößerte Drauf
sichten auf ein feststehendes
Messer und ein bewegbares Messer
der Fadenschneidvorrichtung,
Fig. 4(A) bis 4(E) erläuternde vergrößerte Ansich
ten, welche die Arbeitsweise zum
Schneiden eines Unterfadens zei
gen, und
Fig. 5 ein Zeitdiagramm, das die Operationszeiten
eines bewegbaren Messers in Beziehung zu den
Operationszeiten eines Hakens, eines Faden
aufnahmehebels und einer Nähnadel zeigt.
Es ist vorzugsweise eine Fadenschneidvorrichtung in
einer Nähmaschine vorgesehen, die betätigbar ist, um
Stiche in einem Gewebe unter Verwendung eines Oberfa
dens und eines Unterfadens zu bilden. Die Faden
schneidvorrichtung kann ein feststehendes Messer und
ein bewegbares Messer enthalten, welche miteinander
zusammenwirken, um entweder einen oder beide von dem
Ober- und Unterfaden zu schneiden. Das bewegbare Mes
ser kann betätigbar sein, um den Oberfaden in einem
ersten Zeitpunkt und den Unterfaden in einem zweiten
Zeitpunkt zu schneide, wobei sich der erste Zeitpunkt
von dem zweiten Zeitpunkt unterscheidet.
Da der Oberfaden und der Unterfaden zu verschiedenen
Zeitpunkten geschnitten werden können, ist ein Unter
faden-Entfernungshebel zum Entfernen des Unterfadens
nicht erforderlich, wenn nur der Oberfaden zu schnei
den ist. Zusätzlich ist ein Betätigungsmechanismus
zum Betätigen eines derartigen Unterfaden-
Entfernungshebels nicht erforderlich. Daher werden
Zeiteinstellvorgänge für den Entfernungshebel und
Wartungsarbeiten für den Entfernungshebel und seinem
Betätigungsmechanismus nicht benötigt. Zusätzlich
kann die Anzahl der Teile der Fadenschneidvorrichtung
reduziert werden.
Vorzugsweise ist der zweite Zeitpunkt so gewählt, daß
er dem ersten Zeitpunkt nachfolgt. Daher kann die
Auswahl, ob sowohl der Ober- als auch der Unterfaden
geschnitten werden oder nur der Oberfaden geschnitten
wird, zuverlässig durchgeführt werden. Im Allgemeinen
wird der Vorgang des Schneidens nur des Oberfadens
häufiger durchgeführt als der Schneidvorgang sowohl
für den Ober- als auch den Unterfaden. Als eine Folge
kann die Zuverlässigkeit verbessert werden.
Vorzugsweise hat das bewegbare Messer eine Schneid
kante, einen Oberfaden-Eingriffsbereich und einen Un
terfaden-Eingriffsbereich. Der Oberfaden-
Eingriffsbereich und der Unterfaden-Eingriffsbereich
können an verschiedenen Stellen angeordnet sein.
Das bewegbare Messer kann betätigbar sein, um sich
innerhalb eines ersten Bewegungsbereichs und eines
zweiten Bewegungsbereichs zu bewegen für den Eingriff
mit dem und das Schneiden des Oberfadens bzw. des Un
terfadens. Der erste Bewegungsbereich und der zweite
Bewegungsbereich können voneinander verschieden sein.
Vorzugsweise erstreckt sich der erste Bewegungsbe
reich zwischen einer Warteposition und einer ersten
Arbeitsposition, während sich der zweite Bewegungsbe
reich zwischen der Warteposition und einer zweiten
Arbeitsposition erstreckt. Das bewegbare Messer in
der ersten Arbeitsposition kann ermöglichen, daß der
Oberfaden mit dem Oberfaden-Eingriffsbereich in Ein
griff tritt, während ein Haken der Nähmaschine sich
mit dem in Eingriff mit dem Haken befindlichen Ober
faden dreht.
Somit kann die Bewegung des Oberfadens, um in Eingriff
mit dem Oberfaden-Eingriffsbereich zu gelangen,
durch die Drehung des Hakens bewirkt werden. Daher
kann der Schneidvorgang zuverlässig durchgeführt wer
den ohne Beeinträchtigung durch den Einfluß der Span
nung, die auf den Oberfaden ausgeübt wird. Noch wich
tiger ist, daß der Abschnitt des Oberfadens, der der
Nähnadel am nächsten ist, welcher Abschnitt zu
schneiden ist, zuverlässig von dem Abschnitt des
Oberfadens, der dem Gewebe am nächsten ist, getrennt
werden kann. Daher kann der Schneidvorgang des Ober
fadens zuverlässig durchgeführt werden ohne daß zu
fällig sowohl der Abschnitt des Oberfadens auf der
Seite der Nähnadel als auch der Abschnitt auf der
Seite des Gewebes geschnitten werden.
Jeder von den zusätzlichen Merkmalen und Verfahrens
schritten, die vor- und nachstehend offenbart sind,
kann getrennt oder in Verbindung mit anderen Merkma
len und Verfahrensschritten verwendet werden, um ver
besserte Fadenschneidvorrichtungen und Verfahren zum
Entwerfen und Verwenden derartiger Fadenschneidvor
richtungen vorzusehen. Repräsentative Beispiele nach
der vorliegenden Erfindung, welche viele dieser zu
sätzlichen Merkmale und Verfahrensschritte gemeinsam
verwenden, werden nun im Einzelnen mit Bezug auf die
Zeichnungen beschrieben.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf ein repräsentatives
Ausführungsbeispiel einer Fadenschneidvorrichtung und
verschiedene Mechanismen einer Nähmaschine, die mit
der Zahnschneidvorrichtung verbunden sind. Eine Vor
deransicht von Fig. 1 ist in Fig. 2 gezeigt.
Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, enthält
die Nähmaschine eine Hakenbasis 10 und einen Haken
14. Der Haken 14 weist einen Drehhaken 14a und einen
Hakenhalter 14b auf. Der Drehhaken 14a hat ein Hake
nende 16 und ist drehbar in der Hakenbasis 10 aufge
nommen. Der Drehhaken 14a kann mit einer Hakenan
triebswelle 15 verbunden sein, welche ihrerseits mit
einer Hauptwelle (nicht gezeigt) der Nähmaschine ver
bunden ist, so daß der Drehhaken 14a relativ zum Ha
kenhalter 14b drehbar angetrieben wird. Ein Spulenge
häuse 17 ist in dem Hakenhalter 14b eingesetzt und
weist eine innen befestigte Spule (nicht gezeigt)
auf. Ein Unterfaden T2 ist um die Spule gewickelt und
wird nachfolgend im Einzelnen erläutert. Eine hin-
und hergehende Nähnadel (nicht gezeigt) kann sich
durch ein Nadelloch 12 in den Haken 14 und aus diesem
heraus bewegen (siehe Fig. 3). Das Nadelloch 12 ist
in einer Stichplatte (nicht gezeigt) ausgebildet, die
auf der Hakenbasis 10 in einer Position oberhalb des
Hakens 14 befestigt ist. Die Nähnadel wirkt mit dem
Haken zusammen, um Stiche in einem Gewebe unter Ver
wendung eines Oberfadens T1 und eines Unterfadens T2
zu bilden, welche von der Nähnadel bzw. der Spule zu
geführt werden. Ein Fadenaufnahmehebel (nicht ge
zeigt) dient zur Aufnahme des Oberfadens T1 in Abhän
gigkeit von der Betätigung des Hakens 14 und der Näh
nadel. Der Nähmechanismus enthaltend eine Nähnadel,
einen Haken und einen Fadenaufnahmehebel ist auf die
sem technischen Gebiet bekannt und wird daher nicht
im Einzelnen beschrieben.
Die Fadenschneidvorrichtung enthält vorzugsweise ein
feststehendes Messer 20 und ein bewegbares Messer 30.
Das feststehende Messer 20 kann mittels Bolzen 21
fest an einer Messerbasis 18 angebracht sein (siehe
Fig. 1). Die Messerbasis 18 kann auch fest an der Ha
kenbasis 10 angebracht sein. Ein bewegbares Messer 30
kann fest an einem oberen Ende einer Messerwelle 40
angebracht sein. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, wird die
Messerwelle 40 drehbar von der Hakenbasis 10 gehalten
und erstreckt sich von dem bewegbaren Messer 30 ver
tikal nach unten in eine Position unterhalb der Ha
kenbasis 10. Ein Betätigungshebel 52 kann mit dem un
teren Ende der Messerwelle 40 verbunden sein.
Ein L-förmiger Träger 44 kann an der rechten Seite
(aus der Sicht gemäß Fig. 2) der Hakenbasis 10 befe
stigt sein. Ein Motor 42 kann vertikal auf dem Träger
44 befestigt sein und dient als eine Antriebsquelle
für das bewegbare Messer 30. Der Motor 42 hat eine
Ausgangswelle 46, die sich von dem Motor 42 durch den
horizontalen Teil des Trägers 44 nach unten er
streckt. Ein Antriebshebel 48 kann an der Ausgangs
welle 46 befestigt sein und mit dem Betätigungshebel
52 durch eine Verbindungsstange 50 verbunden sein.
Als eine Folge wird die Drehung des Motors 42 über
den Antriebshebel 48, die Verbindungsstange 50 und
den Betätigungshebel 52 in eine hin- und hergehende
Drehbewegung der Messerwelle 40 umgewandelt. Daher
wird das bewegbare Messer 30 mit der Messerwelle 40
um deren Achse hin- und hergeschwenkt.
Eine bevorzugte Anordnung des feststehenden Messers
20 und des bewegbaren Messers 30 ist in Fig. 3(A) ge
zeigt, in welcher das feststehende Messer 20 ein vor
deres Ende hat, das eine an seiner Unterseite gebil
dete Schneidkante 22 enthält. Das bewegbare Messer 30
hat ein vorderes Ende, welches eine Oberfaden-
Eingriffsvertiefung 36 und eine Unterfaden-
Eingriffsvertiefung 38 aufweist. Die Oberfaden-
Eingriffsvertiefung 36 und die Unterfaden-
Eingriffsvertiefung 38 sind auf entgegengesetzten
Seiten des vorderen Endes in der Drehrichtung des be
wegbaren Messers 30 ausgebildet. Die Oberfaden-
Eingriffsvertiefung 36 ist über einen Schlitz 34 zu
der Außenseite geöffnet. Eine Schneidkante 39 kann
auf einer Seite der Oberfaden-Eingriffsvertiefung 36
in der Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn ausgebil
det sein, wie aus Fig. 3(A) ersichtlich ist. Die
Schneidkante 39 arbeitet mit der Schneidkante 22 des
feststehenden Messers 20 zusammen, um einen Faden
(mehrere Fäden) zu schneide, wie nachfolgend erläu
tert wird. Die Unterfaden-Eingriffsvertiefung (38)
hat in der Draufsicht eine im Wesentlichen V-förmige
Konfiguration. Ein spitz zulaufendes Ende 32 kann an
dem vorderen Ende des bewegbaren Messers auf der Sei
te der Oberfaden-Eingriffsvertiefung 36 ausgebildet
sein. Das spitze Ende ist entgegen dem Uhrzeigersinn
gerichtet, wie aus Fig. 3(A) ersichtlich ist. Eine
Führungskante 37 kann ausgebildet sein, um das spitze
Ende 32 und die Unterfaden-Eingriffsvertiefung 38 zu
verbinden.
Eine Steuervorrichtung (nicht gezeigt) gibt Steuersi
gnale zum Motor 42 aus, um die Bewegung des bewegbaren
Messers 30 zu steuern.
Eine bevorzugte Arbeitsweise des obigen repräsentati
ven Ausführungsbeispiels der Fadenschneidvorrichtung
wird nun erläutert.
Die Fig. 3(A) bis 3(E) zeigen eine bevorzugte Ar
beitsweise zum Schneiden des Oberfadens T1. Um den
Oberfaden T1 während des Nähvorgangs zu schneiden,
gibt die Steuervorrichtung ein Steuersignal an den
Motor 42 ab, um diesen zu starten. Der Nähvorgang
wird durch Zusammenwirken des Hakens 14 oder des
Drehhakens 14a mit der hin- und hergehenden Nähnadel
in bekannter Weise durchgeführt. Wenn der Motor 42
sich dreht, wird das bewegbare Messer 30 aus einer in
Fig. 3(A) gezeigten Warteposition in eine in Fig.
3(B) gezeigte erste Arbeitsposition geschwenkt. Der
Zeitpunkt einer derartigen Bewegung des bewegbaren
Messers 30 ist so gewählt, daß das spitze Ende 32 des
bewegbaren Messers 30 eine Position benachbart dem
Nadelloch 12 erreicht, wie in Fig. 3(B) gezeigt ist,
bevor der Oberfaden T1 mit dem Hakenende 16 des Dreh
hakens 14a in Eingriff tritt. Zum Zwecke der verein
fachten Illustration ist der Unterfaden T2 in den
Fig. 3(A) bis 3(E) nicht gezeigt.
Während das bewegbare Messer 30 in der Arbeitspositi
on gehalten wird, dreht sich der Haken 14, um mit dem
Oberfaden T1 in Eingriff zu treten, wie in Fig. 3(C)
gezeigt ist.
Wenn der Haken 14 sich weiter dreht, wird der Oberfaden
T1 innerhalb des Hakens 14 entlang einer schrägen
Kante des Hakenendes 16 bewegt, wie in Fig. 3(B) ge
zeigt ist, und wird gezwungen, durch den Schlitz 34
in die Oberfaden-Eingriffsvertiefung 36 einzutreten,
wie in Fig. 3(E) gezeigt ist.
Die Steuervorrichtung gibt dann ein Signal zu dem Mo
tor 42 aus, um das bewegbare Messer 30 aus der ersten
Arbeitsposition in die Warteposition im Wesentlichen
zur selben Zeit, in der der Fadenaufnahmehebel den
Oberfaden T1 zieht, zurückzuführen. Während dieser
Rückführungsbewegung bewegt sich die Oberfaden-
Eingriffsvertiefung 36 des bewegbaren Messers 30 über
die Schneidkante 22 des feststehenden Messers 20, so
daß die Schneidkante 39 des bewegbaren Messers 30 mit
der Schneidkante 22 des feststehenden Messers zusam
menwirkt, um den Oberfaden T1 zu schneiden.
Die Fig. 4(A) bis 4(E) zeigen eine bevorzugte Ar
beitsweise zum Schneiden des Unterfadens T2. Um den
Unterfaden T2 zu schneiden, gibt die Steuervorrich
tung ein Steuersignal an den Motor 42 ab, um das be
wegbare Messer 30 aus der Warteposition in eine zwei
te Arbeitsposition über die erste Arbeitsposition
hinauszuschwenken. Fig. 4(A) zeigt das bewegbare Mes
ser 30 in der ersten Arbeitsposition, die beim Ober
faden-Schneidvorgang eine Übergangsposition ist. So
mit wird das bewegbare Messer 30 von der ersten Ar
beitsposition aus weitergeschwenkt.
Wenn sich das bewegbare Messer 30 von der ersten Ar
beitsposition aus weiter bewegt, tritt die Führungskante
37 in Eingriff mit dem Unterfaden T2, um den
Unterfaden T2 aus einem Bewegungspfad der Führungs
kante 37 entgegen der auf dem Unterfaden T2 ausgeüb
ten Spannkraft herauszudrücken, wie in Fig. 4(B) ge
zeigt ist. Wenn das bewegbare Messer 30 die zweite
Arbeitsposition erreicht, wie in Fig. 4(C) gezeigt
ist, wird der Unterfaden T2 von dem bewegbaren Messer
30 getrennt, so daß der Unterfaden T2 seine Position
wieder erreicht.
Dann gibt die Steuervorrichtung ein Signal an den Mo
tor 42 ab, um das bewegbare Messer 30 aus der zweiten
Arbeitsposition in die Warteposition zurückzuführen.
Als eine Folge tritt der Unterfaden T2 in Eingriff
mit der Unterfaden-Eingriffsvertiefung 38, wie in den
Fig. 4(D) und 4(E) gezeigt ist, und wird dann durch
Zusammenwirken der Schneidkante 39 und der Schneid
kante 22 des feststehenden Messers 20 geschnitten.
Fig. 5 zeigt die Operationszeiten des bewegbaren Mes
sers 30 in Beziehung zu den Operationszeiten des Ha
kenendes 16 des Hakens 14, des Fadenaufnahmehebels
und der Nähnadel. Hinsichtlich des bewegbaren Messers
30, des Fadenaufnahmehebels und der Nähnadel stellt
die Ordinate in Fig. 5 Hubpositionen dieser Elemente
dar. Hinsichtlich des Hakenendes 16 stellt die Ordi
nate in Fig. 5 die vertikale Position des Hakenendes
16 relativ zu einer Bezugsposition dar. Die Abszisse
in Fig. 5 stellt den Drehwinkel der Hauptwinkel der
Nähmaschine dar, wobei die Hauptwelle den Haken 14,
den Fadenaufnahmehebel und die Nähnadel synchron mit
einander antreibt.
Die Linien X, Y und Z stellen die Operationszeiten
des Hakenendes 16, des Fadenaufnahmehebels bzw. der
Nähnadel dar. Die Linie n stellt eine Bewegungslinie
des bewegbaren Messers 30 dar, wenn nur der Oberfaden
T1 geschnitten werden soll. Die Linie n stellt eine
Bewegungslinie dar, wenn sowohl der Oberfaden T1 als
auch der Unterfaden T2 geschnitten werden sollen.
Im Zeitpunkt P gelangt der Oberfaden T1 in Eingriff
mit dem Hakenende 16. Wie vorher beschrieben wurde,
beginnt sich das bewegbare Messer 30 vor dem Zeit
punkt P aus der Warteposition in die erste Arbeitspo
sition zu bewegen. Das bewegbare Messer 30 beginnt im
Wesentlichen im Zeitpunkt Q, aus der ersten Arbeits
position in die Warteposition zurückzukehren. Im
Zeitpunkt Q beginnt der Fadenaufnahmehebel, den Ober
faden T1 zu ziehen. Nachdem der Oberfaden T1 ge
schnitten wurde, erstreckt sich weiterhin ein Teil
des geschnittenen Oberfadens von der Nähnadel. Die
Länge eines derartigen verbleibenden geschnittenen
Teils kann verändert werden durch Änderung der Rück
kehrzeit des bewegbaren Messers 30. Daher wird die
Länge des verbleibenden geschnittenen Teil kürzer,
wenn die Verzögerung des Rückkehrzeitpunktes größer
wird.
Wie in Fig. 5 gezeigt ist, ist die Arbeitsperiode des
bewegbaren Messers zum Schneiden des Unterfadens un
terschiedlich gegenüber der zum Schneiden des Oberfa
dens. Daher können sowohl der Oberfaden T1 als auch
der Unterfaden T2 geschnitten werden, indem der
Schneidvorgang für den Unterfaden T2 nachfolgend dem
Schneidvorgang für den Oberfaden T1 durchgeführt
wird, wie durch die Linie n angezeigt ist. Im Zeit
punkt R wird die Nähmaschine oder die Hauptwelle an
gehalten. Die Nähnadel wird außer Eingriff mit der
Hauptwelle gebracht, so daß sie in einer höchsten Po
sition gehalten wird, sobald das bewegbare Messer 30
bewegt wird, um den Unterfaden T2 zu schneiden.
Da das bewegbare Messer 30 unabhängig von der
Hauptwelle von dem Motor 42 angetrieben wird, kann
der Unterfaden-Schneidvorgang selbst dann durchge
führt werden, nachdem die Hauptwelle angehalten wur
de.
Obgleich das bewegbare Messer 30 bei dem vorstehenden
bevorzugten repräsentativen Ausführungsbeispiel
schwenkbar bewegt wird, kann das bewegbare Messer 30
eine unterschiedliche Bewegung durchführen, wie eine
lineare Bewegung mit der Hilfe eines geeigneten
Gleitmechanismus. Zusätzlich kann der Motor 42 durch
einen Nockenmechanismus ersetzt werden, der von der
Hauptwelle der Nähmaschine angetrieben wird.
Obgleich die Fadenschneidvorrichtung bei dem vorste
henden bevorzugten repräsentativen Ausführungsbei
spiel in Verbindung mit dem Schneidvorgang zum
Schneiden nur des Oberfadens T2 oder zum Schneiden
sowohl des Oberfadens T1 als auch des Unterfadens T2
beschrieben wurde, kann die Fadenschneidvorrichtung
so betätigt werden, daß sie nur den Oberfaden T2
schneidet. Beispielsweise kann es bevorzugt sein, daß
nur der Unterfaden T2 geschnitten wird, wenn der Un
terfaden T2 gegen einen anderen Unterfaden mit einer
unterschiedlichen Farbe auszuwechseln ist.
Claims (11)
1. Fadenschneidvorrichtung in einer Nähmaschine zum
Bilden von Stichen auf einem Gewebe unter Ver
wendung eines Oberfadens (T1) und eines Unterfa
dens (T2), mit
einem feststehenden Messer (20) und einem beweg bares Messer (30), welche miteinander zusammen wirken, um entweder einen oder beide von dem Ober- (T1) und dem Unterfaden (T2) zu schneiden,
dadurch gekennzeichnet,
daß das bewegbare Messer (30) so betätigbar ist, daß der Oberfaden (T1) in einem ersten Zeitpunkt und der Unterfaden in einem zweiten Zeitpunkt, der von dem ersten Zeitpunkt verschieden ist, geschnitten werden.
einem feststehenden Messer (20) und einem beweg bares Messer (30), welche miteinander zusammen wirken, um entweder einen oder beide von dem Ober- (T1) und dem Unterfaden (T2) zu schneiden,
dadurch gekennzeichnet,
daß das bewegbare Messer (30) so betätigbar ist, daß der Oberfaden (T1) in einem ersten Zeitpunkt und der Unterfaden in einem zweiten Zeitpunkt, der von dem ersten Zeitpunkt verschieden ist, geschnitten werden.
2. Fadenschneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der zweite Zeitpunkt dem er
sten Zeitpunkt nachfolgt.
3. Fadenschneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das bewegbare Messer (30)
eine Schneidkante (39), einen Oberfaden-
Eingriffsbereich (36) und einen Unterfaden-
Eingriffsbereich (38) enthält, wobei der Oberfa
den-Eingriffsbereich (36) und der Unterfaden-
Eingriffsbereich (38) an verschiedenen Positio
nen angeordnet sind.
4. Fadenschneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das bewegbare Messer (30) so
betätigbar ist, daß es innerhalb eines ersten
Bewegungsbereichs und eines zweiten Bewegungsbe
reichs bewegbar ist für den Eingriff mit dem und
das Schneiden des Ober- (T1) bzw. Unterfadens
(T2), wobei der erste Bewegungsbereich und der
zweite Bewegungsbereich voneinander verschieden
sind.
5. Fadenschneidvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß sich der erste Bewegungsbe
reich zwischen einer Warteposition und einer er
sten Arbeitsposition erstreckt und der zweite
Bewegungsbereich sich zwischen der Warteposition
und einer zweiten Arbeitsposition erstreckt.
6. Fadenschneidvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das bewegbare Messer (30)
eine Schneidkante (39), einen Oberfaden-
Eingriffsbereich (36) und einen Unterfaden-
Eingriffsbereich (38) enthält, und daß das be
wegbare Messer (30) in der ersten Arbeitspositi
on einen Eingriff des Oberfadens (T1) mit dem
Oberfaden-Eingriffsbereich (36) ermöglicht, wenn
ein Haken (14) der Nähmaschine sich mit dem in
Eingriff mit dem Haken (14) befindlichen Oberfa
den (T1) dreht.
7. Vorrichtung zum Schneiden eines ersten Fadens
(T1) und eines zweiten Fadens (T2), mit
einem ersten Messer (20),
einem zweiten Messer (30), das sich relativ zu dem ersten Messer (20) bewegt, und
eine Steuervorrichtung, wobei sich das zweite Messer (30) in Abhängigkeit von Befehlen von der Steuervorrichtung bewegt, dadurch gekennzeich net, daß die Steuervorrichtung wenigstens einen ersten Befehl zum Schneiden des ersten Fadens (T1) und einen zweiten Befehl zum Schneiden des zweiten Fadens (T2) erzeugt.
einem ersten Messer (20),
einem zweiten Messer (30), das sich relativ zu dem ersten Messer (20) bewegt, und
eine Steuervorrichtung, wobei sich das zweite Messer (30) in Abhängigkeit von Befehlen von der Steuervorrichtung bewegt, dadurch gekennzeich net, daß die Steuervorrichtung wenigstens einen ersten Befehl zum Schneiden des ersten Fadens (T1) und einen zweiten Befehl zum Schneiden des zweiten Fadens (T2) erzeugt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der erste Befehl vor dem zweiten
Befehl erzeugt wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß das zweite Messer (30) einen er
sten Bewegungsbereich zum Schneiden des ersten
Fadens (T1) und einen zweiten Bewegungsbereich
zum Schneiden des zweiten Fadens (T2) hat.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich der erste Bewegungsbereich
von einer ersten Position zu einer zweiten Posi
tion erstreckt und der zweite Bewegungsbereich
sich von der ersten Position zu einer dritten
Position erstreckt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß das zweite Messer (30) eine
Schneidkante (39), einen ersten Fadeneingriffs
bereich (36) und einen zweiten Fadeneingriffsbe
reich (38) aufweist, und daß der erste Fadenein
griffsbereich (36) in der zweiten Position mit
dem ersten Faden (T1) in Eingriff tritt und der
zweite Fadeneingriffsbereich (38) in der dritten
Position mit dem zweiten Faden (T2) in Eingriff
tritt.
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